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Kinder mit aggressiven Verhaltensweisen Prof. Liliana Dozza Brixen, 13. Januar 2009.

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Präsentation zum Thema: "Kinder mit aggressiven Verhaltensweisen Prof. Liliana Dozza Brixen, 13. Januar 2009."—  Präsentation transkript:

1 Kinder mit aggressiven Verhaltensweisen Prof. Liliana Dozza Brixen, 13. Januar 2009

2 0-6 Jahre: Aggressive Verhaltensweise Lehrer und Eltern stellen sich häufig Fragen über die „Richtigkeit“ ihrer Entscheidungen, die sie bezüglich der Aggressivität von Kindern treffen. Sie fragen sich, wie sie hier einen Weg finden können, um einflussreich und konsequent zu sein. Das Problem, Aggressivität in konstruktive Bahnen zu lenken, ist eng mit den Regeln der Grenzensetzung während der Entwicklung verbunden.

3 Wie tun? Wie kann man mit Kindern, die sich aggressiv verhalten, und mit deren Opfern umgehen? Wie kann man Umwelt (Räume) und Beziehungen so organisieren, dass der Ausdruck von Aggressivität eingeschränkt wird? Ist es möglich Hinweise zu geben, ohne die Vermessenheit zu haben, „Patentrezepte“ vorzuschlagen?

4 Gliederung des Beitrags 1.Das Wort und der Begriff von Aggressivität Jahre: Kinder mit aggressivem Verhalten und Antworten der Erwachsenen 3.Risiko- und Schutzfaktoren von Aggressivität; Förderung der „Prosozialität“ und der life-skills

5 1. Das Wort und der Begriff von Aggressivität Etymologie des Wortes (Lateinisch ad-gradior) Aus sozialpsychologischer Perspektive benutzt man das Wort Aggressivität, um „ein Verhalten irgendwelcher Art, welches das Ziel einem anderen Lebewesen wehzutun oder zu beschädigen hat“, zu beschreiben (Baron und Richardson, 1994, p.7). Aus pädagogischer Perspektive wird „die Aggressivität als ein Ausbruch von internen negativen Zuständen als ein normales Phänomen des Entwicklungsalters betrachtet: sie drückt ein internes Unbehagen aus, die Schwierigkeit seine eigenen Impulse zu kontrollieren und auszudrücken, die Notwendigkeit sich selbst gegenüber anderen durchzusetzen, die Exploration von mehr oder weniger primitiven (oder ursprünglichen) Formen, um Hierarchie und Beziehungen mit anderen zu stabilisieren“ (Mantovani, in Braga, Mauri, Tosi, 1995, p. 8).

6 Jahre: Kinder mit aggressivem Verhalten und Antworten der Erwachsenen Ziele:  die aggressive Verhaltensweise feststellen und beschreiben, sie von nicht-aggressiven Verhaltensweisen unterscheiden;  Beispiele darüber vermitteln, wie man in bestimmten Situationen eingegriffen hat;  ein Beispiel einer strategischen Intervention vermitteln, welche das Ziel hat, problematische Verhaltensweisen, die schon „eingewurzelt“ erscheinen, aufzulösen und dem Kind zu helfen, solche Verhaltensweisen zu überwinden.

7 a)einige betrachten die Konflikte zwischen Kindern und das aggressive Verhalten als eine „natürliche Erziehungsetappe“ und greifen deshalb so wenig als möglich ein; b)andere haben ein Bild von Kindheit als eines Alters, in dem keine Konkurrenz und keine Ausdrucksformen von Aggressivitätsgefühlen stattfinden sollten. Deren Interventionen haben immer das Ziel die Aggressivität des Kindes zu hemmen, mittels der Autorität, die sie als Erwachsene inne haben; c)andere denken noch, dass die Aggressivität mit einer „kathartischen Funktion“ an Spielen und Puppen ausgelassen sein sollte; d)letztendlich, gibt es einen weiteren Ansatz, wo Erwachsene versuchen den Kindern beizubringen, dass sie ähnlich wie andere Kinder sind, und dass sie sich mit anderen Kindern identifizieren können.(???) Jahre: Kinder mit aggressivem Verhalten und Antworten der Erwachsenen Erwachsene geraten in Schwierigkeiten durch die Aggressivität ihrer Kinder:

8 Aggressivität als eine Bedingung der sozialen Interaktion Es ist wichtig die Kinder anzuleiten, Konflikte nicht aggressiv zu lösen

9 Ein primärer Instinkt Eine erlernte Antwort Aggressivität Psychoanalytisches Modell Behavioristisches Modell Von der Einseitigkeit der Perspektive wird jetzt ein mehrdimensionales Modell akzeptiert: die Aggressivität wird als adaptive Potenzialität des Menschen betrachtet. Man bietet hier also ein dynamisches Konzept der Aggressivität an, das als Interesse hat, die Funktion im Entwicklungsprozess zu verstehen

10 Von der Systemtheorie her bedeutet Konflikte zu lösen, zu kommunizieren und eine Einigung zu suchen, welche immer mit gegenseitiger Aufmerksamkeit, Empathie, dem Teilen eines Gefühls/einer Emotion, und Koordination verbunden ist. Kooperation und Konkurrenz sind die zwei Pole auf einem Kontinuum, auf welchem sich die Möglichkeit für den Menschen, gleichzeitig socius und Individuum zu werden, abspielt. Psychopädagogische und Neurowissenschaftliche Studien heben hervor wie auch ein sehr kleines Kind in der Lage ist, prosoziale Verhaltensweisen zu haben und zwischen kognitiver und emotionaler Ebene unterscheiden kann.

11 Wichtigkeit des Kontextes Es wurden vier Erziehungsstile identifiziert: autoritär; permissiv; inkonsequent; autoritativ. Ausschlaggebend ist ein konsequenter Erziehungsstil. Mehr als das beobachtete Verhalten erweist sich die Aufarbeitung des desselben bei den Kindern als grundlegend, auf der Basis ihrer emotionalen Bedürfnisse und jenen Werten, mit denen sie erzogen worden sind.

12 Die Beobachtung Noch wichtiger ist sie im Fall von aggressiven Verhaltensweisen, weil: –die Aggressivität ein sehr komplexes Verhalten und schwierig „zu lesen“ ist; oft passiert es, dass verschiedene Beobachter die gleiche Verhaltensweise anders beschreiben und bewerten; –die Aggressivität starke emotionale Reaktionen auslöst: um eine wirksame Interventionshypothese zu bearbeiten braucht man “Distanz und Fokussierung, welche nur die Beobachtung erlaubt” (Mantovani, 1995, p. 9). Die Beobachtung in einem natürlichen Kontext ist immer sehr wichtig.

13 Beispiele Es weint, deshalb existiert es: die Aggressivität als exploratives Verhalten (Thomas, 16 Monate; Manuel 16,5 Monate) Die Forschung nach dem Anderen (Arianna, 27 Monate e Serena, 28 Monate) Zusammensein und sich nicht verstehen: das Problem der Intentionalität (Sabrina, 2 Jahre und 10 Monate und e Miki, 4 Jahre und 5 Monate) Wenn wir spielen wer führt? Machtmanagement (Stefano, gerade 5 Jahre geworden) Aggressivität als Verschiebung: wenn ein Bruder geboren wird (Manuel, 4 Jahre und 6 Monate)

14 Der Fall von Marco (3 Jahre und 10 Monate) Angeignete Strategien um den Fall besser kennen zu lernen: -Sammlung der Informationen mittels individueller Gespräche mit der Erzieherinnen und mit der Leiterin; -Paarbeobachtungen in verschiedenen Momenten; -Elterngespräche; -Abschlusstreffen mit Erzieherinnen und Leiterin. Strategische Intervention Beispiel

15 Der Fall von Marco (3 J und 10 M) Mögliche Interventionsstrategien: vermeiden mit den Eltern im Gespräch nur um dem „Problemfall“ zu kreisen; M. helfen sich als „braves Kindes“ zu denken; den Erwachsene helfen die reale Gründe der von M. provozierten Störung zu erkennen; aktive Unterbrechung der Konflikte, ohne bei ihm Schuldgefühle auszulösen oder ihn zu erniedrigen; verbale Übersetzung der kommunikativen Intentionen seiner Handlungen; im Fall von Herausforderung gegenüber Erwachsene, echte Missbilligung zeigen, aber ihm eine Lösung bieten.

16 3. Risikofaktoren und Präventionsfaktoren der Aggressivität Das Unbehagen ist das Resultat der Summe der Wirkungen und der Interaktionen von Risikofaktoren, die die Vunerabilität des Kindes steigern, und Schutzfaktoren, die den negativen Wirkungen vorbeugen. Faktoren, die das Risiko eines gewalttätigen Verhaltens steigern: Kontinuierliche Aussetzung der häussliche und soziale Gewalt Gravierende Frustrationserlebnisse (psychologischer Missbrauch) Unsichere Bindungsmuster Aussetzung der Gewalt mittels Medien (tv, film, etc.) Benacheiligtes Familienumfeld Präventionsfaktoren: Resilienz: Ich habe, Ich bin, Ich kann Life skills, oder Fähigkeiten, die erlauben „den Anderen“ zu lieben, der in uns selbst ist.

17 Was kann man tun, wenn ein Kind gewalttätiges Verhalten zeigt? Erziehung zum prosozialen Verhalten, mit dem Ziel die Tendenz sich um den Anderen zu kümmern vorzeitig zu stärken und die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Familienunterstützende Interventionen. Aufsicht bei TV-Programmen, Video, Filme. Kinder und Jugendliche verantwortungsfähig erziehen und sie als aktiv anerkennen. Bildungsprogramme “Peer education”: eine Methode in der eine kleine Gruppe aktiv handelt um den Rest der Gruppe zu informieren und beeinflussen. Präventionsprogramme für gewalttätige Verhaltensweisen.

18 Zusammenfassend Die Prävention ist möglich unter der Voraussetzung, dass es ein familiäres und soziales System gibt, das in der Lage ist die Unbehaglichkeitssignale wahrzunehmen, aber auch fähig die Ressourcen, Potenziale und Kompetenzen zu fördern: life skills oder Fähigkeiten des Lebens, Resilienz und Lebensqualität. In der Kindheit realisiert sich die Prävention anhand konkreter vis- a-vis Beziehungen nicht nur mit Erwachsenen aber auch Gleichaltrigen. Die gute Beziehung zwischen Gleichaltrigen basiert auf einer guten Beziehung mit den Bindungspersonen. Diese ist nicht selbstverständlich, aber glücklicherweise bei den meisten Kindern vorhanden.

19 Danke für Ihre Aufmerksamkeit !


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