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Wortschatz Theoretischer Hintergrund Systematische Wortschatzarbeit – Psycholinguistische Grundlagen des Wörter-Lernens.

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Präsentation zum Thema: "Wortschatz Theoretischer Hintergrund Systematische Wortschatzarbeit – Psycholinguistische Grundlagen des Wörter-Lernens."—  Präsentation transkript:

1 Wortschatz Theoretischer Hintergrund Systematische Wortschatzarbeit – Psycholinguistische Grundlagen des Wörter-Lernens

2 Wortschatz Was bedeutet es, wenn ich vom Lerner erwarte, er soll ein „Wort“ können, rezeptiv verstehen, produktiv anwenden? Wenn wir erwarten, dass der Lerner den gesamten Bedeutungskomplex und alle Gebrauchsregeln eines Wortes beherrscht, so umfasst dies mindestens folgende Komponenten: 1. Die Bedeutung des Wortes muss erfasst werden. 2. Er muss das Wort schreiben können (also auch die Schwierigkeitender Orthographie beherrschen).

3 Wortschatz 3. Er muss das Wort lesen können (russische, griechische Schrift…). 4. Er muss das Wort auch in der gesprochenen Sprache verstehen können (auch wenn es unbetont ist, auch wenn es in der Satzmelodie anders klingt…). 5. Er muss das Wort selbst aussprechen können. 6. Er muss Ableitungen kennen (z. B. „schmerzhaft“ von „Schmerz“).

4 Wortschatz 7. Er muss die Verbindung mit anderen Wörtern kennen (z. B. „eine Frage stellen“) 8. Er muss die Bedeutungsgrenzen zu ähnlichen Wörtern kennen (z. B. „Bach“ zu „Fluss“ oder „Strom“). 9. Er muss Assoziationen erkennen (z. B. „Dieb“ eher neutral und objektiv, „Schurke“ eher wertend und subjektiv). 10. Er muss die Stilebenen, die Register kennen (z. B. im Brief den Schluss „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Liebe Grüße“).

5 Wortschatz 11. Er muss den Verwendungskontext kennen (z. B. „Freund“ im privaten Kreis, „Kollege“ im beruflichen Umfeld, „Kamerad“ in der Schulklasse oder in der Armee). 12. Er muss die übertragene Bedeutung kennen (z. B. „etwas hat Hand und Fuß“). 13. Er muss verschiedene grammatikalische Formen kennen (z. B. die verschiedenen Formen der Pluralbildung – elf! -, die Formen des Konjunktiv, die Formen derunregelmäßigen Verben etc.).

6 Wortschatz Also: Der Begriff „Wortschatz“ bezeichnet alle einer Person zur Verfügung stehenden Vokabeln. Dies betrifft den aktiven Wortschatz. Diesen nennen wir auch „Mitteilungswortschatz“. Dies betrifft auch den passiven Wortschatz. Diesen bezeichnen wir auch als „Verstehenswortschatz“.

7 Wortschatz „Wörter“ – und damit unser Wortwissen – bestehen aus zwei Komponenten: - dem Lemma: Es umfasst die semantische Bedeutung und die syntaktische Kategorie des Wortes, und - dem Lexem: Hier geht es um die Wortform, also um - die Lautgestalt - die schriftliche Form - den morphologischen Aufbau.

8 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Im Langzeitgedächtnis werden die Wörter im „mentalen Lexikon“ abgespeichert. Hier werden lexikalische Einheiten und umfassende semantische Konzepte in Netzwerken organisiert, die sich aus formalen und inhaltlichen Beziehungen zwischen den Wörtern konstituieren. Diese Strukturen haben das Ziel, die Informationen schnell und – normalerweise – unbewusst in Situationen der Sprachrezeption und ~produktion abzurufen. Das „mentale Lexikon“ ist in Umfang und Struktur individuell verschieden - und wird ständig aus- und umgebaut.

9 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Dieses „mentale Lexikon“ stellt aber auch Verfahren zur Verfügung, die Wörter abzurufen: Diese Verfahren laufen organisiert ab! - Zunächst sind alle lautlich ähnlichen Wörter nahe bei-einander gespeichert („statt – satt“, „Krampf –Dampf“). - Ferner sind alle Wörter in Wort- bzw. Sachfeldern organisiert. Man geht davon aus, dass das „mentale Lexikon“ nach semantischen Merkmalen geordnet ist – und dabei auch durch einen morphologischen Hintergrund beeinflusst wird.

10 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Zur Art der Vernetzung - Lexikalische Einheiten werden zunächst paradigmatisch in Wortklassen mit gleichen syntaktischen Funktionen geordnet (Verben – Nomen – Adjektive). - Wörter mit einem bestimmten semantischen Merkmal werdenin Wortfeldern verknüpft (Pferd: Fohlen, Stute, Hengst…) - Lexikalische Einheiten, die durch den gleichen Stamm verwandt sind, werden in Wortfamilien gruppiert. (Wortfamilie zum Wortstamm „fahr-“: Abfahrt, umfahren, Vorfahrt, Schwarzfahrer…)

11 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Zur Art der Vernetzung -Semantische Konzepte werden im „mentalen Lexikon“ auch - als lineare Felder (heiß-warm-kalt) - als Teil-Ganzes-Beziehungen (Hand-Finger…) - als Antonyme (Himmel – Erde) - als reversive Beziehungen (kaufen – verkaufen) - als Homophone gespeichert (Leib – Laib).

12 Wortschatz Theoretischer Hintergrund Systematische Wortschatzarbeit – Psycholinguistische Grundlagen des Wörter-Lernens

13 Wortschatz 11. Er muss den Verwendungskontext kennen (z. B. „Freund“ im privaten Kreis, „Kollege“ im beruflichen Umfeld, „Kamerad“ in der Schulklasse oder in der Armee). 12. Er muss die übertragene Bedeutung kennen (z. B. „etwas hat Hand und Fuß“). 13. Er muss verschiedene grammatikalische Formen kennen (z. B. die verschiedenen Formen der Pluralbildung – elf! -, die Formen des Konjunktiv, die Formen derunregelmäßigen Verben etc.).

14 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Dieses „mentale Lexikon“ stellt aber auch Verfahren zur Verfügung, die Wörter abzurufen: Diese Verfahren laufen organisiert ab! - Zunächst sind alle lautlich ähnlichen Wörter nahe bei-einander gespeichert („statt – satt“, „Krampf –Dampf“). - Ferner sind alle Wörter in Wort- bzw. Sachfeldern organisiert. Man geht davon aus, dass das „mentale Lexikon“ nach semantischen Merkmalen geordnet ist – und dabei auch durch einen morphologischen Hintergrund beeinflusst wird.

15 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Zur Art der Vernetzung -Semantische Konzepte werden im „mentalen Lexikon“ auch - als lineare Felder (heiß-warm-kalt) - als Teil-Ganzes-Beziehungen (Hand-Finger…) - als Antonyme (Himmel – Erde) - als reversive Beziehungen (kaufen – verkaufen) - als Homophone gespeichert (Leib – Laib).

16 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Zur Art der Vernetzung Wörter werden gespeichert - in größeren Einheiten, in bestimmten Redewendungen (wobei der muttersprachliche Sprecher unter- scheiden kann: dickes Buch –aber nicht: dickes Haus!) - mit Nebenbedeutungen, Konnotationen: Farbe rot – Liebe, aber auch „Gefahr!“ - zusammen mit Bildern, Erfahrungen und Emotionen, die das Abrufen von Wörtern erleichtern.

17 Wortschatz Wie kommen nun die Wörter in das Langzeit-Gedächtnis? Welche Arten von Gedächtnis gibt es?

18 Wortschatz Zur Organisation des „mentalen Lexikons“ Zur Art der Vernetzung Wörter werden gespeichert - in größeren Einheiten, in bestimmten Redewendungen (wobei der muttersprachliche Sprecher unter- scheiden kann: dickes Buch –aber nicht: dickes Haus!) - mit Nebenbedeutungen, Konnotationen: Farbe rot – Liebe, aber auch „Gefahr!“ - zusammen mit Bildern, Erfahrungen und Emotionen, die das Abrufen von Wörtern erleichtern.


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