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1 Moderne Wasserwirtschaft in öffentlicher Verantwortung Dr. Jochen Stemplewski Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen.

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Präsentation zum Thema: "1 Moderne Wasserwirtschaft in öffentlicher Verantwortung Dr. Jochen Stemplewski Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen."—  Präsentation transkript:

1 1 Moderne Wasserwirtschaft in öffentlicher Verantwortung Dr. Jochen Stemplewski Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen

2 2 Modernisierungsstrategie Ziel: effiziente, kundenorientierte und wettbewerbsfähige Unternehmen Förderungen von Kooperationen und Fusionen Public-Private-Partnership-Konzepte Einführung von Leistungsvergleichen, z. B. Benchmarking …. Beschluss des Deutschen Bundestages ( ): Nachhaltige Wasserwirtschaft in Deutschland

3 3 Was ist eigentlich moderne Wasserwirtschaft? Modernisierungsstrategie – das Patentrezept für eine unmoderne Branche? Besteuerung öffentlicher Wasserdienstleistungen – fortschrittlich und modern? Stillstand oder Fortschritt – die wirklichen Alternativen/Herausforderungen für die Wasserwirtschaft? Zukunftsfähige Wasserwirtschaft braucht Veränderungsbereitschaft und Zuverlässigkeit, öffentliche Verantwortung und Gemeinwohlorientierung

4 4 Besonderer Stellenwert der Wasserwirtschaft Wasser – mehr als eine x-beliebige Ware – ein ganz besonderes Gut (Lebensmittel Nr.1, Umweltmedium, Naturgewalt…) Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – unverzichtbare, allgemein zugängliche und verfügbare – d.h. öffentliche – Infrastruktur) Trinkwasser und Abwasser – öffentliche Aufgaben mit öffentlicher, insbesondere kommunaler Gewährleistungspflicht

5 5 Markt und Wettbewerb in der Wasserwirtschaft? Wesentliches Merkmale der Wasserver- und –entsorgung sind die Leitungsgebundenheit und die hohen Investitionen Ein klassischer Wettbewerb im Endkundengeschäft kann – nach allgemeiner Einschätzung – nicht stattfinden Für private Kunden bietet die Wasserver- und Abwasser- entsorgung daher keinen Markt (natürliches Monopol) – analog zu anderen Infrastrukturbereichen Wettbewerb um Kunden ist strukturbedingt allenfalls begrenzt auf industriell-gewerbliche Großkunden theoretisch denkbar

6 6 Markt und Wettbewerb in der Wasserwirtschaft? Wettbewerb im Markt deshalb faktisch nicht möglich Wettbewerb um den Markt (Ausschreibungswettbewerb) befristet die Monopolstellung, hebt sie jedoch nicht auf und erfordert ergänzende staatliche Regulierungen Die Beispiele anderer Länder (z.B. Frankreich) zeigen, dass dies in der Wasserbranche wie bei der Energiewirtschaft die Konzentration auf wenige, große Privatunternehmen fördert Ist die Entwicklung der Energieversorgung und Abfallbranche ein Vorbild für die Wasserwirtschaft?

7 7 Der Wettbewerbsgedanke hat viele positive Aspekte sportlicher Vergleich wirkt als Leistungsanreiz Konkurrenz belebt das Geschäft Nutzung der positiven Seiten des Wettbewerbgedankens möglich durch sog. Wettbewerbssurrogate wie z.B. Benchmarking oder leistungsorientierte Bezahlung Markt und Wettbewerb in der Wasserwirtschaft?

8 8 Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft Die Branche kann sich sehen lassen! Leistungsstärke und wirtschaftliche Effizienz der Branche wird belegt Vergleiche mit europäischen Nachbarn brauchen wir nicht zu scheuen

9 9 Rechtsformen in der deutschen Wasserwirtschaft RechtsformAbwasser- entsorgung 1 Wasser- versorgung 2 Öffentlich-rechtliche Rechtsformen90%37,5% Öffentliche Gesellschaften/ Eigengesellschaften (AG/GmbH) 4%30,2% Gemischtwirtschaftliche Gesellschaften (PPP) 3%28,8% Sonstige privatrechtliche Unternehmen 3%3,5% 1 Quelle: Marktdaten Abwasser 2003, Gebührenumfrage von DWA und BGW; Prozentangaben beziehen sich auf den Anteil der an Kanalisation/Kläranlage angeschlossenen Einwohner; Repräsentanz der Umfrage rd. 52% 2 Quelle: BGW-Wasserstatistik 2003; Prozentangaben beziehen sich auf den Anteil des gesamten Jahreswasseraufkommens; Repräsentanz der Umfrage rd. 70%

10 10 Deutsche Wasserwirtschaft bietet gutes Preis-Leistungsverhältnis No! Mercedes- Position! Value for money Dritte Wahl hoch gering Preis schlecht sehr gut Produkt-/Service-Leistung public

11 11 Entwicklung der Organisationsformen der Träger der Abwasserentsorgung

12 12 Herausforderungen/Aufgaben für öffentliche Wasserwirtschaftsunternehmen Wahrnehmung der Aufgaben effizient gestalten Kontinuierlichen Verbesserungsprozess leben Transparenz insbes. über Kosten herstellen (Benchmarks) Kundenorientierung weiterentwickeln Unternehmerische Führung stärken – Unternehmer im Unternehmen Wir nutzen den Wettbewerbsgedanken als Motor der Unternehmensentwicklung:

13 13 Betriebswirtschaftlicher Werkzeugkasten öffentlicher Unternehmen Risikopotentiale Mitglieder/ Kunden und Bürger Mitarbeiter Gefährdung Entsorgungs- sicherheit Risikomanagement Benchmarking Balanced Scorecard Früherkenn- ungssysteme Stakeholder Scanning Portfolio- analysen Kaufmännisches Rechnungswesen Kennzahlen- systeme Investitions- controlling Instrumentarium der modernen Unternehmensführung Kosten- management Kosten- und Leistungsrechnung

14 14 Standortbestimmung Die deutsche Wasserwirtschaft bietet gute Leistungen zu fairen und bezahlbaren Preisen Die deutsche Wasserwirtschaft wird überwiegend von öffentlichen Unternehmen und Einrichtungen getragen Die deutsche Wasserwirtschaft bietet den Kunden und der Allgemeinheit Public value for money

15 15 Standortbestimmung Vorteile der öffentlichen Wasserwirtschaft: non-profit / nicht steuerpflichtig unabhängig von Konzerninteressen und -entscheidungen weitgehend weltmarktunabhängig ortsverbunden und kundennah mittelständische Größe mit hoher Wertschöpfung Partner und Auftraggeber für Handwerk und Gewerbe

16 16 Entwicklungstendenzen Um dauerhaft gute Leistungen und guten Service bieten zu können, entwickeln sich die Unternehmen kontinuierlich weiter, z.B. Organisatorisch eigenständige, unternehmerische Strukturen Einsatz betriebswirtschaftlichen Handwerkszeugs Die Branche wird mehr aufklären/informieren (Branchenbild) Sie muss die Struktur ihrer Fachverbände zur Regelsetzung und Interessenvertretung straffen und damit die Wahr- nehmung der Branche verbessern Die politische Diskussion muss gewachsene Stärken und Know-how sichern und Zukunftsentwicklung im Sinne des public value for money gewährleisten

17 17 Forderungen an den deutschen Gesetzgeber Ermöglichen einer beweglichen und effizienten Wirtschaftsführung mit modernen betriebswirtschaftlichen Methoden Entfallen der gemeindlichen Subsidiaritätsklausel für den Bereich der Daseinsvorsorge Beibehaltung der Bindung der gemeindlichen Wirtschaftstätigkeit an den öffentlichen Zweck Gewährleistung der Entscheidungsfreiheit zwischen öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Rechtsform Zukunftsfähigkeit öffentlicher Wasserwirtschaftsunternehmen

18 18 Erwartungen an die EU Respektieren der gewachsenen deutschen Selbstverwaltung Keine Einschränkung der freien Wahl, ob Dienstleistungen von öffentlichen Aufgabenträgern selbst oder durch Dritte erbracht werden sollen Keine weitere Einschränkung des Inhouse-Prinzips Zukunftsfähigkeit öffentlicher Wasserwirtschaftsunternehmen

19 19 Verbändelandschaft in Bewegung BGWDWADVGWVKUBDE Und wo fühlen sich die Öffentlichen zuhause? Allianz der öffentlichen Wasser- wirtschaft Gemeinsame Plattform der dt. Wasser- wirtschaft ?

20 20 Fazit Ein vielfältiger Mix aus öffentlich und privat – ein konstruktiver Wettstreit der Rechts- und Organisationsformen gibt der Branche Impulse! Für öffentlich-rechtliche Unternehmen gilt die Maxime: Think private to stay public!

21 21 Wir – die Öffentlichen – sind das Fundament der deutschen Wasserwirtschaft! Wir müssen unsere Positionen deutlicher formulieren und unsere spezifischen Interessen stärker vertreten und artikulieren!


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