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Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 1 3. Arbeit und Arbeitsorganisation.

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Präsentation zum Thema: "Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 1 3. Arbeit und Arbeitsorganisation."—  Präsentation transkript:

1 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 1 3. Arbeit und Arbeitsorganisation 3.1 Grundlagen 3.2 Historie der Erwerbsarbeit 3.3 Entwicklung von Produktionsarbeit 3.4 Dienstleistungsarbeit Lehrbuch Kap. 3

2 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 2 Grundbegriffe Arbeit und Arbeitsorganisation Unternehmen,Netzwerke IndustrielleBeziehungen Arbeitsmarkt Management Mikro- ebene Meso- ebene Makro- ebene Struktur der Vorlesung

3 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Grundlagen der Arbeitsorganisation

4 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 4 Fokus auf Arbeit als Erwerbsarbeit Ökonomisch ausgerichtete Arbeit Ihre Verteilung und Bezahlung regelt sich auf einem Markt (Arbeit als Ware) Arbeit in Form von Berufen Versus informelle, nicht-offizielle oder auch autonome Arbeit, Art der Erwerbsarbeit bestimmt Einkommen, Lebenschancen, Position in der Gesellschaft

5 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 5 Fokus auf Erwerbsarbeit als Lohnarbeit Erwerbsarbeit als abhängige Arbeit Austausch von Geld gegen Arbeitsvermögen Ausübung grundsätzlich fremdbestimmt Versus selbständige oder freiberufliche Tätigkeiten

6 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 6 Lohnarbeit in historischer Perspektive: Sozialstrukturell: Arbeiterschaft Beschäftigungsverhältnis: Grundkonflikt zwischen Kapital und Arbeit Herstellung materieller Produkte: Industrie- oder Produktionsarbeit Industrialisierung und eine besondere Lebens- und Arbeitshaltung - Geist des Kapitalismus (M.Weber)

7 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 7 Formen von Lohnarbeit I Sektorale Gliederung: - primär: Gewinnung von Rohstoffen; Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Energie- und Wasserversorgung sowie Bergbau - sekundär: verarbeitendes Gewerbe, Bauindustrie - tertiär: großer Rest Gliederung der Unternehmen nach Schwerpunkt der Aktivität In Hinblick auf Tätigkeiten widersprüchlich; z.B. Finanzberater im Autowerk

8 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 8 Formen von Lohnarbeit II Funktionale Gliederung nach Art des Produktes - Materiell: Produktionsarbeit, Fließbandmontage - Immateriell: Dienstleistungsarbeit, Bademeister, Finanzberaterin Dienstleistungen nur negativ bestimmt: Tätigkeiten, die sich nicht auf die Herstellung von Sachgütern richten

9 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 9 Beschäftigungsbeziehung Beziehung zwischen Management und Arbeitnehmer Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit (Lohnarbeitsverhältnis) Dauerproblem der Gestaltung des Arbeitsprozesses

10 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 10 Das Beschäftigungsverhältnis: grundlegend divergierende Interessen Management: Effizienz, Rentabilität, Unternehmenswert Beschäftigte: Beschäftigungssicherheit Einkommen, gute Arbeit Verhandlungsprozesse Verhandlungsprozesse Interessenkompromisse / Gemeinsamkeiten Interessenkompromisse / Gemeinsamkeiten Anweisung des Managements Anweisung des Managements Gestaltung der Arbeit Gestaltung der Arbeit

11 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 11 Transformationsproblem (Marx) Fiktiver Charakter der Ware Arbeitskraft (Polanyi) Differenz zwischen Arbeitsvermögen und tatsächlicher Arbeitsleistung Arbeit als lebendige Arbeit Flexibilitätserfordernis des Arbeitsprozesses …der Unternehmer kauft die Katze im Sack… (Deutschmann)

12 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Präzisierung Konkrete Arbeitsleistung gekoppelt an die Person der Arbeitskraft Abhängigkeit von Affekten, Bedürfnissen und Interessen der Arbeitskraft Oft hohe zeitliche und sachliche Flexibilitätserfordernisse Planungsprobleme Störungsfreier Ablauf der Prozesse oft abhängig von spezifischen Qualifikationen und impliziten Erfahrungen der Arbeitskräfte Zutun der Arbeitskräfte 12

13 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 13 Offenheit des Arbeitsvertrages Problem der ständigen Transformation von Arbeit in konkrete und alltägliche Arbeitsleistung Ständige Abstimmung von Interessendivergenzen Ex-ante schwer bestimmbare Flexibilitäts- erfordernisse an den Arbeitsprozess Rahmenregelungen der Arbeit: Einkommen, Position, Stellen- beschreibung etc.

14 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 14 Opportunismusproblem (Williamson) Tendenz zur Leistungszurückhaltung: Bremsen (Weber), Sich-Drücken (Taylor) – shirking Tendenz zum Lohndrücken durch Arbeitgeber Wechselseitiges Kontrollproblem des Arbeitsprozesses

15 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 15 Lösung der Strukturprobleme I Unternehmen als Herrschaftsverhältnis, d.h. Autorität und Direktionsrecht des Managements Herrschaft als Soziale Beziehung Voraussetzung: Legitimität, Anerkennung, Konsens und Einverständnis, Partizipation

16 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 16 Lösung der Strukturprobleme II Voraussetzung: Freiwilligkeit, Leistungsbereitschaft, Motivation und Zutun der Arbeitskräfte Nicht allein monetäre Anreize wichtig Wichtig vielmehr auch Konsens, Engagement und Eigeninteresse der Arbeitskräfte - generell gemeinsame Grundüberzeugungen innerhalb eines Unternehmens. Anerkennung und Status!!! Impliziter Arbeitsvertrag auf der Basis einer reziproken Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

17 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 17 Lösung der Strukturprobleme III Gegebene Organisationsstruktur Stellendefinition Arbeitsanweisungen Festgeschriebene Regelung von Arbeitsabläufen Formelle sowie informelle Arbeitsorganisation

18 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 18 Adolph von Menzel (1815 – 1905): Eisenwalzwerk (1875); Schienenwalzwerk Königshütte Oberschlesien

19 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 19 Arbeitsorganisation I: Arbeitsteilung: fachlich, funktional und hierarchisch Arbeitsteilung erfordert Kooperation Kooperation basiert auf Koordination: funktional-sachlich, zeitlich und personell Koordination setzt Autorität und Direktionsrecht (Herrschaft) voraus

20 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 20 Arbeitsorganisation II: Qualifikation: funktional, extrafunktional Ausbildung und Qualifizierung: beruflich, betrieblich, Grad der Spezialisierung Personaleinsatz: zeitlich, sachlich Aktuelles Problem ist die zunehmende Flexibilisierung des Personaleinsatzes

21 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 21 Begriffe Qualifikation: Gesamtheit der individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse für bestimmte Aufgaben Fähigkeiten: das gesamte Handlungspotential Fertigkeiten: durch Übung entstanden Kenntnisse: kognitives Wissen Funktionale Qualifikation: technisch-fachlich, prozessezifisch Extrafunktionale Qualifikation: Arbeitstugenden, generelle Schlüsselqualifikationen wie methodische und kommunikative Fähigkeiten

22 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 22 Arbeitsorganisation III: Leistungspolitik: widersprüchliches Verhältnis von: Vorgabe und Kontrolle von Leistungszielen durch das Management Autonomie, Motivation, Leistungsbereitschaft und Mitdenken der Beschäftigten Instrumente: Lohn und Einkommen, Aufstieg, Zielvereinbarungen, akzeptierte Arbeits- bedingungen

23 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 23 Technik als intervenierender Faktor: Technik zentrales Rationalisierungsinstrument: Kontinuisierung und Beschleunigung der Produktion Standardisierung und Vereinfachung Automatisierung: Ersetzung menschlicher Arbeit Verhältnis von Technik und Arbeitsorganisation ist eine der zentralen industriesoziologischen Fragen

24 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 24 Typen von Arbeitssystemen hoch gering betriebs- orientiert berufs- orientiert Personalpolitk Arbeitsteilung Differenzier- tes System Polarisiertes System Integratives System Flexibel differenziertes System

25 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Zu Personalpolitik Betriebsorientiert: Auswahl und Einsatz des Personals orientiert an gegebener Arbeitsteilung Berufsorientiert: Grad der Arbeitsteilung orientiert an verfügbaren Qualifikationen 25

26 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 26 Differenziertes System Ausgeprägte funktionale und hierarchische Arbeitsteilung Anlernung und gezielter Einsatz der Arbeitskräfte Einzelarbeitsplätze und Abschottung Voraussetzung standardisierte Prozesse Taylorisiertes Arbeitssystem, Fließband

27 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 27 Integratives System Einsatz qualifizierten Personals für Segmente bzw. ganze Funktionsbereiche Prinzip der Selbstorganisation und Eigensteuerung mit Rahmenvorgaben - Prinzip der black box Komplexe und flexible Prozesse Gruppenarbeit und selbstorganisierte Arbeitsformen

28 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Industrielle Arbeitsorganisation

29 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 29 VorindustriellerHandwerksbetrieb Manufaktur Industrielle Arbeits- organisation Historische Entwicklung von Arbeit

30 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Der vorindustrielle Handwerksbetrieb soziale Differenzierung in Meister/Eigentümer, Geselle, Lehrling geringe Arbeitsteilung, hohe Bedeutung von Erfahrungswissen hohe Autonomie und Dispositionsspielräume Die Manufaktur großbetriebliche Zusammenfassung handwerklicher Arbeit für die frühe Massenproduktion Arbeitsteilung, aber keine Technik Handwerker und Ungelernte (Frauen, Kinder) Ungleichzeitigkeit der Entwicklung: Handwerksbetriebe auch heute noch! 30

31 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Industrielle Betriebs- und Arbeitsformen Großbetrieb, Kapitalkonzentration und Massenproduktion Standardisierung und Technisierung in der Metallverarbeitung fortschreitende soziale Differenzierung: Management, kaufmännische Tätigkeiten, Ingenieure und Techniker, Meister, Arbeiter verschiedener Kategorien Handarbeit in Maschinensystemen und Handarbeit mit Maschinensystemen Beginn der Industrialisierung: Beschäftigtenanteil in der Landwirtschaft unter 50% UK 1841 D1871 USA

32 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 32 Taylorismus: Rationalisierungsprinzipien der großbetrieblichen Massenproduktion Frederick Winslow Taylor (Ingenieur, 1856 – 1915) The Principles of Scientific Management, new York 1911 Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung, München 1913

33 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 33 Die Prinzipien Taylors Normierung der Aufgaben und Arbeitszeiten auf der Basis von Arbeits- und Zeitstudien Auswahl der Arbeitskräfte nach Leistungsfähigkeit; Anlernung nach genauen Vorgaben Individuelle Leistungsentlohnung auf der Basis eines definierten Arbeitspensums Soziale Isolierung der Arbeitskräfte Strikte Anweisung und Kontrolle durch Vorgesetzte und Einrichtung eines zentralen Arbeitsbüros

34 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 34 Taylorisierung der Produktionsarbeit Trennung von Planung und Ausführung bzw. Kopf- und Handarbeit Vorplanung und Kontrolle der Arbeit Zerlegung der ausführenden Arbeit in repetitive Teilarbeiten Dequalifizierung der Produktionsarbeit Arbeitskraft wird zum fungiblen Produktionsfaktor

35 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 35 Automobilindustrie als taylorisierte Industrie Massenfertigung standardisierter Produkte Hochintegrierte Fabrik Schaffung technisierter Teilprozesse Spezialisierung der Aufgaben Angelernte Arbeitskräfte Kontinuisierung des Prozesses: Fließband Zahlung überdurchschnittlicher Löhne: five- dollar-day (1913) Fordistische Massenproduktion

36 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Fordismus Henry Ford, 1863 – 1947 H. Ford: Mein Leben, mein Werk 1924 Einführung der Fließbandfertigung 1913 zur Montage von Magnetzündern, 1914 Montage des Modells T in Dearborn/Mi, River Rouge Vorläufer die Schlachthöfe in Chicago: De-Montage-Bänder 36

37 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 37 Motorenmontage, Ford Highland Park 1913 (Hounshell 1984)

38 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Ford Modell T – Tin Lizzy bis 1972: meistverkaufte Automobil der Welt 1908 – 1927: USA - 15 Mio. Stück gebaut das erste Auto, das auf einem Fließband gefertigt wurde 1915 – 1925: Produktion nur in Schwarz

39 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Modell T (Tin Lizzy) - PKW Modell TT- LKW Fordson-Traktor Ford Tf-c Panzerwagen

40 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 40 Charlie Chaplin in his film Modern Times

41 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 41 Disassembly Line, Slaughterhouse 1873, Cincinnati (Hounshell 1984)

42 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 42 Das erste deutsche Fließband 1924 bei Opel in Rüsselsheim

43 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Produktivitätseffekte bei Ford Autos/Jahr 1923/24ca. 2 Mio Autos/Jahr $ pro Auto 1923/24290$ pro Auto In Deutschland Opel 1924 erste Automobilfabrik mit Serienfertigung am Fließband; im Zeitraum von 1924 bis 1928 eine Verzehnfachung der Automobil- produktion auf knapp Wagen pro Jahr 43

44 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 44 Fordistische Massenproduktion in Deutschland ab ca bis Mitte der 1970er Jahre = Wirtschaftswunder Hohe Wachstumsraten, 1955 BIP- Wachstum 10,5% Arbeitslosenquote 1965 ca. 0,7% Reallohnsteigerung zwischen 1950 und 1970 um das Zweieinhalbfache Ausgeglichener Staatshaushalt Aufstiegsgesellschaft

45 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 45 Symbol des frühen Wirtschaftswunders in Westdeutschland, ca ,6 PS, 74 km/h Von 1955 – 1969 ca Stück produziert

46 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 46 Massenproduktion im Wirtschaftswunder, ca. 1955

47 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Käfer, 1955

48 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 48 Innerbetriebliche Polarisierung der Arbeit Einerseits: Dequalifizierung der Produktionsarbeit Andererseits: massives Wachstum von Vorgesetztenpositionen (Meister, Obermeister etc.) und qualifizierten Extertenstäbe (Planer, Techniker. Ingenieure etc.) Aufstiegsmöglichkeiten und Verdienstchancen

49 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 49 Überbetriebliche Polarisierung der Arbeit Einerseits: Taylorisierte Produktionsarbeit in Sektoren der Massenproduktion Andererseits: Erhalt qualifizierter Produktionsarbeit / Facharbeit in Sektoren der Investitionsgüterindustrie, kunden- spezifische Einzel-/ Kleinserienfertigung Facharbeit funktionale Voraussetzung für taylorisierte Produktion

50 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 50 Stetig steigende Nach-Stetig steigende Nach- frage nach industriellen Gütern Erweiterung derErweiterung derMassenproduktion,Kostendegression Mobilisierbarkeit vonMobilisierbarkeit vonArbeitskräften Steigende Löhne,Steigende Löhne, Sinkende PreiseSinkende Preise Wirtschaftswunder in D., SozialstaatlicheSozialstaatlichePolitik

51 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 51 Instabile Nach-Instabile Nach- frage, Marktsättigung, wachsende Konkurrenz Anforderungen anAnforderungen an Innovativität, Qualität, Produktvielfalt Flexible Produktion,Flexible Produktion, Neue Produktions-Neue Produktions-konzepte Stagnierende Löhne,Stagnierende Löhne, ArbeitslosigkeitArbeitslosigkeit Grenzen der Massenproduktion, seit Mitte der 1970er Jahre Grenzen desGrenzen desSozialstaates

52 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 52 Neue Produktionskonzepte Re-Integration von planenden und ausführenden Arbeiten Steigerung von Autonomie und Verantwortung der Arbeitskräfte Erhöhung des Qualifikationsniveaus Integrative Arbeitssysteme, z.B. Gruppenarbeit

53 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 53 Ziele der neuen Produktionskonzepte Verbesserung der Qualität, Flexibilität und Innovativität der Arbeit Senkung von (tayloristischen) Overhead- und Bürokratiekosten Durch Partizipation der Belegschaft steigendes Engagement bei der Arbeit These: Autonomie und Partizipation steigern Motivation und Leistungsbereitschaft

54 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Kern, Horst und Schumann, Michael: Ende der Arbeitsteilung? München 1984 Piore, Michael J. und Sabel, Charles F.: Das Ende der Massenproduktion - Studie über die Re­qualifizierung der Arbeit und die Rückkehr der Ökonomie in die Gesellschaft, Berlin 1985 Womack, J. P.; Jones, D. T.; Roos, D.: Die zweite Revolution in der Autoindustrie, Frankfurt/New York

55 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 55 Industrielle Arbeitsorganisation Flexibel differenziertes Arbeitssystem/flexiblerTaylorismus IntegrativesArbeitssystem/ ganzheitlich, black box StandardisierteProduktion KomplexeProduktion, Kleine Serien Breites Spektrum unterschiedlicher Arbeitsformen

56 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS Dienstleistungsarbeit

57 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 57 Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen im Vergleich % 1 1 Ergebnisse der Berufszählung im Reichsgebiet - Erwerbspersonen. 2 Ergebnisse der Berufszählung im früheren Bundesgebiet 3 Ergebnisse des Mikrozensus April 1070 im früheren Bundesgebiet. 4 Ergebnisse des Mikrozensus April 1999 in Deutschland 5 Deutschland in Zahlen, Ausgabe Deutschland in Zahlen, Ausgabe 2005 Quelle: 1-4 Statistisches Bundesamt: Datenreport 1999, S. 90 Quelle: 5-6 Statistisches Bundesamt: GENESIS Online, März

58 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 58 Grundmerkmale von Dienstleistungsarbeit Uno-actu und ständige Interaktion: Beispiel: Friseur Nichtlagerfähigkeit und Nichthaltbarkeit: Bspl. Handel, Konsum Immaterialität: Bspl. Bildung, Beratung, Finanzen Rationalisierungsbarrieren: Bspl. Teile der produktionsorientierten DL

59 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 59 Dienstleistungsgruppen Distributive DL: Handel, Verkehr, Nachrichtenübermittlung etc. Gesellschaftsorientierte, soziale DL: Gesundheit, Bildung, Kultur etc. Konsumorientierte DL: Gastgewerbe, Haushalte Produktionsorientierte DL: Finanzgewerbe, Beratung, IT, FuE etc. Sonstige DL: Exterritoriale Organisationen und Körperschaften (nach NACE Klassifikation)

60 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 60 Produktionsorientierte Dienste: Vorbereitung, Planung, Unterstützung, Sicherung industrieller Produktion Gewährleistungsarbeit in den verschiedensten Bereichen Gestaltungsprinzip oft Effektivität statt Effizienz Vielfach hohe Rationalisierungsbarrieren: Effizienz vs. Effektivität

61 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 61 Heterogene Entwicklungstrends der Dienstleistungsarbeit Breites Spektrum unterschiedlicher Arbeitsformen Qualifizierte Arbeit z.B. an Kundenschnittstellen Routinisierung und Taylorisierung z.B. in Büros Konventionelle Arbeitsformen z.B. Verkauf Zusätzliche spezifische Entwicklungstrends Überdurchschnittlicher Anteil von Frauenarbeit Wachsende Bedeutung von Telearbeit Steigender Anteil prekärer Beschäftigung

62 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 62 Hauptgründe für den Trend zur Dienstleistungsgesellschaft : Grenzen der industriellen Entwicklung Wachsende Nachfrage nach Dienst- leistungen: Hunger nach Tertiärem Steigende Bedeutung von Wissen und intelligenten Produkten Grosse Hoffnung der sozialen und ökonomischen Entwicklung

63 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 63 Relativierungen Wachstum des tertiären Sektors gekoppelt an die Entwicklung des sekundären Sektors: steigende Komplexität der Produktions- prozesse, wachsender Serviceanteil bei industriellen Produkten Dienstleistungssektor teilweise statistisches Artefakt: Verringerung der Fertigungstiefe, Outsourcing im industriellen Sektor

64 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 64 Quelle: Dostal 2001, S. 55 Genereller Trend: Informationsarbeit

65 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 65 Genereller Trend: Wissensarbeit Wissen gilt als zentrale Ressource wirtschaftlichen Handelns Arbeit wird wissensintensiv Qualifikationsniveau steigt generell Wissen entwickelt sich dynamisch Aber: sehr unterschiedliche Arbeitsformen Aufkommende Wissensgesellschaft

66 Hirsch-Kreinsen: Einführung in die Industriesoziologie, SoSe 2013, Kap. 3 Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie: LWIS 66 Ausgewählte Literatur Häußermann, H.; Siebel, W. 1995: Dienstleistungsgesellschaften. Frankfurt/M. Hirsch-Kreinsen, H. 2008: Lohnarbeit. In: Mauerer, A. (Hg.): Handbuch der Wirtschaftssoziologie, Wiesbaden, S. 268 – 290 Minssen, Heiner 2012: Arbeit in der modernen Gesellschaft. Eine Einführung. Wiesbaden Müller-Jentsch, W. 2003: Organisationssoziologie. Frankfurt/New York, Kap. 2


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