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Bericht zur Betreuung der Asylwerber und den Integrationsverlauf 15.11.2015 Reinhold Wessely WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN.

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1 Bericht zur Betreuung der Asylwerber und den Integrationsverlauf Reinhold Wessely WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

2 Manche Sensationsberichte in den Medien führen zu Gerüchten, die oft meilenweit von Fakten entfernt sind. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

3  Das Recht auf Asyl (eigentlich: das Recht, Asyl zu suchen und zu genießen), welches auch in der EU Grundrechtecharta verankert ist, beginnt mit der Verpflichtung,Flüchtlinge zum Staatsgebiet eines sicheren Landes zuzulassen und endet mit einer nachhaltigen Stabilisierung der Lebenssituation der Flüchtlinge. Dieses Recht ist ein persönliches Recht. Es besteht unter anderem aus folgenden Elementen:  Non-Refoulement (keine Zurückweisung),  Zugang zu fairen und effektiven Asylverfahren. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

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13 Unser Netzwerk konzentriert sich auf die Arbeit in Hof und politisiert nicht über das Management der Flüchtlingskrise auf nationaler oder EU-Ebene. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

14 Bürgerversammlung der Gemeinde Darlegung der Fakten, Information und Diskussion Interesse am Mithelfen Formierung der Mitmacher-Gemeinschaft Deutsch-Unterricht Sachspenden Weitere Unterstützung Vernetzung Im Ort und im Bezirk, Begegnungstreffen Mit Caritas und offiziellen Stellung Information und Kommunikation

15  Deutsch-Unterricht an zwei Standorten.  Transporte.  Begleitung zu Arztbesuchen, Schulanmeldungen, Lebensmitteleinkauf (Mannersdorfer Tafel).  Hilfe bei Orientierung und Information.  Aufbringung von Sachspenden (Kleidung, Schuhe, Fahrräder, TV-Geräte). WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

16  Herkunft Syrien: 15 Irak: 4 Iran: 2 Afghanistan: 4  Bildung Universitätsabschluss: 5  Sprache Kurdisch:10, Arabisch:9, Farsi:6  Familien 10 Familien, 25 Personen  Kinder und Jugendliche: 10  Religion Moslems: 20, Christen 4 4 Familien haben einen positiven Bescheid erhalten und Hof bereits verlassen. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

17 Damascus Homs Aleppo

18 WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

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20  Wir flüchteten in die Türkei, von wo wir mit einem kleinen 3-Meter Boot zu siebt über das Meer auf eine griechische Insel fuhren. Von dort gelangten wir, meist zu Fuß, über Mazedonien, Serbien, Ungarn nach Österreich und wurden in Traiskirchen registriert, bevor wir ein Heim in Hof am Leithaberge fanden.  Er wurde bei einem Bombenangriff verletzt und hat als Folge Sprach- und Hörprobleme; sein rechter Arm ist gelähmt. Seine Tochter pflegt liebevoll und erfahren den Vater. Sie nahmen ebenso den Fluchtweg über die Türkei, dann übers Meer nach Griechenland und kamen dann über die „Balkanroute“ nach Österreich.  Wir kommen aus dem Kurdengebiet im Nordosten Syriens, aus Qamishli-Hasaka. Wir mussten wegen der kriegerischen Ereignisse diese Region verlassen. E. mit ihrem Bruder Amer flücheteten gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Cousin zuerst in die Türkei und gelangten nach Istanbul. Von dort waren wir 40 Tage in einem LKW unterwegs bevor wir an einer Straße in Österreich ausgesetzt und schließlich in die Erstaufnahme nach Traiskirchen gebracht wurden. Sie mussten ihre Eltern zurücklassen, weil diese die Strapazen nicht bewältigt hätten.  Wir kommen aus der syrischen Hafenstadt Latakia. Wir sind Christen. Als der Krieg näherkam, mussten wir flüchten, zuerst nach Libanon, dann in die Türkei, von wo wir mit einem Boot nach einer griechischen Insel übersetzten. Das gelang uns erst nach 6 (!) Versuchen in 20 Tagen, weil wir jedesmal von der Küstenwache auf See aufgegriffen und zurückgeschickt wurden.Von dort ging es über die „Balkanroute“ meist zu Fuß nach Österreich, wo wir glücklich angekommen sind. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

21 GemeindeQuartiergeber Bezirk Nachbarn

22 Mit Hilfe der Gemeinde wurde ein Depot für Sachspenden eingerichtet, wo Sachspenden abgegeben werden können und bei Bedarf geordnet ausgegeben werden. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

23  Begegnungstreffen zweiwöchentlich Dienstag 17:00  Integration durch persönliche Begegnung, Sport, Feuerwehr, Feste  ZIB 2 Bericht  NÖN Berichte WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN Aus dem ZIB 2 Bericht

24 Die Probleme in der Betreuung liegen in zwei Bereichen:  die schlecht koordinierte Organisation des Asylwesens,  Traumatisierung der Asylwerber. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

25  Unterschiedliche Regelungen für Quartiergeber.  Zuständigkeiten.  Betreuung durch Caritas.  Schulbesuch (Anmeldung, Schulsachen, Bustickets).  Transport.  Einlösung von Gutscheinen.  Medizinische Versorgung (ausser Hausarzt). WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

26  Sie haben Krieg, Tod, Bedrohungen erlebt.  Sie haben alles verloren.  Teile der Familien leben in Flüchtlingslagern oder konnten nicht mitkommen.  Die Flucht selbst verlief meist dramatisch.  Sie müssen sich erst im neuen Land zurechtfinden.  Sie sind zur Untätigkeit verurteilt, wollen aber arbeiten.  Folgen: geschwächtes Immunsystem, „Lagerkoller“, Depression, psychosomatische Erkrankungen. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

27 Bedingt durch die vielfältigen Aufgaben und Probleme brauchen wir mehr Hilfe, d.i. Zeit der Mitmacher. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

28  Derzeit unterrichten 3 Personen an zwei Standorten regelmässig die Asylwerber. Sie werden von zwei weiteren Personen unterstützt, die fallweise den Unterricht übernehmen.  Günstig wäre es, den Unterricht an einem Standort mit Einsatz von mehr technischen Mitteln zu gestalten.  Obwohl die Teilnahme am Unterricht freiwillig ist, sollte sie mit etwas Druck und Kontrolle, bzw Anreizen zu einer „freiwilligen Verpflichtung“ ausgebaut werden. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

29  Da wir nun ein Depot für Sachspenden haben und eine geordnete Ausgabe sicherstellen können, bitten wir um weitere Sachspenden aller Art (Kleidung, Schuhe).  Gesucht sind auch Fahrräder (um vor allem eine sportliche Betätigung zu erreichen) und Laptops zu Lernzwecken und als Vorbereitung für den Arbeitsprozess.  Wir brauchen ein Spendenkonto (durch die Gemeinde) um verschiedene Integrationsaufgaben erfüllen zu können. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

30  Wir brauchen Hilfe für Transporte: - Arztbesuch, Spitalsbesuch. - Einkauf (Flüchtlinge erhalten Gutscheine, die nur in bestimmten Geschäften einlösbar sind. - Vorsprachen bei Behörden. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

31  Öffentliche Verkehrsmittel: Verkehr nach Bruck unzureichend, nach Hainburg sehr schwierig.  Einkauf (Schwierigkeit, Gutscheine einzulösen), Transport zur Mannersdorfer Tafel.  Freizeit (Fussball).  Dienst an der Gemeinschaft (Feuerwehr).  Musikschule.  Kulturelle Integration (Exkursionen). WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

32 Wir sind jetzt in der Phase der Aufnahme und Betreuung von Asylwerbern. Die große Herausforderung wird die weitere Integration sein. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

33 Die gegenwärtige Situation mit Unterbringung, Spracherlernung, Betreuung und beginnende Integration gelingt uns mit dem Engagement unserer Mitmacher. Die künftige Herausforderung ist aber die Integration der Flüchtlinge nach Erteilung des Asylbescheids. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

34 Es sind drei Bereiche, die für die Integration essentiell sind, wofür aber derzeit noch keine Grundlagen geschaffen wurden. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

35  Die Zeit zwischen Unterbringung und Asylbescheid ist zu kurz um gute Sprachkenntnisse zu erwerben.  Der Deutsch-Unterricht sollte konzentriert (also nicht in jeder Unterkunft, sondern in größeren Einrichtungen, wie Schulen, am Nachmittag oder Abend), intensiviert (mit Motivation aber auch als Verpflichtung für Asylwerber), und professionalisiert (von Lehrern oder unter Aufsicht von Lehrern mit technischen Hilfsmitteln und Lehrbehelfen) erteilt werden.  Nach Erteilung des Asylbescheids sollten Deutschkurse verpflichtend werden. Kontrolle, ein Punktesystem zur Beurteilung und ein Prüfungssystem sollten eingeführt werden. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

36  Nach Erteilung des Asylbescheids (und nach einer maximal viermonatigen Übergangsfrist) sind die nunmehr anerkannten Asylanten auf sich gestellt und sollen sich im österreichischen Arbeitsmarkt um eine Stelle bewerben oder als Selbständiger ein Gewerbe ausüben. Die derzeitigen Beschränkungen der Anerkennung früherer Berufserfahrungen (inklusive der akademischen Ausbildung) macht es jedoch schwierig bis unmöglich, einen adäquaten Beruf auszuüben. Als Folge werden berufserfahrene und gut ausgebildete Asylanten bestenfalls als Hilfsarbeiter tätig werden können, im schlechtestens Fall werden sie jedoch unter die staatlichen Minimalversorgung fallen. Damit wird die Chance vertan, dass diese Asylanten einen höheren Beitrag zur Wertschöpfung in der österreichischen Wirtschaft leisten können.  Dieses Ziel verlangt die Einführung eines zentralen Managements unter Beteiligung von Regierung, Sozialpartnern, AMS – bevorzugt unter dem Dach des Österreichischen Integrationsfonds oder, besser, durch die Schaffung eines eigenen Bundesamtes für Integration mit den Schwerpunkten Sprachunterricht und Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Hier sind dringend gesetzliche Lösungen verlangt, die ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassung an die unterschiedlichen Verhältnisse der einzelnen Asylanten verlangen. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

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38  Die derzeit bereits prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt wird durch die stark erhöhte Nachfrage nach billigem Wohnraum weiter verschärft werden. Hier müssten durch das bestehende Wohnbauförderungssystem weitere Möglichkeiten, bzw Verbesserungen geschaffen werden um Mietwucher, unsoziale Wohnungsverhältnisse oder gar Obdachlosigkeit zu verhindern. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

39  Wenn Sie über unsere Arbeit informiert werden – oder mitmachen wollen, geben Sie uns, bitte, Nachricht per an  Wenn Sie uns sonst helfen wollen, bitten wir um Ihre Spende lt. Muster. WILLKOMMEN AM LEITHABERG - WIR HELFEN

40 Danke


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