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1 Herzkreislaufsystem. So funktionieren Herz und Kreislauf Blutkreislauf Ein leistungsfähiger Organismus benötigt ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe.

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Präsentation zum Thema: "1 Herzkreislaufsystem. So funktionieren Herz und Kreislauf Blutkreislauf Ein leistungsfähiger Organismus benötigt ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe."—  Präsentation transkript:

1 1 Herzkreislaufsystem

2 So funktionieren Herz und Kreislauf Blutkreislauf Ein leistungsfähiger Organismus benötigt ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe und muss von Rückständen des Stoffwechsels befreit werden. Im menschlichen Körper geschieht dies ganz überwiegend über den Blutkreislauf, der als geschlossenes Röhrensystem den ganzen Körper durchzieht. Die beteiligten Blutgefäße werden in drei Gruppen eingeteilt. Arterien (Schlagadern, Pulsadern) transportieren das Blut vom Herzen weg. Sie sind muskelkräftig, weil sie das vom Herzen mit Wucht ausgeworfene Blut aufnehmen müssen und weiterverteilen. Venen führen das Blut wieder zum Herzen zurück. Es gibt mehr Venen als Arterien und ihr innerer Durchmesser (Lumen) ist weiter. Ein Großteil der Blutmenge des Körpers wird in den Venen gespeichert und kann durch deren Engstellung bei Bedarf den Arterien rasch zur Verfügung gestellt werden. Über die Blutfüllung der oberflächlichen Venen reguliert der Körper zudem die Wärmeabgabe. Zwischen Venen und Arterien liegen die winzigen Kapillaren (Haargefäße), die durch ihre sehr dünnen Wände den Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe ermöglichen. Einige Kapillaren sind in Ruhe geschlossen und öffnen sich erst unter Belastung, wenn der Sauerstoffbedarf im Gewebe ansteigt. Körperkreislauf (roter Pfeil im linken Bild) und Lungenkreislauf (blauer Pfeil im rechten Bild) Innerhalb dieses Röhrensystems sorgt das Herz als Motor für einen steten Blutfluss und einen ausreichenden Blutdruck. Das Herz hat etwa die Größe einer Faust und liegt zwischen den beiden Lungenflügeln dem Zwerchfell auf. Das Herz schlägt nicht nur sprichwörtlich links, der größere Teil des Herzens befindet sich tatsächlich im linken Brustkorb ( Rechtes und linkes Herz Das Herz wird links und rechts von den beiden Lungenflügeln, unten vom Zwerchfell und oben von großen Blutgefäßen umschlossen. Das Herz kann man sich als hohlen Muskelballon vorstellen, der innen zu den blutgefüllten Herzhöhlen hin von einer Herzinnenhaut (Endokard) ausgekleidet und nach außen von einem Herzbeutel (Perikard, Pericardium) umgeben ist. Der Herzmuskel heißt fachsprachlich Myokard. Das Herz wird durch die Herzscheidewand in eine rechte und eine linke Hälfte getrennt. Jede Herzhälfte besteht aus einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel). In den Vorhöfen wird das zum Herzen fließende Blut gesammelt, anschließend portionsweise in die muskelstärkeren Herzkammern abgegeben und von diesen wieder aus dem Herzen gepumpt. Rechter und linker Herzanteil unterhalten zwei unterschiedliche Blutkreislaufsysteme, die innerhalb des Herzens ineinander übergehen: Im rechten Herzen wird das aus dem Körper kommende, sauerstoffarme Blut gesammelt und in die Lunge gepumpt, in der es mit Sauerstoff angereichert wird. Anschließend gelangt es über die Lungenvenen erst in den linken Vorhof, von dort in die linke Hauptkammer. Dieser kurze Blutkreislauf vom rechten Herzen über die Lunge zum linken Herzen wird kleiner Kreislauf oder Lungenkreislauf genannt. Die linke Kammer pumpt das sauerstoffreiche Blut in die Aorta (Hauptschlagader). Von dort aus verteilt es sich in alle Köperregionen, versorgt das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen, nimmt Stoffwechselendprodukte auf und fließt schließlich über die Venen wieder zum rechten Herzen zurück. Beim Passieren von Dünndarm, Dickdarm und Leber nimmt das Blut die verdauten Substanzen aus der Nahrung auf. Dieser Teil des Blutkreislaufs wird großer Kreislauf oder Körperkreislauf genannt. 2

3 3 Das Kreislaufsystem Das Kreislaufsystem reguliert die Versorgung von Organen und Körpergeweben mit Sauerstoff und Nährstoffen. Daneben spielt es bei der Entsorgung von Stoffwechselschlacken eine zentrale Rolle.

4 4 Das Herz Das mit vier Kammern ausgestattete Herz arbeitet wie eine Pumpe: In den beiden oberen Herzkammern, den sogenannten Herzvorhöfen, sammelt sich das zum Herzen strömende Blut und wird von dort aus in die Herzkammern, die Ventrikel, gepumpt. Von dort wird das Blut durch den Pumpstrom weiter in die Aorta, die Körperhauptschlagader, und von dort in die Arterien geleitet. Der vierteilige Aufbau des menschlichen Herzens ist äußerst funktional auf die Funktion des Organs zur Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Körpers abgestimmt: Die beiden Herzvorhöfe werden jeweils durch die Vorhofscheidewand, die beiden Herzkammern durch die Kammerscheidewand voneinander getrennt. Vorhöfe und Herzkammern der beiden Herzhälften sind über Öffnungen verbunden, die ihrerseits mit einem Klappensystem ausgestattet sind: Die Vorhofklappe in der linken Herzhälfte heißt Mitralklappe, die in der rechten Trikuspidalklappe. Blutstrom durch das Herz Der Blutstrom wird durch rhythmische Bewegungen der beiden Herzvorhöfe und -kammern in konstanter Bewegung gehalten. Die Bewegungen laufen abwechselnd nach zwei verschiedenen Mustern ab: Der Herzmuskel entspannt sich = "Diastole". In dieser Phase füllen sich die Herzkammern mit Blut. Der Herzmuskel spannt sich an - sog. Systole : Durch die Kontraktion bedingt, verengen sich die Kammern, sodass das in ihnen angesammelte Blut aus dem Herzen heraus und in die Blutbahn gepumpt wird.

5 5 Der Herzmuskel Eigentlich ist das menschliche Herz nichts anderes, als ein etwa faustgroßer Muskel, dessen Aufgabe es ist, Blut durch den Körper zu pumpen. Wenn wir uns stark anstrengen oder aber sehr aufgeregt sind (Stress), dann benötigt der Körper mehr Sauerstoff. Deshalb erhöht der Herzmuskel in solchen Fällen seine Leistung. Unser Herz pumpt pro Tag ca. 10'000 Liter Blut durch unseren Körper Wie schnell unser Herz schlägt, können wir recht einfach messen, denn bei jedem Herzschlag entsteht in den Arterien eine Druckwelle, und die können wir als Puls zum Beispiel am Handgelenk fühlen. Pro Jahr transportiert das Herz über 2.6 Mio. Liter Blut in die verschiedenen Gefäße, was dem Inhalt eines Olympia-Schwimmbeckens entspricht Herzpumpe

6 6 Anatomie des Herzens Das Herz liegt geschützt hinter dem Brustbein im Thorax (Brustraum).Es wiegt beim Erwachsenen maxiamal 500g,mehr Herzmuskelmasse kann von den Herzkranzarterien nicht versorgt werden.Die Herzfrequenz ist abhängig von Belastung (Stress-physisch,infektiös, psychisch,hormonell..),Alter und Trainingszustand. Das Herz ist eine immerfort arbeitende Muskelpumpe. Die Herzleistung errechnet sich aus Herzschlavolumen x Frequenz (Herzschläge /min).Die Gesamtherzleistung und damit das Lebensalter ist daher u. a. von „Trainingszustand“ des Herzens mit abhängig.

7 7 Herz-Reizleitung und Gefäßversorgung Herzkranzgefäßerkrankungen sind die Ursache für Angina pectoris und Herzinfarkt. Bei manchen Rhythmusstörungen werden elektrische Impulsgeber (Pacemaker =Herzschrittmacher) eingepflanzt. Das bedeutet auch Vorsicht im Umfeld elektromagnetischer Felder..(u.a.MRT..) Coronarangiographie

8 8 EKG-Elektrokardiogramm Herzrhythmusstörungen,Myocardinfarkt u.v.a können im EKG abgelesen werden. Bei manchen Rhythmusstörungen werden elektrische Impulsgeber (Pacemaker=Herzschrittmacher) eingepflanzt. Das bedeutet auch Vorsicht im Umfeld elektromagnetischer Felder..(u.a.MRT..) Diagnostisch werden Ruhe- Belastungs - und 24-stunden EKG ermittelt.

9 9 Der Blutkreislauf Der Weg des Blutstroms Der Weg des Blutstroms durch den Körper ist durch den Blutkreislauf festgelegt: Über die beiden großen Körpervenen, die obere und die untere Hohlvene, sowie über die kleineren Herzkranzvenen strömt sauerstoffarmes Blut in den rechten Herzvorhof. Sobald der Vorhof kontrahiert, wird das Blut aus dem rechten Vorhof durch die Trikuspidalklappe in die rechte Herzkammer gepumpt. Von hier wird das Blut über die Lungenarterien in den Lungenkreislauf gepumpt, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Das sauerstoffreiche Blut fließt über die Lungenvenen in den linken Herzvorhof. Von hier wird es durch die geöffnete Mitralklappe in die linke Herzkammer gepumpt. Von der linken Herzkammer wird das Blut durch die Aortenklappe in die Herzhauptschlagader gepumpt und fließt als Blutstrom in die verschiedenen Gefäße des Körperkreislaufs. Weit weg vom Herzen können wir in den Schlagadern (Arterien) den Herzschlag als Pulswelle tasten.

10 10 Arterieller und venöser und lymphatischer Kreislauf

11 11 Die Schlagadern (Arterien)und Haargefäße(Kapillaren) Die Blutgefäße Die Blutgefäße fungieren innerhalb des Blutkreislaufs als Transportbahnen für das Blut vom Herzen zu den verschiedenen Körpergeweben und Organen und zurück. Zur Gruppe der Blutgefäße zählen Arterien, Arteriolen, Kapillaren, Venolen und Venen. Arterien und Arteriolen Die Arterien haben einen vergleichsweise großen Durchmesser und dicke, elastische Wände. Damit sind sie besonders gut für den Transport des mit hohem Druck aus den Herzkammern gepumpten Bluts in die verschiedenen Körperregionen geeignet. Je weiter sich die Arterien den Kapillaren nähern, um so mehr verästeln sie sich und um so stärker dünnen sie aus. An dieser Stelle bezeichnet man sie als Arteriolen. Kapillaren Die Kapillaren oder Haargefäße sind die kleinsten und dünnsten Blutgefäße innerhalb des menschlichen Blutkreislaufs, die Arteriolen mit Venolen verbinden. Aufgrund ihrer hauchdünnen Wände ermöglichen die Kapillaren den problemlosen Austausch von Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffen und anderen Substanzen zwischen Blut und Gewebezellen und bilden damit das wichtigste Glied in der Ver- und Entsorgung der Körperzellen. Innerhalb des arteriellen Systems wird das Blut durch Druck rasch im Körper verteilt. Der Druck, mit dem das Blut durch die Blutgefäße fließt, hängt von der Herzleistung, vom Durchmesser der Blutgefäße und ihrer Elastizität ab

12 12 Bild 2 : Sauerstofftransport

13 13 Gasaustausch in der Lunge

14 Aufbau des venösen Gefäßsystems Venöse Gefäßkrankheiten sind entgegen landläufiger Meinung nicht harmlos. Sie sind sehr häufig für dauernde oder vorübergehende Gefäßerkrankungen der Beine sowie für Arbeitsunfähigkeit verantwortlich. In Mitteleuropa leidet ein Drittel der Bevölkerung an Krampfadern, bei jedem Hundertsten liegt ein offenes Bein vor. Etwa zwei Drittel des Bluts im menschlichen Körper befinden sich nicht im arteriellen System, sondern in den Venen und werden nur langsam und mit geringem Druck zum Herzen zurücktransportiert. Venenwände sind deshalb dünner als Arterienwände Aufbau der Gefäßwände Die Intima bildet bei ihnen Venenklappen, die als Einweg - Ventile dafür sorgen, dass das Blut nicht zurücksackt, sondern nur in Richtung Herz fließen kann. Der Verlauf des venösen Gefäßsystems folgt im Wesentlichen dem der Arterien, hat aber einige Besonderheiten: So existiert im Bauchraum ein zweites venöses Venengeflecht, der Pfortaderkreislauf (hier violett). Die Pfortader nimmt das Blut vom Verdauungstrakt auf und führt es der Leber zu, die die Nährstoffe aus dem Darm (obere und untere Bauchvene) herausfiltert. Von besonderer Bedeutung sind das oberflächliche und das tiefliegende Venensystem in Armen und Beinen. Das Blut fließt von den oberflächlichen Venen (z.B. oberflächliche große Beinvene) entweder direkt in die tiefliegenden (z.B. Oberschenkel) Venen oder über ein mittleres Venensystem, die Perforansvenen, in die tiefen Venen. Die großen Venen verlaufen meist parallel zu den großen Arterien des Körpers. An den Beinen gibt es drei Arten von Venen: oberflächliche Venen, die ein Netzwerk direkt unter der Haut bilden, tiefe Beinvenen, die tief in der Muskulatur das Blut zum Herzen zurücktransportieren, und Perforansvenen, die das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem verbinden. Der Druck für den Transport des venösen Bluts Richtung Herz entsteht durch die Pulswelle in den Arterien und durch Kontraktionen der umgebenden Muskeln, die die Venen zusammendrücken. Körperliche Bewegung leistet daher einen wesentlichen Beitrag für den Blutrückfluss zum Herzen – dieser Effekt wird auch als Muskelvenenpumpe bezeichnet. Ebenso unterstützt das lymphatische System den von den Venen geleisteten Rücktransport des Bluts zum Herzen und entwässert dadurch zusätzlich Arme und Beine. 14

15 15 Blutadern(Venen) Venolen und Venen Venolen sind kleine Gefäße und verbinden die Kapillaren mit den Venen, die meist parallel zu den Arterienbahnen verlaufen. Die Venen haben die Aufgabe, das verbrauchte Blut zurück zum Herzen zu transportieren, wozu ein wesentlich geringerer Blutdruck benötigt wird als für den entgegengesetzten Weg. Daher sind die Gefäßwände der Venen im Vergleich zu den Arterien dünner, weniger muskulös und nicht so elastisch. Normale Venenfunktion Geschädigte Venen-Varicositas

16 Das lymphatische System Aufbau und Funktion der Lymphgefäße Das lymphatische System leitet die Lymphe von der Körperperipherie zum Zentrum hin. In den Lymphwegen sind immer wieder Lymphknotenals wesentliche Filterstationen dazwischengeschaltet,. Dort identifizieren weiße Blutkörperchen Bakterien und andere Krankheitserreger und produzieren genau passende Antikörper die dann mit dem Lymphabfluss ins Blut abgegeben werden und den Kranheitserreger rasch ausschalten. Als Lymphe (wörtlich „klares Wasser“) wird die in den Lymphgefäßen fließende wässrige hellgelbe Flüssigkeit bezeichnet. Sie transportiert Eiweiße, Fette, Wasser und Immunzellen. Sie passiert dabei die Lymphknoten und fließt über einen zentralen Sammelleiter, den Ductus thoracicus in der Nähe des Herzens in das Venensystem. Das Lymphgefäßsystem ähnelt dem venösen System und ergänzt dieses. Es hat zwar nur eine geringere Transportkapazität, übernimmt dafür aber in seinen Schaltstellen, den Lymphknoten, eine zentrale Rolle in der Abwehr und bei der Beseitigung von Krankheitserregern, lokalen Entzündungsprozessen und entarteten Krebszellen. Die Lymphknoten haben deshalb eine Schlüsselrolle in der Diagnostik chronischer Entzündungsprozesse, v.a. aber von gut- und bösartigen Tumorerkrankungen. 16

17 17 Blutgefäße der Haut Temperaturregulation über die der Haut Siehe Sinnesorgane Haut

18 18 Klassifikationsystolischdiastolisch optimal< 120< 80 normal< 130< 85 'noch'-normal leichte Hypertonie (Schweregrad 1) mittelschwere Hypertonie (Schweregrad 2) schwere Hypertonie (Schweregrad 3) > 180> 110 Tabelle: Klassifikation der Blutdruckbereiche der WHO Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte, der systolische und der diastolische Blutdruck ermittelt.

19 19 Blutdruckmeßgeräte Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte, der systolische und der diastolische Blutdruck ermittelt. Mit der 24-Stunden-Blutdruck-Messung werden unter Alltagsbedingungen tagsüber und nachts automatisch Blutdruckwerte in 15- bis 30-minütigen Abständen über eine Oberarmmanschette ermittelt und in einem kleinen Aufnahmegerät gespeichert, das mit einem Gurt am Körper befestigt ist.

20 20 Berechnung des individuellen Trainingspulses Lebensalter = Trainingsfrequenz/min Ruhepulsfrequenz/min + {(220-Lebensalter) - Ruhepulsfrequenz)} x 0,66 = Trainingsfrequenz/min Maximalpuls (Belastungs-EKG) x 0,8 = Trainingsfrequenz/min

21 21 Blut Blut ist eine undurchsichtige rote Flüssigkeit, die ständig im Herz-Kreislauf-System durch den Körper gepumpt wird.. Über das Kreislaufsystem erreicht das Blut alle Organe im menschlichen Körper und versorgt sie mit lebenswichtigen Stoffen. Blut ist also ein Transportmittel und praktisch mit allen Körperfunktionen aufs engste verknüpft. Jede Zelle der einzelnen Organe muss mit den für sie lebensnotwendigen Stoffen versorgt und Abfallstoffe müssen abtransportiert werden. Dies geschieht durch das Blut. Im menschlichen Körper fließt das Blut innerhalb geschlossener Blutgefäße. Sie werden als Arterien (= rot) bezeichnet, wenn sie Blut vom Herzen weg transportieren und als Venen (= blau), wenn sie Blut zum Herzen hin transportieren. Ähnlich wie die Äste eines Baumes bilden die Blutgefäße so feine Verzweigungen, dass sie mittels feinster "Haargefäße" (Kapillaren) jede Zelle im Körper versorgen können. Die normale Blutmenge beträgt beim Erwachsenen knapp 4-8%,d.i. 1/13 des Körpergewichts, also 4–6 Liter. Davon sind etwa 55 % flüssiges Blutplasma und 45 % feste Blutkörperchen. Um ein Ausfließen des Blutes bei einer Verletzung der Gefäße zu verhindern, besitzt das Blut ein kompliziertes, aber wirksam funktionierendes Abdichtungs- und Reparatursystem. (Blutgerinnungssystem) Lässt man ein mit Blut gefülltes Untersuchungsröhrchen längere Zeit stehen, trennt sich das Blut in seine verschiedenen Bestandteile auf. Die festen (zellulären) Bestandteile sinken nach unten ab. Die bernsteinfarbene Blutflüssigkeit, das sogenannte Blutplasma, wird oberhalb der Zellen sichtbar, es macht etwa 55 % des Gesamtvolumen aus. Der prozentuale Anteil aller Blutzellen am Gesamtvolumen,ca 45% wird als Hämatokrit bezeichnet. Das Blutplasma ist der flüssige Anteil des Blutes. Im Plasma sind 0,3 % Fibrinogen enthalten, ein für die Blutgerinnung wichtiger Stoff. Entfernt man diesen Stoff aus dem Plasma, so erhält man Serum. Größtenteils besteht Plasma aus Wasser (circa 90 %). Weiterhin finden sich Eiweiße, Salze, gelöste Nährstoffe, Abwehrstoffe, weitere Stoffe für die Blutgerinnung und andere Stoffe Ausgehend von den Urzellen des Blutes, den sogenannten Stammzellen, entwickeln sich im schwammartigen Gerüst des roten Knochenmarks (blutbildendes Mark), überwiegend in den platten Knochen wie Brustbein und Beckenknochen, die unterschiedlichsten Blutzellen. Die scheibchenförmigen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren mit Hilfe ihres roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) den lebensnotwendigen Sauerstoff von der Lunge in den ganzen Körper. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) nehmen Schlüsselfunktionen in der Abwehr von Krankheitserregern wahr. Sie werden in Monozyten, Lymphozyten und verschiedene Granulozyten unterteilt. Die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, sind ein wichtiger Bestandteil der Blutgerinnung. Eine überschießende Verklumpung von Blutplättchen kann zu einer Thrombose führen.

22 22 Blut

23 23 Blutgruppen

24 24 Blutgruppen und Rhesusfaktor A-B-0-Blutgruppensystem Menschen unterscheiden sich in ihrer Blutgruppenzugehörigkeit. Diese Blutgruppenmerkmale beruhen auf spezifischen Eigenschaften der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die vererbt werden und die wir unser Leben lang behalten. Die bekanntesten sind die Merkmale des A-B-Null-Blutgruppensystems (ABO) und des Rhesussystems (Rhesusfaktor). Beim A-B-Null-Blutgruppensystem findet sich auf der Membran der Erythrozyten entweder das Antigen A oder B bzw. es sind beide vorhanden ( AB ) oder es fehlen beide ( 0 ). Gleichzeitig sind bei den Blutgruppen A, B und 0 im Serum entsprechende Antikörper vorhanden, sogenannte Isoagglutinine (Anti-A bzw. Anti-B). Werden nun Antigene mit nicht passenden Blutpräparaten übertragen, kommt es im Körper des Empfängers zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion: die roten Blutkörperchen verklumpen und können ihre Funktion des Sauerstofftransportes nicht mehr erfüllen. Besonders heftig ist die Unverträglichkeitsreaktion bei der Agglutination der übertragenen Blutkörperchen durch die Isoagglutinine des Empfängers. Diese sind nämlich in einer weitaus größeren Menge vorhanden als die übertragenen Erythrozyten. Bei einer Bluttransfusion müssen deshalb in der Regel die Blutgruppe des Spenders und des Empfängers übereinstimmen. Die Transfusionsmedizin unterscheidet hierbei jedoch zwischen der Gabe von roten Blutkörperchen und Blutplasma. Im äußersten Notfall ziehen die Mediziner nämlich Menschen der Blutgruppe 0 als Universalspender für die Gabe von roten Blutkörperchen heran. Deren rote Blutkörperchen besitzen auf der Membran keine Antigene und reagieren somit nicht mit den Isoagglutininen (Anti-A und Anti-B) des Empfängers. Außerdem gilt ein Mensch der Blutgruppe AB als Universalempfänger von roten Blutkörperchen. Dies gilt aber nur für die Übertragung von reinen Erythrozytenpräparaten und nicht für eine Vollblutspende. Würde man nämlich diesen Menschen gespendetes Vollblut der Blutgruppe 0 übertragen, könnte es auch hier zu tödlichen Zwischenfällen kommen, da Blut der Blutgruppe 0 Isoagglutinine gegen A- und B-Antigene enthält. Die Antikörper eines Blutpräparates der Blutgruppe 0 würden die Erythrozyten des Empfängers zerstören können. Rhesusfaktor Neben dem AB0-System gibt es eine Reihe weiterer Blutgruppenmerkmale mit unterschiedlicher Bedeutung für die Bluttransfusion. Von besonderer Bedeutung ist der Rhesusfaktor. Seinen Namen hat er von Rhesusaffen, bei denen er 1940 erstmalig entdeckt wurde.Der wichtigste Rhesusfaktor ist das Rhesusmerkmal D. Menschen, die dieses Rhesusmerkmal besitzen, sind Rhesus positiv (D+). Fehlt dieses Merkmal, so bezeichnet man sie als Rhesus negativ (d-). Im Gegensatz zu den AB0-Blutgruppen enthält das Blutplasma in der Regel keine Antikörper gegen eine Rhesuseigenschaft. Durch Übertragung von Rh-positivem Blut auf Rh-negative Empfänger kann es jedoch zur Bildung von Rhesus-Antikörpern und damit bei erneuter Transfusion von Rh-positivem Blut zur Transfusionsstörung kommen. Keine Folgen hat jedoch die Übertragung von Rh negativem Blut auf Rh positive Empfänger, so dass die Ärzte es im Notfall, wenn es schnell gehen muss, einsetzen können.Vergleiche auch Rhesusinkompatibilität (Ursachen von Mißbildungen)

25 Das Immunsystem Organe, Zellen und Funktionsweise des spezifischen Immunsystems in der (vereinfachten) Schemazeichnung. Eine Schlüsselposition nimmt bis zur Pubertät der Thymus (Thymusdrüse) ein. Er liegt hinter dem oberen Teil des Brustbeins im Brustkorb, in ihm reifen die T-Lymphozyten zu funktionsfähigen Abwehrzellen. Mit Beginn des Erwachsenenalters bildet sich der Thymus zurück, und Knochenmark und Lymphknoten übernehmen seine Funktion. Ständig laufen unbemerkt in unserem Körper Abwehrvorgänge ab: Im Hals werden z.B. Viren daran gehindert, die Schleimhaut zu durchdringen, am Finger sind durch eine kleine Schnittwunde Bakterien ins Gewebe gelangt und müssen abgetötet werden, in der Brust sind bösartige Zellen entstanden, die vernichtet werden müssen. Dies alles und noch zahlreiche andere Leistungen wie z.B. den Abbau alter Blutkörperchen in der Milz vollbringt unser Immunsystem oder Abwehrsystem. Alle Strukturen, die Abwehrreaktionen hervorrufen, werden Antigene genannt. Dem Immunsystem stehen folgende Zellen und Substanzen zur Verfügung: Monozyten und Granulozyten können als Fresszellen Krankheitserreger auffressen und verdauen (phagozytieren) und dadurch unschädlich machen; eine weitere, kleine Untergruppe der Lymphozyten, die natürlichen Killerzellen, vernichtet virusinfizierte Zellen und Tumorzellen. Dieser Teil des Immunsystems arbeitet recht schnell (und von Geburt an), aber eher ungerichtet. Deshalb spricht man auch von der unspezifischen Immun-Abwehr. Die meisten Lymphozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen, erkennen ganz bestimmte (mutmaßlich gefährliche), fremde oder körpereigene Strukturen und vernichten diese zusammen mit der „daranhängenden“ Zelle bzw. dem Krankheitserreger. Die Gesamtheit dieser zielgerichteten Abwehrreaktionen wird spezifische [Immun-]Abwehr genannt. Nachteilig ist jedoch, dass diese präzise Arbeitsweise Zeit braucht, um in Gang zu kommen. T-Lymphozyten greifen insbesondere virusinfizierte oder bösartige Zellen an. B-Lymphozyten produzieren lösliche Abwehrstoffe, die Antikörper oder Immunglobuline. Haben die Lymphozyten einmal einen Feind erkannt, erinnern sie sich lang an ihn. Dieses immunologische Gedächtnis ist die Grundlage dafür, dass wir z.B. Windpocken nur einmal im Leben und nicht alle Jahre wieder bekommen. Auch Impfungen wären ohne immunologisches Gedächtnis nicht möglich. Damit das Ganze koordiniert abläuft, stehen die verschiedenen Abwehrzellen durch Botenstoffe in Verbindung. Die bekanntesten Botenstoffe des Immunsystems, die auch für Behandlungen genutzt werden, sind Interleukine und Interferone,wie beispielsweise das Alpha-Interferon Diese Immunregulatoren sind Eiweiskörper, welche die Immunantwort anregen.Diese nennt man Interleukine.Zudem spielen artenspezifische Eiweise,die im Rahmen der Immunantwort des Körpers- vorallem auf virale Infektionen- gebildet werden eine zunehmende Bedeutung. Letztere nennt man Interferone und sie dienen zur Behandlung von verschiedenen Leukämieformen,Carcinomen(bösartigen Tumoren) und last not least der( vorläufigen) Behandlung von Aids (acqired immune deficiency syndrom) 25

26 Erkrankungen Herzkrankheiten Koronare Herzkrankheit und stabile Angina pectoris Akutes Koronarsyndrom, instabile Angina pectoris und Herzinfarkt Plötzlicher Herztod Chronische Herzinsuffizienz Ödeme Herzrhythmusstörungen Herzmuskelentzündung Herzbeutelentzündung Endokarditis Erworbene Herzklappenfehler Kardiomyopathien Angeborene Herzfehler Erkrankungen des Bluts Blutarmut Hämochromatose Blutgerinnung Blutungsneigung und Blutgerinnungsstörungen Leukämien Maligne Lymphome Erkrankungen des Blutdrucks und der arteriellen Blutgefäße Arteriosklerose Bluthochdruck Arterielle Hypotonie und orthostatische Dysregulation Periphere arterielle Verschlusskrankheit Aortenaneurysma Erkrankungen der Venen Krampfadern Akute Thrombophlebitis Tiefe Venenthrombose Chronisch venöse Insuffizienz und offenes Bein Erkrankungen der Lymphgefäße Lymphangitis Lymphödem 26


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