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Allokation von Potentialfaktoren zur Informationsproduktion mit Hilfe von kombinatorischen Auktionen Anreizkompatible Auktionsformen.

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Präsentation zum Thema: "Allokation von Potentialfaktoren zur Informationsproduktion mit Hilfe von kombinatorischen Auktionen Anreizkompatible Auktionsformen."—  Präsentation transkript:

1 Allokation von Potentialfaktoren zur Informationsproduktion mit Hilfe von kombinatorischen Auktionen Anreizkompatible Auktionsformen

2 Agenda 1.1 Definition Anreizkompatibilität 1.2 Beispiel 2.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die Vickrey-Auktion 2.2 Beispiel 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA 3.2 Beispiel 3.3 Probleme der GVA 3.4 Beispiel 4.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Der VCG-Mechanismus 4.2 Beispiel 4.3 Probleme

3 1.1 Definition Anreizkompatibilität Anreizkompatibilität (allgemein): alle haben einen Anreiz das zu tun, was für ein effizientes Ergebnis erforderlich ist Anreizkompatibilität in der Auktionstheorie: alle Bieter haben einen Anreiz, ihre wahren Wertschätzungen für alle Güter bzw. Güterbündel zu offenbaren Können dem Auktionator durch Gebote unterhalb der Zahlungsbereitschaft Verluste entstehen?

4 1.2 Beispiel I 3 Bieter (1, 2, 3); 2 Güter (A, B) Zahlungsbereitschaften: Gut AGut BGut A + Gut B Bieter Bieter Bieter Auktionsform: first-price sealed bid auction

5 1.2 Beispiel II Alle bieten entsprechend ihrer Zahlungsbereitschaft: Bieter 1={}, Bieter 2={}, Bieter 3={A; B}, Erlös des Auktionators: 18 Bieter 3 weicht ab ( 14 für {A + B}): Bieter 1={A}, Bieter 2={B}, Bieter 3={}, Erlös des Auktionators: 15 Verlust des Auktionators in diesem Beispiel: 3

6 2.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die Vickrey-Auktion I Anwendbar für die Versteigerung eines Gutes oder mehrerer identischer Güter Auch Second Price Sealed Bid Auction genannt Die Gebote werden verdeckt abgegeben Im Ein-Gut Fall: Bieter des höchsten Gebots erhält Zuschlag und zahlt das zweithöchste Gebot (=Marktpreis) Im Mehr-Gut Fall (X ME): Bieter der X höchsten Gebote erhalten (X+1)ste Gebot Zuschlag und zahlen das (X+1)ste Gebot

7 2.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die Vickrey-Auktion II Warum ist Vickrey-Auktion anreizkompatibel? Das eigene gebot bestimmt nur, ob man den Zuschlag bekommt Der zu bezahlende Betrag wird durch die Gebote der anderen bestimmt (vom einzelnen Bieter nicht beeinflussbar) Überbieten erhöht die sowohl Wahrscheinlichkeit, den Zuschlag zu erhalten, als auch die Wahrscheinlichkeit mit einem negativen Nettonutzen aus der Auktion herauszugehen Unterbieten verringert die Wahrscheinlichkeit den Zuschlag zu erhalten, am zu bezahlenden Betrag ändert sich nichts

8 2.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die Vickrey-Auktion III In einer Vickrey-Auktion kann man sich durch Unter- oder Überbieten nicht verbessern Unter- oder Überbieten kann aber schaden In einer Vickrey-Auktion ist es deshalb eine dominante Strategie, entsprechend der eigenen Zahlungsbereitschaft zu bieten

9 2.2 Beispiel Vickrey-Auktion I 5 Bieter (1, 2, 3, 4, 5), 1 Gut (A) Zahlungsbereitschaften: Bieter 1Bieter 2Bieter 3Bieter 4Bieter Ergebnis (alle bieten entsprechend ihrer Zahlungsbereitschaft): Bieter 1 erhält das Gut und zahlt 8

10 2.2 Beispiel Vickrey-Auktion II Überbietet Bieter 2, ändert sich nichts solange sein gebot unter 10 liegt Bietet er 10+, erhält er den Zuschlag und zahlt 10 Nettonutzen (Bieter 2) = 8 – 10 = -2 Unterbietet Bieter 1, ändert sich nichts solange sein gebot über 8 liegt Bietet er 8-, erhält Bieter 2 den Zuschlag und zahlt 8- Nettonutzen (Bieter 1) = 0

11 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA I GVA (Generalized Vickrey Auction) ist ein anreizkompatibler Mechanismus für kombinatorische Auktionen Wie in der Vickrey-Auktion bestimmt bei der GVA das eigenen Gebot nur, ob man einen Zuschlag erhält Der zu bezahlende Preis ist unabhängig vom eignen Gebot

12 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA II Jeder Bieter i teilen dem Auktionator eine Nutzenfunktion r i (.) mit r i (.) gibt an, wie viele dem i jedes Gut bzw. Güterbündel wert ist (diese Angaben können der Wahrheit entsprechen, müssen sie aber nicht) Der Auktionator berechnet diejenige Allokation (x i *), die seinen Erlös maximiert Um zu bestimmen, was jeder Bieter i zu zahlen hat, berechnet der Auktionator für alle i diejenige Allokation, die sich ohne die Teilnahme von Bieter i einstellen würden

13 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA III Teilnehmer i erhält nun das Bündel x i * und erhält einen Betrag für diejenigen, die einen Zuschlag erhalten haben, ist dieser Betrag negativ, für alle anderen gleich 0 Beachte: Dieser Betrag ist durch den Bieter i nicht zu beeinflussen Der Nettonutzen jedes Bieters i sieht demnach so aus

14 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA IV Zum gleichen Ergebnis kommt man auf diesem Weg: Für jeden Bieter i wird die Differenz zwischen der optimalen Allokation und der Allokation ohne i berechnet Ergebnis: Erlös, der dem Auktionator aufgrund der Teilnahme von i zufließt Jeder Bieter, der einen Zuschlag erhält, zahlt sein gebot abzüglich dieser Differenz

15 3.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Die GVA V Die GVA berechnet keinen Marktpreis wie die Vickrey-Auktion Für jeden Bieter wird ein eigener Preis bestimmt Folge: es kann passieren, dass zwei Bieter ein identisches Gut bzw. Güterbündel ersteigern, und unterschiedliche Preise bezahlen

16 3.2 Beispiel GVA Drei Bieter (1, 2, 3) und zwei Güter (A, B) Zahlungsbereitschaften: Gut AGut BGut A + Gut B Bieter Bieter Bieter

17 3.2 Beispiel GVA II Ergebnis (alle bieten entsprechend ihrer Zahlungsbereitschaft): Bieter 1={B}, Bieter 2={A}, Bieter 3={} Methode 1: Bieter 1: 12 – 21 = -9 Bieter 2: 10 – 17 = -7 Bieter 3: 22 – 22 = 0 Methode 2: Bieter 1: 10 – ( 22 – 21 ) = 9 Bieter 2: 12 - ( 22 – 17 ) = 7

18 3.2 Beispiel GVA III Unterbietet Bieter 1 für A, passiert nichts, solange sein gebot 9+ beträgt Sobald er weniger als 9 bietet, erhält Bieter 2 beide Güter

19 3.3 Probleme der GVA I Bieterseite: Alle Bieter müssen im Vorfeld der Auktion alle sie interessierenden Güter bzw. Güterbündel bestimmen und bewerten Besonders problematisch bei Agenten mit begrenzter Rationalität, begrenzter/teurer Rechenleistung, Schwierigkeiten bei der Bestim- mung der Zahlungsbereitschaft Auktionatorenseite: CAP muss einmal gelöst werden, um optimale Allokation zu bestimmen, und dann für jeden Bieter noch einmal Anfälligkeit für Betrug: - Kollusion: Bieter kooperieren durch kollektives Unterbieten

20 3.3 Probleme der GVA II - Bieten unter falschem Namen: ohne sich mit anderen Bietern absprechen zu müssen, ist Steigerung des Nettonutzens möglich

21 3.4 Beispiel Bieten unter falschen Namen I Zwei Bieter (1, 2) und zwei Güter (A, B), Auktionsform GVA Zahlungsbereitschaften: Gut AGut BGut A + Gut B Bieter Bieter Ergebnis: Bieter 1 bekommt beide Güter, zahlt 8 mit einem Nettonutzen von 4

22 3.4 Beispiel Bieten unter falschem Namen II Bieter 1 kann seinen Nettonutzen durch Bieten unter falschem Namen (Bieter X) erhöhen: Gut AGut BGut A + Gut B Bieter Bieter Bieter X0 6 6 Ergebnis: Bieter 1 bekommt Gut A für 3, Bieter X bekommt Gut B für 4 Bieter 1 erhält beide Güter für 7, Nettonutzen 5

23 4.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Der VCG-Mechanismus I VGC-Mechanismus: soll eine Gruppe von Personen mit einem bestimmten öffentlichem Gut versorgt werden? Wie hoch ist die Steuer, die jeder bezahlen muss? Öffentliche Güter: Nicht-Rivalität und Nicht-Ausschließbarkeit Wie bei GVA bestimmt das eigene Gebot beim VGC- Mechanismus nur, ob das öffentliche Gut bereitgestellt wird Von jedem Individuum zu zahlender Betrag/Steuer ist vom eigenen Gebot unabhängig

24 4.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Der VCG-Mechanismus II Zielsetzung: Maximierung des Nutzens aller Teilnehmer Jeder Teilnehmer i teilt dem Auktionator mit, welchen Nutzen ihm die Bereitstellung des öffentlichen Gutes stiften würde Diese Nutzenangabe muss nicht der Wahrheit entsprechen Öffentliches Gut wird bereitgestellt, wenn die Summe der angegebenen Nutzen höher als die Kosten sind Die von jedem zu zahlende Steuer setzt sich analog zur GVA zusammen

25 4.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Der VCG-Mechanismus III Jeder Teilnehmer i zahlt einen Betrag, der folgender Differenz entspricht: Wohlfahrt aller Personen außer i, die sich ergibt, wenn i nicht teilnimmt, abzüglich der Wohlfahrt aller außer i, die sich ergibt, wenn i teilnimmt Wie bei der GVA entspricht die Steuer, die i zu zahlen hat, genau dem externen Effekt, den i durch seine Teilnahme bei allen anderen erzeugt

26 4.1 Anreizkompatible Auktionsformen: Der VCG-Mechanismus IV Formal: Menge K = {1, 2,..., K) sozialer Alternativen, I Indi- viduen mit einem Typ t i = (t i (1), t i (2),..., t i (K)), der angibt, wie viel Nutzen die soziale Alternative K dem Individuum i stiftet k * (0, t –i ) steht für eine effizient Alternative, die sich einstellt, wenn i eine Typ t i =(0) berichtet.

27 4.2 Beispiel VCG 5 Wähler (1, 2, 3, 4, 5); 3 mögliche Ausprägungen des öffentlichen Gutes (A, B, C) Nutzen: ABC Wähler Wähler Wähler Wähler Wähler Summe

28 4.2 Beispiel VCG II Ergebnis (alle teilen ihre wahren Wertschätzungen mit): Ausprägung C Zu zahlende Steuern: Wähler 1: 120 – ( 160 – 40 ) = 0 Nettonutzen: 40 Wähler 2: 130 – ( 160 – 30 ) = 0 Nettonutzen: 30 Wähler 3: 160 – ( 160 – 0 ) = 0 Nettonutzen: 0 Wähler 4: 105 – ( 160 – 65 ) = 10 Nettonutzen: 45 Wähler 5: 135 – ( 160 – 25 ) = 0 Nettonutzen: 25 Gibt Wähler 4 für Ausprägung C einen geringeren Nutzen an, passiert für ihn nichts, solange er 15 angibt; sobald er weniger als 15 angibt, wird eine andere Ausprägung gewählt (Nettonutzen 20 bzw. 0 )

29 4.3 Probleme des VCG-Mechanismus nicht gewährleistet, dass die Summe der Nettonutzen immer nicht-negativ ist Keine Garantie, dass keiner der Teilnehmer durch die Teilnahme nicht schlechter gestellt wird als ohne Teilnahme

30 5. Fazit Es existiert eine anreizkompatible Auktionsform für kombinatorische Auktionen Aber: Ausgang der GVA nicht immer effizient Auch VGC-Mechanismus nicht ohne Probleme

31 Allokation von Potentialfaktoren zur Informationsproduktion mit Hilfe von kombinatorischen Auktionen Anreizkompatible Auktionsformen ENDE


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