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Training 2 Burnout, Sekundäre Traumatisierung und Selbstfürsorge

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Präsentation zum Thema: "Training 2 Burnout, Sekundäre Traumatisierung und Selbstfürsorge"—  Präsentation transkript:

1 Training 2 Burnout, Sekundäre Traumatisierung und Selbstfürsorge
Fokus auf Euch Burnout + sekundäre Traumatisierung Selbstfürsorge – was kann man für sich tun

2 Herzlich Willkommen! Training im Kontext eines Masterseminars für Psychologiestudierende erstellt. Seminarleitung: Univ.-Prof. Dr. Jens Blechert, Klinischer & Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Professor für Gesundheitspsychologie, Univ. Salzburg Dr. Simone Lindorfer, Medica Mondiale, Traumatherapeutin in Salzburg, Langjährige Erfahrung in Flüchtlingscamps in Afrika und Afghanistan Unser Ziel ist es, Ihnen Wissen zu Traumafolgestörungen sowie Burnout und Selbstfürsorge zu vermitteln und Sie somit in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Aber: wir sind die Theoretiker, Sie die Praktiker daher: viel Austausch! Fragen bitte bei Diskussionsteilen Alle Unterlagen werden gestellt, Präsentation bald verfügbar unter https://academics4refugees.wordpress.com/

3 Überblick Belastungen bei Helfenden Was ist Burnout?
Rückmeldung von Fragebogenergebnissen Sekundäre Traumatisierung Psychohygiene & Selbstfürsorge Immer wieder Diskussionsblocks Anhang, Ergänzungen zum letzten Mal, konkrete Adressen

4 Themensammlung: Was belastet Sie in ihrer Arbeit?
Heute ist Fokus auf Ihnen – letztes Mal auf Flüchtlingen – wie geht es denen.

5 Themen von Helfern Selbstschutz und Abgrenzung: Körperliche Sicherheit Schuldgefühle: „mir geht’s so gut, denen nicht“ „Wenn ich es nicht mache macht es niemand“ Körperliche Überanstrengung Grübeln/Ständige Beschäftigung mit Thema Abspaltung: wie können Andere nur ignorieren und weitermachen wie bisher Sinnlosigkeit: gesetzliche Regelungen/administrative ‚Loops‘  Arbeit dadurch zunichte gemacht Frustration über Medienberichterstattung: v.a. Soziale Medien, „Übermacht der Vorurteilsmasse“ Miterleben von (Re)traumatisierungen: Auseinanderreißen von Familien, Nicht-Information, unwürdige Behandlung (Schreiende Soldaten) Anerkennung: niedrig bei Profis (Polizei, Militär) Niedrig z.T. auch bei Freiwilligen/kontroverses Feedback aus der Bevölkerung (Brüche in Familien) Sekundäre (stellvertretende) Traumatisierung Illegal/unerwünscht sein & helfen Blechert, J. (2016). Psychische Störungen & Interventionen: Traumafolgestörungen. Seminarpräsentation.

6 BURNOUT

7 Definition Burnout ist „ein Syndrom emotionaler Erschöpfung,
Depersonalisierung (Zynismus, Dehumanisierung) und reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit, das bei Individuen, die in irgendeiner Weise mit Menschen arbeiten, auftreten kann.“ Beispiele: emotionale Erschöpfung: „Nach meiner Arbeit in der Asylunterkunft bin ich völlig fertig!“ Depersonalisierung: „Mittlerweile behandle ich Flüchtlinge wie unpersönliche Objekte oder Nummern.“ reduzierte Leistungsfähigkeit: „Egal wie sehr ich mich anstrenge, ich bin kaum mehr effektiv.“ Maslach, C., Jackson, S. E., & Leiter, M. P. (1981). Maslach Burnout Inventory: MBI. Consulting Psychologists Press.

8 Definition Affekt (Gefühle) Erschöpfung Distress Unruhe Anspannung
Kognition gesunkene Motivation dysfunktionale Einstellungen Verhalten verringerte Effektivität Dysfunktiona-les Verhalten in der Arbeit Burisch, M. (2014). Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung, 3, S.22.Schaufeli, W., & Enzmann, D. (1998). The burnout companion to study and practice: A critical analysis. CRC press.

9 Verlauf Warnsymptome der Anfangsphase Reduziertes Engagement
Schuldzu-weisungen, emotionale Reaktionen Abbau Verflachung Psychosomatische Reaktionen Verzweiflung 1: Vermehrtes Engagement, Idealisierung, Gefühl der Unentbehrlichkeit, Erschöpfung, Müdigkeit 2: Desillusionierung, Rückzugshaltung, Distanz, Kontaktvermeidung, Dehumanisierung, Empathieverlust 3: Depression, Schuldgefühle, Kontrollverlust und Hilflosigkeit, Apathie, Pessimismus, Abstumpfung, Aggression, Vorwürfe, defensive Haltung 4: Leistungsabfall, Konzentration, Gedächtnis, Ungenauigkeit, Desorganisation, Fehler 5: Gleichgültigkeit, Eigenbrötelei, Desinteresse, Meidung von Kontakten 6: Immunsystem, Schlafstörungen, sexuelle Probleme, Unfähigkeit sich zu entspannen, Konsum von Stimulantien 7: Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Selbstmordabsichten, innere Kündigung Domnowski, M. (2010). Burnout und Stress in Pflegeberufen: mit Mental-Training erfolgreich aus der Krise. Schlütersche, S. 97ff. Mäkikangas, A., & Kinnunen, U. (2016). The person-oriented approach to burnout: A systematic review. Burnout Research, 3(1),

10 Ursachen “P-O-Fit” Arbeitsplatzbedingungen Persönlichkeitsfaktoren Gesellschaftliche Faktoren Typ-A Persönlichkeit (= Ungeduld, Ruhelosigkeit, Ehrgeiz, Wettbewerbsstreben, Ärger, Feindseligkeit, Neigung alles kontrollieren zu müssen) + Narzissmus Typ-D Persönlichkeit (= negative Emotionen, soziale Gehemmtheit, Unsicherheit, Ängstlich) +Helfersyndrom Mangel an Belastbarkeit und Konfliktkompetenz Ungünstige Betreuungssituation Unzureichende Organisation Personalmangel & Überstunden Lange, intensive Kontake mit ernsten Problemen der Klienten Wenig Erfolgserlebnisse Körperliche Anstrengung Mangelnde Berufsattraktivität Hohe Erwartungen an die Rolle Schwache soziale Strukturen Verlust des Vertrauens in Institutionen Domnowski, M. (2010). Burnout und Stress in Pflegeberufen: mit Mental-Training erfolgreich aus der Krise. Schlütersche, S.17, 105ff. Geuens, N., Braspenning, M., Van Bogaert, P., & Franck, E. (2015). Individual vulnerability to burnout in nurses: The role of type D personality within different nursing specialty areas. Burnout Research, 2(2), Scherer, L. L., Allen, J. A., & Harp, E. R. (2016). Grin and bear it: An examination of volunteers’ fit with their organization, burnout and spirituality. Burnout Research, 3(1), 1-10. Schwarzkopf, K., Straus, D., Porschke, H., Znoj, H., Conrad, N., Schmidt-Trucksäss, A., & von Känel, R. (2016). Empirical evidence for a relationship between narcissistic personality traits and job burnout. Burnout Research, 3(2),

11 Diskussion Haben Sie sich schon mal näher mit Burnout befasst? In der Arbeit oder Privat? Kennen Sie diese oder ähnliche Gedanken bei sich selbst oder bei anderen? Wie würden Sie reagieren, wenn Sie diese Probleme bei einer Kollegin oder einem Kollegen beobachten würden? Wie würden Sie bei sich selbst reagieren? Haben Sie sich schon mal näher mit Burnout befasst? In der Arbeit oder Privat? Kennen Sie diese oder ähnliche Gedanken bei sich selbst oder bei anderen? Wie würden Sie reagieren, wenn Sie diese Probleme bei einer Kollegin oder einem Kollegen beobachten würden? Wie würden Sie bei sich selbst reagieren?

12 Burnout Scale Code Wert HE06 AJ07 RM03 AM07 KM03 CK06 RA06 GC04 AM08
18 AJ07 27 RM03 AM07 22 KM03 12 CK06 16 RA06 14 GC04 30 AM08 AG02 MC07 13 MA10 15 CK07 JH04 SR02 SA12 33

13 Burnout Scale Code Wert HE06 AJ07 RM03 AM07 KM03 CK06 RA06 GC04 AM08
18 AJ07 27 RM03 AM07 22 KM03 12 CK06 16 RA06 14 GC04 30 AM08 AG02 MC07 13 MA10 15 CK07 JH04 SR02 SA12 33 Hoch > 42 Mittel > 22 & < 42 Niedrig < 22

14 Stressbeschleuniger - Selbsttest

15 Habe hohe Ansprüche! Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06
RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02

16 Mache keine Fehler, sonst bist du ein Versager!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02 2

17 Sei anerkannt und beliebt!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02

18 Mache dich für Misserfolge verantwortlich!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02

19 Bitte niemals um Hilfe & Unterstützung!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02

20 Scheue Unsicherheit und Risiko!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02

21 Probleme sind schlimm! Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06
RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 SR02 2

22 Andere sollten deinen Erwartungen entsprechen!
Code Wert HE06 3 AJ07 RM03 4 AM07 6 KM03 1 CK06 RA06 GC04 AM08 5 AG02 MC07 MA10 CK07 JH04 2 SR02

23 Zusammenfassung Stressbeschleuniger Mittelwert Habe hohe Ansprüche!
2,92 Andere sollten deinen Erwartungen entsprechen! 2,79 Mach dich für Misserfolge verantwortlich 2,58 Sei anerkannt und beliebt! 2,13 Mach keine Fehler, sonst bist du ein Versager! 0,90 Bitte niemals um Hilfe und Unterstützung! 0,54 Probleme sind schlimm! Scheue Unsicherheit und Risiko! 0,29

24 Sekundäre Traumatisierung

25 Definition Killian (2008) Psychologische Effekte traumatischer Ereignisse reichen weiter, als nur bis zu den primär traumatisierten Personen! Wiederholte + dauerhafte Beschäftigung mit Personen, die an Posttraumatischen Stresssymptomen leiden, kann zu sekundärer (stellvertretender) Traumatisierung führen → evtl. sogar PTBS - Symptome  Querverbindung Traumakriterium: Bisher Berufsbedingtheit Kriterium für Trauma, aber: Live-Beispiele (von ‚meinem‘ Flüchtling) + Bilder/Hiobsbotschaften z.B. im Fernsehen = evtl. PTSD-Symptomatik  Unterschied zwischen selbst erlebt und weitergegeben verschwimmt langsam ⇒ auch als Beziehungsmüdigkeit (‘compassion fatigue’) bezeichnet ⇒ Gegenteil ist ‘compassion satisfaction’: Gefühl des Lohns, der Wirksamkeit, Kompetenzgefühl Killian, K.D. (2008). Helping Till It Hurts? A Multimethod Study of Compassion Fatigue, Burnou, and Self-Care in Clinicians Working with Trauma Survivors. Traumatology, 14(2),

26 Symptome Vermeidungsverhalten/Gefühllosigkeit, z.B.
 Symptome von Intrusion, z.B. Von den traumatischen Geschichten der KlientInnen träumen Plötzlich sich aufdrängende Gedanken an den Klienten/ die Klientin, während man versucht, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Vermeidungsverhalten/Gefühllosigkeit, z.B. Verabredungen mit dem Klienten/der Klientin werden vergessen Unfähigkeit, Spass an der Arbeit zu haben Gefühle von Feindlichkeit und Misstrauen gegenüber KollegInnen, die man zuvor mochte Verlust von Interesse an Tätigkeiten oder Beziehungen außerhalb der Arbeit Verlust an (Selbst-)Vertrauen, z.B. Sich völlig anders fühlen im Vergleich zu Menschen, die nicht die gleiche Art von Arbeit tun Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung Ständige Gedanken haben, betrogen, getäuscht oder ausgebeutet zu werden Andauernde Übererregtheit, z.B. Unruhe, Konzentrationsprobleme Gestörter Schlaf Probleme mit Verdauung, Atemprobleme, Kopfschmerzen etc.

27 Unterscheidung Burnout / sekundäre Traumatisierung
eher Affektstörung  vgl. Depression bei jeder Art von Arbeit möglich Entstehung durch erhöhte Arbeitsbelastung  berufsbedingtes Belastungssyndrom beginnt schleichend keine Intrusionen / kein Wiedererleben Sekundäre Traumatisierung eher Angststörung  vgl. PTBS vorwiegend bei der Arbeit mit traumatisierten Personen Entstehung durch Konfrontation mit Traumata  keine ausschließlich berufsbedingte Pathologie kann plötzlich auftreten dissoziative Verarbeitung der „Arbeitsinhalte“ Figley, Ch. R. (2002b): Epilog. In: Figley, Ch.: Treating Compassion Fatigue. Psychology Stress Series. Routledge Taylor & Francis Group:New York and London, 1-14, , Hudnall Stamm, B. (Hrsg.) (2002): Sekundäre Traumastörungen. Wie Kliniker, Forscherund Erzieher sich vor traumatischen Auswirkungen ihrer Arbeit schützen können. Junfermann Verlag: Paderborn, 7-32; Lemke, J. (2008): Sekundäre Traumatisierung. Klärung von Begriffen und Konzepten der Mittraumatisierung. Asanger Verlag: Kröning, 2. Auflage ; Pryce, J. G., Shackelford, K. K., Pryce, D. H. (2007): Secondary Traumatic Stress and the Child Welfare Professional. Lyceum Books, Inc.: Chicago and Illinois

28 Diskussion Wussten Sie bereits über sekundäre Traumatisierung bescheid? Denken Sie, dass bei Ihrer Tätigkeit die Gefahr einer sekundären Traumatisierung besteht? Haben Sie schon mal Ähnliches erlebt? Gibt es in Ihrer Institution Ansprechpersonen, an die Sie sich wenden können? Wussten Sie bereits über sekundäre Traumatisierung bescheid? Denken Sie, dass bei Ihrer Tätigkeit die Gefahr einer sekundären Traumatisierung besteht? Haben Sie schon mal Ähnliches erlebt? Gibt es in Ihrer Institution Ansprechpersonen, an die Sie sich wenden können

29 Secondary Trauma Scale
Code Wert HE06 18 AJ07 22 RM03 19 AM07 KM03 CK06 RA06 GC04 26 AM08 15 AG02 MC07 17 MA10 CK07 23 JH04 SR02 SA12 38 Niedrig < 22 Mittel > 22 & < 42

30 Secondary Trauma Scale
Code Wert HE06 18 AJ07 22 RM03 19 AM07 KM03 CK06 RA06 GC04 26 AM08 15 AG02 MC07 17 MA10 CK07 23 JH04 SR02 SA12 38 Hoch > 42 Mittel > 22 & < 42 Niedrig < 22

31 Compassion Satisfaction
Code Wert HE06 40 AJ07 38 RM03 41 AM07 46 KM03 48 CK06 45 RA06 GC04 30 AM08 37 AG02 49 MC07 MA10 CK07 43 JH04 SR02 SA12

32 Compassion Satisfaction
Code Wert HE06 40 AJ07 38 RM03 41 AM07 46 KM03 48 CK06 45 RA06 GC04 30 AM08 37 AG02 49 MC07 MA10 CK07 43 JH04 SR02 SA12

33 Was tun Sie für sich? Was hilft Ihnen, mit dem Stress in der Arbeit umzugehen? Was würden Sie Ihren KollegInnen raten? Wie schaffen Sie es, sich von Ihrer Arbeit abzugrenzen? Unter welchen Umständen gelingt Ihnen die Abgrenzung nicht? Was hilft Ihnen, mit dem Stress in der Arbeit umzugehen? Was würden Sie Ihren KollegInnen raten? Wie schaffen Sie es, sich von Ihrer Arbeit abzugrenzen? Unter welchen Umständen gelingt Ihnen die Abgrenzung nicht?

34 Psychohygiene & Selbstfürsorge

35 Arten der Psychohygiene Reddemann (2003)
Individuell persönliche Psychohygiene physisch: Schlaf, Ernährung, Bewegung psychophysisch: Entspannung, Balance, Naturkontakt, Meditation Distanzierungstechniken/EMDR bei Intrusionen kreativer Ausdruck ausgleichende Aktivitäten Spiritualität, Humor sozial: Unterstützungsnetz schöne Umgebung wenig zusätzlich Belastendes im Alltag Professionelle Psychohygiene Setzen von Grenzen Supervision Erholungszeiten Soziale Psychohygiene Wertesystem, Supervision am Arbeitsplatz kollegiale Unterstützung Gesetze, soziales Klima Fachgesellschaften, Netzwerke Reddemann (Luise): 3 Arten der Psychohygiene  Begriff mit Inhalt füllen Den meisten Leuten ist es klar, was man machen kann – es macht nur keiner

36 Konkrete Tipps für den Alltag
Erzählungen und Geschichten der Klienten nicht bildlich vorstellen Arbeit und Privatleben auseinander halten z. B. durch Wechseln der Kleidung zu Hause durch bewusstes Schließen der Türe, wenn man die Arbeit verlässt durch gedankliches „die Arbeit hinter sich lassen“

37 Was kann ICH für MICH tun?
Schritte zur Selbstfürsorge (Saakvitne & Pearlman, 1996; Meichenbaum) Awareness Balance Connection Sich selbst beobachten, wie geht es mir? Sich selbst bremsen. Ausgleich schaffen, Pausen einlegen, Dinge für sich selbst tun: Sport, Entspannung, Meditation. ABC der Selbstfürsorge Alles wichtig – Bezug auf Helfer Urlaub GANZ WICHTIG: Hier fehlt beim Saakvitne & Pearlman-Modell noch, dass das alles auf 3 Ebenen stattfinden muss: persönliche, professionelle und organisationelle Selbstfürsorge. Es geht nicht nur darum, dass es einzelne in ihrem privaten Umfeld machen, sondern auch in der beruflichen Praxis (professionell) und in den Organsations-Arbeitsprozessen muss Selbstfürsorge stattfinden. Es hilft nichts, wenn man Sport macht und sich bewußt ist, was einem hilft, aber die Organisation beutet einen weiterhin aus und erlaubt keine Grenzen! Geselliger Umgang Emotionale Unterstützung durch Kollegen Einhalten von Pausen im Arbeitstag Lesen wichtiger Fachliteratur Emotionale Unterstützung durch Freunde/Familie Musikhören Verbindungen mit anderen Mitarbeitern, Familie, Freunde Spiritualität - Vorstellungen verändern/ Erwartungen. Transforming the Pain: A Workbook on Vicarious Traumatization. Saakvitne, Pearlman & Staff of TSI/CAAP (Norton, 1996) Meichenbaum, D. (2007). Self-care for trauma psychotherapists and caregivers: Individual, social and organizational interventions. In 11th Annual Conference of the Melissa Institute for Violence Prevention and Treatment of Victims of Violence, Miami, FL. Retrieved from melissainstitute. org/documents/Meichenbaum_SelfCare_11thconf pdf. Stamm, B. H. (2002). Sekundäre Traumastörungen. Wie Kliniker, Forscher und Erzieher sich vor traumatischen Auswirkungen ihrer Arbeit schützen können. Jungfermann.

38 Was kann meine Institution für mich tun?
organisatorische Ebene professionelle Ebene persönliche Ebene Was kann meine Institution für mich tun? WICHTIG! Fürsorge auf 3 Ebenen: Organisationelle Selbstfürsorge: Organisationspolicies, in denen Pausen und Überarbeitungsphasen geregelt sind geregelte Arbeitsstrukturen und –rollen in der Organisation mit klaren Grenzen Seminare zum Thema Stress-Prävention für Freiwillige Professionelle Fürsorge: Abwechslung von emotional anstrengenden und eher reizarmen (z. B. administrativen) Aufgaben, regelmäßige Fallsupervision, Teamsupervision, Fortbildungen Außerdem: Urlaub Geselliger Umgang Emotionale Unterstützung durch Kollegen Einhalten von Pausen im Arbeitstag Lesen wichtiger Fachliteratur Emotionale Unterstützung durch Freunde/Familie Musikhören persönliche, professionelle und organisationelle Selbstfürsorge. Es geht nicht nur darum, dass es einzelne in ihrem privaten Umfeld machen, sondern auch in der beruflichen Praxis (professionell) und in den Organsations-Arbeitsprozessen muss Selbstfürsorge stattfinden. Es hilft nichts, wenn man Sport macht und sich bewußt ist, was einem hilft, aber die Organisation beutet einen weiterhin aus und erlaubt keine Grenzen! Geselliger Umgang Emotionale Unterstützung durch Kollegen Einhalten von Pausen im Arbeitstag Lesen wichtiger Fachliteratur Emotionale Unterstützung durch Freunde/Familie Musikhören

39 Forschungsergebnisse
McGarrigle & Walsh, (2011) Sozialarbeiter konnten durch 8-wöchiges Training Kompetenzen in Mindfullness, Self-care und Reflexionsvermögen stärken; Stress konnte deutlich reduziert werden → Fähigkeiten können erlernt werden und bewirken mehr eigenes Verständnis für die eigene Psyche Salloum, 2015: Stichprobe von Angestellten bei der Kinderfürsorge: Hohe Selbstfürsorge geht mit geringem Burnout und Mitgefühlserschöpfung einher Vielleicht für das Training nur zwei Forschungsergebnisse vorstellen. McGarrigle, T., & Walsh, C. A. (2011). Mindfulness, self-care, and wellness in social work: Effects of contemplative training. Journal of Religion & Spirituality in Social Work: Social Thought, 30(3), Salloum, A., Kondrat, D. C., Johnco, C., & Olson, K. R. (2015). The role of self-care on compassion satisfaction, burnout and secondary trauma among child welfare workers. Children and Youth Services Review, 49,

40 Diskussion Wie ist das in Ihrer Institution? Sind die Umstände eher förderlich oder hinderlich für Ihre Selbstfürsorge? Wie gehen Sie damit um? Was könnte man tun, um hinderliche Umstände zu verbessern? Haben Sie noch allgemeine Fragen zu den eben gehörten Inhalten? Haben Sie außerdem noch Anregungen? Hat Ihnen etwas gefehlt? Gibt es von Ihrer Seite noch offene Punkte? Haben Sie noch allgemeine Fragen zu den eben gehörten Inhalten? Haben Sie außerdem noch Anregungen? Hat Ihnen etwas gefehlt? Gibt es von Ihrer Seite noch offene Punkte?

41 Fallbeispiele Eigene Beispiele: Lesen: Zahida / Frau M.
Wie habe ich reagiert? Habe ich Selbstfürsorge betrieben? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nein, was könnte ich in Zukunft tun? Lesen: Zahida / Frau M. Diskussion: wie könnte man gesprächstechnisch mit den beiden arbeiten? Musterlösungen im Anhang!

42 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

43 Angebote in Salzburg Versorgung für Flüchtlinge
https://www.salzburg.gv.at/themen/soziales/asyl/grundversorgung/psychotherapie-fuer-fluechtlinge Integration – Angebote für Flüchtlinge Asylantrag https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/321/Seite html Sprachkurse https://einstieg.or.at/deutschkurs&menu=138 https://supportrefugees.oeh.ac.at/wp-content/uploads/2015/10/Skript_Arabisch_NEU-1.pdf

44 Jobbörse Wissenschaft für Flüchtlinge: Http://ec. europa
Informationen zu Stressbewältigung und Selbstfürsorge: Mobile Teams in der Schule interkulturelle-teams-mit/ Traumahandbuch: HCR_Traumahandbuch_WEB_neu.pdf

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