Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und."—  Präsentation transkript:

1

2 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption

3 Im Geschäftsverkehr der Banken wird unterschieden nach... Sorten Banknoten Münzen Devisen alle auf ausländische Währungen lautenden und im Ausland zahlbaren Forderungen, sowie Guthaben bei ausländischen Banken (Buchgeld), wie auch Wechsel und Schecks.

4 Sorten... Sorten sind demnach keine Devisen im engeren Sinn ! Sorten können allerdings in Devisen umgewandelt werden, sofern es möglich ist, sie ohne Einschränkungen einem gewöhnlichen kommerziellen Konto im Ausland gutschreiben zu lassen Kontogutschrift

5 Devisenhandel... Gegenstand des Devisenhandels ist ausschließlich das Buchgeld. Aufgrund der wachsenden Internationalisierung des Wirtschaftslebens (Globalisierung) wächst die Bedeutung von Devisen. Somit hat auch der Devisenhandel in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen. Allein in der bedeutendsten Währung, dem US-Dollar, werden an einem „normalen“ Handelstag Mrd. Währungseinheiten (rund das 3-fache des deutschen BIP) gehandelt. Nur deutlich weniger als 10% der getätigten Umsätze dienen zur Erfüllung von Handels- und Dienstleistungsgeschäften. Das Gros der Umsätze am Devisenmarkt ist rein spekulativ.

6 Devisenhandel... Die primäre Aufgabe des Devisenhandels ist es, Geschäftsleuten und Firmen, sowie international operierenden Anlegern die Möglichkeit zu eröffnen, jederzeit eine Währung kaufen oder verkaufen zu können. Beispiele uKauf von Devisen zur Begleichung einer Rechnung aus dem Ausland uKonvertierungen bei Käufen und Verkäufen von ausländischen Wertpapieren uHandel mit Devisen, um bei Eintreffen einer Kurserwartung einen Gewinn zu erzielen

7 Geschichtlicher Rückblick... Die Aussage des französischen Wirtschaftswissenschaftlers Gaétan Pirou, daß die Devisengeschäfte... „...aus der Koexistenz des Internationalismus des Handels und des Nationalismus der Währungen...“...entstehen, umschreibt auf treffende Art den ursprünglichen Beweggrund, der den Devisenhandel entstehen ließ.

8 Geschichtlicher Rückblick... Das Geldwechselgeschäft ist so alt wie das Geld selbst, doch geht die Entstehung des heutigen Devisenhandels ungefähr auf das Jahr 1880 zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich in einem über 100-jährigen Prozess ein Währungssystem herausgebildet, welches anstelle von Gold und Silber nur noch Gold als Referenzwert verwendete. Die weltweite Anwendung des neuen Systems schuf das notwendige Vertrauen, um internationale Zahlungen einem Konto im Ausland gutschreiben oder belasten zu lassen, ohne einen effektiven Transfer des Gegenwertes vorzunehmen. Die Einführung des Telegrafs, des Telefons und später des Fernschreibers, schafften die technischen Voraussetzungen, um internationale Devisentransaktionen professionell durchführen zu können.

9 Geschichtlicher Rückblick... Als Goldstandard bezeichnete man die Währungsordnung um 1880 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. uBeim Goldstandard konnten Wechselkurse nur in engen Grenzen zwischen dem oberen und unteren Goldpunkt schwanken. Sobald der Wechselkurs einer Devise so weit über den Paritätswert stieg, daß die physische Überweisung von Gold günstiger war als der Ankauf der Fremdwährung, so wurde die Verbindlichkeit mit Gold statt mit Devisen beglichen. uIm Zusammenhang mit der enormen Kriegsfinanzierung setzten viele Länder die Spielregeln des Goldstandards außer Kraft. uBemühungen einer weltweiten Wiedereinführung des Goldstandards waren aufgrund von fundamentalen Zahlungsbilanzstörungen zum Scheitern verurteilt. uInfolge der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre kam es zur Einführung von Devisenkontrollen

10 Geschichtlicher Rückblick... Das System von Bretton Woods uDie Erfahrungen der Zwischenkriegszeit und die Gefahr einer Wiederholung nach Beendigung des Krieges veranlaßten die USA und GB sich für die Schaffung einer neuen internationalen Währungsordnung einzusetzen. –stabile Wechselkurse mit festgelegten Kursschwankungen –Abbau der noch vorhandenen Devisenrestriktionen –Einführung einer Konvertibilität aller Währungen uDie USA verpflichteten sich, Gold zum Preis von 35 USD pro Unze zu kaufen und zu verkaufen. –Die meisten Länder gingen dazu über, neben Gold auch (zinsbringende) Dollars als Währungsreserve zu verwenden –Der Dollar wurde als Interventionsmittel verwendet, um den Wechselkurs der eigenen Währung innerhalb der vorgeschriebenen Bandbreite zu halten. –Der Welthandel nahm zu und ermöglichte in den Industrieländern eine rasche wirtschaftliche Entwicklung.

11 Geschichtlicher Rückblick... Obwohl periodische Krisen und ernsthafte Erschütterungen schon frühzeitig auftraten, hat sich das in Bretton Woods geschaffene internationale Währungssystem etwa ein Vierteljahrhundert lang als lebensfähig erwiesen. uDie hohen US-Zahlungsbilanzdefizite ließen die US-Goldreserven zu- sammenschmelzen. Gleichzeitig stiegen die Forderungen des Auslandes gegenüber den USA. uIm Frühjahr 1973 brach das Währungssystem mit festen Paritäten endgültig zusammen. Der monetäre Modus vivendi seit 1973 ufrei „floatende“ Wechselkurse -> die meisten Industrieländer uWährungen, die gegen den USD oder einer anderen Währung fixiert sind uLänder, die ihre Währungen an einen Währungskorb binden uWährungsverbünde, z.B. das Europäische Währungssystem -EWS- uEuropäische Währungsunion

12 international tätige Geschäftsbanken. Sie sind die natürlichen Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage von Devisen. Banken: uhandeln Devisen im Kundenauftrag - Auftragshandel - utätigen Interbankengeschäfte auf eigene Rechnung - Eigenhandel -, d.h. sie kaufen oder verkaufen Währungen, um einen Ertrag aus Devisenpositionen zu erwirtschaften - Arbitrage - Die Tätigkeit der Banken auf dem Gebiet des Devisenhandels führt zu einer einheitlichen Kursbildung. Markteilnehmer am Devisenhandel sind...

13 Devisenmakler usie vermitteln Devisengeschäfte zwischen Banken Zentralbanken u sie handeln Devisen zur Glattstellung von Verbindlichkeiten und Forderungen von staatlichen Behörden / Institutionen u sie kaufen oder verkaufen Währungen zur Beeinflussung der Devisenkurse, sogenannte Interventionstätigkeit weitere Marktteilnehmer sind...

14 Um im internationalen Umgang mit Devisen Mißverständnissen bei der Währungsbezeichnung vorzubeugen, wurden verbindliche Abkürzungen, die sog. ISO-Codes (ISO=International Organization for Standardization) festgelegt, die weltweit gültig sind. Jeder ISO-Code besteht aus drei Buchstaben, wobei i.d.R. die ersten beiden Buchstaben das Land kennzeichnen und der dritte die Währung. ISO-Codes Beispiele: USA$USD Großbritannien£GBP Japan¥JPY (früher) DeutschlandDMDEM (Abweichung zur Regel) EU € EUR

15 USD = „Transport“- Währung Aus dem geschichtlichen Rückblick haben wir erfahren, daß der US $ auf der Basis des Abkommens von „Bretton Woods“ sich als „Transport“- Währung entwickelt hat. Auch nach dem Zusammenbruch des festen Wechselkurssystems - nicht zuletzt auch auf der Tatsache, daß die USA die führende Industrie-nation sind - blieb es bei der Marktusance, daß im professionellen Devisenhandel die jeweilige nationale Währung in Relation zum USD quotiert wird. Über die Quotierung des US $ in der Schweiz und der Quotierung des US $ in Deutschland bzw. EURO-Zone kann z.B. die Relation des € zum Schweizer Franken errechnet werden. In der Fachsprache werden die errechneten Kursrelationen auch als „Cross - Rates“ bezeichnet.

16 ... Preisnotierung: Fremdwährung: feste Bezugseinheit - Inlandswährung: variable Bezugsgröße Kurs = Preis in Inlandswährung 1; 100 oder 1000 Einheiten einer Fremdwährung werden zur nationalen Währung „ausgepreist“ in Japan wird quotiert... 1 USD = 109,05 JPY in der Schweiz wird quotiert... 1 USD = 1,3245 CHF 100 JPY = 1,2146 CHF *) in Deutschland wurde bisher quotiert: 1 USD = 1,6645 DEM 100 CHF = 125,67 DEM *)... Preisnotierung: Fremdwährung: feste Bezugseinheit - Inlandswährung: variable Bezugsgröße Kurs = Preis in Inlandswährung 1; 100 oder 1000 Einheiten einer Fremdwährung werden zur nationalen Währung „ausgepreist“ in Japan wird quotiert... 1 USD = 109,05 JPY in der Schweiz wird quotiert... 1 USD = 1,3245 CHF 100 JPY = 1,2146 CHF *) in Deutschland wurde bisher quotiert: 1 USD = 1,6645 DEM 100 CHF = 125,67 DEM *)... Mengennotierung: Inlandswährung: feste Bezugseinheit - Fremdwährung: variable Bezugsgröße Angabe der Menge ausländischer Währung für eine inländische Währungseinheit i.d.R. 1 Einheit der nationalen Währung wieviel „Menge“ an Fremdwährung ? in GB wird quotiert... 1 GBP = 1,6900 USD 1 GBP = 2,2384 CHF *) in der EURO-Zone wird quotiert... 1 EUR = 1,1750 USD 1 EUR = 1,5563 CHF *) 1 EUR = 128,13 JPY *) 1 EUR = 4,5985 PLN *)... Mengennotierung: Inlandswährung: feste Bezugseinheit - Fremdwährung: variable Bezugsgröße Angabe der Menge ausländischer Währung für eine inländische Währungseinheit i.d.R. 1 Einheit der nationalen Währung wieviel „Menge“ an Fremdwährung ? in GB wird quotiert... 1 GBP = 1,6900 USD 1 GBP = 2,2384 CHF *) in der EURO-Zone wird quotiert... 1 EUR = 1,1750 USD 1 EUR = 1,5563 CHF *) 1 EUR = 128,13 JPY *) 1 EUR = 4,5985 PLN *) Preis- und Mengennotierung Je nachdem, wie Währungen zueinander notiert werden, spricht man von einer... oder *) sog. Cross - Rates

17 Beispielrechnung für eine Cross - Rate Notierung Quotierung in Zürich zum US $ u1 USD = 1,3245 CHF Quotierung in „Euroland“ zum US $ u 1 EUR = 1,1750 USD gesucht wird die Quotierung für den € zum Schweizer Franken ? u1 EUR = ? CHF 1 EUR 1,1750 USD = 1 USD 1,3245 CHF 1 EUR= 1 USD 1,3245 CHF * 1,1750 USD =1, CHF 1 EUR=1,5563 CHF Es wurde verbindlich festgelegt, daß eine EUR-Quotierung mit insgesamt 5 Stellen erfolgt:  Vor- plus Nachkommastellen = 5

18 Übungsaufgaben: Ein Exporteur aus dem „Euroland“ erhält einen Zahlungseingang von USD ,00. uWie hoch ist der EUR-Gegenwert? Eine Warenlieferung ist mit JPY ausgezeichnet. uWie teuer ist diese Ware in EUR? Ein Importeur muß ,00 GBP nach Großbritanien überweisen. uErrechnen Sie die EUR/GBP-Relation! uErmitteln Sie den EUR-Gegenwert! Bei NTV sehen Sie auf dem Laufband folgende Devisennotierungen... EUR = 1,1750 USD / EUR = 128,13 JPY / GBP = 1,7153 USD

19 Kundenbeschwerde Der Exporteur beschwert sich, daß nicht der von ihm errechnete Gegenwert seinem EUR-Konto gutgeschrieben wurde zur Erinnerung: uEingang USD ,00 uKurs bei NTV: EUR = 1,1750 USD ukalkulierter Gegenwert: EUR ??? Gutschrift der Bank lediglich: EUR ,16 Was ist passiert? Wie erklärt sich diese Differenz?

20 Kundenbeschwerde / Erklärung Kundenmarge !... NTV, Internet, REUTERS, Bloomberg etc liefern „lediglich“ Informationskurse !... zeitliche Differenz / Marktbewegung !... Geld- und Briefspanne im Interbankenhandel !

21 Usance im Interbankenhandel Die angerufene Bank stellt dem Anrufer Kurse, zu denen sie bereit ist, z. B. US-Dollar gegen ihre jeweilige nationale Währung zu handeln. Der Anrufer muß dabei nicht zu erkennen geben, ob er US- Dollar kaufen oder verkaufen möchte. Der Händler der angerufenen Bank stellt dabei einen Geldkurs (EUR-Geld/USD-Brief - zu dem er USD verkaufen würde) und einen Briefkurs (EUR-Brief/USD-Geld - zu dem er USD ankaufen würde) z.B. 1 EUR = 1, ,1750 Selbstverständlich ist der Anrufer nicht verpflichtet, auf der Basis der gestellten Kurse einen Abschluß zu tätigen. Wie wird gehandelt?

22 Geld- /Briefspannen & Kundenmarge EUR = 1, ,1750 USD uExporteur möchte USD verkaufen und EUR kaufen uDie Bank kann die Position im Interbankenhandel zum Briefkurs glattstellen –Bank kauft EUR / verkauft USD zu 1,1750 im Interbankenhandel uWürde die Bank zu 1,1750, d.h. zu ihrem Einstandskurs dem Kunden EUR weiterverkaufen und die USD ankaufen, dann –wäre sie „pari“ –hätte sie keinen Deckungsbeitrag für die Transaktionskosten –würde das volle Glattstellungsrisiko tragen (Preisänderung) insbesondere für kleine Beträge, Usance im Interbankenhandel i.d.R. > 1 Mio USD Kundenkurs = Interbankenkurs +/- Marge (Provision) uDeckungsbeitrag für Transaktionskosten uGlattstellungsrisiko ukalkulierter Gewinn

23 Geld- / Briefspannen & Kundenmarge, z. B. EUR/USD Interbankenhandel Marge / Provision Geldkurs 1,1745 Briefkurs 1,1750 Kundenbriefkurs Bank verkauft an den Kunden die quotierte Währung (Kunde kauft EUR Kunde verkauft USD) 1,1780 Kundengeldkurs Bank kauft vom Kunden die quotierte Währung an (Kunde verkauft EUR Kunde kauft USD) 1,1715

24 Kurse am Devisenmarkt unterliegen einer ständigen Veränderung. Je nach augenblicklicher Angebots- bzw. Nachfragekonstellation ergeben sich Verschiebungen im Kursgefüge nach unten oder oben. Ein auf Anfrage genannter Geld- und Briefkurs hat daher nur Gültigkeit für den augenblicklichen Zeitpunkt der Quotierung. Wenn der Anrufende nicht sofort auf diese Kurse handelt, ist der Angerufene nicht mehr an seine Kurse gebunden. Wenn aber auf die gestellten Kurse gehandelt wird, kann der Kurssteller sein Angebot nicht mehr zurückziehen, etwa mit dem Hinweis sich geirrt zu haben. Dies würde ein Verstoß gegen die Handelsusancen bedeuten. Gültigkeit von Kursen

25 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption 

26 Kassahandel Für alle Kassageschäfte hat die Erfüllung des Kontraktes am über- nächsten Werktag - d.h. in 2 Bankarbeitstagen - zu erfolgen. uDie Usance hat sich über Jahrzehnte so herausgebildet uGrund: notwendige Zeit für administrative Belange des Geschäftes uNoch vor wenigen Jahren: –keine oder nur sehr geringe Computerisierung, kein Internet, kein SWIFT... Der Kassahandel (auch Spot-Markt) ist das bedeutendste Markt- segment, von dem sich die anderen Segmente ableiten. Zum Kassahandel gehört: uder Freiverkehr inkl. der limitierten Ordererteilung uder Börsenhandel zum amtlichen Fixing an der Frankfurter Börse (1957 bis ) udie Abrechnung zu Referenzkursen der Hausbanken

27 Freiverkehr Der Großteil des Kassahandels findet unter Banken (Interbanken- handel) im sogenannten „Freiverkehr“ - 24 Stunden rund um die Uhr statt. weltweit von Frankfurt/London über New York nach Singapore von Bank zu Bank unterschiedlich alle Haupthandelswährungen

28 13: :45 Uhr amtliche Devisenbörse in Frankfurt a.M. amtlich vereidigte Makler standen mit Bankenvertretern in Kontakt und ermittelten aus den vorliegenden Kauf- und Verkaufaufträgen einen amtlichen Mittelkurs für jede der ehemals 17 amtlich notierten Währungen das Fixing war für alle 5 regionalen Devisenbörsen bindend grundsätzlich mit 2-tägiger Valuta Momentaufnahme des Freiverkehrs Früher: Börsenhandel, 1957 bis zum

29 Referenzkurse sind eine Momentaufnahme der Marktsituation u13:00 Uhr MEZ -- > Fixing der verschiedenen Banken (jede private Großbank hat ein eigenes Fixing) u14:15 Uhr MEZ -- > EZB-Fixing Die Veröffentlichung von Referenzkursen erfolgt über REUTERS, Bloomberg sowie im Wirtschaftsteil einiger Zeitungen Fixing ist nur für die jeweilige Bank bindend und wird i.d.R. nur noch für die Abwicklung des kommerziellen Massengeschäftes mit Kleinstbeträgen genutzt. Heute: Referenzkurse

30 Limitierte Order Take Profit / Stop Loss Take-Profit-Order *Order liegt besser als der aktuelle Kurs *bei Erreichen des Kurses erfolgt der Devisentausch *Ihre Kurserwartung erhofft sich einen Trend in die positive Richtung *VORSICHT: keine Kurssicherung, bei gegenläufigem Trend Stop-loss-Order *Order liegt schlechter als der aktuelle Kurs *Ausübung erfolgt zum ersten Kurs der über/unter der erteilten Order liegt *Begrenzungsmöglichkeit von Kursverlusten (worst case) *Sollte Kurserwartung eintreten => Gewinnmöglichkeiten

31 Limitierte Order Kombination: Take-Profit & Stop-loss-Order = OCO-Order Ihre Kursintention ist im Markt z. Zt. nicht realisierbar (z. B. Kalkulation für Exportauftrag 1,1600 USD / EUR, Kassakurs 1,1780 USD / EUR). Sie wollen sich gegen einen ungebremsten Kursverfall schützen. Lösung: Kombinierte OCO-Order (one cancels the other): nTake Profit 1,1600 USD / 1 EUR (wird genau zu diesem Kurs oder besser ausgeführt, wenn gehandelt) nStop Loss 1,1900 USD / 1 EUR (wird auf den nächsten handelbaren Kurs nach Erreichen der stop loss-Marke ausgeführt).

32 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption  

33 Kursbestimmende Faktoren politische Faktoren *Wahlen *Attentat *Krieg *Boykott / Embargo

34 Kursbestimmende Faktoren wirtschaftliche Faktoren *wirtschaftliche Krisen *Konjunkturdaten *Leitzinsänderung *Notenbank-Interventionen

35 Kursbestimmende Faktoren Marktmeinung / Trading *Kurserwartung *Gewinnaussichten

36 Wechselkursrisiken Seit der Aufgabe des „Fixkurssystems“ hat das Thema Wechselkurs- Absicherung grundlegende Bedeutung für beinahe jedes Unternehmen. Die beachtlichen und unkalkulierbaren Schwankungen der Wechselkurse sind zu einem Teil des heutigen Geschäftsalltages geworden. Dem direkten Risiko aus schwankenden Wechselkursen ist jeder ausgesetzt, der sich in irgendeiner Form in ausländischer Währung aktiv engagiert. Die Risikoposition beginnt nicht erst mit der Ausstellung oder des Erhalts der jeweiligen Rechnung sondern setzt bereits mit der verbindlichen Kalkulation eines Angebotes oder der Bestellung bzw. der Auftragsvergabe ein.

37 low: 0,8463 EUR/USD high: 1,4167 EUR/USD Historische Kursentwicklung Jan 93 - Jan 04 (Mittelkurse)

38 Historische Kursentwicklung Jan 03 - Jan 04

39 Anfang Januar 2004 hat Reuters wieder 50 führende Kreditinstitute, Wirtschaftsfachleute, Währungsstrategen und Händler befragt. Ergebnisse:  Durchschnitt:1 € = 1,2788 USD  Höchstkurs:1 € = 1,1600 USD  Tiefstkurs:1 € = 1,3500 USD  Deutsche Banken: – 1,1600BayernLB – 1,2400Commerzbank – 1,2500Deutsche Bank – 1,3000HELABA – 1,2500WestLB Monatliche Prognoseumfrage von Reuters EUR - USD - Wechselkurs, Sicht auf 3 Monate

40

41 Offenlassen der Position?... ist das ein Ausdruck konservativer Kurssicherung oder?

42 Reine Spekulation!

43 Begriffe vKK - vorläufiger Kalkulationskurs uworst case einer Absicherungsstrategie - kann sich nur noch verbessern eKK - endgültiger Kalkulationskurs uder Kurs, zu dem das Devisengeschäft in die endgültige Kalkulation einfließt Kann man einen vorläufigen Kalkulationskurs - vKK - bestimmen? JA aktives Währungsmanagement NEIN passive Spekulation

44 Beispiele für ein Währungsmanagement In den nachfolgenden Beispielen für ein aktives Währungsmanagement versetzen wir uns in die Lage eines klassischen Exporteurs uunsere Export GmbH erwartet einen Eingang von USD ,00 in 3 Monaten Marktdaten: uUSD-Eingang in 3 Monaten uEUR USD: 1, ,1750 –Marge für Devisengeschäft 0,0030 uEUR-Zins 3 Monate: 2,10 - 2,15 % p.a. –Marge für Anlage 0,10 % uUSD-Zins 3 Monate: 1,10 -1,15 % p.a. –Kreditmarge 0,75 % u92 Zinstage

45 RisikoChance Kassekurs bei Fälligkeit vKK/eKK Kursverlauf Es gibt keinen vKK, d.h. keine Sicherung eKK = Kassekurs bei Fälligkeit Offenlassen der Position Exporteur (Kursbasis EUR/USD)

46 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption   

47 Devisenkassageschäft und Kreditaufnahme/Geldanlage Die Export GmbH verkauft den erwarteten Fremdwährungseingang i. H. von USD ,00 bereits heute zum Kassakurs Aus dem Devisenkassageschäft wird das USD-Konto belastet und das EUR-Konto erkannt Bis zum effektiven Eingang der Fremdwährungsforderung nimmt die Export GmbH einen Währungskredit für 3 Monate auf Den EUR-Gegenwert aus dem Devisenkassageschäft könnte unsere Export GmbH für die gleiche Laufzeit anlegen

48 Cashflows dieser Absicherung € - Konto Export GmbH $ - Konto USD-VerkaufUSD-KreditaufnahmeUSD-KreditrückzahlungUSD-Kauf (Kreditzinsen)USD-ExporteingangEUR-AnkaufEUR-AnlageEUR-Fälligkeit AnlageEUR-Verkauf (USD-Zins) Saldo: 0 Exporterlös in EUR - Aufwand = Kalkulation / Ertrag Saldo: 0 Valuta: Kasse Saldo: 0

49 Cashflows dieser Absicherung (Lösung) € - Konto Export GmbH $ - Konto - USD ,00+ USD ,00- USD ,83+ USD USD ,00+ EUR ,16- EUR ,16+ EUR ,21- EUR 1.554,27 Saldo: 0 Exporterlös: EUR ,94 Saldo: 0 Valuta: Kasse Saldo: 0

50 Ergebnis der Absicherung: Eingang USD ,00 uKassakurs: 1,1780 uGegenwert EUR: ,16 Exporterlös aus Kreditaufnahme / Geldanlage: uGegenwert EUR: ,94 udas entspricht einem EUR-USD-Kurs von: 1,1777

51 Zusammenfassung feste Kalkulationsbasis - vKK- gegeben uallerdings Restrisiko aus Eindeckung der Zinsen für den Fremdwährungskredit Wir haben gelernt, daß unicht der Kassakurs die Kalkulationsbasis ist ! usondern dieser durch Kreditaufnahme- und Anlagekonditionen modifiziert wird ! Kreditmarge, Anlageprovision sowie ggf. ZaSt. und Soli verteuern diese Herangehensweise der Absicherung hoher Transaktionsaufwand in FIBU für die Bank bedeutet dieses Vorgehen ein „Aufblähen“ der Bilanz Fazit:

52 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption    

53 Devisentermingeschäft die üblichen Laufzeiten liegen schwerpunktmäßig im Bereich zwischen 1-12 Monaten bis hin zu 5 Jahren (abhängig von Währung und Liquidität !) der Ausgleich des Zinsgefälles zwischen den beiden Währungen erfolgt über eine Adjustierung des Kassakurses dazu wird die Zinsdifferenz in Kurspunkten umgerechnet u das so ermittelte Ergebnis wird als „Swapsatz“ bezeichnet bei EUR/Fremdwährungnotierung (Mengennotiz) gilt:  Zinsniveau in Euroland > Fremdwährungszins -> Abschlag (Deport) — derzeit (Januar 2004) z.B.: USD, CHF, JPY, HKD u Zinsniveau in Euroland Aufschlag (Report) — derzeit (Januar 2004) z.B.: GBP, PLN, HUF, SEK, AUD

54 Devisentermingeschäft Formel der Devisenterminkurs: uist nicht Ausdruck einer Kurserwartung uist kein „Kaffeesatzlesen“ ufür die Ermittlung des Devisenterminkurses benötigt man auch keine Glaskugel sondern lediglich Basiskenntnisse in der Mathematik! = 360 * EUR Zins * Tage Kassakurs * (Fremdwährungszins - EUR Zins) * Tage Swapsatz (Kunden) Kassakurs + Swapsatz=(Kunden) Terminkurs

55 Devisentermingeschäft (Lösung) Übung = 360 * ,10 * 92 1,1750 * (1,15 - 2,10) * 92 Swapsatz 1, (- 0,0028)=1,1752 = uUSD-Eingang in 3 Monaten uEUR USD: 1, ,1750 –Marge für Devisengeschäft 0,0030 uEUR-Zins 3 Monate: 2,10 - 2,15 % p.a. –Marge für Anlage 0,10 % uUSD-Zins 3 Monate: 1,10 -1,15 % p.a. –Kreditmarge 0,75 % u92 Zinstage

56 Ergebnis der Absicherung: Eingang USD ,00 uKassakurs: 1,1780 uGegenwert EUR: ,16 Exporterlös für Strategie Kassageschäft & Geldmarkt: uGegenwert EUR: ,94 udas entspricht eine EUR USD-Kurs von: 1,1777 Exporterlös für Strategie Devisentermingeschäft: uTerminkurs: 1,1752 uGegenwert EUR: ,62

57 Vorteil: kostengünstige Absicherung geringer Aufwand in FIBU keine „Aufblähung“ der Bilanz feste Kalkulationsbasis Vorteil: kostengünstige Absicherung geringer Aufwand in FIBU keine „Aufblähung“ der Bilanz feste Kalkulationsbasis Nachteil: Keine Chance an positiven Kursbewegungen zu partizipieren vKK = eKK bindende, unbedingte Verpflichtung Kommt das Grundgeschäft nicht - wie vorgesehen - zustande, muß dennoch das Devisentermingeschäft erfüllt werden. Nachteil: Keine Chance an positiven Kursbewegungen zu partizipieren vKK = eKK bindende, unbedingte Verpflichtung Kommt das Grundgeschäft nicht - wie vorgesehen - zustande, muß dennoch das Devisentermingeschäft erfüllt werden. Devisentermingeschäft Zusammenfassung

58 RisikoChance Kassekurs bei Fälligkeit vKK/eKK Terminkurs ist vKK und eKK zugleich kein Risiko höherer Kurse aber auch keine Chance zur Kursver- besserung Devisentermingeschäft Zusammenfassung Terminkurs

59 1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und Geldmarktoperationen 3.2Devisentermingeschäft 3.3Devisenoption     

60 RisikoChance Kassekurs bei Fälligkeit vKK/eKK leider unrealistisch es gibt keine risikolosen Gewinne Die „ideale“ Absicherung Exporteur (Kursbasis EUR/USD) Terminkurs

61 Chance Kassekurs bei Fälligkeit vKK/eKK Begrenztes Kursrisiko unbegrenzte Parizipation an fallenden Kursen vKK = Strike + Optionsprämie break-even = Strike - Optionsprämie Einsatz...nahe am „Ideal“ - die Devisenoption Exporteur (USD-Put / EUR-Call) vKK Break-even

62 Optionsterminologie Der Käufer einer Option... uerwirbt das Recht, aber nicht die Verpflichtung ueinen Währungsbetrag später uzu einem im voraus festgelegten Preis (Strike) –zu kaufen (Call) –zu verkaufen (Put) udafür zahlt er dem Verkäufer einen Preis - die Optionsprämie

63 Optionsterminologie Der Verkäufer (Stillhalter) einer Option... ugeht die Verpflichtung ein ueinen Währungsbetrag später uzu einem im voraus festgelegten Preis (Strike) –zu liefern (Call) –abzunehmen (Put) udafür erhält er vom Käufer der Option eine Prämie

64 Optionsterminologie Eigenschaften der Option, die vom Käufer festgelegt werden uPut oder Call Option: Das Recht, zu kaufen oder zu verkaufen (je nach Position) uBasispreis (Strike): Der Preis, der für das zugrundeliegende Instrument im Falle einer Ausübung bezahlt werden muß. Bei Währungen ist das der Wechselkurs. uLaufzeit der Option (Expiry): Wann der Optionshalter das Recht der Ausübung hat.

65 Devisenoptionen - Prämienfaktoren Folgende Faktoren bestimmen die Prämie:  der aktuelle Devisenkurs  die Laufzeit  die Volatilität (Schwankungsbreite)  der gewählte Optionskurs (Strike) im Verhältnis zum Terminkurs  Zinsniveau

66 Devisenoption Beispiel: EUR/USD Call und Put Optionen uCall Option: –Der Käufer einer USD Call Option erwirbt das Recht USD zu beziehen –Der Verkäufer einer USD Call Option ist ggf. verpflichtet USD zu liefern uPut Option: –Der Käufer einer USD Put Option erwirbt das Recht USD zu liefern –Der Verkäufer einer USD Put Option ist ggf. verpflichtet USD abzunehmen Merke: Wenn USD verkauft werden, werden EUR gekauft und umgekehrt: *** USD Put Option = EUR Call Option *** *** USD Call Option = EUR Put Option ***

67 Devisenoption Beispiel: EUR/USD Wann macht die Optionsausübung Sinn? Die Ausübung der Option bei Fälligkeit macht Sinn, wenn eine Option „Im Geld” (in the money/ITM) ist, d.h. uUSD Call / EUR Put Option: Kassekurs EUR/USD < Basispreis uUSD Put / EUR Call Option: Kassekurs EUR/USD > Basispreis Die Ausübung der Option bei Fälligkeit macht keinen Sinn, wenn eine Option „Aus dem Geld“ (out of the money/OTM) ist. uUSD Call / EUR Put Option: Kassekurs EUR/USD > Basispreis USD-Kauf bzw. EUR-Verkauf zum aktuellen Kurs am Markt ist günstiger uUSD Put /EUR Call Option: Kassekurs EUR/USD < Basispreis USD-Verkauf bzw. EUR-Kauf zum aktuellen Kurs am Markt ist günstiger

68 Devisenoptionen Beispiel USD Put / EUR Call Option:  Fälligkeitstag (delivery day):03. Mai 2004  Ausübungstag (expiry day):05. Mai 2004  Ausübungszeit: Uhr New York; 16:00 Uhr MEZ  Strike:1,2600  Volumen:USD ,00  Prämie: 0,0282 USD pro EUR  Vorläufiger Kalkulationskurs:1,2882 vKK

69 Vorteil: feste Kalkulationsbasis vorläufiger Kalkulationskurs keine Verpflichtung Chance an einer positiven Kurs- entwicklung zu partizipieren Vorteil: feste Kalkulationsbasis vorläufiger Kalkulationskurs keine Verpflichtung Chance an einer positiven Kurs- entwicklung zu partizipieren Nachteil: Prämienaufwand Nachteil: Prämienaufwand Devisenoption Zusammenfassung

70 Hört sich gut an, aber wann setze ich welche Strategie ein?

71 steigende Kurse, d.h. -Abschwächung des USD -Befestigung des EUR Devisenoption Put USD/Call EUR Devisentermingeschäft Erwartung Exporteur: EUR/USD-Notierung fallende Kurse, d.h. -Abschwächung des EUR -Befestigung des USD

72 steigende Kurse, d.h. -Abschwächung des USD -Befestigung des EUR Devisenoption Call USD/Put EUR Devisentermingeschäft Erwartung Importeur: EUR/USD-Notierung fallende Kurse, d.h. -Abschwächung des EUR -Befestigung des USD


Herunterladen ppt "1. Einführung in den Devisenhandel INHALT 2. Kassahandel und limitierte Order 3. Risiko und Absicherung / Währungsmanagement 3.1Devisenkassageschäft und."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen