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Wie wichtig ist Medienkompetenz in unserer heutigen Gesellschaft? Eine Diskussionsrunde im Bildungskanal BR-alpha.

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Präsentation zum Thema: "Wie wichtig ist Medienkompetenz in unserer heutigen Gesellschaft? Eine Diskussionsrunde im Bildungskanal BR-alpha."—  Präsentation transkript:

1 Wie wichtig ist Medienkompetenz in unserer heutigen Gesellschaft? Eine Diskussionsrunde im Bildungskanal BR-alpha

2 Hallo und Herzlich Willkommen zu Schlau-Schlauer-Schlegel auf BR-Alpha! Mein Name ist Volker Schlegel und ich möchte Sie herzlich zu unserer heutigen Diskussionsrunde begrüßen. Ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben. Das Thema des heutigen Abends ist Medienkompetenz heute Aber zuerst möchte ich Ihnen noch meine Gäste vorstellen: © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

3 Medienpädagogik, Prof. Dr. Dieter Haarcke, Universität Bielefeld Lehrerin: Klara Schumann, Friedrich Schiller Gymnasium Tübingen, Lehramt Mathe Physik Schulleiter: Werner Klöppel, Ernst Lehner Realschule Kaufbeuern Manager: Ralf Wendelin, Mc Kinsey Unternehmensberatung, Frankfurt a. M. Gesine Schmalz, Medienpädagogin bei den Streetworkern in Bremen Thomas Peterson, IHK Augsburg, Fachmann für Microsoft Office Anwendungen © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

4 Immer mehr neue Kommunikationstechniken kommen heute auf den Markt. Fast jeder benutzt schon ein Handy, den Laptop oder das Internet. Diese Techniken ermöglichen uns nicht nur eine globale Kommunikation, sondern auch räumliche Flexibilität. Medien fördern also Freiräume, fordern aber auch einen kompetenten Umgang. Medienkompetenz ist hier das Schlagwort, dass meist vereinfacht verwendet wird. Oft wird er nur auf das technische Verständnis reduziert. Aber reicht technisches know-how wirklich aus? Oder ist Medienkompetenz mehr als das? Doch zuerst wollen wir natürlich die Frage beantworten: Was ist Medienkompetenz überhaupt? Deshalb die Frage an unseren Medienpädagogikexperten, Prof. Dr. Dieter Haarcke von der Universität Bielefeld. Können sie uns einfach und kurz erklären, was man unter dem Begriff Medienkompetenz versteht? © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

5 Die meiner Meinung nach treffendste Definition hat Dieter Baacke, Professor für Medienpädagogik, kreiert. Ihm zufolge steht Medienkompetenz auf vier Säulen, der Medienkritik, der Medienkunde, der Mediennutzung und zuletzt noch der Mediengestaltung. Die Medienkritik meint analytische Fähigkeiten. Wichtig ist es hierbei sich bewusst zu sein, welche Wirkungen der Medienkonsum auf die eigene Person haben kann. Medienkunde beinhaltet das Wissen über Medien, d.h., zu wissen, wie beispielsweise unser Rundfunksystem funktioniert, aber auch vermeintlich einfache Dinge, einen Computer starten oder einen Fernseher ein- und ausschalten. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

6 Nicht unbedingt. Beispielsweise ältere Menschen haben noch nie etwas mit einem PC zu tun gehabt, denen muss man diesen Umgang erst beibringen, genauso wie kleineren Kindern. Genau dafür ist die Mediennutzung, die dritte Säule der Medienkompetenz, da. Sie ist eine praktische Weiterführung der Medienkunde. Was kann man mit einem Handy, Videorecorder oder einem Computer alles machen? Als viertes ist noch die Mediengestaltung teil der Medienkompetenz. Um zu wissen was Mediengestaltung ist, muss der Rezipient, also der Nutzer, bildlich gesprochen die Seiten wechseln. Wie wird eine Zeitung oder ein Fernsehprogramm produziert? Auf diesem Weg kann man lernen, selbst kreativ und innovativ Medien zu gestalten. Oh, ich glaube Frau Schmalz würde noch gerne etwas dazu sagen. Aber kann das nicht jeder? © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

7 Ja, ganz wichtig ist aber auch, dass man bei der Medienkompetenz nie das Fundament aus den Augen verliert. Das Fundament ist sehr wichtig, wie bei einem Bauwerk auch. Bei der Medienkompetenz ist es die kommunikative Kompetenz. Das sind die Fähigkeiten, die ein Mensch besitzt um sich auszudrücken und seine Wahrnehmungen, Handlungen und Gedanken in Worte zu fassen. Ach, und das alles muss man uns erst beibringen? Das sieht mir nach einem ganzen Haufen Arbeit aus… © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

8 Ja, es scheint so. Aber die Vermittlung von Medienkompetenz ist enorm wichtig und dennoch viel zu wenig vertreten, vor allem in der Schule. Aber Kinder und Jugendliche müssen in der heutigen Arbeitswelt ausreichend Medienkompetenz besitzen, egal ob mit Quali oder Abitur. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

9 Man könnte sagen, dass die Medienkompetenz inzwischen zu einer Schlüsselqualifikation der modernen Arbeitswelt geworden ist und sogar einen ähnliche hohen Stellenwert besitzt wie die alten Werte, wie Führungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit etc. Das Problem dabei ist nur leider, dass es vielen Berufsanfängern an einer umfassende Medienkompetenz mangelt. Dies allein durch interne Schulungen oder ähnliches zu beheben, ist auf Dauer zu teuer. Auch sollte die Vermittlung von Medienkompetenz nicht unsere Sache sein. Das deutsche Schulwesen sollte sich dieser Verantwortung langsam bewusst werden und dementsprechend reagieren. Was sagen sie als Schulleiter dazu, Herr Klöppel? Ja, das sehe ich genauso. Als international tätige Unternehmensberatung erwarten wir von unseren Mitarbeitern ein hohes Maß an Kompetenz, sowohl im Bereich der Mediennutzung, als auch in dem der Mediengestaltung. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

10 Ja, ich finde, sie sagen das so leichtfertig, aber so einfach ist das nicht! Die Medienentwicklung schreitet heutzutage so schnell voran, wie soll man denn da noch den Überblick behalten und dann auch noch Kompetenz weitervermitteln? Ja, leider ist es auch so, dass die Lehrer zu wenig ausgebildet werden und viele auch Angst vor dem Einsatz von Medien haben. Außerdem haben die Schulen zu wenig Budget für eine gute Medienausstattung. Sie ist entweder total veraltet oder auch erst gar nicht vorhanden. Um das zu beheben bräuchten wir viel mehr Unterstützung von Seiten der Wirtschaft. Ohne Sponsoring können ausreichend PCs an Schulen nicht verwirklicht werden! © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

11 W ir unterstützen Schulen ja bereits. Schauen sie sich Projekte wie Schulen ans Netz an, welche zu großen Teilen von der freien Wirtschaft, unter anderem auch von uns, unterhalten werden. Die aktuelle konjunkturelle Lage lässt uns aber derzeit nicht all zuviel Spielraum für solcherlei Aktionen. Die Sicherung von Arbeitsplätzen steht hier an erster Stelle. Wenn schon die Schule es allein nicht richten kann oder mag, sollte man wenigstens die Schüler motivieren und es ihnen ermöglichen, ihre Medienkompetenz autodidaktisch zu vergrößern, z.B. durch geeignete Software oder ähnliches. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

12 Wir haben zwar in der IHK festgestellt, dass manche unserer Kursteilnehmer über Medienkompetenz verfügen, Ja, ganz genau. Wir können unsere Kinder bei dieser Sache nicht alleine lassen. Sie müssen die nötigen Anleitungen dafür in der Schule vermittelt bekommen. Das Problem an den Schulen ist neben dem fehlenden Equipment, wie Frau Schumann vorhin schon erwähnt hat, auch das Engagement und die Ausbildung des Lehrkörpers. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch die sie sich meist selbst angeeignet haben. Aber ich denke nicht, dass das für Kinder und Jugendliche der richtige Weg ist.

13 Meine Lehrer besuchen regelmäßig Fortbildungen in Sachen Medienpädagogik, aber damit lässt sich nicht nachholen, was bei der Lehrerausbildung an der Hochschule versäumt wurde. Da muss ich ihnen recht geben, in meine Vorlesungen verirren sich nur vereinzelt Lehramtsstudenten. Schon lange plädiere ich dafür, für angehende Lehrer Medienpädagogik zum Pflichtfach zu machen. Herr Klöppel, wie sieht es damit in ihrer Schule aus? © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

14 Aber ich denke, wir dürfen hier nicht nur auf den Lehrern rumhacken, ich finde die Eltern stehen auch in der Pflicht. Wir bieten genügend Kurse an. Sowohl in technischer Hinsicht als auch zur Vermittlung eines selbstkritischen Umgangs mit Medien. Doch die Kurse werden kaum von Eltern besucht. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

15 Ich denke, dass in dieser Hinsicht von den Eltern teilweise zuviel verlangt wird. Die meisten sind doch aus einer Generation, die nicht mit alltäglichem Medienkonsum aufgewachsen sind. Lieber sollten die Lehrer bereits in der Grundschule anfangen die Kinder in Projekten spielerisch an die Medien heranzuführen. Und dabei könnte man die Eltern auch mit einbeziehen, in Form von Mediennachmittagen oder ähnlichem. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

16 Aber wie soll das praktisch umgesetzt werden? Es fehlt an Geld, wie wir vorhin schon erwähnt haben. Es fehlt an jungen engagierten Lehren, die sich trauen, Medien im Unterricht einzusetzen. Und vor allem ist der organisatorische Rahmen ein Hindernis. In einer 45minütigen Schulstunde lässt sich kaum ein anständiges Medienprojekt verwirklichen, auch die Räume stehen nicht zur Verfügung. Liebe Zuschauer, leider muss ich an dieser Stelle unterbrechen, unsere Sendezeit neigt sich dem Ende zu. Deshalb möchte ich mich noch kurz an Herrn Prof. Haarcke wenden. Mit Ihnen haben wir begonnen, deshalb gebührt Ihnen auch das Schlusswort. © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

17 Ja, Herr Schlegel, wie wir gehört haben, gibt es zig verschiedene Standpunkte zum Thema Medienkompetenz und Probleme auf allen Ebenen. Deshalb will ich mich mit meinem Schlusswort noch einmal direkt an alle Zuschauer wenden, die zumindest eines aus unserer heutigen Diskussionsrunde mitnehmen sollten. Dafür darf ich meine Kollegin Helga Theunert zitieren: Medienkompetenz hat man, wenn man gelernt hat, sich von den Medien nicht dominieren zu lassen. Mit diesem Schlusswort möchte auch ich mich von Ihnen verabschieden und Ihnen noch ein schönes Wochenende wünschen. Bis zum nächsten Mal! © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch

18 Literatur Gabi Reinmann (2004), Semivirtuelle Vorlesung Medienpädagogik: Themenblock 2 Gabi Reinmann WS03/04, Proseminar Computer und Internet Hamm, Ingrid (2001), Medienkompetenz Wirtschaft/Wissen/Wandel Publikationen/veroeff.html Publikationen/veroeff.html © Brüderle, Heimann, Schreiber, Adolf, Koch


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