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Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA.

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Präsentation zum Thema: "Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA."—  Präsentation transkript:

1 Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

2 Seminaranforderungen Anwesenheit mindestens 75% Qualitative und aktive Mitarbeit Literatur: Mechthild Dehn (2012): Kinder & Lesen und Schreiben. Was Erwachsene wissen sollten. Seelze: Kallmeyer in Verbindung mit Klett Erledigung der Arbeitsaufträge Schriftliche Prüfung am ________________

3 Inhalte Materialien – kognitive Grundvoraussetzungen Lehrplan Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs Methodenkonzepte Arbeit am Buchstaben

4 Lehrplan Erstlesen und weiterführendes Lesen Grundleistungen wie Lesemotivation, Sprechmotorik, akustische und visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit, Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen erarbeiten, Wörter auditiv und visuell durchgliedern sowie prägnante Wortdetails entdecken und einprägen, einfache unbekannte Texte lesen, usw. das Zeichenverständnis vorbereiten (z.B. Verkehrszeichen, Symbole darstellen und ihre Aussage verbalisieren) mit Linien und Formen spielerisch umgehen Ziffern, Buchstaben, Wörter, Sätze und kurze Texte ab- und aufschreiben Schreibabläufe zunehmend automatisieren formgerecht und geordnet schreiben lernen durch die Einhaltung formaler Ordnung beim Schreiben

5 Lesemotivation entwickeln Piktogramme und Symbole deuten und verstehen Wörter als Folge von Buchstaben lesen Wortbausteine erfassen, speichern und wiedergeben können Wörter, Satzteile und Sätze erarbeiten Lesen als Deutungsleistung begreifen Zeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren kurze Texte sinnentnehmend lesen können die für das Schreiben bedeutsame Grob- und Feinmotorik trainieren grundlegendes Begriffsverständnis für Bewegungsrichtungen und Bewegungsformen entwickeln mit unterschiedlichen Materialien schreiben erlernte Wörter und Sätze richtig schreiben in einer Schriftart frei schreiben können Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:

6 Schriftspracherwerb Bis 1970 waren Lesen und Schreiben getrennte Bereiche Reduktion auf den schreibmotorischen Prozess Alphabetisierung als Handwerkszeig Produktion von Schriftlichkeit Beherrschen einer Technik – Kulturtechnik Ziel: schönes, richtiges Schreiben und flüssiges Lesen Verschmelzung der beiden Bereiche Soziale Dimension: Teilhabe an einer Schriftkultur Literalisierung

7 Schriftspracherwerb ist Denkentwicklung, die in der Gesellschaft für eine befriedigende Lebensführung sowie für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wesentlich ist. (vgl. Schründer-Lenzen, 2004)

8 Anforderungen beim Erwerb der Schriftsprache Alphabetschrift Die Buchstaben und Lautverbindungen - sogenannte Grapheme – sind auf lautliche Einheiten - die Phoneme - der Sprache bezogen. Die Kinder müssen erkennen, wie die Schrift aufgebaut ist. Es lassen sich vier zentrale Einsichten definieren, die von den Lernenden erworben werden müssen

9 Dekontextualisierung Die Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit vom inhaltlichen auf den formalen Aspekt der Sprache zu richten. AUTO "Womit fängt das Wort Auto an?“

10 Wortkonzept Geschriebene Wörter sind durch Leerzeichen getrennt. Sie müssen lernen, ihre Äußerungen in Wörter zu segmentieren und alle Redeteile aufzuschreiben, also nicht nur Inhaltswörter, sondern auch Funktionswörter(Konjunktionen oder Artikel). OMAOPALESN - also: Oma und Opa lesen.

11 Analyse von lautlicher Sprache Silben und Phoneme. Silben sind den Kindern bei Schuleintritt meist geläufig (Te- le- fon). Die phonematische Durchgliederung (Herausfiltern der Phoneme) von Wörtern stellt aber eine große Herausforderung dar( z.B: Tisch = T- i - sch). PHONOLOGIE – Einsicht in die Lautstruktur

12 Phonem-Graphem Korrespondenz Einsicht in die Phonem-Graphem Korrespondenz. M

13 Schriftspracherwerb als Entwicklungsprozess Aneignung von Schriftsprache als aktive konstruktive Eigenleistung des Lernenden. Diese Konstruktionsleistung wird sichtbar an den Lese- und Schreib fehlern der Kinder.

14 Das leere Blatt "Ihr könnt auf dem Blatt schreiben, was ihr möchtet!"

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18 Entwicklungsmodell nach Uta Frith Drei Strategien beim Lesen und Schreiben nicht gleichzeitig erworben Lesen oder das Schreiben übernimmt im Entwicklungsprozess die Vorreiterrolle Verzahnung im Lese- und Schreiberwerb lässt sich im deutschsprachigen Raum durch Forschungsergebnisse nicht belegen Diese grobe Entwicklungsfolge gilt noch heute als Rahmenmodell für den Schriftspracherwerb

19 Logografische Strategie

20 Logografische Strategie Der Schrifterwerb beim Lesen beginnt mit dem "Auswendiglesen“ Kinder merken sich Wörter ganzheitlich und erlesen sie als Ganzes. Der Schrifterwerb beim Schreiben beginnt mit dem Kritzeln und Abbilden. Die Kinder schreiben auswendig auf, was sie sich zuvor beim Lesen gemerkt haben. Korrekturen : Anna könnte ihren "Fehler" noch nicht durch Vergleich mit dem Sprechen korrigieren (keine Verbindung Laut - Buchstabe).

21 Alphabetische Strategie

22 Alphabetische Strategie stützt sich auf den Lautbezug der Schrift Zusammenhang von Laut- und Schriftsprache: unbekannte Wörter lesen und schreiben Kinder zerteilen die Wörter in kleinste Sequenzen und übersetzen die gesprochene Sprache Laut für Laut in die Schriftsprache. Umgekehrt wird die geschriebene Sprache Buchstabe für Buchstabe erlesen. „Abschreiben“ und „Erschreiben“ gehört zusammen

23 Orthografische Strategie

24 Orthografische Strategie Beim Lesen und Schreiben werden größere Einheiten berücksichtigt Silbensegmentierung als Strukturierungshilfe Das Schreiben lässt eine die zunehmende Verwendung orthografischer Muster erkennen.

25 Helga Grimm

26 ABC mit allen Sinnen (Vester, Gardener) Lernen unter Einbeziehung der emotionalen Bereiche : Positiv besetzter Lernstoff wird länger im Gedächtnis behalten. Geschichten, Figurenspiele, Rollenspiele.. Veranschaulichtes, bildhaftes Lernen: Bilder haften besser im Gedächtnis als Laute und Wörter Bildkarten, Gebasteltes, eigene Bücher erstellen,… Spielerische, multisensorische Erarbeitung: Lerntypen Einbeziehung von Musik, Buchstaben fühlen, Buchstaben essen Lernen durch Einbeziehung von Aktionen : „In Aktion sein“ baut Aggressionen ab. Bewegungsspiele, Aktionstheater, Bauen, Backen, Drucken, Malen Lernen mit Erfolgserlebnissen Motivation Lernbrücken, Assoziationen finden. Texte mit gehäuftem Auftreten eines Buchstabens lesen – Relevanz spüren

27 Sinn und Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Lerntypen beachten Problematisch: über reine Sinnesschulung Sachwissen erfahren Nur das kann sinnlich wahrgenommen werden, wofür entsprechende sachbezogene Interpretationsmuster zur Verfügung stehen

28 Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Kneten Auseinandersetzung mit der Buchstabenform Kinder lernen dabei aber nichts über die Funktion des Buchstaben im Wortkontext. Zusätzliche Angebote: Buchstaben in Wörtern entdecken

29 Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Abgehen von Buchstaben zweifelhafte Anschauungshilfe Raumlage geht verloren

30 Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Kosten und Schmecken keine Bedeutung für die sachbezogene Zielsetzung Riesenaufwand Wertvolle Lernzeit geht verloren

31 Bemalen der Buchstaben dient nicht der Entfaltung eines Buchstabenkonzepts besser: Wanderbuchstaben, Wortauf- und abbau

32 Buchstabentage mit sachangemessenen Lernangeboten

33 Visuelle Station

34 Sensomotorische Station

35 Akustische Station

36 Graphomotorische Station

37 Taktil-kinästhetische Station

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39 Buchstabenplan

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53 Schriftarten BLOCKSCHRIFT Druckschrift Schreibschrift

54 BLOCKSCHRIFT Schwache Leser und Leserinnen haben keine Probleme mit der Blockschrift. Die Buchstaben sind aus wenigen Grundformen aufgebaut. Die Schrift ist den Kindern von Schildern bekannt. Viele Kinder lernen den Namen in dieser Schrift. Es gibt keine Probleme mit der Groß- Kleinschreibung. Die Kinder müssen nur eine grafische Variante speichern.

55 BLOCKSCHRIFT Texte in Großbuchstaben sind schwer zu lesen. Die Rechtschreibung wird vernachlässigt. Die Wörter sind nicht einfach einzuprägen, weil die Ober- und Unterlängen als optische Hilfen fehlen.

56 Druckschrift Der Buchstabe stellt eine abgegrenzte Einheit in der visuellen Verarbeitung der Schrift dar. Die Druckschrift ist den Kindern aus ihrer naiven Schrifterfahrung in der Umwelt vertraut. Die Druckschrift ist auch die Regelschrift für das spätere Lesen.

57 Druckschrift Die Schreibschrift muss später zusätzlich gelernt werden. Man muss sich jeweils zwei Buchstabenformen merken (groß und klein).

58 Schreibschrift Das Schreiben mit der Hand ist auf eine verbundene Schrift angewiesen. Man muss nicht mehrere Alphabete nebeneinander lernen.

59 Schreibschrift Häufige Drehrichtungswechsel Diese Richtungswechsel können zu Verkrampfungen der Hand führen oder zu einer Abweichung von der Schriftnorm führen. Schulanfänger und Schulanfängerinnen haben größere Schwierigkeiten, Wörter in Schreibschrift wiederzuerkennen und abzuschreiben als Vorlagen in der Druckschrift.

60 Schreibschrift Die Haltepunkte der Schreibbewegung stimmen nicht mit der Buchstabengliederung des Wortes überein. Wenn die Hand innerhalb eines Buchstaben ruht und dann über die Buchstabengrenze hinausfährt, deckt sich die Schreibmotorik nicht mit den gedanklichen Schriftelementen. Dadurch wird ein bewusstes Einprägen der Rechtschreibung erschwert.

61 Pfötchengriff - Richtige Stifthaltung

62 Grundelemente unserer Schrift Striche in verschiedene Richtungen ( senkrecht, waagrecht, schräg) Striche mit konkretem Anfang und Ende Punkte Bögen, Kreise und Ovale Überkreuzungen

63 Schreibentwicklungsmodell nach Gudrun Spitta 6 Phasen (zwischen 2. und 8./9. Lebensjahr) 63

64 1. Phase: Vorkommunikative Aktivitäten (ab ca. 2 Jahre) Erste Schreibversuche durch Nachahmung äußerer Verhaltensweisen „Kritzelbilder“ Noch kein kommunikativer Charakter 64

65 2. Phase: Vorphonetisches Stadium (von 2-4 Jahren an) Die kommunikativen Möglichkeiten des Schreibens werden entdeckt und genutzt Aus Kritzelbildern werden Mitteilungen Erste Buchstaben tauchen auf Noch keine Phonem-Graphem-Zuordnung 65

66 3. Phase: Halbphonetisches Stadium (von 4-6 Jahren an) Erste Phonem-Graphem-Zuordnung Prägnante Buchstaben „Wortruinen“ Erste Wortgrenzen Keine Links-rechts-Orientierung Beispiele: PP = Puppe ht = hat 66

67 4. Phase: Phonetische Phase (von 5/6/7 Jahren an) Lautfolge in den Wörtern wird abgebildet Lauttreue Schreibung wird möglich Rechtschreibmuster spielen kaum eine Rolle Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer Z.B.:  gen = gehen  Schpiln = spielen  gesdan = gestern 67

68 5. Phase: Phonetische Umschrift mit Rechtschreibmustern (von 6/7 Jahren an, bzw. ab 1./2. Klasse) Kinder erkennen erste orthographische Regelmäßigkeiten Silben erhalten häufiger einen Vokal (aus „rufn“ wird „rufen“) Übergeneralisierung (aus „Vata“ wird „Vater“ und aus „Cola“ wird „Coler“) Erster Grundwortschatz wird zunehmend sicherer 68

69 Grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems Wesentliche Regeln (z.B. Großschreibung von Nomen, Dehnung, Doppelung) sind bereits sicher verankert. Visuelle Korrektur Kinder verfügen sicher über eine große Anzahl von Wörtern (Grundwortschatz ) Phase: Übergang zur entwickelten Rechtschreibfähigkeit (ab 8/9 Jahre, bzw. ab 2./3. Klasse)

70 Schreiberwerb ist jedoch nicht nach dem 9. Lebensjahr oder der Grundschulzeit abgeschlossen Kompetenzerwartung: Richtig schreiben Deutsche Rechtschreibung ein komplexes System aus Prinzipien, Regeln & Festlegungen 70

71 Renate Valtin Logografische Strategie Alphabetische Strategie Orthografische Strategie

72 Klassische Methodenkonzepte Synthetische Methode Synthese = Zusammensetzung geht von Einzellauten aus Laute werden zusammengefügt, bis das ganze Wort erlesen ist M A M A erst wenn ausreichend Buchstaben eingeführt sind, werden Silben und Wörter erarbeitet Laut-Buchstabe-Beziehung gut, Lesetexte unbefriedigend Analytische Methode Ausgangspunkt sind ganze Wörter später Analysieren der Buchstaben Sinnerfassendes Lesen früh betont Überforderung für manche Kinder

73 Integrierende Verfahren Analytisch – synthetische Methode Ausgangspunkt sind sinnvolle Spracheinheiten visuell und auditiv durchgliedert Beim Legen und Schreiben werden die analysierten Einheiten wieder zusammengesetzt (synthetisiert). lautlicher Aspekt + inhaltlicher Aspekt Buchstabenarbeit nimmt einen breiten Raum ein Erfahrungsansatz der Schrift kommt zu kurz


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