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Die Jugend von heute liebt des Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander.

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Präsentation zum Thema: "Die Jugend von heute liebt des Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander."—  Präsentation transkript:

1 Die Jugend von heute liebt des Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, Philosoph, v. Chr.)

2 Autorität ohne Gewalt - Coaching für Eltern von Kindern mit Verhaltensproblemen von Haim Omer und Arist von Schlippe (Göttingen 2002) Elterliche Präsenz und gewaltloser Widerstand

3 Gewalt Ursachen Werteverlust Verunsicherte Erziehende Düstere Zukunftsperspektiven Übermässiger Medienkonsum Verhalten von Bezugspersonen …………..

4 Gewalt Einfluss von Erwachsenen Zu hohe Ansprüche Fehlende Wahrnehmung von Erfolgen Wegsehen, keine Grenzen setzten, nicht führen Übermässige Toleranz Starre Rollenzuweisung Beschämung, Ironie, Entwertung

5 Gewaltprävention in der Familie Werthaltungen, Ziele, Lebenssinn vermitteln Grenzen setzten und auf Übertretung reagieren Spannungen aushalten, sich auseinandersetzten Einfühlungsvermögen fördern Vorbild in Konfliktsituationen Selbstvertrauen fördern

6 Entwicklungsphasen Frühe Kindheit Kind erwirbt Grundmuster für den Umgang mit Gefühlen und anderen Menschen Braucht viel Raum zum Experimentieren und Erproben Späte Kindheit Soziale Umgebung verändert sich, Kind muss versuchen mit neuen Bezugspersonen eine Beziehung aufzubauen Interesse an der Umwelt wächst / Neugier Jugendalter Phase des Selbständigwerdes. Der / die Jugendliche muss eine eigene Position und Orientierung in der sozialen Umwelt finden Entwicklung von persönlichen Wert- und Lebensvorstellungen Distanzierung von der Erwachsenenwelt Ablösung von Elternhaus und Schule

7 Pubertät als Phase tiefgreifender Veränderungen In der Pubertät verändert sich der Körper In der Pubertät verändern sich Beziehungen In der Pubertät schwanken die Stimmungen

8 Entwicklungsaufgaben Ablösung vom Elternhaus Aufbau neuer Beziehungen zu Gleichaltrigen Entscheidung für ein Berufsziel Entwicklung von Zukunftsperspektiven Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung Entwicklung einer eigenen Geschlechtsrolle Entwicklung einer eigenen Sexualität

9 Das Eltern - Coaching ist ein Programm, das von Haim Omer in Tel Aviv entwickelt und von Arist von Schlippe nach Deutschland gebracht wurde, wurde, um Eltern zu helfen, ihre elterliche Autorität zurückzugewinnen, wenn diese weit gehend oder ganz verloren gegangen ist.

10 1. Indikationen Gewalttätigkeit von Kindern gegenüber ihren Geschwistern, Eltern und anderen Familienmitgliedern auffälliges und delinquentes Verhalten: z. B. Drogenkonsum, Schuleschwänzen, Schulverweigerung, Kriminalität autoaggressives Verhalten, z. B. Selbstmord-Drohungen, Selbstverstümmelungen Das Programm ist für Kinder ab einem Alter von zirka vier Jahren bis hin zu Jugendlichen geeignet.

11 Fragen für Eltern, die sich fragen, ob das Konzept etwas für sie ist, sind: Fühlst du dich Zuhause wohl? Kannst du tun, was du willst? Hast du die Kontrolle darüber, wer in einem Haus ein und aus geht? Hast du Zugang zum Zimmer eines Kindes, dass in irgendeiner Weise auffällig ist? Bestimmst du die Regeln zu Hause?

12 Was ist elterliche Präsenz? Zwei Pole, die elterliche Präsenz definieren: Eltern sind Freunde, Genoss(inn)en und Begleiter ihrer Kinder, Eltern sind aber auch Erzieher und Grenzsetzer.

13 Rahmenbedingungen für den Verlust elterlicher Präsenz Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Lage Dominanzorientierung Des Kindes Boykott durch andere Personen (Familie) Probleme in Der elterlichen Kooperation Überforderung Überarbeitung Erschöpfung Isolation Scham Rückzug Eskalations- dynamik Steigerung des Gewalttätigen Verhaltens Schuldgefühle Der Eltern

14 Ziele des Elterncoaching: die Zurück-Gewinnung der Elterlichen Präsenz, wenn Kinder im häuslichen Umfeld die Oberhand gewonnen haben. Wiederherstellung der notwendigen elterlichen Autorität zwischen Kindern und Eltern. Fähigkeit aus dem Machtkampf auszusteigen.

15 Die Aktionen haben nicht zum Ziel, dass die Eltern einen Kampf gewinnen, sondern ihre Präsenz deutlich zu machen.

16 Elterliche Präsenz unterscheidet sich sowohl von einer antiautoritären Erziehung als auch von einer rigiden Erziehung. Sie ist gekennzeichnet durch: Verzicht auf Vorschriften Verzicht auf Beschuldigungen Gewaltfreiheit in der körperlichen und seelischen Dimension Sensibilität für die Würde des Kindes Vermittlung von Kraft für die Eltern Elterliche Präsenz ist wertorientiert. Sie will Gewalt und delinquentes Verhalten der Kinder verringern und die Opfer schützen. In bestimmten Aktionen werden bestimmte Werte (Recht auf Intimsphäre des Kindes) verletzt zugunsten der Durchsetzung höherer Werte (Schutz der Geschwisterkinder).

17 Konkreter: Es geht nicht darum, das Eltern lernen, die Kämpfe mit den Kindern zu gewinnen, sondern aus der Eskalationsdynamik auszubrechen, ohne sich selbst aufzugeben. Verzicht auf Belehrungen, Beschimpfungen, Beleidigungen, aber auch der Verzicht auf das Überzeugen - wollen. " Drang zur Antwort Vergeltungsdrang minimieren, also Rache zu üben für als verletzend oder als Unrecht empfundene Handlungen der Kinder.

18 Destruktive Machtkämpfe Konstruktive Machtkämpfe ZielDie Pflicht zu siegenDie Pflicht zum Widerstand BeziehungGrundlegende Asymmetrie Grundlegende Gleichheit Verantwortung für den Schaden Die andere Seite hat begonnen Die andere Seite ist schuldig Wechselseitigkeit der Verantwortung wird anerkannt KontrolleKontrolle des anderen als Hauptwunsch Kontrolle als gefährliche Illusion Kooperation wird angestrebt GeheimhaltungKonspiratorische Geheimhaltung Offenheit des Kampfes VergeltungAuge um AugeVersöhnungsmassnahmen ZeitUnmittelbarkeitsprinzipPrinzip der Reife kaltes Eisen

19 Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes Hartnäckigkeit und Standhaftigkeit auch gegenüber machtvollen oder erpresserisch gestellten Forderungen Die Bereitschaft alles zu tun, um schädlichen Handlungen vorzubeugen Die Bereitschaft, auf körperliche oder verbale Gewalt absolut zu verzichten weder schlagen, drohen, beschimpfen, beleidigen oder beschuldigen Die Bereitschaft und Entschiedenheit eine Lösung zu finden, in der das Kind sich weder gedemütigt noch besiegt fühlt Die Bereitschaft, sich bei körperlichen Auseinandersetzungen nur zu verteidigen, d.h. Schläge nur abzuwehren und nicht zurückzuschlagen

20 1. Das Wichtigste: aus dem Teufelskreis aussteigen Sich nicht hineinziehen lassen, den Provokationen widerstehen Gewaltloser Widerstand ist eine Form des Protests, keine Schlacht Das Prinzip der verzögerten Reaktion und des Schweigens, das Predigen beenden Wenns mal schiefgegangen ist: Mitten in der Eskalation kann man nichts tun. Im Zweifelsfall geht der persönliche Schutz vor! 2. Die Ankündigung 3. Das Sit-In 4. Das Siegel der Geheimhaltung brechen: Unterstützer, Vermittler einbeziehen 5. Die Telefonrunde Informationen sammeln Anrufen Mit verschiedenen Personen sprechen: Freunde des Kindes, Eltern der Freunde, Lokalbesitzer, Freizeitortmitarbeiter 6. Nachgehen und Aufsuchen 7. Der verlängerte Sitzstreik 8. Befehle, Dienstleistungen verweigern 9. Unverzichtbarer Bestandteil: Gesten der Versöhnung

21 Ein typischer Ablauf Du gehst nicht! Ich gehe doch! Ich sagte, du gehst nicht! Du kannst mir nicht sagen, was ich tun soll. Solange du in meinem Haus wohnst, wirst du dich nach den Regeln dieses Hauses richten! Ich frage dich nicht (knallt die Tür laut zu). Am Ende führt das Kind seinen Willen aus. Sie bleiben wütend und erschöpft zurück, der Konflikt hat sich wieder verschärft. Häufiger führen Ihre Versuche, zu erklären, zu überzeugen, zu predigen und zu debattieren, beim Kind zu einem totalen Ignorieren. Es antwortet Ihnen nicht, ignoriert Ihre Präsenz, verlässt bei Ihrem Eintreten das Zimmer, was Sie macht- und hilflos erscheinen lässt. Hinweis: Jede dieser Reaktionen bedeutet ein Hineingezogenwerden. Jede dieser Formen des Hineingezogenwerdens führt zur Eskalation! Hinweis: Zu viel zu reden ist eskalierend. Zu viel zu reden entspringt der Hilflosigkeit. Äußerungen eines klaren Verbots führen zu weniger Eskalationen als Ihre Versuche, zu überzeugen, zu predigen und zu debattieren.

22 Eltern, die sich häufiger in Auseinandersetzungen mit ihren Kindern hineinziehen lassen, neigen dazu, viel zu reden, zu predigen; zu diskutieren, zu drohen, zu entschuldigen, zu rechtfertigen, zu schreien, zu überzeugen und sich zu revanchieren.

23 Das Prinzip, sich nicht hineinziehen zu lassen, wird ergänzt durch das Prinzip des Aufschubs. Der Gedanke, man müsse auf jede Provokation des Kindes sofort reagieren, ist grundlegend falsch. Hinweis: Schieben Sie Ihre Reaktion auf! Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Reaktion zu planen! Im Zweifelsfall schweigen und nicht reagieren. Schweigen ist keine Kapitulation!

24 Einem übermächtigen Kind Bedingungen zu stellen, um eine gewünschte Handlung zu erreichen, führt zu der Gefahr, dass sich die Eskalation weiter verschärft. Es antwortet dann immer mit neuen Stellen von Bedingungen. Bei solchen Kindern ist alles Stellen von Bedingungen (wenn... dann) zu vermeiden. Vermeiden Sie das Hineingezogenwerden, das Schreien, das Predigen.

25 Die Durchführung eines Sit-in Gehen Sie in das Zimmer des Kindes, wenn es sich dort befindet, zu einem Zeitpunkt, den Sie gewählt haben. Wichtig ist die Planung des Eintretens: Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe; Schließen Sie die Zimmertür hinter sich und setzen Sie sich hin, so dass das Kind schlecht das Zimmer verlassen kann. Wenn Sie sich hingesetzt haben, sagen Sie ihm: wir können über dein Verhalten nicht mehr hinwegsehen und wollen damit nicht mehr weiter leben. Dann benennen und beschreiben Sie das jeweilige nicht akzeptierte Verhalten des Kindes (sagen Sie ihm ein oder zwei Beispiele): Wir sind hereingekommen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Wir bleiben hier sitzen und warten auf deinen Vorschlag, wie du dein Verhalten ändern willst. Danach bleiben Sie ruhig sitzen und warten auf den Vorschlag des Kindes. Die Vorschläge, die es eventuell macht, hören Sie sich ruhig an und wägen sie ab. Lassen Sie sich nicht provozieren! Lassen Sie sich nicht hineinziehen! Vermeiden Sie jeglichen Vorwurf, alles Predigen, Bedrohen oder Diskutieren. Warten Sie ruhig und geduldig und lassen Sie sich in keinen Kampf hineinziehen, Entschlossenheit, Geduld und Ruhe vermitteln die Botschaft von Kraft und Stabilität. Wenn das Kind einen positiven Vorschlag gemacht hat, können Sie das Zimmer mit. einer positiven Bemerkung verlassen und deutlich machen, dass Sie die Idee mit dem Kind ausprobieren wollen. Wenn das Kind keinen Vorschlag macht, bleiben Sie angekündigte Zeit lang sitzen und verlassen Sie dann das Zimmer, ohne zu drohen, Sie würden zurückkehren. Sie können eine Aussage machen: Es ist noch keine Lösung gefunden.

26 Bei allen Aktionen gilt: Sie werden nicht im Zustand der Erregung durchgeführt, sondern die Eltern warten einen geeigneten Zeitpunkt ab (Das Eisen schmieden, wenn es kalt ist). Die Aktionen werden nie allein durchgeführt. Die Eltern suchen sich Unterstützung im Freundes- und Familienkreis, aber auch bei Lehrern und Sozialarbeitern Die Aktionen werden strategisch geplant und vorbereitet. Alle Eventualitäten werden bedacht und es werden entsprechende Strategien überlegt. Die Eltern drücken in den Aktionen ihren Standpunkt in wenigen wertschätzenden Worten aus

27 Wir sind deine Eltern, wir sorgen uns um dich und wir wollen, dass Du nach Hause kommst, dass Du nach Hause kommst, nicht mehr gewalttätig bist, usw…. Sie diskutieren, belehren, beschuldigen nicht und gehen auch nicht auf entsprechende Aktionen der Kinder ein.

28 Ü bung 1: Die Technik der drei K ö rbe Der gr ü ne Korb Dies ist der gr ö sste Korb: in ihn geh ö ren alle Verhaltensweisen, die ä rgerlich sind, bei denen aber auch zuzugestehen ist, dass sie mit den Begrenzungen des Kindes oder des Jugendlichen zu tun hat – oder dass sie, wenn die Beziehung nicht so eskaliert w ä re, f ü r das Kindes- und Jugendalterbeinahe als normal angesehen werden k ö nnten. Sie k ö nnen durchaus f ü r die Eltern oder die Lehrpersonen einen hohen Wert haben, und doch mit einem gewissen Bedauern, oft aber auch mit Erleichterung in diesen Korb gelegt werden: ein aufger ä umtes Kinderzimmer hat f ü r alle Eltern, die wir kennen, einen hohen Wert, und gleichzeitig kennen wir fast keine Familie, in der die Kinderzimmerwirklich ordentlich sind... Oder ü bertragen auf die Schule: die aufger ä umte Schulbank, Kaugummi kauen im Gespr ä ch mit der Lehrerin...? Und so kommen in den gr ü nen Korb all die Verhaltensweise, die zwar ä rgerlich sind, bei denen die Eltern oder die Lehrpersonen aber entscheiden: Dar ü ber regen wir uns nicht mehr auf! Diese Entscheidung hilft auch, die einzelnen Verhaltensweisen von dem Grunds ä tzlichen zu trennen. Nat ü rlich sind Erinnerungen und Ermahnungen weiterhin m ö glich, doch lohnt sich f ü r diese Aspekte keine Eskalation. Der gelbe Korb Dieser Korb ist sehr wichtig. In ihn geh ö ren alle Verhaltensweisen, die f ü r die Eltern oder Lehrpersonen langfristig nicht akzeptabel sind, die aber derzeit nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Hier sind alle Aspekte versammelt, bei denen die Eltern oder die Lehrpersonen bereit sind zu verhandeln, Kompromisse einzugehen, Entgegenkommen zu signalisieren. Hier sind also alle Verhaltensweisen, die wichtig sind, die jedoch nicht die Bedeutung haben, dass sie Gegenstand gewaltloser Massnahmen werden sollten. Doch wird um sie verhandelt werden, sie werden als Thema in der Familie oder in der Schule bedeutsam bleiben. Der rote Korb Dieser Korb ist der kleinste der drei. In ihn geh ö ren die Verhaltensweisen hinein, die die Eltern oder die Lehrpersonen auf keinen Fall akzeptieren k ö nnen. Hier sind die Beschwerden versammelt, f ü r die es sich lohnt, Widerstand zu zeigen und Massnahmen in Gang zu setzen. Alle Aspekte kindlichen Verhaltens, die mit Sicherheit zu tun haben, geh ö ren ganz sicher hier hinein (Gef ä hrdung seiner selbst durch selbstzerst ö rerische Massnahmen, Gef ä hrdung der k ö rperlichen Integrit ä t anderer, z.B. der Geschwister, Mitsch ü ler, der Eltern, Zerst ö rung von Gegenst ä nden. Ein grosser Teil der Beratungsarbeit wird darin bestehen, in diesen Korb maximal vier bis f ü nf Verhaltensweisen hineinzulegen. Der jeweilige Aspekt muss so wichtig sein, dass die Eltern daf ü r bereit sind, heftige Auseinandersetzungen in Kauf und die M ü he gewaltloser Widerstandsmassnahmen auf sich zu nehmen. Partnerarbeit (2 x 15 Min.): Werfen Sie im Dialog einige problematische Verhaltensweisen aus dem privaten oder beruflichen Alltag mit Kindern und Jugendlichen in die drei K ö rbe! Plenum (ca. 15 Min.): Pr ä sentation und Ordnen der Themen in den gelben und roten K ö rben. * Nach einer Vorlage von Arist von Schlippe, adaptiert von A. Lanfranchi 2008

29 Ü bung 2: Die Ank ü ndigung Was wird angek ü ndigt? o In einer Ank ü ndigung wird grunds ä tzlich Verhalten benannt. Eine Ank ü ndigung richtet sich nie an eine Person, sondern immer nur an ein Verhalten bzw. benennt erw ü nschtes oder unerw ü nschtes Verhalten und was daf ü r oder dagegen getan wird. o Positive Ank ü ndigung: das Verhalten das bleiben soll wird benannt. Beispiel: Wir haben Dich als interessiertn und offenen Menschen kennen gelernt, der gerne lernt und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit das so bleibt! o Negative Ank ü ndigung: das Verhalten, das reduziert werden bzw. verschwinden soll wird benannt. Beispiel: Wir haben beobachtet, dass Du in letzter Zeit h ä ufig Schl ä gereien hast. Wir sind nicht bereit dieses Verhalten l ä nger hinzunehmen und werden deshalb alles in unserer Macht stehende tun, damit das Schlagen aufhört. Wir werden in Zufkunft Kontakt mit deinen Freunden aufnehmen und die Eltern deiner Freunde informieren. Wer macht die Ank ü ndigung? o Prinzipiell: so viele Personen wie m ö glich: o F ü r Personen, die nicht anwesend sein k ö nnen, wer- den z.B. St ü hle aufgestellt. Was ist zu beachten? Das Vorgehen muss zwischen allen Beteiligten abgesprochen sein Was angekündigt wird (z.B.: Wir werden deine Freunde informieren) muss im angekündigten Zeitrahmen umgesetzt werden! Die Ankündigung soll in einem klaren, aber auf keinen Fall drohenden Ton gemacht werden Es dürfen keine verurteilenden oder bewertenden Aussagen gemacht werden. Beispiel: statt: Wir werden deine Grausamkeiten nicht länger dulden! besser: Wir werden nicht länger dulden, dass Ihr du andere schlägst und ihnen weh tust! Kleingruppenarbeit, ca. 4 Personen (20 Min.): Suchen Sie ein Beispiel (Schule, Familie, ihre Organisation?), diskutieren Sie Möglichkeiten der Ankündigung, formulieren Sie schriftlich eine Ankündigung, die Sie dann auch vortragen werden.

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32 Eskalationsdynamik zwischen Eltern und Kindern: 1. je größer die Herrschaftsausrichtung der Teilnehmer einer konflikthaften Interaktion, desto größer das Eskalationsrisiko. 2. je höher die psychophysische Erregung der Beteiligten, desto höher ist die Eskalationsgefahr. 3. elterliche Predigten, Bitten und Abbitten verstärken das Risiko von Eskalation. 4. der fortwährende feindselige Austausch führt dazu, dass die Interaktion zwischen Eltern und Kind sich zunehmend verengt; diese Einengung verringert die Möglichkeiten, Konflikte zu vermeiden oder zu lösen, noch weiter. 5. Versöhnung helfen, die Einengung der Prozesse zu überwinden, und vermehren dadurch die Möglichkeiten erfolgreicher Konfliktlösungen.

33 Aktionen um Elterliche Präsens wiederherzustellen: Sit Ins im Zimmer der Kinder Gewaltfreie Einschränkung: Die Eltern erscheinen an den Orten des Problemverhaltens (in der Disco, bei problematischen Freunden, an den Aufenthaltsorten, wenn Kinder zu spät kommen) Telefonaktionen: Die Eltern sammeln Telefonnummern von Freunden und Bekannten ihrer Kinder und telefonieren, nach Möglichkeit zusammen mit Helfern, mit allen Kontaktpersonen, um einerseits zu erfahren, wo ihre Kinder sich aufhalten, um andererseits aber auch im Beziehungsnetz der Kinder präsent zu sein

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36 Rahmenbedingungen Für den Verlust der Eigenen Präsenz Kooperationsprobleme Boykott intern Kollegen / Leitung Wenig Ausbildung im Bereich Beziehungsgestaltung / Gruppendynamik Leistungsdruck durch Lehrauftrag Schuldgefühle Unsicherheit Angst vor Abwertung Isolation Sozialer Rückzug Angst vor negativer Bewertung Dominanzorientierung Steigerung des Destruktiven Verhaltens Eskalationsdynamiken LehrerIn / SchülerIn Geheimhaltung Kooperationsprobleme extern z.B. Eltern Professionelle Präsenz von LehrerInnen

37 Vier Dimensionen der Elterlichen Präsenz: Räumlichen Dimension (ich bin anwesend! Ich dringe, wenn es notwendig ist, in dein Territorium ein; z.B. eigenes Zimmer, gefährdende Aufenthaltsorte der Clique usw.) Zeitliche Dimension (ich nehme mir Zeit für dich!) Strukturelle Dimension (ich bringe meine Regeln als Vater/Mutter zur Geltung) Beziehungsdimension (ich kontrolliere und beaufsichtige mein Kind in den Bereichen, in denen es notwendig ist; z.B. an gefährdenden Orten, in Kontakt zu gefährdenden Personen)


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