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MA DaF Seminar Sprachenlehren und –lernen unter erschwerten Bedingungen Seminarprojekt: Zusammenhang zwischen der Sprach- kompetenz und der Motivation.

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Präsentation zum Thema: "MA DaF Seminar Sprachenlehren und –lernen unter erschwerten Bedingungen Seminarprojekt: Zusammenhang zwischen der Sprach- kompetenz und der Motivation."—  Präsentation transkript:

1 MA DaF Seminar Sprachenlehren und –lernen unter erschwerten Bedingungen Seminarprojekt: Zusammenhang zwischen der Sprach- kompetenz und der Motivation von Asylsuchenden und Migranten Vera Prosdocimo Sandra Vera

2 Ständige ausländische Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit Quelle: bfm.admin.ch ITALIEN DEUTSCHLAND FRANKREICH GB ESP REST EU-25/EFTA Nicht-EU/EFTA PORTUGAL

3 Einreisen nach Einwanderungsgrund: Jan 2013 – Dez 2013 Quelle: bfm.admin.ch FAMILIENNACHZUG ERWERBSTÄTIGKEIT OHNE KONTINGENTIERUNG AUS- & WEITERBILDUNG ANERKANNTE FLÜCHTLINGE

4  Total Asylgesuche: 21‘465 (– 25.0 %)  1. Herkunftsland: Eritrea (2563 Gesuche; – 41.9 %)  2. Herkunftsland: Syrien (1901 Gesuche; %)  3. Herkunftsland: Nigeria (1764 Gesuche; – 35.8 %)  4. Herkunftsland: Tunesien (1737 Gesuche; – 22.4%)  Total Personen im Asylprozess in der Schweiz: 43'561  Nur 15.4% aller Asylgesuche wurden gewährt! > alle Daten gelten für das Jahr 2013 Quelle: bfm.admin.ch

5  Problematik  Fragestellung  Personengruppe  Datenerhebung  Interview  Testresultate TELC-A2  Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2007)  Kategorien  Ergebnisse  Methodenkritik  Offene und weiterführende Fragen

6  Sprachenlernen im Migrationskontext: Migranten und Asylsuchende sehen sich oft gezwungen, eine neue Sprache, die Sprache des Ankunftslandes, zu lernen. Neben den offensichtlichen Problemen, die das Erlernen einer Fremdsprache mit sich bringt, haben diese Personen oft auch mit persönlichen und ökonomischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die der Migration zuzuschreiben sind. Diese Faktoren können einen negativen Einfluss auf die Sprachlernmotivation haben und so den Spracherwerb erheblich erschweren.

7  Kann ein direkter Zusammenhang zwischen der Lernmotivation und den Ergebnissen eines Sprachtests festgestellt werden?

8  Geplant waren Interviews mit 8 Personen, zwei Schüler haben schlussendlich aus verschiedenen Gründen nicht teilgenommen. Den Lernenden wurden die Namen SuS1, SuS2, SuS4, SuS5, SuS6 und SuS7 zugeordnet um ihre Anonymität zu wahren.  Die Testpersonen sind aus Eritrea, Syrien, Äthiopien, der Mongolei und Somalia.  Unsere Versuchspersonen sind erwachsene Migranten und Asylsuchende, die einen Deutschkurs des Lern●Punkt Bern (http://fluechtlingshilfe.heilsarmee.ch/lern-punkt/) besuchen. Sie befinden sich auf der Stufe A2.

9  Die Zielgruppe des Lern.Punkts umfasst sowohl Personen ohne jegliche Schulbildung als auch Personen mit abgeschlossenen Studien in ihrem Herkunftsland.  Die Ankunft der Lernenden in der Schweiz liegt zwischen 11 Monaten und 6 Jahren zurück. ‏  Die Testpersonen verfügen über die folgenden Aufenthaltsbewilligungen: N: Asylsuchende, F: Vorläufig aufgenommene Ausländer, B: Aufenthaltsbewilligung

10 Interview  Die Fragen wurden bezogen und abgeleitet aus der The Attitude/Motivation Test Battery: Technical Report (1985) von R. C. Gardner (University of Western Ontario)  Anzahl Fragen: 28 (+Folgefragen) Art:Geschlossene Ja/Nein Fragen Offene Fragen  Die Interviewfragen wurden den Personen schriftlich eine Woche im Voraus mitgegeben, damit sie sich die Fragen in Ruhe zu Hause anschauen und allfällige Wortschatzprobleme klären konnten.  Durchschnittliche Dauer der Interviews: Minuten  Die Interviews haben vor und nach dem Deutschkurs während 4 Tagen stattgefunden.

11 Testresultate TELC-A1  4 Sprachkompetenzen: Hörverstehen:15 Punkte Leseverstehen:15 Punkte Schreiben 1: 5 Punkte Schreiben 2:10 Punkte Sprechen:15 Punkte Punktetotal:60 Punkte  Auswertung: total erreichte Punktzahl * 1.66 = Prozentanteil richtiger Antworten (60%: bestanden)

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13 1. Bestimmung des Ausgangsmaterials 2. Richtung der Analyse und Fragestellung 3. Analyse  Transkription der einzelnen Interviews  Zusammenfassung der Antworten 4.  Deduktive Kategorienbildung

14 1 – Einstellung gegenüber Fremdsprachen  Beschäftigt sich mit dem Interesse der Person am Fremdsprachenlernen im allgemeinen und am Deutschen im Spezifischen  Frage Nr. 2: Finden Sie es schwer, eine neue Sprache zu lernen? 2 – Unterstützung aus dem Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte)  Betrachtet das familiäre und freundschaftliche Umfeld der Schüler und die Unterstützung, die sie im Deutschlernen erfahren.  Frage Nr. 5: Hilft Ihnen Ihre Familie Deutsch zu lernen? Wie hilft Sie Ihnen? 3 - Einstellung gegenüber der deutschen Sprache und dem Schweizerdeutschen  Betrifft die Gefühle, die die SuS gegenüber des Deutschen und dessen Erlernen hegen.  Frage Nr. 6: Finden Sie Deutsch ist eine schöne Sprache? Wieso, wieso nicht?

15 4 –Einstellung gegenüber dem Deutschkurs  Setzt sich mit der empfundenen Nützlichkeit und Attraktivität des Deutschkurses auseinander  Frage Nr. 9: Mögen Sie Ihre Deutsch Klasse? Wieso? 5 – Affekte im Zusammenhang mit dem Deutschkurs  Behandelt Sprech- und Versagensängste der SuS im Deutschkurs  Frage Nr. 10: Wie fühlen Sie sich wenn die Lehrerin Sie korrigiert, ist es ein gutes oder ein schlechtes Gefühl? 6 –Lernstrategien im Unterricht und ausserhalb  Beschäftigt sich mit den Lernstrategien, die die SuS innerhalb und ausserhalb des Deutschkurses anwenden  Frage Nr. 16: Was tun Sie, wenn Sie im Unterricht etwas nicht verstehen?

16 7 –Einstellung gegenüber Schweizern  Betrachtet die Meinung, Ansichten, Gefühle und das innere Verhältnis, das die Schüler gegenüber Schweizern haben.  Frage Nr. 18. Was mögen Sie an den Schweizern (die Personen)? 8 –Integrative Motivation (soziale Interaktion)  Betrifft das Interesse der Schüler, Deutsch zu lernen um mit Deutschsprachigen zu kommunizieren und sich besser zu integrieren.  Frage Nr. 20: Welche Sprache sprechen Sie mit Freunden, die eine andere Muttersprache haben? 9 – Affekte ausserhalb des Unterrichts  Untersucht Sprech- und Versagensängste der Schüler ausserhalb des Unterrichts.  Frage Nr. 21. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie mit Schweizern, die Sie nicht kennen, Deutsch sprechen müssen?

17 10 –Instrumentelle Motivation  Setzt sich mit der Auffassung der Lernenden auseinander, dass Deutsch ein Instrument ist um ein konkretes Ziel zu erreichen, z.B. eine Arbeitsstelle zu finden.  Frage Nr. 23. Glauben Sie, dass Sie nach dem Deutsch Kurs eine Arbeit in der Schweiz finden?

18 MotivationResultate eine junge schulgewohnte, ausgebildete und motivierte Person positive Einstellung gegenüber dem Deutschkurs. obwohl sie eine negative Einstellung gegenüber den Schweizern hat, bemüht sie sich, sich zu integrieren. Total- 51/60 Punkte - 85% Hören –14/15 Punkte – 93% Lesen –11/15 Punkte – 73% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 7/10 Punkte– 70% Sprechen – 14/15 Punkte– 93% SuS1 hat sehr hohe Punktzahlen beim Hörverstehen, Sprechen und dem ersten Teil des Schreibens erreicht. Lesen und der zweite Teil des Schreibens sind schwächer ausgefallen. Aufgrund des Interviews und des Gesamtresultats kann man ableiten, dass die Resultate im Zusammenhang mit ihrer Motivation stehen.

19 MotivationResultate eine etwas ältere und motivierte Person positive Einstellung gegenüber der Sprache, den Schweizern und des Landes Sprachunterstützung von ihren zwei Söhnen, ihrer Tochter und ihren Schweizer Freunden klares Ziel um Deutsch zu lernen: zukünftigen Schwiegertöchtern/Schwiegersohn und Enkelkinder unterhalten können. zu alt, um eine Arbeit zu finden Total- 48/60 Punkte - 80% Hören –13/15 Punkte – 87% Lesen –10/15 Punkte – 67% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 7/10 Punkte– 70% Sprechen – 15/15 Punkte– 100% SuS 2 verfügt über ein sehr hohes Sprachniveau beim Hören, Sprechen und ersten Teil des Schreibens. Beim Lesen und zweiten Teil des Schreibens sind ihre Resultate tiefer. Aus der Zusammenfassung des Interviews und ihrer guten Resultaten beim Hörverstehen, Sprechen und dem ersten Schreibteil kann man ableiten, dass sie trotz ihres Alters eine hohe und klare Lernmotivation hat und dass sie alle Ressourcen nutzt um ihr Ziel zu erreichen. Ausserdem bestätigen die Resultate, dass sie sich auf das Sprechen und das Hören konzentriert.

20 MotivationResultate positive Einstellung gegenüber der Sprache, den Schweizern und des Landes -> möchte integriert sein Freude am Sprachenlernen Sprachunterstützung vom Vater und seiner Schweizer Freundin viele gute Lernstrategien Total- 56/60 Punkte - 93% Hören –13/15 Punkte – 87% Lesen –13/15 Punkte – 87% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 10/10 Punkte–100% Sprechen – 15/15 Punkte–100% >> SuS4 verfügt über ein sehr hohes Sprachniveau in allen Teilkompetenzen. Aus der Zusammenfassung des Interviews kann man ableiten, dass SuS4 eine sehr motivierte und gute Lernerin ist. Sie weiss, wie sie am besten lernt und hat sehr gute Lernstrategien entwickelt. Sie hat dementsprechend sehr gute Prüfungsresultate erzielt.

21 MotivationResultate gleichgültige, minimalistische Einstellung gegenüber dem Deutschlernen und seinen eigenen Fähigkeiten Angst zu sprechen relativ positives Bild von den Schweizern Total- 42/60 Punkte % Hören –11/15 Punkte – 73% Lesen –11/15 Punkte – 73% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 5.5/10 Punkte– 55% Sprechen – 9.5/15 Punkte– 63% >> SuS5 hat in allen Teilkompetenzen Probleme. Aus der Zusammenfassung des Interviews kann man ableiten, dass SuS5 kein wirklich motivierter Lerner ist. Dies spiegelt sich in seinen Prüfungsresultaten wider.

22 MotivationResultate sehr gutes Sprachverständnis Hemmungen und grosser Stress beim Sprechen Sprachunterstützung von der Familie (v.a. Bruder) „Angst“ vor der Lehrerin positives Bild von den Schweizern Total- 51/60 Punkte - 85% Hören –13/15 Punkte – 87% Lesen –12/15 Punkte – 80% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 8.5/10 Punkte– 85% Sprechen – 12.5/15 Punkte– 83% >> Die Resultate zeigen, dass SuS6 sehr ausgewogenen Kompetenzen hat. Aus der Zusammenfassung des Interviews kann man ableiten, dass SuS6 trotz offensichtlicher Sprechängsten eine sehr gute Einstellung zum Deutschlernen hat. Dies könnte v.a. seinem familiären Umfeld zuzuschreiben sein. Seine Prüfungsresultate widerspiegeln diese positive Motivation.

23 MotivationResultate eine alleinerziehende Mutter sie ist nicht daran interessiert deutschsprachige Leute kennenzulernen gut Deutsch können wegen ihrer zwei Kinder (3 und 8 Jahre alt);der 8-jährige bekommt Hausaufgaben auf Deutsch und Dialekt und sie möchtet ihm dabeihelfen. lernt alleine Deutsch Ihre Hausaufgaben macht sie sehr diszipliniert, da ihr die Hausaufgaben helfen, die verschiedenen Themen besser zu verstehen. Total- 48/60 Punkte - 80% Hören –12/15 Punkte – 80% Lesen –10/15 Punkte – 67% Schreiben 1 – 5/5 Punkte –100% Schreiben 2– 7/10 Punkte– 70% Sprechen –14/15 Punkte– 93% >> Das Sprachniveau der verschiedenen Teilkompetenzen ist sehr variabel. SuS 7: Aus dem Interview und ihren Resultaten beim Test kann man teilweise ableiten, dass ihre Kinder einen sehr starken Einfluss auf ihre Lernmotivation haben. Einen direkten Zusammenhang zwischen ihrer Lernmotivation und den Resultaten ist hier schwer ersichtlich da ihre einzelnen Kompetenzresultate unterschiedlich sind.

24  Die Motivation zu messen ist ziemlich schwierig. Mit dem eingesetzten Instrument (Interview) erhielt man einen tieferen Einblick in die Motivation des Interviewpartners.  Das Motivationsinstrument war hilfreich aber es muss verbessert werden. Es fehlen z.B. vertiefte Fragen zur Schreib- und Lesekompetenzen.  Die Prüfungsresultate lassen keine klaren Schlussfolgerungen auf den Inhalt der Prüfung und deren Validität zu.  Einen Zusammenhang zwischen Lernmotivation und Prüfungsresultaten ist nur bedingt definierbar.  Subjektive Einschätzungen bzgl. der Sprachfähigkeiten, die während des Interviews ersichtlich wurden, wurden durch die Testresultate bestätigt.

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26  Pilotierung : Die A2-Schüler kamen alle aus dem EU-Raum und hatten in der Schule Fremdsprachenunterricht.  Interviewfragen :  Teilweise zu komplizierte Fragestellungen: - Würden Sie Deutsch lernen, wenn Sie es nicht müssten? - Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie die Deutschprüfung nicht bestehen? - Würden Sie die Prüfung wiederholen? - Sprechen Sie auch freiwillig im Deutschkurs? - Welche Sprache sprechen Sie mit Freunden, die eine andere Muttersprache haben?

27  Für die SuS irrelevante Frage: Finden Sie, Deutsch ist eine schöne Sprache? Wieso, wieso nicht?  Keine explizite Wieso lernen Sie Deutsch? – Frage  Für manche Fragen wäre es besser gewesen eine Auswahl von Antworten zu geben  Zusammenhang Interview – Testresultate: keine Fragen zu den Kompetenzen Schreiben und Lesen

28  Schreiben 1: Soll diese Teilaufgabe berücksichtigt werden oder nicht?  Andere Wege Lernmotivation zu ermitteln?  Wie kann man sicherstellen, dass sich die Person wohlfühlt?  Wie kann man sicher sein, dass die Testperson die Frage wirklich verstanden hat und nicht nur „Ja“ oder „Nein“ sagt, weil sie denkt, dass diese Antwort erwartet wird? -> Wie vermeiden? EURE FRAGEN?

29  Gardner, R.C. (1985a), The Attitude/Motivation Test Battery: Technical Report (1985). University of Western Ontario  Mayring, P. (2007). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. (9.Ausg.) Weinheim: Deutscher Studien Verlag  Bundesamt für Migration: https://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/dokumentation/zahlen_und_fakten/ auslaenderstatistik.html ; https://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/themen/aufenthalt.html https://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/dokumentation/zahlen_und_fakten/ auslaenderstatistik.html https://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/themen/aufenthalt.html  Deborah J. Stipek. (1993). Motivation to learn from theory to practice. (2nd edition) Boston, London: Allyn und Bacon.  Cotting, Johanna, Der Einfluss auf die Motivation durch entdeckendes/induktives Lernen im Englischunterricht: Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit auf der Sekundarstufe I / Johanna Cotting. Schweiz.

30 Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit !


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