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29.06.2016B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 1 Lerngruppen.

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1 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 1 Lerngruppen

2 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 2 Ihre Erfahrungen! Suchen Sie zwei Beispiele! Wann habe ich in Lerngruppen gearbeitet? (zeitlich und in welchem Zusammenhang z. B. Ausbildung, Fortbildung…) Welche Themenkomplexe habe ich dabei bearbeitet? Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen? Welche Kompetenzen habe ich entwickelt? Welche Rolle hatte ich bei dieser Arbeit? Welche Rolle hatte der Moderator? Im zweiten Schritt analysieren Sie, was war positiv, was weniger positiv und was ist dabei neutral. Notieren Sie auf Karten: - Anlass - Vorteile - Nachteile

3 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 3 Gliederung Theoretische Standpunkte Vorteile des Lernens in der Gruppe und der Zusammenarbeit Voraussetzungen für das Lernen in Gruppen Organisieren der Lerngruppe Lernregeln Zusammensetzung der Lerngruppe Schwierigkeiten beim sozialen Lernen Methoden des kooperativen Lernens

4 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 4 Theoretische Standpunkte (Böttger, Tübingen, 1995) Die Sozio - konstruktivistische Sicht besagt, dass das Individuum vor allem mit anderen zu neuen Sichtweisen und Erkenntnissen gelangt, Teilnahme an bestimmten sozialen Interaktionen, führen zu neuen individuellen Zuständen, die wiederum höher entwickelte soziale Interaktionen hervorrufen, das führt zu einer effektiveren Aufgabenbewältigung im Gegensatz zur Einzelarbeit.

5 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 5 Theoretische Standpunkte (Böttger, Tübingen, 1995) Sozio – kulturelle Sicht (konzentriert sich auf die Kausalbeziehung zwischen der sozialen Interaktion und der individuellen kognitiven Veränderung, Problemlösen kann das Problemverständnis verändern, Sicht der geteilten Kognition (Durch Gespräche innerhalb einer Gruppe verbessert sich das Wissen sowohl beim Aktiven, der den anderen ein Problem näher erläutert, als auch bei den Zuhörern. Aus individualistischer Perspektive handelt es sich um einen Selbst-Erklärungs-Effekt, während aus Gruppenperspektive die Klärung des Problems durch den Beitrag aller Gruppenmitglieder erfolgt.)

6 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 6 Vorteile des Gruppenlernens Welche Vorteile sehen Sie in kognitiver, emotional - motivationaler und sozialer Ebene?

7 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 7 Vorteile der Gruppenarbeit Das Lernen in einer Gruppe ist oft anregender und motivierender, als das Lernen alleine. Da jedes Gruppenmitglied andere Vorkenntnisse, Ideen oder Ansichten hat, entsteht ein sog. Gruppenvorteil hinsichtlich Qualität und Kreativität von Problemlösungen; man selbst wird auf neue Gedanken gebracht. Wer sich aktiv am Gruppengeschehen beteiligt, lernt, zu argumentieren, zu diskutieren und sein Wissen verständlich und strukturiert vorzutragen. Dabei werden dann oft Wissenslücken oder Verständnisprobleme aufgedeckt oder man lernt andere Interpretationen und Einschätzungen kennen. Das eigene Wissen wird also überprüft, ergänzt oder verändert und dabei stabilisiert.

8 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 8 Vorteile der Gruppenarbeit Gruppen bieten auch die Möglichkeit zum sozialen Lernen: In Gruppendiskussionen lernt man zu erkennen, dass es nicht nur eine "richtige", sondern mehrere mögliche Wahrheiten gibt. Dies führt zu einer toleranteren Haltung gegenüber den Standpunkten anderer und zur Klärung von Missverständnissen und Konflikten. Eine Gruppe kann die Lern- und Durchhaltemotivation steigern. Die von einer guten Lerngruppe ausgehende soziale Unterstützung trägt dazu bei, dass man "bei der Stange bleibt".

9 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 9 Vorzüge der Zusammenarbeit beim gemeinsamen Lernen Besonders schüchterne, introvertierte und kontaktarme Teilnehmer können in der Gruppe erstmal langsam auftauen und Sicherheit für den „Ernstfall“ gewinnen. Wer den Termindruck braucht, den zwingt die Vorbereitung für die nächste Zusammenkunft regelmäßig an den Schreibtisch.

10 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 10 Vorzüge der Zusammenarbeit In der Prüfung genügt es nicht, etwas zu wissen, man muss es auch frei vortragen können oder auch eine praktische Aufgabe vorführen. Das ist nur durch Übung 'vor Publikum' erlernbar. Erst wenn ein Sachverhalt selbst formuliert wurde, ist er auch aktiv verfügbar. Die Arbeit kann verteilt werden - das spart Zeit. Erklärt ein 'Spezialist' in der Lerngruppe ein Thema, bringt das in kurzer Zeit mehr, als alles selbst zu erarbeiten. "Homines, dum docent, discunt", wußte Seneca: Menschen, indem sie lehren, lernen. Wenn ein Thema - vorher aufbereitet und strukturiert - anderen vorgetragen wird, ist das eine optimale Vorbereitung.

11 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 11 Vorzüge der Zusammenarbeit Lästige Nebenarbeiten, Literaturrecherchen und Kopierarbeiten können aufgeteilt werden. Bei kniffligen Problemen schafft die Diskussion Klarheit. Unter der Voraussetzung, daß jeder bereits einen gewissen Einblick in das Gebiet hat, 'fällt der Groschen schneller' und das Thema kann umfassender erschlossen werden. Die Gruppenmitglieder können sich über Lernstrategien und -methoden austauschen und passendes von anderen übernehmen bzw. ausprobieren.

12 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 12 Vorzüge der Zusammenarbeit Gruppendiskussionen über ein breites Fachgebiet helfen dem einzelnen, Wissenslücken aufzudecken. Der Gesamtzusammenhang über ein Thema bleibt in einer Lerngruppe am besten gewahrt. Der Austausch über Gelerntes deckt Fehlannahmen schneller auf, hoffentlich immer bevor sie sich festsetzen können. Lerngegenstände lassen sich objektiver deuten und werten.

13 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 13 Vorzüge der Zusammenarbeit 'Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile'. Sinnvolle Arbeitsteilung ist oft notwendig, um umfangreichen Lernstoff zu bewältigen. Aber Arbeitsteilung ist nicht einfach zu realisieren und bedarf der sorgfältigen Anleitung und Umsetzung. Zu erleben, wie andere arbeiten, motiviert zum Lernen und gewährleistet soziale und psychische Stabilität während der stressigen Prüfungsvorbereitungszeit. Man erhält Feedback zum eigenen Lernfortschritt und erlebt sich nicht isoliert.

14 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 14 Voraussetzungen für die Zusammenarbeit Wichtig ist zunächst, dass die Gruppenmitglieder gemeinsame Ziele haben, die sie zusammen erreichen wollen. Die Bereitschaft zur Kooperation ist die Grundvoraussetzung, damit Gruppenarbeit überhaupt stattfinden kann. Die Gruppenmitglieder müssen sich über ihre Ziele verständigen, also Informationen austauschen und aufnehmen. Dazu ist ein Klima notwendig, in dem Akzeptanz und Vertrauen vorherrschen. Die Gruppe sollte leistungsmäßig in etwa gleich zusammengesetzt sein, damit sie nicht von einem "Star" dominiert wird, sondern alle die Chance haben, einen Beitrag zu leisten. (bei Projekten gelten andere Auffassungen)

15 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 15 Voraussetzungen für die Zusammenarbeit Das Arbeitsprogramm der Gruppe sollte hinsichtlich der Ziele, des Umfangs und des Anspruchsniveaus möglichst klar und konkret festgelegt werden. Nicht zu unterschätzen bei der Gruppenarbeit ist der Aspekt der Informationsverarbeitung, also das intensive Auseinandersetzen mit dem Lernstoff.. Die Gruppe muss dafür sorgen, dass eine Informationsverarbeitung stattfindet, sonst entsteht schnell ein "Kaffeekränzchen".

16 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 16 Voraussetzungen für die Zusammenarbeit Weiterhin ist es wichtig, dass die Aufgaben in der Gruppe von Sitzung zu Sitzung klar verteilt werden (wer macht was bis wann und wie?).

17 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 17 Voraussetzungen für die Zusammenarbeit Die Gruppe muss fähig sein, Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Gruppen entfalten ihre eigene Dynamik, die sogar dazu führen kann, dass die Gruppe auseinander bricht. Dies kann z.B. dann passieren, wenn einzelne Gruppenmitglieder dominieren oder "trittbrettfahren", also selbst nichts beisteuern und von den anderen profitieren. Ebenfalls gefährlich wird es, wenn Kooperation in Konkurrenz umschlägt. Deshalb sollte zwischendurch das Gruppengeschehen also die Kooperation und Kommunikation untereinander; thematisiert und analysiert werden. (siehe auch Schwierigkeiten beim Lernen in der Gruppe) Von entscheidender Wichtigkeit ist auch, dass sich die Gruppenmitglieder gegenseitig motivieren, z.B. indem sie sich verdeutlichen, warum das Ziel wichtig für die Gruppe ist und inwieweit es bereits erreicht wurde. Auch ein paar aufmunternde Worte können Wunder wirken!

18 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 18 Organisieren der Lerngruppe Beim ersten Treffen werden Zielvereinbarungen getroffen: » Lernbedarfe und Themensammlungen ermitteln, » Auf gemeinsame Vorstellungen (Inhalte, Umfang, Arbeitsmethoden) verständigen, » Regeln zum Arbeiten in der Gruppe aufstellen, » Konsens protokollieren. Strukturierung des Arbeitsprozesses: » Aufgabenverteilung, » Zeitplan, » Gestaltung/Inhalt der Sitzungen, » Moderation, Diskussionsleitung, Protokoll.

19 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 19 Lernregeln jeder einzelne Lernschritt muss angenehme Folgen haben, - kleine Zwischenziele anstreben, - verteilt Lernen, Pausen, Wiederholungen, Erfolgskontrollen einplanen, - Motivationslücken und Störfaktoren beseitigen, - Abwechslung schaffen - auf mehrere verschiedene Arten lernen, - Lernstoff strukturieren, Oberbegriffe suchen, - feste Lerngewohnheiten entwickeln, - Arbeitsplatz ansprechend gestalten, - Lerngruppe organisieren, durch Aufstellen eines Lernplans und klares Definieren der Kommunikationwege

20 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 20 Zusammensetzung der Lerngruppe Im Spannungsfeld zwischen kleinen Gruppen (in 3er-Gruppen kann bspw. die Prüfungssituation nicht so gut simuliert werden) und größeren Gruppen (bei 7 Teilnehmern ist bspw. der Koordinations- aufwand nicht mehr zu vertreten) scheinen 3-5 Teilnehmer die geeignetste Gruppengröße zu sein. Moderator und Protokollant müssen immer feststehen. Die sinnvolle Umsetzung der Elemente zur Durchführung einer effektiven Gruppenarbeit (Themen/-Fragenspeicher, Berichte, Moderation/Protokoll) müssen in der Ausbildung langfristig angebahnt und eingeübt werden, dann wird es hier auch keine Probleme geben.

21 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 21 Zusammensetzung der Lerngruppe 'Häuptlinge' und 'Trittbrettfahrer' wird es immer geben. Ersterer wird bei sinnvoll angelegter Arbeitsteilung die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit aller Gruppenteilnehmer spüren und die Vorteile für sich selbst erkennen. Letzterer darf nicht durch falsch verstandene Solidarität geschützt werden, sondern muß rechtzeitig unter Mithilfe des Lernberaters 'ins Boot geholt werden'. Die Gruppenzusammensetzung steht immer im Konfliktfeld zwischen 'Einander helfen in heterogenen Gruppen' und 'Arbeitsfähigen homogenen Gruppen', in denen leistungsschwache Teilnehmer weniger gefördert werden können.

22 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 22 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen Der-Hans-der-macht's-dann-eh-Phänomen (auch free-rider-Effect): Die Arbeit wird denjenigen Gruppenmitgliedern überlassen, denen es wichtig ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Ja-bin-ich-denn-der-Depp-Phänomen (auch succer-Effect): Es kann als Folge des free- rider-Effects gesehen werden. Diejenigen, die die Hauptlast der Arbeit tragen, werden zunehmend verärgert und verlieren die Motivation für das Projekt.

23 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 23 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen Da-mach-ich-es-doch-gleich-lieber-selbst-Phänomen (Matthäus-Effekt oder Scheren-Effekt): Teilnehmer mit höherer Motivation und besseren Eingangsvoraussetzungen übernehmen oft die Hauptarbeit, da ihnen die Beiträge der anderen Gruppenmitglieder nicht gut genug sind oder es ihnen zu langsam vorangeht. Die besseren Teilnehmer arbeiten also mehr und lernen daher mehr als ihre Mitstreiter. Das-kann-und-mag-ich-nicht-mach-du-Phänomen (intrapersonaler Matthäus-Effekt): Die Arbeit wird oft so aufgeteilt, daß diejenigen, die etwas bestimmtes können auch diese Arbeit ausführen. In dem Gebiet, das sie bereits können, vertiefen sie ihre Kenntnisse, was sie nicht können, lernen sie auch nicht.

24 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 24 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen (nach: Renkl, Gruber,Mandl, Bern und Müchen1996) Ich-habe-meinen-Teil-erledigt-Phänomen: Manche Gruppenmitglieder weigern sich, weitere Beiträge zu leisten, da sie der Meinung sind, ihren Teil bereits geleistet zu haben. Gruppenarbeit nein danke-Phänomen: Aufgrund der Schwierigkeiten der Kooperation in in einer Lerngruppe sinkt die Kooperationsbereitschaft für weitere Gruppensituationen.

25 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 25 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen Auftretende Probleme lassen sich verschiedenen Ursachen zuordnen: Zum einen gibt es organisatorische Probleme, welche die Bildung kooperativer Lerngruppen behindern. Schüler sind nicht gewöhnt, kooperativ zu lernen. Das Haupthindernis für eine effektive kooperative Zusammenarbeit ist also eine negative Einstellung zur Gruppenarbeit und Kooperation, die aufgrund der Vernachlässigung kooperativer Lernformen in den Bildungssystemen existiert, wobei Defizite in sozialen Fertigkeiten auch nicht durch Bildung kooperativer Gruppen allein erworben werden (Cohen, 1993, zit. n. Renkl et al., 1993).

26 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 26 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen Ebenfalls zum organisatorischen Rahmen gehören die vorhandenen Prüfungsanforderungen. Es wird Faktenwissen abgefragt und auf diese Lerninhalte richtet sich die Aufmerksamkeit der Lernenden. Das gefragte Wissen kann ohne Zweifel allein viel effizienter einstudiert werden als in kooperativen Gruppen. Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Struktur der Aufgabenstellung. Ist die Aufgabe überhaupt so gestellt, dass wirklich kooperatives Lernen und Handeln gefragt ist? Wenn z.B. nur ein Aufteilen der Literatur nötig ist und jeder Schüler einen Teil der Aufgabe abarbeitet, hat dies wenig mit Austausch von Sichtweisen, überhaupt mit Kooperation zu tun. Zum Thema, ob die einzelnen Beiträge innerhalb der Gruppenarbeit identifizierbar sein sollen, gehen die Meinungen auseinander. Slavin (1980, zit. n. Renkl et al., 1995) meint dazu, dass eine individuelle Verantwortlichkeit der Gruppenmitglieder beim kooperativen Lernen von großer Bedeutung ist, um z. B. eine Anstrengungsreduktion einzelner Gruppenmitglieder zu verhindern. Die Beiträge sollten daher identifizierbar sein. Die Prüfung der einzelnen Beiträge bedeuten aber einen vermehrten Arbeitsaufwand, der noch dazu auf emotionale Barrieren stößt (Kritik geben und akzeptieren).

27 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 27 Methoden des kooperativenLernens Gruppenpuzzle ("Jigsaw-Methode") ist eine Unterrichtstechnik, die kooperatives Gruppenlernen in die Form des traditionellen Unterrichts einfügt. Es werden Kleingruppen von je fünf bis sechs Schülern gebildet. Jeder Schüler erhält ein Segment des aktuellen Unterrichtsstoffes, den er seiner Gruppe vermitteln muß. Interdependenz wird geschaffen, da die Gruppenmitglieder keinen Zugang zu den Informationen der anderen haben. Schüler, die die gleichen Subaufgaben bearbeiten, treffen sich in Expertengruppen, um sich gegenseitig auszutauschen, wie sie ihre Informationen den anderen Jigsaw-Gruppenmitgliedern vermitteln können. Der Lehrer fungiert als Unterstützer und Förderer kooperativen und sozialen Verhaltens. Hierbei ist wichtig, daß alle Schüler gleichermaßen aktiv am Lernprozess teilnehmen und Verantwortung übernehmen. Auch Schüler mit geringem Selbstwert, bedingt durch schlechtere Leistungen, können Erfolgserlebnisse verzeichnen, die zu positiven Leistungseffekten führen.

28 B. Pittack, bbw, Berufspädagogen, Lerngruppen 28 Methoden des kooperativen Lernens Das reziproke Paarlernen (wechselseitiges Lernen) stellt eine Anwendung des Vygotsky-Prinzips dar und ist für 2-er Gruppen gedacht, kann aber auch in größeren Gruppen durchgeführt werden. Beide Schüler lesen zunächst (jede für sich) den gleichen Textabschnitt. Eine der beiden fasst nun den Textabschnitt zusammen und erklärt ihn dem Partner. Dieser gibt nun Rückmeldung, zu dem was er hört, z.B. weist er auf Unklarheiten, andere Auffassungen oder Interpretationen etc. hin. Die Verstehensprobleme werden gemeinsam gelöst, Erklärungen für schwierige Textstellen gesucht, Verbindungen zum Vorwissen hergestellt, Vergleiche zu anderen Problemen gezogen etc. Jeder Schüler liest den nächsten Abschnitt für sich durch. Anschließend werden die Sprecher/Hörer-Rollen getauscht: Wer vorher zugehört hat, faßt jetzt den Text zusammen und erklärt ihn. Das wechselseitige Erklären wird so lange fortgesetzt, bis der Text durchgearbeitet ist. Wichtig dabei ist, dass die Rollen getauscht werden, da dieser als aktive Person erfahrungsgemäß mehr profitiert.


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