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Unterstützungsangebote des SRK für Sozialdienste im Spital

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Präsentation zum Thema: "Unterstützungsangebote des SRK für Sozialdienste im Spital"—  Präsentation transkript:

1 Unterstützungsangebote des SRK für Sozialdienste im Spital
Sibylle Bihr Schweizerisches Rotes Kreuz Departement Gesundheit und Integration SFSS Tagung, , Teil II

2 Migrationsbevölkerung in der Schweiz
Heterogene Gruppe Unterschiedliche Gründe der Einwanderung Verschiedene Migrationswege Verschiedene Herkunftsländer Unterschiedliche Aufenthaltsberechtigungen in der Schweiz Unterschiedliche Lebenswelten und –bedingungen in der Schweiz

3 Bevölkerung mit Migrationshintergrund
«Umfasst alle Personen – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – mit im Ausland geborenen Eltern, die entweder einmal selbst aus dem Ausland zugewandert sind (Migrantinnen und Migranten) oder in der Schweiz als Nachkommen von Migrantinnen und Migranten geboren wurden.» Quelle: BfS 2010

4 Ausländische Bevölkerung nach Migrationsstatus
Mein persönliches Beispiel nennen zur Erklärung Migrant/1.Gen, Kind mit Migr.hintergrund/2.Gen.

5 Ständige ausländische Wohnbevölkerung (BFS 2015)
1’998’500 AusländerInnen = 24,3% der Gesamtbevölkerung 85,1% der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung der Schweiz besitzen die Staatsangehörigkeit eines europäischen Staates; davon die zwei Dritten eines Mitgliedstaates der EU oder der EFTA. Italienische Staatsangehörige stellen weiterhin die stärkste Ausländergruppe (16,1%). Es folgen Staatsangehörige aus Deutschland (15,1%), Portugal (13,1%) und Serbien (5,2%). Die Verschiebung zu Gunsten geografisch weiter entfernter Herkunftsländer setzt sich fort. Der Anteil der Staatsangehörigen eines aussereuropäischen Landes hat sich seit 1980 fast verdoppelt und liegt heute bei knapp 14,8%. © Departement Gesundheit und Integration

6 Aufenthaltsstati von MigrantInnen
asylrechtlicher Status Ausweis für Asylsuchende (N) Ausweis für vorläufig aufgenommene Ausländer (F) Ausweis für Schutzbedürftige (S) ausländerrechtlicher Status Aufenthaltsbewilligung (B EU/EFTA oder B) Niederlassungsbewilligung (C EU/EFTA oder C) Kurzaufenthaltsbewilligung (L EU/EFTA oder L) Grenzgängerbewilligung (G EU/EFTA oder G) B  an Arbeitserlaubnis/Vertrag gebunden oder an Zivilstand (Heirat). Jährliche Erneuerung C  unbeschränkter Aufenthalt in CH, Rechtsanspruch auf Verlängerung und Familiennachzug L  Berechtigung für Ausländer, sich zur Erwerbstätigkeit oder WB/Studium für befristete Zeit 4-18 Mon.) in der CH aufzuhalten (Saisoniers) G  wohnhaft im angrenzenden Ausland, arbeiten in der CH N  nur für die Dauer des Asylverfahrens, keine eigentliche Aufenthaltsbewilligung. Nach Anerkennung als Flüchtling erhält man dann B-Ausweis F  keine eigentliche Aufenthaltsbewilligung, sondern Bestätigung, dass Person in der CH vorläufig aufgenommen wurde (“Lösung” für nicht durchführbare Ausschaffungen, z.B. wegen anhaltender Kriegswirren im Heimatsland oder wegen fehlender Papiere S  Dieser Ausweis berechtigt zum vorläufigen Aufenthalt in der Schweiz, jedoch weder zum Grenzübertritt noch zur Rückkehr in die Schweiz. Aus der Gültigkeitsdauer kann kein Anwesenheitsrecht abgeleitet werden. Sans Papiers  Anlaufstelle (AFK!) , Recht auf med. Versorgung! Sans-Papiers © Departement Gesundheit und Integration

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8 KEINE Landessprache und KEIN Englisch
50’ ’000 150’ ’000 >250’000 (> 8 Millionen EinwohnerInnen)

9 1. Problemfeld: Kommunikation und Verständigung
Geschätzt 200‘000 allophone Personen Zwischen 12 und 45 Prozent können ihre eigenen Anliegen der Ärztin/ dem Arzt nicht verständlich machen. Oder sie verstehen ärztliche Informationen nur ungenügend Interkulturelles Dolmetschen Dolmetscher vor Ort / Nationaler Telefondolmetschdienst (24h) Pro Jahr mehr als 215‘000 Dolmetschstunden Bedarf Nicht alle Gesundheitseinrichtungen nehmen bestehende Dolmetschangebote in Anspruch Finanzierung nicht geregelt Wie viele in der Schweiz wohnhafte Personen sind allophon? (verstehen keine Landessprache und kein Englisch?) Geschätzt 200‘000 allophone Personen sprechen und verstehen keine Landessprache und kein Englisch Je nach Herkunftsgruppe können zwischen 12 und 45 Prozent der befragten Personen ihre eigenen Anliegen der Ärztin bzw. dem Arzt nicht verständlich machen. Oder sie verstehen ärztliche Informationen nur ungenügend Bei Asylsuchenden ist es die Mehrheit der Befragten. Ungenügende Verständigung hat Einfluss auf: informed consent (informierte Einwilligung) adäquate Behandlungsqualität compliance

10 Dolmetschen im Gesundheitsbereich

11 Telefondolmetschdienst
Der Nationale Telefondolmetschdienst bietet telefonische Übersetzungen in mehr als 50 Sprachen an. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr kann innerhalb weniger Minuten eine professionelle Übersetzung sichergestellt werden. Eine Minute kostet CHF 3.-. Er wird im Rahmen des Programms Migration und Gesundheit  des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unterstützt.

12 Fremdsprachige ÄrztInnen

13 2. Problemfeld: Zugang zum Gesundheitssystem
Ungeregelter oder unsicherer Aufenthaltsstatus ca. 80’000 Sans Papiers Krankenversicherung obligatorisch trotzdem oft unversichert Neben der Sprache gibt es noch weitere migrationsbedingte Faktoren, die den Zugang zum Gesundheitsystem erschweren: In der Schweiz leben schätzungsweise 80’000 Sans Papiers verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschliessen trotzdem oft unversichert (Gründe z.B.: hohe Kosten, teilweise keine Prämienverbilligung)

14 Hinweis auf das Durchklicken: Deutsch, dann auf den Kanton -> gibt Angabe zum bestehendem Angebot, zb meditrina in ZH (SRK Kt. ZH) oder Med. Grundversorgung in Bern (afk SRK). In Lausanne und Genf sind die sogenannten «Unité pour les vulnérables» in den Spitälern CHUV und HUG integriert.

15 Hinweis überweisung an afk…./ lange Wartezeiten…. Spezielles Angebot für Kinder SRK ist daran, Projekt aufzubauen für UMA /TmF….und Bildung

16 3. Problemfeld: Sozioökonomische Lage
Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung hat niedriges Bildungs- und Einkommensniveau Folgen Mehr Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt mehr chronische Erkrankungen Übergewicht und ungünstigeres Gesundheitsverhalten Lebenserwartung Unterschied - mit Tertiärausbildung / ohne nachobligatorische Bildung: 7 Jahre bei Männern / 3 Jahre bei Frauen. Geringer Teil der Migrationsbevölkerung in oberen Einkommens- und Bildungsklassen, der grössere Teil niedrigeres Bildungs- und Einkommensniveau, mehr Armut und Arbeitslosigkeit als Einheimische. Lebenserwartung: Unterschied zwischen einer Person mit Tertiärausbildung und einer Person ohne nachobligatorische Bildung beträgt 7 Jahre bei Männern und 3 Jahre bei Frauen. Riskikofaktoren bei sozial benachteiligten Gruppen Mehr Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt mehr chronische Erkrankungen Übergewicht und ungünstigeres Gesundheitsverhalten eine tiefe soziale Stellung ist –wie bei den einheimischen auch – ein bedeutender Risikofaktor für schlechtere Gesundheit und weniger vorteilhaftes Gesundheitsverhalten Kummulierung der Faktoren

17 4. Problemfeld: Fehlendes Wissen und geringe Gesundheitskompetenz
Gesundheitskompetenz: Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken» Menschen mit tieferer Bildung und weniger finanziellen Mitteln haben tendenziell eine tiefere Gesundheitskompetenz Angebote werden nicht oder zu spät in Anspruch genommen. Dritte Ursache gesundheitlicher Benachteiligung eine tiefe soziale Stellung ist –wie bei den einheimischen auch – ein bedeutender Risikofaktor für schlechtere Gesundheit und weniger vorteilhaftes Gesundheitsverhalten Kummulierung der Faktoren

18 5. Problemfeld: Ausgestaltung des Gesundheitssystems
Angebote der Gesundheitsversorgung berücksichtigen Bedürfnisse von MigrantInnen oder/und sozial benachteiligten Personen zu wenig. Es fehlen strategische Konzepte auf betrieblicher Ebene Ungenügende Koordination der vorhandenen Angebote Lücken in Aus- und Weiterbildung der Fachpersonen eine tiefe soziale Stellung ist –wie bei den einheimischen auch – ein bedeutender Risikofaktor für schlechtere Gesundheit und weniger vorteilhaftes Gesundheitsverhalten Kummulierung der Faktoren

19 Swiss Hospitals for Equity – ehemals migrant friendly hospitals
Klick auf Über uns -> teilnehmende Spitäler. Dort ist ersichtlich, wo die Kommission für Diversität angegliedert ist im jeweiligen Spital und welche Massnahmen umgesetzt wurden. Jedes Spital hat eigene Schwerpunkte gesetzt.

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21 1. Januar 2013 Hier steht der Name der Präsentation

22 Neu ab 2017 Was macht das SRK? Ich möchte dies anhand von einigen Projekten aus dem Bereich Gesundheitsförderung des SRK zeigen. Meine Auswahl ist selektiv. Verschiedenen lokale, nationalen und kantonalen Akteure sind in diesem Bereich sehr aktiv. Internetplattform 350 mehrsprachige Broschüren von über 110 Institutionen. 35’000 Nutzer/innen pro Jahr.

23 migesInfo: Anwendungsbeispiel
350 Infos: Broschüren, Flyer, Filme, usw. zu verschiedenen Themen

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25 www.migesplus.ch - das Webportal zu Migration und Gesundheit
Zielgruppe Fachpersonen: Verschiedene Angebote und Dienstleistungen, um Fachpersonen in ihrer Arbeit mit MigrantInnen zu unterstützen Wir haben in den vergangenen Jahren immer weitere Angebote entwickelt

26 www.migesplus.ch - das Webportal zu Migration und Gesundheit
Zielgruppe Fachpersonen: Wegweiser Info Beratung Triage Via Newsletter und Facebook aktuell informiert über neue Publikationen und Veranstaltungen

27 SRK: Gesundheitswegweiser Schweiz www.migesplus.ch
erhältlich in 18 Sprachen 2011: 3. vollständig überarbeitete Auflage Inhalte: Gesundheitsvorsorge Krankenversicherungen, Unfallversicherung, IV Medizinische Versorgung Rechte und Pflichten als Patientin, Patient Hinweise für Personen aus dem Asylbereich und Personen ohne Aufenthaltsrecht 27 27

28 www.migesplus.ch - das Webportal zu Migration und Gesundheit
Zielgruppe Fachpersonen: Dienstleistungen für Fachleute und Institutionen Das Angebot für Fachpersonen wurde in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut

29 Informationen für Ärztinnen und Ärzte zu Migration und Gesundheit
migesExpert Informationen für Ärztinnen und Ärzte zu Migration und Gesundheit Kommunikation!!! - Verschiedene Formen von Dolmetschen - Zusammenarbeit beim Dolmetschen - Argumente fürs Dolmetschen - Finanzierung - Dolmetschende finden - Mehrsprachige Fachpersonen finden Weitere Übersetzungstools Patientengespräche > Anamnese…migrationssensitiv

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31 Gesundheits-organisationen
Medien der Migrationsbevölkerung MigrantInnen-Medien SRK Gesundheits-organisationen Brückenfunktion zwischen MigrantInnenmedien und fördert die Distribution von Gesundheitsinformationen mittels Medien der Migrationsbevölkerung

32 Medien der Migrationsbevölkerung
Ca. 35 etablierte und regelmässig erscheinende MigrantInnenmedien in der Schweiz Erreichen 150’000 bis 250’000 Leserinnen und Leser (die Neue Zürcher Zeitung NZZ erreicht 263’000) Produziert von MigrantInnen für MigrantInnen Redaktion in der Schweiz, mit Bezug zur Schweiz Oft in Migrationssprachen, teilweise auch in die Landessprachen übersetzt. Mainstreammedien aus den Herkunftsländern werden nicht erfasst.

33 Smartphone-News-Apps

34 migesEdu.ch Bildung und Beratung: Transkulturelle Kompetenz
Bildungsangebote für Fachpersonen: Transkulturelle Kompetenz und Diskriminierungsschutz Coaching und Organisationsentwicklung: Öffnung von Institutionen für Migrantinnen und Migranten Unterrichtsmaterial (E-Learnings, Toolboxen/Lehrmittel) SRK macht Bildungsveranstaltungen. Themen sind TKK, Organisationsentwicklung hinsichtlich einer migrationsgerechten Ausgestaltung von Angeboten, usw.

35 Traumatisierte minderjährige Flüchtlinge Vernetzungsplattform für Fachpersonen
Neu 2017 Webplattform für Begleitpersonen von minderjährigen Asylsuchenden Therapieangebote Freizeitangebote Beratung Bildung Entwicklung von Bildungsunterlagen Webplattform im Rahmen Gesamtprojekt: -

36 Abschluss – was nehme ich mit?
Welche Angebote haben Sie bereits gekannt? Welche Angebote möchten Sie in Zukunft nutzen? Was nehmen Sie mit in ihren Berufsalltag? Haben Sie noch Fragen oder Bemerkungen? Webplattform im Rahmen Gesamtprojekt: -

37 Links migesplus.ch – Portal Migration und Gesundheit
, Dolmetschen im Gesundheitsbereich / Umgang im Trialog: Nationaler Telefon-Dolmetschdienst eLearnings «Interaktion und Qualität» (www.elearning-iq.ch) Kostenloses, registrierungsfreies eLearning für den professionellen Umgang mit Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund «Transkulturelle Kompetenz» Einführung zum Thema für Pflegefachpersonen (kostenlos) «Rassistische Diskriminierung im Gesundheitsbereich» Richtet sich an Fachpersonen im Gesundheitsbereich (kostenpflichtig) Deutsch: https://www.redcross.ch/de/elearnings Französisch: https://www.redcross.ch/fr/formation-en-ligne 4. Film «Verstehen kann heilen»


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