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Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008.

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1 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008

2 Das Blut – Mythos und Glaube Aus dem Phallus des Sonnengottes Ra tropfte das Blut, als dieser sich schnitt. Daraus entstanden die Götter Hu und Sa (aus dem ägyptischen Toten- buch, drittes Jahrtausend vor Christus) Sonnengott Ra, 3. Jt. vor Christus

3 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Das Blut – Mythos und Glaube Letztes Abendmahl, Deutschland, 15. Jh. T. Riemenschneider, Heilig Blut Altar, Rothenburg ob der Tauber, Deutschland, 16. Jh. Im Christentum: Versöhnung mit Gott durch das Blut Christi, das in der Eucharistie in Gestalt von Wein auf dem Altar geopfert wird. Seit dem späten Mittelalter Ikonografie des Erlöserblutes mit Verehrung des heiligen Blutes.

4 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Der Aderlass als frühes "Allheilmittel" Aderlassszene, Ölgemälde, 17. Jh. Aderlassmann, Medizinische Handschrift, 14. Jh.

5 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Klassisches Griechenland: "Viersäftelehre" der hippokratischen Ärzte Medizinische Handschrift, 14. Jh. Hippokrates, Medizinische Handschrift, 14. Jh.

6 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Galen: Gerinnung und Temperament Bei Galenus von Pergamon werden im 2. Jh. n. Chr. die bisherigen Bausteine zu einem umfassenden medizinischen Lehrgebäude zusammen- gefasst und dabei auch die Temperamente integriert. Danach neigen melancholische Personen zu Gerinnungs- störungen. Bei Galen findet sich übrigens als eine mögliche Ursache für Bluteindickungen auch das Stillstehen, eine Beobachtung, die erst mehr als 1500 Jahre später wieder ins Bewusstsein dringen sollte. Galen, Opera Omnia, 1625, Buchrücken Melancholie, Tacuinum Sanitatis in Medicina, 14.Jh.

7 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Phlebektomie Thrombenbildungen, meist an den Stellen von insuffizienten Venenklappen an den unteren Extremitäten, galten ebenso als Metastasen der schwarzen Galle wie periphere Varizen und Oedemata. Eine Intervention schien dabei medizinisch nicht angezeigt, da diese Metastasen dem Körper überschüssige Galle entzögen, um ein neues Gleichgewicht der Säfte zu erreichen. Beim Aufbruch in die Moderne scheint dagegen die Bedeutung der Phlebektomie zugenommen zu haben; Ambroise Paré, einer der berühmtesten Chirurgen des 16. Jahrhunderts, hebt das Verfahren jedenfalls besonders hervor. A. Paré, Les oeuvres, 1628

8 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Ärzte des Barock: Einordnung von Blutgerinnseln als "Herzpolypen"...beschrieben unter anderem durch den Begründer der pathologischen Anatomie, Giovanni Morgagni, in seinem klassischen Werk de sedibus et causis morborum per anatomen indignatis Der Schöpfer der mikroskopischen Anatomie, Marcello Malpighi, widmet dem Thema gar eine eigene Publikation.

9 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 "Eigenthümlichkeit" des Todes im Wochenbett C. Stromayr, Die Handschrift des Schnitt- und Augenarztes, 1559 Therapie lebensbedrohlicher thrombotischer Komplikationen im Wochenbett: … Blutigel an die leidende Stelle und reiche innerlich eine Mischung aus einer Quente gereinigtem Salpeter und 8 Loth Mandelmilch, alle Stunden zu einem Eßlöffel voll. Trockener Flanell und Kräuter- kissen zum Bedecken des Schenkels, Salben mit oder ohne Kampfer zum Einreiben gelten als Lösung für leichtere Beschwerden, im Nothfall [nehme] man zu Blasenpflastern seine Zuflucht (Joseph Urban, Aufklärungsschrift, 1828).

10 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Mikrofotografie und Blutplättchen alle Bilder: A. Donné, Cours de microscopie, 1844 Alfred Donné, der Entdecker der Blutplättchen, nutzte schon unmittelbar nach Bekannt- werden des Verfahrens die Daguerreotypie, um mikroskopische Bilder festzuhalten. Begeistert von den naturgetreuen Ergeb- nissen gab er 1845 einen mikroskopischen Atlas heraus, dessen Abbildungen auf Daguerreotypien beruhen. (R. Taureck)

11 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: Gefäßentzündung als Ursache für das Gerinnsel J. Hunter, Statue, 19. Jh. John Hunter lieferte am Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur eine ausführliche Beschreibung der Thrombose und der Lungenembolie, sondern postulierte auch erstmals eine Gefäßentzündung als Ursache für das Gerinnsel.

12 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: "Venosität, Venismus, Phlebitis" Unter den Begriffen "Venosität" bzw. "Venismus" wurden Entzündungen in allen Organen, in den großen Venen und im rechten Herzen gefasst. Der französische Pathologe Jean Cruveilhier bekräftigte die zentrale Rolle der Venen und kreierte den Begriff der "Phlebitis". Aufgrund seiner Beobachtung, dass bei jeder Gefäßentzündung auch eine Gerinnselbildung existierte, lag es nahe, die Gerinnung als Folge der Entzündung zu interpretieren. J. Cruveilhier, Anatomie pathologique du corps humain, , Darstellung einer Thrombose.

13 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: Blutgerinnsel J. Cruveilhier, Anatomie pathologique du corps humain,

14 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Rudolf Virchow ( ) Ölgemälde, 19. Jh.Fotografie, 19. Jh. Rudolf Virchow erkannte die Blutgerinnung als den primären Faktor bei der Entstehung der Thrombose (Virchow'sche Trias)

15 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 R. Virchow: "Über den Faserstoff", 1856

16 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 R. Virchow: Thrombose und Embolie (1856) Alle Abb. aus R. Virchow, Thrombose und Embolie (1856)

17 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Julius Friedrich Cohnheim ( ) Cohnheim gilt als wichtigster Schüler Rudolf Virchows. Er erfand die Intravitalmikroskopie mit der er die zellulären Mechanismen der Entzündungspathologie weiter entschlüsselte. In der Schrift "Ueber Entzündung und Eiterung" beschrieb er die Migration der Leukozyten durch die Gefäßwände. Bei seinen Forschungen zu embolischen Prozessen beschrieb er u.a. das Konzept der Endarterie und die paradoxe Embolie. J. Cohnheim, Untersuchungen über die embolischen Processe, 1872 J. Cohnheim, Ueber die Folgen der Embolie der Lungenarterien, 1875

18 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: Idee des Blutkreislaufs Es war William Harvey, der mit seiner Publikation exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis im Jahr 1628 die fünfzehnhundert Jahre alte Blutbewegungslehre des Galenus durch seine neue Idee des Blutkreislaufs ersetzte. W. Harvey, Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis in animalibus, 1628 W. Harvey, Ölgemälde

19 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital /18. Jahrhundert: Injektionstechniken D.J. Major, Prodomus chirurgiae infusoriae, 1667 R. de Graaf, De clysteribus, 1678

20 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: Injektionstechniken Pravaz Spritze, Berliner Klinische Wochenschrift, 1892 Pravaz Spritze, Deutsche Medizinische Wochenschrift, 1895

21 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Frakturbehandlung im 19. Jahrhundert Patient mit Fraktur Originalfotografie, 19. Jh.

22 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital Jahrhundert: Blutegel-Therapie J.C. Reil, Blutegel Kupferstich, 18. Jh. Der französische Arzt François Broussais galt als der Blutegelpapst schlechthin und nutzte die Tierchen als Allheilmittel gegen fast jede Krankheit. F. Broussais, Lithographie, 19. Jh.

23 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Thrombektomie im 20. Jahrhundert: Vom Thrombuskratzer zum Ballonkatheter F. Trendelenburg, Ueber die operative Behandlung der Embolie der Lungenarterie,1908 T.J. Forgarty, A method for extraction of arterial emboli and thrombi, 1963

24 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Wirkstoffe blutsaugender Tiere: Hirudin J.C. Reil, Blutegel Kupferstich, 18. Jh. Der Traum der Ärzte, die Thrombose- prophylaxe mit Medikamenten durchführen zu können, beginnt im Jahr 1884 mit dem Bericht, dass Blutungen nach Blutegel- bissen besonders schwer zu stoppen seien. Zwanzig Jahre später wird von C. Jacoby aus dem Kopf des hirudo medicinalis der antikoagulative Wirkstoff, benannt als Hirudin, isoliert.

25 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 "Tick anticoagulants" Aus Zecken gewonnene Thrombokinasehemmstoffe (Ixodin bzw. Argasin) können als Erstbeschreibung der Faktor-Xa-Inhibitoren angesehen werden.

26 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Heparin J. McLean, The thromboplastic action of cephalin, 1916 C.I. Reed, The intravascular use of heparin, 1925 Ab 1915: Isolierung von Heparin, anfangs aus der Hundeleber 1925: Studie zur intravenösen Anwendung von Heparin

27 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Heparin I.S. Wright, Report of the Committee for the Evaluation of Anticoagulants in the Treatment of Coronary Thrombosis with Myocardial Infarction, : Studie mit 800 Patienten, endgültiger Durchbruch der Anwendung von Heparin

28 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Cumarin 1922 wurde in den USA und Kanada ein Rindersterben durch innere Blutungen und/oder Blutverlust infolge kleinster Verletzungen beobachtet. Karl Link erkannte als Ursache hierfür das im Futterklee enthaltene Cumarin, welches durch falsche Lagerung und Vergärung zu 4-hydroxylcoumarin umgewandelt worden war. Link löste aus dem 4-hydroxylcoumarin zwei Moleküle zum Biscoumarin und gab ihm den Namen Dicoumarol. 1939/40 war die Substanz kristallisiert, und sowohl im Labor von Karl Link als auch in den Forschungslaboratorien der pharmazeutischen Industrie machte man sich an die Synthese geeigneter therapeutischer Kandidaten. M. A. Stahmann, Studies on the hemorrhagic sweet clover disease, 1941

29 Bilder und Textinformation aus: Haas S, Müller-Gerardy G, Altes und Neues über die Thrombose, © Bayer Vital 2008 Das ideale Antithrombotikum


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