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Kapitel 4 Ressourcen und Außenhandel Das Heckscher-Ohlin-Modell Original (englisch) von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie.

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Präsentation zum Thema: "Kapitel 4 Ressourcen und Außenhandel Das Heckscher-Ohlin-Modell Original (englisch) von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie."—  Präsentation transkript:

1 Kapitel 4 Ressourcen und Außenhandel Das Heckscher-Ohlin-Modell Original (englisch) von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik, 6. Auflage von Paul R. Krugman und Maurice Obstfeld

2 Slide 4-2Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Einführung Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell Zusammenfassung Anhang: Faktorpreise, Güterpreise und Faktoreinsatz- kom binationen Kapitelübersicht

3 Slide 4-3Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Einführung In der Realität kann Außenhandel zum Teil durch Unterschiede in der Arbeitsproduktivität erklärt werden, widerspiegelt jedoch auch die je nach Land unterschiedliche Ausstattung mit Ressourcen. Das Heckscher-Ohlin Modell (Faktorproportionentheorie): Konzentriert sich auf die Implikationen von Ressourcen- unterschieden, indem es annimmt, dass diese die einzige Ursache für den Außenhandel bilden. Zeigt, dass der komparative Vorteil beeinflusst wird durch: –Relative Faktorausstattung (bezieht sich auf Länder) –Relative Faktorintensität (bezieht sich auf Güter)

4 Slide 4-4Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Annahmen des Modells Die Volkswirtschaft kann zwei Güter produzieren: Textilien und Lebensmittel. Die Produktion dieser Güter erfordert zwei Faktoren, die nur begrenzt verfügbar sind: Arbeit (L) und Boden (T). Die Technologie ist linear. Die Produktion von Lebensmitteln ist in beiden Ländern bodenintensiv, die Textilproduktion dagegen arbeitsintensiv. In allen Märkten herrscht vollkommener Wettbewerb. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

5 Slide 4-5Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Bezeichnung von Variablen : der zur Produktion eines Meters Textilien eingesetzte Boden in Hektar. : die zur Produktion eines Meters Textilien eingesetzten Arbeitsstunden. : der zur Produktion einer Kategorie Lebensmittel eingesetzte Boden in Hektar. : die zur Produktion einer Kategorie Lebensmittel eingesetzten Arbeitsstunden. T : Bodenangebot der Volkswirtschaft. L : Arbeitsangebot der Volkswirtschaft. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

6 Slide 4-6Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. // Input-Kombinationen zur Produktion einer Kalorie Lebensmittel Einsatz an Bodeneinheiten a TF, In Hektar pro Kalorie Einsatz an Arbeitseinheiten a LF, In Stunden pro Kalorie Abbildung 4-1: Mögliche Faktoreinsatzkombinationen in der Lebensmittelproduktion Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

7 Slide 4-7Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. // Zur Produktion einer Kalorie Lebensmittel eingesetzte Bodeneinheiten, a TF Zur Produktion einer Kalorie Lebensmittel eingesetzte Arbeitseinheiten, a LF 1 Isokostenlinie Anhang: Faktorpreise, Güterpreise und Faktoreinsatzkombinationen Abbildung 4A-1: Die Entscheidung über das optimale Boden-Arbeits-Verhältnis

8 Slide 4-8Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. // 1 2 Anhang: Faktorpreise, Güterpreise und Faktoreinsatzkombinationen Abbildung 4A-2: Veränderung des Lohn-Zins-Verhältnisses Steigung = - (w/r) 2 Steigung = - (w/r) 1 Zur Produktion einer Kalorie Lebensmittel eingesetzte Bodeneinheiten, a TF Zur Produktion einer Kalorie Lebensmittel eingesetzte Arbeitseinheiten, a LF

9 Slide 4-9Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. FF Lohn-Zins- Verhältnis, w/r Boden-Arbeits- Verhältnis, T/L Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-2: Faktorpreise und mögliche Faktoreinsatzkombinationen

10 Slide 4-10Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Faktorintensität –In einer Welt mit zwei Gütern (Textilien und Lebensmittel und zwei Faktoren ( Arbeit und Boden ), ist die Lebensmittelproduktion bodenintensiv, wenn für jedes gegebene Lohn-Zins-Verhältnis das Boden-Arbeits-Verhältnis in der Lebensmittelproduktion höher ist als in der Textilproduktion: T F /L F > T C / L C –Beispiel: Wenn die Lebensmittelproduktion 80 Arbeiter und 200 Hektar benötigt, während die Textilproduktion 20 Arbeiter und 20 Hektar benötigt, dann ist die Lebensmittelproduktion bodenintensiv und die Textilindustrie arbeitsintensiv. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

11 Slide 4-11Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. CC FF Lohn-Zins- Verhältnis, w/r Boden-Arbeits- Verhältnis, T/L Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-2: Faktorpreise und mögliche Faktoreinsatzkombinationen

12 Slide 4-12Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. FFCC Steigung = - (w/r) Anhang: Faktorpreise, Güterpreise und Faktoreinsatzkombinationen Abbildung 4A-3: Bestimmung des Lohn-Zins-Verhältnisses Bodeneinsatz Arbeitseinsatz Inputkombinationen zur Produktion von Waren im Wert eines Dollars

13 Slide 4-13Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. FFCC 1 Steigung = - (w/r) 1 CC 2 Steigung = - (w/r) 2 Anhang: Faktorpreise, Güterpreise und Faktoreinsatzkombinationen Abbildung 4A-4: Anstieg des Textilpreises Bodeneinsatz Arbeitseinsatz

14 Slide 4-14Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Faktorpreise und Güterpreise Stolper-Samuelson Theorem (Effekt): –Wenn der relative Güterpreis (bei konstantem Faktor- angebot) steigt, dann steigt der relative Preis des Faktors, der bei der Produktion des Gutes intensiv genutzt wird. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

15 Slide 4-15Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. SS Relativer Textilpreis, P C /P F Lohn-Zins-Verhältnis, w/r Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-3: Faktorpreise und Güterpreise

16 Slide 4-16Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. FF CC SS Boden- Arbeits- Verhält- nis, T/L Relativer Textilpreis, P C /P F Lohn-Zins-Verhältnis, w/r (P C /P F ) 1 (T C /L C ) 2 (T C /L C ) 1 (T F /L F ) 2 (T F /L F ) 1 (w/r) 2 (w/r) 1 ansteigend Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-4: Von Güterpreisen zur Wahl der Faktoren (P C /P F ) 2

17 Slide 4-17Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Erhöhung des Verhältnis von Textil- und Lebensmittelpreis P C /P F, erhöht die Kaufkraft der Arbeiter und verringert die Kaufkraft der Grund- besitzer: Wenn P C /P F steigt, dann steigt T/L (fällt L/T). Sei f g (L/T) = F g (L/T,1)/T f g ´(L/T) = MPL g (L,T). Wenn L/T fällt, dann steigt MPL g (L,T) für g=C,F. Wenn MPL g (L,T) steigt, dann steigt w/P g in beiden Sektoren mit der Folge, dass ein Arbeiter für seinen Lohn mehr Textilien und Lebensmittel kaufen kann. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

18 Slide 4-18Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Einkommensrückgang der Grundbesitzer (w/PF)2(w/PF)2 (w/PF)1(w/PF)1 Arbeitseinsatz, L F Grenzprodukt der Arbeit, MPL F Anhang:Weitere Ausführungen zu spezifischen Faktoren Abbildung 3A-4: Ein Anstieg von P M geht zu Lasten der Grundbesitzer MPL F

19 Slide 4-19Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Erhöhung des Verhältnis von Textil- und Lebensmittel- preis P C /P F bewirkt folgendes: Einkommen der Arbeiter im Verhältnis zum Einkommen der Grundbesitzer steigt, w/r. Der Bodeneinsatz steigt im Verhältnis zum Arbeitseinsatz, T/L, sowohl in der Textil – als auch in der Lebensmittelproduktion, und deswegen steigt die Grenzproduktivität der Arbeit in beiden Gütern. Die Kaufkraft der Arbeiter steigt und die Kaufkraft der Grund- besitzer sinkt, weil im Verhältnis zu beiden Gütern die Real- löhne steigen und die realen Grundrenten sinken. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

20 Slide 4-20Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Ressourcen und Produktionsmenge Wie ist die Allokation der Ressourcen bestimmt? –Wenn der relative Preis für Textilien sowie der Bestand an Boden und Arbeit gegeben sind, kann man ermitteln welche Ressourcenanteile die Volkswirtschaft der Produktion jedes Guts zuweist. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

21 Slide 4-21Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. L F TFTF LCLC TCTC Arbeitseinsatz bei der Lebensmittelproduktion Arbeitseinsatz in der Textilindustrie OFOF Bodeneinsatz für Textilien Bodeneinsatz für Lebensmittel 1 F C OCOC Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-5: Allokation der Ressourcen

22 Slide 4-22Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. C L2FL2F L2CL2C T1FT1F T1CT1C F1F1 L1FL1F L1CL1C T2FT2F T2CT2C 1 Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-6: Erhöhung des Bodenangebotes F2F2 O1FO1F O2FO2F 2 OCOC Arbeitseinsatz bei der Lebensmittelproduktion Arbeitseinsatz in der Textilindustrie Bodeneinsatz für Textilien Bodeneinsatz für Lebensmittel

23 Slide 4-23Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. TT 1 TT 2 Lebensmittel produktion Q F Textilproduktion Q C Steigung = -P C /P F 2 Q2FQ2F Q2CQ2C 1 Q1FQ1F Q1CQ1C Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren Abbildung 4-7: Ressourcen und Produktionsmöglichkeiten

24 Slide 4-24Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wie ändert sich die Produktion der beiden Güter, wenn sich die Ressourcen der Volkswirtschaft verändern? Rybczynski Theorem (Effekt): –Wenn ein Produktionsfaktor (T oder L) steigt dann steigt die Produktion des Gutes, das diesen Faktor intensiv nutzt und die Produktion des anderen Gutes fällt für jeden gegebenen Güterpreis. –Umgekehrt gilt das gleiche. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

25 Slide 4-25Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Erhöhung des Bodenangebotes (Arbeitsangebotes) erweitert die Produktionsmöglichkeiten übermäßig in Richtung Lebensmittelproduktion (Textilproduktion). Die einseitigen Wirkungen von Ressourcenerhöhungen (Ressourcenverringerungen) auf die Produktionsmöglichkeiten deuten an, weshalb eine unterschiedliche Ausstattung mit Ressourcen ursächlich für Außenhandel ist. Eine Volkswirtschaft ist besonders zur Produktion der Güter geeignet, die einen intensiven Einsatz derjenigen Faktoren erfordern, mit denen das Land relativ gut ausgestattet ist. Modell einer Volkswirtschaft mit zwei Faktoren

26 Slide 4-26Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Annahmen des Heckscher-Ohlin-Modells : Zwei Länder ( Inland und Ausland ) mit: –Gleichem Geschmack –Gleicher Technologie –Unterschiedlichen Ressourcen –Inland weist ein höheres Arbeits-Boden-Verhältnis als Ausland auf. Jedes Land hat dieselbe Produktionsstruktur einer Zwei-Faktoren-Volkswirtschaft. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

27 Slide 4-27Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Relative Preise und Außenhandelsstrukturen Faktorausstattung –Inland ist im Vergleich zum Ausland arbeitsreich (und das Ausland im Vergleich zum Inland bodenreich) wenn und nur wenn das Inland ein höheres Arbeits-Boden- Verhältnis aufweist als das Ausland : L/T > L * / T * –Beispiel: Wenn Amerika 80 Mio. Arbeiter und 200 Mio Hektar Land besitzt, während Großbritannien 20 Mio. Arbeiter und 20 Mio. Hektar Land besitzt, dann ist Großbritannien arbeitsreich und Amerika bodenreich. –In diesem Fall, ist der knappe Faktor im Inland der Boden und im Ausland die Arbeit. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

28 Slide 4-28Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. RD RS RS * 1 3 Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren Abbildung 4-8: Außenhandel führt zum Ausgleich der relativen Preise Relativer Textilpreis, P C /P F Relative Textil- menge, Q C + Q * C Q F + Q * F RS w 2

29 Slide 4-29Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wenn Inland und Ausland handeln, nähern sich ihre relativen Preise einander an. Der relative Preis von Textilien steigt in Inland und sinkt in Ausland. –In Inland führt der Anstieg des relativen Preises für Textilien zu einer gesteigerten Textilproduktion und damit zu einem Rückgang des relativen Textilkonsums, sodass Inland zu einem Exporteur von Textilien und zum Importeur von Lebensmitteln wird. –Umgekehrt führt der Rückgang des relativen Preises für Textilien in Ausland dazu, dass Textilien importiert und Lebensmittel exportiert werden. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

30 Slide 4-30Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Heckscher-Ohlin Theorem: Ein Land exportiert das Gut, bei deren Herstellung die Faktoren intensive Verwendung finden, die im Land reichlich vorhanden sind, und importiert die Güter, bei deren Herstellung die Faktoren intensive Verwendung finden, die im Land knapp vorhanden sind. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

31 Slide 4-31Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Außenhandel und Einkommensverteilung Außenhandel führt zu einer Konvergenz der relativen Preise. Veränderungen der relativen Preise wiederum haben starke Wirkungen auf die relativen Erträge von Arbeit und Boden in beiden Ländern: –In Inland bewirkt der Anstieg des relativen Textilpreises: – Arbeiter verzeichnen Gewinne und Grundbesitzer erleiden Einbußen. –In Ausland bewirkt der Fall des Textilpreises die entgegengesetzte Wirkung : – Arbeiter erleiden Einbußen und Grundbesitzer verzeichnen Gewinne. Die Besitzer der reichlichen Faktoren profitieren von Außenhandel, die Besitzer der knappen Ressourcen erleiden Einbußen. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

32 Slide 4-32Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Unterschied zwischen dem Modell spezifischer Faktoren und dem Heckscher-Ohlin-Modell für die Einkommensverteilung: Die Spezifizität der Faktoren für bestimmte Sektoren ist nur ein vorübergehendes Problem. –Beispiel: Bekleidungshersteller können nicht über Nacht auf Computerproduktion umstellen, doch mit der Zeit kann die amerikanische Volkswirtschaft ihre Industriearbeiter von einem niedergehenden in einen aufsteigenden Sektor verlagern. Die Wirkungen des Außenhandels auf die Verteilung des Einkommens zwischen Boden, Arbeit und Kapital sind dagegen mehr oder weniger dauerhaft. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

33 Slide 4-33Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Faktorpreisausgleich In Abwesenheit des Außenhandels: Arbeiter in Inland würden weniger verdienen als in Ausland, und Grundbesitzer mehr. Das Faktorpreisausgleichstheorem: –Außenhandel führt zum völligen Ausgleich der Faktorpreise. –Das impliziert, dass der Außenhandel ein Substitut für die internationale Faktormobilität darstellt. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

34 Slide 4-34Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren Tabelle 4-1: Internationale Lohnsätze im Vergleich (USA=100)

35 Slide 4-35Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Führt Außenhandel in der Realität zum Ausgleich der Faktorpreise? –Sogar zufällige Beobachtungen deuten klar darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. –Beispiel: Löhne für Ärzte, Ingenieure,Techniker, Mechaniker und Arbeiter sind in den USA und in Deutschland viel höher als in Korea und in Mexiko. –Unter diesen Umständen ist es realistischer zu sagen, dass Außenhandel die internationalen Unterschiede in den Faktorpreisen nicht völlig ausgleicht, sondern nur verringert. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

36 Slide 4-36Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Drei Annahmen, die für die Prognose des Faktorausgleichs eine entscheidende Rolle spielen, treffen in der Realität nicht zu : –Beide Länder produzieren beide Güter –Beide Länder besitzen dieselben Technologien –Beide Länder haben aufgrund des Handels die gleichen Güterpreise Das Faktorpreisausgleichstheorem sagt nicht, dass der Außenhandel die Unterschiede im pro-Kopf- Einkommen ausgleichen oder verringern wird. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren

37 Slide 4-37Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wirkungen des internationalen Handels auf Volkswirtschaften mit zwei Faktoren Tabelle 4-2: Zusammensetzung der Exporte von Entwicklungsländern ( in Prozent des Gesamtexports )

38 Slide 4-38Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Tests des Heckscher-Ohlin-Modells Handel mit Gütern als Handel mit den zur Herstellung verwendeten Faktoren Tests anhand von Daten aus den USA: Leontief- Paradox –Leontief stellte fest, dass die Exporte der USA weniger kaptalintensiv waren als die Importe, obwohl die USA das kapitalintensivste Land der Welt ist. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell

39 Slide 4-39Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Tabelle 4-3: Faktor Inhalte der Exporte und Importe der USA im Jahr 1962 Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell

40 Slide 4-40Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Tests des Heckscher-Ohlin-Modells Tests anhand von weltweiten Daten –Heckscher-Ohlin Theorem: der Faktorinhalt der Exporte eines Landes sollte größer sein als der Faktorinhalt der Importe, wenn ein Land überdurchschnittlich gut mit dem Faktor ausgestattet ist. –Bowen, Leamer und Sveikauskas vergleichen für 27 Länder die Handelsbilanz von 13 verschiedenen Faktorinhalten mit der vorhergesagten Richtung des Handels. –Die Studie zeigt, dass der Handel oft nicht in der vorhergesagten Richtung verläuft. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell

41 Slide 4-41Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell Tabelle 4-4: Test des Heckscher-Ohlin-Modells

42 Slide 4-42Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Test anhand des Nord-Süd-Handels –Der Nord-Süd-Handel mit Industrieprodukten steht eher in Einklang mit der Heckscher-Ohlin-Theorie als die Gesamtstruktur des internationalen Handels. Der Fall ausbleibenden Handels –Eine Studie von Trefler im Jahre 1995 zeigte, dass die technologischen Unterschiede zwischen Ländern einer Stichprobe sehr groß sind. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell

43 Slide 4-43Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell Tabelle 4-5: Handel zwischen den USA und Südkorea, 1992 (in Millionen Dollar )

44 Slide 4-44Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell Tabelle 4-6: Geschätzte technologische Effizienz, 1983 ( USA=1)

45 Slide 4-45Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Implikationen der Tests Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell führt zu folgenden Schlussfolgerungen: –Das Modell ist (vielleicht) nützlich, um die Wirkungen des Außenhandels auf die Einkommensverteilung zu analysieren, aber –Es kann die realen Strukturen des Außenhandels nicht sehr gut erklären. Empirische Beweise für das Heckscher-Ohlin-Modell

46 Slide 4-46Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Das Heckscher-Ohlin-Modell, in dem unter Einsatz zweier Produktionsfaktoren zwei Güter produziert werden, betont die Rolle der Ressourcen im Außenhandel. Ein Anstieg des relativen Preises bei dem arbeitsintensiven Gut bewirkt eine Einkommens- umverteilung zugunsten der Arbeiter: Der Reallohn der Arbeiter steigt im Verhältnis zu beiden Gütern, während das Einkommen der Grundbesitzer im Ver- hältnis zu beiden Gütern sinkt. Zusammenfassung

47 Slide 4-47Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Bei gegebenen Güterpreisen, führt eine Erhöhung der Ausstattung mit einem Faktor, zum Anstieg der Produktionsmenge desjenigen Gutes, in dessen Produktion dieser Faktor eingeht, während die Produktionsmenge des anderen Guts sinkt. Das Heckscher-Ohlin-Theorem sagt folgende Außenhandelsstruktur voraus: Länder exportieren die Güter, bei deren Produktion ihre reichlichen Faktoren intensiv genutzt werden, und importieren die Gütern, bei deren Produktion ihre knappen Faktoren intensiv genutzt werden. Zusammenfassung

48 Slide 4-48Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Zusammenfassung Die Besitzer der reichlichen Faktoren profitieren vom Außenhandel, die Besitzer knapper Faktoren erleiden Einbußen. In der Realität kommt es zu keinem vollständigen Faktorpreisausgleich. Die Gründe sind starke Unterschiede in der Ressourcenausstattung, Handelsbarrieren und Technologieunterschieden. Der empirische Nachweis des Heckscher-Ohlin-Modells gelang nur bedingt: Die meisten Wissenschaftler gehen nicht davon aus, dass allein Ressourcenunterschiede die Strukturen des Welthandels oder die internationalen Faktorpreise erklären können.


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