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1 Vernetzendes Denken. Vernetzendes Denken/Lernen 1) Was lässt sich vernetzen? (Vor-)wissen mit neuem Wissen Die linke mit der rechten Gehirnhälfte Fächer.

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1 1 Vernetzendes Denken

2 Vernetzendes Denken/Lernen 1) Was lässt sich vernetzen? (Vor-)wissen mit neuem Wissen Die linke mit der rechten Gehirnhälfte Fächer Ansichten, Perspektiven Fakten Verschiedene Aspekte eines Themas Lernwege und - kanäle Menschen Organisationen... Frauen und Männer 2 Theorie und Praxis

3 Girg, Ralf: Dynamische Vernetzungen - Vom Lernen in Bezügen, in 5 bis 10 Schulmagazin 9/1994 Vernetzendes Denken/Lernen Wie kann ich beim vernetzenden Lernen helfen? Arbeitsweisen Ich plane gehirngerechten, vernetzenden Unterricht. Ich unterrichte gehirngerecht, vernetzend: Zusammenhänge herstellen Perspektiven wechseln Einer Sache nachgehenEine Sache dynamisieren o Ich sehe den Wald und die Bäume. o Ich denke in Regelkreisen. o Ich plane Stunden, in denen vernetzendes Denken gefördert und gefordert wird. o Ich unterrichte fächerübergreifend. o Ich unterrichte integrativ. o Ich unterrichte projektorientiert. o Ich plane hilfreiche Stundenfragen ein. o Ich arbeite selbst mit (umsetzbaren) Arbeitstechniken. o Ich lehre diese Arbeitstechniken und fordere diese auch ein. o Ich plane Zeit für das Vernetzen ein. o Ich plane bei Probearbeiten vernetzende Aufgaben ein. o Ich vernetze mich mit anderen Profis. 3

4 Vernetzendes Denken/Lernen 1) Wie kann ich beim vernetzenden Lernen helfen? Arbeitstechniken Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit geeigneten Lern- oder Arbeitstechniken. Meine Schülerinnen und Schüler lernen, Zusammenhänge herzustellen und vernetzt zu denken: mit o sinnvollen Sätzen o Spickzetteln o Karteikarten o Lerntagebuch- einträgen o Niederschriften o … mit o Grafiken, Zeichnungen o Mindmaps o Clustern o Struktogrammen o Tabellen o Pfeilzuordnungen o … mündlich, praktisch 1.Wir stellen Bezüge her 2.Wir wechseln die Perspektiven. 3.Wir gehen einer Sache nach. 4.Wir dynamisieren eine Sache. grafisch durch o Zuordnen von Begriffskarten o Spielen mit Karteikarten o … schriftlich 4

5 Vernetzendes Lernen Worum geht es also dabei? ArbeitsweisenArbeitstechniken Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit geeigneten Lern- oder Arbeitstechniken. Ich plane gehirngerechten, vernetzenden Unterricht. Es geht also (nicht nur) um … Schlussphasen von Unterrichtsstunden Miteinander reden Vermutungen überprüfen Lernwege vergleichen Wissenswertes sammeln Wichtiges aufschreiben Positiv abschließen 5

6 Vernetzendes Denken/Lernen Lerntypen, Lernkanäle vernetzen Beispiel - 6 Lernen

7 Vernetzendes Denken/Lernen Brainwriting (Zeichnungen, Grafiken erstellen) Beispiel - 7 Lernen

8 Vernetzendes Denken/Lernen Überschriften zuordnen Lernziele kennen Sinnvolles Curriculum Neugierde kompensiert Fremdeln Neues alt verpacken Skelett vor Detail Interferenz vermeiden Erklärung vor Begriff Zusätzliche Assoziationen Viele Eingangskanäle Verknüpfung mit der Realität Wiederholung neuer Informationen Dichte Verknüpfung Beispiel Morawietz: 13 Regeln der Lernbiologie Lernspaß 8 Lernen

9 Der Lernstoff und seine Aufbereitung 13 Regeln aus der Lernbiologie von Frederic Vester - entnommen aus : Frederic Vester, "Denken, Lernen, Vergessen", Stuttgart Lernziele kennen Dem Lernenden müssen zu jedem Zeitpunkt Wert und Bedeutung eines Lernstoffs persönlich einsichtig sein. Nur dann werden Antrieb und Aufmerksamkeit geweckt, der Schüler zum Lernen motiviert, der Organismus auf »Aufnahme« gestimmt und der Inhalt sinnvoll gespeichert. Die Information wird »tiefer- verankert, weil dann über die kognitiven Verarbeitungsregionen der Gehirnrinde hinaus z. B. auch das limbische System »emotional « mitbeteiligt ist. 2. Sinnvolles Curriculum Lernstoff, dessen Nutzanwendung weder aus seiner Beziehung zur Wirklichkeit noch aus vor-hergehenden Lerninhalten einsehbar ist, wird bereits schlecht im Gedächtnis verankert (siehe oben). Zum andern ist er später wertlos, da er isoliert gespeichert und für weitere Gedankenverbindungen dann nicht verfügbar ist. Reihenfolge und Aufbau eines Themas oder Unterrichtsgebiets sind daher nach realen Lernzielen und nach ihrer Verständnisfolge zu gliedern und nicht nach historischen oder fachsystematischen Gesichtspunkten. 9

10 3. Neugierde kompensiert Fremdeln Wo Neugier, Faszination und Erwartung fehlen, wird die so wichtige Lernbereitschaft für einen zunächst fremden Stoff nicht geweckt. Vielmehr löst die Konfrontation mit dem Ungewohnten dann über das Zwischenhirn und den Sympathikus-Nerv eine direkte Stimulation von Catecholaminen - auch in bestimmten Gehirnregionen - aus, was bei geringen Stressreizen vielleicht noch das Behalten, aber nicht das Verstehen ermöglicht und bei stärkeren Reaktionen zudem die Abwehrhaltung gegen den Lernstoff zementiert. Die Konsolidierung und Verarbeitung der aufgenommenen Information kann nicht mehr erfolgen. 4. Neues alt verpacken Unbekannt = feindlich = Stress-N. Die dadurch ausgelöste negative Hormonlage blockiert wie oben erwähnt das Denken und Kombinieren und verhindert, dass sich der Stoff assoziativ verankert. Vertraute »Verpackung« mildert dagegen die Abwehr gegen das Unbekannte und vermittelt darüber hinaus durch das Gefühl des Wiedererkennens ein kleines Erfolgserlebnis, und der Trend geht in Richtung lernpositiver Hormonlage. 5. Skelett vor Detail Größere Zusammenhänge hängen selbstredend immer irgendwie mit der alltäglichen Erlebniswelt, also mit Vertrautem zusammen. Eine solche Information ist daher im Gegensatz zu den Details nie allzu fremd. Sie wird sich eher auf vielen Ebenen im Gehirn verankern können und ein empfangsbereites Netz für später angebotene Details bieten, so dass diese »saugend« aufgenommen werden. 10

11 6. Interferenz vermeiden Zusatzwahrnehmungen ähnlichen Inhalts stören oft das Abrufen der innerhalb des Ultrakurzzeit-Gedächtnisses kreisenden Erstinformation. Sie lassen diese ohne feste Speicherung abklingen und verhindern so das Behalten. Besser ist es, die Erstinformation zunächst ins Kurzzeit-Gedächtnis abzurufen, d.h. an bekannten Gedankeninhalten zu verankern, und dann erst »Variationen über das Thema« anzubieten. 7. Erklärung vor Begriff Durch eine Erklärung von Tatsachen oder Zusammenhängen (ohne noch den zu erklärenden Begriff zu nennen) werden entsprechend unserer fünften Regel bereits bekannte Assoziationsmuster geweckt, an denen dann der eigentliche neue Begriff - auf den man nun neugierig ist - fest verankert werden kann. 8. Zusätzliche Assoziationen Durch veranschaulichende Begleitinformation und Beispiele erhält eine neue Information gleichsam ein Erkennungssignal für das Gehirn. Operationale (anschauliche) Darstellung lässt weitere Eingangskanäle und sonst nicht benutzte haptische (= anfassen) und motorische Gehirnregionen mitschwingen. Das garantiert bessere Übergänge ins Kurzzeit- und Langzeit- Gedächtnis und bietet vielseitigere Möglichkeiten, die Information später abzurufen. 11

12 9. Lernspaß Spaß und Erfolgserlebnisse sorgen für eine lernpositive Hormonlage und damit für ein reibungsloses Funktionieren der Synapsen und des Kontaktes zwischen den Gehirnzellen. Daher werden mit positiven Erlebnissen verknüpfte Informationen besonders gut verarbeitet und verstanden und ebenfalls wieder vielseitig (und somit »anwendungsbereiter«) im Gedächtnis verankert. 10. Viele Eingangskanäle Den Lernstoff über möglichst viele Eingangskanäle (Sehen, Hören, Anfassen, Lesen) anbieten, einprägen und verarbeiten. je mehr Wahrnehmungsfelder im Gehirn beteiligt sind, desto mehr Assoziationsmöglichkeiten für das tiefere Verständnis werden vorgefunden, desto größer werden Aufmerksamkeit und Lernmotivation, und desto eher findet man die gelernte Information wieder, wenn man sie braucht. 11. Verknüpfung mit der Realität Den Lerninhalt möglichst viel mit realen Begebenheiten verbinden, so dass er wie in Punkt 10 »vernetzt« verankert wird. Werden reale Erlebnisse angesprochen, so wird der Lerninhalt trotz zusätzlicher Information eingängiger (Aufnahme als »Muster« statt als »lineare Folge«). Bei der anschließenden Verfestigung des Gelernten (Konsolidierung) wirkt dann die reale Umwelt als unentgeltlicher und unbemerkter »Nachhilfelehrer«, weil sie das Gelernte zum Mitschwingen bringt. 12

13 12. Wiederholung neuer Information Jeden Lernstoff in Abständen wiederholt aufnehmen. Wenn eine Information wiederholt über das Ultrakurzzeit - Gedächtnis (aber nicht innerhalb der Zeitspanne des UKG (ca. 20 s.)) aufgenommen wird, kann sie mit mehreren vorhandenen Gedächtnisinhalten assoziiert werden. Vorstellungen und Bilder werden geweckt, die die vielen Wahrnehmungskanäle eines echten Erlebnisses teilweise ersetzen und eine Einkanal-Information wenigstens innerlich zur Mehrkanal-Information machen, quasi zu einem inneren Erlebnis. 13. Dichte Verknüpfung Eine dichte Verknüpfung aller Fakten eines Unterrichts, eines Buches oder einer Aufgabe miteinander stärkt die Punkte 4, 5, 8, 10 und 11, vermittelt Erfolgserlebnisse und fördert das Behalten wie auch das kreative Kombinieren ohne zusätzlichen Aufwand. Eine solche Verknüpfung und Abstimmung gilt natürlich auch für diese dreizehn Punkte selbst. Man sollte sie für jeden praktischen Fall abwägen und mit dem jeweiligen Lerntyp in Einklang bringen. 13

14 Nachbemerkung : Informationen werden zuerst im Ultrakurzzeitgedächtnis (UKG), dann, wenn sie weiter benötigt werden, im Kurzzeitgedächtnis (KG) gespeichert, anschließend – falls erforderlich – ins Langzeitgedächtnis (LG) übertragen. Information → UKG (20s) → KG (20 min.) → LG Was bedeutet das nun speziell für unser Lernen? Bei Dingen, die wir selbst intensiv erleben, genügt ja oft eine einmalige Aufnahme zur permanenten Speicherung. Das heißt, wir können uns ein Leben lang daran erinnern. Beim Lernen dagegen, wo ein Stoff gewöhnlich nicht erlebt, sondern eben nur gehört oder gelesen wird, ist das freilich schwieriger. Wie wir wissen, sollten wir alles zu Lernende, also jede neue Information, mehrfach wiederholt aufnehmen. Sie muss wiederholt über das Ultrakurzzeit - Gedächtnis angeboten werden. Offenbar muss dabei unser Gehirn die neue Information mit bereits vorhandenen Gedächtnisinhalten assoziieren. Es muss Vorstellungen und Bilder zusammenbringen, um die vielen Wahrnehmungskanäle eines echten Erlebnisses, wie sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen, anfassen und sich bewegen, wenigstens teilweise zu ersetzen. Das heißt, wir müssen solche Ein-Kanal-Informationen dann wenigstens innerlich zu Mehr-Kanal-Informationen machen - quasi zu einem inneren Erlebnis. Und damit wird auch schon gleich der Weg für die spätere Wiederauffindung durch Assoziationen gebahnt: je mehr passende Assoziationen, je mehr Möglichkeiten einer vielfältigen Zuordnung schon da sind, um so weniger muss der Stoff gepaukt werden, und um so besser ist er aus dem Langzeit - Gedächtnis - selbst auf eine ungewohnte Anfrage hin abrufbar. 14

15 Vernetzendes Denken/Lernen Fakten in eine logische Reihenfolge bringen Beispiel Baumschäden Waldschäden füttern machen Lärm rotten Feinde (Wolf, Luchs, …) aus fressen Bäume an vermehren sich stark fliehen verbrauchen mehr Energie fressen mehr Pilze, Fäulnis Wunden gestörtes Wachstum brechen (Windbruch) Menschen Hirsche (Rotwild, Rehwild, …) Bäume 15 PCB

16 Diese Zusammenstellung entstand in einer 7. Klasse nach dem Einsatz des Films „Die Alpen schlagen zurück“. Weitere Zusammenhänge lassen sich ergänzen. Hinweise auf richtiges Verhalten ergeben sich ganz von selbst. Fakten in eine logische Reihenfolge bringen machen Lärmrotten Feinde aus Waldschäden Menschen füttern fressen mehr Jenner: täglich 5000 Touristen; mehr als Zweitwohnungen 16 PCB fliehen verbrauchen mehr Energie vermehren sich stark Wunden Pilze, Fäulnis brechen (Windbruch) fressen Bäume an Bäume gestörtes Wachstum Hirsche (Rotwild, Rehwild, …)

17 Drescher Reinhold: „Vernetzung“, in u/e 6/91 Vernetzendes Denken/Lernen Fakten filtern Beispiel Die Umwelt schonen Aufgaben der Gesellschaft Das kann ich tun: Umweltfreundliche Reinigungsmittel verwenden Keinen Müll in Gewässer (Flüsse, Seen, …) werfen FCKW-freie Sprays verwenden (Ozonkiller vermeiden) Müll vermeiden und Müll trennen Körperpflege mit giftfreien Produkten Produkte ohne Konservierungsstoffe kaufen Korb und Tasche statt Plastiktüten verwenden in Geschäften aufwändige Verpackung ablehnen im Haushalt Energie sparen Produkte in Mehrwegverpackungen bevorzugen lösungsmittelfreie Kleber und Farben verwenden im Garten Dünger gezielt verwenden (nicht überdüngen) umweltfreundliche Wasch- und Putzmittel verwenden natürlichen Dünger verwenden Holzschutz mit natürlichen Präparaten biologischen Anbau verstärken Abgase der Fabriken filtern chemische Abfälle nicht in Flüsse und Meere „verklappen“ biologisch empfehlenswerte Baustoffe verwenden Sondermüll vermeiden Ackerflächen schonend nutzen Sondermüll sachgerecht entsorgen schadstoffarme Autos bevorzugen 17 Aufgaben des Staates PCB

18 Vernetzendes Lernen Pfeilzuordnungen Beispiel Bergtourismus 18 GSE

19 Vernetzendes Denken/Lernen Eine Mindmap erstellen Beispiel Ich als LAA 19 Lernen

20 Vernetzendes Denken/Lernen Ein Cluster erstellen Beispiel Ferien 20 Deutsch

21 Vernetzendes Denken/Lernen Eine Grafik weiterentwickeln Beispiel Lernmethodik 21 Lernen methodisch lernen heißt durchdacht sinn-voll Lernstrategien entwickeln viele Sinne, mehrere Lernkanäle nutzen ideenreich Lerntechniken einsetzen planmäßig begünstigt fördert MotivationKonzentration Selbstständigkeit orientiert sich an berück- sichtigt persönliche Fähigkeiten Lernmethodik Faktoren, die das Lernen begleiten äußere innere Nach: Endres/Bernard, So ist Lernen klasse, München 1992, S. ?

22 methodisch lernen heißt durchdacht sinn-voll Lernstrategien entwickeln viele Sinne, mehrere Lernkanäle nutzen ideenreich Lerntechniken einsetzen planmäßig begünstigt fördert MotivationKonzentration Selbstständigkeit orientiert sich an berück- sichtigt persönliche Fähigkeiten Lernmethodik Faktoren, die das Lernen begleiten äußere innere Nach: Endres/Bernard, So ist Lernen klasse, München 1992, S. ? Eine Grafik weiterentwickeln 22

23 Vernetzendes Denken/Lernen Einen Paralleltext erstellen Beispiel Das Lamm und der Wolf Das Lamm und der Wolf (Aesop) Ein Lämmchen löschte an einem Bache seinen Durst. Fern von ihm, aber näher der Quelle, tat ein Wolf das gleiche. Kaum erblickte er das Lämmchen, so schrie er: »Warum trübst du mir das Wasser, das ich trinken will?« »Wie wäre das möglich«, erwiderte schüchtern das Lämmchen, »ich stehe hier unten und du so weit oben; das Wasser fließt ja von dir zu mir; glaube mir, es kam mir nie in den Sinn, dir etwas Böses zu tun!« »Ei, sieh doch! Du machst es gerade, wie dein Vater vor sechs Monaten; ich erinnere mich noch sehr wohl, dass auch du dabei warst, aber glücklich entkamst, als ich ihm für sein Schmähen das Fell abzog!« »Ach, Herr!« flehte das zitternde Lämmchen, »ich bin ja erst vier Wochen alt und kannte meinen Vater gar nicht, so lange ist er schon tot; wie soll ich denn für ihn büßen.« »Du Unverschämter!« so endigt der Wolf mit erheuchelter Wut, indem er die Zähne fletschte. »Tot oder nicht tot, weiß ich doch, dass euer ganzes Geschlecht mich hasset, und dafür muss ich mich rächen.« Ohne weitere Umstände zu machen, zerriss er das Lämmchen und verschlang es. Das Gewissen regt sich selbst bei dem größten Bösewichte; er sucht doch nach Vorwand, um dasselbe damit bei Begehung seiner Schlechtigkeiten zu beschwichtigen. 23 Deutsch

24 ( ) Vernetzendes Denken/Lernen Spickzettel, Merkzettel, Karteikarte „Fürs Lernen wollte ich schon in der Schulzeit nicht zu viel Zeit opfern. Also habe ich mir Spickzettel angefertigt. Mit der Zeit wurden sie immer raffinierter und effektiver. Das Verblüffende: Das Zettel-Anfertigen half mir beim Lernen. So effizient, dass der Spicker selbst am Ende völlig überflüssig wurde. Trotzdem habe ich bis heute nicht aufgehört, mit Spickzetteln zu arbeiten. Denn sie sind eine der besten Lernmethoden. Ob bei Bewerbungen, im Job, für Reden, Vorträge, Präsentationen oder Workshops – immer wenn es darum geht, einen Inhalt auf das Wesentliche zu reduzieren und zu präsentieren, hilft das Anfertigen eines Notizzettels. Das Anfertigen eines Spickzettels erfordert alles Wichtige, um einen Stoff effektiv zu lernen: Auf die Kernaussagen fokussieren, einen umfassenden Inhalt auf das Wesentliche reduzieren, ihn strukturieren, übertragen und wiederholen. Was muss ich wirklich notieren, wie kann ich einen Inhalt kürzer ausdrücken?“ (Matthias Böhme, Lerntrainer) Beispiel Kurzreferat 24 Lernen

25 Nach Vester, Fr Vernetzendes Lernen Beziehungsgefüge - logische Sätze formulieren Je mehr …, desto Je weniger …, desto Je schneller …, desto Je eher …, desto Je genauer …, desto Je langsamer …, desto Beispiel Fuchs und Hase Wenn …, dann Wenn nicht …, dann Je schneller der Fuchs läuft, Je mehr Hasen er fängt, Je dicker und träger er wird, Je weniger Hasen er fängt, Je dünner er wird, Je schneller er läuft … desto mehr Hasen fängt er. desto dicker und träger wird er. desto weniger Hasen fängt er. desto dünner wird er. desto schneller läuft er. Je schneller er läuft … 25 PCB

26 Nach Vester, Frederic, Unsere Welt, S. 61 Vernetzendes Lernen Beziehungsgefüge - logische Sätze formulieren Je mehr …, desto Je weniger …, desto Je schneller …, desto Je eher …, desto Je genauer …, desto Je langsamer …, desto Beispiel Plastikmüll in den Weltmeeren Wenn …, dann Wenn nicht …, dann 26 PCB

27 Vernetzendes Denken/Lernen Aussagen vergleichen Beispiel Meinungs- verschiedenheiten 27 Deutsch

28 Vernetzendes Denken/Lernen Merktext, Tagebucheintrag, Niederschrift Beispiel X Y Z 28 Deutsch

29 Vernetzendes Denken/Lernen Papiercomputer Beispiel Das Magische Vieleck“ Wirkung von auf  ABCDE Aktiv- wirkung AQualität (Geschmack, Biss,...)03036 BAussehen (Form, Farbe, Größe,...)33039 CPreis00033 DName, Herkunftsland, Werbung00134 EVerkaufszahlen00314 Passivwirkung Denken in Zusammenhängen am Beispiel des Ananasgeschäftes 0 = keine Wirkung 1 = schwache Wirkung 2 = mittlere Wirkung 3 = starke Wirkung  Wirkung auf die anderen Faktoren Beeinflussung durch die anderen Faktoren  Ökonomische, ökologische, soziologische Herausforderungen unserer Gesellschaft 29 GSE

30 Vernetzendes Denken/Lernen Vorder- und Rückseite Beispiel Schülersprache Meine Schüler reden sehr leise. Man versteht sie schlecht. Meine Schüler beschimpfen sich ständig gegenseitig. Meine Schüler reden laut und deutlich. Meine Schüler sind sehr unhöflich und unfreundlich zu den Lehrkräften. Meine Schüler sind sehr höflich und freundlich zu den Lehrkräften. Meine Schüler gehen nett miteinander um. Meine Schüler reden nicht lange, sie schlagen sich lieber. Meine Schüler diskutieren Probleme aus. 30 Lernen

31 Vernetzendes Denken/Lernen Zusammenhänge in Mathe Beispiel ASS Mathe Geo 15 ASS Mathe Geo 30 Dreiecke und Vierecke - Zusammenhänge erkennen Zusammenhänge am Zylinder Skelett vor Details Das linke Bein der Ameise nimmt niemand durch - oder? Modellieren, Offene Aufgaben, Fermiaufgaben B A D C G E F 31 Mathe

32 Vernetzendes Denken/Lernen Perspektiven wechseln Beispiele Caesar am Rubikon Sendlinger Mordweihnacht Fall, Situation, Problem, … 32 GSE

33 Vernetzendes Denken/Lernen Perspektivenwechsel in GSE Beispiele Römisches Weltreich Sendlinger Mordweihnacht 33 GSE

34 Vernetzendes Denken/Lernen Fächerübergreifendes Behandeln eines Themas Entwerfen Sie eine fächerübergreifende Sequenz „Frieden“ SozialkundeErdkundeGeschichte Deutsch ReligionEthik … Mit der Kapitulation der deutschen Truppen am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg nach fast sechs Jahren Gewalt und Zerstörung beendet. Seitdem leben wir in Deutschland in Frieden. Kluge Fragen formulieren! 34 GSE + X

35 35 Vernetzendes Denken/Lernen Integratives Arbeiten in Deutsch Deutsch Beispiel Sequenzplan „Märchen“ von Ana Ippendorf

36 Vernetzendes Denken/Lernen Quer denken (Laterales Denken) Beispiel - Setzen Sie den Reiter auf das Pferd.Zeichnen Sie diese Figur ohne den Stift abzusetzen. Kriminalstorys Ein Mann kommt an einem Fenster vorbei. Wenige Sekunden später ist er tot. Ein Mann kauft Kokusnüsse im Dutzend zu 5 EURO. Anschließend verkauft er sie im Dutzend für 3 EURO. Infolge dieser Transaktion wird der Mann zum Millionär. Wie kann das sein? 36 Lernen

37 Vernetzendes Denken/Lernen Quer denken (Laterales Denken) Beispiel - Wer hat was gebucht? (Logical) Im Reisebüro SUNSHINE hat der Computer verrückt gespielt. Die letzten drei Buchungen sind total durcheinander geraten. Einige Angaben konnten gerettet werden: 1. Herr Bittner gab an, im Vitaminweg zu wohnen. 2. Die Kundschaft aus der Kohnstraße wollte nach Wien. 3. Die Reise nach Brasilien sollte im Juli stattfinden. 4. Der Herr vom Ostbahnhof buchte einen Winterurlaub. 5. Herr Lausch wohnt nicht in der Kohnstraße. 6. Frau Mikutta hatte telefonisch gebucht. Zwei Fragen stellen sich noch: A: Wer hatte die Frühjahrsreise gebucht? B: Wer will nach Florida? 37 Deutsch

38 Vernetzendes Denken/Lernen Die Disneystrategie oder Disneymethode Beispiel Deutsch

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40 Vernetzendes Lernen Die Fünf-Hüte-Methode Beispiel Eine Neuerung in der Klasse BLAU: Kälte, Distanz und Kontrolle. Sie beobachtet, überwacht und kontrolliert die anderen Gesprächsteilnehmer und versucht, den Gesprächsverlauf zu beeinflussen. "An deiner Stelle würde ich meinen Standpunkt überprüfen, denn...", "Was sollen wir darüber diskutieren, wenn..." WEISS: Sachlichkeit und Neutralität. In dieser Rolle zählen Fakten, Zahlen und Daten. "Die Statistik sagt...", "Die Tatsachen sehen wie folgt aus..." ROT: Gefühle. Hier spricht der Bauch. Die Äußerungen sind erfüllt von Emotionen, Intuitionen, positiven und negativen Ahnungen, Ängsten und Begeisterung. "Mein Gefühl sagt mir,...", "Ich kann mir nicht helfen, aber ich empfinde es so, dass..." SCHWARZ: "Kehrseite der Medaille". Hier dreht sich alles um Gefahren, Risiken, Schwierigkeiten, Unmöglichkeiten und negative Beurteilungen. Die Schattenseiten, die aufgezeigt werden, sind rational begründet. "Langfristig wird es zu dem Problem kommen, dass...", "Schwierigkeiten wird es geben, wenn..." GELB: Strahlen, Sonne und Helligkeit. Durch die rosarote Brille gesehen hat alles nur gute Seiten. Alles wird positiv und konstruktiv bewertet. Daraus können auch Visionen und Träume werden, die andere motivieren und mitreißen. "Wenn wir hier uns hier alle anstrengen, dann...", "Wir haben hier die einmalige Chance,..." 40 Deutsch

41 Vernetzendes Lernen WIKIPEDIA: Kreativitätstechniken Ruhige Techniken Kreatives Schreiben Brainwriting Collective-Notebook Methode Brainwriting Pool ABC-Liste Mind Mapping KJ-Methode NM-Methode Cluster Edison-Prinzip Ideen-Marathon Progressive Abstraktion Laute Techniken Brainstorming Negativkonferenz Kopfstandtechnik Provokationstechnik Bisoziation Analogietechnik Zufallstechniken Superposition Semantische Intuition Bionik Synektik Tilmag-Methode CATWOE Force-Fit-Spiel Bewegte Techniken Galeriemethode Kartenabfrage Pinnwandmoderation Intuitive Methoden 41 www

42 Vernetzendes Denken/Lernen WIKIPEDIA: Kreativitätstechniken Morphologischer Kasten Osborn-Checkliste SCAMPER bzw. SCAMMPERR SCAMPERSCAMMPERR Ursache-Wirkungs-Diagramm Relevanzbaumanalyse Progressive Abstraktion Kraftfeldanalyse CPS (Creative Problem Solving) nach Osborn/ Parnes Denkhüte von De Bono oder Sechs Hüte Denkhüte von De Bono Wertanalyse (Value Analysis, ISO genormte Funktionenanalyse) Wertanalyse Walt-Disney-Methode mit drei Rollen Walt-Disney-Methode TRIZ: ein russisches System, sinngemäß übersetzt „Theorie des erfinderischen Problemlösens“ TRIZ ARIZ: ein Schrittverfahren zur Lösung von Erfindungsproblemen ARIZ Zukunftswerkstatt: ein Kreativitätsansatz in 4 Phasen nach Robert Jungk Zukunftswerkstatt Open Space: eine kreative Großgruppenmethodik nach Harrison Owen Open Space Diskursive Methoden Kombimethoden 42 www


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