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3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen 3.1.1 Aufbau 3.1.1.1 Kostenarten 3.1.1.2 Kostenstellen 3.1.2 Erstellung des BAB 3.1.3 Kritik 3.2 Innerbetriebliche.

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1 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 249

2 3 Kostenstellenrechnung Wo sind die Kosten entstanden? Aufgaben der Kostenstellenrechnung: verursachungsgerechte Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenträger Vorbereitung einer verursachungsgerechten Kalkulation der Kostenträger durch differenzierte Zurechnung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen Wirksame Kontrolle der Kosten „vor Ort“ Verteilung der Gemeinkosten aus der Kostenartenrechnung Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung :38 250

3 Beispiel: Ausweis der Wirtschaftlichkeiten im Unternehmen :38 251

4 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 252

5 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau :38 253

6 Bildung von Kostenstellen Kostenstellen = Kostenverantwortungsbereiche als betriebliche Teilbereiche, die jeweils kostenrechnerisch selbstständig abgerechnet werden Determinanten für die Bildung von Kostenstellen: Einteilungskriterien für Kostenstellen: Grundsätze bei der Einteilung der Kostenstellen: :38 254

7 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 255

8 Kostenarten :38 256

9 Kostenstellen Kostenstellen = Orte, an denen die zur Leistungserstel- lung benötigten Güter und Dienstleistungen ver- braucht werden Hauptkostenstellen: (auch: Endkostenstellen oder primäre Kostenstellen) keine Weiterverrechnung auf andere Kostenstellen Hilfskostenstellen: (auch: Vorkostenstelle oder sekundäre Kostenstelle), Verrechnung auf die Hauptkostenstellen, nur im Fertigungs- manchmal auch im Materialbereich :38 257

10 Arten a) funktionsorientierte Kostenstellen mit folgenden Bereichen Allgemeine Kostenstellen Materialstellen Fertigungsstellen Verwaltungsstellen Vertriebsstellen :38 258

11 Allgemeiner Bereich :38 259

12 Materialbereich :38 260

13 :38 261

14 Fertigungsbereich :38 262

15 Verwaltungsbereich :38 263

16 Vertriebsbereich :38 264

17 B) raumorientierte Kostenstellen Mehrere betriebliche Funktionen in einer Kostenstelle zusammenziehen U hat drei Werksvertretungen, die Verkaufs-, Werbe-, Kundendienst-, Reparatur- und Verwaltungsaufgaben wahrnehmen Eine betriebliche Funktion auf mehrere Kostenstellen aufteilen Unternehmen verfügt über mehrere Zweigwerke, die alle einen Fuhrpark unterhalten :38 265

18 Verkauf Werbung Kundendienst Reparatur Verwaltung Werksvertretung 1 Werksvertretung 2 Werksvertretung3 Fuhrpark Fuhrpark Werk 1Fuhrpark Werk 2Fuhrpark Werk :38 266

19 c) organisationsorientierte Kostenstellen Überwachung der Kostenentwicklung jeder Kostenstelle = Einschätzung der Wirtschaftlichkeit Jede Kostenstelle als eigener Verantwortungsbereich :38 267

20 d) Rechnungsorientierte Kostenstellen :38 268

21 :38 269

22 Kostenstellenplan Verbindliches Festschreiben der Kostenstellen Beachtung von drei Grundsätzen: Finden von genauen Maßstäben zur Kostenverursachung für jede Kostenstelle Jede Kostenstelle als eigener Verantwortungsbereich Zuordnung der Kostenbelege ohne große Schwierigkeiten :38 270

23 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 271

24 3.1.2 Erstellung des BAB Aufnahme der Einzelkosten Aufnahme der primären Gemeinkosten Verteilung der primären Gemeinkosten = Primärverteilung Verteilung der sekundären Gemeinkosten = Sekundärverteilung Bildung von Ist-Gemeinkostenzuschlagsätzen Übernahme von Normal-Gemeinkostenzuschlagsätzen Ermittlung von Normal-Gemeinkosten Vergleich von Ist- und Normalkosten :38 272

25 :38 273

26 1.) Aufnahme der Einzelkosten :38 274

27 2.) Aufnahme primärer Gemeinkosten Kost. Koar. Zah- len Buch halt. Allgemeiner Bereich Ma- terial FertigungsbereichVer- wal- tung Ver- trieb HilfsstellenHauptstellen 1212ABSum Fema Felö Hilfssto. Energie Hilfslöh. Gehält. Abschr. Sonstig Summe :38 275

28 3.) Verteilung der primären Gemeinkosten Stellen-Einzelkosten (= Kostenstellen-Einzelkosten oder direkte Stellen-Gemeinkosten) Genaue Ermittlung für die einzelnen Kostenstellen möglich, da belegmäßige Erfassung :38 276

29 KostenartVerteilungsgrundlage StromStromzähler WasserWasserzähler GasGaszähler HilfsstoffeEntnahmescheine BetriebsstoffeEntnahmescheine HilfslöhneLohnlisten GehälterGehaltslisten Kalkulatorische ZinsenWert der Anlagen Kalkulatorische AbschreibungenWert der Anlagen :38 277

30 Stellen-Gemeinkosten (= indirekte Stellen-Gemeinkosten oder Schlüsselkosten) Keine genaue Ermittlung für einzelne Kostenstellen Verteilungsschlüssel zur Bestimmung der Kosten notwendig :38 278

31 KostenartVerteilungsgrundlage HeizungskostenRaumgröße in Kubikmetern GebäudekostenRaumgröße in Kubikmetern MieteWert der Anlage, Raumgröße GrundsteuerFlächengröße in Quadratmetern UnfallversicherungZahl der Beschäftigten FeuerversicherungWert der Anlagen Freiwillige SozialkostenLöhne, Gehälter, Zahl der Beschäftigten :38 279

32 Beispiel :38 280

33 Kost. Koar. Zah- len Buch halt. Allgemeiner Bereich Ma- terial FertigungsbereichVer- wal- tung Ver- trieb HilfsstellenHauptstellen 1212ABSum Fema Felö Hilfssto. Energie Hilfslöh. Gehält. Abschr. Sonstig Summe :38 281

34 4.) Verteilung der sekundären Gemeinkosten :38 282

35 Umlageschlüssel für Beispiel: Umlage Wasserversorgung (Allg. Ko.st. 1):1:2:2:1:1:2:1 Umlage Sozialeinrichtungen (Allg. Kos.st.2):1:0:0:1:1:1:1 Umlage Arbeitsvorbereitung (Hi.ko.st. 1)1:2 Umlage Betriebsleitung (Hi.ko.st. 2)1: :38 283

36 : Kost. Koar. Zah- len Buch halt. Allgemeiner Bereich Ma- terial FertigungsbereichVer- wal- tung Ver- trieb HilfsstellenHauptstellen 1212ABSum

37 Aufgabe 3.1 Ein Unternehmen verfügt über vier Kostenstellen. Folgende Gemeinkosten sind angefallen: Gemeinkostenmaterial Nach Materialentnahmescheinen gilt folgende Verteilung: I: II:3.000 III:2.000 IV: 2000 Hilfslöhne Nach den Lohnscheinen ergibt sich folgende Verteilung: I: II: III: IV: :38 285

38 Gehälter Nach der Gehaltsliste gilt folgende Verteilung: I:3.500 II:5.000 III: IV: Raumkosten Nach dem Bauplan ergibt sich folgende Verteilung: I: 900 qm II: 600 qm III: qm IV: 300 qm Stromkosten 720 Nach den Stromzählern ergibt sich folgende Verteilung I: 30 kW II: 60 kW III: 120 kW IV: 30kW Kalkulatorische Abschreibungen Nach der Inventarliste verteilen sich die Anlagenwerte: I: € II: € III: € IV: € Kalkulatorische Zinsen Nach der Inventarliste verteilen sich die Anlagenwerte: I: € II: € III: € IV: € Verteilen Sie die primären Gemeinkosten! Die Gemeinkosten der Kostenstelle I sollen im Verhältnis 2:5:3 auf die Kostenstellen II, III und IV verteilt werden :38 286

39 :38 287

40 :38 288

41 :38 289

42 Aufgabe 3.2 In einem Unternehmen gibt es acht Kostenstellen. Sie sollen mit den Buchstaben A bis H benannt werden. Die Buchstaben geben keinen Aufschluss über die Reihenfolge der Anordnung der Kostenstellen A erbringt Leistungen für B,D,H. B erbringt Leistungen für D, H. C erbringt Leistungen für A, B. H. D erbringt Leistungen für keine Kostenstellen. E erbringt Leistungen für A, B, G. F erbringt Leistungen für B, H. G erbringt Leistungen für A, F. H erbringt Leistungen für D Die Leistungen werden mithilfe des Treppenverfahrens verrechnet. Erstellen Sie das Schema eines BAB. Ordnen Sie die Kostenstellen in der geeigneten Reihenfolge. Zeigen Sie, worauf die Verrechnungen erfolgen :38 290

43 5.) Bildung von Ist-Gemeinkostenzuschlag- sätzen Ist-Materialgemeinkostenzuschlag: Materialgemeinkosten/Fertigungsmaterial*100 Ist-Fertigungsgemeinkostenzuschlag: Fertigungsgemeinkosten/Fertigungslöhne* :38 291

44 Ist-Verwaltungsgemeinkostenzuschlag: Verwaltungsgemeinkosten/Herstellkosten des Umsatzes*100 Ist-Vertriebsgemeinkostenzuschlag: Vertriebsgemeinkosten/Herstellkosten des Umsatzes* :38 292

45 Herstellkosten des Umsatzes Fertigungsmaterial + Materialgemeinkosten + Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten = Herstellkosten der Erzeugung + Minderbestand - Mehrbestand = Herstellkosten des Umsatzes :38 293

46 Materialbereich Fertigungsbereich :38 294

47 Verwaltungsbereich Vertriebsbereich :38 295

48 6.) Übernahme von Normal-Gemeinkosten- zuschlagsätzen Materialbereich Fertigungshauptselle A Fertigungshauptstelle B Verwaltungsbereich Vertriebsbereich :38 296

49 7.) Ermittlung von Normal-Gemeinkosten Normal-Materialgemeinkosten = Ist-Fertigungsmaterial*Normalzuschlag Normal-Fertigungsgemeinkosten= Ist-Fertigungslöhne*Normalzuschlag Normal-Verwaltungsgemeinkosten= Normal-Herstellkosten*Normalzuschlag Normal-Vertriebsgemeinkosten= Normal-Herstellkosten*Normalzuschlag :38 297

50 Normal-Herstellkosten des Umsatzes Ist-Fertigungsmaterial +Normal-Materialgemeinkosten +Ist-Fertigungslöhne +Normal-Fertigungsgemeinkosten =Normal-Herstellkosten der Erzeugung +Minderbestand - Mehrbestand =Normal-Herstellkosten des Umsatzes :38 298

51 8.) Vergleich von Ist- und Normalkosten Über-/Unterdeckung = Normal-Gemeinkosten – Ist- Gemeinkosten :38 299

52 Kost. Koar. Zah- len Buchh alt. Allgemeiner Bereich Ma- terial FertigungsbereichVer- wal- tung Ver- trieb HilfsstellenHauptstellen 1212ABSum Fema Felö Hilfssto. Energie Hilfslöh. Gehält. Abschr. Sonstig Summ e Um. A Um. A Summ e U. Hi U Hi Summ e :38 300

53 Summe Ist % Normal NorGK Über Unter :38 301

54 Aufgabe 3.3 Erstellen Sie einen Betriebsabrechungsbogen (BAB) und errechnen Sie die Ist- Zuschlagsätze sowie Über- bzw. Unterdeckung in den verschiedenen Kostenbereichen! :38 302

55 :38 303

56 Koart/KoSt.SummeMaterialFertigungVerwaltungVertrieb Hilfsstoffe Energie Hilfslöhne Steuern Raumkosten Bürokosten Abschreib. Summe GK Einzelkosten Istkosten- zuschlagsatz Normalgemein- kost.zuschlagsatz Normalgemein- kosten Überdeckung/Unt erdeckung :38 304

57 Aufgabe 3.4 Erstellen Sie einen BAB und errechnen Sie die Ist- Zuschlagsätze sowie Über- bzw. Unterdeckungen in den verschiedenen Kostenbereichen! :38 305

58 :38 306

59 Koart/KoSt.SummeAllgemeinMaterialFertigungVerwaltungVertrieb Hilfsstoffe Energie Hilfslöhne Steuern Raumkosten Bürokosten Abschreib. Summe Umlage Summe IST% Normal% Normalkos. Über/Unter :38 307

60 Aufgabe 3.5 Erstellen Sie einen Betriebsabrechnungsbogen und errechnen Sie die Ist- Zuschlagsätze sowie Über- und Unterdeckungen in den einzelnen Kostenbereichen! Fertigungsstoffe Fertigungslöhne in A Fertigungslöhne in B Verteilung der Allgemeinen Kostenstelle 1: 1:2:1:3:3:1:1 Verteilung der Allgemeinen Kostenstelle 2: 2:3:1:4:3:2:1 Verteilung der Fertigungshilfsstelle 1:3:2 Verteilung der Fertigungshilfsstelle 2:2:3 Keine Bestandsveränderungen :38 308

61 :38 309

62 Koar KoSt SumAll 1All 2Mat.Fe Hi1 Fe Hi2 Fe Ha1 Fe Ha2 SumVerwVert Fema Felöhne Hilfs Energie Löhne Steuer Miete Bürokos Abschr Summe Uml. A1 Uml. A2 Summe Uml. Hi 1 Uml. Hi2 Summe :38 310

63 Summe Ist % Nor.% Norgk Unter Über :38 311

64 Aufgabe 3.6 Die Buchhaltung eines Industriebetriebes weist für den Monat September folgende Kostenarten aus: :38 312

65 Die Steuern sind auf den Fertigungs- und Verwaltungsbereich im Verhältnis 3 : 1 zu verteilen. Die Abschreibungen sind auf alle vier Bereiche im Verhältnis 1 : 6 : 2 : 1 zu verteilen. In der Betrachtungsperiode wurden genau so viele Erzeugnisse verkauft wie hergestellt. Vervollständigen Sie den BAB. Berechnen Sie die vier Gemeinkostenzuschlagsätze. Ermitteln Sie mit Hilfe des Kalkulationsschemas die Selbstkosten des Monats September :38 313

66 Berechnung der Selbstkosten Fertigungsmaterial + Material-Gemeinkosten + Fertigungslöhne + Fertigungs-Gemeinkosten = Herstellkosten der Produktion + VwGk + VtGk = Selbstkosten :38 314

67 Lösung :38 315

68 Fertigungsmaterial Materialgemeinkosten Fertigungslöhne Fertigungsgemeinkosten = Herstellkosten der Produktion + VwGK + VtGK = Selbstkosten :38 316

69 Im ersten Schritt werden die Steuern und Abschreibungen entsprechend den in der Aufgabenstellung angegebenen Verhältnissen in den BAB eingetragen. Es erfolgt die Summenbildung der Gemeinkosten für die vier Kostenbereiche. Nun werden die Zuschlagsgrundlagen im Materialbereich (Fertigungsmaterial = ) und im Fertigungsbereich (Fertigungslöhne = ) in den BAB eingetragen. Danach können die Zuschlagsätze für diese beiden Bereiche gebildet werden. Da für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich die Herstellkosten als Zuschlagsgrundlage gelten, werden diese jetzt im Kalkulationsschema ermittelt und danach in den BAB eingetragen (Herstellkosten = ). Nun können auch die Zuschlagsätze für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich ermittelt werden. Im letzten Schritt wird das Kalkulationsschema um die Verwatungs- und Vertriebsgemeinkosten ergänzt und die Selbstkosten der Periode können ermittelt werden :38 317

70 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 318

71 3.1.3 Kritik Berücksichtigung mehrerer Beschäftigungsgrade: mehrere Gemeinkostenzuschläge für unterschiedliche Beschäftigungsgrade ermitteln und diese benutzen, wenn sich die Beschäftigung ändert Auflösung der Gemeinkosten in fixe und variable Bestandteile und gesonderte Verrechnung (schwierig) :38 319

72 Bestandsminderung und -mehrung Bestandsminderungen: im Herstellungszeitraum werden mehr Erzeugnisse verkauft als hergestellt HKU > HKP = Minderbestand muss der Erzeugung (also den Herstellkosten) zugerechnet werden, um die HKU zu ermitteln Bestandsmehrungen: Endbestand an FF und unfertigen Erzeugnissen ist größer als Anfangsbestand, im Abrechungszeitraum wurden mehr Erzeugnisse hergestellt als verkauft HKU < HKP = Mehrbestand von HKP abziehen, um HKU zu erhalten :38 320

73 Aufgabe Bestandsveränderungen KontoZahlen BufüMaterialFertigungVerwaltungVertrieb :38 321

74 In die Kostenstellenrechnung eines Industriebetriebes gehen für den Monat Dezember die vorangegangen Zahlen aus der Kostenartenrechnung ein. Verteilung: - Konto 469 wird nach Anlagenwert je Kostenbereich verteilt: : : : Konto 470 wird nach Fläche verteilt (qm): 2.000:6.000:1.200:800 - Konto 480 (kalk. Abschreibungen) wird nach Verhältniszahlen verteilt: 1:6:2: :38 322

75 - Konto 481 (kalk. Zinsen) wird nach Verhältniszahlen verteilt: 1,5:5:2:1,5 - Kalk. Zinsen pro Jahr: 6% des betriebsnotwendigen Kapitals in Höhe von Kalkulatorische Afa (480): - Gebäude: 1,5% der Anschaffungskosten von Maschine 1: 15% der Wiederbeschaffungskosten von Maschine 2: 10% der Wiederbeschaffungskosten von :38 323

76 Aufgaben: 1.) Vervollständigen Sie den BAB! 2.) Ermitteln Sie die Gemeinkostenzuschlagsätze unter Beachtung folgender Angaben: Materialeinzelkosten: , Fertigungseinzelkosten: Minderbestand fertige Erzeugnisse: ; Mehrbestand unfertige Erzeugnisse: ) Ermitteln Sie die Selbstkosten des Abrechnungszeitraums! :38 324

77 Lösung Bestandsveränderungen KostenartBetrag = Selbstkosten :38 325

78 KontoZahlen BHTMaterialFertigungVerwaltungVertrieb Summe Zus.Grundla :38 326

79 GemeinkostenZahlen BMaterialFertigungVerwaltungVertrieb :38 327

80 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 328

81 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Innerbetriebliche Leistungsverrechnungen = interne, nicht für den Absatz bestimmte Leistungen des U, die im Produktionsprozess des U eingesetzt werden Eigenleistungen oder Innenaufträge :38 329

82 Selbst erstellte Betriebsmittel (Maschinen, Werkzeuge) Selbst erstellte Betriebsstoffe (Strom, Dampf, Wasser, Gas) Selbst durchgeführte FuE (Aktivierungsverbot) Selbst durchgeführte Instandhaltungen (Aktivierungsverbot) :38 330

83 Aufgaben der innerbetrieblichen LV Genaue Ermittlung der Selbstkosten der Kostenträger Information darüber, ob Eigenerstellung oder Fremdbezug günstiger :38 331

84 Verfahren der IbLEinzelkostenverfahren Kostenstellenumlage- verfahren BlockumlageTreppenumlage Kostenstellenaus- gleichsverfahren Gutschrift-Lastschrift- Verfahren Iteratives VerfahrenGleichungsverfahrenKostenträgerverfahren :38 332

85 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 333

86 3.2.1 Einseitige Leistungsverrechnung Leistungen fließen nur in eine Richtung: leistende Kostenstellen erhalten keine Leistungen von den Kostenstellen, denen sie ihre Leistung erbringen - Kostenartenverfahren - Kostenstellenumlageverfahren - Kostenstellenausgleichsverfahren - Kostenträgerverfahren :38 334

87 Kostenartenverfahren Einfachstes, aber ungenaues Verfahren Nur anwendbar, wenn die innerbetrieblichen Leistungen in den Hauptkostenstellen erzeugt werden :38 335

88 Vorgehensweise Belegmäßige Erfassung der angefallenen Einzelkosten, die für ib L angefallen sind Entlastung der leistenden Kostenstelle von den Einzelkosten der ib L Belastung der leistungsempfangenden Kostenstelle mit den Einzelkosten, die durch die ib L angefallen sind, in Form von Gemeinkosten Die in den leistenden Kostenstellen anfallenden Gemeinkosten werden nicht auf die leistungsempfangende Kostenstelle verrechnet :38 336

89 Beispiel Die Vertriebsstelle empfing innerbetriebliche Leistungen von der Materialstelle in Höhe von 450 € und der Fertigungsstelle in Höhe von €. Fertigungsmaterial wurde für € ver- braucht und Fertigungslöhne entstanden für € in der Rechnungsperiode. Ein Mehrbestand an Fertigungserzeugnis- sen war in Höhe von € feststellbar. Die Verrechnung der innerbetrieblichen Leistungen erfolgt in folgender Weise: :38 337

90 Nachteile Kostenartenverfahren Erhöhung der Gemeinkostenzuschläge der leistenden Kostenstellen, je höher der Gemeinkostenanteil an den innerbetrieblich erstellten Leistungen ungenaue Erfassung der Kosten der Eigenleistungen = keine genauen Wirtschaftlichkeitsvergleiche zwischen Eigenerstellung und Fremdfertigung Nur anwendbar, wenn die innerbetrieblichen Leistungen in Hauptkostenstellen erstellt werden :38 338

91 Aufgabe 3.7 Ein BAB hat folgendes Aussehen: :38 339

92 Bestandsveränderungen liegen nicht vor. Die Verwaltungsstelle empfing innerbetriebliche Leistungen von der Materialstelle in Höhe von 500 € und von der Fertigungsstelle in Höhe von €. Verrechnen Sie die innerbetrieblichen Leistungen und er- mitteln Sie die Ist-Zuschlagsätze für die einzelnen Kostenstellen! Wie würden sich die Zuschlagsätze ändern, wenn ein Minderbestand an Fertigerzeugnissen in Höhe von € festgestellt würde? :38 340

93 Kostenstellenausgleichsverfahren ähnlich dem Kostenartenverfahren: Einzelkosten der innerbetrieblichen Leistung der empfangenden Kostenstelle als Gemeinkosten verrechnen zusätzliche Verrechnung der Gemeinkosten der leistenden Kostenstelle auf die empfangende Kostenstelle Einbezug der bereits verrechneten Einzelkosten bei der Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge der leistenden Kostenstelle in die Zuschlagsbasis :38 341

94 Beispiel Materialgemeinkosten: 8.900/4.450*100=200% 450€*200%=900€ Fertigungsgemeinkosten: /42.000*100=50% 2.000€*50%=1.000€ :38 342

95 Zuschlagsätze Materialbereich: 8.000/4.000*100=200% Fertigungsbereich: /40.000*100=50% Verwaltungsbereich: 7.000/( )*100=10,3% Vertriebsbereich:13.850/( )*100=20,3% :38 343

96 Vergleich beider Verfahren :38 344

97 Aufgabe 3.8 Folgender BAB ist gegeben: Die Materialstelle erbrachte für die Verwaltungsstelle innerbetriebliche Leistungen in Höhe von €. Bestandsveränderungen liegen nicht vor. Verrechnen Sie die innerbetrieblichen Leistungen, und ermitteln Sie die Ist- Zuschlagsätze für die einzelnen Kostenstellen. Wie würden sich die Ist-Zuschlagsätze ändern, wenn ein Mehrbestand an Fertigerzeugnissen in Höhe von 800 € festgestellt würde? :38 345

98 Kostenträgerverfahren dient der Ermittlung der Kosten aktivierbarer Eigenleistungen sowie für Wirtschaftlichkeitsvergleiche zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug Verteilung der in der Ausgliederungsstelle ermittelten Kosten: Nicht aktivierungsfähige Leistungen: Kosten in einer Ausgliederungsstelle erfassen und den leistungsempfangenden Kostenstellen zuordnen Aktivierungspflichtige Leistungen: Kosten auf Kostenträgern erfassen und abrechnen :38 346

99 Andere Verfahren Anbauverfahren, Stufenleiterverfahren Beide Verfahren mit Trennung zwischen Vor- und Endkostenstellen Stufenleiterverfahren: Kostenstellen in die Reihenfolge bringen, dass die Verrechnung der innerbetrieblichen Leistungen in eine Richtung erfolgt Anbauverfahren (oder Blockverfahren): Sämtliche Kosten der Vorkostenstellen als Block auf Endkostenstellen verrechnen :38 347

100 Beispiel In einem Unternehmen werden vier Kostenstellen gebildet. Diesen sind folgende primäre Kosten zugeordnet: Kostenstelle 1 (Vorkostenstelle) € Kostenstelle 2 (Vorkostenstelle) € Kostenstelle 3 (Endkostenstelle) € Kostenstelle 4 (Endkostenstelle) € Gesamte Kosten € Die Leistungsabgabe zwischen den Vor- und Endkostenstellen sieht wie folgt aus (jeweils in Mengeneinheiten): :38 348

101 :38 349

102 Ergebnis nach dem Anbauverfahren :38 350

103 Ergebnis nach dem Stufenleiterverfahren :38 351

104 Ergebnis nach dem Gleichungsverfahren Kost. 1: q 2 =800q 1 Kost. 2: q 1 =650q 2 Kost. 3: q q 2 =q 3 Kost. 4: q q 2 =q :38 352

105 Es ergeben sich folgende Verrechnungspreise für Kost. 1: q 1 =321,43 und für Kost.2 q 2 =535, :38 353

106 Gesamtkosten der Kost. 3: q q 2 = ,00 Gesamtkosten der Kost. 4: q q 2 = ,00 Gesamtkosten: ,00 € (1 € Rundungsdifferenz) :38 354

107 Vergleich der Ergebnisse Gesamtkosten vonKostenstelle 3Kostenstelle 4 Anbauverfahren ,00 € ,00 € Stufenleiterverfahren ,73 € ,27 € Gleichungsverfahren ,00 € ,00 € :38 355

108 3 Kostenstellenrechnung 3.1 Betriebsabrechnungsbogen Aufbau Kostenarten Kostenstellen Erstellung des BAB Kritik 3.2 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Einseitige Leistungsverrechnung Gegenseitige Leistungsverrechnung :38 356

109 3.2.2 Gegenseitige Leistungsverrechnung a) Verrechnungspreisverfahren innerbetriebliche Leistungen mit Marktpreisen bewerten Marktpreise um Vertriebskosten und Gewinn mindern :38 357

110 b) Mathematisches Verfahren Beispiel, wenn zwei Kostenstellen am Leistungsaustausch beteiligt sind m 1 q 1 = K p1 +I 21 *q 2 m 2 q 2 = K p2 +I 12 *q :38 358

111 m 1= Leistungseinheiten der Kostenstelle 1 m 2= Leistungseinheiten der Kostenstelle 2 q 1 = Kostensatz pro Leistungseinheit der Kostenstelle 1 q 2= Kostensatz pro Leistungseinheit der Kostenstelle 2 K p2= Primärkosten Kostenstelle 2 K p1= Primärkosten Kostenstelle 1 I 21= Leistung der Kostenstelle 2 an Kostenstelle 1 I 12= Leistung der Kostenstelle 1 an Kostenstelle :38 359

112 Beispiel Es werden die Kostenstellen 1 und 2 betrachtet. Die Leistung der Kost. 1 betrug insgesamt Leistungseinheiten, wovon 400 Einheiten an die Kost. 2 abgegeben wurden. Die Kost. 2 erstellte Einheiten, von denen Leistungs- einheiten an die Kost. 1 geliefert wurden. Die Kosten der Verrechnung der Kostenstellen betru- gen € für Kost. 1 und € für Kost :38 360

113 1.000q 1 = q q 2 = q :38 361

114 Lösung q 1 = 23,06 Euro/Einheit :38 362

115 q 2 = 0,204 €/Einheit :38 363

116 : =15.00Stk.*q =400Stk.*q1

117 Aufgabe 3.9 Die primären Gemeinkosten zweier Kostenstellen betragen: Kost. A €, Kost. B €. Kostenstelle A erbrachte Leistungseinheiten, wovon Leistungseinheiten an Kostenstelle B gegeben wurden. Kostenstelle B erstellte Leistungseinheiten, von denen Leistungseinheiten an Kostenstelle A geliefert wurden. Ermitteln Sie die Verrechnungssätze der von den Kostenstellen erbrachten Leistungen. Wie hoch sind die sekundären Gemeinkosten in beiden Kostenstellen? Ermitteln Sie die Höhe der in beiden Kostenstellen nach der Verrechnung der innerbetrieblichen Leistungen angefallenen Kosten! :38 365

118 Aufgabe 3.10 Den Unterlagen sind folgende Daten zu entnehmen: :38 366

119 Ermitteln Sie die Verrechnungssätze der von den Kostenstellen erbrachten Leistungen! Nehmen Sie die Umlage auf die empfangenden Kostenstellen vor und weisen Sie die Gemeinkosten der Kostenstellen aus! :38 367

120 Aufgabe 3.11 In der Kostenstellenrechnung wurden für die abgelaufene Periode folgende Gemeinkosten der Endkostenstellen ermittelt: Material Fertigungsstelle Fertigungsstelle Verwaltung Vertrieb Weiterhin entstanden folgende Einzelkosten: Materialeinzelkosten Endkosten der Fertigungsstelle Endkosten der Fertigungsstelle Das Unternehmen erhält einen Auftrag von 100 Stück eines Produktes. Ermitteln Sie die Herstellkosten und Selbstkosten pro Stück, wenn für den Auftrag folgende Einzelkosten ermittelt wurden (in € pro Stück): Materialeinzelkosten150 Einzelkosten der Fertigungsstelle 1200 Einzelkosten der Fertigungsstelle :38 368

121 Lösung :38 369

122 VerfahrenDefinition Kostenarten- verfahren Nur ein Teil der primären K der leistenden KoSt wird den empfangen- den KoSt zugerechnet; K, die den ibL direkt zurechenbar sind, gehen als Gemeinkostenarten in den BAB ein; sie erscheinen nicht bei den leistenden KoSt, sondern werden sofort auf die KoSt verteilt, bei denen die Leistung in Anspruch genommen wird Kostenträger- verfahren Innenaufträge werden kostenrechnerisch wie absatzbestimmte Produk- te als eigene KoTr angesehen; Für jeden Innenauftrag wird im BAB eine Ausgliederungsstelle gebildet, der die EK direkt zugerechnet werden. Dieser werden für die von den anderen KoSt zu empfangenden Leistungen die GK des Innenauftrages mit Zuschlagsätzen verrechnet. Blockumlage- verfahren VorKoSt liefern nur an EndKoSt.; Vernachlässigung der Beziehungen zwischen den VorKoSt Gutschrift- /Lastschriftverf. Verrechnungspreise sind bekannt, mit denen beanspruchte Mengen bewertet werden; im Nächsten Schritt mit angefallenen K vergleichen und Differenz ausgleichen Iteratives Verfahren Verteilung der K der Vor- u. EndKoSt nacheinander entsprechend dem Verhältnis der abgegebenen Leistungsanteile auf die anderen Stellen, ohne Beachtung einer Reihenfolge GleichungsverfFormulierung und Lösung eines simultanen Gleichungssystems :38 370

123 Primärkostenverteilung Für das abgelaufene Geschäftsjahr eines Kleinbetriebes liegen folgend Zahlen aus der Buchhaltung vor. Führen Sie mit Hilfe der angegebenen Verteilungsgrundlagen und der Verteilungsschlüssel die Kostenstellenrechnung im BAB durch und ermitteln Sie die Einzel- und Gemeinkosten sowie die Ist-Gemeinkostenzuschlagsätze! Nach welchen Schlüsselarten können Kostenarten auf Kostenstellen verteilt werden? :38 371

124 KostenartenZahlen der Buchhaltung Verteilungsgrundlage Fertigungslöhne Hilfslöhne Gehälter Sozialkosten Fertigungsmaterial Hilfs- und Betriebsstoffe Abschreibungen Sonstige Kosten (1)Lohnschein (2)Hilfsarbeiterstunden (3)Zahl der Angestellten (4)Gehalts- und Hilfslohnsumme (5)Materialscheine (6)Entnahmescheine (7)Investiertes Kapital (8)Internes Umlageverhältnis :38 372

125 Verteilungsschlüssel Kostenstellen Allgemeine KoStelle Arbeitsvorbereitung Werkstatt Ferti.hauptstelle 1 Fert.hauptstelle 2 Materialstelle Verw.- u.Vertriebsstelle :38 373

126 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 374

127 4Kostenträgerrechnung dritte Stufe der Kostenrechnung Übernahme der Einzelkosten aus der Kostenartenrechnung und der Gemeinkosten aus der Kostenstellenrechnung Wofür sind Kosten angefallen? Ermittlung des leistungsbezogenen Erfolges des U Kostenträger = Leistungen des U, deren Erstellung die Kosten verursacht hat :38 375

128 Zweck: Zurechnung der Kosten auf betriebliche Leistungen (= Kostenträger) Kostenträger können innerbetriebliche Leistungen, Absatzleistungen aber z.B. auch Kunden und Regionen sein :38 376

129 Unterschiedliche Kostenträger Bestimmung der Güter Absatzgüter innerbetriebliche Leistungen Art der Güter Materielle Güter Immaterielle Güter :38 377

130 Fertigungsstufe der Güter Zwischenerzeugnisse Fertigerzeugnisse Verbundenheit der Güter Unverbundene Erzeugnisse Kuppelerzeugnisse :38 378

131 Aufgaben der Kostenträgerrechnung Ermittlung der stück- und zeitbezogenen Kosten der Kostenträger Ermittlung des stück- und zeitbezogenen Erfolgs der Kostenträger Bereitstellung von Informationen für die Preispolitik :38 379

132 Bereitstellung von Informationen für die Programm- politik Bereitstellung von Informationen für die Beschaf- fungspolitik Bereitstellung von Informationen für die Bestands- bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen :38 380

133 Konkrete Aufgaben Berechnung von Angebotspreisen Bestimmung von Preisuntergrenzen Ermittlung interner Verrechnungspreise für Leistungen Bewertung von Beständen Entscheidungsgrundlage Eigenerstellung versus Fremdbezug :38 381

134 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 382

135 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechnung Kostenverursachungsprinzip Verursachungsprinzip oder Kausalitätsprinzip Kosten genau auf Kostenträger verteilen Keine fixen Kostenteile auf die Kostenträger verrechnen, nur variable Kosten Teilkostenrechnung entspricht dem Kostenverursachungsprinzip :38 383

136 4.1.2 Durchschnittsprinzip Durchschnittsprinzip = Milderung des Verursachungs- prinzips Wichtig: richtige Verteilung der Gemeinkosten, damit eine gleichmäßige Kostenbelastung gegeben ist :38 384

137 4.1.3 Kostentragfähigkeitsprinzip Kosten zurechnen nach der Belastbarkeit der Kostenträger = Belastbarkeitsprinzip oder Deckungsprinzip Belastbarkeit eines Kostenträgers ist umso höher, je größer sein Beitrag zum Gewinn ist Dadurch willkürliche Verteilung der Kosten auf die Kostenträger :38 385

138 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 386

139 4.2 Kostenträgerstückrechnung Ermittelt die Selbstkosten des Unternehmens für eine Kostenträgereinheit Kalkulation Gegenüberstellung von Kosten und Erlösen Unterscheidung in Arten und Verfahren der Kostenträgerstück- rechnung :38 387

140 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 388

141 4.2.1 Arten der Kostenträgerstückrechnung a) Vorkalkulation Durchführung vor der Leistungserstellung Angebotskalkulation Genaue Ermittlung der Einzelkosten durch Bewertung der Verbrauchsmengen Gemeinkosten mit Durchschnittswerten der Vergangenheit ansetzen Dient der Angebotsabgabe :38 389

142 b) Zwischenkalkulation Zwischenkalkulation liegt zeitlich zwischen Vorkalkulation und dem Herstellungsende eines Erzeugnisses oder einer Serie Durchführung bei Erzeugnissen mit längerer Herstellungszeit (z.B. Brückenbau oder Schiffbau) :38 390

143 Gründe für Erstellung einer Zwischenkalkulation: Überwachung der Kostenentwicklung Aufdecken von Unwirtschaftlichkeiten, Einleitung geeigneter Maßnahmen dagegen Bereitstellung genauer wertmäßiger Angaben zur Bilanzierung Zwischenkalkulation = auch Nachkalkulation für unfertige Erzeugnisse :38 391

144 c) Nachkalkulation Durchführung nach der Herstellung des Erzeugnisses Enthält angefallenen Kosten in tatsächlicher Höhe Große Bedeutung, da Aufdeckung von Abweichungen zwischen Sollkosten aus der Vorkalkulation und den tatsächlich entstandenen Kosten Analysierung der Abweichungen, um Unwirtschaftlichkeiten und Fehleinschätzungen zu erkennen Dadurch Anhaltspunkte für künftige Vorkalkulationen :38 392

145 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 393

146 4.2.2 Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Kalkulationsverfahren Divisions- kalkulation Äquivalzenzif- fernkalkulation Zuschlags- kalkulation Maschinenstun- densatzrechnung Kuppel- kalkulation Anwendung bei einheitlicher Fertigung (Massenferti- gung) Einprodukt- unternehmen Anwendung bei der Fertigung artverwandter Erzeugnisse (Sortenfertig.) Anwendung bei heterogenen Sach- und Dienstleistun- gen (Einzel- und Serienfer- tigung) Anwendung bei Fertigung heterogener Erzeugnisse (Einzel- und Serienfertigung) Anwendung bei zwangsläufig gleichzeitiger Erstellung mehrerer Erzeugnisse (Haupt-, Neben-, Abfallerzeugnis- se) :38 394

147 Divisionskalkulation - Einfach durchzuführendes Kalkulationsverfahren - Anwendbar bei einheitlicher Massenfertigung - Kosten einer Einheit = gesamte Kosten einer Periode/erbrachte Mengenleistung einer Periode - Einstufige, zweistufige, mehrstufige Divisionskalkulation :38 395

148 Einstufige Divisionskalkulation Voraussetzungen: Herstellung einer Erzeugnisart Keine Lagerbestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen Keine Lagerbestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen :38 396

149 Einstufige Divisionskalkulation a) Summarische Divisionskalkulation Selbstkosten einer Erzeugniseinheit = Gesamtkosten der Rechnungsperiode / Leistungsmenge in der Rechnungsperiode k=K/x k = Selbstkosten (€ pro Stück) K = Gesamtkosten pro Periode x = Leistungsmenge :38 397

150 Beispiel Im letzten Jahr fielen bei einer Ausbringungsmenge von Stück Kosten in Höhe von € an. Die Selbstkosten pro Stück betragen: :38 398

151 :38 399

152 b) Differenzierende Divisionskalkulation nicht Gesamtkosten, sondern Stückkosten für einzelne Kostengruppen k 1 = K 1 /x k 1 = Betrag der Kostengruppe 1 pro Stück (€ pro Stück) K 1 = Betrag der Kostengruppe 1 (€ pro Periode) x = Gesamtmenge der Leistungen (Stück pro Periode) Summierung der Stückkosten der Kostengruppe 1 bis n ergibt die gesamten Stückkosten k = k 1 + k 2 + k k n :38 400

153 Beispiel Die bei der einstufigen Divisionskalkulation zugrunde gelegten Kosten für die Ausbringungsmenge von Stück setzen sich wie folgt zusammen: Materialkosten € Personalkosten € Abschreibungen € Sonstige Kosten € Gesamtkosten € :38 401

154 Als Stückkosten ergeben sich: Materialkosten:k 1 = Personalkosten:k 2 = Abschreibungen: k 3 = Sonstige Kosten: k 4 = Stückkosten: Summarische und differenzierende Divisionskalkulation führen zum gleichen Ergebnis :38 402

155 :38 403

156 Vorteil der differenzierenden Divisionskalkulation: Stückkosten jeder Kostengruppe sind bekannt Können kontrolliert werden :38 404

157 Aufgabe 4.1 Die Plastic GmbH stellt eine Produktart her, für die Gesamtkosten in Höhe von € angefallen sind. Die Ausbringungsmenge in dieser Periode beträgt Stück. Lagerbestandsveränderungen sind nicht gegeben. Errechnen Sie die Stückkosten pro Stück! :38 405

158 :38 406

159 Aufgabe 4.2 Ein industrielles Unternehmen fertigt Einheiten eines Produktes. Dabei fallen als Kosten an: siehe nächste Folie Ermitteln Sie die Herstellungskosten pro Einheit! Wie hoch sind die Selbstkosten pro Einheit Errechnen Sie den Gewinn, der pro Einheit erzielt wird, wenn der Netto-Verkaufspreis 63,50 € beträgt! Wie hoch ist der Gewinnzuschlagsatz? :38 407

160 :38 408

161 Lösung :38 409

162 Aufgabe 4.3 Für die Herstellung von Mehl gelten folgende Daten: Menge kg Herstellungskosten € Verwaltungskosten € Vertriebskosten € Bei der Herstellung des Mehls fällt Kleie als Abfallprodukt an, die für € verkauft werden kann. Wie hoch sind die Selbstkosten pro kg? Ermitteln Sie bei einem Gewinnzuschlag von 25% den Gewinn pro kg! :38 410

163 Lösung :38 411

164 :38 412

165 Zweistufige Divisionskalkulation Berücksichtigung von Lagerbestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen Voraussetzungen: Herstellung einer Erzeugnisart Keine Lagerbestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen :38 413

166 Aufspaltung der Selbstkosten in Herstellkosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten Selbstkosten je Erzeugniseinheit: k = k H + k VW + k Vt oder k = K h /x p + (K VW +K Vt )/x a :38 414

167 k = Selbstkosten (€/Stück) k H = Herstellkosten (€/Stück) k VW = Verwaltungskosten (€/Stück) k Vt = Vertriebskosten (€/Stück) x p = Produktionsmenge (Stück/Periode) K VW = Verwaltungskosten pro Periode (€/Periode) K Vt = Vertriebskosten pro Periode (€/Periode) K H = Herstellkosten pro Periode (€/Periode) x a = Absatzmenge (Stück/Periode) :38 415

168 Beispiel Ein Unternehmen hat eine Periodenproduktion von Stück, von denen Stück verkauft werden. Die Gesamtkosten betragen in dieser Periode €, hierin sind € an Verwaltungs- und Vertriebskosten enthalten. k = / /4.000 = 10,50 €/Stück :38 416

169 :38 417

170 Aufgabe 4.4 Ein Unternehmen stellt Einheiten eines Produktes her. Die Kosten betragen: Herstellkosten € Verwaltungskosten € Vertriebskosten € Wie hoch sind die Herstellkosten und die Selbstkosten pro Einheit, wenn alle Produkte verkauft werden? In welcher Höhe fallen Herstellkosten und Selbstkosten pro Einheit an, wenn nur Produkte verkauft werden können? :38 418

171 Lösung :38 419

172 Aufgabe 4.5 Die Plastik GmbH stellt ein Produkt her. Es wurden in einer Periode Stück produziert, jedoch ging der Verkauf im vierten Quartal stark zurück, so dass insgesamt nur Einheiten abgesetzt werden konnten. Die Gesamtkosten betrugen €. Darin waren 12% Verwaltungsgemeinkosten und 8% Vertriebsgemeinkosten enthalten. Ermitteln Sie die Selbstkosten je Stück! Der Gewinnzuschlagsatz beträgt 22%, wie viel pro Stück macht das aus? Wie hoch ist der Netto-Verkaufspreis? :38 420

173 Lösung :38 421

174 Mehrstufige Divisionskalkulation weiterer Schritt, das Kalkulationsverfahren der Praxis anzupassen Einrechnung der Lagerbestandsveränderungen an Fertigerzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen Gilt nur für eine Erzeugnisart Errechnung der Selbstkosten einer Erzeugniseinheit unter der Annahmen, dass keine Mengenveränderungen durch Ausschuss, Abfall, Gewichtsverluste gegeben sind :38 422

175 k = K H1 / x p K Hm / x pm + (K VW +K Vt )/x a k = Selbstkosten pro Stück x p = produzierte Menge (Stück pro Periode) K H = Herstellkosten pro Periode K VW = Verwaltungskosten pro Periode K Vt = Vertriebskosten pro Periode X a = Abgesetzte Menge (Stück pro Periode) m = Anzahl unterschiedlicher Fertigungskostenstellen :38 423

176 Beispiel Es wird eine Erzeugnisart hergestellt. Die Fertigung ist zweistufig. Die Daten beziehen sich auf eine Abrechnungsperiode. Stufe 1: 300 unfertige Erzeugnisse werden mit € Herstellkosten erstellt. Stufe 2: 250 unfertige Erzeugnisse werden mit € Herstellkosten zu Fertigerzeugnissen weiterverarbeitet. Die Verwaltungskosten betragen 600 € und die Vertriebskosten 400 €. Der Absatz umfasst 100 Stück :38 424

177 k = 6.000/ /250 + ( )/100 = 38 €/Stück Aus diesen Rechnungen ergeben sich weiter: Herstellkosten der fertigen Erzeugnisse (6.000-(50Stk.*20€/Stk.))/ /250 = 28 €/Stück Herstellkosten der unfertigen Erzeugnisse 6.000/300 = 20 €/Stück Endbestand (wertmäßig) an fertigen Erzeugnissen ( )*28 = € Endbestand (wertmäßig) an unfertigen Erzeugnissen ( )*20 = € :38 425

178 Aufgabe 4.6 Die Stahlbau GmbH fertigt Schraubstöcke. Die Produktion erfolgt in zwei Stufen. In der ersten Stufe wurden im 4. Quartal Halbfabrikate bearbeitet, deren Herstellkosten € betrugen. In der zweiten Stufe wurden der unfertigen Erzeugnisse mit Herstellkosten in Höhe von € fertig gestellt. Die Verwaltungsgemeinkosten betrugen € und die Vertriebsgemeinkosten €. Es wurden Schraubstöcke verkauft. Ermitteln Sie die Selbstkosten für die abgesetzte Menge pro Einheit! Wie hoch sind die Herstellkosten, die für ein unfertiges Erzeugnis anfallen? Bewerten Sie die nicht abgesetzten Fertigerzeugnisse kostenmäßig pro Einheit! :38 426

179 Aufgabe 4.7 Ermitteln Sie die sich aus den Lagerveränderungen aus 4.6 ergebenden Lagerbestände an unfertigen Erzeugnissen Fertigerzeugnissen! :38 427

180 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 428

181 Äquivalenzziffernkalkulation anwendbar für Mehrproduktunternehmen Gleichartige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unterschiedliche Kosten bei der Be- und Verarbeitung Ausdruck des Verhältnisses der Kosten der artverwandten Erzeugnisse durch Äquivalenzziffern Zwei unterschiedliche Formen: einstufige und mehrstufige Äquivalenzziffernkalkulation :38 429

182 einstufige Äquivalenziffernkalku- lation Voraussetzungen Herstellung gleichartiger Erzeugnisse Keine Lagerbestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen Keine Lagerbestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen Ermittlung und in Beziehung setzen der Kostenanteile pro Erzeugniseinheit für die einzelnen Kostenarten Ein Erzeugnis erhält die Wertzahl 1 andere Erzeugnisse dementsprechend Wertzahlen über oder unter :38 430

183 k i = (K/(a 1 x a n x n ))*a i Äquivalenzziffer des Produktes i=a i Selbstkosten des Produktes i (€/Stück)=k i Menge des Produktes i (Stück/Periode)=x i Anzahl der Produkte (Stück/Periode)=n :38 431

184 Beispiel Drei Sorten eines Erzeugnisses sollen betrachtet werden, eine in minderer Qualität (A), eine in mittlerer (B) und eine in guter Qualität (C). Die Kosten stehen im Verhältnis 1 : 1,2 : 1,5 zueinander. Es werden 600 kg von A, 400 kg von B und 100 kg von C hergestellt. Die Gesamtkosten betragen € :38 432

185 Lösung nach Formel k A = (3.800/1*600+1,2*400+1,5*100)*1,0 = 3,09 €/Stück k B = (3.800/1.230)*1,2 = 3,71 €/Stück k C = (3.800/1.230)*1,5 = 4,63 €/Stück :38 433

186 Tabellarische Lösung: erfolgt in sechs Schritten Menge mit den Äquivalenzziffern multiplizieren Ergebnis als Rechnungseinheit eintragen Summe der Rechnungseinheiten bilden Summe der Gesamtkosten eintragen Gesamtkosten durch die Rechnungseinheiten dividieren Ergebnis mit den Äquivalenzziffern der Sorten multiplizieren :38 434

187 SorteMengeÄqui.zifferRechn.einh.Gesamtkost.Stückkosten A B C Summe :38 435

188 SorteMengeÄqui.zifferRechn.einh.Gesamtkost.Stückkosten A6001,06003,09 B4001,24803,71 C1001,51504,63 Summe :38 436

189 Aufgabe 4.8 In einem Walzwerk werden drei Arten von Blechen hergestellt: A: 500 Blechplatten mit 1,0 mm Stärke B: 700 Blechplatten mit 2,0 mm Stärke C: 400 Blechplatten mit 2,5 mm Stärke Die Gesamtkosten betrugen €. Ermitteln Sie die Selbstkosten pro Blechplatte jeder Blechart! Wie hoch ist der Netto-Verkaufspreis pro Blechplatte jeder Blechart, wenn der Gewinnzuschlagsatz 20% beträgt? :38 437

190 Lösung :38 438

191 SorteMengeÄquizifferRechneinhGesamtkoStückkosten A B C :38 439

192 :38 440

193 Aufgabe 4.9 Die Chemie AG stellte vier Arten vom Chemikalien her, deren Rezepturen sich im Hinblick auf die Mischungsverhältnisse unterscheiden: Gemeinkosten fielen in Höhe von € an. Verteilen Sie die Gemeinkosten auf der Grundlage der Einzelkosten, die für die jeweiligen Chemikalien pro Tonne anfallen und ermitteln Sie die Selbstkosten pro Tonne jeder Chemikalie! Die Chemie AG gab die Chemikalien zu folgenden Netto-Verkaufspreisen ab. A: 8,19 €/t, B: 11,19 €/t, C: 9,83 €/t, D:10,77 €/t Ermitteln Sie die Gewinn-Zuschlagsätze! :38 441

194 :38 442

195 Lösung :38 443

196 :38 444

197 :38 445

198 :38 446

199 mehrstufige Äquivalenzziffernkal- kulation Berücksichtigung von Lagerbestandsveränderun- gen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen Einzige Voraussetzung: Gleichartigkeit der Erzeug- nisse Bildung von mehreren Reihen von Äquivalenzzif- fern für nacheinander liegende Fertigungsstufen :38 447

200 Beispiel Es werden drei Sorten eines Erzeugnisses in verschiedener Qualität hergestellt. Die Materialkosten betragen insgesamt € für 600 kg von A, 400 kg von B und 100 kg von C. Die Äquivalenzziffern für die Materialkosten sind 0,83 : 1 : 1,17. Sonstige Kosten sind in Höhe von € entstanden, sie sind für alle Sorten gleich hoch. Die Selbstkosten pro kg ergeben sich: :38 448

201 Materialkosten 3.050/(0,83*600+1*400+1,17*100) k A = (3.050/(0,83*600+1*400+1,17*100) )*0,83 = 2,49 €/kg k B = 3,01 €/kg k C = 3,52 €/kg :38 449

202 Sonstige Kosten k A = 1.300/1*600+1*400+1*100 = 1,18 €/kg k B = 1,18 €/kg k C = 1,18 €/kg Selbstkosten pro kg k A = 2,49 + 1,18 = 3,67 € k B = 3,01 + 1,18 = 4,19 € k C = 3,52 + 1,18 = 4,70 € :38 450

203 Aufgabe 4.10 Ein Unternehmen stellt drei Produkte her. Die Produktion betrug: Produkt A Einheiten Produkt B Einheiten Produkt C Einheiten Die Materialkosten standen im Verhältnis 1,0 : 1,3 : 1,5 zueinander und umfassten insgesamt €. Lohnkosten fielen in Höhe von € an und ihre Verteilung erfolgte im Verhältnis 1,1 : 1,3 : 1,0. Die sonstigen Kosten verteilten sich im Verhältnis 1,2 : 1,0 : 1,1 und fielen in Höhe von € an. Ermitteln Sie die Selbstkosten, die für jede Einheit der Produkte angefallen sind! Mithilfe welcher Äquivalenzziffern lassen sich die Selbstkosten pro Produkteinheit und Sorte unmittelbar feststellen, und worin liegt die Grenze ihrer Verwendbarkeit? Wie hoch lagen die Netto-Verkaufspreise pro Einheit jedes Produktes, wenn der Gewinnzuschlagsatz 25 % betrug? :38 451

204 4 Kostenträgerrechnung 4.1 Prinzipien der Kostenträgerrechung Kostenverursachungsprinzip Durchschnittsprinzip Kostenträgfähigkeitsprinzip 4.2 Kostenträgerstückrechnung Arten der Kostenträgerstückrechung Verfahren der Kostenträgerstückrechnung Divisionskalkulation Äquivalenzziffernkalkulation Zuschlagskalkulation Maschinenstundensatzrechnung Kuppelkalkulation 4.3 Kostenträgerzeitrechnung :38 452

205 Zuschlagskalkulation U mit verschiedenartigen Erzeugnissen (und Kosten) in unterschiedlichen Arbeitsabläufen Lagerbestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Einzelfertigung und Serienfertigung :38 453

206 Trennung von Einzel- und Gemeinkosten Einzelkosten unmittelbar auf Produkteinheit verteilen Gemeinkosten sammeln, nach gleichen Verursachungsmomenten gliedern und durch prozentualen Zuschlag auf Fertigungslöhne und Fertigungsmaterialien verrechnen :38 454

207 Einfache Zuschlagskalkulation einfaches, aber ungenaues Verfahren der Kalkulation Verwendung nur von Kleinbetrieben Keine Kostenstellenrechnung erforderlich Zwei unterschiedliche Arten: Kumulative Zuschlagskalkulation Gesamte Einzelkosten als Zuschlagsbasis für Gemeinkosten verwenden Verfahren führt leicht zu Falschinformationen und Fehlentscheidungen Elektive Zuschlagskalkulation :38 455

208 Differenzierende Zuschlagskal- kulation keine pauschale Zurechnung der Gemeinkosten, sondern Trennung der Gemeinkosten in die Bereiche Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb Verrechung der Gemeinkosten auf der Basis der in den einzelnen Bereichen entstandenen Einzelkosten Für Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten = Verwendung der Herstellkosten :38 456

209 Schema differenzierende Zuschlagskalku- lation :38 457

210 :38 458

211 Gemeinkostenzuschlagsätze aus BAB ermitteln Materialgemeinkostenzuschlag: Materialgemeinkosten/Materialeinzelkosten*100 Fertigungsgemeinkostenzuschlag: Fertigungsgemeinkosten/Fertigungseinzelkosten* :38 459

212 Verwaltungsgemeinkostenzuschlag: Verwaltungsgemeinkosten/Herstellkosten*100 Vertriebsgemeinkostenzuschlag: Vertriebsgemeinkosten/Herstellkosten* :38 460

213 Ermittlung Verkaufspreis :38 461

214 Beispiel Der Auftrag der Möbel GmbH, aufgrund dessen für € Fertigungsmaterial, für Fertigungslöhne, für 500 € Sondereinzelkosten der Fertigung und für 200 € Sondereinzelkosten des Vertriebes aufgewendet wurden, soll kalkuliert werden. Dabei gelten: :38 462

215 Materialgemeinkosten10% Fertigungsgemeinkosten50% Verwaltungsgemeinkosten20% Vertriebsgemeinkosten10% Gewinnaufschlag25% Kundenskonto 3% Kundenrabatt 5% Mehrwertsteuer19% :38 463

216 :38 464

217 Aufgabe 4.11 Das Unternehmen Spezialmaschinen DB fertigt zwei Arten von Kleinmaschinen. Es wurden 40 Maschinen Typ A und 50 Maschinen Typ B hergestellt. Dabei fielen folgende Kosten an. Ermitteln Sie die Selbstkosten pro Einheit des Erzeugnisses! :38 465

218 Lösung :38 466

219 Aufgabe :38 467

220 :38 468

221 VorkalkulationNachkalkulation :38 469

222 Aufgabe :38 470

223 Lösung :38 471

224 Exkurs: Selbstkosten des Handels Einstandspreis + Handlungskosten = Selbstkosten des Handels Einstandspreis: Angebotspreis (des Lieferanten) - Rabatt - Bonus +Mindermengenzuschlag =Zieleinkaufspreis :38 472

225 =Zieleinkaufspreis - Skonto =Bareinkaufspreis +Bezugskosten (Verpackung, Fracht, Rollgeld, Versicherung, Zoll) =Einstandspreis :38 473

226 Handlungskosten: Personalkosten +Provisionen +Raumkosten +Werbekosten +Reisekosten +Transportkosten +Verpackungskosten +Fuhrparkkosten +Zinsen +Abschreibungen +Verwaltungskosten :38 474

227 Aufgabe 4.14 Der Angebotspreis des Lieferanten einer Ware beträgt 5 €/Stück. Für Verpackung werden per 100 Stück 3 € berechnet. Bei Abnahme von Stück wird ein Mengenrabatt von 20% gewährt. Erfolgt die Zahlung innerhalb von zehn Tagen nach Rechnungsstellung, können 3% Skonto abgesetzt werden. Die Ware wird frei Haus geliefert. Die Handlungskosten beim abnehmenden Unternehmen betragen 0,78 €/Stück. Ermitteln Sie die Selbstkosten des Handelsunternehmens pro Einheit der Ware bei Abnahme von Stück und Zahlung des Rechnungsbetrages innerhalb einer Woche nach Rechnungserstellung durch den Lieferanten! Wie hoch ist der Gewinn pro Stück, wenn der Netto-Verkaufspreis pro Einheit 6,19 € beträgt? :38 475

228 Lösung :38 476

229 :38 477

230 :38 478


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