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Temperaturregulierung und Überwachung Früh und Neugeborener Norbert Lutsch, FA IP Ostschweizer Kinderspital St.Gallen (CH)

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Präsentation zum Thema: "Temperaturregulierung und Überwachung Früh und Neugeborener Norbert Lutsch, FA IP Ostschweizer Kinderspital St.Gallen (CH)"—  Präsentation transkript:

1 Temperaturregulierung und Überwachung Früh und Neugeborener Norbert Lutsch, FA IP Ostschweizer Kinderspital St.Gallen (CH)

2 Interner Temperaturgradient Kerntemperatur Hauttemp. Respir.Syst. KOF/KM Konduktion Umgebungstemp. (Luft, Oberflächentemp.) Evaporation (Feuchte, Schwitzen) Konvektion, Zugluft Radiation, Hautdurchbl. Wärmeproduktion Wärmetransport Neurohumorale Regul. Wärmeproduktion Blutvolumen Wärmeverlust Temperatur - Regulation

3 Thermoregulation  Ziel ist es den Istwert der Körperkerntemperatur Auf einen Sollwert (mit tageszeitlichen Schwankungen) um 36,5 - 37,5°C konstant zu halten.  Regulierung über Kälte / Wärmerezeptoren in der Haut, Abdomen, Rückenmark und Gehirn = Temperatur- regulations-Zentrum (Hypothalamus).  Früh und Neugeborene haben nur eingeschränkte Reaktionsmechanismen um auf Änderungen Ihrer Umgebungstemperatur zu reagieren und können Ihr Kälteempfinden nicht mitteilen!

4 Thermoregulation Regulation als 2-Kompartiment System  Wärmeherstellung im Körperkern  Wärmeabgabe Haut und Schleimhäute  Die Wärme muss vom Kern zur Haut transportiert werden, dies erfolgt über das HMV, durch das Blut. Das verursacht einen Temperaturgradienten auch zentral-periphere Temperaturdifferenz genannt.

5 Wärmeproduktion Hauptmechanismen der Wärmeproduktion sind:  Der basale Stoffwechsel (Alle)  Das Kältezittern, durch schnelle Kontraktion der Skelettmuskeln (Kinder bis Erwachsene)  Die nichtzitternde Thermogenese im braunen Fettgewebe durch Abbau und Verstoffwechslung von Fettsäuren, Glukosespeicher in der Leber und Glukose- Neubildung aus Aminosäuren ( Früh und Neugeborene)

6 Wärmeproduktion FG & NG Pathophysiologie des Früh und Neugeborenen  Ungleichgewicht zwischen KOF und KM  Geringe Glucosespeicher z.B. in der Leber  Bei deren Erschöpfung folgt Fettverbrennung was einen erhöhten O2 Bedarf bedeutet. Es folgt ein anearober Stoffwechsel mit Laktatbildung und Azidose.  Geringeres subkutanes Fettgewebe als beim Erwachsenen = schlechtere Isolierung der Körperwärme.  Hohe Wärmeabgabe über die Haut, durch eingeschränkte Fähigkeit zur Vasokonstriktion der Hautgefässe

7 Wärmeverluste Die Häufigsten Wärmeverluste entstehen durch:  Konvektion = Luftbewegungen (Zugluft)  Evaporation = Verdunstung bei FG`s 6x höher als bei NG  Konduktion = Wärmeleitung an die Umgebung  Radiation = Strahlung von Wärme an die Umgebung

8 Folgen des Wärmeverlustes 1 Die Folgen bestehen im Wesentlichen aus:  Azidose (metabol.)  Gesteigerter Sauerstoffbedarf  Hypoxämie  Hypoglykämie  Kältestress  Surfactantinaktivierung / Störung der Surfactantbildung  Gewichtsverlust, pro ml Wasserverlust über die Haut werden 560 Kalorien verbraucht!!!  Gestörte Wundheilung

9 Folgen des Wärmeverlustes 2  Depression des Immunsystems  Verminderte Medikamentenmetabolisierung  Funktionseinschränkung der Blutplättchen  Erhöhte Mortalität

10 Zeichen der Hypothermie Am häufigsten anzutreffen sind:  Kerntemperatur von < 36,5°C  Erregung bis Verwirrung  Anstieg der HF, RR, AF  Marmoriertes blasses Hautkolorit  Steifigkeit des Körpers generell  Danach Lethargie bis Koma und Areflexie  Beim FG kein Kältezittern möglich!!!

11 Behandlung der Hypothermie  Beseitigung der in Abb. 5 genannten Ursachen  Temperaturkontrolle möglichst mit 2 Sonden  Periphere Durchblutung beobachten Mikrozirkulation  Zügiges Arbeiten, Warmluftvorhang wählen bei Inkubator  Mütze über Kopf, auch im Inkubator, da das die grösste Quelle für Wärmeverluste darstellt Oberfläche sehr groß  Angewärmte Bettwäsche und Handtücher, Waschwasser  Erwärmte Atemgasbefeuchtung

12 Hyperthermie >37,5°C Oft ein hausgemachtes Problem durch:  Bedienfehler der Wärmequellen, zu nah angebrachte Wärmestrahler, Temp zu hoch eingestellt.  Dehydration, Wärmestau durch Phototherapie etc.  Resorption zerstörten Gewebes = Resorptionsfieber.  FG`s und NG`s sind wegen der eingeschränkten Fähigkeit zu schwitzen besonders gefährdet.  Meistens ist der ganze Körper einschl. Extremitäten überwärmt, während bei Fieber die Extremitäten oft kalt sind. Temperaturen > 41°C sind lebensbedrohlich und erfordern Kühlung von aussen.

13 Symptome der Hyperthermie  Tachykardie, Tachypnoe, Unruhe,  Fieberkrämpfe möglich meist aber erst >39°C  Gerötete Haut, glasige Augen  Heisser Körperstamm und Extremitäten, falls keine Sepsis  Zentralisation, trockene Schleimhäute  Geringe Ausscheidung / konzentriert

14 Therapie der Hyperthermie Beseitigung der Ursachen  Ausreichende Flüssigkeitstherapie  Inkubatortemperatur justieren  Bis 38°C subfebril, bis 38,5°C leichtes, bis 39°C mäßiges, bis 39,9°C hohes Fieber, bis 42° sehr hohes Fieber  Fiebersenkende Massnahmen einleiten >40°C  Medikamentöse Therapie gegen Fieber möglichst vermeiden, da Fieber physiologisch und als Helfer des Therapeuten angesehen werden darf, sofern hohe Temperaturen nicht kontra-indiziert, z.B. SHT, Herzchirurgie etc.

15 Thermoneutral Umgebung  Die Umgebungstemperatur, bei der die Körpertemp. nur durch Änderung der Hautdurchblutung, also ohne Erhöhung des Stoffwechsels und des Sauerstoff- verbrauchs konstant gehalten werden kann bezeichnet man als thermoneutrale Umgebung.  Die Referenzwerte für die thermoneutraleTemperatur variieren je nach Reifezustand und Krankheitsbild des Kindes  Normal entwickeltes NG ca. 33°C nach 2 Wo. ca. 32°C FG ca. 35,5°C unbekleidet!

16 Temperatur Rektal und Peripher

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22 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio- Neuronal thermie thermie vaskulär Zentral 37 o 36 o Kerntemp. Periphere Temperatur

23 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio Neuronal thermie thermie vaskulär 37 o 36 o Zentral Peripher

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25 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio Neuronal thermie thermie vaskulär 37 o 36 o Zentral Peripher

26 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio Neuronal thermie thermie vaskulär 37 o 36 o Zentral Peripher

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29 Antibiose

30 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio Neuronal thermie thermie vaskulär 37 o 36 o Zentral Peripher

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32 Myokardiale Dysfunktion: 860g, 1 L Tag HMV=150ml/kg HMV=396ml/kg

33 Temperaturprofile Normal Hypo-. Hyper- Fieber Kardio- Neurogen thermie thermie vaskulär 37 o 36 o Zentral Peripher

34 Zentral-periphere Temperaturunterschiede während Hypothermie und Wiedererwärmung C0C 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0,5 0 Zeit (h)

35 Zusammenfassung 2-Punkt-Temperatur Monitoring - Ziele Eine komfortable Umgebung schaffen Ein Diagnostisches Mittel um: - Hypothermie - Hyperthermie - Fieber - Kardiovaskuläre Beeinträchtigungen - Neuronal-metabolische Beeinträchtigungen zu zu entlarven

36 Praktisches Vorgehen 1. Optimale Temperaturdifferenz zentral-peripher < 1,5 - 2°C 2. Falls Differenz > 2°C, Ursachenforschung! Übliche Verlust- quellen (Seite 7) ? Sepsis, Kardial, Hypovolämie, Ductus? 3. Ursache definiert und behandelt, → Differenz beseitigen = Inkubatortemperatur erhöhen bis Zielwert: Punkt 1 erreicht 4. Meist wird durch höhere Umgebungstemperaturen zuerst die Peripherie erwärmt bevor zentral eine Hyperthermie entsteht, sollte die zentrale Temperatur bei Erwärmungsmaßnahmen doch >38°C steigen, mit Arzt individuelle Grenze festlegen und ggf. lokal erwärmen (Handschuhe, Socken, Wattebinden um Extremitäten etc.)

37 Moskau 1835

38 Referenzen Larsen Anästhesie & Intensivmedizin Bob C. Witsenburg, der Merkurstab Ausgabe Mai 1992 Masernsterblichkeit und Therapie (Fieber) Despopoulous Taschenatlas der Pathophysiologie Mit freundlicher Unterstützung durch Herrn Prof. Christoph Vogtmann für die Überlassung der graphischen Darstellungen und seiner Forschungsergebnisse vielen Dank!


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