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Agrar- und Ernährungspolitik IV 10. April 2003 Martin Kniepert.

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Präsentation zum Thema: "Agrar- und Ernährungspolitik IV 10. April 2003 Martin Kniepert."—  Präsentation transkript:

1 Agrar- und Ernährungspolitik IV 10. April 2003 Martin Kniepert

2 Zur Berechnung von Einkommen in der Agrarwirtschaft Marktorientierte Ansätze (insbesondere die LGR Unmittelbar betriebsorientierte Ansätze – Auswertung von Buchhaltungsergebnissen landwirtschaftlicher Betriebe –Problem: Die Betriebe können nicht insgesamt erhoben werden. –Lösung: Stichprobenerhebung aus der Grundgesamtheit

3 Strukturerhebung (1) Gesamterhebung aller landwirtschaftlicher Betriebe ab einer Mindestgröße (0,5 – 1 ha, je nach Mitgliedsland) Relativ detailliert, aber eher technisch ausgerichtet. Betriebswirtschaftliche Fragen werden kaum gestellt. Zuordnung zu betriebswirtschaftlichen Kategorien anhand von pauschalen Standarddeckungsbeiträgen (StDB)

4 Strukturerhebung (2) Für Österreich vor dem EU-Beitritt: Die Landwirtschaftliche Betriebszählung Vollerhebungen für Österreich nach EU- Muster 1995 und 1999, die nächste ist für 2009 angesetzt Bis 2009 werden Stichprobenerhebungen durchgeführt.

5 Das INLB (1) Das Informationsnetz Landwirtschaftlicher Buchführung (INLB; engl.: FADN, frz.: RICA) Basierend auf EU-Verordnungen Weiter zu Rechtsgrundlagen... INLB:... die einzige Quelle mikroökonomischer Daten (..), die harmonisiert sind, d. h. die Buchhaltungsgrundsätze sind in allen Ländern gleich. [Anspruch] RI/CC 882 Rev.7.0

6 Das INLB (2) Für das INLB wird eine Stichprobe aus Gesamtzahl der lw. Betriebe gezogen. Die Stichprobe bezieht sich auf Betriebe in einem bestimmten Auswahlrahmen Die Auswahl der Betriebe erfolgt nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern gezielt nach ausgewählten Kriterien. –[Berücksichtigt werden für Österreich übrigens bestimmte Aspekte, die für die EU insgesamt weniger wichtig sind; streng genommen ist das INLB eine Sonderauswertung der österreichischen Ergebnisse der lw. Buchführung.]

7 Der Auswahlrahmen in Österreich (1) ATS > StDB > 1,5 Mio. ATS Betriebe > 200 ha Wald bleiben ausgeschlossen Betriebe mit > 25% Gartenbauanteil bleiben ausgeschlossen Deckungsgrad –Anzahl 46%, aber: –88% der Fläche, 90% des Rinder- und Schweinebestands => Konzentrationsprinzip (vgl. Kromrey 1994:203)

8 Der Auswahlrahmen in Österreich (2) Auswahlrahmen Buchführungs- ergebnisse Gartenbau, große Forstbetriebe Großbetriebe Kleinstbetriebe

9 Kriterien für den Streuungsplan (1) Größenklassen Gebiet (alpine Lagen, mittlere Höhenlagen, Flach- und Hügelland; zusätzlich und genauer für Österreich: Erschwerniszonen, Höhe, Hangneigung) Betriebstypen (siehe Folgeblatt)

10 Kriterien für den Streuungsplan (2) Betriebstypen im Einzelnen –Betriebe mit hohem Forstanteil (>50%) –Betriebe mit 25 bis 50% Forstanteil –Futterbaubetriebe (Milchkühe, sonst. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde u.a.) –Landwirtschaftliche Mischbetriebe –Marktfruchtbetriebe (Getreide, Zuckerrüben, Erdäpfel, Ölfrüchte, Alternativen, Tabak und sonstige marktfähige Produkte) –Dauerkulturen (Obst- und Weinbau –Veredelung (Schweine, Geflügel)

11 Forst Exkurs: NACE 01 bis 05 PflanzlichJagdFischgem.TierLohn

12 Exkurs: Urlaub auf dem Bauernhof Die Betriebe in ihrer Mischstruktur abzubilden kommt dabei auch dem agrarpolitischen Verständnis entgegen, die Multifunktionalität der Agrarproduktion im Auge zu behalten. Möglichkeiten zur Kombination von touristischem Angebot mit Landwirtschaft (Urlaub auf dem Bauernhof; Direktvermarktung die NitNils) Land- wirtschaft Tourismus

13 Reine Zufallsstichprobe vs. repräsentative Stichprobe Stichprobe als verkleinertes Abbild einer Grundgesamtheit Grad der Homogenität der Grundgesamtheit wichtig für die Stichhaltigkeit der Stichprobe. –Stichprobenumfang n von Grundgesamtheit N –Hochrechnung des Stichprobenergebnisses y auf die Grundgesamtheit: Y = y/n * N –Je homogener die Grundgesamtheit ist, desto kleiner kann die Stichprobe sein, im theoretischen Grenzfall ist n = 1

14 Inhomogenität der Grundgesamtheit Gerade die Unterschiede in einer Grundgesamtheit können Gegenstand der Untersuchung sein (Strukturentwicklung) Gut konstruierte Streuungspläne erlauben die Verringerung der Erhebungsbedarfs => Repräsentativität. –Kostenersparnis –Größere Sorgfalt bei Einheiten der Stichprobe möglich –Kleinere Stichproben möglicherweise vorteilhafter gegenüber großen!

15 Geschichtete Stichproben (1) Vorteile: Größere Genauigkeit bei geringerem Aufwand; Repräsentativität Nachteil: Mit den Schichtungskriterien werden gleichzeitig die Auswertungsmöglichkeiten festgelegt: Die Repräsentativität gilt in Bezug auf Schichtungskriterien Auswertungen mit Blick bspw. auf biologische Landwirtschaft/konventionelle Landwirtschaft können sich nicht auf die gleiche Repräsentativität stützen

16 Geschichtete Stichproben (2) Trotzdem: Die erhobenen Daten können entsprechend anderer Kriterien neu gewichtet hochgerechnet werden. Vorraussetzung: Ausreichende Anzahl von Betrieben für einen statistisch signifikanten Stichprobenumfang. Handicap: Die Betriebe wurden unter anderen Gesichtspunkten ausgewählt, das Zufallsprinzip ist insofern nicht eingehalten.

17 Streuungsplan der lw. Buchführung 70 Schichten (vgl. Tab. A2, LBG 2001) Disproportional geschichtet (Hochrechnung mit Gewichten für einzelnen Schichten) Jede Schicht in der Stichprobe wird als repräsentativ für die entsprechende Schicht in der Grundgesamtheit zusammengestellt Die einzelnen Schichten (S) werden gewichtet, um auch für den Auswahlrahmen insgesamt repräsentativ zu sein Bezugsgröße: Familienarbeitskräfte, ha RLN, Größen die in der Stichprobe und in der Grundgesamtheit vorliegen.


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