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Thema 5: Die Wortbedeutung im funktionalen Aspekt Teil 1. Wortbedeutung und die Theorien der Wortbedeutung.

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1 Thema 5: Die Wortbedeutung im funktionalen Aspekt Teil 1. Wortbedeutung und die Theorien der Wortbedeutung

2 Plan Wortbedeutung und Realitätsbezug Wortbedeutung im System und im Text Theorien der Bedeutungsstruktur: - strukturalistische Bedeutungsbeschreibungen - inhaltsbezogene Bedeutungsbeschrei- bungen - kognitive Bedeutungsbeschreibungen

3 Das sprachliche Zeichen KATZE (Inhalt, Begriff) Katze (Zeichen) [katse] Zeichen Laut- / Graphikkomplex Begriff Haustier, hat 4 Beine, miaut Referent / Objekt (konkrete) Katze, grau- blau, weiße Ohren

4 Wortbedeutung ist die inhaltliche Wiederspiegelung einer Erscheinung der objektiven Realität im Bewusstsein der Träger einer Sprache, die traditionell mit einem Lautkomplex zu einer Einheit des Wortes verbunden ist.

5 IS des Wortes Bezeichnung denotative / referentielle Bedeutung der Bezug auf einen außersprachlichen Gegenstand oder Sachverhalt ist gegenständlich Bedeutung signifikative Bedeutung der einzelsprachlich gegebene Inhalt eines Zeichens oder einer Fügung ist begrifflich

6 Referentielle Bedeutung Die Beziehung zwischen dem sprachlichen Zeichen und der Wirklichkeit ist die Bezeichnungsfunktion des sprachlichen Zeichens. Das Wort referiert auf etwas, hat auf einen Gegenstand / eine Erscheinung in der Realität Bezug.

7 Dichotomie lanque das System der Sprachzeichen, der Sprachcode Paradigmatik Systemwort offline parole die Verwendung der Sprachzeichen im Redeakt, in der Message Syntagmatik Textwort online

8 Dichotomie Lexem das Wort mit allen potenziellen Bedeutungen vereint das Formativ, grammatische Bedeutung des Wortes und alle potenziellen Bedeutungen des Wortes Semem eine konkrete Bedeutung des Wortes vereint das Formativ, grammatische Bedeutung des Wortes und eine aktuelle Bedeutung des Wortes

9 Paradigmatik und Syntagmatik Y Kind zur Arbeit. Junge in die Stadt. Der Mann geht nach Hause. Ein läuft fährt X Y-Achse – paradigmatische Beziehungen X-Achse – syntagmatische Beziehungen

10 Strukturalistische Bedeutungsbeschreibungen Das Konzept der klassischen Begriffsdefinition nach Aristoteles ( v.Chr.) Das Konzept der Merkmalsanalyse (Komponentenanalyse) nach Louis Hjelmslev ( ) Das Konzept der lexikalischen Solidaritäten von Eugenio Coseriu ( )

11 Das Konzept der klassischen Begriffsdefinition Der Ausgangspunkt ist der übergeordnete Gattungsbegriff. Dazu treten die besonderen, die artbildenden Merkmale: Vogel – Wirbeltier (Gattungsbegriff), zweibeinig, gefiedert, mit Schnabel (Merkmale); Diese Form der Bedeutungsbeschreibung bezeichnet man als Realdefinition, weil nicht die Wortbedeutung, sondern der Objektbereich beschrieben wird.

12 Das Konzept der Merkmalsanalyse (Komponentenanalyse) Die AS des Wortes hat Elemente (Phoneme, Grapheme) Die IS hat auch Elemente (semantische Merkmale, Seme, semantische Konstituenten, Noeme, semantische Multiplikatoren usw.). Das Sem ist das kleinste bedeutungsunterscheidende Merkmal und manifestiert sich durch Opposition in einem Teilbereich des Wortschatzes (Wortfeld).

13 Komponententheorie / Sementheorie der Wortbedeutung Mann Vater Bruder männlich Frau Mutter Schwester weiblich Die Wortbedeutung wird als Summe von artunterscheidenden Merkmalen beschrieben. Manchmal ist es schwer, die Merkmale zu ermitteln: Mensch Fisch Vogel Auto ? Beine Flossen Flügel Räder ?

14 Komponententheorie / Sementheorie der Wortbedeutung Die distinktiven Merkmale (Seme) können auch überordnen und unterordnen. Sie zeigen den inneren Aufbau der Bedeutung: Gewässer salzig süß stehend fließend stehend fließend groß klein groß klein Ozean Haff ? ? See Pfütze Strom Bach

15 Komponententheorie / Sementheorie der Wortbedeutung Der Fluss – großer natürlicher Wasserlauf des Festlandes S1 – Gewässer (Hauptsem) S2 – fließend (See – stehend) S3 – natürlich (Kanal – künstlich) S4 – ruhig (Wasserfall – fallend) S5 – groß (Bach – klein) Eine hierarchisch geordnete Struktur von Semen (Hauptsem / Archisem, kategoriale, abstrakte, konkrete, Wertungsseme usw.) bildet ein Semem.

16 Komponententheorie / Sementheorie der Wortbedeutung Straße – Weg, planmäßig gelegt, gepflastert gemeinsame Seme Bahn zum Gehen Bahn zum Fahren differenzierende Seme nach Plan gebaut gepflastert Weg – festgetretene leichtbefestigte Bahn zum Gehen gemeinsame Seme Bahn zum Gehen Bahn zum Fahren differenzierende Seme nicht gebaut nicht gepflastert

17 Das Konzept der lexikalischen Solidaritäten Ein Wort kann kontextabhängig ein bestimmtes anderes Wort verlangen: Zähne putzen (nicht bürsten) Auf syntagmatischer (linearer) Ebene ergeben sich die lexikalischen Solidaritäten.

18 Schichtentheorie der Wortbedeutung Die Bedeutungen enthalten nicht nur objektive Merkmale (Erkenntnismerkmale), sondern auch emotionale Einstellung des Sprechers zum Sachverhalt. Schichtentheorie - in den 20-er Jahren des XX. Jahrhunderts. Die Wortbedeutung besteht aus dem begrifflichen Kern und mehreren Schichten.

19 Schichtentheorie der Wortbedeutung 1 – Invariantenkern objektiv 2 – der begriffliche Kern objektiv (signifikative Bedeutung) 3 – Nebensinn (Konnotationen) objektiv - subjektiv 4 – Gefühlswert subjektiv

20 Schichtentheorie der Wortbedeutung arbeiten schuften jobben 1. arbeiten arbeiten arbeiten 2. schwer arbeiten schnelles Geld 3. umg. vom Fremdwort 4. langweilig, physisch kurze Zeit, nicht interessant, schwer nebenbei den ganzen Arbeitstag

21 Schichtentheorie der Wortbedeutung das Motorrad ohne +/- Einschätzung der Selbstmord negativ eingeschätzt der Feuerstuhl Jugendwort der Freitod Euphemismus, Negativität aufgeschoben

22 Schichtentheorie der Wortbedeutung Denotation ist der begriffliche Inhalt eines Zeichens im Unterschied zu Nebenbedeutungen. Konnotationen – das Gesamt emotionaler und anderer Begleitvorstellungen: stilistische - speisen (gehoben) – essen soziale – Macker (Jugendwort) – Freund regionale – Schrippe (Berliner Wort) – Brötchen zeitliche – simsen (Neuwort) fremdsprachliche - Karaoke fachsprachliche – viszeral (mediz.)

23 Inhaltsbezogene Bedeutungsbeschreibungen Wortfeld-Theorie von Jost Trier ( ) und weiter von Leo Weisgerber ( ) Prototypentheorie (Standartversion) von Eleanor Rosch (Kognitionspsychologin) (1973) und weiter von George Lakoff (Metaphersystem) (1980-er Jahre) Stereotypen-Theorie von Hilary Putnam (Sprachphilisoph)

24 Wortfeld-Theorie Gliederung eines Bedeutungsbereiches (Sinnbezirkes) durch die in ihm enthaltenen Wörter - Gewässer Die einzelnen Wortfelder schließen sich zu größeren Wortfeldern zusammen. Das Problem der Lücken im Wortfeld: Frau FrauFrau JungfrauMädchen/Frau/ Teenager/Teenie/Girl/Twen MädchenMädchenMädchen

25 Prototypentheorie Als Prototyp wird der typische Vertreter einer Klasse von Lebewesen oder Gegenständen verstanden. Vogel - Rotkehlchen (in Mitteleuropa) - Tukan (in Südamerika) Es wird Prototypikalität (Bewertungsmodell) festgestellt: Rotkehlchen – sehr gutes Beispiel Fledermaus – schlechtes Beispiel

26 Stereotypen-Theorie Es geht um die Vorstellungen der Sprecher über das Bezeichnete (Stereotype): Professor – weißes zerzaustes Haar, zerstreut Die stereotype Vorstellung entspricht nicht dem Expertenwissen: Gold – ein wertvolles, gelbes, glänzendes Metall Die Stereotype haben Einfluss auf den Wortgebrauch und die Wortbedeutung.

27 Kognitive Bedeutungsbeschreibungen Es gibt Bezüge zwischen Wortbedeutungen auf Grund von Wissen über die Welt. Die Bedeutungen von Speisekarte, Nachtisch, Kellnerin, Trinkgeld sind durch das Skript (das Szenarium) „Restaurantbesuch“ aufeinander bezogen. Der Frame ist die Gesamtkeit von Standartkenntnissen über einen Gegenstand, eine Erscheinung, eine typische Situation und ihre sprachliche Darstellung: Einkäufe – kaufen, verkaufen, Verkäufer, Ware, Preis, bezahlen usw.

28 Kognitive Bedeutungsbeschreibungen Frames situationsspezifisches verfügbares Wissen Tatsachenwissen „beschreiben“, was es gibt. Skripts gespeicherte „Drehbücher“ für Handlungsabläufe Prozeduralwissen „beschreiben“, wie etwas zu tun ist, wie etwas geschieht.

29 Kognitive Bedeutungsbeschreibungen Frames Frauenfußball ist ein Ballspiel, Wettkampf, Mannschaftsspiel, 2 x 11 Mitspielerinnen, usw. Skripts Der T(orhüter) steht im Tor. Der E(lfmeterschie- ßender) schießt den Ball ins Tor. E trifft mit Ball ins Tor. Es ist ein Treffer für Mannschaft von E. T hält den Ball. Es ist kein Treffer für die Mannschaft von E.

30 Kognitive Bedeutungsbeschreibungen Die kognitive Linquistik fasst die Sprache als ein Subsystem der menschlichen Kognition auf. Weltwissen und sprachliches Wissen sind schwer voneinander abzugrenzen. Das allgemeine kategoriale Wissen ist gleich bei Menschen, das individuell-episodische Wissen aber nicht: Wasser für einen Chemiker, ein Kind, einen Bauern.

31 Kognitive Bedeutungsbeschreibungen Konzept ist eine mentale Informationseinheit im Langzeitgedächtnis, in der das Wissen über die Welt abgespeichert, organisiert und kategorisiert wird. Minimum-Konzept (lexikalische Bedeutung) Maximum-Konzept (Weltwissen)


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