Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

2. Sterilisation und Keimreduktion 2.2.2. Ausglühen und Abflammen mit Bunsenbrenner 2.2. Abtötung durch trockene Hitze.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "2. Sterilisation und Keimreduktion 2.2.2. Ausglühen und Abflammen mit Bunsenbrenner 2.2. Abtötung durch trockene Hitze."—  Präsentation transkript:

1 2. Sterilisation und Keimreduktion Ausglühen und Abflammen mit Bunsenbrenner 2.2. Abtötung durch trockene Hitze

2 2. Sterilisation und Keimreduktion Bunsenbrenner so einstellen (Luft), dass eine nichtleuchtende, hellblaue Flamme im Innenkegel und eine helle, orange-gelbe Flamme im Außenkegel entsteht Innenkegel mit ca. 300 °C: stark reduzierende Bedingungen am Übergang zum Außenkegel Außenkegel mit bis zu 1500 °C: stark oxidierende Bedingungen an der Spitze 2.2. Abtötung durch trockene Hitze

3 2. Sterilisation und Keimreduktion Ausglühen –für Impfnadeln, Impfösen, Klingen, Scheren, Präpariernadeln, Pinzetten, … –diese werden durch den äußeren Teil des Flammenkegels gezogen bis sie glühen –Temp. von ca °C –Mikroorganismen werden innerhalb von Sekundenbruchteilen getötet – steril –Material leidet, Klingen verlieren Schärfe 2.2. Abtötung durch trockene Hitze

4 2. Sterilisation und Keimreduktion Abflammen –für Metall-, Porzellan-, Glasgeräte (z.B. Drigalski- Spatel) –oberflächliche Sterilisation –Gegenstand wird durch die Flamme gezogen, ohne ihn zum Glühen zu bringen –tw. unter Zuhilfenahme von 96%igem EtOH: Eintauchen + Abflammen (Spatel) –früher weit verbreitet, heute eher Notbehelf 2.2. Abtötung durch trockene Hitze

5 2. Sterilisation und Keimreduktion Sterilisation durch Gase: Ethylenoxid –für hitzeempfindliche Produkte –sehr giftig, explosionsgefährlich –nicht immer rückstandsfrei (Filter) –im Labor nicht/selten verwendet Desinfektion durch chemische Mittel –Desinfektionsmittel genannt –für Oberflächen: Medizin gegen Krankheitserreger, Labor/Industrie möglichst breit gegen alle Keime –Keimreduktion um 5 Zehnerpotenzen angestrebt (99,999%) 2.3. Chemische Sterilisation und Desinfektion

6 2. Sterilisation und Keimreduktion –Fertigprodukte (optimiert für ein bestimmtes Einsatzgebiet): z.B. Sterilium, … –70%iger EtOH (Verdünnung 96% EtOH) –Kontrolle z.B. Filterplättchentest –Wirksamkeit abhängig von: Schmutz-, Fett-, anderen Begleitstoffen pH-Wert Temperatur Ausgangskeimzahl 2.3. Chemische Sterilisation und Desinfektion

7 2. Sterilisation und Keimreduktion Händedesinfektion –Waschen mit Seife reduziert Keimzahl um 60 bis 80 Prozent –Desinfektion zumeist auf Alkoholbasis 70% Ethanol (nicht 96%) 70% 2-Propanol 60% 1-Propanol (n-Propanol) Fertigdesinfektionsmittelgemisch: Sterilium am schnellsten keimtötende Verbindungen: vegetative Zellen bereits nach 30 bis 60 sek abgetötet Wirkung 1 bis 2 Stunden 2.3. Chemische Sterilisation und Desinfektion

8 2. Sterilisation und Keimreduktion –Anleitung 2.3. Chemische Sterilisation und Desinfektion

9 2. Sterilisation und Keimreduktion nur mit energiereicher, ionisierender Strahlung möglich (dringt tief genug ein) Gammastrahlung z.B. für medizinische Artikel (Spritzen, Kanülen, Katheter, Verbandmaterial), aber auch in der pharmazeutischen Industrie für z.B. Verpackungsmaterialien in der mikrobiologischen Praxis nur UV- Bestrahlung relevant: –meist zur Verminderung der Keimzahl in Raumluft und an Oberflächen eingesetzt 2.4. Bestrahlung

10 2. Sterilisation und Keimreduktion –für Werkbänke, Arbeitsflächen, Laminar-Flows –v.a. UV-C Strahlung eingesetzt ( nm) –Optimum bei ca. 260 nm, da Nukleinsäuren in diesem Bereich absorbieren – strukturelle Veränderungen der DNA (kovalenter Ringschluss zw. Pyrimidin-Basen) und Replikationsfehler (Zelltod) –Beim Einsatz von UV-Strahlung zur Desinfektion muss auf Staubfreiheit geachtet werden 2.4. Bestrahlung

11 2. Sterilisation und Keimreduktion zur Entkeimung thermolabiler Substanzen (z.B. Antibiotikalsgen, Vitaminlsgen, …) und Gasen für Entfernung von Partikeln in Lsgen Entgasen von Lsgen mittels Oberflächenfiltern: –aus Cellulose, Celluloseestern, Kunststoff (PTFE (Polytetrafluorethylen), Teflon, …) –dünne Membranen –regelmäßige Poren mit gleichmäßigem Durchmesser (v.a. 0,2 µm und 0,45 µm eingesetzt) –wirken wie ein Sieb und halten die Partikel an der Oberfläche –kaum Wirkung gegen Viren, dünne Bakterienzellen, DNA –hohe Durchflussleistung –leicht verstopft 2.5. Sterilfiltration

12 2. Sterilisation und Keimreduktion mittels Tiefenfiltern: –entweder aus feinen Fasern (Cellulose-, Keramik-, Kunststofffasern), die regellos miteinander verbunden sind –oder aus körnigem, meist gesintertem Material (Kieselgur, Keramik, Glassinter) –dick geschichtet (bis in Meterbereich) –labyrinthartiges Hohlraumsystem –kein einheitlicher Porendurchmesser –Partikel v.a. in der Tiefe des Filters zurückgehalten: mechanisch, Adsorption, elektrostatische Kräfte –auch Partikel, die kleiner sind als der Porendurchmesser, können zurückgehalten werden –geringe Durchflussraten (ca. 40 mal geringer als bei Oberflächenfiltern) –Hallenbäder 2.5. Sterilfiltration

13 2. Sterilisation und Keimreduktion Sterilfiltration von Flüssigkeiten (Oberflächenfilter): –im Labor meist mit sterilen 0,2 µm Membranfiltern aus hydrophilem Material (v.a. Cellulosenitrat, Celluloseacetat) –Verwendung von größer-porigen Vor-Filtern –Auswaschen von verschiedenen Stoffen aus dem Filtermaterial möglich: z.B. bei Nitratbestimmung keine Cellulosenitrat-Filter verwenden –Filtrationsgeräte (Filterhalter, Schläuche, Gefäße) werden separat (dampf)sterilisiert 2.5. Sterilfiltration

14 2. Sterilisation und Keimreduktion –Durchführung: meist wird im Auffanggefäß ein Unterdruck erzeugt (Vakuumpumpe), die aufgesetzte, sterile Filtereinheit mit der Flüssigkeit beschickt und letztere durch den Unterdruck über einen Membranfilter in das Auffanggefäß gesaugt Aufsetzen der Filtriereinheit muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen Verschluss ebenfalls unter aseptischen Bedingungen ODER: sterile Fertigfilter mit 0,2 µm Porendurchmesser für kleine Volumina 2.5. Sterilfiltration

15 2. Sterilisation und Keimreduktion –Filtriereinheit 2.5. Sterilfiltration

16 2. Sterilisation und Keimreduktion –Filtriereinheit 2.5. Sterilfiltration

17 2. Sterilisation und Keimreduktion Sterilfiltration von Gasen: –Tiefenfilter im Labor für Belüftung oder Begasung von Kulturen notwendig für Kleinfermenter meist Watte- oder Glaswollefilter ein Glasgefäß, -röhrchen o.Ä. wird mit Watte/Glaswolle (bis 6 µm Faserdurchmesser) gleichmäßig und fest gestopft Material sollte hydrophob sein (wenig Flüssigkeitsaufnahme (z.B. Aquarienwatte)) Durchmesser 1 bis 3 cm, Länge 5 bis 20 cm, je nach Verwendung Länge abhängig vom beabsichtigten Durchfluss gestopfte Filter autoklavieren 2.5. Sterilfiltration

18 2. Sterilisation und Keimreduktion Gase: 2.5. Sterilfiltration

19 3. Steriles Arbeiten Ziele: –Sterile Nährböden, Lösungen und Geräte vor Kontamination schützen –Reinkulturen rein halten –die Umwelt (Raum, Personen,...) vor Infektionen durch Versuchsorganismen schützen Hauptkontaminationsfaktoren: –Luft viele Organismen sind luftgetragen (Sporen) normale Raumluft mit bis zu 2000 (2 x 10 3 ) Keimen (zumeist an/auf Staubpartikeln) –Mensch (Hände, Haare,…) –Staub –Tröpfcheninfektion –unsteriles Arbeitsgerät –Öffnen von sterilem Material (sterile Spitzen) etc. in unsteriler Umgebung

20 3. Steriles Arbeiten 4 Risikogruppen für den Umgang mit pathogenen Mikroorganismen: –Risikogruppe 1: kein Risiko (oder sehr geringes) Risiko für (gesunde) Menschen und Wirbeltiere –Risikogruppe 2: geringes (bis mäßiges) Risiko für Menschen und Wirbeltiere. Potentielle Krankheitserreger, die aber wirksam behandelt werden können –Risikogruppe 3: mäßiges bis hohes Risiko, Erreger schwerer Krankheiten beim Menschen, Behandlung normalerweise möglich –Risikogruppe 4: hohes Risiko für den Menschen, Behandlung oft schwierig

21 3. Steriles Arbeiten 4 Risikogruppen - Beispiele: –Gruppe 1: Bacillus subtilis, E. coli K12 (Laborstamm), Lactobacillus casei, Micrococcus luteus; Aspergillus niger, Geotrichum candidum, Penicillium chrysogenum –Gruppe 2: Bacillus cereus, Clostridium perfringens, Clostridium botulinum, Clostridium tetani, E. coli; Aspergillus flavus, Candida albicans, Aspergillus fumigatus –Gruppe 3: Bacillus anthracis, E. coli (EHEC-Stämme), Yersinia pestis; Histoplasma capsulatum var. capsulatum –Gruppe 4: bestimmte Viren Mit Organismen der Risikogruppen 2 bis 4 darf nur in genehmigten und dafür eingerichteten Labors gearbeitet werden


Herunterladen ppt "2. Sterilisation und Keimreduktion 2.2.2. Ausglühen und Abflammen mit Bunsenbrenner 2.2. Abtötung durch trockene Hitze."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen