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Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20021 Brandschutz im Haushalt Version 1.0 © Kreisbrandinspektion Ebersberg, Robert Wagner.

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1 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20021 Brandschutz im Haushalt Version 1.0 © Kreisbrandinspektion Ebersberg, Robert Wagner

2 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20022 Die meisten Brände im privaten Wohnbereich, durch die Menschen zu Schaden kommen, brechen nachts zwischen Uhr und 6.00 Uhr aus.

3 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20023 Traum vom Eigenheim endet verheerend Münchner Merkur: Montag, (Ulf Vogler) Mutter und vier Kinder sterben bei Brand in Neubaugebiet – Vater konnte sich retten Tegernheim – Für die sechsköpfige Familie F. aus dem oberpfälzischen Tegernheim wurde der Traum vom eigenen Heim zum blanken Horror. In einem neuen Einfamilienhaus in dem Regensburger Vorort starben am Samstag bei einem verheerenden Brand die Mutter und ihre vier Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Nur der Familienvater konnte schwer verletzt entkommen. Das Flammeninferno gilt als einer der schwersten Brandkatastrophen der letzten Jahre in Bayern. Gegen vier Uhr Früh hatte die 41-jährige Frau noch selbst per Notruf die Feuerwehr informiert. Als die Helfer eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl, erklärte Polizeisprecher Manfred Schiegl. Der ebenfalls 41 Jahre alte Familienvater habe sich selbst noch ins Freie retten können. Er sei dann mit einer Rauchvergiftung in eine Klinik nach Regensburg gebracht worden, sagte der Pressesprecher. Sein Zustand sei aber nicht lebensbedrohlich. Aus dem brennenden Gebäude in dem Neubaugebiet konnten die Retter noch die Frau und zwei ihrer Kinder befreien. Alle drei erlagen aber kurze Zeit später auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen. Zwei weitere Kinder konnten nur noch tot aus dem Haus geborgen werden. Außer dem 14-jährigen Jungen Manfred F. und der 16 Jahre alten Tochter Manuela starben bei der Familientragödie auch die achtjährigen Zwillinge Barbara und Monika. Als Ursache ermittelten die Experten von der Regensburger Kripo und dem Bayerischen Landeskriminalamt einen technischen Defekt. Durch die elektrische Verkabelung oder ein Gerät wie vielleicht den Fernseher sei das Feuer im Wohnzimmer entstanden, sagte Schiegl. Ein Fremdverschulden können wir auf jeden Fall ausschließen. Intern bemängelten Feuerwehrleute, dass in dem Haus wie in den meisten anderen Neubauten auch kein Rauchmelder installiert gewesen sei. Bei der Brandbekämpfung machten den rund 120 Helfern die eisigen Temperaturen zu schaffen.....

4 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20024 Die Bewohner werden von einem Brand im Schlaf überrascht. Brandopfer kommen meist nicht durch die Flammen, sondern durch Brandrauch ums Leben.

5 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20025 Drei Geschwister sterben bei Brand Süddeutsche Zeitung: Mittwoch, Aachen (AP) – Beim verheerenden Brand eines Mehrfamilienhauses in der Nähe von Aachen sind am Dienstag drei Geschwister ums Leben gekommen. Für den neunjährigen Jungen und seine Schwestern im Alter von 13 und 18 Jahren gab es keine Rettung mehr. Die Eltern blieben unverletzt und hatten sich verzweifelt bemüht, ihren Kindern zu helfen. Die Brandursache war noch unklar. Der Brand in Alsdorf, rund 15 Kilometer nordöstlich von Aachen, überraschte die Bewohner nachts. Der Alarm ging bei der Feuerwehr am Dienstagmorgen gegen Uhr ein. Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannte das Haus lichterloh. Feuerwehrmänner, die sich durch die Flammen vorkämpften, fanden die Kinder tot in ihren Betten. Die Eltern wurden von Notfallseelsorgern betreut. Mehrere Feuerwehrmänner, zum Teil selbst Familienväter, brachen nach dem Einsatz zusammen und mussten von Psychologen behandelt werden. Technischer Defekt löste Brand aus Süddeutsche Zeitung: Donnerstag, Aachen (dpa) – Ein technischer Defekt an einem Elektrogerät hat vermutlich das Feuer ausgelöst, bei dem am Dienstag in Alsdorf in Nordrhein-Westfalen drei Geschwister ums Leben gekommen sind. Zu diesem Ergebnis seien drei Experten nach Untersuchung des Brandortes gekommen, teilte die Aachener Polizei am Mittwoch mit. Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus waren trotz massiver Rettungsversuche drei Kinder im Alter von 9, 13 und 18 Jahren gestorben. Fünf Menschen wurden leicht verletzt, die Eltern erhielten psychologische Betreuung.

6 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20026 Jährlich in Deutschland: Brände 800 Brandtote (davon 200 tote Kinder ) Brandverletzte mit Langzeitschäden Über 1 Mrd. EUR Brandschäden im Privatbereich. Brandtote sind Rauchtote: die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung!

7 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20027 Wie kann man sich schützen? Feuerlöscher Rauchmelder Feuerlöschdecke

8 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20028 Rauchmelder Brandrauch: - wirkt einschläfernd und erstickend. - behindert die Atmung, ist giftig und teilweise ätzend (eine Rauch- vergiftung kann nach 2 Minuten tödlich sein). - ist heiß, behindert und nimmt die Sicht. - führt zur Orientierungslosigkeit, Panik und Angst. - kommt lautlos und kann tödlich sein!

9 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20029 Rauchmelder Rauchmelder sind bestens dazu geeignet, die Familie bei der Entstehung eines Brandes durch den lauten Alarmton (85 dB/3m) zu alarmieren. Mehrere Rauchmelder im Haus erhöhen die Chance, rechtzeitig zu entkommen. Besonders gefährdet sind schlafende Menschen. Giftiger Rauch und tödliches Kohlenmonoxid wecken nicht, sondern führen rasch zur Bewusstlosigkeit. Die meisten Brände beginnen zwischen und 7.00 Uhr. Und zwischen und 7.00 Uhr werden die meisten Menschen durch Brände im Privatbereich getötet oder verletzt.

10 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Rauchmelder - Wo und wie montieren? Die Montage ist problemlos: Zwei Schrauben genügen. Rauchmelder werden in der Raummitte an der Decke angebracht. Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz Kleinwohnung

11 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Rauchmelder - Wo und wie montieren? Der Flur als Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich ist besonders geeignet. So werden schlafende Personen frühzeitig geweckt. In Zimmern, wo die größte Gefahr droht: - Zimmer mit Elektrogeräten, Kinderzimmer, Schlafzimmer (Küche ohne Dunstabzug und Bad sollten ausgenommen werden, da Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen). Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz 3-Zimmer-Wohnung

12 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Rauchmelder - Wo und wie montieren? In mehrstöckigen Wohngebäuden empfiehlt sich in jeder Etage mindestens ein Rauchmelder (Mindestschutz). Besonders wichtig ist er am oberen Ende von Treppenhäusern. Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz Mehrstöckiges Haus

13 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Rauchmelder - Die Technik Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. Normalzustand Raucheintritt

14 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Rauchmelder - Prüfzeichen Achten Sie beim Kauf auf geprüfte Geräte! Prüfzeichen: - VdS (Deutschland) – EN ISO British Standard (BS) - Underwriter Laboratories (USA) Ältere Normen!

15 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Verhalten im Brandfall: Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie überlegt! Löschen Sie den Brand nur dann selbst, wenn Sie sicher sind, dass Sie es schaffen. Ansonsten verlassen Sie schnell den Brandraum und schließen Sie die Tür hinter sich, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern! Warnen Sie alle Mitbewohner und verlassen Sie umgehend mit ihnen die Wohnung (nehmen Sie keine Gegenstände mit)! Helfen Sie älteren oder kranken Menschen und Kindern! Wenn Sie unbedingt durch den Rauch müssen, bewegen Sie sich in Bodennähe!

16 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Verhalten im Brandfall: Öffnen Sie keine Türen, die warm oder heiß sind (dahinter könnte das Feuer lauern)! Benutzen Sie keine Aufzüge! Wenn der Weg nach draußen verqualmt ist, gehen Sie in ein rauchfreies Zimmer und machen Sie sich dort am Fenster bemerkbar! (Türritzen mit Tüchern abdichten!) Alarmieren Sie so schnell wie möglich die Feuerwehr: - Wer meldet? - Was ist passiert? - Wo ist es passiert? - Wie viele Menschen sind betroffen, verletzt oder gefährdet? - Warten ob die Feuerwehr noch Fragen hat!

17 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Bereiten Sie sich auf den Ernstfall vor: Besprechen Sie mit Ihren Mitbewohnern (Kinder!) die möglichen Fluchtwege und üben Sie diese im Dunkeln immer wieder ein. Prägen Sie sich Ihren Fluchtweg ein - die optimale Orientierung kann im Notfall ausschlaggebend sein! Halten Sie Taschenlampen griffbereit! Informieren Sie sich über den Standort und die Handhabung Ihres Feuerlöschers / Feuerlöschdecke. Alle Heiz-, Koch- und Wärmegeräte für feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe sowie alle Elektrogeräte müssen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

18 Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/ Zusätzliches Infomaterial: Freiwillige Feuerwehr lebensretter.de Quellen: LFV Bayern e.V., Aufklärungskampagne Rauchmelder retten Leben, Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Bayerische Versicherungskammer, Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur.


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