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Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs MTD-Jubiläum: 20 Jahre MTD-Gesetz Sieben Berufe – ein gemeinsamer Weg.

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Präsentation zum Thema: "Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs MTD-Jubiläum: 20 Jahre MTD-Gesetz Sieben Berufe – ein gemeinsamer Weg."—  Präsentation transkript:

1 Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs MTD-Jubiläum: 20 Jahre MTD-Gesetz Sieben Berufe – ein gemeinsamer Weg

2 Warum feiert man ein Gesetz? Warum sind DIESE sieben Berufe in einem Gesetz geregelt? 20 Jahre MTD-Gesetz

3 1916: Staatliche Anerkennung der 1913 eröffneten Ausbildung zur Assistentin für physikalische Therapie und Heilgymnastik (AKH Wien; ÖBIG) 1916: Ausbildung zur Röntgenassistentin (AKH Wien; Wimmer; ÖBIG) 1922: Ausbildung zur Laborassistentin (AKH Wien; Wimmer, ÖBIG) 1930: Ausbildung zur Diätassistentin private kostenpflichtige Ausbildungen auf Initiative von Ärzten Entwicklung 1916 – 1938: erste Ausbildungen

4 Zielgruppe für Ausbildungen sind junge Frauen der bürgerlichen Gesellschaft nach Absolvierung z.B. von höheren Töchterschulen und nach Vollendung des 20. Lebensjahres (Antonius) bzw. Matura – nach Entscheidung des ärztlichen Ausbildungsleiters (Betzwarz) = Besonderheit Entwicklung 1916 – 1938: Zielgruppe

5 Technische Entwicklungen und Entdeckungen UND medizinischer Fortschritt, sowie Auswirkungen des 1. Weltkrieges => Bedarf nach ärztlichen Assistentinnen => Ärzte als Promotoren und Vertreterinnen des jeweiligen Berufes als organisatorische Ausbildungsleiterinnen Verbindung mit Pflege: 1914: Massage, Hydro- und Elektrotherapie als Aufgabe der Krankenpflege (Krankenpflegeverordnung 1914) 1919: Einsatz von Röntgenschwestern (Erlass , Z /V.G) 1928: geschultes Pflegepersonal für logopädische Therapie, z.B. von Aphasien (Fröschels) Erste Leiterin der Ausbildung zur Diätassistentin 1930 = Krankenschwester (Antonius) Entwicklung 1916 – 1938: Interessensvertretung

6 Unterschied zur Pflege: Ausbildung zu MTD kostenpflichtig (s.u. bis 1961; ab dann öffentlich – in Wien von Gemeinde Wien als Träger übernommen) => soziales Auswahlkriterium technische vs. pflegerische Tätigkeit als Argumentation für höhere Vorbildung, eigene Fortentwicklung des Berufes =>Schlüssel für Entwicklung 1945 – 1961 (siehe auch Gesetz zur Ordnung der Krankenpflege 1938) Entwicklung 1916 – 1938: Interessensvertretung

7 Entwicklung im Deutschland der Zwischenkriegszeit die Namensgebung für MTD unterstützend: 1921, Preußen: Vorschriften für die staatliche Prüfung von Technischen Assistentinnen an medizinischen Instituten Die vier medizinisch-technischen Assistenzberufe lauten: Laboratoriumsassistentin Röntgenassistentin Technische Assistentin für Diät (Diätküchenleiterin und Diätassistentin) Technische Assistentin für Krankengymnastik (Krankengymnastin) Zwischenkriegszeit: Ursprung der Berufsbezeichnung

8 In Deutschland betitelt die Berufsbezeichnung MTA heute andere Berufe als in Ö: Medizinisch-technischer Assistent – Funktionsdiagnostik Medizinisch-technischer Assistent – Nuklearmedizin Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent Medizinisch-technischer Radiologieassistent Veterinärmedizinisch-technischer Assistent In Deutschland sind dagegen DiätologIn, ErgotherapeutIn, LogopädIn, OrthoptistIn, PhysiotherapeutIn außerhalb der MTA geregelt! Berufsbezeichnungen

9 1938: Gesetz zur Ordnung der Krankenpflege Zusammenfassung der zahllosen und teilweise nach landesrechtlichen Vorschriften geregelten Gesundheitsberufe des deutschen Reiches => gesamtes ärztliches Hilfspersonal wird unterteilt in Kranken- pflege und Hilfskräfte in der Gesundheitspflege (Engel) bzw. medizinisch-technische Hilfskräfte (Kowarschik) Entwicklung 1938 – 1945

10 1940: I. und II. MGAV (Verordnung über die Berufstätigkeit und die Ausbildung medizinisch- technischer Gehilfinnen und medizinisch-technischer Assistentinnen) auf Grundlage des Gesetzes zur Ordnung der Krankenpflege erste gesetzliche Regelung für MTD; vorerst nur zur Röntgen- Laborassistentin = eine einheitliche Ausbildung (vs. vor 1938) erstmalige Abstufung in Ausbildung, berufliche Kompetenzen und Verantwortung: medizinisch-technische Gehilfin - medizinisch- technische Assistentin => wird 1961 mit MTF und MTD wieder aufgegriffen erstmaliger Bezeichnungsvorbehalt (§ 27 Abs. 1 und 2 I. MGAV) Weiterhin keine eigenen berufsgesetzlichen Regelungen für DiätologInnen und PhysiotherapeutInnen, aber bis 1945 Ausbildungen in beiden Sparten. Entwicklung 1938 – 1945

11 Krankenpflegegesetz 1949: Die vier vor 1938 bekannten Sparten der späteren MTD als Spezialqualifikationen der Krankenpflege: medizinisch-technischer Hilfsdienst statt Röntgen- und Laborassistentin (vor 1940) gymnastisch-physikalische Heilpflege Heildiätpflege 2-jährige vorangehende Krankenpflegeausbildung (§ 7 Abs 3 KrpflG 1949), danach mind. 1-jährige Ausbildung in einer eigenen Ausbildungseinrichtung (§ 7 Abs 4 KrpflG 1949) Regelung ohne Beteiligung von MTD, sondern Durchsetzung von Interessen der Krankenpflege mit Hilfe von Vertreterinnen der Krankenpflege im Bundesministerium für soziale Verwaltung Entwicklung 1945 – 1961

12 MTD als Spezialqualifikationen der Krankenpflegeberufe, international isolierte gesetzliche Sonderlösung Krankenpflegegesetz 1949 im Tätigkeitsfeld nicht lebbar 1951, gemeinsamer Berufsverband: Verband der diplomierten medizinisch-technischen, der Physiko- und der Diät- assistentinnen Österreichs Ziel: eine von der Krankenpflege getrennte Regelung wie international üblich => Idee eines eigenen Berufsgesetzes Entwicklung 1945 – 1961

13 1961:MTD als eigenständige Berufe innerhalb des Krankenpflegegesetzes (BGBl 1961/102), einschließlich: Ergotherapeutin und Logopädin Teilung des gemeinsamen Berufsverbandes nach Erreichen des Ziels einer von der Krankenpflege getrennten Regelung in: (gemeinsamen) Berufsverband der Biomedizinischen AnalytikerInnen und RadiologietechnologInnen (Teilung folgt erst 1972) Berufsverband der DiätologInnen Berufsverband der PhysiotherapeutInnen Entwicklung 1961 – 1992

14 1970: OrthoptistInnen als siebente Sparte der MTD-Berufe innerhalb des Krankenpflegegesetzes : Gründung des Dachverbands der gehobenen medizinisch- technischen Dienste Österreichs als Dachorganisation der sieben MTD-Berufsverbände – Ziel: eigenes Berufsgesetz! 1992: eigenes Berufsgesetz für alle MTD-Berufe (MTD-Gesetz – BGBl 1992/460) Das MTD-Gesetz gilt heute für geschätzte ca Personen, die österreichweit in diesen MTD-Berufen tätig sind: Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Logopädie, Orthoptik, Physiotherapie und Radiologietechnologie Entwicklung 1961 – 1992

15 2004: Freiberuflichkeit für alle MTD-Berufe (MTD-Gesetz- Novelle 2003 – BGBl I 2004/7) nach Klage EU gegen Österreich, initiiert vom Berufsverband der Biomedizinischen Analytikerinnen 2005: Ausbildung im Rahmen von Fachhochschul-Bachelor- studiengängen (MTD-Gesetz – BGBl I 2005/70 u. FH-MTD-AV – BGBl II 2006/2) 2005: Änderungen der Berufsbezeichnungen (BGBl I 2005/70) Jüngere Geschichte

16 Gesetzliche Regelungen sind zu den folgenden wichtigen Bereichen ausständig bzw. benötigen regelmäßig einer Aktualisierung und werden in den Regierungsabkommen seit 1996 dementsprechend thematisiert: Einführung einer MTD-Berufsliste Fortbildungsverpflichtung Berufsbilder Registrierung Jüngere Geschichte

17 Mitgliedschaft und politische Stärke von MTD-Austria: Der Dachverband heute Berufsverbände Berufsangehörige

18 Präsidentin MTD-Austria: Mag. Gabriele Jaksch Diplomiert an der Akademie für den Physiotherapeutischen Dienst, AKH Wien Magistra des Pädagogik und Sonder-Heilpädagogik Studiums an der Universität Wien Finanzreferentin MTD-Austria: Petra Toifl Diplomiert an der Akademie für den Radiologisch-Technischen Dienst, AKH Wien Akademische Managerin für Gesundheits- und Krankenhauswesen Geschäftsführer MTD-Austria: Mag. Jost-Alexander Binder Studium an der WU Wien Der Dachverband heute: das Team

19 MTD-Austria agiert als gemeinsame, überbetriebliche Interessens- vertretung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs (MTD): …arbeitet für eine gemeinsame berufspolitische Entwicklung …fungiert intern und extern als zentraler Ansprechpartner für MTD- Belange …agiert intern als spartenübergreifende Drehscheibe (Information, Austausch, Diskussion) …sorgt für eine berufsübergreifende Öffentlichkeitsarbeit …begreift sich als Servicestelle für die einzelnen Berufsverbände Der Dachverband heute: die Position

20 MTD-Austria nimmt wesentliche Aufgaben in den folgenden Bereichen wahr: Ausbildung (Qualifikationsvoraussetzung, Dauer, Inhalt und Umfang sowie akademischer Abschluss) Berufsbefugnis, Berufsausübung (Art, Anbindung, etc.) und Eigenverantwortlichkeit Integration im relevanten System (Wiedererkennbarkeit der Leistung und Berufsgruppe, Abbildung in den relevanten Gremien des Gesundheitswesens). Entwicklung und Sicherung der Berufe und Berufsfelder Verankerung gesetzlicher Rahmenbedingungen Qualitätssicherung Der Dachverband heute: der Auftrag

21 MTD – Projekte Projekte mit MTD – Beteiligung Projekte mit MTD – Beteiligung Projekte mit BV – Beteiligung Projekte mit BV – Beteiligung MTD Stabsbereiche Berufsliste ÖGCC Ländergruppen Bildungsgruppe PR - Medienarbeit Register GmbH Gesetzesmonitoring ANetPAS CIRS (an BV) MAB ÖGNR Nat. Gesundheitsziele Richtlinien AEM COPD ELGA-Beirat (mit BV) MTD-Novelle ASVG Leitlinien Parkinson Leitlinien Demenz GBK DMP OÖ, STM, NÖ, W BGL, SBG Restliche Bld. ÖNI E-Health (an BV) Der Dachverband heute: Projekt- und Arbeitsgruppen

22 MTD Austria CPD-Richtlinie Fortbildung: Die MTD-ARGE Bildung und Forschung

23 MTD-CPD-Richtlinie (seit ) Allgemeine Fortbildungsverpflichtung lt. MTD-G 1992 i.d.g.F., §11 (2): Sie haben sich über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse des jeweiligen gehobenen medizinisch-technischen Dienstes sowie der medizinischen Wissenschaft, soweit diese für den jeweiligen gehobenen medizinisch-technischen Dienst relevant ist, regelmäßig fortzubilden. => Erneuerung, Vertiefung und Erweiterung des bereits erworbenen Wissens: lebensbegleitendes Lernen Die MTD-CPD-Richtlinie… …strukturiert diesen Fortbildungsbedarf… …im Hinblick auf die gesetzlichen Vorgaben und… …in Anlehnung an nationale und internationale Benchmarks. …bietet eine übersichtliche Darstellung der Fortbildungsvarianten und deren Bewertung. …bietet seitens des Berufsverbands standardisierte, faire und nachvollziehbare Qualifikationsprozesse und die entsprechende Bestätigung in Form des CPD- Zertifikats. Fortbildung: Die MTD-ARGE Bildung und Forschung

24 Das CPD-Zertifikat Fortbildung: Die MTD-ARGE Bildung und Forschung

25 Das II. MTD-Forum Thema: Patientensicherheit, Transparenz und Versorgungsqualität zwischen Wunschtraum und Realität 25. November 2011 (Urania) Berufspolitik als überbetriebliche Interessensvertretung

26 93% der ÖsterreicherInnen vertrauen darauf, dass die Ärzte Österreichs sie wieder gesund machen => therapieren => MTDienste => MTD-G Kernaussagen der Österreichischen Gesellschaft zu: PatientInnensicherheit: verlässliche Erkennbarkeit von berechtigten Therapeuten bzw. gesetzlicher Schutz vor unbefugten Anbietern => Schweigepflicht, strenge Zulassungsbestimmungen Versorgungsqualität: Bedarf an räumlicher Nähe, sich Zeit nehmen, kurze Wartezeiten, Kassenleistungen Registrierungsbedarf überfällig: 75% wollen zwischen qualifiziertem und gesetzlich nicht berechtigten Anbietern unterscheiden können => Berufsliste! 58% würden diese Liste nutzen Die Liste eignet sich als Gütesiegel, das Angebotsqualität und Vertrauen der Österreicher positiv beeinflusst Details zu den Umfrageergebnissen finden Sie auf der MTD-Homepage Gallup-Umfrage (Juni 2011) Berufspolitik als überbetriebliche Interessensvertretung

27 demnächst online möglich !! Berufspolitik als überbetriebliche Interessensvertretung MTD-Austria Registrierung

28 Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs Danke!


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