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Radon im Haus: Eine Gefahr?

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Präsentation zum Thema: "Radon im Haus: Eine Gefahr?"—  Präsentation transkript:

1 Radon im Haus: Eine Gefahr?
Vortrag Hauseigentümer vom 21. Juni 2011 Dr. Kurt Seiler, Kantonschemiker

2 Radon – ein heimtückisch strahlender Hausgenosse
Radon ist ein natürliches Gas, unsichtbar, geruchlos und geschmacklos. Es ist nicht giftig. Radon tritt aus dem Erdboden aus und gelangt in die Luft. Radon zerfällt in Polonium, Blei und Wismut. … unter Aussendung von Strahlen via Atemluft gelangen die Elemente, teilweise an Partikel gebunden, auch in die Lunge. Man merkt nichts davon! Was ist Radon: Radon ist ein natürliches, im Boden vorkommendes Edelgas. Es entsteht beim natürlichen Zerfall von Uran. Radon-Atome binden sich nicht und können sich deshalb frei als Radongas bewegen. Sie können also aus dem Erdboden austreten und in die Atemluft gelangen. Radon ist unsichtbar, geruchlos und geschmacklos. Es ist nicht giftig. Aber… Radon kann weiter zerfallen. Es entstehen Polonium, Blei und Wismut. Diese Folgeprodukte sind auch radioaktiv und schweben ebenfalls in der Atemluft. Diese lagern sich an andere feinste Partikel an. Über diese sogenannten Aerosole gelangen sie via die Atemluft auch in die Lunge. Durch die „Bestrahlung“ des Lungengewebes kann Lungenkrebs entstehen.

3 Radon – in Gebäuden Radon sammelt sich in der Bodenluft an (zerklüfteter Untergrund!). Radon gelangt durch den Kamineffekt ins Gebäude. Radon sammelt sich in den unteren Bereichen des Hauses an. Ab dem zweiten Stockwerk ist nicht mehr mit hohen Radonwerten zu rechnen. Eindringen durch Ritzen, weniger: Diffusion Treiber: Untergrund, Gebäude Radon sammelt sich in der Bodenluft an. Durch den Kamineffekt, das Steigen von warmer Luft im Haus, kann radonreiche Luft aus dem Untergrund durch die undichte Gebäudehülle ins Innere gesaugt werden. Das Radon sammelt sich in den unteren Bereichen des Hauses an. Ab dem zweiten Stockwerk ist nicht mehr mit hohen Radonwerten zu rechnen. rechnen. Quelle: Geopro

4 2011: Jahr der Chemie Marie Curie (1867 – 1934) 1903 und 1911:
Nobelpreis für Chemie 1903: für ihre Arbeiten im Zusammenhang mit Strahlenphänomenen. Untersuchungen für medinzin. Anwendungen von Radium. Ihr Mann, Pierre Curie hat als einer der 1911:

5 Wie entsteht Radon?

6 Strahlenbelastung des Menschen

7 Radon verursacht Lungenkrebs
Radon ist nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs Zwischen der Belastung der Lungen und der Krebsentstehung können Jahre vergehen In der Schweiz sind 200 bis 300 Lungenkrebstote pro Jahr auf Radon zurückzuführen (= 10 % aller Lungenkrebstoten). Aber: Nur 13 sind Nichtraucher.

8 Lungenkrebsrisiko Lungenkrebstote pro 100 Personen
0 Bq/m3 100 Bq/m3 400 Bq/m3 800 Bq/m3 Nichtraucher 0.4 0.5 0.7 0.9 Raucher 10 12 16 22 Vom Radon sind v.a. die Raucher betroffen

9 Rechtliche Grundlage Strahlenschutzverordnung (SR 814.501)
Wohn- und Aufenthaltsräume Grenzwert 1‘000 Bq/m3 Richtwert 400 Bq/m3 Grenzwertüberschreitung (in Radongebieten): Kantone legen Sanierungsmassnahmen fest. Die Sanierungskosten gehen zu Lasten der Eigentümer Richtwertüberschreitung: keine rechtlichen Konsequenzen, gilt aber als Baumangel im Sinne des OR!

10 Situation in der Schweiz

11 Situation in Schaffhausen
< 100 Bq/m3 > 100 Bq/m3 und < 200 Bq/m3 .

12 Höchste Einzelwerte in Schaffhausen
Achtung: Grosse Unterschiede von Gebäude zu Gebäude! Höchste Einzelwerte in Schaffhausen (Messungen Winter 2010/2011) 4‘455 Bq/m3 2‘150 Bq/m3 1‘710 Bq/m3 1‘634 Bq/m3 1‘115 Bq/m3 1‘015 Bq/m3

13 25. Mai 2011: Neuer Aktionsplan des Bundesrates (2012 – 2020)
WHO senkte 2009 den Grenzwert auf 100 Bq/m3. Die Schweiz plant einen Nachvollzug. Kantone sollen bei GW-Überschreitung Sanierung verfügen Wohn- und Aufenthaltsräume Grenzwert 300 Bq/m3 Richtwert 100 Bq/m3 Neubautenkontrolle: Messung von 25 Gebäuden, die nicht älter als Werte lagen zwischen 18 – 258 Bq/m3.

14 Extrapolation für Stadt Schaffhausen
Basis: 98 Messungen Mittel der Messwerte: 146 Bq/m3 Resultate Gebäude in % Anzahl Gebäude (total: 6074 Gebäude) < 200 Bq/m3 79 % 4‘775 > 200 Bq/m3 14 % 850 > 400 Bq/m3 6 % 395 > 1‘000 Bq/m3 1 % 55 10 % der Gebäude liegen über 300 Bq/m3

15 Auswirkungen der Verschärfung:
Hohe Sanierungskosten (Hauseigentümer) Hohe Kosten bei Vollzugsbehörden (Messkampagnen, Massnahmen bei rund 500 Gebäuden in der Stadt SH) Aufwand / Ertrag nicht aus den Augen verlieren Reduktion der radonbedingten Lungenkrebstoten (v.a. bei Rauchern) Langfristige Lösung anstreben, damit Radon-Reduktion mit energetischen Massnahmen einher gehen kann. Sanierungen, Um- und Neubauten so ausführen, dass Richtwert von 100 Bq/m3 eingehalten werden. Aus Sicht „Werterhaltung“ ist ein tiefer Radonwert anzustreben Neubautenkontrolle: Messung von 25 Gebäuden, die nicht älter als Werte lagen zwischen 18 – 258 Bq/m3.

16 Empfehlung 1: Informieren Sie sich
Homepage des BAG zum Thema Radon: Broschüren Kantonale Fachstelle (www.interkantlab.ch, IKL, Markus Koller) Radonfachpersonen für bauliche Aspekte (Liste auf BAG- Homepage)

17 Empfehlung 2: Radonmessung
Radon in Innenräumen kann einfach und kostengünstig mit Radon-Dosimetern gemessen werden.  Es wird empfohlen, Dosimeter zu verwenden 1 Dosimeter im Keller (maximale Radonkonzentration) und eines oder mehrere im Wohnbereich. Die Messung erfolgt über eine Zeitspanne von 3 Monaten im Winterhalbjahr. Messung: spätestens vor Umbau, nach Neubau Kosten pro Dosimeter: rund. CHF 65

18 Empfehlung 3: Umbau und Neubau: Vorsorge ist günstig!
Keine energetische Gebäudesanierung ohne Berücksichtigung von Radon Bei sorgfältig ausgeführtem Neubau liegen die Werte normalerweise unter 100 Bq/m3 . Kontrollieren! Vorschlag für Textbaustein in Bauverträgen (Empfehlung BAG): „Wenn nach einer Kontrolle innerhalb der Garantiefrist die Radonkonzentration 100 Bq/m3 übersteigt, gehen die Sanierungsarbeiten zu Lasten des …“

19 Empfehlung 4: Bauliche Aspekte
Naturböden im Keller nur mit zusätzlichen Schutzmassnahmen Wohnräume direkt über dem Erdreich nur mit zusätzlichen Schutzmassnahmen Durchgehende Fundamentplatte Beim Vorwärmen von Luft im Erdreich: gasdichte Rohre Abdichten von Eindringstellen (Risse, Fugen, Installationskanäle) Dichtungsbahnen in Baugruben (auch Feuchtebarrieren) Abdichtmassnahmen zwischen Kellerraum und Wohnbereich Unterlüften von Gebäuden (aktiv oder passiv)

20 Empfehlung 5: Immobilienhandel
Hinweis auf Radonwert beachten: in allen Immobiliengeschäften in Miet- und Pachtverträgen Empfehlung 6: An Hauseigentümer Bringen Sie sich bei der Revision der Strahlenschutzverordnung ein!

21 Keine Panik, sondern weitsichtiges Handeln


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