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Wissen hilft Chemotherapie bei Brustkrebs Nebenwirkungen und mögliche Folgen Dr. B. Seifert Gynäkologische Onkologie Klinikum Itzehoe.

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Präsentation zum Thema: "Wissen hilft Chemotherapie bei Brustkrebs Nebenwirkungen und mögliche Folgen Dr. B. Seifert Gynäkologische Onkologie Klinikum Itzehoe."—  Präsentation transkript:

1 Wissen hilft Chemotherapie bei Brustkrebs Nebenwirkungen und mögliche Folgen Dr. B. Seifert Gynäkologische Onkologie Klinikum Itzehoe

2 Allgemeines zu Chemotherapie Definitionen: 1. Chemotherapie: Behandlung mit Substanzen, die das Zellwachstum hemmen 2. Zytostatika: Medikamente, die bei der Chemotherapie zum Einsatz kommen Zytos = Zelle statikos = hemmen Zytostatika hemmen das Wachstum von bösartigen - aber auch gesunden Körperzellen Bösartige Zellen reagieren empfindlicher und haben gestörte Reparaturmechanismen d.h. Kranke Zellen gehen zugrunde, gesunde Zellen werden weniger geschädigt bzw. erholen sich komplett

3 Einsatz von Chemotherapie bei Brustkrebs 1. Neoadjuvant: Tumorrückbildung zum Erreichen von Op-Fähigkeit bzw Verbesserung des Befundes vor der Operation 2. Adjuvant: Vorbeugung der Entstehung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) Adjuvare = helfen 3. Palliativ: Hemmung bzw. Rückbildung von Metastasen und damit Verminderung von krankheitsbedingten Beschwerden

4 Zytostatika: stark wirksame Medikamente mit starken Nebenwirkungen Wichtig möglichst günstiges Verhältnis zwischen erwünschter Wirkung und unerwünschter Nebenwirkung = Günstiger therapeutischer Index

5 Zytostatika bei der (neo-)adjuvanten Brustkrebsbehandlung Anthrazykline: E pirubicin, A driamycin Alkylanzien: C yclophosphamid Taxane: Doc etaxel (= T axotere), Paclitaxel Antimetaboliten: 5- F luorouracil Antikörper: H erceptin Gebräuchliche Schemata: FEC FEC/Doc TAC TC = Doc-C

6 Nebenwirkungen der Chemotherapie Übelkeit/Erbrechen Haarausfall (Alopezie) Blutbildveränderungen (Hämatotoxizität) Schleimhautentzündungen (Mucositis) ___________________________________________ Herzmuskelschäden (Kardiotoxizität) Nervenstörungen (Neurotoxizität) Allergien Wassereinlagerungen (Ödeme) Erschöpfung (Fatigue) Muskelschmerzen Nagelveränderungen Durchfall/Verstopfung (Diarrhoe/ Obstipation) Hautveränderungen Schädigung der Keimdrüsen Organschäden (Leber,Niere,Lunge) Zweitkarzinome Gewebeschäden nach Paravasat

7 Übelkeit / Erbrechen Entstehung: 1. Schädigung der Magen-Darmschleimhaut 2. Stimulation des Brechzentrums im Gehirn 3 Arten - akutes Erbrechen innerhalb der ersten 24 Stunden - verzögertes Erbrechen über 5-7 Tage - Antizipatorisches (erlerntes) Erbrechen vor Chemotherapie Medikamente (Antiemetika) Serotonin-Rezeptorantagonisten: Navoban, Zofran Neurokinin-Rezeptorantagonisten: Emend Dopamin-Rezeptorantagonisten: MCP Kortikoide: Dexamethason Antihistaminika: Vomex A Benzodiazepine: Tavor

8 Verhaltensmaßnahmen - viel trinken - kleine, leichte Mahlzeiten - intensive Gerüche und Gewürze meiden - Ausruhen - frische Luft - Entspannungsübungen - Speisen variieren: Vermeidung von 'innerer Verknüpfung'

9 Haarausfall (Alopezie) ca. 85% aller Haare befinden sich in der Wachstumsphase nicht alle Zytostatika führen zu einer kompletten Alopezie aber: speziell Taxane und Anthrazykline betroffen sind vor allem Kopfhaare Augenbrauen, Wimpern und Schamhaare individuell Haarausfall nach ca. 2 Wochen Wachstum der Haare ca. 1-3 Monate nach Chemotherapie Keine Prophylaxe !! Keine etablierten, erwiesenen Methoden zur Beschleunigung des Haarwachstums Vor allem psychologisches Problem Wichtig: Viele Möglichkeiten des Umgangs Offener Umgang hilfreich

10 Blutbildveränderungen (Hämatotoxizität) Beeinträchtigung der Bildung von Blutzellen Betrifft vor allem weiße Blutkörperchen (Leukozyten) Auftreten mit Verzögerung (ca Tag) Vorbeugende Spritzen zur Stimulation der Leucozyten ( nicht Routine) Beeinträchtigung des Immunsystems Ansteckungsgefahr meiden Bei Temperatur über 38 Grad immer Arzt aufsuchen Wichtig: - Bewegung stärkt das Immunsystem - gesunde Ernährung

11 Schleimhautentzündung (Mucositis) - Mundschleimhaut häufig betroffen - in der Phase, in der die weißen Blutkörperchen niedrig sind - entzündete Schleimhaut : Angriffspunkt für Bakterien und Pilze Symptome: Wundsein, Brennen, Rötung Offene Stellen rote oder helle Beläge Schmerzen Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme Schluckbeschwerden

12 Vorbeugung: Mund- und Zahnhygiene Weiche Zahnbürste, milde Zahnpasta Mundspülungen mehrfach täglich: Salbeitee, Kamillenextrakten, panthenolhaltige Lösungen. Ausreichend Flüssigkeit Ev. Speichelfluss anregen mit Bonbons oder Kaugummi Saure, scharfe oder harte Nahrungsmittel vermeiden Speisen lauwarm Verzicht auf Nikotin/Alkohol Therapie: Intensivierung der Spülungen Eiswürfel Entzündungshemmende Lösungen Filmbildner (z.B. Gelclair) Schmerzmittel (örtlich oder systemisch) Antibiotika / Antimykotika (z.B. Ampho-Moronal)

13 Herzmuskelschäden (Kardiotoxizität) Herzinsuffizienz/Kardiomyopathie A. Anthrazykline 1. Frühform - unabhängig von der Dosis - EKG-Veränderungen bzw. Rhythmusstörungen während oder unmittelbar nach Anthrazyklingabe - in ca. 40% - aber nur ganz selten klinisch relevant - Keine chronische Veränderung 2. Spätform - Morphologische bleibende Veränderungen treten immer auf!! - Risiko abhängig von der Dosis, lebenslange Höchstdosis - Erkrankung 3-15 Jahre nach Chemotherapie - Risikofaktoren: Vorerkrankungen des Herzens, schlechter Allgemeinzustand, hohes Alter B. Herceptin - Herzmuskelschwäche in 3-7%, vor allem nach Anthrazyklinbehandlung - nicht dosisabhängig,hohe Erholungsrate Kontrolle durch Herzultraschall (Echokardiographie) alle 3 Monate!!

14 Nervenschäden (Neurotoxizität) Speziell ausgelöst durch Taxane Schädigung der Nervenenden vor allem in Händen und Füßen Symptome: - Taubheit - Mißempfindungen wie Kribbeln - Verändertes Kalt/Heiß Empfinden - Herabgesetzte Funktion der Propriorezeptoren (Wahrnehmung und Stellung des Körpers im Raum) - eingeschränkte Feinmotorik - Muskelschwäche Dosisabhängige Nebenwirkung Entwicklung oft mit Verzögerung Kann sehr lang anhaltend sein, Nervengewebe regeneriert sehr langsam Keine etablierte Prophylaxe Gesicherte Therapien fehlen Keine guten Langzeitdaten !!!

15 Erschöpfung (Fatigue) Symptome: Außerordentliche Müdigkeit, Kraftlosigkeit Schwäche, reduzierte körperliche Belastbarkeit Schlafstörungen Antriebsschwäche, Lustlosigkeit Konzentrationsprobleme, Störungen der Merkfähigkeit Ursachen: Tumorerkrankung Nebenwirkung der Therapie u.a. Blutarmut (Anämie) Mangelhafte Ernährung Seelische Belastung/ Anspannung Wichtig: - Akute und chronische Formen - Abgrenzung Fatigue/Depression

16 Therapieansätze bei Fatigue Behandlung der Anämie Behandlung von Stoffwechselstörungen Gezieltes körperliches Training Ernährungsberatung Ev. Medikamente (Antidepressiva) Entspannungsmethoden Psychoonkologie Psychotherapeutische Hilfen

17 Schädigung der Keimdrüsen (gonadale Toxizität) Wichtig für Frauen vor den Wechseljahren(prämenopausale Frauen) Die Eierstöcke/Eizellen werden beeinträchtigt, die Zahl der Eizellen nimmt ab Erlöschen der zyklischen Hormonproduktion Je älter die Frau, desto wahrscheinlicher 2 Konsequenzen: 1. Risiko für Unfruchtbarkeit 'Gegenmaßnahmen': - Einfrieren von (befruchteten) Eizellen - Medikamente, die die Eierstöcke ruhig stellen ( noch nicht etabliert ) 2. Vorzeitiger Beginn der Wechseljahre d.h. Früherer Beginn von klimakterischen Beschwerden - höheres Risiko für Osteoporose - trockene Schleimhäute - Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen - Einfluss auf Sexualität / Libido

18 .....und zum Schluss Chemotherapie hat viele positive Wirkungen Keiner bekommt alles !!! Zytostatika sind Ihre Helfer Ärzte und das Behandlungsteam sind Verbündete Ernährung und Bewegung Ziele setzen

19 Danke schön !!!!!!!!


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