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LANDESKUNDLICHES ARBEITEN AUF A2-NIVEAU (Studio D, Schritte International) FERIA INTERNACIONAL DE IDIOMAS (FIID) Heike Gruhn BUAP, Puebla FERIA INTERNACIONAL.

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1 LANDESKUNDLICHES ARBEITEN AUF A2-NIVEAU (Studio D, Schritte International) FERIA INTERNACIONAL DE IDIOMAS (FIID) Heike Gruhn BUAP, Puebla FERIA INTERNACIONAL DE IDIOMAS (FIID) Heike Gruhn BUAP, Puebla

2 Aufbau des Workshops Was ist «Landeskunde»? Landeskunde in Studio D und Schritte International: Probleme und daraus resultierende Aufgaben für die Lehrer. Was ist bei der Erstellung von Zusatzmateria- lien bzw. Zusatzaufgaben zu beachten? Dynamiken (Zwei Beispiele). Was ist «Landeskunde»? Landeskunde in Studio D und Schritte International: Probleme und daraus resultierende Aufgaben für die Lehrer. Was ist bei der Erstellung von Zusatzmateria- lien bzw. Zusatzaufgaben zu beachten? Dynamiken (Zwei Beispiele).

3 Begriffsbestimmung Landeskunde als Kontext- wissen als das „Gesamt der politischen, sozio- ökonomischen und kultu- rellen Gegebenheiten, die für die Produktion und Rezeption sprachlicher Äußerungen maßgeblich sind/ waren.“ Schmidt, S. J. (1980): „Was ist bei der Selektion landeskundlichen Wissens zu berücksichtigen?“ In: Wierlcher, A. (Hrsg.): Fremdsprache Deutsch. München: Finck, S Landeskunde als Kontext- wissen als das „Gesamt der politischen, sozio- ökonomischen und kultu- rellen Gegebenheiten, die für die Produktion und Rezeption sprachlicher Äußerungen maßgeblich sind/ waren.“ Schmidt, S. J. (1980): „Was ist bei der Selektion landeskundlichen Wissens zu berücksichtigen?“ In: Wierlcher, A. (Hrsg.): Fremdsprache Deutsch. München: Finck, S „Landeskunde umfasst [...] all das, was mit dem Durch- schauen und Verstehen einer fremden Wirklichkeit, aber auch mit der Orientierung, dem Handeln, Partizipieren und Kommunizieren innerhalb einer fremden Realität zusam- menhängt [...].“ Deutschmann, A. (1982): „Überlegungen zur Landeskunde im Fach ‚Deutsch als Fremdsprache’ (mit besonderer Berücksichtigung der Studienvorbereitung)“. In: Ehnert, R. (Hg.): Einführung in das Studium des Faches Deutsch als Fremdsprache. Frankfurt/Main, „Landeskunde umfasst [...] all das, was mit dem Durch- schauen und Verstehen einer fremden Wirklichkeit, aber auch mit der Orientierung, dem Handeln, Partizipieren und Kommunizieren innerhalb einer fremden Realität zusam- menhängt [...].“ Deutschmann, A. (1982): „Überlegungen zur Landeskunde im Fach ‚Deutsch als Fremdsprache’ (mit besonderer Berücksichtigung der Studienvorbereitung)“. In: Ehnert, R. (Hg.): Einführung in das Studium des Faches Deutsch als Fremdsprache. Frankfurt/Main,

4 Landeskunde = interkulturell Landeskunde ist „einer der schwierigsten Bereiche des Deutschunterrichts. Sie kommt nie an ein Ende und nie ist man fertig mit ihr. Sie umfasst immer den eigenen Ausgangspunkt und das fremde Ziel, weswegen wir sie interkulturell nennen. Und beide Pole verän- dern sich permanent (ob wir es wahrhaben wollen oder nicht)“. Pauldrach, A. (1992): Eine unendliche Geschichte. Anmerkungen zur Situation der Landeskunde in den 90er Jahren. In: Fremdsprache Deutsch 6, S. 4. Landeskunde ist „einer der schwierigsten Bereiche des Deutschunterrichts. Sie kommt nie an ein Ende und nie ist man fertig mit ihr. Sie umfasst immer den eigenen Ausgangspunkt und das fremde Ziel, weswegen wir sie interkulturell nennen. Und beide Pole verän- dern sich permanent (ob wir es wahrhaben wollen oder nicht)“. Pauldrach, A. (1992): Eine unendliche Geschichte. Anmerkungen zur Situation der Landeskunde in den 90er Jahren. In: Fremdsprache Deutsch 6, S. 4.

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6 FAKTOREN DER LANDESKUNDE LEHR- UND LERNZIELE: [Quelle: Gothe-Institut]

7 Landeskunde in den beiden Lehrwerken 2. Landeskunde in den beiden Lehrwerken Auf den Referenzrahmen bezogen. Kommunikativer (handlungsbezogener) Ansatz. Textsorten und Inhalte ähneln sich sehr (in Anlehnung an Kapitel soziokulturelles Wissen- des GeR), Unterschiede sind eher vereinzelt oder graduell. Studio D: etwas mehr authentisches Material Beide Werke vermitteln auch Faktenwissen, allerdings sehr wenig u. oberflächlich Beide Werke: haben explizite landeskundliche Seiten (Schritte etwas mehr) Beide Werke: zeigen diverse kulturelle Symbole in Text und Bild, allerdings i.d.R. sehr klein und oftmals ohne Aufarbeitung

8 Beispiel (Studio D, T1, S. 64) : Die Bremer Stadtmusikanten werden in der Lektion nicht aufgegriffen.

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12 Quelle: Antje Rüger, Goethe-Institut Kommunikativer Ansatz Ziel: Partizipation an Alltagskommunikation, Bewältigung des Alltags ohne Missverständnisse Inhalte: Alltagskultur, private Lebensbereiche Teil der Spracharbeit Materialien/Quellen: Alltagsdialoge, Medienprodukte, Schilder, Gebrauchstexte Hauptkritikpunkte am kommunikativen Ansatz: Bezieht sich nur auf Alltag Geht nur von einem Lernziel aus (Leben in dt.spr. Land) Nicht alle Situationen lassen sich vorhersehen und üben Banalisierung der Inhalte (Rösler, p. 77)

13 Probleme 1.Einfluss der Prüfungen. a.Vorgaben: Kein Wissen (Chancengleichheit). b.Vermeidung sämtlicher kontroverser Themen. (Ausnahme: Patchwork-Familie in Schritte T2). Daraus ergibt sich auch ein Ausblenden des «Fremden» an sich, das ja immer auch als komisch oder unangemessen gewertet werden kann. 2. Kommerzieller Aspekt: Bücher sollen weltweit verkauft werden. 3. Vermeidung von Festschreibungen (Stereotypenkritik an früheren Werken). Das bedeutet aber: Verzicht auf Bildungsauftrag, im Sinne eines reflexiven Sich-Auseinandersetzens mit sozialen, kulturellen, geschichtlichen usw. Zusammenhängen. Daraus resultiert eine gewisse «inhaltliche Leere» der gegenwärtigen Lehrbücher. 1.Einfluss der Prüfungen. a.Vorgaben: Kein Wissen (Chancengleichheit). b.Vermeidung sämtlicher kontroverser Themen. (Ausnahme: Patchwork-Familie in Schritte T2). Daraus ergibt sich auch ein Ausblenden des «Fremden» an sich, das ja immer auch als komisch oder unangemessen gewertet werden kann. 2. Kommerzieller Aspekt: Bücher sollen weltweit verkauft werden. 3. Vermeidung von Festschreibungen (Stereotypenkritik an früheren Werken). Das bedeutet aber: Verzicht auf Bildungsauftrag, im Sinne eines reflexiven Sich-Auseinandersetzens mit sozialen, kulturellen, geschichtlichen usw. Zusammenhängen. Daraus resultiert eine gewisse «inhaltliche Leere» der gegenwärtigen Lehrbücher.

14 Probleme 1.Banalisierung der Inhalte (Rösler). Zu kurz gegriffenes Alltagsverständnis. 2.Kein aktueller Bezug. 3.Heile Welt. Wohlgenährte, meist junge Leute in freundlichem multikulturellen Umfeld. Mittelschicht. = Sämtliche soziale, wirtschaftliche, politische Probleme der DACH-Länder bleiben außen vor. Daraus resultiert ein völlig unrealistischer (Nicht-) Eindruck von DaF-Ländern 1.Banalisierung der Inhalte (Rösler). Zu kurz gegriffenes Alltagsverständnis. 2.Kein aktueller Bezug. 3.Heile Welt. Wohlgenährte, meist junge Leute in freundlichem multikulturellen Umfeld. Mittelschicht. = Sämtliche soziale, wirtschaftliche, politische Probleme der DACH-Länder bleiben außen vor. Daraus resultiert ein völlig unrealistischer (Nicht-) Eindruck von DaF-Ländern

15 Probleme Wichtig: “Kenntnisse” bedeutet nicht nur reines Faktenwissen, sondern umfasst eben auch das Vertrautsein von im/in den Zielsprachenland(¨ern) umfassend geteilten kulturellen Referenzen wie: Persönlichkeiten (Politik, Kultur, Fernsehen, Internet…) Lieder, z.B. “Fussball ist unser Leben” Literatur, z.B. Grimms Märchen Geographische Gegebenheiten Objekte, z.B. Gartenzwerge (und deren Bewertung) usw. Wichtig: “Kenntnisse” bedeutet nicht nur reines Faktenwissen, sondern umfasst eben auch das Vertrautsein von im/in den Zielsprachenland(¨ern) umfassend geteilten kulturellen Referenzen wie: Persönlichkeiten (Politik, Kultur, Fernsehen, Internet…) Lieder, z.B. “Fussball ist unser Leben” Literatur, z.B. Grimms Märchen Geographische Gegebenheiten Objekte, z.B. Gartenzwerge (und deren Bewertung) usw.

16 Probleme Das Lernziel der kommunikativen Handlungsfä- higkeit ist ohne Kenntnisse solcher Referenzen nicht zu erreichen. Hier greift der kommuni- kative Ansatz, so wie die Bücher ihn handha- ben, zu kurz. Ebenso das zugrunde liegende Alltagsverständnis. Was man nicht kennt, kann man im Übrigen auch nicht vergleichen. Das Lernziel der kommunikativen Handlungsfä- higkeit ist ohne Kenntnisse solcher Referenzen nicht zu erreichen. Hier greift der kommuni- kative Ansatz, so wie die Bücher ihn handha- ben, zu kurz. Ebenso das zugrunde liegende Alltagsverständnis. Was man nicht kennt, kann man im Übrigen auch nicht vergleichen.

17 Zusatzmaterialien und -aufgaben 2. Zusatzmaterialien und -aufgaben Notwendig ist also eine Erweiterung der Inhalte und Aufgabenstellungen der Lehrwerke. Aufgabe der Lehrkraft: Reflektierte Anbindung der thematischen/grammatischen Inhalte der Lehrbücher an wirklichkeitsnahe Kulturrefe- renzen. Die Fremderfahrung wieder herstellen. Anknüpfen an aktuelle Bezüge. Bei sprachlich noch begrenzten Mitteln. Zeitaufwendig, aber vieles ist wiederverwendbar.

18 Zusatzmaterialien und -aufgaben 2. Zusatzmaterialien und -aufgaben Mögliche Lernziele: Vermittlung von neuen “Kenntnissen”/ Kulturellen Referenzen Reflexions- bzw. Vergleichsansätze zur Verfügung stellen Abbau von Vorurteilen und Stereotypen / Fähigkeit zu Perspektivwechsel Erwerb von Strategien (z.B. Verstehens- oder Fragestrategien) Verzahnung Spracharbeit/landeskundliche Inhalte (z.B. Arbeit mit Sprichwörtern)

19 Was ist bei der Erstellung von Zusatzmaterialien bzw. –aufgaben zu beachten? 3. Was ist bei der Erstellung von Zusatzmaterialien bzw. –aufgaben zu beachten? Lernziele müssen klar sein. Die Materialien/Aufgaben müssen dem sprachlichen Niveau der Lerner angepasst sein. Evtl. muss das Material sprachlich adap- tiert bzw. vorentlastet werden. Klare Aufgabenstellungen. Müssen vom Lerner gelöst/beantwortet werden können. Zeiteinteilung.

20 Dynamik I: Karussell der Eigenschaften Aufgabe: Kleingruppen bilden (4-6 Personen). Die Bilder jeweils mit einem Fragebogen herumgehen lassen, jeder muss die nächste Frage zu dem Bild beantworten. Am Ende werden die Vermutungen vorgelesen und mit einer (sprachlich adaptierten) realen Beschrei- bung der Person/Figur verglichen. Lernziel? Aufgabe: Kleingruppen bilden (4-6 Personen). Die Bilder jeweils mit einem Fragebogen herumgehen lassen, jeder muss die nächste Frage zu dem Bild beantworten. Am Ende werden die Vermutungen vorgelesen und mit einer (sprachlich adaptierten) realen Beschrei- bung der Person/Figur verglichen. Lernziel?

21 Übersicht Lehrbücher Studio D, Teilband 1, Lektionen 1, 2, 3 Sprachhand- lungen Über Sprachen sprechen Seine Meinung sagen Gründe nennen Fotos und Personen beschreiben Vermutungen äußern (wahrscheinlich / vielleicht) Gegensätze (aber) GrammatikNebensätze (weil, dass) Possessivartikel im Dativ Modalverb “sollen” Aber WortfelderSprache, Familie, Reise Schritte International, Lektionen 1, 2, 3 Sprachhand- Lungen Gründe nennen Vorlieben ausdrücken Ortsangaben machen GrammatikWeil Perfekt Ortsangaben (wo/wohin) Präpositionen (von/bei) WortfelderReisen, Ortsangaben, Essen

22 Unsere Lernziele Studio DSchritte International Vermittlung von neuen “Kenntnissen”/ Kulturellen Referenzen: in Deutschland bekannte Persönlichkeiten / Figuren kennenlernen Spielerische Vertiefung einiger Sprachhandlungen / grammatischer Themen der Lektion: Nebensätze mit “weil” und “dass” Vermutungen, Aber Spielerische Vertiefung einiger Sprachhandlungen / grammatischer Themen der Lektion: Nebensätze mit “weil” Perfekt Ortsangaben Essen Schreib- und Sprechanlass bieten, der alle Lerner einbezieht Anregung zur eigenständigen Suche (mehr Information zu den vorgestellten Personen)

23 DYNAMIK 2 REISEPARTNER GESUCHT 2 Gruppen. Die Inserenten und die Interessenten Aufgaben: 1. Die Anzeigen lesen und eine aussuchen (nach Geschlecht, Alter, Interessen) 2. Inserent/in und Interessent/in treffen sich und klären die folgenden Punkte:

24 Aufgaben (Fortsetzung) Sich kurz vorstellen. Klären, ob man zusammen reisen möchte. Die Reise planen (Ziele, Route, Dauer, Verkehrsmittel, Kosten, Übernachtung, weitere Details, z.B. Vegetarier? Krankheiten? Nichtschwimmer? Besondere Interessen?) Am Ende: Vorstellung einiger Pläne im Plenum Besprechen der «ungewohnten» Lebensformen (siehe unsere Lernziele) Vergleich / persönliche Stellungnahmen

25 Übersicht Lehrbücher Studio D, Teilband 1, Lektionen 3, 8 Sprachhand- lungen Über eine Reise sprechen Eine Reise planen und buchen Alternativen ausdrücken GrammatikKausalkonnektoren (weil, denn) Wünsche, Höflichkeit mit hätte, könnte (sonst kein Konj. II in Studio) (Lokale Präpositionen in Band 1) WortfelderReiseplanung, Verkehr, Kultur, Beziehungen Schritte International, Lekt. 8, 11, 12 Sprachhand- Lungen Wünsche ausdrücken Vorschläge machen Kleinanzeigen verstehen eine Reise planen GrammatikKonjunktiv II Kausale Konjunktionen Lokale Präpositionen, Adjektivdeklinationen WortfelderReisen, Ortsangaben, Verkehr, Wetter u.a

26 Unsere Lernziele Studio DSchritte International Den Lerner mit fremdartigen Lebensformen konfrontieren: Reisen ohne festes Ziel Rucksackreisen Alleinreisende Frauen Reisen mit einem ganz fremden Menschen Spielerische Vertiefung einiger Sprachhandlungen / grammatischer Themen der Lektionen. Globales Leseverstehen Sprechanlass bieten, der alle Lerner einbezieht Gemeinsames Planen (Thema der A2-Prüfungen)

27 Bibliographie Barkowski, Hans; Esser, Ruth (2001): „Haltet den Dieb...“. Von der Schwierigkeit, den Faktor Kultur in seiner Bedeutung für methodische Arrangements fremdsprachenunterrichtlichen Lernens und Lehrens dingfest zu machen. In Hermann Funk und Michael König (edts.): Kommunikative Fremdsprachendidaktik – Theorie und Praxis in Deutsch als Fremdsprache. Iudicium: München, pp Macaire, Dominique; Wolfram Hosch (2004): Bilder in der Landeskunde. Fernstudieneinheit 11. Langenscheidt. Rösler, Dietmar (2012): Deutsch als Fremdsprache. Eine Einführung. J.B. Metzler: Stuttgart – Weimar. Scholz, Lothar (2015): Methoden-Kiste Lehrwerke Schritte International (Bd. 3 u. 4) (2006 / 2007): Hueber Verlag Studio B (A2) (2006): Cornelsen Verlag


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