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1. Dezember 2009 Seite 1 Recherche und publizistische Arbeitstechnik Nadja Böller Wissenschaftliche Mitarbeiterin SII und Schreibberaterin Bibliothek HTW.

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1 1. Dezember 2009 Seite 1 Recherche und publizistische Arbeitstechnik Nadja Böller Wissenschaftliche Mitarbeiterin SII und Schreibberaterin Bibliothek HTW

2 Ziele  Gliederung der Arbeit: Strukturvorgaben reflektieren und auf den eigenen Text anwenden können  Verstehen was wissenschaftlicher Schreibstil ist  Den eigenen Text kritisch lesen und hinterfragen können Seite 2

3 Seite 3 [Kruse 2007]

4 Struktur und Roter Faden im Auge behalten!  Der Leser verschafft sich durch die Struktur einen ersten Überblick  Der Leser liest „nur“ Einleitung bzw. Fragestellung und Schlussfolgerung  Der Leser sieht sich das Quellenverzeichnis an Seite 4

5 Struktureller Aufbau Seite 5 Fragestellung zum Thema formulieren „Was mich schon immer interessiert hat…“ Konkretisieren Sie das ausgewählte Thema, indem Sie eine Frage dazu stellen, die für Sie interessant ist. Beschreiben Sie, warum die Bearbeitung der Fragestellung eine Ausarbeitung Wert ist. Aktueller Forschungsstand „Was und wie wird in der Wissenschaft darüber diskutiert…“ Versuchen Sie anhand der Fragestellung den aktuellen Forschungsstand aufzuzeigen. Nehmen Sie hierzu mind. 8 Quellen zur Hand (mind. 5 davon sollen eine wissenschaftliche Grundlage haben!). Was wird aktuell zu diesem Thema diskutiert? Fassen Sie in eigenen Worten zusammen und versuchen Sie zu interpretieren. Weiterentwicklung des Themas und der Fragestellung „Was ich darüber hinaus noch wissen möchte…“ Was liesse sich ausgehend von den Erkenntnissen zum aktuellen Forschungsstand nun im Speziellen bearbeiten? Wie könnte man das Thema oder die Fragestellung weiterentwickeln. Welche Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang für die Zukunft relevant? Reflexion der eigenen Vorgehens- und Arbeitsweise „Was hätte man besser machen können…“ Nehmen Sie kritisch Stellung zu Ihren Ausführungen. War die Recherche erfolgreich? Haben Sie Ihrer Meinung nach die wichtigsten Aspekte dargestellt und diskutiert? Begründen Sie…

6 Struktur  Verknüpfung von Elementen zu einem geordneten Ganzen  Strukturieren heisst ordnen und klar darstellen  Aufteilen des Ganzen und Zusammenfügen der Teile  Ziel der Strukturierung ist Kommunikation zwischen Leser und Autor durch Überblick und selektiven Zugriff  Hinführen, zusammenfassen, überleiten: - auf das Textziel und die Fragestellung ausgerichtet sein, - alle Bestandteile des Themas enthalten, - die Elemente des Themas zueinander in Beziehung setzen, - den Verlauf der Argumentation tragen und verdeutlichen. Seite 6

7 Struktur: Induktives Vorgehen BESONDERES  ALLGEMEINES  Ableiten von Schlussfolgerungen aus vorgegebenen Fakten  Von der Praxis zur Theorie mittels Hypothese  Hypothesen aufstellen und überprüfen  Wahrscheinlichkeiten festlegen, um daraus generelle Aussagen zu machen Seite 7

8 Struktur: Deduktives Vorgehen ALLGEMEINES  BESONDERES  Schlussfolgerndes Denken  Von der Theorie zur Anwendung mittels Experiment  Wahrscheinlichkeitsaussagen, Prognosen für die Zukunft wagen Seite 8

9 Seite 9 Mayring, Philipp (2007): Generalisierung in Quantitativer Forschung. In: forum Qualitative Social Research – Sozialforschung, Volume 8, No. 3, Art. 26.

10 Struktureller Aufbau Seite 10 Fragestellung zum Thema formulieren „Was mich schon immer interessiert hat…“ Konkretisieren Sie das ausgewählte Thema, indem Sie eine Frage dazu stellen, die für Sie interessant ist. Beschreiben Sie, warum die Bearbeitung der Fragestellung eine Ausarbeitung Wert ist. Aktueller Forschungsstand „Was und wie wird in der Wissenschaft darüber diskutiert…“ Versuchen Sie anhand der Fragestellung den aktuellen Forschungsstand aufzuzeigen. Nehmen Sie hierzu mind. 8 Quellen zur Hand (mind. 5 davon sollen eine wissenschaftliche Grundlage haben!). Was wird aktuell zu diesem Thema diskutiert? Fassen Sie in eigenen Worten zusammen und versuchen Sie zu interpretieren. Weiterentwicklung des Themas und der Fragestellung „Was ich darüber hinaus noch wissen möchte…“ Was liesse sich ausgehend von den Erkenntnissen zum aktuellen Forschungsstand nun im Speziellen bearbeiten? Wie könnte man das Thema oder die Fragestellung weiterentwickeln. Welche Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang für die Zukunft relevant? Reflexion der eigenen Vorgehens- und Arbeitsweise „Was hätte man besser machen können…“ Nehmen Sie kritisch Stellung zu Ihren Ausführungen. War die Recherche erfolgreich? Haben Sie Ihrer Meinung nach die wichtigsten Aspekte dargestellt und diskutiert? Begründen Sie…

11 Argumentationsstruktur Kette  chronologische Darstellung einer Entwicklung in Etappen,  Beschreibung eines Phasenverlaufs Rhombus  dreifache Begründung  isolierte Erörterung dreier ausgewählter Aspekte des Themas  schlaglichtartige Beleuchtung von Situationen oder Sachverhalten Waage  abwägender Vergleich zweier Positionen oder Situationen oder  Erörterung von Gründen und Gegengründen bzw. Vorteilen und Nachteilen Seite 11

12 Umgang mit Überschriften  Überschriften passend zum Stil des Textes wählen  Nach einem gleich bleibenden Muster formulieren  Möglichst sprechende Titel wählen  Wenn möglich nicht mehr als drei Ebenen Seite 12

13 ROTER FADEN: Gedankenführung! „Schaltstellen“ des Verständnisses für den Leser einbauen:  Sprachliche Gliederungsmittel nutzen  Bezüge herstellen  Argumentation verdeutlichen  Sauber zitieren  Layout und Textgestaltung entsprechend des Fachs verwenden  Textuale Gliederungsmittel zur Unterstützung der Argumentation einsetzen: Absatz, Abschnitt, Überschrift, Hervorhebung, Anmerkung, Exkurs : Seite 13

14 Grundsätze für den wissenschaftlichen Schreibstil Klar schreiben  Kurz, prägnant, ohne Umwege Sachlich schreiben  Distanziert, doch auch etwas engagiert, mittlere Stilebene, klar definierte,  eindeutige Begriffe, sparsame Bildlichkeit, kaum Ironie, wenig Ausrufezeichen Unpersönlich schreiben  Sparsames ich/wir/man oder ohne Personalpronomen Absätze gestalten  Übersichtlich, strukturiert Seite 14

15 Sprachliche Gliederung  erstens, zweitens,...  zunächst, anfangs, schließlich,  einerseits... andererseits..., wenn... dann..., zwar... aber...,  gemeinsame Verwendung von Wörtern und Gegenwörtern wie Vorteil/Nachteil, positiv/negativ, Sinn/Unsinn, behaupten/beweisen Seite 15

16 Hinführen Im Folgenden geht es um... In diesem Kapitel wird in drei Schritten aufgezeigt... Um einen Einblick in die Vielfalt der Ansätze zu geben,... Im Anschluss an einen Überblick über die historische Entwicklung sollen... Unter Rückgriff auf Methoden der XY soll herausgearbeitet werden, wie... „Das erste Kapitel in diesem Abschnitt erklärt den Aufbau und die Organisation des Bildungswesens auf gesamtschweizerischer Ebene. Im zweiten Kapitel werden die gesetzlichen Grundlagen mit Fokus auf die Berufs, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) erläutert. Ausgehend vom in den gesetzlichen Grundlagen definierten Auftrag wird im dritten Kapitel die Struktur und Organisation der BSLB näher beschrieben. Das Projekt berufsberatung.ch, auf Bundesebene initiiert und schliesslich gesamtschweizerisch umgesetzt, rundet das zweite Kapitel schliesslich ab.“ Seite 16

17 Überleiten Nachdem nun XY beschrieben ist, gilt es... Worin liegt nun die besondere Bedeutung dieser Entwicklung?... Betrachten wir mögliche Ursachen:... Es lassen sich drei Gründe anführen:... Um diesen Zusammenhang näher zu erläutern, wird... „Die 8 Bausteine des Wissensmanagements liefern ein einfaches und nutzbares Konzept, das für die Entwicklung der elektronischen Stammdokumentation praxisnahe und umsetzbare Anregungen bietet. Im folgenden Unterkapitel werden kurz die Grundlagen des Modells erläutert, bevor in den nächsten Unterkapiteln die modellgeleitete Konzipierung der elektronischen Stammdokumentation erfolgt.” „Die Grundlage für die bisherigen Ausführungen zur Mythosdarstellung in Biancheng bildete vorwiegend die Sekundärliteratur aus dem europäischen und amerikanischen Kulturraum. Daher werden im Folgenden einzelne mythosdarstellende Elemente in Shen Congwens Novelle mit ausgewählten Beiträgen aus der chinesischsprachigen Sekundärliteratur ergänzt.“ Seite 17

18 Zusammenfassen Hieraus ergibt sich, dass... Damit ist... Somit ist zu schlussfolgern:... Wie die Untersuchung zeigt,... Konsequenz ist, dass... „Während im obigen Textauszug der Fokus auf den Einsturz der weissen Pagode als Sinnbild für das Ende des entlegenen Paradieses gelegt wurde, ist im nachfolgenden Zitat das gleiche Symbol als ein Zeichen des Neuanfangs ausgelegt worden, womit eine andere Ausgangslage für die Wiederbelebung des Mythos geschaffen wurde:“ Seite 18

19 Zitieren: Einleiten eines Zitats Durch die Verwendung des Konjunktivs hat man nun die Möglichkeit, die Gedanken von Schulze als referierte darzustellen. Schulze postuliert, dass das Problem XY in der Forschung vernachlässigt werde. Man müsse zu einer anderen Perspektive gelangen. usw. Der Übergang zum Indikativ macht dann deutlich, dass nun wieder der Verfasser spricht bzw. schreibt. Im Folgenden werden zunächst die in der einschlägigen Literatur zu findenden Positionen referiert (vgl. Schulze 1987, 34 ff.). Seite 19

20 Zitieren: Kommentieren eines Zitats Über kommentierende Einleitungssätze formuliert der Verfasser seinen Standpunkt gegenüber den zitierten Gedanken. Der Kommentar wird einerseits durch bestimmte Verben des Sagens und Meinens geleistet, andererseits über wertende Adjektive und Adverbien. Schulze polemisiert hier gegen die einschlägigen Meinungen, wenn er behauptet, "..." (Schulze 1995, 45). In diesem Punkt weicht die Argumentation Schulzes von der in der Literatur häufig vertretenen Meinung ab. "..." (Schulze 1995, 132) Die wesentlichen Aspekte anschaulich auf den Punkt bringend schreibt Schulze, dass "..." (Schulze 1995, 211). Wenn man unkommentiert zitiert, wird das Zitat als inhaltlich übereinstimmend mit der Position des Zitierenden (des Verfassers der wissenschaftlichen Arbeit) gewertet. Man kann dann also nicht behaupten, ‘nur’ die Meinung anderer wiedergegeben zu haben. Seite 20

21 Den Text kritisch reflektieren und überarbeiten  Prüfung der Logik des Textes,  Vermeidung von überflüssiger Information,  Variation des Argumentationsmusters  Einsatz von sprachlichen Gliederungsmitteln,  Kürzung oder Erweiterung eines Satzes  Überprüfung der Zitate  Ergänzung von textkommentierenden Überleitungen oder Zusammenfassungen - Seite 21

22 Übung (15-20 Minuten)  Klappen Sie Ihre Laptops zu  Nehmen Sie sich zu zweit je einen Text Lesen Sie den Text auf folgende Merkmale durch: 1.Ist ein roter Faden erkennbar: -Werden sprachliche Gliederungen gemacht? -Werden Bezüge zwischen Abschnitten und Kapiteln hergestellt? -Sind die Titelüberschriften einleuchtend? 2.Zitieren von Quellen -Ist die Unterscheidung zwischen Meinung des Autor und Fremdmeinung hergestellt? -Werden Zitate eingeleitet bzw. kommentiert und in den Zusammenhang gestellt?  Besprechen Sie die Ergebnisse untereinander! Seite 22

23 Ausblick 15. Dezember 2009  Alle (vollständigen) Texte im Wiki (inkl. Literaturverzeichnis)  Beginn der Kommentierungsphase (bis 5. Januar) – Infos dazu folgen am Seite 23

24 Seite 24 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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