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Mehr Wettbewerb statt Planwirtschaft 9. Schweizerischer Kongress für Gesundheits- ökonomie und Gesundheitswissenschaften Robert E. Leu Departement Volkswirtschaftslehre,

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Präsentation zum Thema: "Mehr Wettbewerb statt Planwirtschaft 9. Schweizerischer Kongress für Gesundheits- ökonomie und Gesundheitswissenschaften Robert E. Leu Departement Volkswirtschaftslehre,"—  Präsentation transkript:

1 Mehr Wettbewerb statt Planwirtschaft 9. Schweizerischer Kongress für Gesundheits- ökonomie und Gesundheitswissenschaften Robert E. Leu Departement Volkswirtschaftslehre, Universität Bern 26. Oktober2012

2 Gesundheitsausgaben und BSP (I) 2 Data source: The World Bank

3 Gesundheitsausgaben und BSP (II) 3 Data source: The World Bank

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6 Weitere Indikatoren > Relativ gutes Abschneiden bei klinischen Studien (z.B. survival rates after intervention) > Ebenso bei access to health care: kein Unterschied nach Einkommen > Auch in CH gilt: the wealthier are healthier. Aber: der Unterschied im Gesundheitszustand nach Einkommen ist kleiner als in andern Ländern > Die Finanzierung ist regressiver im Vergleich zu rein steuerfinanzierten Gesundheitssystemen 6

7 Typologie von Gesundheitssystemen 7. Regulierter Wettbewerb Einheitskasse (NHI) Nationale Gesundheits- systeme (NHS) mehrere/viele Versicherer nationalregionalnationalregional Private und öffentliche Anbieter unterschiedliche Regulierungsintensität Weitgehend öffentliches Angebot

8 Regulierter Wettbewerb: Grundidee > Wettbewerb ohne spezifische Regulierung im Gesundheitswesen nicht optimal > Mehrere gesellschaftliche Ziele > Verteilungsziele (z.B. equal treatment for equal need) > Regulierter Wettbewerb als mögliche Lösung > Grundidee: > Wettbewerb im Versicherungsmarkt um Versicherte, selektives Kontrahieren mit Anbietern, Wettbewerb unter Leistungserbringern hohe Qualität zu vergleichsweise geringen Kosten 8

9 99 Regulierter Wettbewerb 1. Freier Marktzutritt (Versicherer, Ärzte, Spitäler) 2. Keine Einschränkung des Erwerbszwecks 3. Vorgeschriebenes Mindestleistungspaket 4. Versicherungs-Obligatorium 5. Freiheit der Kassenwahl / Aufnahmezwang 6. Risikounabhängige Prämien 7. Risikostrukturausgleich (prospektiv, morbiditätsorientiert) 8. Einkommensabhängige Prämienbeiträge 9. Kostenselbstbeteiligung mit Obergrenze 10. Vertragsfreiheit (Aufhebung Kontrahierungszwang) 11. Uneingeschränkte Gültigkeit des Kartellgesetzes 12. Monistische Finanzierung 13. Landesweite Vorgabe von Qualitätsindikatoren

10 Grundidee der neuen Spitalfinanzierung > Finanzierung über Fallpauschalen (SwissDRG) > Subjekt- statt Objektfinanzierung > Grössere Wahlfreiheit für Versicherte > Mehr Transparenz (Wirtschaftlichkeit, Qualität) > Stärkung des Wettbewerbs > Gleichstellung öffentliche/private Spitäler > Strukturbereinigung, Optimierung der Behandlungs- prozesse, Erhöhung der Effizienz, Abbau von Überkapazitäten 10

11 Das zentrale Problem der neuen Spitalfinanzierung > Märkte können entweder über Preise (Marktwirtschaft) oder Mengen (Planwirtschaft) gesteuert werden > KVG-Revision führt DRGs (Preise) ein, verlangt aber von den Kantonen eine Spitalplanung > Nicht abschliessend definiertes Spannungsfeld zwischen Wettbewerb und Planwirtschaft > WEKO 2010: Spitalplanung soll Unterversorgung vermeiden, nicht aber Spitalleistungen limitieren 11

12 Umsetzungsprobleme in den Kantonen > Viele Kantone interpretieren Planungsauftrag anders > Zusatzkriterien für Listenspitäler > Willkürliche Vergabe von Leistungsaufträgen (u.a. HSM) > Mengenbegrenzungen > Limitierung des Anteils an Zusatzversicherten > Offene und versteckte Subventionen an öff. Spitäler > Unterstützungsfonds für strukturschwache öff. Spitäler > Steuerungswirkung der DRG wird durch diese planwirtschaftlichen Regulierungen ausgehebelt > Wettbewerb wird eingeschränkt 12

13 Auswirkungen > Zementierung bestehender Strukturen statt Strukturbereinigung > Bevorzugte Behandlung öffentlicher Spitäler > Einschränkung statt Ausdehnung der Wahlfreiheit der PatientInnen > Reduktion statt Förderung der Effizienz > Schleichende Verstaatlichung 13

14 14 Schlussfolgerungen Statt mehr Planwirtschaft brauchen wir mehr Wettbewerb: Morbiditätsorientierter, prospektiver Risikoausgleich Vertragsfreiheit Kartellgesetz uneingeschränkt anwendbar Finanzierung aus einer Hand Landesweite Vorgabe von Qualitätsindikatoren Keine Einschränkungen des Erwerbszwecks Entflechtung der Mehrfachrolle der Kantone

15 Vertragsfreiheit Kein Rechtsanspruch auf eine vertragliche Beziehung Freie Wahl des Vertragspartners Ausgehandelt werden Leistungsbereich Vergütungsform Preise Qualitätsanforderungen Versicherer haben ein Interesse an qualitativ guten Anbietern, Anbieter versuchen sich über Qualität zu profilieren 15

16 16 Monistische Finanzierung Finanzierungsverantwortung vollumfänglich bei den Versicherern Kantone überweisen ihren Finanzierungsanteil über den Risikoausgleich an die Kassen Der kantonale Finanzierungsanteil wird im KVG festgeschrieben Bliebe gleich wie heute, Kantone würden aber auch ambulante Leistungen mitfinanzieren

17 Risikostrukturausgleich Zwei Anforderungen: prospektiv, morbiditätsorientiert Falls Morbidität ungenügend berücksichtigt: Risikoselektion über Billigkassen Betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, volkswirtschaftlicher Unsinn Negativer Einfluss auf Managed Care Modelle Benachteiligung von Chronischkranken Politischer Druck für Einheitskasse 17

18 Governance (Schweiz) Kein übergeordneter Verfassungsartikel Zersplitterung von Aufgaben und Kompetenzen zwischen Bund und Kantonen Multifunktionale Rolle der Kantone - Eigentümer und Betreiber von Spitälern - Hauptfinanzierer von Spitalleistungen - Regulatoren (Gesetzgeber, Spitalplaner, Rekursinstanz) Eingeschränkter Geltungsbereich des Kartellgesetzes 18

19 19 Governance (Holland) Zentral organisiert (Netherlands Care Authority) Staat beschränkt sich auf Rolle als Regulator Keine staatlich angebotenen Leistungen Finanzierung zu 95% über Prämien und Abgaben Mehr Verantwortung für Versicherer, Anbieter und Versicherte Wettbewerbsgesetz ohne Einschränkung anwendbar


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