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Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Pflanzenschutzmitteleinsatz auf Nichtkulturland zur Wildkrautregulierung Probleme mit Gewässern, Gesetzliche.

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Präsentation zum Thema: "Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Pflanzenschutzmitteleinsatz auf Nichtkulturland zur Wildkrautregulierung Probleme mit Gewässern, Gesetzliche."—  Präsentation transkript:

1 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Pflanzenschutzmitteleinsatz auf Nichtkulturland zur Wildkrautregulierung Probleme mit Gewässern, Gesetzliche Rahmenbedingungen

2 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Pflanzenschutzmittelfunde in Oberflächengewässern (Augustin et al. 2002) =>Besondere Sorgfalt des Anwenders ist ein Muss! Wasser von Flüssen und Kläranlagen wurde auf 35 Wirkstoffe untersucht. Einige Wirkstoffe waren regelmäßig nachweisbar: unter anderem auch Glyphosat

3 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Wirkstoffsicherungsmanagement am Bsp. Glyphosat Glyphosat ist weltweit der wichtigste Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff Glyphosat gehört in Deutschland zu den fünf am häufigsten eingesetzten Pflanzenschutzmitteln Glyphosat ist für die Bekämpfung von Problemunkräutern (z.B. Quecke) und für boden- bzw. ressourcenschonende Produktionsverfahren (Mulch-, Direktsaatverfahren) in der Landwirtschaft unverzichtbar Die Verkehrssicherung z.B. von Gleisanlagen erfordert den Einsatz von blattaktiven Herbiziden wie Glyphosat Glyphosat zeichnet sich durch ein sehr günstiges ökotoxikologisches Profil und gute Anwendungseigenschaften aus Bedeutung des herbiziden Wirkstoffes Glyphosat

4 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim In Deutschland sind derzeit (Stand November 2004) 49 Präparate mit dem Wirkstoff Glyphosat in 37 Anwendungsgebieten (Stand Oktober 2002) zugelassen Auf Gleisanlagen und Nichtkulturland, bzw. auf teil-/vollversiegelten Flächen kann im Einzelfall die Anwendung genehmigt werden Glyphosat wird photolytisch (mit Licht) und hydrolytisch (mit Wasser) nur sehr langsam abgebaut Bei Einzeluntersuchungen wurde Glyphosat auch in Flusswasser und anderen, größeren Vorflutern nachgewiesen, jedoch nie in Trinkwasser Kläranlagen besitzen nach bisherigen Untersuchungen kein wesentliches Rückhaltevermögen für viele Wirkstoffe => Wirkstoffe werden in der Kläranlage evtl. nicht abgebaut oder zurückgehalten Problematik Wirkstoffsicherungsmanagement am Bsp. Glyphosat

5 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Mittelmengen, die ausreicht um den Trinkwassergrenzwert von 0,1 µg/l* zu erreichen 1m 2,7 bis 3,75 km kontaminiert (je nach Wirkstoffkonzentration von g a.i./E) 1 ml => Kein Tropfen darf daneben gehen!!! *) gilt eigentlich nur für Grundwasser zur Trinkwassergewinnung

6 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Deutsches Pflanzenschutzgesetz vom 01. Juli 1998, PflSchG §6 Abs. (2) und (3) §6 Abs. 2: Pflanzenschutzmittel auf Freilandflächen nur, wenn diese landwirtschaftlich forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. nicht in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern § 6 Abs. 3:Ausnahmen von Absatz 2:, wenn der angestrebte Zweck - vordringlich ist und - mit zumutbarem Aufwand auf andere Weise nicht erzielt werden kann und - überwiegend öffentliches Interessen, insbesondere des Schutzes von Tier- und Pflanzenarten, nicht entgegenstehen.

7 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Bekanntmachung StMELF im Einvernehmen mit StMI, StMLU vom 9. August 1988 Landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, gärtnerische Nutzung: nachhaltig betrieben, Gewinnung von Pflanzen oder -erzeugnissen (nicht Friedhöfe, Sportplätze) oder ausschliesslich der Gestaltung dienend Ausnahmegenehmigungen für den Einsatz auf Nichtkulturland strenger Maßstab Vordringlicher Zweck besonders gewichtige öffentliche und private Interessen (Militär, DB) zumutbarer Aufwand: höherer Aufwand für alternative Verfahren bis zur Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren grundsätzlich zumutbar Keine Ausnahmegenehmigung, wenn öffentliches Interesse entgegensteht Schutz der Bevölkerung, der natürlichen Lebensgrundlagen Boden und Wasser sowie der Tier- und Pflanzenwelt vor einer unmittelbaren oder mittelbaren Gefährdung durch Pflanzenschutzmittel

8 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim StrassenrandstreifenSportanlagen Beispiele von Nichtkulturland

9 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim GehwegeUmzäunungen Beispiele von Nichtkulturland

10 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim StrassenrandstreifenWasserrinnen Beispiele von Nichtkulturland Wasserablauf => keine chemische Spritzanwendung genehmigungsfähig!

11 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Vermeidung von Pflanzenschutzmittel- einträgen in den Kanal und damit indirekt in Oberflächengewässer

12 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Bekanntmachung StMELF im Einvernehmen mit StMI, StMLU vom 9. August 1988 Beispiele, die je Situation evtl. genehmigungsfähig sind: 1. Anlagen des Verkehrs Schienen, Gleisbettung, Schotterflanke Gehölzanpflanzungen auf Strassenböschungen, Trenn- und Seitenstreifen in den ersten 3 Standjahren Flugbetriebsflächen 2. Militärische Anlagen, Bundesgrenzschutz, Polizei 3. Anlagen mit besonderer Korrosions-, Brand-, oder Explosionsgefahr 4. Anlagen von Energieversorgungsunternehmen 5. Sportanlagen

13 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Abgabe von Pflanzenschutzmitteln (Neue PflSch-AnwendungsVO vom ) Bei Pflanzenschutzmitteln mit den Wirkstoffen –Diuron –Glyphosat –Glyphosat-Trimesium für den Einsatz auf Flächen die nicht landwirt- schaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt sind, erfolgt Abgabe durch Handel nur nach Einsicht in Ausnahmegenehmigung nach §6 Abs. 3 PflSchG.

14 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Anwendungsauflage (Neue PflSch-AnwendungsVO vom ) Bei Pflanzenschutzmitteln mit den Wirkstoffen Glyphosat (z.B. Roundup-Produkte usw.) Glyphosat Trimesium gilt bei Einsatz auf Nichtkulturland der § 6 Abs. 3 PflSchG (d.h. Ausnahmen auf Antrag möglich) Wenn Abschwemmungsgefahr besteht z.B. bei Teerflächen Pflaster Betonrinnen, usw. ist Anwendung verboten oder im Bescheid ist ein Anwendungsverfahren aufzunehmen, bei dem die Gefahr des Abschwemmens nicht besteht.

15 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Anwendung chemischer Verfahren Rotofix Rückenspritze Dochtstreichgerät Streichverfahren

16 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Beispiele für nichtchemische Verfahren 1.Beispiele für mechanische Verfahren : Hacke, Bürste, Mähwerke 2. Beispiele für thermische Verfahren: Abflammen Heisslufttechnik Heisswassertechnik Heissschaum Weedcleaner

17 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Metallbürste

18 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Sorgsame Anwendung von PS-Wirkstoffen unverzichtbar Im kommunalen Bereich und auf Nichtkulturland : Schon bei Planung und Bau sollten spätere Unkrautprobleme vermieden werden Nichtchemische Möglichkeiten ausnutzen Herbizideinsatz nur nach Genehmigung und gemäß der Gebrauchsanleitung Ausbringung mit technisch einwandfreiem Gerät und nur von sachkundigen Personen Herbizideinsatz auf teilversiegelten Flächen nur als Teilflächenbehandlung oder mit Streichgeräten (z.B. Rotofix-Gerät) evtl. genehmigungsfähig Direkter oder sekundärer Abfluss von PS-Mitteln in die Kanalisation muss verhindert werden Wirkstoffsicherungsmanagement am Beispiel Glyphosat

19 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Ausnahmegenehmigungen für PSM-Einsatz nach § 6 Abs. 3 PflSchG Gilt für Pflanzenschutzmittel-Einsatz auf Flächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt sind. Achtung: Verstöße sind Bußgeldbewehrt!! Zuständigkeitsänderung zum Jetzt Landwirtschaftsämter mit besonderen Aufgaben im Bereich der Bodenkultur und des Pflanzenbaues Obb- Süd.: LwA in Rosenheim Anträge beim Landwirtschaftsamt Bayreuth oder im Internet unter Rechtzeitig Antrag stellen – Bearbeitungszeit! Bescheide kostenpflichtig (gilt in Bayern nicht für Ge- meinden) und befristet (in der Regel für 1 Jahr) ausgestellt

20 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Weitere Informationen zum Pflanzenschutz auf Nicht- kulturland im Internet unter: => Pflanzenschutz => Pflanzenschutzrecht Ausnahmegenehmigung nach § 6 Abs. 3 PflSchG

21 Stand: März 2005 Landwirtschaftsamt in Rosenheim Gewässerschutz ist oberstes Ziel Jeder Anwender von PS-Mitteln trägt Mitverantwortung für den Schutz von Grundwasser und Oberflächengewässer Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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