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Studium – Arbeitsmarkt – Kultur Im Studium vermittelte und auf dem Arbeitsmarkt benötigte Kompetenzen Ulrike Blumenreich, Institut für Kulturpolitik Expertenworkshop.

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1 Studium – Arbeitsmarkt – Kultur Im Studium vermittelte und auf dem Arbeitsmarkt benötigte Kompetenzen Ulrike Blumenreich, Institut für Kulturpolitik Expertenworkshop Kunsthochschulen, 9. November 2011

2 Was erwartet Sie? Das Institut für Kulturpolitik
Gesamtprojekt »Studium – Arbeitsmarkt – Kultur« Studium Kulturvermittlung Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung)

3 Teil 1: Das Institut für Kulturpolitik
Das Institut für Kulturpolitik (IfK) Struktur der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Projekte des IfK Veranstaltungen des IfK Publikationen des IfK / der Kulturpolitischen Gesellschaft

4 Kulturpolitische Gesellschaft e.V. – Struktur
Interne Verbands- kommunikation Externe Verbands- kommunikation Ver- anstaltungen Publi- kationen Jahrbuch und Kongress Projekte KIS

5 IfK – Projekte Projekte des Instituts für Kulturpolitik
»Studium – Arbeitsmarkt – Kultur« (www.studium-kultur.de) Kulturberichte NRW (www.nrw.de), Niedersachsen Europa fördert Kultur (www.europa-foerdert-kultur.de) Compendium Cultural Policies in Europe (www.culturalpolicies.net) KIS: Kulturpolitisches Informationssystem (www.kupoge.de/kis.html) Bibliographie Chronik Tagungsdatenbank Studium Kultur Informationen unter

6 IfK – Veranstaltungen, z.B. Kongresse
Kulturpolitische Bundeskongresse: 2011: »netz.macht.kultur« 2009: »geschichte.macht.kultur« 2007: »kultur.macht.europa« 2005: »publikum.macht.kultur« 2003: »inter.kultur.politik« 2001: »kunst.macht.kulturpolitik«

7 IfK/KuPoGe – Publikationen
Publikationen: 1 Zeitschrift, 4 Publikationsreihen

8 Teil 2: Projekt »Studium-AM-Kultur«
Das Projekt »Studium – Arbeitsmarkt – Kultur« Ziele Projektdesign

9 »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« - Ziele
Studium Kulturvermittlung qualifizierter Überblick über Studienangebote der Kulturvermittlung Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung) Ermittlung des Bedürfnisse des Arbeitsmarktes Kulturvermittlung Dialog zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt Intensivierung des Dialogs

10 Design des Projektes (I)
Studium Kultur Bestandsaufnahme Fragebogenerhebung Online-Datenbank Aggregierte Auswertung

11 Design des Projektes (II)
Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung) Bestandsaufnahme und Sekundäranalyse von 50 Untersuchungen des Arbeitsmarktes Kultur Sekundärauswertung von Absolventenbefragungen Face to Face – Interviews mit 45 VertreterInnen des Arbeitsmarktes Fragebogenerhebung bei 260 VertreterInnen des Arbeitsmarktes Kultur(vermittlung) Dialog zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt Expertenworkshops Online-Publikationen Printpublikationen Fachtagung

12 Teil 3: Studium Kulturvermittlung
Grundgesamtheit Landschaft der Studienangebote Arbeitsmarktvorbereitung Kompetenzen Nachdem ich Ihnen nun das Forschungsdesign für das Gesamtprojekt vorgestellt habe, werde ich mich im Folgenden auf den Projektbaustein »Studium Kultur« konzentrieren. Beginnen möchte ich mit dem Thema Grundgesamtheit, also der Auswahl der Studiengänge, die wir in unsere Untersuchung einbezogen haben. Zu den formalen Kriterien gehören: Ort der Hochschulen: staatlich anerkannte Hochschulen in Deutschland Art der Studiengänge: Aus- und Fortbildungen, d.h. eigenständige Studienangebote und Weiterbildungsangebote mit Zertifikaten Art der Abschlüsse: Diplom, Magister, B.A., M.A., Zertifikat (ausgeschlossen sind Studienangebote, die ausschließlich für das Lehramt qualifizieren und mit einem M.Ed. Abschließen). Während die formalen Kriterien problemlos definiert werden konnten, stellte die Festlegung inhaltlicher Kriterien eine Herausforderung dar, da es hier – im Gegensatz zu den formalen Kriterien – keine allseits angewendeten Kategoriensysteme gibt. Weder ist der Begriff »Kulturvermittlung« in der Literatur einheitlich verwendet, noch sind bestehende Fächergruppenschema (beispielsweise des Statistischen Bundesamtes mit 9 Fächergruppen – darunter: Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Kunst/Kunstwissenschaften) anwendbar. Deshalb haben wir die Definition von Kulturvermittlung von Birgit Mandel erweitert und wie folgt definiert: Kulturvermittlung ist die Analyse und Gestaltung von Beziehungen zwischen kultureller Produktion, kultureller Distribution und kultureller Rezeption. Nach dieser Definition haben wir Studienangebote der Kulturwissenschaft(en), des Kulturmanagements, der Kulturpädagogik, der Kulturarbeit, des Kulturtourismus, des Kulturjournalismus, der Kulturphilosophie, der Ethnologie und der Völkerkunde, der Interkultur und aus dem Bereich Kultur und Technik berücksichtigt. Nicht berücksichtigt sind: Ausschließlich auf die künstlerische Produktion ausgerichtete Studienangebote Ausschließlich auf Medien ausgerichtete Studienangebote Studieninhalte, in denen die dargestellten Inhalte nur ein Nebenfach bilden.

13 Studium Kulturvermittlung: Grundgesamtheit
Formal Inhaltlich Kulturwissenschaft(en) Kulturmanagement Kulturpädagogik Kulturarbeit Kulturtourismus Kulturjournalismus Kulturphilosophie Kultur und Technik Ethnologie / Völkerkunde Interkultur Kulturvermittlung = Analyse und Gestaltung der Beziehungen zwischen künstlerischer Produktion Rezeption und Distribution Nachdem ich Ihnen nun das Forschungsdesign für das Gesamtprojekt vorgestellt habe, werde ich mich im Folgenden auf den Projektbaustein »Studium Kultur« konzentrieren. Beginnen möchte ich mit dem Thema Grundgesamtheit, also der Auswahl der Studiengänge, die wir in unsere Untersuchung einbezogen haben. Zu den formalen Kriterien gehören: Ort der Hochschulen: staatlich anerkannte Hochschulen in Deutschland Art der Studiengänge: Aus- und Fortbildungen, d.h. eigenständige Studienangebote und Weiterbildungsangebote mit Zertifikaten Art der Abschlüsse: Diplom, Magister, B.A., M.A., Zertifikat (ausgeschlossen sind Studienangebote, die ausschließlich für das Lehramt qualifizieren und mit einem M.Ed. Abschließen). Während die formalen Kriterien problemlos definiert werden konnten, stellte die Festlegung inhaltlicher Kriterien eine Herausforderung dar, da es hier – im Gegensatz zu den formalen Kriterien – keine allseits angewendeten Kategoriensysteme gibt. Weder ist der Begriff »Kulturvermittlung« in der Literatur einheitlich verwendet, noch sind bestehende Fächergruppenschema (beispielsweise des Statistischen Bundesamtes mit 9 Fächergruppen – darunter: Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Kunst/Kunstwissenschaften) anwendbar. Deshalb haben wir die Definition von Kulturvermittlung von Birgit Mandel erweitert und wie folgt definiert: Kulturvermittlung ist die Analyse und Gestaltung von Beziehungen zwischen kultureller Produktion, kultureller Distribution und kultureller Rezeption. Nach dieser Definition haben wir Studienangebote der Kulturwissenschaft(en), des Kulturmanagements, der Kulturpädagogik, der Kulturarbeit, des Kulturtourismus, des Kulturjournalismus, der Kulturphilosophie, der Ethnologie und der Völkerkunde, der Interkultur und aus dem Bereich Kultur und Technik berücksichtigt. Nicht berücksichtigt sind: Ausschließlich auf die künstlerische Produktion ausgerichtete Studienangebote Ausschließlich auf Medien ausgerichtete Studienangebote Studieninhalte, in denen die dargestellten Inhalte nur ein Nebenfach bilden.

14 Ergebnis der Bestandsaufnahme
364 Studienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland (Stand: ) davon: 59 an Hochschulen der Kunst bzw. Hochschulen der Musik Nach Anwendung dieser Definition von Kulturvermittlung und der Ihnen gerade dargelegten formalen und inhaltlichen Aspekte, existieren derzeit 364 Studienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland. Um diese Zahl einordnen zu können: Der Hochschulkompass, die Datenbank der HRK, weist derzeit Studiengänge an staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland aus. Darunter sind: 1094 Studiengänge zum Stichwort Kultur – unter ihnen, und hier zeigt sich eine Schwäche der Datenbanksuche der HRK auch Fishery and Aquaculture, Sportwissenschaft und Wirtschaftsinformatik oder 9 Studiengänge der Kulturvermittlung. Lassen Sie mich wieder zurückkommen auf die Zahlen der Studienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen in Deutschland aus unserem Projekt: 364. Bei dieser Zahl ist es notwendig, das Datum mitzuteilen, denn die Landschaft der Studienangebote der Kulturvermittlung ist sehr stark in Bewegung, und in wenigen Tagen wird sich die Anzahl der Studienangebote wieder verändert haben.

15 Fragebogenerhebung Teil 1 Teil 2 Teil 3 Online-Datenbank
Allgemeine formale Daten Teil 2 Ziele und Inhalte Kompetenzvermittlung Arbeitsmarktorientierung Teil 3 Entwicklung des Studienangebotes Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt Bewertung der Studienangebotslandschaft Online-Datenbank Aggregierte Auswertung Erlauben Sie mir noch kurz einen weiteren Blick auf die Methodik, nämlich die Fragebogenerhebung. Die mit der Bestandsaufnahme ermittelten Studienangebote haben wir einer Fragebogenerhebung unterzogen, mit der zwei Ziele verfolgt wurden: Zum einen die Erstellung einer Online-Datenbank, in der die jeweiligen Profile der einzelnen Studienangebote abrufbar sind. Zum anderen wurde eine aggregierte Auswertung vorgenommen, die Aussagen über die gesamte Landschaft der Studienangebote ermöglicht. Der Fragebogen bestand aus 3 Teilen. Neben der Abgabe der allgemeinen formalen Daten wurden die Studiengänge im zweiten Teil gebeten, Angaben zu ihren Zielen und Inhalten, der vermittelten Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen und personalen / sozialen Kompetenzen vorzunehmen und vor allem Informationen zu ihrer Arbeitsmarktorientierung zu geben. Die Angaben der Studiengänge aus den Teilen 1 und 2 sind jeweils spezifisch in der Online-Datenbank dargestellt. Im dritten Teil wurden Daten zur Entwicklung des Studienangebotes, Strategien und Methoden der Arbeitsmarktorientierung erhoben und Bewertungen der Studienangebotslandschaft von den Studiengangskoordinatoren erfragt. In der aggregierten Auswertung wurden die Daten aus allen drei Teilen analysiert. Ausgewählte Ergebnisse dieser Auswertung möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen.

16 Rücklauf N=364, Rücklauf: n=241 (= 66%)
Bundesländer: zwischen 25% (MV) und >90% (HH, HB, SAH) Hochschultypen: zwischen 58% (HdKM) u. 74% (HS) Rücklauf der Studienangebote an HdKM = 34 Bei unserer Fragebogenerhebung konnten wir einen erfreulich hohen Rücklauf verzeichnen: Mit 241 der bei der Bestandsaufnahme ermittelten 364 Studienangebote haben sich 66 % an der Befragung beteiligt. Bei der Beteiligung lassen sich Unterschiede in den einzelnen Bundesländern und bei den Hochschultypen feststellen. In Hamburg, Bremen und Sachsen-Anhalt haben mehr als 90% der Studienangebote unseren Fragebogen beantwortet, in Mecklenburg allerdings nur 25%. Bezogen auf die Hochschultypen lag die Beteiligungsquote bei den Hochschulen bei 74 %, bei den Kunst- und Musikhochschulen bei 58%.

17 Landschaft der Studienangebote
Auf dieser Landkarte können Sie sehen, dass die Studienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen regional sehr unterschiedlich verteilt sind.

18 Regionale Verteilung Die meisten Studienangebote der Kulturvermittlung finden Sie in Nordrhein-Westfalen, nämlich 53 an der Zahl, dicht gefolgt von Baden-Württemberg mit 49 und Bayern mit 46 Studienangeboten der Kulturvermittlung. 10 oder weniger Studienangeboten werden in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, dem Saarland und Rheinland-Pfalz vorgehalten.

19 Struktureller Überblick über die Landschaft
Hochschultypen Universitäten: 65 % Fachhochschulen und Hochschulen: 16 % Hochschulen der Künste und der Musik: 16 % Abschlüsse Bachelor: 43 % Master 49 % Zertifikat: 5 % Formen (Zeit) Vollzeit: 90 % Berufsbegleitend: 10 % Formen (Ort) Präsenz: 97 % Fern: 3 % Lassen Sie mich Ihnen nun einen Überblick über die Struktur der Landschaft geben: Das „Durchschnitts-Studienangebot“ wird an einer Universität offeriert, schließt mit einem Bachelor oder Master ab und ist ein Präsenz-Vollzeit-Studiengang. Mit 236 Studienangeboten für kulturellvermittelnde und interkulturelle Tätigkeiten werden etwa als zwei Drittel (65%) von Universitäten vorgehalten. Deutlich geringer ist die Anzahl der Angebote für kulturvermittelnde und interkulturelle Tätigkeiten an Fachhochschulen (n= 58, das entspricht 16 %). Der Anteil der Studienangebote an Kunst- und Musikhochschulen ist mit 16 % ebensohoch . 3 % der Studienangebote werden an sonstigen Hochschulen, wie beispielsweise Wirtschafts- und Verwaltungsakademien oder der Pop-Akademie unterbreitet. Die Umwandlung der Studiengänge in Bachelor- und Masterstudiengänge als Auswirkung des Bologna-Prozesses ist weit vorangeschritten: mit einem Diplom oder Magister schließen nur noch 1 % der Studiengänge für kulturvermittelnde und interkulturelle Tätigkeiten ab. 157 Studienangebote werden als grundständige Studiengänge mit B.A.-Abschluss angeboten (43%). Etwas höher ist Anteil der M.A.-Studiengänge mit 49%. Der Anteil der Weiterbildungsangebote mit Zertifikatsabschluss liegt lediglich bei 5 %. Bei fast allen Studienangeboten handelt es sich um Präsenz-Angebote (97%), der Anteil der Studienmöglichkeiten, die per Fernstudium absolviert werden können, liegt lediglich bei 3 %. Mit 90 % ist der größte Anteil darüber hinaus ein Vollzeitstudienangebot, nur 10 % der Studienangebote sind als berufsbegleitend konzipiert.

20 Bereiche der Studienangebote
»In welche Bereiche ist Ihr Studiengang schwerpunktmäßig einzuordnen?« Bei der inhaltlichen Ausrichtung dominieren bezogen auf die Bereiche die Kulturwissenschaft(en), das Kulturmanagement und die Kulturpädagogik. Die Grafik zeigt, dass die Kulturwissenschaft(en) mit 92 Studienangeboten (25%) die meisten Zuordnungen erfahren haben. 48 Studienangebote (13%) wurden dem Kulturmanagement zugeordnet, 45 der Kulturpädagogik (12 %). Damit sind etwa die Hälfte der ermittelten Studienangebote in den Bereichen Kulturwissenschaften(en), Kulturmanagement und Kulturpädagogik zu verorten. Mittlere quantitative Nennungen verzeichneten die Bereiche Interkultur (6 %), Europäische Ethnologie/Volkskunde und Kulturanthropologie/Ethnologie (je 5%), Kultur und Medien (5 0%), Kulturarbeit (4%) sowie sonstiges Studienangebote (6 %) Prozentual wenige Studienangebote wurden in den Bereichen Kulturjournalismus, Kulturelles Erbe, Kultur und Technik, Kulturphilosophie sowie Kulturtourismus ermittelt. (Methodischer Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf alle 364 Studienangeboten, sowohl auf diejenigen, die den Fragebogen beantwortet haben (FR= Fragebogen) als auch auf diejenigen, die den Fragebogen nicht beantwortet haben. Hier haben wir nach Eigenrecherche (ER) selbst eine Zuordnung vorgenommen.)

21 Spartenbezug der Studienangebote
Hat das Studienangebot einen speziellen Spartenbezug? Gesamt: 213 mit Spartenbezug, 151 ohne Spartenbezug HdKM: 47 mit Spartenbezug, 12 ohne Spartenbezug 213 Studienangebote, das entspricht 59 % , weisen einen Spartenbezug auf. Das sind dann beispielsweise Studienangebote wie »Theater- und Orchestermanagement« oder »Musikvermittlung«. Bei der Frage nach der Einordnung in Sparten waren Mehrfachnennungen möglich, so hat beispielsweise unser Theater- und Orchestermanagementstudienangebot die Sparten Theater/Tanz und Musik angegeben. Den prozentual größten Anteil mit 37 % und 36% bilden Studienangebote mit der Spartenorientierung Medien und der Spartenorientierung Musik. Es folgen Tanz/Theater mit 21 %, Literatur/Bibliothek mit 18 %, Musik mit 12,9% und die Bildende Kunst mit 14 %. Unter 10 % waren die Spartenbezüge zur Kinder- und Jugendkultur, zur Soziokultur, zum Museum und zur Baukultur.

22 Bedeutung des Ziels der AM-Vorbereitung
Bitte beurteilen Sie, wie wichtig Ihrem Studienangebot das Ziel der Arbeitsmarktvorbereitung ist. Von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) Die Arbeitsmarktvorbereitung ist ein wichtiges Ziel der Studienangebote – insbesondere bei den Studienmöglichkeiten des Kulturmanagements. Bei der Beurteilung des Ziels der Arbeitsmarktorientierung auf einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) zeigt der ermittelte Durchschnittwert von 1,81 die hohe Bedeutung, die die Studienangebote diesem Thema beimessen. 181 und damit drei Viertel der Studienangebote bewerteten das Ziel der Arbeitsmarktvorbereitung mit 1 oder 2. Leichte Unterschiede zeigen sich bezogen auf die Hochschultypen. Auffällig ist, dass fast alle Kunst- und Musikhochschulen das Ziel als sehr wichtig eingestuft haben. Unter 1,5 lag auch die Bewertung der Fachhochschulen, Hochschulen und sonstigen Hochschulen, wogegen die Universitäten einen Durchschnittswert von 2,1 aufwiesen. Bezüglich der Studienabschlüsse hat die Auswertung ergeben, dass eine Arbeitsmarktorientierung von den Bachelor-Studiengängen ähnlich hoch wie von den Master-Studiengängen beurteilt wird. Lediglich 12 Anbieter – das sind 5 Prozent - beurteilten das Ziel der Arbeitsmarktvorbereitung mit 4 oder 5, darunter waren acht Bacherlor- und 4 Masterstudiengänge, alle 12 Studienangebote werden von Universitäten vorgehalten. Gesamtdurchschnitt: 1,81 HdKM-Durchschnitt: 1,15 Nach Hochschultyp: HdKM: 1,15 FH+HH: 1,3 Uni: 2,1 Nach Abschluss: Zertifikat: 1,4 B.A.: 1,8 M.A.: 1,9

23 Übersicht: Methoden AMO / Informationsbeschaffg.
Methoden der Arbeitsmarktorientierung (Auswahl) Informationsbeschaffung (Auswahl)

24 Kompetenzen (allgemeine) Fachkompetenzen methodische Kompetenzen
(wissenschaftliches Arbeiten, EDV-Kompetenz, Fremdsprachkompetenz) personale/soziale Kompetenzen (Selbstorganisation, Kooperationsfähigkeit, Flexibilität)

25 Vermittlung methodischer Kompetenzen
Bitte beurteilen Sie die Bedeutung der Vermittlung methodischer Kompetenzen in Ihrem Studienangebot. auf einer Skala von 1 (sehr ausgeprägt) bis 5 (gar nicht ausgeprägt) Im nächsten Teil des Vortrages möchte ich Ihnen vorstellen, welche Kompetenzen in den Studiengängen nach Auffassung der Studiengangskoordinatoren vermittelt werden. Sie wissen aus Ihrer eigenen Arbeit, dass die Begriffe Schlüsselqualifikationen, Kompetenzen, Soft Skills sehr häufig als Synonym verwendet werden bzw. dass es keine allgemeingültige Kategorisierung von Kompetenzen gibt. Unter Berücksichtigung der Sekundäranalysen von verschiedenen Kompetenzmodellen von Helen Orth arbeiten wir im Projekt »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« mit einer Unterscheidung in Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen und personalen/sozialen Kompetenzen. Wie die Studiengangskoordinatoren die Vermittlung der Methodenkompetenzen und der personalen/sozialen Kompetenzen beurteilen, möchte ich Ihnen anhand der nächsten beiden Grafiken erläutern. Die Studiengangskoordinatoren beurteilen die Vermittlung der methodischen Kompetenzen in ihren Studienangeboten als gut bis befriedigend – allerdings mit geringer Bedeutung von EDV und Fremdsprachen. In dieser Grafik dargestellt sind die Durchschnittswerte für die Beurteilung der Vermittlung einzelner methodischer Kompetenzen. Besonders wichtig ist den befragten Studienangeboten die Vermittlung von disziplinübergreifendem Arbeiten, wissenschaftlichen Arbeiten und der Vermittlung der Kompetenz der Informationsbeschaffung und -verarbeitung, also die traditionellen Kompetenzen der Hochschulbildung. Auffällig dagegen ist, dass der Elektronischen Datenverarbeitung, den Fremdsprachen und der empirischen Sozialforschung eine geringe Bedeutung beigemessen wird. Hier sehen sich die Hochschulen also nicht in der primären Verantwortung, diese Kompetenzen in ihren Studienangeboten zu vermitteln. Diese Aussage kann bestätigt werden durch erste Ergebnisse der Auswertung von Absolventenbefragungen, in denen die ehemaligen Studierenden ausdrücklich Kompetenzen in der EDV und in den Fremdsprachen identifizieren als solche, die ihnen für das Ausüben ihrer derzeitigen Tätigkeit fehlen. Zu diskutieren sein wird daher, auf welche Art und Weise sich die Studierenden diese Kompetenzen aneignen können. Unerwartet hoch lag dagegen die Beurteilung der Vermittlung von interkultureller sowie kreativer Kompetenz. Sie erweckt den Anschein, dass die Vermittlung beider Fähigkeiten zum Bestandteil eines großen Anteils der Studienangebote geworden ist – auch wenn dies aus den Selbstdarstellungen der Studienangebote nicht unbedingt ersichtlich ist.

26 Vermittlung personaler / sozialer Kompetenzen
Bitte beurteilen Sie die Bedeutung der Vermittlung personaler und sozialer Kompetenzen in Ihrem Studienangebot. Bei der Vermittlung von personalen und sozialen Kompetenzen beurteilen sich die Studienangebote durchschnittlich besser als bei den methodischen Kompetenzen. Alle der abgefragten Kompetenzen erzielten Durchschnittswerte zwischen 1 und 2, und zwar in folgender Reihenfolge Kooperationsfähigkeit, eigenständiges Lernen, Offenheit und Flexibilität, Selbstorganisation, Selbstreflexion, Problemlösungsfähigkeit, Selbstpräsentation, Umgang mit Kritik und Konflikten sowie soziale Empathiefähigkeit.

27 Selbsteinschätzung: Arbeitsmarktvorbereitung
Wie schätzen Sie die Arbeitsmarktvorbereitung Ihres Studienganges ein? Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht). Bei unserer Fragebogenerhebung wollten wir allerdings nicht nur wissen, welche Bedeutung die Studiengangsverantwortlichen der Arbeitsmarktorientierung in ihrem Studienangebot beimessen, sondern auch, wie sie dessen Umsetzung beurteilen. Hier stellen sich die Studiengangsverantwortlichen selbst ein sehr gute Note aus. Fast drei Viertel der Antwortenden sind der Meinung, dass sie in ihren Angeboten eine sehr gute bzw. gute Arbeitsmarktorientierung erreichen. Lediglich 16 % der Studiengangsverantwortlichen beurteilen die Arbeitsmarktorientierung als befriedigend oder schlechter. Damit wurde eine durchschnittliche Bewertung von 1,8 erreicht. Was ist noch bemerkenswert an den Ergebnissen? Es zeigen sich Unterschiede zwischen den Hochschultypen: am besten beurteilen die Studiengangskoordinatoren der Hochschulen der Künste bzw. der Musik die Umsetzung der Arbeitsmarktorientierung in ihren Studienangeboten. Sie liegen damit noch vor den Fachhochschulen und auch vor den Universitäten, die die Umsetzung der Arbeitsmarktorientierung durchschnittlich mit 2,05 beurteilen. Die Bewertung 4 und 5 wurde ausschließlich von Studienangebote an Universitäten vergeben. Es gibt kaum Unterschiede in der Bewertung der Bachelor- und der Masterstudiengangskoordinatoren. Die Befragten Bachelorstudiengangskoordinatoren beurteilen ihre Arbeitsmarktorientierung durchschnittlich um einen Hauch besser. Die durchschnittliche Beurteilung der Umsetzung der Arbeitsmarktorientierung in den Angeboten entspricht dem Durchschnittswert der Bedeutung der Arbeitsmarktorientierung. Gesamtdurchschnitt: 1,80 HdMKdurchschnitt: 1,35 bezogen auf den HS-Typ: HdK=1,35 ; FH+HS=1,42 ; Uni=2,05 bezogen auf Abschluss: B.A.=1,76 ; M.A.=1,82

28 Selbsteinschätzung: Perspektiven d. AbsolventInnen
Wie schätzen Sie die Perspektiven der AbsolventInnen Ihres Studienangebotes ein? Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht). Ähnlich positiv wie die Bedeutung des Ziels der Arbeitsmarktvorbereitung und deren Umsetzung im Studienangebot sehen die Studiengangsleiter auch die Perspektiven der Absolventen. Unter Verwendung der Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) wurde ein Durchschnittswert von 1,77 ermittelt. 76% der Studiengangskoordinatoren sind der Auffassung, dass ihre Absolventen sehr gute oder gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben. 7% der Studiengangskoordinatoren beurteilen die Perspektiven als befriedigend, lediglich 3% der Studiengangsverantwortlichen sagen ihren Absolventen schlechte Perspektiven voraus. Immerhin 14% machen keine Angabe beziehungsweise können keine Einschätzung vornehmen. Bezogen auf den Hochschultyp ist die Reihenfolge dieses Durchschnittswertes identisch mit der erstdargestellten dieses Kapitels: Wieder sind es die Kunst- und Musikhochschulen, deren Absolventen von den Studiengangsverantwortlichen vorausgesagt werden. Für die drei größten inhaltlichen Bereiche Kulturwissenschaft(en), Kulturmanagement und Kulturpädagogik liegen die Bewertungen jeweils auch unter 2, am besten dabei für das Kulturmanagement. Die einzelnen Abschlussarten weisen beim Durchschnittswert nur sehr Unterschiede auf. So werden beispielsweise die Chancen der Absolventen mit Bachelor-Abschluss mit 1,81 eine ähnlich hoch beurteilt wie des Master-Abschlusses mit 1,71. Lassen Sie uns dieses Ergebnis noch einmal vor Augen führen: Mehr als drei Viertel der Studiengangsverantwortlichen sind davon überzeugt, dass ihre Absolventen sehr gute oder gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden. Diese Aussage ist – selbst wenn man den Faktor der sozialen Erwünschtheit berücksichtigt, um so erstaunlicher, wenn wir uns nun anschauen, was die Tätigkeitsfelder sind, für die die Studienangebote nach eigenen Aussagen insbesondere vorbereiten. Gesamtdurchschnitt: 1,77 HdMKdurchschnitt: 1,51 bezogen auf den HS-Typ: HdK=1,51 ; FH+HS=1,70 ; Uni=1,90 bezogen auf den Abschluss: B.A.=1,81 ; M.A.=1,71

29 Weitere Themen der Auswertung
Ziele / Inhalte Berufsfelder / Sektoren Bereiche / Einrichtungen / Tätigkeiten Zugangsvoraussetzungen, Studierendenauswahl Historie des Studienangebotes inkl. Bologna-Prozess Bewertung des Anzahl der Studienangebote Fragebogen unter Ergebnisse in der Enddokumentation des Projektes In meinem Vortrag konnte ich Ihnen nur ausgewählte Ergebnisse der aggregierten Auswertung der Studienangebote vorstellen. Mit dem Fragebogen wurden eine Vielzahl an weiteren Informationen erhoben, deren Auswertung Bestandteil der Enddokumentation werden wird. Dazu gehören beispielsweise die Ziele und Inhalte der Studienangebote, die Berufsfelder oder Sektoren, auf die sich die Studienangebote fokussieren – ebenso die erwarteten Bereiche und Einrichtungen, in den die Absolventen tätig sein werden. Darüber hinaus können wir auch Aussagen treffen zu den Zugangsvoraussetzungen und Studierendenauswahl der Studienangebote und zur Historien der Studienangebote. Welche Fragen Bestandteil unseres Fragebogens sind, können Sie auf der Internetseite unseres Projektes einsehen. Vielleicht konnte ich Sie auch bereits neugierig machen auf die weiteren Ergebnisse, die wir dann in der Enddokumentation vorstellen werden.

30 Die Online-Datenbank Umfang Ziel Zielgruppen www.studium-kultur.de
Allgemeine Daten von 364 Studienangeboten Profildaten von 241 Studienangeboten Ziel Benutzerfreundliche Anwendung mit vielfältigen Suchoptionen Zielgruppen Studieninteressierte MitarbeiterInnen der Hochschulen Akteure des Arbeitsmarktes Nichtsdestotrotz steht Ihnen bereits heute eine Vielzahl an Informationen zur Verfügung, nämlich die einzelnen Profile der Studienangebote in unserer Online-Datenbank. Diese enthält allgemeine formale Daten wie den Abschluss, die Zugangsvoraussetzungen, die Kontaktdaten der Studiengangskoordinatoren und Studiengangsberatungen die Homepage der Studiengänge. Diese Informationen bieten wir für alle 364 Studienangebote an. Von den Studiengängen, die unseren Fragebogen beantwortet haben, können Sie jeweils umfangreiche Profildaten in unserer Datenbank recherchieren. Dazu zählen die Ziele und Inhalte des Studienangebotes, potentielle Berufsfelder und Tätigkeiten, im Studienangebot vermittelte Fach-, Methoden und personale/soziale Kompetenzen, die Beurteilung der Arbeitsmarktvorbereitung. Angaben zu Praktika und Alumnivereinigungen runden das Informationsangebot ab. Damit ist die Datenbank für 3 Zielgruppen von Interesse: für Studieninteressierte – und zwar sowohl für diejenigen, die ein Studium beginnen möchten, als auch für diejenigen, die nach einem weiterführenden Studienangebot suchen als für diejenigen, die sich für eine Fortbildung interessieren. Unsere zweite große Zielgruppe sind die Akteure der Hochschulen selbst, sie haben so die Möglichkeit, sich über andere Angebote zu informieren. Außerdem können auch Vertreter des Arbeitsmarktes die Datenbank nutzen, um sich über die Profile der Studienangebote ihrer Bewerber zu informieren. Wichtig war uns bei der Gestaltung der Datenbank eine benutzerfreundliche Anwendung mit vielfältigen Suchoptionen. Wie das in der Praxis aussieht, möchte ich Ihnen nun noch einmal kurz präsentieren.

31 Teil 4: Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung)
Landschaft des Arbeitsmarktes Kultur(vermittlung) Ausbildung der MitarbeiterInnen der Kulturvermittlung Auf dem Arbeitsmarkt benötigte Kompetenzen In den letzten Minuten meines Vortrages möchte ich zentrale Aussagen meiner Untersuchung zusammenfassen und einige Fragen formulieren als Anregungen für die weitere Diskussion auf dieser Fachveranstaltungen und auch darüber hinaus. Wir werden einige dieser Aspekte in den World-Cafés aufgreifen, darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre persönlichen Meinungen auch bei Fortsetzung der vorgegebenen Satzanfänge aus Ihrer Teilnehmermappe darzustellen. Ich komme zum ersten Punkt. Mit 364 Studienangeboten halten die Hochschulen in Deutschland ein sehr großes Angebot, sprich eine sehr hohe Anzahl an Studienangeboten der Kulturvermittlung vor. Ein Angebot, das darüber hinaus noch stets im Wachstum begriffen ist, seit 2008 sind allein 63 Studienangebote gegründet worden. Bemerkenswert ist, dass es nur zu einem sehr geringen Anteil berufsbegleitende oder Fernstudienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen gibt. Auffällig ist auch, dass die Studiengangskoordinatoren in der Regel selbst keinen Überblick über die Landschaft der Studienangebote haben. Dies zeigt sich einerseits in den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aber darüber hinaus auch in vielen persönlichen Gesprächen mit Studiengangsverantwortlichen, die ich während des Projektes geführt habe. Lassen sich mich daher an dieser Stelle 2 – zugegebenermaßen – provokante Fragen stellen: Ist es notwendig, dass Politik, Verwaltung bzw. StudiengangskoordinatorInnen einen Überblick über die bestehenden Studienangebote der Kulturvemittlung haben? Gibt es ein Überangebot an Studiengängen der Kulturvermittlung? Möglicherweise ein Überangebot in Bezug auf die auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden bzw. auch zu erschaffenden Stellen? Oder lassen Sie mich die Frage noch provokanter stellen: In wessen Händen liegt die Verantwortung für zukünftige Studierende?

32 Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung) - Landschaft
Bereiche der Kulturvermittlung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: in 77% der Organisationen Konzeption / Programmplanung: 72% Vernetzung / Kooperation: 66% Pädagogik / Kompetenzvermittlung: 62% Projektmanagement: 62% Sowie Programmorganisation, Geschäftsführung, Beratung, Marketing, Redaktion, Interkultur, Diversity Management, Forschung Anzahl der MitarbeiterInnen Gesamt: Davon im Bereich Kulturvermittlung: (=55%) Verhältnis Festangestellte zu Freie MitarbeiterInnen 57% zu 43% (erhebliche Unterschiede zwischen Sektoren und Sparten) In den letzten Minuten meines Vortrages möchte ich zentrale Aussagen meiner Untersuchung zusammenfassen und einige Fragen formulieren als Anregungen für die weitere Diskussion auf dieser Fachveranstaltungen und auch darüber hinaus. Wir werden einige dieser Aspekte in den World-Cafés aufgreifen, darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre persönlichen Meinungen auch bei Fortsetzung der vorgegebenen Satzanfänge aus Ihrer Teilnehmermappe darzustellen. Ich komme zum ersten Punkt. Mit 364 Studienangeboten halten die Hochschulen in Deutschland ein sehr großes Angebot, sprich eine sehr hohe Anzahl an Studienangeboten der Kulturvermittlung vor. Ein Angebot, das darüber hinaus noch stets im Wachstum begriffen ist, seit 2008 sind allein 63 Studienangebote gegründet worden. Bemerkenswert ist, dass es nur zu einem sehr geringen Anteil berufsbegleitende oder Fernstudienangebote der Kulturvermittlung an Hochschulen gibt. Auffällig ist auch, dass die Studiengangskoordinatoren in der Regel selbst keinen Überblick über die Landschaft der Studienangebote haben. Dies zeigt sich einerseits in den Ergebnissen der Fragebogenerhebung aber darüber hinaus auch in vielen persönlichen Gesprächen mit Studiengangsverantwortlichen, die ich während des Projektes geführt habe. Lassen sich mich daher an dieser Stelle 2 – zugegebenermaßen – provokante Fragen stellen: Ist es notwendig, dass Politik, Verwaltung bzw. StudiengangskoordinatorInnen einen Überblick über die bestehenden Studienangebote der Kulturvemittlung haben? Gibt es ein Überangebot an Studiengängen der Kulturvermittlung? Möglicherweise ein Überangebot in Bezug auf die auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden bzw. auch zu erschaffenden Stellen? Oder lassen Sie mich die Frage noch provokanter stellen: In wessen Händen liegt die Verantwortung für zukünftige Studierende?

33 Arbeitsmarkt Kultur(verm.): MA der Kulturverm.
Ausbildung Status Quo Art des Abschlusses Fachbereich des HSA

34 Arbeitsmarkt Kultur(verm.): MA der Kulturverm.
Ausbildung Wunschvorstellung Art des Abschlusses Fachbereich des HSA

35 Arbeitsmarkt Kultur(verm.): Kompetenzen I
Kompetenzen, die die MitarbeiterInnen derzeit im Arbeitsbereich Kulturvermittlung benötigen

36 Arbeitsmarkt Kultur(verm): Kompetenzen II
Derzeit wichtige Kompetenzen vor allem Methodenkompetenzen (kulturell-künstlerisch; Sprache/Kommunikationsformen, Organisationskompetenz) Einstellungskriterien Schwerpunkt auf den personalen/sozialen Kompetenzen (Berufserfahrung, Teamfähigkeit)

37 Arbeitsmarkt Kultur(verm): Kompetenzen III
Zukünftig wichtige Kompetenzen Fachkompetenzen (BWL; PR) personale/soziale Kompetenzen (Kommunikationsfähigkeit; Mediation; Kooperation; Networking) methodische Kompetenzen (neue Technologien)

38 Vergleich Methodenkompetenzen
Und nun zu meinem 3. Aspekt: den Methodenkompetenzen. Auch hier habe ich einer Grafik dargestellt, welche Bedeutung der Vermittlung einzelner Kompetenzen von Seiten der Studienangebote beigemessen wird, das sind die roten Balken, und welche Bedeutung die Arbeitsmarktakteure den jeweiligen Kompetenzen beimessen. Da hier mit dem Schulnotensystem gearbeitet wurde, bedeutet ein kleiner Wert von 1 eine sehr hohe Bedeutung. Auffällig in dieser Grafik ist, dass es für viele methodische Kompetenzen gar nicht so große Abweichungen bei der Bedeutungsbeimessen zwischen Studiengangskoordinatoren und Arbeitsmarktakteuren gibt. Bei einigen lohnt es sich, aber doch etwas genauer hinzuschauen. Einen der deutlichsten Unterschiede der beiden Balken gibt es bei den EDV- und Medienkompetenzen. Diese werden im Arbeitsmarkt deutlich stärker benötigt, als sie in den Hochschulen vermittelt werden. Das trifft auch für das Projektmanagement und in etwas geringerem Maße für die Fremdsprachen zu. Wenn wir jetzt noch die Ergebnisse der Absolventenbefragungen hinzuziehen, was meinen Sie, was waren die Methodenkompetenzen, die die Absolventen als besonders wichtig erachtet haben. Sie haben richtig vermutet: Organisatorische Fähigkeiten und Projektmanagement sowie EDV-Kompetenz. Das waren nur 3 Aspekte, an denen ich einen Vergleich der Ergebnisse skizziert habe. Mehr ist jetzt leider auch aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Aber vielleicht macht es Sie auch ein wenig neugierig auf die Enddokumentation des Projektes, die zu Jahresende erscheinen wird.

39 Kompetenzen Fragen Sollen und können die Hochschulen die geforderten methodischen und personalen/sozialen Kompetenzen vermitteln? Wo und wie können die AbsolventInnen die auf dem Arbeitsmarkt geforderten Kompetenzen erwerben?

40 Kontakt Kontakt: Ulrike Blumenreich
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Ulrike Blumenreich Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft Weberstraße 59a 53113 Bonn Tel.: ++49 (0) 228 – Mail:


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