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© Jürgen Schüler, 2006 5 Betriebliche Informationssysteme Kommunikationssysteme 8 Betriebliche Informationssysteme Jürgen Schüler.

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1 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Kommunikationssysteme 8 Betriebliche Informationssysteme Jürgen Schüler

2 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 2 Inhalt Kapitel 5 5Betriebliche Informationssysteme 5.1Überblick: Betriebliche Informationssysteme 5.1.1Definition betrieblicher Informationssysteme 5.1.2Beispiele für BIS in einem Unternehmen 5.1.3Betriebliche Anwendungssysteme 5.1.4Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme 5.2Integration betrieblicher Informationssysteme Modelle der Integration Arten der Integration 5.3Beispiele betrieblicher Informationssysteme produktionsnaher Bereiche 5.3.1PPS-Systeme 5.3.2CIM-Systeme 5.3.3PDM-Systeme 5.3.4PLM-Systeme

3 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 3 Lernziele Die wesentlichen Ziele in diesem Kapitel sind, betriebliche Informationssysteme charakterisieren und abgrenzen zu können. Anwendungsbereiche für betriebliche Informationssysteme (Anwendungssysteme und Möglichkeiten) zur inner- und überbetrieblichen Integration zu kennen. Auswirkungen des Einsatzes von BIS für die Unternehmensführung zu kennen.

4 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Definition betrieblicher Informationssysteme (1/3) Definition: Betriebliche Informationssysteme - Ein Informationssystem ist ein System zur Speicherung, zur Wiedergewinnung und zur Verknüpfung von Informationen. (Duden Informatik) Unterscheidung der Systemelemente: - technische Systemelemente (Hardwareeinrichtungen, Software und Daten) - menschliche Aufgabenträger als Systemelemente Aufgabenträger, die für den Betrieb und die Entwicklung zuständig sind Aufgabenträger, die das System nutzen (Wall 1996, S. 25)  Informationssystem als Mensch-Maschine-System (sozio-technisches Informationssystem) Betriebliche Informationssysteme unterstützen Leistungsprozesse und Austauschbeziehungen innerhalb des Betriebs sowie zwischen Betrieb und Umwelt.

5 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Definition betrieblicher Informationssysteme (2/3) Charakteristika eines betrieblichen Informationssystems: - besteht aus Menschen und/oder Maschinen, - die Information erzeugen und/oder benutzen und - die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind. Aufgabenträger betrieblicher Informationssysteme: - Menschen - Maschinen Ausprägungen nach Art der Kommunikationspartner Mensch-MenschMensch-MaschineMaschine - Maschine Quelle: wwwi.wu-wien.ac.at/wi-folien-ws01/ kap_02/VO_Kapitel2.pdf

6 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Definition betrieblicher Informationssysteme (3/3) Betriebliche Informationssysteme beinhalten die Beschaffung und Aufbereitung (interner und externer) Informationen mit dem Ziel - die richtige Information - im richtigen Umfang - in der richtigen Form - zum richtigen Zeitpunkt - am richtigen Ort - mit der richtigen Qualität zur Verfügung zu stellen. (Stock 2000, S.31) Aufgaben eines betrieblichen Informationssystems: - automatisierte und nicht-automatisierte Informationsverarbeitungs- aufgaben (Transaktions- und Entscheidungsaufgaben)

7 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Beispiele für betriebliche Informationssysteme in einem Unternehmen ERP - System Beschaffung Kunde Lieferant Unternehmen Customer Relationship Management Customer Relationship Management Electronic Procurement Supply Chain Management Vertrieb Produktion Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999.

8 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Betriebliche Anwendungssysteme (1/3) Verbindung zwischen BIS und betrieblichem Anwendungssystem: - Ein betriebliches Anwendungssystem bezeichnet das gesamte automatisierte Teilsystem eines betrieblichen Informationssystems. Quelle: Ferstl; Sinz, 1995.

9 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Betriebliche Anwendungssysteme (2/3) Definitionen - nach Amberg (Amberg, 1999, S.11f.) „Ein betriebliches Anwendungssystem stellt in seiner Außensicht eine Nutzermaschine für die automatisierte Durchführung betrieblicher Aufgaben dar, die in der Innensicht über Anwendungssoftware gegebenenfalls mehrstufig mit der vorgesehenen Systemplattform als Basismaschine verknüpft ist. Der Einsatz von Anwendungssystemen ist für alle (teil)automatisierbaren betrieblichen Aufgaben sinnvoll, bei denen der wirtschaftliche Nutzen bei der automatisierten Durchführung den Gestaltungs- und Entwicklungsaufwand rechtfertigt.“ - nach Stahlknecht/Hasenkamp (Stahlknecht/Hasenkamp, 1997, S.344) Im engeren Sinn: Gesamtheit aller Programme und der zugehörigen Daten für ein konkretes betriebliches Anwendungsgebiet. Im weiteren Sinn: Zusätzlich die benötigte Hardware und die Systemsoftware, die erforderlichen Kommunikationseinrichtungen und je nach Betrachtungsweise auch die Benutzer.

10 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Betriebliche Anwendungssysteme (3/3) Die Aufgabenebene eines betrieblichen Anwendungssystems umfasst (Amberg, 1999, S.11) - automatisierte Informationsverarbeitungsaufgaben und - ihre Beziehungen Die Aufgabenträgerebene eines betrieblichen Anwendungssystems umfasst (Amberg, 1999, S.11) - Rechner- und - Kommunikationssysteme einschließlich der zugehörigen Systemsoftware Einsatzgebiete betrieblicher Anwendungssysteme - in Unternehmen jeder Größe - für alle betrieblichen Anwendungsgebiete (z.B. Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung) - in allen Branchen (wie Industrie, Handel, Banken und Dienstleistungen) - auf Rechnern unterschiedlicher Größenklassen und mit unter- schiedlichen Vernetzungsstrategien Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S. 344.

11 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 11 Quelle: Amberg, 1999, S Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (1/12) Aufgrund der Vielfalt von Anwendungssystemen gibt es unterschiedliche Klassifikationen wie zum Beispiel: - Klassifikation nach betrieblichen Funktionen (z. B. Beschaffung, Produktion, Absatz, Verwaltung) entlang der horizontalen Wertschöpfungskette sowie Klassifikation nach Branchen (z. B. Banken, Versicherungen, Industrie) - Klassifikation nach dem Verwendungszweck (z. B. Anwendungssysteme in operativen und strategischen Informationssystemen) entlang der vertikalen Lenkungsebene - Klassifikation nach dem Grad der Spezialisierung und dem Leistungsumfang (funktionsspezifisch bis unternehmensweit sowie unternehmensübergreifend) - Klassifikation nach dem Grad der Standardisierung (Standardsoftware und Individualsoftware)

12 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 12 Anwendungssysteme Führungssysteme Administrations- und Dispositionssysteme Querschnittssysteme Branchen- spezifische Anwendungen Branchen- neutrale Anwendungen Zwischen- betriebliche Anwendungen Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Planungs- systeme Führungs- informations- systeme Finanz-/ Rechnungs- wesen Personal- wesen Vertrieb Fertigung Handel Banken... EDI-Systeme Elektronische Märkte Büro- kommunikation Workflow- Management Dokumenten- Management Experten- systeme Sprach- systeme Totale FIS Partielle FIS Controlling-IS Einfache Modelle Komplexe Modelle Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S Legende: EDI: Electronic Data Interchange FIS: Führungsinformationssysteme IS: Informationssystem –nach dem Verwendungszweck: Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (2/12)

13 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (3/12) Weitere Gliederung Administrationssysteme und Dispositionssysteme Führungssysteme Querschnittssysteme Quelle: Stahlknecht;Hasenkamp, 1999, S.345.

14 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (4/12) a) Administrationssysteme und Dispositionssysteme: Einsatz von Administrationssystemen - bei der betrieblichen Abrechnung von „Massendaten“ (z. B. Buchführung, Lohn- und Gehaltsabrechnung) - bei der Verwaltung von Beständen (z. B. Lagerartikel in der Fertigungsindustrie und im Handel, Konten bei Banken) Einsatz von Dispositionssystemen bei - der Vorbereitung kurzfristiger dispositiver Entscheidungen (z. B. Mahnwesen in der Finanzbuchhaltung, Außendienststeuerung, Tourenplanung im Vertrieb, Materialbeschaffung) Unterteilungsmöglichkeiten von Administrations- und Dispositionssystemen: - branchenneutrale bzw. unabhängige Anwendungen - branchenspezifische Anwendungen  Nicht immer eine eindeutige Zuordnung zu diesen Klassen möglich Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S Administrations- und Dispositionssysteme Branchen- spezifische Anwendungen Branchen- neutrale Anwendungen Zwischen- betriebliche Anwendungen

15 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (5/12) b) Führungssysteme: 1. Führungsinformationssysteme (FIS): FIS dienen der Bereitstellung von für den Führungsprozess relevanten Informationen zur rechten Zeit in einer geeigneten Form. Führungsinformationssysteme - sind häufig auf konkrete Aufgaben bzw. Funktionen ausgerichtet - gelten als eine Komponente der sog. Managementunterstützungs- systeme. Führungssysteme Planungs- systeme Führungs- informations- systeme Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S. 410 ff.

16 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (6/12) b) Führungssysteme: 2. Planungssysteme: (Planung im Sinne von strategischer Planung) Planungssysteme unterstützen den Prozess der Planung (  computergestützte Planung) Einsatz von Planungssystemen - vor der Planung im Zielfindungsprozess durch Informationsbeschaffung und -aufbereitung - im Planungsprozess durch die Berechnung und Bewertung von Planalternativen - nach dem Planungsprozess in der Realisierungs- und Kontrollphase durch Plan/Ist-Vergleich und Abweichungsanalysen Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S. 410 ff. Führungssysteme Planungs- systeme Führungs- informations- systeme

17 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (7/12) c) Querschnittssysteme: Querschnittssysteme werden über Schnittstellen hinweg in Kombination mit Administrations- und Distributionssystemen und den Führungssystemen genutzt. 1. Büro(kommunikations)systeme: Ziele des Einsatzes von Bürosystemen: Verbesserung der Ablauforganisation Steigerung der Arbeitsproduktivität Beschleunigung des Informationsflusses Erhöhung der Arbeitsproduktivität Verbesserung des Servicegrades (intern und extern) Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.425 ff.

18 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (8/12) zu 1. Büro(kommunikations)systeme: Untergliederungsmöglichkeit von Haupttätigkeiten an Büroarbeitsplätzen nach dem Verrichtungsprinzip: Generieren von Informationen (z. B. Briefe, s, Dokumente, Faxe,...) Verwalten und Wiederauffinden von Informationen (z. B. Verträge, Dokumente,...) Verbreiten von Informationen (z. B. Postversand, -Austausch, Konferenz,...) Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme

19 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (9/12) zu 1. Büro(kommunikations)systeme: Untergliederungsmöglichkeit von Haupttätigkeiten an Büroarbeitsplätzen nach den betrieblichen Aufgabenbereichen: Führungsaufgaben Sachbearbeitungs- und Fachaufgaben Unterstützungsaufgaben (z. B. Sekretariatsdienste) Bürosysteme können unterstützen: arbeitsplatzbezogene Einzeltätigkeiten und arbeitsplatzübergreifende computergestützte Gruppenarbeit (→ Workgroup Computing; CSCW) Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme

20 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (10/12) 2.Multimediasysteme: Ziele des Einsatzes: Multimediasysteme... dienen vorwiegend der Präsentation von Informationen am Bildschirm zeichnen sich durch eine vollständige Digitalisierung aller Informationsformen und deren Bereitstellung aus beeinflussen stark die Form der Informationsverarbeitung fördern die Interaktion haben Auswirkungen auf die Gestaltung und den Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen Merkmale von Multimediasystemen: Integration von mehreren Medien interaktive Nutzung Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme

21 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (11/12) 3. Wissensbasierte Systeme: basieren auf der Auswertung gespeicherten menschlichen Wissens Verwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz Künstliche Intelligenz (KI, engl.: Artificial Intelligenz (AI)): Die Künstliche Intelligenz befasst sich mit dem Versuch, menschliche Verhaltensweisen, die auf natürlicher Intelligenz beruhen, wie Erkenntnis-, Lern-, Sprach- und Denkvermögen, durch Computer nachzuvollziehen. Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme

22 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme (12/12) Zuordnung zu den Anwendungsebenen : Branchen- spezifische Anwendungen Branchen- neutrale Anwendungen Zwischen- betriebliche Anwendungen Administrations- und Dispositionssysteme Multimedia- systeme Büro- systeme Wissens- basierte Systeme Querschnittssysteme Führungssysteme Planungs- systeme Führungs- informations- systeme v. a. in der Führungsebene v. a. in der operativen Ebene Einsetzbar in allen betrieblichen Arbeitsplätzen unabhängig von der Unternehmenshierarchie Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.345.

23 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (1/12) In einem Unternehmen existieren i. d. R. verschiedene abgrenzbare Informations- bzw. Anwendungssysteme  meist bedingt durch die Komplexität und die Unternehmens-Historie Für eine effiziente und effektive Unternehmensgestaltung ist eine um- fassende Sicht auf die Informationen und Prozesse im Unternehmen nötig. Integration bedeutet in diesem Zusammenhang die Verknüpfung von - Menschen - Aufgaben und - Technik zu einem einheitlichen Ganzen. Die Integration kann dabei - horizontal und vertikal als auch - inner- und überbetrieblich erfolgen.

24 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (2/12) Anforderungen an die Wirtschaftsinformatik: - Unternehmensmodellierung von Abläufen, Prozessen, Daten und IT-Systemen - Systementwicklung, -anpassung und -integration

25 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (3/12) Integrierte Informationsverarbeitung (IV) Ziele der Integrierten Informationsverarbeitung: Nur historisch erklärbare Untergliederung des Unternehmens überwinden Manuellen Erfassungsaufwand verringern Erfassungsfehler vermeiden Redundanz verringern Globale Gültigkeit von Datenfortschreibungen Neuartige betriebswirtschaftliche Konzeptionen ermöglichen Prozessketten automatisch abwickeln Quelle: In Anlehnung an Mertens, 1995, S.8 ff.

26 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (4/12) Probleme der Integrierten Informationsverarbeitung: Weitreichende Wirkung von Fehlern Seltene Vorgänge einbeziehen (Durchdringung) Seltene Ausnahmen programmieren schwierig zu testen! Hohe Anforderungen an Entwickler bzw. hoher Customizing- Aufwand Nicht alle Komponenten integrierter Standardsoftware sind für die unternehmensspezifischen Anforderungen geeignet Lange Latenzzeit für Vorteile der Lösung Quelle: In Anlehnung an Mertens, 1995, S.10 ff.

27 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (5/12) Merkmale der Systemintegration Integrationsrichtung -horizontal -vertikal Integrationsreichweite -Bereichsintegration -innerbetriebliche Integration -zwischenbetriebliche Integration Integrationsgegenstand -Datenintegration -Funktionsintegration -Prozessintegration -Methodenintegration -Programmintegration Automationsgrad -Teilautomation -Vollautomation Quelle: Mertens, 1995, S. 2.

28 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (6/12) Quelle: In Anlehnung an Scheer, 1995, S. 5. Integrationsarten: Richtung Horizontale Integration Vertikale Integration Wertschöpfung / Auftragsdurchlauf

29 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (7/12) Integrationsarten: Reichweite Quelle: Mertens, 1995, S.7. Bereichsintegration (a) Daten-, Funktions- und ggf. Prozess- integration innerhalb eines Unternehmenssektors oder -prozesses Betrieb A Sektor A1Sektor Ap... (a) Betrieb B Sektor B1Sektor Bq... (b) Innerbetriebliche Integration (b) Bereichs- und prozessübergreifende Verbindung in einem Unternehmen siehe CIM-Systeme siehe SCM-Systeme Zwischenbetriebliche Integration (c) Integration der Daten des zwischenbetrieblichen Verkehrs zwischen mind. zwei Unternehmen (c)

30 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (8/12) Integrationsarten: Reichweite U1: Pkw-Hersteller U2: Kfz-Ersatzteil-Produzenten U3: Lieferant von Stahlblechen Zwischenbetriebliche Integration (c) bei mehreren Unternehmen Bestelldaten Absatzdaten (für Langfristplanung) Abverkäufe Liefer- informationen Quelle: Mertens, 2000, S.69.

31 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (9/12) Integrationsarten: Gegenstand Datenintegration: Logische Zusammenführung von Daten - Übergabe von funktionsbezogenen gespeicherten Daten - Gemeinsame Datenbank (Nutzung einer einheitlichen Datenbasis, keine Redundanzen) - geordneter Zugriff auf den Datenbestand über ein Datenbankmanagementsystem Funktionsintegration: Informationstechnische Verknüpfung von Funktionen Quelle: Mertens, 1995, S.1 ff.

32 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (10/12) Prozess-/Vorgansintegration: Zusammenführung einzelner Prozesse und Vorgänge (z. B. der Prozess der Kundenauftragsbearbeitung mit der Materialflusssteuerung) -Verknüpfung von Abläufen -Alternativen:  Nutzung eines umfassenden Anwendungssystems  Kombination von spezialisierten Anwendungssystemen über Schnittstellen -Workflow Management Methodenintegration: Kombination und Abstimmung der benutzen Methoden; z. B. Algorithmus der Absatzprognose Programmintegration: Abstimmung einzelner Programme (Software-Bausteine) -Integration der Benutzerschnittstelle -Medienintegration -Geräteintegration Quelle: Mertens, 1995, S.1 ff.

33 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (11/12) Daten- versus Prozessintegration Ein Beispiel: Quelle: Fach- abteilung Einkaufs- abteilung Fach- abteilung AntragBestellung auf dem Postweg Bestellung mit EDIAntrag Beschaffungs- informationssystem Bestellung mit EDI Prozess- integration Daten- integration Lieferant

34 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Integration betrieblicher Informationssysteme (12/12) Integrationsarten: Automatisierungsgrad Vollautomatische Systeme Teilautomatische Systeme (z. B. benutzergesteuerter Dialog, Workflow-Management-Systeme) Quelle: Mertens, 1995, S.1 ff.

35 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Beispiele für betriebliche Informationssysteme PPS-Systeme (Produktionsplanung und -steuerung) CIM-Systeme (Computer Integrated Manufacturing) Expertensysteme ERP-Systeme (Enterprice Resource Planning) CSCW (Computer Supported Cooperative Work) Groupware-Systeme CRM-Systeme (Customer Relationship Management) SCM-Systeme (Supply Chain Management) 1 E-Procurement-Systeme 2 PDM-Systeme (Product Data Management) 3 PLM-Systeme (Product Lifecycle Management) 4 1 Als Supply Chain (deutsch: Lieferkette, logistische Kette oder auch Wertschöpfung, Wertschöpfungskette, Wertsystem) wird ein unternehmensübergreifendes virtuelles Organisationsgebilde (Netzwerk) bezeichnet, das als gesamtheitlich zu betrachtendes Leistungssystem spezifische Wirtschaftsgüter für einen definierten Zielmarkt hervorbringt 2 Unter elektronischer Beschaffung (auch E-Procurement genannt) versteht man die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen über das Internet 3 Produktdatenmanagement (PDM) ist ein Konzept, welches zum Gegenstand hat, produktdefinierende, - repräsentierende, -präsentierende Daten und Dokumente als Ergebnis der Produktentwicklung zu speichern, zu verwalten und in nachgelagerten Phasen des Produktlebenszyklus zur Verfügung zu stellen. 4 Produktlebenszyklusmanagement (PLM, engl. product lifecycle management) bezeichnet ein IT- Lösungssystem, mit dem alle Daten, die bei der Entstehung, Lagerhaltung und dem Vertrieb eines Produkts anfallen, einheitlich gespeichert, verwaltet und abgerufen werden.

36 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Klassifikationsmöglichkeit betrieblicher Anwendungssysteme nach dem Verwendungszweck Quelle: modifiziert nach: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.345. Legende: EDI: Electronic Data Interchange FIS: Führungsinformationssysteme IS: Informationssystem ERP-Systeme ( Enterprise-Resource-Planning) : Integriertes Gesamtsystem aller wesentlichen Funktionen der Administration, Disposition und Führung

37 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme Weitere Strukturierung der BIS Gliederung je vorgestelltes BIS: Betriebswirtschaftlicher Ansatz Unterstützendes BIS für diesen Ansatz Einige Anbieter des jeweiligen BIS

38 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 38 PPS: Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme Betriebswirtschaftlicher Ansatz: Zielsetzung PPS Planung - Produktionsprogrammplanung - Mengenplanung - Termin- und Kapazitätsplanung Steuerung - Auftragsveranlassung, Ablaufplanung, Auftragsüberwachung Traditionelles Einsatzgebiet der betrieblichen Informationsverarbeitung, da  hohes Mengenvolumen  hohe Planungskomplexität PPS-Systeme (1/15) Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.373 ff.

39 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 39 Quelle: Mertens, 1995 und Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S PPS-Systeme (2/15) Unterstützendes BIS Definition PPS-System: Ein PPS-System ist ein System, das die Module Produktionsplanung (Planung von Produktionsaufträgen – synonym dazu: Fertigungs- oder Betriebsaufträge) und Produktionssteuerung enthält. Wichtigster Bestandteil aller PPS-Systeme sind Programme zur Grunddaten Verwendung von Grunddaten, die weitgehend den Stammdaten aus dem Rechnungs- und Personalwesen entsprechen. Darunter werden Betriebsmittel, Stücklisten, Teileverwendungsnachweise, Teilebeschreibungen und Arbeitsplätze verstanden. Wegen der vielfältigen Verknüpfungen zwischen den Daten von PPS- Systemen ist es zweckmäßig, die Grunddaten in einer Datenbank zu verwalten.

40 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PPS-Systeme (3/15) Aufgaben von PPS-Systemen Schaffen der betriebswirtschaftlich, planerischen Voraussetzungen für den Fertigungsprozess Abwicklung der Kundenaufträge von der Annahme bis zum Versand Steuerung von Teilbereichen innerhalb des PPS-Kreises Verwaltung der zur Abwicklung nötigen Grunddaten, wie -Teile -Teilebeschreibung -Erzeugnisstruktursätze -Arbeitspläne -Arbeitsgänge -Betriebsmittelzuordnung zu den Arbeitsgängen -Betriebsmittelgruppen -Einzelbetriebsmittel Quelle: H. Krcmar, VL Betriebliche Informationssysteme SS00, Inst.f. Betriebswirtschaftslehre, Universität Hohenheim.

41 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 41 Grunddatenerzeugung und -verwaltung Programme zur Verwendung von Grunddaten (Stammdaten aus dem Rechnungs- und Personalwesen, wie Betriebsmittel, Stücklisten, Teileverwendungsnachweise, Teilebeschreibungen und Arbeitsplätze) Primärbedarfsplanung Materialbedarfsplanung Fertigungsterminplanung Werkstattsteuerung Teilestamm-Verwaltung Stücklisten-Verwaltung Quelle: In Anlehnung an Mertens, 1995, S PPS-Systeme (4/15) Grundfunktionalitäten von PPS-Systemen

42 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 42 Produktionsplanung und -steuerung Material- wirtschaft Fertigungs- steuerung Materialbe- darfsplanung Termin- planung Kapazitäts- abgleich Werkstatt- steuerung Auftrags- überwachung Fertigungs- planung Lager- haltung Quelle: Stahlknecht;Hasenkamp,1999, S PPS-Systeme (5/15) Bestandteile von PPS-Systemen

43 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 43 Es ist erstrebenswert, alle Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung gleichzeitig, d. h. in Form einer Simultanplanung zu behandeln. Aufgrund der Komplexität des Arbeitsgebiets („Dilemma der Ablaufplanung“) wird die Produktionsplanung und Steuerung in der betrieblichen Praxis als Sukzessivplanung, d.h. als sequentielle Planung vorgenommen. Werkstattsteuerung Auftragsveranlassung Maschinenbelegung (Fertigung) Auftragsüberwachung Produktions- steuerung Primärbedarfsplanung Materialbedarfsplanung Sekundärbedarf Bruttobedarf Nettobedarf Grobterminierung Kapazitätsabgleich Produktions- planung Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S PPS-Systeme (6/15) Logistikkette von PPS-Systemen

44 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 44 Quelle: Corsten, 1998, S.494. Primärbedarfsplanung Materialbedarfsplanung Durchlaufterminierung Kapazitätsplanung Auftragsfreigabe Kapazitäts- und Auftragsüberwachung Produktions- planung Produktions- steuerung Grunddatenverwaltung Kundenstamm Lieferantenstamm Teilestamm Erzeugnisstruktur Arbeitsplatzdaten Arbeitsgangstruktur PPS-Systeme (7/15) Grundkonzept der Produktionsplanung und -steuerung

45 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 45 Datenvolumen im Planungsprozess Primärbedarfs-planung Basis: Endprodukte Bedarfs-planung Basis: Endprodukte Baugruppen Einzelteile Kapazitäts-planung Basis: Arbeitsgänge Quelle: H. Krcmar, VL Betriebliche Informationssysteme SS00, Inst.f. Betriebswirtschaftslehre, Universität Hohenheim PPS-Systeme (8/15)

46 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 46 Eine Stückliste ist die Basis der Produktdokumentation und einer der wichtigsten Informationsträger in einem Fertigungsunternehmen. Stücklisten entstehen meist in der Produktentwicklung und werden parallel oder nachgelagert von weiteren Bereichen wie Vertrieb, Arbeitsplanung, Kalkulation, Beschaffung, Produktion oder Instandhaltung verwendet. Die Stückliste zeigt alle für ein vorgegebenes Erzeugnis untergeordneten Bestandteile, also z. B. alle Baugruppen und Einzelteile. Arten von Stücklisten: Baukastenstückliste Mengenstückliste Strukturstückliste Quelle: Schöttner, 1999, S und Eigener; Stelzer, 2001, S.43 ff PPS-Systeme (9/15) Stückliste

47 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 47 4E1 1B2 2B1 MengeTeil P Mengenstückliste 1B2 3E2 5E3 2 2B1 MengeTeil P Strukturstückliste 1B2 2B1 MengeTeil P Baukastenstückliste 2E3 3E2 MengeTeil B1 Baukastenstückliste Eine Baukastenstückliste zeigt nur die direkt untergeordneten Elemente mit ihren Mengen. Eine Mengenstückliste ist eine unstrukturierte Darstellungs- form, die lediglich die Mengen untergeordneter Elemente auflistet. Eine Strukturstückliste vereinigt die beiden anderen Stücklistenformen. Quelle: Eigner, Stelzer, 2001, S.43 ff. Legende: P: Produkt B: Baugruppe E: Einzelteil 7E4 5E3 MengeTeil B2 Baukastenstückliste 7E4 4E PPS-Systeme (10/15) Arten von Stücklisten

48 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 48 Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.376. Stückliste P: 4 x E1, 2 x B1, 1 x B2 B1:3 x E2, 2 x E3 B2:5 x E3, 7 x E4 Teileverwendungsnachweis E1:4 x in P E2:3 x in B1 E3:2 x in B1, 5 x in B2 E4:7 x in P B1:2 x in P B2:1 x in P Teilebedarf P:4 x E1, 6 x E2, 9 x E3, 7 x E4 P B1 B2 E1 E2E3E P = ProduktB = BaugruppeE = Einzelteil Ein Gozinto-Graph stellt Produktstrukturen graphisch dar (nach Zepartzatt Gozinto). Der Graph dient in der Fertigungsplanung zur Produkt- und Teilebedarfsrechnung sowie als Vorstufe zur Fertigungstermin- und Maschinenbelegungsplanung PPS-Systeme (11/15) Erzeugnisstruktur mit der (Struktur-)Stückliste und Teileverbrauchsnachweis

49 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 49 Quelle: Definition: Primärbedarf Bedarf an verkaufsfähigen Erzeugnissen, selbständig verkaufbaren Zwischenprodukten und Ersatzteilen, die aus Absatzplänen und Kundenaufträgen resultieren Sekundärbedarf Bedarf an Rohstoffen, Einzelteilen, Baugruppen, Zwischenprodukten und fremdbezogenen Materialien zur Herstellung der Endprodukte Tertiärbedarf Bedarf an Hilfs- und Betriebsstoffen, die zwar zur Durchführung der Fertigung benötigt werden, die aber weder direkt noch indirekt Bestandteil eines Produktes bzw. eines Erzeugnisses sind Beispiel: Brauerei Primärbedarf Pils, Bockbier, Weizenbier, Export, usw. Sekundärbedarf Wasser, Gerste, Hopfen Tertiärbedarf Filter, Fässer, Energie, Schmiermittel für Maschinen bzw. Werkzeuge usw PPS-Systeme (12/15) Bedarfsarten: Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf

50 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 50 Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.377. Produktionsprogramm = Primärbedarf → Sekundärbedarf + sonstiger Bedarf (aus Lagerabgangsprognosen) + Sicherheitszuschlag + Ersatzteilbedarf → Bruttobedarf./. Lagerbestand./. Bestellbestand./. Zugang aus laufender (Eigen-)Fertigung → Nettobedarf = Materialbedarf Stücklistenauflösung Bruttobedarfsrechnung Nettobedarfsrechnung PPS-Systeme (13/15) Materialbedarfsplanung

51 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 51 Nutzen von PPS-Systemen Direkter Nutzen - Senkung der Lagerbestände - Reduzierung von Ausschuss und Nacharbeit - Genaue (Vor-)Kalkulation - Schnelle Fakturierung Indirekter Nutzen - Transparenz über das Fertigungsgeschehen - Höherer Auftragsdurchsatz - Qualitätsverbesserung - Höhere Liefertreue - Bessere Auskunftsbereitschaft Quelle: H. Krcmar, VL Betriebliche Informationssysteme SS00, Inst.f. Betriebswirtschaftslehre, Universität Hohenheim PPS-Systeme (14/15)

52 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PPS-Systeme (15/15) Anbieter von PPS-Systemen (Auswahl): ABAS Software AG (Produktname: abas-EKS) ABS Systemberatung GmbH (Produktname: unipps) Baan Deutschland GmbH (Produktname: iBaan ERP) Gebauer GmbH (Produktname: TimeLine)

53 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (1/10) Definition: CIM steht für Computer Integrated Manufacturing bzw. computerintegrierte Produktion Betriebswirtschaftlicher Ansatz: „Computer Integrated Manufacturing bezeichnet ein Konzept aus der Praxis, das sich mit der integrierten Informationsverarbeitung für betriebliche und technische Aufgaben in einem Industriebetrieb befasst.“ (Keller/Teufel: SAP R/3 prozessorientiert anwenden; 1998, S. 32) Grundgedanke: Integrierte Informationsverarbeitung aller Computer-Anwendungen im Produktionsbereich (und in der Administration) d. h. betriebswirtschaftliche und technische Aufgaben eines Betriebs auf einer einheitlichen Datenbasis (d.h. einheitliche Datenverwaltung und -nutzung)

54 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (2/10) Betriebswirtschaftlicher Ansatz: Computer Integrated Manufacturing ermöglicht die kontinuierliche teile- oder chargenbezogene Erfassung von Prozess- und Qualitätsdaten. Der Materialfluss innerhalb eines mehrstufigen Produktionsprozesses ist jederzeit planbar und von zentraler Stelle aus zu überwachen. Eine Auftrags- und Materialverwaltung ermöglicht eine auftragsgesteuerte Produktion. Auch wenn Reklamationen Jahre nach der Auslieferung einer produzierten Komponente eingehen, lassen sich Produktions- und Qualitätsdaten wie auch verwendete Materialien problemlos feststellen. Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S. 377.

55 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (3/10) Betriebswirtschaftlicher Ansatz: Wesentliche Bestandteile von CIM: Computer Aided Design (CAD) – rechnergestütztes Konstruieren Computer Aided Manufacturing Assurance (CAM) – rechnergestützte Maschinen und Fertigungsanlagen Computer Aided Quality Assurance – rechnergestützte Qualitätskontrolle Production Planning (PPS) – rechnergestützte Planung Das CIM-Konzept steht somit für die Integration von PPS- Systemen mit CAD/CAM-Systemen. Dabei sollen die Funktionsabläufe beider Informationssysteme weitgehend aufeinander abgestimmt werden. Quelle: Keller;Teufel, 1998, S. 32.

56 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 56 CIM CAD NC CAP CAM PPS Werkzeug- maschinen Betriebliche Logistik Roboter Material- wirtschaft Fertigungs- planung Fertigungs- steuerung CNC DNC Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, S.370 ff. produktbezogene Aspekte auftragsbezogene Aspekte Legende: PPSProduktplanung und -steuerung NC Numerical Control CNC Computerized Numerical Control DNCDirect Numerical Control CIMComputer Integrated Manufacturing CIM-Systeme (4/10) Bestandteile des CIM-Konzepts

57 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 57 Quelle: Grundlegende Stammdaten eines CIM-Konzepts Teilestammdaten - Technische Daten - Fertigung / Fremdbezug - Kostensätze Stücklisten - Zusammensetzung eines Teils - Varianten Arbeitspläne - Schema der technischen Abwicklung der Fertigung eines Teils - Arbeitsgänge, Reihenfolgen, Betriebsmittelbeanspruchung - ggf. Alternativen Betriebsmittel / Fertigungssysteme - Verfügbarkeiten - Rüstzeiten - Kostensätze CIM-Systeme (5/10)

58 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (6/10) Angestrebte Ziele: Technisch: - rationelle Fertigung - hohe Produkt- und Prozessqualität Organisatorisch: - kurze Durchlaufzeiten der Aufträge - Termintreue Betriebswirtschaftlich: - wirtschaftliche Fertigung - minimale Kapitalbindung in den Lagern Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S.370.

59 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 59 CIM-Konzept: Integration aller fertigungstechnischen Arbeitsabläufe und aller betriebswirtschaftlich-organisatorischen Dispositions- und Steuerungsaufgaben zu einem in sich geschlossenen Gesamtsystem Methodische Integration aller Informationsflüsse im Unternehmen Steuerung der einzelnen Bereiche sowie ihr Zusammenwirken über einen gemeinsamen Datensatz Prämisse der Steuer- und Beherrschbarkeit von Prozessen durch bereichs- und prozessübergreifende Datenzentralisierung Unabhängigkeit von der Unternehmensgröße und der Branche, aber Konzentration auf Fertigungsbetriebe mit Serien- und Einzelfertigung Differenzierung nach den jeweiligen Schwerpunkten der einzelnen Unternehmen zur Gestaltung einer individuellen Lösung Quelle: Stahlknecht; Hasenkamp, 1999, S. 370 ff CIM-Systeme (7/10)

60 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (8/10) Quelle: Mertens, 1995, S.131. X- Modell von Mertens

61 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (9/10) Quelle: Scheer, 1995, S. 87. Unterstützendes BIS: Integrierte Systeme in der Fertigung Y- Modell von Scheer

62 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme CIM-Systeme (10/10) Anbieter von CIM-Systemen (Auswahl): CSB-System AG (branchenspezifische Lösungen; Eigner + Partner (http://www.eigner.com/) Baan (http://www.baan.com)

63 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (1/12) Definition: PDM – Product Data Management Betriebswirtschaftlicher Ansatz: PDM ist das Management von produktdefinierenden Daten in der Verbindung mit der Abbildung und dem Management von technischen/organisatorischen Geschäftsprozessen sowohl im „Discrete Manufacturing“-Bereich (produzierender Industriebereich: Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, Aerospace, Konsumgüter,...) als auch im „Non Discrete Manufacturing“ Bereich (Chemie, Energieversorger, Utility and Facility Management von Kommunen und Banken,...). Produkt- und Prozessmanagement zusammen erlauben die lückenlose Regkonfiguration beliebiger Konstruktions- und Fertigungsstände über den gesamten Produktlebenszyklus. PDM verfolgt die Zielsetzung, eindeutige und reproduzierbare Produktkonfigurationen zu erzeugen. Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.18 und S.21.

64 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (2/12) EDM – Engineering Data Management Der Begriff EDM wird parallel zum PDM für Applikationen verwendet, die schwerpunktmäßig digitalisierte Papierdokumente und/oder nicht produktbezogene Dokumente verwalten. Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.18.

65 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (3/12) Die drei Kernbereiche des Product Data Managements (1/2): 1.Produktdaten unternehmensweit verfügbar machen Durch raschen und gezielten Zugriff auf alle Produkt- und Entwicklungsdaten lässt sich Wissen gewinnbringend für die weitere Entwicklung oder bei Anfragen bezüglich Leistungsdaten und Sicherheitsbestimmungen nutzen.  Durchgängige Gestaltung des Informationsflusses innerhalb eines Unternehmens 2.Zentrale Verwaltung und Archivierung aller Produktdaten Ein effizientes Product Data Management sammelt alle Daten über den gesamten Lebenszyklus der Produkte und sorgt für gezielte Zugriffs- möglichkeiten auf alle Informationen. Kombiniert mit Marketing- relevanten Daten aus dem Customer Relationship Management hilft das Product Data Management, Wissensbestände gezielt einzusetzen, um Einsparungsmöglichkeiten zu identifizieren oder Kundenwünsche direkt umzusetzen. Quelle:

66 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (4/12) Die drei Kernbereiche des Product Data Managements (2/2): 3.Hochverfügbarkeit und hohe Performance in Reihe geschaltet Über Bedarfsanalysen werden die genauen Eckdaten für eine individuelle, auf eigene Anforderung abgestimmte Lösung ermittelt. Webbasierte Interfaces und Hochverfügbarkeitsservices garantieren rund um die Uhr und auf der ganzen Welt den Zugriff auf die Datenbestände, um jederzeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Quelle:

67 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (5/12) Vorteile: Integration der technischen und kaufmännischen Disziplinen bildet die Voraussetzung für transparente Arbeitsabläufe, sowie eine Zeit- und Kostenoptimierung. Gemeinsame Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Produktes in jeder Phase. Parallele Nutzung von Produktdaten in unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens sorgt für deutlich kürzere Durchlaufzeiten. Der Informationsfluss innerhalb eines Unternehmens kann durchgängig gestaltet werden. Quelle:

68 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (6/12) Grundfunktionalitäten von PDM-Systemen : Stamm- und Strukturdaten Dokumentenmanagement Gruppentechnik/SML Projektmanagement Workflow-Management Freigabe-/Änderungsmanagement Viewing, Redlining, DMU I/O Management Publishing Archiv/Backup Daten Replikation Integrationen Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.22. Legende: SML Sachmerkmalleisten DMU Digital Mockup (Repräsentation der Produktstruktur mit Baugruppen und Einzelteilen und deren Geometrie zur Optimierung über Modifikationen in der Baugruppenstruktur und Simulationen)

69 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (7/12) Quelle: Schöttner, 1999, S. 33. Legende: CAO Computer-Aided Office (Automation) CAD Computer-Aided Design CASE Computer-Aided Software engineering CAP Computer-Aided Planning CAMComputer-Aided Manufacturing CAQComputer-Aided Quality Assurance Systemintegration auf der Basis von PDM Produktdatenmanagement-System (PDMS) ermöglicht eine integrierte DV-technische Gesamtlösung, die alle Einzelsysteme im Hinblick auf Daten und Abläufe vollständig einschließt.

70 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (8/12) Quelle: Schöttner, 1999, S. 57. Legende: FEM Finite Elemente Methode ERP Enterprise Resource Planning Produktenstehungsprozess ohne technisches Informationssystem - Benutzer ist mit heterogener Systemlandschaft konfrontiert - Die Erzeugersysteme sind nicht integriert - Native Datenbestände der produktbeschreibenden Dokumente

71 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (9/12) –Stamm- und Strukturdaten –Konfiguration –Dokumentenverwaltung –CAD-Schnittstelle –Klassifizierung –Projektmanagement –Änderungsdienst –Workflow Management PDM Komponenten des PDM: Quelle:

72 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (10/12) Einzelkomponenten von PDM Dokumentenverwaltungssystem (DVS) Das DVS bildet den Kern des PDM. Schnittstelle Das System unterstützt eine Standard-Dialogschnittstelle zur Integration von Entwicklungs- und Konstruktionsprozessen in die Logistikkette eines Unternehmens. Durch diese Schnittstelle werden das CAD-System und alle anderen Applikationen ins System integriert. Konstruktions- und Änderungsprozesse Geplante Änderungen an Stammdaten sind automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt in allen Produktivfunktionen verfügbar. Durch die schnelle Umsetzung von Änderungen werden die Durchlaufzeiten für das Produkt deutlich verkürzt. Quelle:

73 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (11/12) Einzelkomponenten von PDM Klassifizierungssystem Alle Arten von Informationen können unternehmens- bzw. abteilungsspezifisch klassifiziert und strukturiert werden. Konstrukteure können anhand des Klassifizierungssystems ähnliche Teile heraussuchen, wodurch die mehrfache Konstruktion von Teilen in dem Unternehmen vermieden wird. Stücklistenverwaltung Hier findet die Stücklistenunterscheidung nach der Funktion (Kon- struktion, Fertigung, Versand etc.) statt. Es können entweder getrennte Stücklisten erstellt oder unterschiedliche Sichten auf dieselben Stücklisten definiert werden. Produktstrukturanzeige Zugang zu allen Daten sämtlicher Objekte, die für das Produkt relevant sind, einschließlich der Daten, die außerhalb der eigentlichen Kon- struktionsumgebung abgelegt sind. Die Beziehungen zwischen allen Objekten der Produktstruktur werden grafisch dargestellt. Quelle:

74 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM-Systeme (12/12) Beispiel in der Automobilindustrie Quelle: TD Industrial Converings, Inc.,

75 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (1/13) Definition: PLM umfasst die Verwaltung und Steuerung aller Produktdaten des kompletten Lebenszyklus entlang der erweiterten Logistikkette - von der Konstruktion und Produktion über den Vertrieb bis hin zur Wartung. Das integrierte Product Lifecycle Management bietet Zugriff auf alle Produkt- und Prozess-Daten des gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die Funktionalität geht weit über die von PDM-Systemen hinaus. Entwicklung, Konstruktion Arbeits- vorbereitung Fertigung VertriebService Recycling Produkt- planung PLM = Product Lifecycle Management Betriebswirtschaftlicher Ansatz:Produktlebenszyklus Quelle:

76 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (2/13) Grundfunktionalitäten von PLM-Systemen: siehe Grundfunktionalitäten eines PDM- Systems und zusätzlich - Möglichkeit, CAD-Systeme und ERP-Systeme zu integrieren (für die Referenz zu den Produktteilenummern)

77 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (3/13) integratives Arbeiten in jeder einzelnen Phase des Produktlebenszyklus Verwaltung aller produktrelevanten Informationen und Daten durch das PLM-System konsequente Nutzung des Internets ideale Plattform aller PDM-Nutzer, sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Unternehmens Möglichkeit, Informationen jedem Mitarbeiter in der geeigneten Form zur Verfügung zu stellen Kunde Zulieferer Service- partner Entwickler externe Bereiche Product Lifecycle Management Quelle: Entwicklung, Konstruktion Arbeits- vorbereitung Fertigung VertriebService Recycling Produkt- planung

78 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (4/13) PDM Kernfunktionen Support SCM Engineering Warehouse (EAI) Lifecycle Management Engineering Collaboration Komponenten eines PLM- Systems (1/4) Quelle: Eigner; Stelzer,2001, S.25. RTM Legende: RTM Requirement Tracability Management Support e-Commerce

79 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (5/13) Komponenten eines PLM-Systems (2/4) Lifecycle Management - Ein integraler Bestandteil des Lifecycle Management ist das Konfigurationsmanagement. Es deckt die technischen und organisatorischen Maßnahmen ab zur: Konfigurationsidentifizierung Konfigurationsüberwachung Konfigurationsbuchführung und Konfigurationsauditierung Requirement Tracability Management - RTM erfasst und verwaltet alle während der Produktdefinition von der Kundenspezifikation bis zur Auslieferung anfallenden Anforderungen in Form eigenständiger Informationsobjekte. Diese Informationsobjekte werden den entsprechenden Projekten zugeordnet. - Veränderungen der Anforderungen sowie die Auswirkungen dieser Veränderungen auf verknüpfte Objekte werden über den gesamten Produktlebenszyklus verfolgt. Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.25 ff.

80 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (6/13) Komponenten eines PLM-Systems (3/4) Engineering Warehouse (EAI) - Der Konstrukteur wird in die Lage versetzt, benötigte Informationen aus internen und aus beliebigen externen Informationsquellen zusammenzustellen. Der Zugriff erfolgt über Clients (z. B. auf Web- oder Microsoft-Basis). Das Engeneering Warehouse System ist ein flexibles, leicht anpassbares und einfach bedienbares System. Es verwaltet die technischen Daten und referenziert die assoziierten Daten aus anderen Systemen. Support SCM - Dient der frühzeitigen Einbindung des Ingenieurs in den Beschaffungsprozess; Anbieterverbunde mit gemeinsamen Systementwicklungen bedürfen einer wesentlich früheren Abstimmung von Systemkomponenten. - Unterstützung durch PLM: Datenaustausch auf Basis von Standards (STEP, PDX, PDML) Zugriff auf „e-marketplaces“ bzw. elektronische Zuliefererkataloge Einbindung von CSM-(Component Supplier Management) Systemen  Damit werden für den Auswahl- und Einkaufsprozess relevante Daten bereitgestellt. Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.25 ff.

81 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 81 Quelle: Eigner; Stelzer, 2001, S.25 ff PLM-Systeme (7/13) Komponenten eines PLM-Systems (4/4) Engineering Collaboration - Zusammenfassung aller Werkzeuge und Funktionen, die eine Zusammenarbeit von Anwendern des PLM-Systems unterstützen: Unternehmensübergreifendes Projektmanagement CSCW (Computer Supported Cooperative Work) Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherung Firewall-übergreifender Systemzugriffe Datenaustausch Support e-Commerce - PLM-Systeme bieten Unterstützungsfunktionen an, um intelligente Produktkataloge und -baukästen auf WEB-Seiten bereitzustellen: Realisierung der firmenspezifischen Vorbereitung für e-Commerce Konsequenz: vollständig Internet-unterstützter Angebots- und Bestellablauf

82 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (8/13) Product Lifecycle Management mit SAP Stellt eine Lösung dar, die eine Integration von Produktinformationen bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Supply Chain ermöglicht. Durch die Funktionsbereiche, wie klassisches Produkt-Daten- Management, Programm- und Projektmanagement, Änderungs- und Konfigurationsmanagement und Collaboration, ist es möglich, nahezu den gesamten Produktlebenszyklus integriert abzubilden und einen transparenten Informationsfluss zu gewährleisten. Funktionen (1/3) Kundenservice und Instandhaltung - verwaltet Anlagen und Ausrüstung - alle Bausteine eines EAM- Systems (Enterprise Asset Management), wie z. B. vorbeugende Wartung, Prüfpläne, Katalogsysteme für die Definition von Ausfällen, integriertes mySAP Supplier Relationship Management, Bestandsführung sowie Auftragszyklusverwaltung Quelle:

83 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme : Product Lifecycle Management mit SAP (9/13) Funktionen (2/3) Produktdaten- und Dokumenten-Management - stellt eine Umgebung für die Verwaltung von Spezifikationen, Stücklisten, Arbeitsplänen, Ressourcendaten, Projekt- und Anlagenstrukturen, Rezepten und technischer Dokumentation für den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Anlagen bereit. Die Anbindung an Systeme wie Computer-Aided-Design (CAD), Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA) und geographische Informationssysteme (GIS) ist von Anfang an gewährleistet. Programm- und Projektmanagement - bietet Funktionen für die Planung, Verwaltung und Steuerung der gesamten Produktentwicklung. Projektmanager können Projektstrukturen, Terminpläne, Kosten und Ressourcen überwachen. Life-Cycle Collaboration - unterstützt Collaborative Engineering und Projektmanagement mit XML-basierten Web-Standards für die Weiterleitung von Daten wie Projektplänen, Dokumenten und Produktstrukturen zwischen den virtuellen Entwicklungsteams und den Geschäftspartnern. Zeichnungen und Informationen über Qualität und Dienstleistungen können im Internet abgerufen und ausgetauscht werden. Quelle:

84 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme: Product Lifecycle Management mit SAP (10/13) Funktionen (3/3) Qualitätsmanagement - bietet integriertes Qualitätsmanagement für den gesamten Produkt- lebenszyklus. Dazu zählen Quality Engineering, Qualitätskontrolle, Qualitätsmeldungen (Bearbeitung aller ungeplanten Ereignisse), Verwaltung der Testausrüstung und Qualitätszeugnisse. - Die Funktionen für das Qualitätsmanagement umfassen auch Internet- und Mobile-Business-Szenarien für die Bearbeitung von Meldungen, Inspektionsdaten und Zeugnisse. Enviroment, Health und Safety - bietet eine Lösung für Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsfragen durch Erweiterung der Geschäftsprozesse, Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften, Überwachung von Risiken und Einbindung von Gesundheits- und Sicherheitsfunktionen wie Gefahrstoffverwaltung, Gefahrgut- abwicklung, Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Abfallmanagement. Quelle:http://www.sap-ag.de/germany/solutions/plm/keycapabilities.asp

85 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (11/13) Product Data Management Systeme für das Management von Produktdaten bilden die Basis für ein erfolgreiches und unternehmensweites Life-Cycle-Management. Diese Systeme verwalten, strukturieren, steuern und verteilen die zu einem Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg erzeugten Daten. Dokumenten-management Product Data Management Product Lifecycle Management Zusammenhang zwischen PLM und PDM Quelle:

86 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PLM-Systeme (12/13) Unterstützende BIS: Lebenszyklus eines Produktes unterstützt durch verschiedene betriebliche Informationssysteme Quelle: nach Customer Relationship Management Supply Chain Management Product Lifecycle Managmenet Product Data Management ProduktideeProdukt läuft aus

87 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme PDM- und PLM-Systeme (13/13) Anbieter von PDM- und PLM-Systemen (Auswahl): Matrix-one (http://www.matrixone.com) Eigner & Partner (http://www.eigner.com/) SAP-PLM bzw. PDM (http://www.sap.com) Baan (http://www.baan.com/)

88 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 88 Literatur I/IV Amberg, M.: Prozeßorientierte betriebliche Informationssysteme – Methoden, Vorgehen und Werkzeuge zu ihrer effizienten Entwicklung. Springer Verlag, Berlin et al, Ferstl, O. K.; Sinz, E.J.: Der Ansatz des Semantischen Objektmodells (SOM) zur Modellierung von Geschäftsprozessen. Bamberger Beiträge zur Wirtschaftsinformatik ; 37, 3. Auflage, Bamberg : Otto-Friedrich-Univ., Fischer, J.: Informationswirtschaft: Anwendungsmanagement, Oldenbourg Verlag, München, Wien 1999.

89 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 89 Literatur II/IV Hansen, H. R. : Wirtschaftinformatik I – Grundlagen betrieblicher Informationsverarbeitung, 7. Auflage, UTB, Stuttgart Mertens, P.: Integrierte Informationsverarbeitung 1. Administrations- und Dispositionssysteme in der Industrie. 12. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden Mertens, P.; Bodendorf, F.; König, W.; Picot, A.; Schumann, M.: Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 5. Auflage, Springer-Verlag, Berlin 1998.

90 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 90 Literatur III/IV Scheer, A.-W.: Wirtschaftsinformatik (Studienausgabe). Referenzmodelle für industrielle Geschäftsprozesse, Springer-Verlag Berlin, Heidelberg Stahlknecht, P.; Hasenkamp, U.: Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 8. Auflage, Springer-Verlag Berlin Stock, W.G.: Informationswirtschaft – Management externen Wissens. Oldenburg Verlag, München et al, 2000.

91 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 91 Literatur IV/IV Wall, F.: Organisation und betriebliche Informationssysteme, Wiesbaden Zimmermann, H.-D.: The Electronic Mall Bodensee (EMB): An Introduction to the EMB and its Architectural Concepts, International Journal on Electronic Markets 7/1, 13-17, 1997.

92 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 92 Quellen I/V Amberg, M.: Prozeßorientierte betriebliche Informationssysteme – Methoden, Vorgehen und Werkzeuge zu ihrer effizienten Entwicklung. Berlin, Heidelberg, Appelrath, H.-J.; Ritter, J.: R/3-Einführung. Methoden und Werkzeuge. Berlin, Heidelberg, Corsten, H., Dr. habil.: Produktionswirtschaft. Einführung in das industrielle Produktionsmanagement, 7., vollständig überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. München, Wien, Ferstl, O. K., Sinz, E.J.: Der Ansatz des Semantischen Objektmodells (SOM) zur Modellierung von Geschäftsprozessen. Bamberger Beiträge zur Wirtschaftsinformatik; 37, Bamberg, 1995.

93 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 93 Quellen II/V Eigner, M.; Stelzer, R.: Produktdatenmanagement-Systeme, Ein Leitfaden für Product Development und Life Cycle Management. Springer-Verlag Heidelberg Fischer, J.: Informationswirtschaft: Anwendungsmanagement, München, Wien Hansen, H. R. : Wirtschaftinformatik I – Grundlagen betrieblicher Informationsverarbeitung, 7. Auflage, Stuttgart Keller, G.;Teufel, T.: SAP R/3 prozeßorientiert anwenden. Iteratives Prozeß-Prototyping zur Bildung von Wertschöpfungsketten. 2., korrigierte Auflage. Bonn, 1998.

94 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 94 Quellen III/V Mertens, P.: Integrierte Informationsverarbeitung 1. Administrations- und Dispositionssysteme in der Industrie, 10. Auflage. Wiesbaden, Mertens, P., Bodendorf, F., König, W., Picot, A., Schumann, M.: Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 4. Auflage, Berlin Mertens, P., Bodendorf, F., König, W., Picot, A., Schumann, M.: Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 6. Auflage, Berlin Porter, M. E.: Competitive Advantage, New York, Rickert, W.-F.; Michelson M.: Informationswirtschaft. Innovation für die Neue Ökonomie. Mit Beiträgen von M. Michaelson, R. Capurro u.a.. Wiesbaden, 2001.

95 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 95 Quellen IV/V Scheer, A.-W.: Wirtschaftsinformatik (Studienausgabe). Referenzmodelle für industrielle Geschäftsprozesse, Heidelberg, Schöttner, J.: Produktdatenmanagement in der Fertigungsindustrie. Prinzip, Konzepte, Strategien. München, Wien, Stahlknecht, P., Hasenkamp, U.: Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 9. Auflage, Berlin, Stock, W.G.: Informationswirtschaft – Management externen Wissens. München, Wien, 2000.

96 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 96 Quellen V/V Wall, F.: Organisation und betriebliche Informationssysteme, Wiesbaden Zimmermann, H.-D.: The Electronic Mall Bodensee (EMB): An Introduction to the EMB and its Architectural Concepts, International Journal on Electronic Markets 7/1, 1997.

97 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 97 Online-Quellen I/III Bedarfsarten bei den PPS-Systemen Stand: Einführung in die Wirtschaftsinformatik er.pdf Stand: Einführung Informationssysteme. unterlagen/betriebliche_informationssysteme/bi_folien_2.pdf; Stand: Einsatz der Standartsoftware SAP R/3. Einfuehrung_und_Customizing_von_SSW.pdf; Stand: kap_02/VO_Kapitel2.pdf

98 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 98 Online-Quellen II/III Grundlagen des Informationsmanagements ludwigshafen.de/fb1/downloads/Einfuehrung_Modul_5.pdf Stand: Stand: Product Data Management. Stand: Product Lifecycle Management. Stand:

99 © Jürgen Schüler, Betriebliche Informationssysteme 99 Online-Quellen III/III eProduct Lifecycle Management. anagementSAP.html Stand: Product Lifecycle Management.Funktionen. Stand: Product Data Sheets Stand: Product Lifecycle Management. Stand:


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