Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

1 Stand und Perspektiven der Telekommunikation in Deutschland - 25 Jahre Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Novellierung des TKG Ministerialdirigent Ernst.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "1 Stand und Perspektiven der Telekommunikation in Deutschland - 25 Jahre Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Novellierung des TKG Ministerialdirigent Ernst."—  Präsentation transkript:

1 1 Stand und Perspektiven der Telekommunikation in Deutschland - 25 Jahre Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Novellierung des TKG Ministerialdirigent Ernst Mannherz Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

2 2 Novellierung des TKG Gliederung des Vortrags: Vorgaben und Zielsetzungen Lageanalyse Struktur des Gesetzentwurfs Kernelemente der Novelle –Marktanalyse –Zugangsregulierung –Entgeltregulierung –Betreiber(vor)auswahl / Missbrauchsaufsicht –Verfahren/Organisation –Sonstiges (Frequenzen, Universaldienst, etc.) Ergebnisse

3 3 Vorgaben und Zielsetzungen Vorgaben und Zielsetzungen der TKG-Novelle Umsetzung EU-Rahmen Fortführung einer wettbewerbsorientierten TK-Politik Langfristig partielle Überführung der Regulierung in das allgemeine Wettbewerbsrecht (Regulierung nur dort, wo erforderlich) Optimierung der Regulierung Umsetzung der bisherigen Erfahrungen/ weitgehende Berücksichtigung berechtigter Interessen der Marktbeteiligten/ Beseitigung bestehender Defizite

4 4 Lageanalyse Lageanalyse: TKG und Regulierung haben sich grundsätzlich bewährt Marktergebnisse sind aus Kundensicht gut bis sehr gut, auch im internationalen Vergleich Wettbewerbsentwicklung verläuft nicht einheitlich, infrastrukturbasierter Wettbewerb kommt bis auf den Mobilfunk nur langsam in Gang

5 5 Positionen der Bundesregierung 12/2002 Stellungnahme zum Sondergutachten der MonopolKOM Fortführung der wettbewerbsorientierten TK-Politik Balance von Dienste- und Infrastrukturwettbewerb Weiterführung der Ex-ante-Reg. im Vorleistungsbereich Rückführung der Ex-ante-Regulierung im Endkunden- bereich Konsistenz von Vorleistungs- und Endkundenmarktreg. Effektive und zeitnahe Regulierung Keine Ausweitung der Ex-ante-Regulierung auf Mobilfunk und sonstige Teilnehmernetze

6 6 Vorgaben der EU Konsequenz: Spielräume der Regulierungsbehörde sind gesetzlich – soweit möglich - zu präzisieren, so dass Planungs- und Investitionssicherheit hergestellt wird Größere Spielräume für nationale Regulierungsbehörden Mehr Kompetenzen für Europäische Kommission (Veto) Geringerer Einfluss des nationalen Gesetzgebers Regulierung erstreckt sich auf alle TK-Märkte (=> technologieneutrale Regulierung)

7 7 Struktur des Gesetzentwurfs Allgemeine Vorschriften ( Zweck, Ziele, Begriffe ) Marktregulierung Verfahren der Marktregulierung Zugangsregulierung Entgeltregulierung Sonstige Verpflichtungen (Betreiber(vor)auswahl, Mietleitungen) Besondere Missbrauchsaufsicht Rundfunkübertragung Vergabe von Frequenzen, Nummern, Wegerechten Universaldienst, Kundenschutz Fernmeldegeheimnis, Datenschutz, Öffentliche Sicherheit Regulierungsbehörde Abgaben Straf- und Bußgeldvorschriften Übergangs- und Schlussvorschriften

8 8 Marktregulierung Grundsatz (§ 7): Anwendung der sektorspezifischen Regulierungs- instrumente nach dem 2. Teil des Gesetzes für Märkte, auf denen kein funktionsfähiger Wettbewerb besteht (§ 8) und auf Grund einer Marktanalyse eine marktbeherrschende Stellung festgestellt wird (§ 9) Ergebnis = Regulierungsverfügung der RegTP Ausnahme: § 20 (Terminierungsverpflichtung) gilt unabhängig von SMP

9 9 Marktabgrenzung / Marktanalyse (§§ 8, 9) Entscheidungen der RegTP im Einvernehmen mit dem Bundeskartellamt (§ 119) bzgl.: Abgrenzung der sektorspezifisch zu regulierenden Märkte./. Anwendung GWB Kriterium: kein funktionsfähiger Wettbewerb Feststellung beträchtlicher Marktmacht Nationale und gemeinschaftsweite Abstimmung der Entscheidungen (Konsultations- und Konsolidierungs- verfahren, § 10)

10 10 Funktionsfähiger Wettbewerb 1. Gesetzlicher Rahmen - Legaldefinition in § 3 Nr. 9: "ein Wettbewerb, der bestimmte Funktionen - Markt- machtkontrolle, produktive und dynamische Effizienz - erfüllt und dabei strukturell so abgesichert ist, dass er auch nach Rückführung der wettbewerbsgestaltenden Regulierung fortbesteht" 2. Empfehlung / Leitlinien der Kommission (Art. 15 I, II RRL) weitestgehende Berücksichtigung => Auslegung der Begriffsmerkmale unter Heranziehung der Kommissions- liste über die regulierungsfähigen Märkte und der hierzu genannten Kriterien 3. Beurteilungsspielraum der RegTP

11 11 Verfahrensablauf 1. Allgemeine/vorbereitende öffentliche Anhörung im Rahmen des BK-Verfahrens (§ 130): - Abgrenzung der Märkte - Beträchtliche Marktmacht - Mögliche Verpflichtungen 2. Entscheidungsentwurf "Regulierungsverfügung" 3. Nationale Konsultation (§ 10 Abs. 1): Stellungnahmen der interessierten Parteien 4. Konsultation mit Brüssel und Regulierungsbehörden der anderen MS (Art. 10 Abs. 2) -> weitestgehende Berücksichtigung der Stellungnahmen -> Veto der Kommission: Entwurf gescheitert -> Keine Einwendungen: Regulierungsverfügung

12 12 Zugang zu Vorleistungen... Verpflichtung zu Standardangeboten Wesentliche Leistungen als Anknüpfungspunkt Integration der Netzzugangsverordnung Regulierung von TNBs bei Bedarf... bleibt in der bisherigen Intensität erhalten

13 13 Zugang nur zu für den Wettbewerb wesentlichen Leistungen Zugangsverpflichtungen für mb. Unternehmen, wenn Zugang notwendig, um funktionsfähigen Wettbewerb auf Endnutzerebene herzustellen Prüfung, ob Verpflichtungen gerechtfertigt sind, anhand Kriterien- katalog, u. a.: –technische und wirtschaftliche Tragfähigeit der Nutzung oder Installation konkurrierender Einrichtungen [z. B.: gibt es Alternativen (Eigenfertigung/ Fremdbezug) zum Angebot des Marktbeherrschers (Preis, Qualität, Zeitbedarf)?] –Berücksichtigung Kapazität, Investitionsrisiken –Langfristige Sicherung des Wettbewerbs bzgl. bestimmter Verpflichtungen gesetzliche Vermutung (z. B. entbündelter Zugang, Zusammenschaltung, Zugang zu Schnittstellen, Kollokation, Inkasso), bzgl. anderer Verpflichtungen: Möglichkeit der RegTP, diese aufzuerlegen (z. B. Resale, Zugang unter bestimmten Tarif- oder Softwaresystemen)

14 14 Standardangebot Marktbeherrschende Betreiber, die einer Zugangsverpflichtung unterliegen, sind zu einem Standardangebot verpflichtet, sofern nach den betreffenden Leistungen eine allgemeine Nachfrage besteht Regulierungsbehörde holt Stellungnahmen aktueller/ potenzieller Nachfrager sowie des Marktbeherrschers ein Regulierungsbehörde legt Zugangsleistungen einschließlich aller wesentlichen Bedingungen fest, die der mb. Anbieter als Standardangebot anbieten muss Bei Nachfrageänderungen kann Regulierungsbehörde mb. Unternehmen verpflichten, Änderungen des Standardangebots vorzunehmen Standardnachfrage trifft auf Standardangebot

15 15 Teilnehmernetzbetreiber, § 20 Auch nicht marktbeherrschende Unternehmen, die den Zugang zu Endnutzern kontrollieren, sind verpflichtet, auf Nachfrage ihre Netze mit den Netzen anderer Betreiber zusammenzuschalten, damit die Terminierung eingehender Anrufe gewährleistet ist (entspricht Art. 5 ZugangsRL). Die Zugangsvereinbarungen müssen auf objektiven Maßstäben beruhen, nachvollziehbar sein und einen gleichwertigen Zugang gewähren (Diskriminierungsverbot)

16 16 Entgeltregulierung I Konsistentes Gesamtkonzept Generelles Verbot missbräuchlichen Verhaltens Vorleistungen: grundsätzlich Ex ante-Genehmigung für marktbeherrschende Unternehmen (ex post, wenn Leistungen nicht wesentlich sind) Endkunden: Regulierung als letztes Mittel, sofern Vorleistungsregulierung nicht ausreichend

17 17 Entgeltregulierung II Entgelte mb. Unternehmen dürfen nicht missbräuchlich hoch, niedrig oder diskriminierend sein (§ 24 Abs. 1 ) Behinderungsmissbrauch wird vermutet, wenn – eine definierte Dumpinggrenze unterschritten wird, – eine Preis-Kosten-Schere vorliegt, – von Bündelungen erhebliche und nicht nur vorübergehende Wettbewerbsbeeinträchtigungen ausgehen (§ 24 Abs. 2) Konkretisierte Missbrauchsaufsicht ist Voraussetzung für Rückführung der Endkundenmarktregulierung

18 18 Entgeltregulierung III: Vorleistungsbereich Marktbeherrschung und wesentliche Leistungen => Genehmigungspflicht: Entgelte dürfen Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung nicht übersteigen (Preisobergrenze) durch Einzel-Kostenprüfung oder Price-Cap-Verfahren; letzteres allerdings nur, wenn Missbrauch (z.B. Preis-Kosten- Schere) unterbunden werden kann Entgelte sonstiger Zugangsleistungen markbeherrschender Anbieter unterliegen der Missbrauchsaufsicht Sonderregelung für Terminierungsentgelte: Genehmigungspflicht nur, wenn neben Marktbeherrschung bei Terminierung auch Marktbeherrschung auf den entsprechenden Endkundenmärkten vorliegt, ansonsten (ebenso wie nicht marktbeherrschende Unternehmen) nur Missbrauchsaufsicht

19 19 Entgeltregulierung IV: Terminierungsentgelte MarktbeherrschungTerminierung Marktbeherrschung Endkundenmarkt Ex ante Keine Marktbeherrschung Endkundenmarkt Ex post (soll) KeineMarktbeherrschungTerminierung Ex post

20 20 Entgeltregulierung V: Endkundenmärkte Ex-ante-Entgeltgenehmigung nur, wenn Zugangs- regulierung und Betreiber(vor)auswahl zur Erreichung der Regulierungsziele nicht ausreichen und auf den entspre- chenden Märkten nicht mit der Entstehung funktionsfähigen Wettbewerbs zu rechnen ist Sofern Entgelte nicht der Genehmigung unterliegen unter- fallen sie der nachträglichen Missbrauchsaufsicht; Regulierungsbehörde kann marktbeherrschendes Unterneh- men verpflichten, ihr Entgelte zwei Monate vor Inkrafttreten zur Kenntnis gegeben werden (Prüfung und ggfls. Untersa- gung der Einführung des Entgelts) Sonderregelung für individuell vereinbarte Leistungen (= nicht ohne weiteres auf eine Vielzahl anderer Nachfrager übertrag- bar): Vorlage der vereinbarten Entgelte unmittelbar nach Vertragsabschluss

21 21 Betreiber(vor)auswahl Marktbeherrschende Festnetzbetreiber sind verpflichtet, ihren Teilnehmern Call-by-Call/ Preselection zu ermöglichen/ Fortschreibung des bisherigen § 43 (6) TKG/ Anreize zu effizienten Infrastrukturinvestitionen Solange nachhaltiger Dienstewettbewerb auf dem Mobilfunkendkundenmarkt besteht, soll von entsprechenden Verpflichtungen gegenüber mb. Mobilfunknetzbetreibern abgesehen werden –Status der Diensteanbieter (Resaleverpflichtung) wird für GSM- und UMTS-Bereich fortgeschrieben

22 22 Missbrauchsaufsicht Missbrauchsvorschriften im Rahmen der Entgeltvorschriften Missbrauchsaufsicht gegenüber sonstigen Verhaltensweisen (Auffangvorschrift), § 38, wenn Wettbewerber behindert oder deren Wettbewerbsmög- lichkeiten beeinträchtigt werden Vermutung: - Ungleichbehandlung intern/ extern - Ungerechtfertigte Verzögerung bei Bearbeitung von Zugangsanträgen Mehrerlösabschöpfung (§ 39) Wirksame Bußgeldvorschriften (§ 144, insbes. Abs. 2 Satz 2)

23 23 Regulierungsorganisation Was hat sich geändert ? Vorschlagsrecht für VizePräs bei BMWA/ Präs beim Beirat Einschränkung der Veröffentlichungspflicht von Weisungen auf Entscheidungen der Beschlusskammern Vorgabe an RegTP, Jahresbericht zu erstellen: - Marktdaten - Verbraucherschutzfragen - Vorhabenplan: Rechtliche und ökonomische Grundsatz- fragen Besetzung des Beirates: Vertreter der Länder dürfen auch politische Beamte sein.

24 24 Gerichtsverfahren Nur eine Tatsacheninstanz: Verwaltungsgericht Keine Berufung gegen Entscheidungen des VG Beschwerdemöglichkeiten gegen Entscheidungen des VG nur noch bei: -Beschwerde gegen Nichtzulassung der Revision -Beschwerde gegen Beschlüsse über Rechtsweg (§ 17a Abs. 4 Satz 4-6 GVG) -Beschwerde gegen Beschlüsse des VG, Akten offen zu legen (§ 133 Abs. 3 TKG-E) Keine Beschwerdemöglichkeit bei Eilentscheidungen

25 25 Betriebsgeheimnisse oder Geschäftsgeheimnisse Pflicht zur Kennzeichnung von Akten gegenüber RegTP Entscheidung über Vorlage von Akten an Gericht durch RegTP Erkennende Kammer entscheidet auf Antrag über Offenlegung bzw. Nicht-Offenlegung in einem Zwischenverfahren Beschwerdemöglichkeit gegen Entscheidung, Akten offen zu legen

26 26 Frequenzregulierung Integration Frequenzverordnungen Weiterhin Vorrang für Versteigerungsverfahren Zulassung Frequenzhandel (keine Rückwirkung) Bindung von Verpflichtungen an die Frequenzvergabe anstelle einer Lizenz

27 27 Universaldienst Anpassung des Universaldienstumfangs: Mietleitungen künftig nicht mehr im Katalog aber: Marktbeherrscher müssen Mindestangebot an Mietleitungen bereitstellen Zusätzliche Pflichtdienste nur über Steuern finanzierbar Aufgrund der Wettbewerbsentwicklung wird der Universaldienst ein Notfallinstrument bleiben

28 28 Rundfunkübertragung Konsistenz des bisherigen Regulierungsniveaus und der Aufgabenverteilung Bund/Länder Optimierung des Regulierungsrahmens –Abbau von Doppelregulierung –Verbesserung der Verfahrensabläufe –effektivere Missbrauchsbehandlung Förderung von Digitalisierung und Interoperabilität der Rundfunkübertragung

29 29 Bei Marktzugang und Nummerierung... Marktzutritt erfordert künftig keine Lizenz mehr Effizientere Verwaltungsverfahren bei der Nutzung von Wegerechten Nummern: Mehr Transparenz und Rechtssicherheit durch eine Verordnung... gibt es künftig mehr Transparenz und weniger Bürokratie

30 30 Ergebnisse TKG-Reform stark durch EU-Rahmen geprägt Soweit zulässig, wurden Erfordernisse des deutschen Marktes berücksichtigt Effektivität der Missbrauchsaufsicht wurde erhöht Überregulierungen wurden vermieden Regulierungsbehörde erhält große Entscheidungsspielräume


Herunterladen ppt "1 Stand und Perspektiven der Telekommunikation in Deutschland - 25 Jahre Telecom e.V. Koblenz, 8. Mai 2003 Novellierung des TKG Ministerialdirigent Ernst."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen