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An Schnittstellen muss man sich nicht schneiden © Dr. Angela Ehlers, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg Der gelingende.

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Präsentation zum Thema: "An Schnittstellen muss man sich nicht schneiden © Dr. Angela Ehlers, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg Der gelingende."—  Präsentation transkript:

1 An Schnittstellen muss man sich nicht schneiden © Dr. Angela Ehlers, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg Der gelingende Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule Herzogenrath

2 Aspekte 1. An Schnittstellen sollte man sich nicht schneiden 2. Gestalteter Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule 3. Ein wichtiges Thema: Prävention 4. (Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten) 5. Wenn alles gut geklappt hat … 2

3 An Schnittstellen sollte man sich nicht schneiden Verpflichtung zur vollständigen Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen und der UN- Kinderrechtskonvention gesellschaftliche Teilhabe und Aktivität aller Kinder und Jugendlichen Kompetenzen der pädagogischen Fachleute in den frühen Bildungseinrichtungen für das gemeinsame Lernen aller Kinder : diagnostische Kompetenz, um Entwicklungsbedürfnisse von Kindern wahrzunehmen methodische Kompetenz, um die individuellen Bildungsprozesse der Kinder anzuregen Beratungskompetenz, um Verständnis für die Besonderheiten aller Kinder und ihrer Eltern zu entwickeln 3

4 An Schnittstellen sollte man sich nicht schneiden Übergang in die Grundschule für viele Kinder schwierig für viele Eltern mit Sorgen, schlechten eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit älteren Geschwisterkindern besetzt Zusammenhang zwischen ungünstigen Lebensbedingungen und Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung Defizite in der materiellen und emotionalen Versorgung, fehlende Anregungen und Lernanreize, Armut und soziale Benachteiligung Sprach- und Sprechstörungen, körperliche Entwicklungsrückstände, psychische Auffälligkeiten sowie Anfälligkeit für Krankheiten 4

5 An Schnittstellen sollte man sich nicht schneiden Schwierige Erreichbarkeit von Risikofamilien durch herkömmliche Angebote mit freiwilliger "Komm-Struktur" objektives oder subjektives Erlebnis vorhandener sprachlicher und kultureller Hemmschwellen Notwendigkeit einer aufsuchenden und willkommen heißenden Struktur und Begleitung zum Lernort des Kindes gute Kompetenzen der individuellen Förderung in Kindertageseinrichtungen Fähigkeiten, den Exzellenzansprüchen von Elternhäusern zu entsprechen Kompetenzen in den Grundschulen weiterführen und sonderpädagogische Kompetenz frühzeitig einbeziehen Austausch mit Rat und Tat Alle Kinder freuen sich auf die Schule - gemeinsame Aufgabe, diese Freude zu nutzen und zu erhalten. 5

6 Gestalteter Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule Übergangsbereich von der Elementar- in die Primarbildung für eine erfolgreiche Bildungskarriere entscheidend Immer größere Bandbreite der kognitiven Voraussetzungen und des Lernverhaltens Kinder mit massiven Einschränkungen in der sozialen Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit, mit hohem Unterstützungsbedarf sowie hoher Bedürfnisorientierung immer häufiger oft schon Erfahrungen des Scheiterns in einer oder sogar in mehreren Kindertageseinrichtungen Kinder, deren Eltern von einer allgemeinen Hochbegabung oder besonderen Begabungen in bestimmten Teilbereichen ausgehen 6

7 Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Arbeit im Übergang in die Schule Begleitung aller Kinder mit ihren individuellen Besonderheiten gemeinsame Verantwortung des Lehrteams und gute Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen Beginn spätestens mit dem – in den einzelnen Ländern unterschiedlichen - Anmeldeverfahren zur Schule Beteiligung des zuständigen Förderzentrums beim Anmeldeverfahren, bei den Besprechungen mit dem schulärztlichen Dienst und den Schulleitungen der Grundschulen 7

8 Unmittelbare pädagogische Veränderungsmöglichkeiten Anerkennung der Erziehungsleistungen aller Eltern Stärkung der Ressourcen und Kompetenzen der Eltern über das Erleben einer positiven Entwicklung der eigenen Kinder Herstellung von Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen Anerkennung und Förderung der individuellen Fähigkeiten des Kindes passgenaue, ganzheitliche, individuelle Förderung ohne soziale Unterschiede von einander lernen ohne zu sortieren und ohne zu beschämen Profitieren von den besonderen Stärken und Kompetenzen jedes Kindes 8

9 Gestalteter Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule Verstärkung der Elternbildung an Kindertageseinrichtungen und Grundschulen mit nicht beschämender Ansprache individuelle Bildungsplanung für alle Kinder bereits in den Kindertageseinrichtungen und anschließend in den Grundschulen unter Einbezug der Vorstellungen der Eltern und der Ideen der Kinder macht sich schnell bezahlt Fallkonferenzen in schwierigen Situationen Kompetenzstärkung durch interdisziplinäre, leistungs- und trägerübergreifende Teams Kooperation und gegenseitige Unterstützung von Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereinen, kommunalen Dienststellen (Jugendhilfe) und sonderpädagogischen Förderzentren im Sozialraum Keine Ausgrenzung einzelner Kinder aus gemeinsamen Unternehmungen – insbesondere aus der gemeinsamen Verpflegung Suchen kreativer Ideen im Team 9

10 Ein wichtiges Thema: Prävention von lateinisch praevenire: zuvorkommen, verhüten vorbeugende Maßnahmen, um unerwünschte Ereignisse oder Entwicklungen gar nicht erst entstehen zu lassen verschiedene Präventionsansätze: die spezifische Prävention, die stets auf einen ganz bestimmten Fall gerichtet ist die unspezifische Prävention, die auf die Vermeidung von unterschiedlichen Risiken abzielt die Verhaltensprävention, die sich auf das individuelle Verhalten der Menschen ausrichtet die Verhältnisprävention, die auf die Verringerung schädliche Umwelteinflüsse und auf die Schaffung einer gesunden Lebens-, Lern- und Arbeitswelt hinwirken will 10

11 Prävention in der täglichen Arbeit gemeinsame Suche nach guten Ideen für die Schaffung förderlicher Lern- und Entwicklungsbedingungen für jedes einzelne Kind wechselseitige Bereitschaft zur Kooperation und zum professionellen Austausch über die Grenzen der Berufsgruppen hinweg interdisziplinäre, pädagogische und organisatorische Bildungs- und Erziehungsbegleitung, damit Lern- und Entwicklungsstörungen gar nicht erst entstehen, gemeinsame Suche nach möglichen Ursachen und Risikofaktoren für eine Lern-, Entwicklungs- oder Verhaltensstörung frühzeitige Erfassung von Problemen oder Beeinträchtigungen Kooperatives Bemühen um Vermeidung oder Verminderung von Folgeproblemen und negativen Begleiterscheinungen volle Ausnutzung der längeren Lernzeit in der Grundschuleingangsphase Inanspruchnahme der personellen, organisatorischen und sächlichen Unterstützung durch das zuständige Förderzentrum die aktive Nutzung protektiver, schützender und stärkender Faktoren 11

12 Resilienz Ausschau halten nach Schutzfaktoren – Thema für die nächste pädagogische Konferenz? Resilienz - Stressresistenz, psychische Robustheit, psychische Elastizität – als Fähigkeit einer Person, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und deren negativen Folgen umzugehen Zwei Schutzfaktorengruppen: personal und sozial ein Mädchen und möglichst als Erste geboren, Selbstwirksamkeitserleben, positives Sozialverhalten, soziale Attraktivität, Ausgeglichenheit, die Kompetenz, Stress aktive zu bewältigen Erzieherin oder die Lehrerin als verlässliches Vorbild für eine gute Selbst- und Sozialkompetenz stabile Bezugspersonen – die keineswegs die Eltern sein müssen – zum Beispiel die Hortbetreuerin oder die Vorlese-Oma oder… ein unterstützendes Erziehungsklima – auch nicht nur zu Hause, sondern ebenso in der Bildungseinrichtung, positive Bildungserfahrungen und Erfolgserlebnisse beim Lernen sowie praktizierter Glaube 12

13 Resilienz Förderung auf der individuellen Ebene durch Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien Eigenaktivität und Verantwortungsübernahme Selbstwertgefühl und sozialen Kompetenzen Stressbewältigungskompetenzen Förderung auf der Beziehungsebene durch Stärkung der Erziehungskompetenzen der Eltern Erarbeitung eines positiven Modellverhaltens Erarbeitung effektiver Erziehungstechniken und Konfliktlösestrategien möglichst gemeinsam mit den Eltern Stärkung des Empfindens bei allen Eltern, dass sie kompetent und Experten für ihre Kinder sind 13

14 Der frühe Vogel fängt den Wurm neue Studien und Untersuchungen oder koordinierte Anstrengungen? je früher, desto größer und nachhaltiger die Erfolgschancen soziale Barrieren überwinden und Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen bauen Schulen und Kindertageseinrichtungen als Mittel- und Oberschichtseinrichtungen Fähigkeiten zur Abstraktion, Vorausplanung und Verbalisierung - Kinder aus bildungsfernen Schichten benötigen hier Unterstützung Selbstkontrolle von Anfang an – nicht sofortige Bedürfnisbefriedigung Kenntnisse des familiären Hintergrunds und Bildungsniveaus jedes Elternhauses von Anfang an Aktives Interesse für den jeweiligen Lebensstil im Elternhaus und Wertschätzung der Bedeutung des kulturellen Kapitals besondere Rolle des unterschiedlichen Gebrauchs von Sprache beim Erwerb von Bildung genügend Lob und Ermutigung oder häufige Verbote und entmutigende Äußerungen aufsuchende Gespräche so früh wie möglich - alle Eltern wollen das Beste für ihre Kinder Keine Chance auf Nachhilfe in Familien in Armutslagen Möglichkeiten der ehrenamtlichen Unterstützung 14

15 self fulfilling prophecy Rosenthal- und Matthäus-Effekt? Thema für die übernächste pädagogische Konferenz? Rosenthal-Effekt: Lehrkräfte halten in der Regel ein Mittelschichtkind für leistungsstärker als ein Kind der Unterschicht und das bewahrheitet sich im Sinne einer selbst erfüllenden Prophezeiung - selbst bei gleich guten Leistungen erhalten Kinder aus bildungsfernen Milieus seltener eine Empfehlung für qualitativ hochwertige Bildungsinstitutionen Kinder mit niedrigem sozialem Status bei gleichen Leistungen im Durchschnitt eine Note schlechter als Kinder mit hohem sozialem Status Matthäus-Effekt: Gleichnis von den anvertrauten Zentnern: Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, dass er Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. (Matthäusevangelium) Können wir gemeinsam ein wenig davon abzuweichen? 15

16 Organisationsvorschläge für präventives Arbeit regelmäßiger, intensiver Austausch zwischen Schulleitungen der allgemeinen Schulen, Leitungen der Kindertageseinrichtungen und der Förderzentren Regelmäßige Präventionskonferenzen mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen als fester Bestandteil der Jahresplanung aller Bildungseinrichtungen einer Region regelmäßige Bildungstage zu Beratungskompetenz, Förderplanung, Fallarbeit,… altersgemischte, heterogene Lerngruppen absoluter Vorrang des Prinzips der festen Bezugspersonen Gemeinsame Gesprächszeiten und institutionalisierter Austausch im gesamten Team kreativ gestaltete und genutzte Räume mit flexiblen Sitzordnungen und Sozialformen Ausweichflächen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in guter räumlicher Nähe Teilnahme der Präventionslehrkraft des Förderzentrums an Konferenzen, Elterngesprächen, Hausbesuchen, Aktivitäten der Lerngruppe in Absprache mit den anderen Lehrkräften wechselseitige Informationen zwischen allen beteiligten Personen zu allen wichtigen Angelegenheiten enge Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit 16

17 Organisationsvorschläge für präventives Arbeit Leitlinien für auf Prävention ausgerichteten Unterricht in der Schuleingangsphase gemeinsam mit der Präventionskraft des unterstützenden Förderzentrums Verantwortlichkeit im Team für alle Kinder der gesamten Lerngruppe Bereitschaft zur Teamarbeit und Offenheit für unterschiedliche pädagogische Methoden selbstverständliche Akzeptanz der Schülerinnen und Schülern mit vermutetem sonderpädagogischem Förderbedarf und mit besonderen Fähigkeiten vorhandene Lehr- und Lernmittel stehen allen Lehrkräften zur Verfügung Anschaffung spezieller Lernmittel auf Anregung der sonderpädagogischen Lehrkraft Verständigung über Regeln, Rituale, Aktivitäten, Einrichtung der Räume, methodische Möglichkeiten, Materialeinsatz usw. im gesamten Lehrteam individuelle und differenzierte Förderung als oberstes Prinzip – kein Unterricht im Gleichschritt, kein einheitliches Leselehrwerk, keine 45-Minuten-Taktung Möglichkeiten intensiver, zeitlich befristetet Förderung Selbstverständlichkeit der Kooperation mit Eltern und außerschulischen Institutionen 17

18 Sonderpädagogische Aufgabenfelder Spezifische Aufgabenfelder in der Prävention Federführung bei der Erhebung der Lernentwicklungsstandes der Kinder und bei der Erstellung von Bildungs- und Förderplänen kollegiale und interdisziplinäre Beratung zu spezifischen Fragestellungen konkrete und intensive, zeitlich befristete Arbeit mit einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen Absprache über spezifische Differenzierungsmaßnahmen mit allen in der Lerngruppe beteiligten Fachkräften intensive Förderung der Lese- und Mathematikkompetenzen für alle Kinder mit entsprechendem Bedarf gezielte Diagnostik, Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung, Sprachförderung und Unterstützung der emotional-sozialen Entwicklung 18

19 Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten Möglichkeiten eines gelingenden Übergangs von der frühen Bildung in die Grundschule für Kinder mit massiven Verhaltens- und Beziehungsstörungen Bedeutung einer interdisziplinär angelegten Kooperation der Fachkräfte aus den beteiligten Institutionen besorgniserregender Anstieg der Anzahl von immer jüngeren Kindern mit intensivem Förderbedarf im Bereich ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung Kinder mit normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenzentwicklung, aber massiven Verhaltensproblemen Kinder, die in kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen untersucht und stationär behandelt worden sind Kinder, die sich nicht in normal großen Lerngruppen zurechtfinden können Kinder, die sowohl sich als auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dauerhaft am Lernen hindern 19

20 Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten Kinder mit massiven selbst- und fremdverletzenden Verhaltensweisen, extremen Rückzugstendenzen beziehungsweise stark isolierendem Verhalten fehlende eindeutige innerfamiliäre Strukturen und Grenzsetzungen instabile Beziehungen zu Bezugspersonen, völlige Bindungslosigkeit, schwere Traumatisierungen durch Verwahrlosungen, Misshandlungen oder Missbrauch Berücksichtigung der Gruppe von Kindern, die keinen Kindergarten (mehr) besuchen hohe Belastung des familiären Umfeldes durch lange Zeiten während des einzelnen Tages, während der Wochenenden und Ferien schwere Aufgabe auch für erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen, Kinder und Eltern mit intensiven Erfahrungen des Scheiterns und hohem Leidensdruck zu unterstützen Präventionsangebote der Förderzentren bereits im Bereich der Kindertageseinrichtungen und anschließend in der Eingangsphase der Grundschule Enge Kooperation von sonderpädagogisch qualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten für den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung bei jungen Kindern mit Erzieherinnen und Fachberaterinnen der Kindertageseinrichtungen und Grundschullehrkräften 20

21 Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten zumindest teilweise Entlastung sowohl der beteiligten Gruppen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen als auch der betroffenen Kinder verringerte Gruppengröße, die es ermöglicht, sich auf wenige soziale Kontakte und Anforderungssituationen zu konzentrieren Vermeidung von Überforderungssituationen zur Verbesserung der Chancen für gelingende Interaktionen und Akzeptanz Sicherstellung einer wertschätzenden, zugewandten, verlässlichen und stetigen Umgangskultur kontinuierlich anwesende und Halt gebende Bezugspersonen konsequente Berücksichtigung aktueller Ergebnisse der Hirnforschung, Soziologie, Psychologie und Neurowissenschaft zu grundlegenden Entwicklungsverläufen und zum Lernen gemeinsame Fortbildungen mit Fachleuten für diese Bereiche 21

22 Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten übereinstimmende, einvernehmlich festgelegte Maßstäbe enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit der sozial- und heilpädagogischen Fachkräfte der vorschulischen Bildungseinrichtungen, grundschul- und sonderpädagogischen Lehrkräfte, sozialpädagogischen Kräfte der Jugendhilfe und in einigen Fällen der fachärztlichen und kinder- und jugendlichenpsychotherapeutischen Kräfte in interdisziplinären Teams sorgfältige Dokumentation aller bisher aufgetretenen kritischen Ereignisse Art und das Ausmaß der gezeigten Auffälligkeiten, schon Ursachen zu mutmaßen die sozialen Kontexte des besonders auffallenden Verhaltens Zeiträume, in denen die Auffälligkeiten vorrangig auftreten auftretende körperliche Begleitsymptomatik auf der Grundlage direkter Beobachtung oder gegebenenfalls medizinischer Berichte, die von den Eltern zur Verfügung gestellt werden 22

23 Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten sorgfältige Dokumentation aller bisher aufgetretenen kritischen Ereignisse beschriebener Leidensdruck des Kindes und der beteiligten Personen beobachtbare Beziehungsgefüge zwischen allen beteiligten Personen bisherige Förderangebote und deren Realisierung dargestellte Sichtweisen aller Beteiligten bezüglich der Verhaltensauffälligkeiten des Kindes erwartete Folgen des Verhaltens für das Kind und die andere beteiligten Personen eine Prognose über weitere emotionale und soziale Entwicklung sowie die Lernentwicklung des Kindes 23

24 Sonderpädagogischer Auftrag ganzheitliche Förderung innerhalb der inklusiven Bildungseinrichtung mit Einbeziehung aller Entwicklungsbereiche Förderung der Identitätsentwicklung mit der personalen Dimension des Empfindens der Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit der eigenen Person und der sozialen Dimension des Empfindens der Akzeptanz und Anerkennung durch die Umwelt Schaffung von Lern- und Entwicklungsbedingungen, die es erlauben sich der eigenen Identität bewusst zu werden und sich mit ihr auseinanderzusetzen persönliche Bedürfnisse, Erwartungen und Einstellungen wahrzunehmen und zu reflektieren gegebenenfalls persönliche Bedürfnisse zurückzustellen oder diese einzufordern Deutungs- und Orientierungsmuster zu erwerben und sich in einer komplexen Welt zurechtzufinden Wertschätzung und Akzeptanz in sozialen Beziehungen zu erfahren soziale Situationen angemessen zu deuten sich in die Gefühle und Erwartungen anderer hineinzuversetzen eigenes Verhalten aus der Sicht Anderer zu reflektieren eine Vielzahl von Ausdrucks-, Verhaltens- und Umgangsformen zu erproben soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen und zu Erwachsenen herzustellen und Leistungsbereitschaft zu entwickeln und Leistungen zu zeigen 24

25 Sonderpädagogischer Auftrag Die Inhalte der individuellen Förderangebote umfassen auf der didaktischen Ebene rhythmisch-musikalische Angebote psycho- und sensomotorische Angebote Entspannungsverfahren Angebote zur Stressbewältigung sowie die Vermittlung von Konfliktlösungsstrategien In die methodische Umsetzung der Bildungsangebote für die gesamte Lerngruppe und für zeitlich befristete spezielle Kleingruppen werden eingebunden: die Vermittlung lebenspraktischer Inhalte eine Orientierung am Lebensweltbezug aller teilnehmenden Kinder handlungsorientiertes Lernen projektorientiertes, fächerübergreifendes Arbeiten und ein therapieintegratives Lernen 25

26 Wenn alles gut klappt… Wenn alles gut klappt und Sie sich untereinander gut vernetzt haben, dann haben Sie vieles gewonnen, nämlich unter anderem das gemeinsame und vernetzte Handeln in Ihrem Sozialraum ein erfolgreiches Übergangsmanagement Kinder, die gern zu Ihnen kommen oder immer wiederkommen Gestaltung von wohnortnahen, gemeinsamen, inklusiven und vertrauenerweckenden Bildungsangeboten zufriedene Eltern, Großeltern und Angehörige einen guten Ruf Ihrer Bildungseinrichtung kollegialen Austausch, ein gutes Team und einen schier unerschöpflichen Ideenpool 26


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