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1 Fachtagung Die professionelle Kindertagesstätte - wie Praxis Komplexität organisiert Kitas als Bildungsräume mit wenig viel erreichen Geteiltes Forum.

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Präsentation zum Thema: "1 Fachtagung Die professionelle Kindertagesstätte - wie Praxis Komplexität organisiert Kitas als Bildungsräume mit wenig viel erreichen Geteiltes Forum."—  Präsentation transkript:

1 1 Fachtagung Die professionelle Kindertagesstätte - wie Praxis Komplexität organisiert Kitas als Bildungsräume mit wenig viel erreichen Geteiltes Forum 3 Marina Kuban

2 2 Vorweg 3 Aussagen zum Forumstitel mit wenig viel erreichen: Für Kinder sollte bei der Qualität nicht weniger Geld ausgegeben werden als für Erwachsene Auch die besten Umgebungen ersetzen keine vertrauensvollen Bindungspersonen Gute Materialien (mit Anstups, Begleitung und Doku) sind für Bildungsprozesse wichtig

3 3 Eine gute Kita bietet gesunde, sichere, qualitätvolle Umgebungen, drinnen wie draußen. 1.Ein sorgfältig erarbeitetes Raumkonzept berücksichtigt Entwicklungsstände aller betreuten Kinder sowie Gruppenstärken, Betreuer-Kind-Relationen, den Alltag. 2.Dann erfolgt die bewusste Auswahl von zeitgemäßen Ausstattungen und Materialien.

4 4 Ein Arbeitsplatz am Licht, mit einfachsten Mitteln erstellt Bildquelle: aus Raum braucht das Kind, Verlag Das Netz, Berlin, Sigrid Diebold

5 5 Gliederungspunkte für ein Raumkonzept, hier am Beispiel für eine Krippe Gesamtgebäude Stichworte: Umfeld, Erscheinungsbild, Architektur, Baumaterialien, Energiesysteme, Mülltrennung, Fenster, Transparenz, Durch- und Ausblicke, Lichtverhältnisse, Perspektiven, Treppen und Handläufe, Unterstellplätze für Karren, Raumaufteilungen, Neben- und Abstellräume, Sanitärbereiche, Küchen, Farben, Fußböden, Akustik, etc. Begegnung und Kommunikation Stichworte: Eingangsbereich, Foyer, Garderobengestaltung, Mehrzweckbereiche, Bewegungsräume, Flure, Elternsprechzimmer, Elterncafé, Transparenz, Durchblicke, Atmosphäre, Treffpunkte, kulturelle Vielfalt, Informationsaustausch, etc. Pflege und Wasser Stichworte: Ästhetik, Sicherheit, Funktionalität, Ergonomie, Sinnlichkeit, Schutz und Vertrauen, Oberflächen und Materialien, Wickelbereiche, Toiletten, Waschbecken, Duschbad, Wasserspielmöglichkeiten, Temperaturen, Zahnpflege, Hygiene, Geruch, etc. Rückzug und Schlaf Stichworte: Atmosphäre, Geborgenheit, beruhigte Zonen und Rückzugsmöglichkeiten in Gruppenräumen, Schlafräume, Betten, sonstige Möblierungen, Bettwäsche, Beleuchtung, Temperatur, Belüftung, etc. Bewegung Stichworte: Raumgrößen, Fußböden, Ausstattungen, Funktionalität, Motorik, Klettern, Geschicklichkeitsübungen, Schrägen, Treppen, transportable Elemente, schaukeln, wippen, Bälle, Lage und Orientierung im Raum, Gleichgewicht, Renn- und Fahrstrecken, sitzen, aufrichten und laufen lernen, tanzen, etc. Einrichtung und Ausstattung des Gruppenraums als Basisstation Stichworte: Einbauten, Sichtachsen, Mobiliar, Säuglinge, selbstwirksame Veränderungsmöglichkeiten für die Kinder, funktionale Akzentuierungen, Lichtverhältnisse, Farben, Wand- Gestaltung, Ästhetik, Atmosphäre, Wahrnehmung, Akustik, Musik, Explorationsmöglichkeiten, Bodenfreiheit, kulturelle Vielfalt, Zugehörigkeitsmerkmale und Gruppenidentifikation Alltagsgegenstände, Atelier, Funktionsbereiche, Möglichkeiten für Imitationsspiele (Spielküche, Puppenwagen- und Wickelplatz, Telefon, PC, etc.), Bücher, Materialvielfalt z.B. für feinmotorische Beschäftigungen, Kreativität, Zweckentfremdung, Bildung, Kunst, Erprobung und Wiederholung, Erkenntnisprozesse Ordnungssysteme, Überschaubarkeit, Wiedererkennung, Kategorien, Kulturtechniken, Nahrungszubereitung und Mahlzeiten, etc. Außenspielgelände und näheres Umfeld Stichworte: Sicherheit, Zäune, Einfriedungen, Sonne und Schatten, Wasser und Sand, Kreativität unter freiem Himmel, Fahrzeuge, Attraktionen und Phänomene, naturnahe Spiel- und Erkundungsflächen, Steigung und Gefälle, Spielhäuschen, Bäume, Büsche, Beete, Höhlen, Naturkreisläufe, Steine, Holz, verschiedene Untergründe, geeignetes Außenspielmaterial, Wege für Schubkarren, Fahrzeuge und alles was Räder hat, ergonomisch angepasste Spielgeräte zum Klettern, Schwingen, Rutschen, Sitzgelegenheiten.

6 6 Willkommen und Selbstbetrachtung in der Garderobe links: ein Klapprahmen, der anzeigt, wann Luna in der Kita ist rechts: Portraits der Kinder zum Zeitpunkt der Aufnahme, darunter ein Spiegel zum Vergleich, wie sie wachsen und wie ihr Gesicht sich verändert (Quellen: M. Kuban, Wettbewerbs-Doku T-Räume für Kleine, Kinderkrippe Kleine Strolche, Celle)

7 7 Man kann Geld sparen, indem man nicht alles in teuren Katalogen bestellt. Viele Tischler arbeiten zum gleichen Preis oder günstiger auf Wunsch und Maß. Ein schönes altes Sofa der Großeltern, ausgewählte Flohmarktstücke, Pflanzen oder ein Aquarium im Gruppenraum können für eine heimelige Atmosphäre sorgen. Gebrauchsspuren vom der Zahn der Zeit bergen spannende Geschichten.

8 8 Altes, Echtes, Umfunktioniertes Bildquellen: aus Raum braucht das Kind, Verlag Das Netz, Sigrid Diebold, Udo Lange, Thomas Stadelmann, Herbert Österreicher, Edeltraud Prokop

9 9 Die Natur gehört allen! Sie bietet Phänomene und Materialien ohne Grenzen: Licht, Schatten, Farben, Naturkreisläufe, Wachstum, Ver-Witterung, Nahrung, Blumen, Wasser, Erde, Muscheln, Federn, Steine etc. Es braucht nur die eigene Begeisterung der Gruppenkräfte und schon wird der kindgegebene Entdeckungsdrang geweckt.

10 10 Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es draußen was zu Erleben, ohne Geld, aber nicht umsonst… Bildquellen: Claudia Hahn, Sabina-Valentinelli-G., Simone Rosin und (Rutsche mit Tunnel) Krippe Nesthäkchen, Giesen

11 11 Natur und Erfahrungen: Raum, Lage, Perspektiven, Oberflächenspannung, Konsistenzen, Temperaturen, Spiegelung, Grob- und Feinmotorik und dazu: viel gewährte Zeit

12 12 füllen, schütten, messen, wiegen, schäumen, plempern, spielen, kommunizieren, in sich versinken Bildquellen: Claudia Hahn und Koll. GGPS-Kita Entenfangweg Han. (o.r.) Ev.Kita St.Johannis Nordstemmen

13 13 Alle Dinge sollten Echtzeug sein, keine sinnlosen Spielzeug-Kopien. Einkaufen kann man in Läden für Küchenutensilien, Baumarkt- und Gartenbedarf u.s.w. Für die künstlerische Arbeit empfehlen sich ab einer bestimmten Projektphase hochwertige Materialien.

14 14 Alles hat seine Zeit links: Basiskompetenzen erwerben und kreatives Tun auf dem Leuchtkasten rechts: „Pisa-Turm-Studie“ nach dem Mittagessen Quelle: Claudia Hahn, GGPS-Kita Entenfangweg, Hannover

15 15 Nix ist so alt und so vielseitig einsetzbar wie die Zeitung von gestern

16 16 Die Welt erkunden können Kinder wunderbar mit einem Mikroskop, Kompass, Maßband, Waage, Kamera, Projektor etc. Alte technische Geräte zum Auseinanderbauen sind fesselnd und schulend. Zweckentfremdung ist die kleine Schwester der Phantasie!

17 17 Bildquellen: Moniki Kirste, Claudia Hahn aus hannoversch. Kitas, Ute Klingemann Raum ist der kleinsten Hütte

18 18 Ein selbst initiiertes Projekt der Kinder in der Krabbelstube Simsalabim in Hannover-Vahrenheide: Über mehrere Tage durften die Kinder selbstwirksam handeln, Statiktests durchführen, Spuren hinterlassen. Jeden Tag arbeiteten die Kinder hoch konzentriert daran weiter. Jedes Kind hatte eine - untereinander ausgemachte- Rolle. Die Gruppenpädagoginnen waren immer dabei, bewiesen Nervenstärke und konnten die Eltern davon überzeugen, ein paar Tage lang durch`s Fenster ein- und auszugehen.

19 19 Das Ausleben der kindlichen Entwicklungsschemata - hier Transport und Linie - sind mit einfachsten Mitteln zu ermöglichen, z.B. Schuh-, Taschen und Verkleidungskisten, Stühle etc. Bildquellen: Claudia Hahn, Kita Entenfangweg Han., S.Valentinelli-G., S.Rosin, Krabbelstube Simsalabim, Han.

20 20 Viel von Etwas ein ganz besonderes Angebot in einer Kita, z.B. 500 Wäscheklammern, 1000 Schrauben, 2 Kilo hübsche Knöpfe, ein Waschkorb voll Bohnen oder 256 Schuhkartons, als Überraschung bereit gehalten, sind der Hit in jeder Kindergruppe! (www-Recherche-Tipp: REMIDA, Kerensa Lee, Anette Drüner)

21 21 Bildquelle: Sigrid Diebold, Raum braucht das Kind, Verlag Das Netz, Berlin

22 22 Umgebungen mit interessanten, kostengünstigen Materialien und Dingen zu bereichern schont das magere Budget. Aber es erfordert auch erfinderisches Denken, Kommunikation, Vernetzung um Quellen zu erschließen, hilfreiche Geister, die eigene Begeisterung an der Arbeit mit Kindern und an Weiterentwicklung. Das ist keinesfalls billig, sondern es erschließt neue kostbare Ressourcen.

23 23 Zusammengefasste Schlussworte: In den meisten Kitas gehören kostenfreie Materialien zum fröhlichen Alltag. Das Organisieren besonderer Materialien ist zeitaufwändig, lohnt sich aber. Neuem gegenüber offen zu sein, macht Spaß und erweitert den Horizont. Bei Einschränkungen der Erfahrungsangebote durch Sicherheitsbehörden müssen päd. Kräfte erfinderisch sein. Kenntnisse über mögliche Risiken sind wichtig, z.B. auch über Gegenstände aus Baumärkten. Mit manchen Materialien kann nur in einer Kleingruppe gearbeitet werden, das ist jedoch nur bei einem guten Personalschlüssel möglich. Die Bereitstellung allein genügt nicht. Man muss auch Interesse, Zeit und Zuwendung aufbringen, um Bildungsprozesse zu begleiten. Bei allem Engagement kommen Gruppenpädagoginnen immer wieder an ihre Grenzen, bedingt durch die schlechten Rahmenbedingungen in Kitas (zuwenig Personal, zu große Gruppen, „von oben“ angeordnete zeitintensive Projekte, zuwenig Geld). Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklich wächst, die Sorge um die Kinder ebenso! Ein Zitat, frei nach Prof. Dr. Schneewind im anschließenden Plenum (Podiumsdiskussion) „Das Geld ist da…. nur noch nicht richtig verteilt. Allen, denen die Qualität für Kinder am Herzen liegt, müssen konkrete Voraussetzungen einfordern.“

24 24 Bilder: - Buch Raum braucht das Kind, Verlag Das Netz, Berlin - Wettbewerbs-Doku zur best practice (T-) Räume für Kleine - (leider vergriffen) ppt. winzig klein und mächtig schlau, ehem. Nds.Landesjugendamt - pädagogische Gruppenkräfte Claudia Hahn, Moniki Kirste Sabina Valentinelli-Gilat, Simone Rosin Die Wettbewerbsdokumentation (T-) Räume für Kleine kann bestellt werden unter Angabe der eigenen Kita-Postadresse bei Alles Gute, beste Grüße Marina Kuban


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