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Sachkundeausweis für den Pflanzenschutz Pflanzenschutzgeräteüberprüfung Gewässerschutz und Abstandsauflagen Ackerbautag, BBK Mistelbach, Jänner 2015.

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Präsentation zum Thema: "Sachkundeausweis für den Pflanzenschutz Pflanzenschutzgeräteüberprüfung Gewässerschutz und Abstandsauflagen Ackerbautag, BBK Mistelbach, Jänner 2015."—  Präsentation transkript:

1 Sachkundeausweis für den Pflanzenschutz Pflanzenschutzgeräteüberprüfung Gewässerschutz und Abstandsauflagen Ackerbautag, BBK Mistelbach, Jänner 2015

2 Pflanzenschutz-Sachkundeausweis  Jeder berufliche Verwender von Pflanzenschutzmitteln muss bereits jetzt sachkundig sein!  Sachkundeausweis ab verpflichtend - Anerkennung PSA anderer BL, Mitgliedstaaten (beglaubigte Übersetzung)  Sachkundeausweis für Kauf, Verwendung und Abholung notwendig (PSM-VO 2011) – muss jedoch nicht am Traktor mitgeführt werden Verwendung:  Innerbetrieblicher Transport  Lagerung!  Anrichten, Ausbringen etc. 2.6 Pflanzenschutz

3 Nachweis der fachlichen Kenntnisse  Antragsentgegennahme im MFA-Zeitraum – Abwicklung über BBK  Qualifikationsnachweis:  Sachkundekurs (auch anderer Bundesländer)  Landwirtschaftliche Fachschule der Fachrichtung Landwirtschaft, Weinbau- und Kellerwirtschaft, Gartenbau  Berufsausbildung im Gebiet Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Garten-, Feldgemüse-, Wein- oder Obstbau  Einschlägige gewerbliche Berufsausbildung  Höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalt  Universitätsstudium, in dem Pflanzenschutz als Lehrveranstaltung absolviert  Ausbildung Greenkeeper nach Level 3 GTC golf Course Supervisor  Ausweise und Kursbestätigungen nach bundesrechtl. Vorschriften 2.6 Pflanzenschutz

4 Nicht anerkannt wird…  Land- bzw. forstwirtschaftliche Berufsschulen  nur mit Facharbeiter  Facharbeiter der ländlichen Hauswirtschaft  Ausbildung zum Giftbeauftragten oder Abfallwirtschaftsbeauftragten  …  …In Zweifelsfällen wird die Ausbildung einzeln bewertet. 2.6 Pflanzenschutz

5 Sachkunde  Auslagerung der Pflanzenschutzarbeiten wird möglich (Änderung PSM-VO 2011)  Auftragnehmer braucht Sachkundeausweis  Vollmacht – Formular wird bereitgestellt!  Auftragnehmer holt PSM ab – Rechnung für PSM kann auf Auftraggeber lauten!  Inverkehrbringen: neuer Erkenntnisstand  Weiterverrechnen von PSM OHNE physischer Übergabe des Mittels ist KEIN Inverkehrbringen! 2.6 Pflanzenschutz

6 NÖ Pflanzenschutzgeräteüberprüfungs- verordnung NEU Überprüfung von Pflanzenschutzgeräten bis 2020 alle 5 Jahre, danach alle 3 Jahre bis muss mind. 1 x kontrolliert worden sein Neugeräte innerhalb von 5 Jahren nach Kauf mind. 1 x – Datum des Kaufvertrages Ausnahme – aber regelmäßige Wartung/Wechseln von Zubehörteilen handgehaltene sowie schulter- und rückentragbare Pflanzenschutzgeräte Geräte und Vorrichtungen, die ausschließlich zur Ausbringung von Nützlingen verwendet werden

7 NÖ Pflanzenschutzgeräteüberprüfungs- verordnung Überprüfung von Pflanzenschutzgeräten Durch autorisierte Werkstätte Verwendung der PS-G nur mit gültiger Prüfplakette (ab ) Prüfplakette mit Ablauf des übernächsten Kalendermonats ungültig Bescheinigungen anderer BL und EU-MS anerkannt NEU

8 NÖ Pflanzenschutzgeräteüberprüfungs- verordnung Bereits gemäß ÖPUL überprüfte Pflanzenschutzgeräte Werkstätte bestätigt innerhalb der Gültigkeit der ÖPUL- Überprüfung, dass Voraussetzungen erfüllt sind  Prüfplakette Werkstätte entscheidet: kleine Zusatzprüfung Bestätigung (ohne neuerlicher Überprüfung) Gültigkeit der neuen Prüfplakette: 5 Jahre ab Datum der ursprünglichen ÖPUL-Überprüfung NEU

9 NÖ Pflanzenschutzgeräteüberprüfungs- verordnung Überprüfungskriterien und Ausstattung Prüfanleitung im Anhang der Verordnung Geräte mit dem ÖAIP-Gütezeichen ab 1996 Optionale Ausstattung: Wasserfüllanschluss, Einspülschleuse, Reinigungseinrichtung für Pflanzenschutzmittelgebinde, Tankreinigungsdüsen, Reinwassertank, Handwaschbehälter, Außenreinigungsanlage, abschaltbares Rührwerk, Hindernis- Ausweicheinrichtung, Schwingungsdämpfung und Hangausgleich Ing. Roman Hauer: Ing. Robert Diem: NEU

10 Gewässerschutz  Österreichisches Wasserrechtsgesetz  Grundwasser sowie Quellwasser ist so reinzuhalten, dass es als Trinkwasser verwendet werden kann.  Oberflächengewässer sind so reinzuhalten, dass Tagwässer zum Gemeingebrauch sowie zu gewerblichen Zwecken benutzt und Fischwässer erhalten werden können.  Zum Schutze von Wasserversorgungsanlagen kann die zuständige Wasserrechtsbehörde durch Bescheid entsprechende Schutzgebiete bestimmen.  Zum Schutz der allgemeinen Wasserversorgung kann mit Verordnung in einem näher zu bezeichnenden Teil des Einzugsgebietes ein Schongebiet bestimmt werden. 2.6 Pflanzenschutz

11 Gewässerschutz  Gewässerzustandsüberwachungsverordnung  Rückstanduntersuchungen an Gewässermessstellen.  Grenzwert (0,1 µg/l) war 2013 bei 0,4 % der PSM-Untersuchungen überschritten.  Risiko von Rückständen für Wirkstoffe Metazachlor und Terbuthylazin von Zulassungsbehörde als hoch eingestuft.  Österreichische Wasserversorger fordern 2011 Einsatzverbot der Wirkstoffe Metazachlor und Terbuthylazin in Wasserschutz- und Schongebieten im Rahmen der Pflanzenschutzmittelzulassung. 2.6 Pflanzenschutz

12 Verbote in Wasserschutz- und Schongebieten  Maisherbizide (Terbuthylazin)  Artett, Aspect Pro (Laudis Plus), Aspect, Calaris (Zintan Platin Pack), Gardo Gold (Elumis Extra Pack), Primagram Gold, Spectrum Gold (Clio Maxx Pack), Successor T (Diego M, Mesor Gold).  Rapsherbizide (Metazachlor)  Butisan, Butisan Gold, Butisan Kombi, Butisan Top, Fuego, Fuego Top, Rapsan 500 SC.  Ausnahme  Verbot gilt nicht in Schutz- und Schongebieten von Heilquellen und Heilmooren, da dort Grundwasservorkommen in tiefen Schichten liegen.  Schongebiete Heilquellen Bad Schönau und Heilquellen Oberlaa. 2.6 Pflanzenschutz

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14 2.6 Pflanzenschutz14 Eintragspfade von Pflanzenschutzmitteln 1-2 Tage nach der Anwendung Raumkulturen bis 10 %, Ackerbau unter 1 % insbes. Herbizide in Reihenkulturen wie Mais, ZR insbes. auf sandigen, flachgründigen Böden mit geringer Wasserspeicherung Aus direkten Einleitungen in die Kanalisation können bis zu 90 % der Wirkstoff- belastung in einem Gewässer stammen Spritzbrühenreste und Reinigungsflüssigkeiten nicht in die Kanalisation einleiten !!!

15 Abdrift und Witterung 2.6 Pflanzenschutz Quelle: Agrotop

16 Abdrift und Applikationstechnik  Düsentyp (Injektordüsen)  Düsengröße  Spritzdruck  Fahrgeschwindigkeit  Gestängehöhe  Zusatztechnik (Luftunterstützung) 2.6 Pflanzenschutz Quelle: BW Mold, Ing. Roman Hauer

17 Wie reduziert man Abdrift ? Abdriftmindernde Düsen einsetzen (Injektordüsen) Düsen austauschen Umschalten am Mehrfachdüsenstock Flachstrahldüse Antidrift- Düse Injektordüse Kompakt Zunehmende Abdriftgefahr Grobe Tropfen Feine Tropfen Quelle: Amazone PS Technik

18 Lösung gegen das Überspritzen am Feldrand Äußerste Düse(n) schließen (schlechte Querverteilung zum Feldrand) Quelle: Amazone PS Technik

19 Beispiel Randdüsenschaltung Quelle: Amazone PS Technik

20 Abdrift und Abstandsauflagen Sicherheitshinweise (S-Sätze) auf PSM-Verpackung  Abstände zu Oberflächengewässern  „Regelabstand“: Mindestabstand ohne Abtriftminderung  Reduzierte Mindestabstände (Abdriftminderungsklassen) Abdriftmindernde Geräte und Geräteteile  Abdriftminderungsklassen (50%, 75%, 90%)  Liste der abdriftmindernden Geräte und Geräteteile (http://www.ages.at)  Gilt für funktionstüchtige Geräte bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung und Verwendungsbestimmungen der Düsen und Geräte  Verwendungsbestimmungen gelten im Bereich des Regelabstandes 2.6 Pflanzenschutz

21 Sicherheitshinweise (S-Sätze) auf PSM-Verpackung  Gewässer über gesamte Breite deutlich fließend  Mindestabstand um 25 % reduzierbar  Gewässerrandvegetation durchgehend dicht belaubt und mindestens 1 m breit und 1 m höher als Düsenführung  Mindestabstand um 25 % reduzierbar Abdrift und Abstandsauflagen

22 2.6 Pflanzenschutz Beispiel: Herbizid Andiamo Maxx (Angaben auf Handelspackung)  20 m Regelabstand (ohne abtriftmindernde Düsen oder Geräte)  10 m bei Abtriftminderungsklasse 50%  5 m bei Abtriftminderungsklasse 75%  5 m bei Abtriftminderungsklasse 90% Abdrift und Abstandsauflagen

23 2.6 Pflanzenschutz Beispiel: Anwendung von Andiamo Maxx mit Abtriftminderung  Abtriftmindernde Düse (z.B. Agrotop Airmix mit 2 bar Druck): Abtriftminderungsklasse 50 %  10 m Mindestabstand zu Gewässer  Uferrandvegetation: –25% von 10 m (2,5 m) Abdrift und Abstandsauflagen Mindestabstand: 7,5 m

24 2.6 Pflanzenschutz Sicherheitshinweise (S-Sätze) auf PSM-Verpackung (Beispiele)  Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen vor Einschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand von 5 m zu Oberflächengewässern einzuhalten. Dieser Abstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht reduziert werden.  Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen vor Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand durch einen 20 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert werden. Abschwemmung und Abstandsauflagen

25 2.6 Pflanzenschutz Sicherheitshinweise (S-Sätze) auf PSM-Verpackung (Beispiele)  Zum Schutz von Gewässerorganismen vor Abschwemmung auf abtragsgefährdeten Flächen ist in jedem Fall eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern (davon mindestens 10 m bewachsener Grünstreifen) einzuhalten: 15 m (Regelabstand), 10 m (Abdriftminderungsklasse 50%, 75%, 90%)  Keine Anwendung auf Flächen, von denen die Gefahr einer Abschwemmung, insbesondere durch Regen oder Bewässerung gegeben ist. Abschwemmung und Abstandsauflagen

26 Abstandsauflagen im LK-Feldbauratgeber Axial KomplettFlorasulam + Pinoxaden + Cloquintocet- mexyl B + A1 l Getr außer H , /1/1/1-- Biathlon 4D + Dash E.C. Tritosulfuron + Florasulam B70 g + 1 l Getr ,30++++(+) (+) Caliban Super (Caliban Duo + Artus) Iodosulfuron + Propoxycarba- zone + Mefenpyr- diethyl + Artus B + E g g WR, WW, T ,20- 52, G-55 Zoom ExtraDicamba + Triasulfuron O + B150 g , (+)++++ +(+)++(+) /5/1/1G-1010 WG, WR, WW, WT, SG, SW, SH, D Zooro Extra Pack (Zoom Extra + Oratio 40 WG) Dicamba + Triasulfuron + Carfentrazone- ethyl O + B + E150 g + 37,5 g WG, WR, WW, WT, SG, SW, SH, D , (+)+++ +(+) /5/1/1n.z. ProdukteWirkstoff Wirkungsmechanismus laut HRAC- Code Aufwand- menge/ha Stadium Preis EUR/ha Ackerdistel Ackerstiefmütterchen Besenrauke Ehrenpreis Gänsefuß und Melde Hohlzahn Kamille Klatschmohn Klettenlabkraut Knöterich Taubnessel Vogelmiere Ausfallraps Ausfallsonnenblume Flughafer Einjährige Rispe Windhalm Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern in m Abstandsauflagen zu Gewässern bei Abtragungsgefahr in m 4) 2.6 Pflanzenschutz

27 Abstandsauflagen und Gewässersituationen 2.6 Pflanzenschutz Böschungsoberkante Gewässerrandvegetation

28 Pflanzenschutz im Feldrandbereich Witterung beachten  Wind < 3 m/s zur Vermeidung von direkter Abdrift  Temperatur < 25 °C zur Vermeidung von Abdrift durch Verdunstung Applikationstechnik beachten  Randflächen abdriftmindernd behandeln  Düsen und Fahrgeschwindigkeit an Situation anpassen Abstandsauflagen beachten (Internet:  Auflagen für Anwendung neben Oberflächengewässern  Auflagen für Anwendung auf abtragsgefährdeten Flächen 2.6 Pflanzenschutz


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