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10 Minuten Unterhalt Was Mitarbeiter aus den Leistungsstellen über Unterhalt wissen müssen Martin Gensert - Berlin 2010 Menü

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Präsentation zum Thema: "10 Minuten Unterhalt Was Mitarbeiter aus den Leistungsstellen über Unterhalt wissen müssen Martin Gensert - Berlin 2010 Menü"—  Präsentation transkript:

1 10 Minuten Unterhalt Was Mitarbeiter aus den Leistungsstellen über Unterhalt wissen müssen Martin Gensert - Berlin 2010 Menü

2 2 - © Martin Gensert - Berlin 2010 …oder klicken Sie einfach auf 1 - Was ist Unterhalt 1 - Was ist Unterhalt Bitte wählen Sie ein Thema aus 6 – Effektive Umsetzung 6 – Effektive Umsetzung 5 - Verfolgbare Unterhaltsansprüche 5 - Verfolgbare Unterhaltsansprüche 2 - Warum Unterhalt 2 - Warum Unterhalt 3 – Rechtstechnische Hinweise 3 – Rechtstechnische Hinweise 7 - Kommunikation 7 - Kommunikation 4 - Unterhaltsfundstellen 4 - Unterhaltsfundstellen 8 - Fachaufsicht 8 - Fachaufsicht weiter zurück

3 3 - © Martin Gensert - Berlin Was ist Unterhalt? Unterhalt ist ein rein zivilrechtlicher Anspruch Der Anspruch ist verankert im Bürgerlichen Recht (BGB) Buch 4 Familienrecht Abschnitt 1 – Bürgerliche Ehe Abschnitt 2 – Verwandtschaft Menü weiter zurück

4 4 - © Martin Gensert - Berlin Was ist Unterhalt? oDas Unterhaltsrecht bemisst sich nach rein zivilrechtlichen Vorgaben. oÖffentlich-rechtliches Verwaltungsdenken und Handeln sind im Wesentlichen fehl am Platz. oZum BGB gibt es keine Ausführungsvorschriften oder Durchführungshinweise, welche die Rechtsanwendung vereinheitlichen. oDas Recht lebt vielmehr durch die Anwendung des Richters in seinen Urteilen. Durch die Dreistufigkeit der zivilrechtlichen Gerichtsbarkeit wird er kontrolliert. oDas oberste Gericht ist der Bundesgerichtshof. Seine Entscheidungen haben Leitliniencharakter. Menü weiter zurück

5 5 - © Martin Gensert - Berlin Was ist Unterhalt? oUnter Unterhalt versteht man Leistungen zur Sicherstellung des Lebensbedarfs einer Person. oEin veralteter Begriff lautet auch Alimente, was in der französischen Sprache soviel wie "Lebensmittel" oder "Nahrung" bedeutet. oDer Anspruch kann im Streitfall ausschließlich zivilrechtlich geltend gemacht werden und nicht mittels Bescheid. oIm Streitfall entscheiden über den Anspruch die Zivilrichter beim Familiengericht. oDer Unterhaltsanspruch nach dem Zivilrecht ist nicht gleichzusetzen mit Sicherung des Lebensunterhaltes im Sozialrecht. Menü weiter zurück

6 6 - © Martin Gensert - Berlin Warum Unterhalt? oBedarfsorientierte Sozialleistungen sind stets nachrangig (§ 5 SGB II) oDer Verweis auf Selbsthilfe ist jedoch nicht möglich, wenn l der vorrangige Anspruch nicht die Aufwendungen deckt oder l bei unklarer Leistungsfähigkeit oDaraus folgend entweder: l a)Anrechnung von regelmäßig eingehenden Unterhaltszahlungen als Einkommen oder l b)wenn keine Unterhaltszahlungen erfolgen oder Ihrer Meinung nach nicht ausreichend sind, dann müssen Sie diese vermeintlichen Ansprüche aufgrund der Vorgaben in § 33 SGB II selbst verfolgen. Menü weiter zurück

7 7 - © Martin Gensert - Berlin Warum Unterhalt? oDie Aufgaben des § 33 SGB II l Mittels § 33 SGB II soll der Nachrang der SGB II – Leistungen wiederhergestellt werden. éWenn die leistungsberechtigte Person einen Unterhaltsanspruch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch hat, müssen Leistungen auch erbracht werden, wenn der Unterhalt nicht gewährt wird oder zur Bedarfsdeckung nicht ausreicht. éEin Verweis auf Selbsthilfe ist nicht möglich oDabei gilt der Grundsatz : l Was hätte an Leistungen nicht gewährt werden müssen, wenn Leistungen in Höhe des Unterhaltes rechtzeitig gewährt worden wären. éDies kann Auswirkungen auf alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft haben. éDie Änderung des § 33 SGB zum bestimmt dabei, dass dabei auch die Ansprüche von Kindern zu berücksichtigen sind, selbst wenn sie selbst keine Leistungen erhalten, Kindergeld zu deren Bedarfsdeckung aber nicht benötigt wird. Menü weiter zurück

8 8 - © Martin Gensert - Berlin Rechtstechnische Hinweise Für welche Leistung ist § 33 SGB II anwendbar? oNur für Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes l Regelleistung, Sozialgeld, Kosten der Unterkunft, etwaige Mehrbedarfe, Krankenversicherungsbeiträge nach § 26 Abs. 3 oKein Übergang des Anspruches bei l Zusätzlichen Kosten der Unterkunft im Sinne des § 22 Abs. 7, da es sich hier um Aufstockungsbeträge zu Pauschalen bis zu den tatsächlichen Kosten handelt, l Gewährung von Leistungen zur Eingliederung in Arbeit, l Zahlung von Einstiegsgeld, l Gewährung der Leistung als Darlehen und l zu Unrecht erbrachten Leistungen Menü weiter zurück

9 9 - © Martin Gensert - Berlin Rechtstechnische Hinweise oDer Übergang ist begrenzt auf den Zeitraum für den Leistungen erbracht werden. oEin Übergang erfolgt nur dann, wenn nach bürgerlichem Recht ein Unterhaltsanspruch zusteht. oMaßgeblich ist nicht, in welcher Höhe nur dem ursprünglichen Anspruchsinhaber wegen unterbliebener Leistung des Schuldners höhere Leistungen nach dem SGB II gewährt worden sind, sondern auch, in welcher Höhe allen Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft aufgrund der Nichterfüllung höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erbracht worden sind. oDie Leistung gilt als erbracht, wenn über sie formlos oder durch Bescheid entschieden, also bewilligt wurde Beginn der Auszahlung der Leistung. oDer Übergang ist automatisch beendet, wenn die Leistungen eingestellt werden, er beginnt neu, bei einer Wiederaufnahme der Leistungsgewährung. Menü weiter zurück

10 10 - © Martin Gensert - Berlin Ausschlüsse - Wann erfolgt kein Übergang? - 1 oEinkommen der pflichtigen Person besteht innerhalb der Grenzen der §§ 11, 12 SGB II l Kein Übergang, wenn die pflichtige Person für sich selbst Leistungen nach dem SGB II bezieht, oder über ein entsprechendes geringes Einkommen verfügt, um den eigenen Lebensbedarf sicherzustellen. Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft werden nicht berücksichtigt. Das Einkommen ist unabhängig von den normalen Berechnungsvorgaben ausschließlich für die pflichtige Person zu sehen. oPflichtiger wohnt mit Berechtigten in Bedarfsgemeinschaft l Kein Übergang gegen den in Bedarfsgemeinschaft lebenden Elternteil, jedoch Übergang gegen den anderen Elternteil ( Beispiel - Ausbildungsunterhalt). Menü weiter zurück

11 11 - © Martin Gensert - Berlin Ausschlüsse - Wann erfolgt kein Übergang? - 2 oKindschaftsverhältnis mit Pflichtigen und schwanger oder Betreuung des leiblichen Kindes bis 6 Jahre l Kein Übergang gegen die Eltern der berechtigten Person, auch wenn das Kind durch Dritte tagsüber betreut wird. Dies betrifft nur den Anspruchsübergang gegen die Eltern der berechtigten Person und verdrängt den Anspruch auf Ausbildungsunterhalt oUnterhalt wird bereits laufend in der geforderten Höhe gezahlt. l Der nicht erfüllte Teil des Anspruches geht über. l Ist der Anspruch tituliert und wird dieser titulierte Betrag geleistet, besteht kein Anspruchsübergang; auch dann nicht, wenn die pflichtige Person mit gültigem Verzicht der berechtigten Person weniger zahlt als im Titel bestimmt ist. Eine Überprüfung des Titels ist unter Umständen möglich (Allerdings wird dies oft überwertet und ist nur bei sehr alten Titeln und wesentlicher Erhöhungsmöglichkeit erfolgreich). Menü weiter zurück

12 12 - © Martin Gensert - Berlin Wer kann Unterhalt erhalten? oNur der Bedürftige ist unterhaltsberechtigt. Damit ist derjenige gemeint, der nicht selbst für sich sorgen kann. éIm Verwandtenunterhalt § 1602 BGB éIm Ehegattenunterhalt § 1361, § 1577 ff BGB éDie Beweislast trägt der, der den Anspruch geltend macht éNicht jeder der Leistungen erhält, ist automatisch auch unterhaltsbedürftig! oDer Unterhaltsbedarf berechnet sich im wesentlichen an festen Bedarfssätzen éAuf den Bedarf sind alle zur Verfügung stehende Einkünfte und Vermögensbestände anzurechnen, éEs gibt in der Regel kein Einkommen, welches nicht anrechenbar ist. éist Einkommen fiktiv erwirtschaftbar, ist es bedarfsdeckend. éFiktives Einkommen kann aber auch zum Ausschluss des Übergangs führen, und zwar immer dann, wenn bei möglichem Einkommen keine Leistung mehr gewährt worden wäre. Menü weiter zurück

13 13 - © Martin Gensert - Berlin Wer muss Unterhalt zahlen? oNur derjenige muss Unterhalt zahlen, der dazu dem Grunde nach dem Bürgerlichen Recht dazu verpflichtet ist und der außerdem auch leistungsfähig ist (§ 1603 BGB). l Er muss mehr haben, als er zu seinem eigenen Lebensunterhalt unbedingt braucht. oDer Pflichtige kann sich durch Geltendmachung einer unbilligen Härte der Verpflichtung entziehen. l Gesetzliche Grundlagen im BGB: é- Verwandtenunterhalt - § 1611 é- Ehegattenunterhalt - § 1579 l Wird eine Anerkennung einer Härte begehrt, wird dies in der Regel im Zivilprozess auszufechten sein. Grundsätzlich ist die Unterhaltsstelle einzubeziehen. oEin wirksamer Unterhaltsverzicht kann die Inanspruchnahme beeinträchtigen. Ein Unterhaltsverzicht ist gesetzlich nur möglich beim nachehelichen Unterhalt und bedarf der Beurkundung oder Protokollierung, beispielsweise im Scheidungsverfahren. Menü weiter zurück

14 14 - © Martin Gensert - Berlin 2010 oMöglichkeit A: Auf Befragen erklärt der Kunde: Ich mache bereits Unterhaltsansprüche gegen xyz geltend. Nicht suggerieren!!! Nicht durch Mitwirkungspflicht erzwingbar!!! Aufgabe: Erklärung aufnehmen, entsprechende Unterlagen dazu abfordern. oMöglichkeit B: ohne Beteiligung des Kunden, aufgrund der Fallgestaltung: l 1) Minderjähriges Kind mit alleinerziehendem Elternteil und/oder Stiefelternteil im Haushalt (unabhängig von einer Leistungsgewährung). Aufgabe: Anderen Elternteil ermitteln l 2) Getrennt lebender / geschiedener Kunde Aufgabe: Hier bitte genauere Klärung durch Anlage UH und Fragebogen Ehegattenunterhalt zur Prüfung der zivilrechtlichen Unterhaltsbedürftigkeit l 3) Volljährige Kinder unter 25, welche die Erstausbildung nicht abgeschlossen haben Aufgabe: Klärung der Personalien beider Elternteile, Klärung der Ausbildungsart, Fragebogen Ausbildungsunterhalt aufnehmen zur Klärung der Unterhaltsbedürftigkeit 4 - Wo kann überall Unterhalt zu finden sein? Menü weiter zurück

15 15 - © Martin Gensert - Berlin 2010 oMöglichkeit C: Auf jeden Fall, wenn l Ein Unterhaltstitel vorliegt und der Betrag daraus nicht gezahlt wird l Der Beistand (Jugendamt / Arbeiterwohlfahrt) eine Abrechnung fordert l Unterhaltsvorschuss gezahlt wird, l ein Mehrbedarf für Alleinerziehende zu gewähren ist l Eltern eines minderjährigen Kindes nicht zusammen wohnen l sich Rechtsanwälte wegen Unterhaltsfragen an Sie wenden, beispielsweise durch Antrag auf Rückübertragung l Jemand eine Ausbildung macht l Eine volljährige Person unter 25, die noch keine Ausbildung abgeschlossen hat l Sich Eheleute trennen 4 - Wo kann überall Unterhalt zu finden sein? Menü weiter zurück

16 16 - © Martin Gensert - Berlin Verfolgbare Unterhaltsansprüche oUnterhalt für minderjährige Kinder oUnterhalt für volljährige Kinder oUnterhalt zwischen Ehegatten oUnterhalt zwischen nicht verheirateten Eltern eines gemeinsamen Kindes Menü weiter zurück

17 17 - © Martin Gensert - Berlin – Unterhalt für minderjährige Kinder oDas Kind hat einen Unterhaltsanspruch gegen beide Elternteile l Der Elternteil bei dem das Kind wohnt bzw. seinen überwiegenden Lebensmittelpunkt hat erfüllt seine Unterhaltsverpflichtung durch Betreuung und Erziehung (§ 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB – BGH-Urteil vom XII ZR 126/03) l Der Elternteil bei dem das Kind nicht wohnt bzw. nicht seinen überwiegenden Lebensmittelpunkt hat schuldet den Unterhalt in Form einer Geldrente als Prozentsatz des jeweiligen Mindestunterhaltes nach der Düsseldorfer Tabelle (§ 1612 a BGB) l Lebt das Kind wechselseitig gleichmäßig bei beiden Elternteilen, schuldet der Elternteil anteilig Unterhalt, der wesentlich mehr Einkommen hat, als der andere Elternteil in Höhe des anteiligen Bedarfs oNach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes ist im SGB II bei einer temporären Bedarfsgemeinschaft, Sozialgeld und Mehrbedarf anteilig zu gewähren, die KdU-Kosten voll, Kindergeld ist nicht aufzuteilen, sondern ist Einkommen der kindergeldberechtigten Person oZivilrechtlich deckt das Kindergeld den Bedarf hälftig, wenn ein Elternteil seiner Unterhaltspflicht durch Betreuung und Erziehung erfüllt, ansonsten voll. Menü weiter zurück

18 18 - © Martin Gensert - Berlin – Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder oEs besteht ein Barunterhaltsanspruch gegen beide Elternteile, weil die Personensorge durch die Volljährigkeit endet. oMöchte ein Elternteil seiner Unterhaltspflicht durch die Gewährung von Naturalunterhalt (Kost, Logis und ein kleines Taschengeld) nachkommen, hat das Kind die Verpflichtung dies anzunehmen, wenn die Eltern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht genommen haben. l Der Leistungsanspruch entfällt. Das Kind ist aufzufordern in einem angemessenen Zeitrahmen zu den Eltern zurück zukehren (Selbsthilfe) l Ist dem Kind der Rückzug nicht zumutbar muss es die Unzumutbarkeit beweisen. oZivilrechtlich sind Ansprüche nur verfolgbar, wenn das Gegenseitigkeitsprinzip beachtet wird. l Der Verpflichtung des Unterhaltsschuldners, eine Berufsausbildung zu ermöglichen, steht auf Seiten des Unterhaltsberechtigten die Obliegenheit gegenüber, sie mit Fleiß und der gebotenen Zielstrebigkeit in angemessener und üblicher Zeit zu beenden. l Bei abgeschlossener Berufsausbildung besteht in der Regel keine Verpflichtung der Eltern eine Zweitausbildung zu finanzieren. l Ein aus der Minderjährigkeit heraus andauernder Schulbesuch ersetzt die Pflicht zur Ausbildung. Die Ausbildung ist anschließend zeitnah zu beginnen. Menü weiter zurück

19 19 - © Martin Gensert - Berlin – Unterhalt zwischen Ehegatten oWährend des Getrenntlebens l Die Verhältnisse aus den letzten Jahren der Ehezeit nach éden Lebensverhältnissen in der Ehe éden Erwerbs- und Vermögensverhältnissen in der Ehe, éder Ehedauer und éder Betreuung gemeinsamer Kinder l werden für ca. 1 Jahr fortgeführt. l Danach können Ansprüche gegen den mehr verdienenden Ehegatten können geltend gemacht werden, sofern eine festzustellende Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsbegehrenden dies nicht verhindert. l Zu prüfen ist stets, ob bei theoretischer Umsetzung der Erwerbsobliegenheit Leistungen noch erbracht worden wären. oNach der Scheidung l Ansprüche, die im Zeitpunkt der Scheidung nicht geltend gemacht wurden, können nicht nachträglich erhoben werden. l Ausnahme: bei Betreuung betreuungswürdiger Kinder Menü weiter zurück

20 20 - © Martin Gensert - Berlin – Unterhalt zwischen nicht verheirateten Elternteilen gemeinsamer Kinder oDie Ansprüche sind stets erst zu klären, wenn die Vaterschaft feststeht, dann aber auch rückwirkend (§ 1613 Abs. 2 lit 2a BGB) oSie beginnen bereits 6 Wochen vor der Geburt, in Krankheitsfällen in Folge der Schwangerschaft bereits 4 Monate vor der Geburt. oIm Rahmen der Leistungsfähigkeit ist auch Sonderbedarf auszugleichen l Babyerstaustattung l Schwangerschaftsbekleidung und Mehrbedarf l Kinderwagen, Kinderbett oDer Anspruch endet in der Regel zum 3. Geburtstag des Kindes. Eine Verlängerung ist nur unter Berücksichtigung kindbezogener Gründe möglich, unter Umständen bei früherem längeren Zusammenleben auch aus elternbezogenen Gründen Menü weiter zurück

21 21 - © Martin Gensert - Berlin Voraussetzungen für eine effektive Umsetzung von Unterhalt 1.Alle Aufgaben, die zur Klärung von Unterhaltsansprüchen gehören, sind in der Unterhaltsstelle gebündelt. In den Leistungsstellen findet lediglich eine rudimentäre Vorprüfung anhand einer Checkliste statt ( siehe Beispiel Folie 14) 2.Die Arbeitsgemeinschaft oder die Optionskommune fasst ihre Außenstellen (Geschäftsstellen) in Bezug auf Unterhalt in einem gemeinsamen Team zusammen. 3.Alle Tätigkeiten in Bezug auf Unterhalt werden in separaten Unterhaltsbeiakten dokumentiert. Die Leistungsakte führt auf dem Aktendeckel lediglich einen Verweis auf eine Unterhaltsbeiakte. 4.Die Unterhaltsstelle sollte eine hochwertige technische Ausrüstung nutzen, um Unterhaltsansprüche zu verfolgen, beispielsweise die Datenbank Unterhalt von MWPKomSoft (vgl. Empfehlung aus der GA 50/2009) und entsprechende Zusatztools. 5.Die Mitarbeiter der Unterhaltsstellen werden zur Technik und auch zu Unterhaltsfragen regelmäßig geschult. Menü weiter zurück

22 22 - © Martin Gensert - Berlin Kommunikation mit Ihrer Unterhaltsstelle oDie Anlage UH zum Antragsbogen zeigt deutlich die jeweiligen Kategorien auf: 1. getrennt lebende Ehegatten/Lebenspartner bzw. Geschiedene 2. Unterhalt bei Schwangerschaft/Betreuung eines nichtehelichen Kindes 3. Personen unter 25 Jahren mit Vater und/oder Mutter außerhalb der Bedarfsgemeinschaft 4. Personen zwischen 15 und 25 Jahren oBitte achten Sie auf ein korrektes Ausfüllen dieser Anlage, sofern eine Kategorie zutrifft. oIst die Anlage UH nicht korrekt ausgefüllt oder fehlen beweisende Unterlagen oder Erklärungen, liegt eine wesentliche Voraussetzung zur Bewilligung des Antrages auf Leistungen nicht vor. oZur Klärung des Unterhaltsanspruches bei getrennt lebenden / geschiedenen Ehegatten benötigt die Unterhaltsstelle zusätzliche Infos. Es wird empfohlen dazu den beiliegenden Fragebogen gleich bei Antragstellung in diesen Fällen zusätzlich mit auszugeben. Menü weiter zurück

23 23 - © Martin Gensert - Berlin Kommunikation oSie stellen fest, dass ein Unterhaltsanspruch in Frage kommen könnte: oDann füllen Sie das Formular Einleitung Unterhaltsprüfung aus Notieren Sie Angaben zum Berechtigten und die BG-Nummer Wählen Sie den entsprechenden Unterhaltsanspruch aus Bitte achten Sie dabei darauf, dass Angaben zum Pflichtigen wie Name, Geburtsdatum und letzte bekannte Anschrift angegeben sind. Denken Sie daran, dass die Anlage UH vollständig ausgefüllt sein muss! éSenden Sie das Formular der Unterhaltsstelle so schnell wie möglich zusammen mit dem Vorgang nach Antragsaufnahme zu. éSofern Sie zum Schluss kommen, dass ein Unterhaltsanspruch nicht verfolgbar ist, dokumentieren Sie das bitte in Ihrem Vorgang Menü weiter zurück

24 24 - © Martin Gensert - Berlin Kommunikation oIhr Leistungsvorgang wird entsprechend gekennzeichnet, dass eine Unterhaltsbeiakte existiert. l Sofern in der Leistungsstelle unterhaltsrelevante Tatsachen bekannt werden, sind diese schnellstmöglich der Unterhaltsstelle bekannt zu geben. l Ggf. benötigt die Unterhaltsstelle Ihre Mithilfe bei der Einforderung von Mitwirkungspflichten der berechtigten Person. Die Unterhaltsstelle vermerkt dazu entsprechende Hinweise in A2LL und VERBIS. oNach Abschluss der Prüfung erhalten Sie eine Information über das Ergebnis. oNur sofern Sie entsprechende Aufforderungen der Unterhaltsstelle erhalten, ist zusätzlicher Unterhalt anzurechnen. l Forderungen, die durch die Unterhaltsstelle eingeleitet wurden, werden auch von der Unterhaltsstelle verfolgt. Dazu werden dort entsprechende Buchungskonten eingerichtet. oWird der Unterhaltsvorgang endgültig abgeschlossen, erfolgt eine Rückgabe der Beiakte zur Leistungsakte. Menü weiter zurück

25 25 - © Martin Gensert - Berlin Fachaufsicht oZur Umsetzung der Fachaufsicht ist die HEGA 12/2009 / GA 50/2009 heranzuziehen l Entscheidungen zu Unterhaltssachverhalten sind zu begründen und aktenkundig machen. l Dazu gehören auch Sachverhalte, die wegen § 33 Abs. 2 SGB II nicht zu einem Anspruchsübergang auf die Grundsicherungsstellen führen. l Aus der Dokumentation hat sich insbesondere zu ergeben, warum ein möglicher Unterhaltsanspruch nicht weiter geprüft oder verfolgt wurde (anzugeben ist z. B. das Vorliegen von Ausschlusstatbeständen, die fehlende Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen, ggf. Wiedervorlagen, etc.). oDie Erreichung des Ziels (Dokumentation 100 %) ist durch ein internes Kontrollsystem (IKS) zu verifizieren. oIhre Unterhaltsstelle wird den Umfang der dort behandelten Unterhaltsfälle über die Datenbank Unterhalt dokumentieren. Die Auszählung erfolgt dort nach: l Anzahl der Unterhaltsfälle l Zahlungsforderungen aus titulierten Forderungen und dazugehörige Zahlungen l Zahlungsaufforderungen aus nicht titulierten Fällen und dazugehörige Zahlungen Menü weiter zurück

26 26 - © Martin Gensert - Berlin 2010 In eigener Sache oMWPKomSoft hilft Ihnen bei der Verfolgung zivilrechtlicher Unterhaltsansprüche oIm Rahmen des Ulla -Programms (Unterhalt leicht und locker angewandt) stehen dazu verschiedene Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung. oSämtliche Anwendungen sind unter Office Access bzw. Excel lauffähig, so dass dazu keine besondere Programminstallation mit Veränderungen am System erfolgen muss. oFolgende Anwendungen werden angeboten – weitere Infos hierhier l Die Datenbank Unterhalt l Die Berechnungstools l Leistungsaufstellungen leicht gemacht l Zinsberechung leicht gemacht oSchulungen zur Datenbank Unterhalt sind individuell buchbar, zu allen Anwendungen stehen Videotutorials im Flashformat im Rahmen der Lizenzierung zur Verfügung.Schulungen zur Datenbank Unterhalt ULLA – Ein starkes Stück Unterhalt Menü weiter zurück

27 27 - © Martin Gensert - Berlin 2010 Sie haben es geschafft....! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Menü zurück Ende


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