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Schwerpunkte: Seminar zur Vorbereitung auf das Orientierungspraktikum

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Präsentation zum Thema: "Schwerpunkte: Seminar zur Vorbereitung auf das Orientierungspraktikum"—  Präsentation transkript:

0 Seminar zur Vorbereitung auf das Orientierungspraktikum
Philosophische Fakultät Institut für Schulpädagogik Dr. Martina Fiedler Universität Rostock Traditio et Innovatio

1 Schwerpunkte: Seminar zur Vorbereitung auf das Orientierungspraktikum
1. Hinweise zum Orientierungspraktikum Ziele und Aufgaben Praktikumsvorbereitung 2. Beobachten im Praktikum Arten der Beobachtung Beobachtungsschwerpunkte Beobachtungsfehler Dokumentation 3. Praktikumsbericht

2 Ziele und Aufgaben Jeder hat eigene Vorstellungen (subjektive Theorie) davon, wie guter Unterricht aussieht, was richtiges Lehrerverhalten ist, wie Schüler sich benehmen sollen. Ziel: Schule als Lernort unter veränderter Sicht kennen lernen. Wechsel in die Lehrerrolle anbahnen Ausgangspunkt: Auf den Lernprozess haben Personen (Lehrer, Schüler, Schulpersonal) und Bedingungen (Gebäude, Klassenräume) Einfluss Guter Unterricht hängt nicht nur von der didaktischen Kompetenz des Lehrers, sondern auch vom Schulklima ab (Achtung, Wertschätzung, freundliche Atmosphäre, angstfreie Lernumgebung) Aufgaben Erkundung der Institution Schule Hospitation Besuch von Veranstaltungen, Teilnahme an Beratungen usw.

3 Tipps für den Praktikumsbeginn
Eigeninitiative zeigen, Lehrer ansprechen, Informationen über Studium geben langfristig Hospitationswunsch anzeigen Beobachtungsempfehlungen erfragen eigenen Beobachtungs- und Fragenkatalog entwerfen und transparent machen Beobachtungen mitteilen, Fragen stellen Wertungen und Urteile wertschätzend mitteilen Literatur zum Beobachtungsschwerpunkt lesen Tipps: frühzeitig Kontakt mit der Schule aufnehmen über die Schule informieren Bitte um Mentor / Ansprechpartner sich selbst vorstellen Lerninteressen benennen – Wünsche äußern der Schule Hilfe / Unterstützung anbieten Vorbereitungsfragen Welche Vorgaben bestehen (PO, Arbeitshinweise, Bericht)? Welche Wünsche habe ich? Welche Beobachtungsschwerpunkte möchte ich setzen? Wie fühle ich mich fachwissenschaftlich / didaktisch vorbereitet bzw. was müsste ich noch leisten? Wer kann mich bei Fragen unterstützen?

4 Beobachtung Beobachtung stellt die absichtliche, aufmerksam- selektive Art der Wahrnehmung dar, die ganz bestimmte Aspekte auf Kosten von anderen beachtet. Gegenüber dem üblichen Wahrnehmen ist das beobachtende Verhalten planvoller, selektiver, von einer Suchhaltung bestimmt und von vornherein auf die Möglichkeit der Auswertung des Beobachteten gerichtet. Die Beobachtung ist eine visuelle Wahrnehmung, die zielgerichtet erfolgt. Beobachtung ist eine allgemeine Bezeichnung für die aufmerksame und planvolle Wahrnehmung und Registrierung von Vorgängen an Gegenständen, Ereignissen oder Mitmenschen in Abhängigkeit von bestimmten Situationen. Zuverlässigkeit und Genauigkeit hängen u. a. ab: von der Beobachtung des Tatbestandes der Beobachtungssituation der Wiederholbarkeit der Beobachtung zum Zwecke der Kontrolle vom Ablauf des zu beobachteten Prozesses vom Standort des Beobachters dem Ort der Beobachtung Beobachten zwingt den Beobachter zur Selektion, folgende Fragestellungen spielen eine Rolle: Welche Inhalte sind zu beobachten (selektive Zuwendung)? Worauf ist bei den ausgewählten Inhalten zu achten? Wann beginnt die Beobachtung und wie lange dauert sie (selektive Wahrnehmung)? In welcher Form wird die Beobachtung aufgezeichnet (selektive Erinnerung)? Für die Entwicklung einer Beobachtungsstudie ist es erforderlich,Fragestellungen zu konzipieren, die den Beobachtungsgegenstand klar definieren. Toman, 2007

5 Ziele und Aufgaben der Beobachtung
Wahrnehmung von Unterrichtsprozessen (fächerübergreifend) Unterricht schnell und gezielt erfassen und einordnen Wahrnehmung von Kommunikation- und Interaktionsprozessen Ableitung von eigenen Handlungskompetenzen Verbindung von Theorie und Praxis Wechsel von der Schüler- in die Lehrerrolle anbahnen

6 Aspekte der Beobachtung
spontan gerichtet gelenkt 2 Lenkung Fremdbeobachtung fortlaufend Beobachtung 1 Objekt Dauer 3 intervalliert Selbstbeobachtung 5 4 Deskription Bedingung formalisiert teilformalisiert nicht teilnehmend nicht formalisiert teilnehmend Abb. 3: Aspekte der Beobachtung (nach: Topsch 2002)

7 Beobachtung Formen der Beobachtung - Lenkung naive Beobachtung
Alltagsbeobachtung systematische Beobachtung situativ, zufällig, spontan von persönlichen Interessen geprägt begutachtende Beobachtung wissenschaftliche Beobachtung - zielgerichtet, ausschnitthaft gerichtet auf Vergleich mit norm- bzw. funktionsgerechten Erscheinungen eines Gegenstandes oder Ausführung eines Verhaltens Wie führen Schüler Anweisungen durch? Wo ergeben sich Schwierigkeiten? Wie flüssig sind motorische Abläufe? - hypothesengeleitet, systematisch strukturiert bzw. standardisiert - Auswertung im Rahmen eines größeren wiss. Zusammenhang (geschulte Beobachter) strukturierte Beobachtung unstrukturierte Beobachtung - folgt einem vorher festgelegten(standardisierten) Kategoriesystem - Zuverlässigkeit, Nachvollziehbarkeit, Gültigkeit - präzise Dokumentation - unstrukturiert aber planmäßig Abklärung eines Forschungsfeldes (Orientierung im Feld Schule) - Dokumentation in freier Form

8 Beobachtung Formen der Beobachtung
Formen der Beobachtung - Bedingungen Beobachtung Teilnehmende Beobachtung (aktive Beobachtung) nicht teilnehmende Beobachtung (passive Beobachtung) Beobachter eingebunden im beobachteten sozialen Feld (trägt eine soziale Rolle) Beobachter nicht eingebunden offene Beobachtung verdeckte Beobachtung beobachtete Personen wissen von der Absicht und Funktion des Beobachters beobachtete Personen haben keine Kenntnis

9 Acht Schritte zur Unterrichtsbeobachtung
Beobachtungsbereich festlegen Unstrukturierte Beobachtung durchführen (Informationen sammeln und verarbeiten) Einengung auf bestimmte Kategorien vornehmen Gewählte Kategorie in konkrete Verhaltensformen aufschlüsseln Ggf. Einengung auf bestimmte Schüler vornehmen Deskriptionsform festlegen Auswertung vornehmen (quantitativ und / oder qualitativ, inklusive Bewertung und Interpretation) 8. Schlussfolgerungen / Konsequenzen für den eigenen Unterricht ziehen

10 Checkliste 3: Acht Schritte zur Unterrichtsbeobachtung
Beispiel eigene Idee 1. Beobachtungsbereich festlegen z. B. Mitarbeit im Unterricht 2. Unstrukturierte Beobachtungen durchführen Überblick über die verschiedenen Ausdrucksformen von „Mitarbeit“ erkunden 3. Einengung auf eine bestimmte Ausdrucksform vornehmen (Verhaltenskategorie) >>Meldehäufigkeit<< 4. Aufschlüsselung der gewählten Kategorie in konkrete Verhaltensformen mit Klassenlehrer / -in oder Mitpraktikant/-in vereinbaren Schüler meldet sich zögernd (Arm wird langsam auf eine mittlere Höhe gehoben) …hebt seinen Arm und schnippt mit dem Finger …schwenkt seine Arm …springt beim Melden von seinem Platz auf …begleitet seine Meldung mit Ausrufen (oh, ich weiß! Hier! u.a.m.) …ruft bei der Meldung den Namen der Lehrperson …reißt den Arm hoch und ruft die Antwort in die Klasse usw. (Kategorien in Anlehnung an: Vorsmann 1972, S. 108) 5. ggf. Einengung auf bestimmte Schüler/-innen vornehmen z. B. besonders mitarbeitsbereite/ mitarbeitsunwillige Kinder (nach Einschätzung der Lehrkraft oder nach eigener unstrukturierter Beobachtung) 6. Deskriptionsform festlegen, Wertungen vermeiden reine Strichliste? Strichlisten im Zeitraster? Weitere Deskriptionsform? Schätzskalen vermeiden 7. Auswertungen vornehmen Quantitative und / oder qualitative Auswertung (inkl. begründete Bewertungen) 8. Schlussfolgerungen / Konsequenzen für späteren eigenen Unterricht bedenken Welche Rückschlüsse ziehe ich für meine Unterrichtsplanung? Worauf sollte ich bei Interaktionen stärker achten? Welche Konsequenzen sin bei mir selbst erforderlich?

11 Dokumentation und Auswertung - 1
Formen Strichliste: Messen von Häufigkeiten Protokoll: Messen von Verläufen in der Zeit Soziogramm: Messen von personalen Beziehungen Interview: Selbstauskünfte, Einstellungen, Bewertungen Strichlisten Schüler: N. N. Lehrer: N. N. Zeitleiste keine Meldung Aufruf des Lehrers Summe Min. Min. Min. usw. Wortprotokoll Zeit Nr.: Sprecher Äußerung 10.14 92 Lehrerin Könnte man sich vielleicht überlegen – Peitsche – wofür ist die peitsche ein Zeichen hier? Ganz eindeutig? 93 S (w) 8 Für die Strafe. 94 Für die Strafe, was meinst du? 95 S (m) 14 Für die Gewalt 96 Für die Gewalt, ja. Fällt euch noch ein Wort ein? 97 S (m) 3 Brutalität 98 Brutalität, ja, ganz eindeutig. Was meinst du? 99 S (w) 9 In beiden Fällen quält der Friedrich die Tiere. 10.15 S (m) = Schüler S (w) = Schülerin

12 Dokumentation und Auswertung - 2
Narratives Protokoll Nach der Begrüßung und Anwesenheitskontrolle fordert der Lehrer die Schüler auf, Mathematikbücher, Mathematikhefte und Schreibzeug bereit zu legen (08.04 Uhr). Einige Schüler melden sich und sagen, dass sie die Rechenbücher nicht dabei hätten. L. fordert dazu auf, beim Nachbarn hineinzusehen. Es soll im Kapitel „Prozentrechnung“ Seite 21aufgeschlagen werden. Textaufgabe „D“ wird von der Schülerin Sabine nach Lehreraufruf vorgelesen. Lehrer: „Wer versucht mal mit eigenen Worten die Problemstellung der Aufgabe zu formulieren…? (08.07 Uhr)

13 Dokumentation und Auswertung - 3
Teilformalisiertes Protokoll Zeit / Phase Lehrerhandeln Lerninhalte Medien Schülertätigkeit Das Soziogramm A Gewählte Wähler Walter Beate Kai Sophie Manuel Katja Felix Anna Spalte (+) Spalte (-) - +

14 B C Anna 2 1 Kai Anna 2 1 Sophie Katja 3 Beate Walter D Manuel Felix
positive Wahl negative Wahl Wechselseitige negative Wahl Wechselseitige positive Wahl Anna 2 1 Sophie Katja 3 Beate Walter Manuel Felix 4 Kai D

15 Man kann fünf verschiedene soziometrische Grundformen unterscheiden:
Stern Igel Ein Gruppenmitglied erhält von vielen anderen Gruppenmitgliedern eine positive Wahl Ein Gruppenmitglied erhält von vielen anderen Gruppenmitgliedern eine negative Wahl Paar Dreieck Kette Zwei Gruppenmitglieder wählen sich gegenseitig (Zuneigung) Drei Gruppenmitglieder wählen sich gegenseitig (Zuneigung) Mehrere Gruppenmitglieder sind durch einfache oder gegenseitige Wahlen miteinander verbunden.

16 Skalierungen Verbale Skalierungen (Häufigkeit): immer, häufig, gelegentlich, selten, nie Verbale Skalierungen (Intensität): sehr sicher, sicher, teilweise sicher, unsicher, sehr unsicher Bipolare Skalierungen: / Numerische Skalen: 1 - 5; 1 – 7 Skalen mit Begriffspolen: schwach ausgeprägt stark ausgeprägt

17 Hospitationen Als Hospitation bezeichnet man in der schulpraktischen Ausbildung von Lehrern den Besuch von Unterrichtsstunden zu dem Zweck, durch die Beobachtung der Aktivitäten von Lehrern und Schülern etwas über die Praxis des Unterrichts zu erfahren. Aufgaben Annäherung an Schulpraxis Unterricht möglichst objektiv und gründlich erfassen (Problem: es muss von Wahrnehmung äußerer Erscheinungen auf den Sinn geschlossen werden). Unterricht aus Sicht des Lehrers kennenlernen (Problem: Studenten befinden sich außerhalb des Geschehens, viele Informationen fehlen) Hilfen Kenntnis des Lernstandes der Klasse Kenntnis des vorausgegangen und folgenden Unterrichts theoretisches Kenntnisse über Unterricht Schwerpunkte Unterrichtsverläufe methodisches Vorgehen Schüler- und Lehrerverhalten Bewertungsstategien Unterrichtsmittel usw.

18 Schule Erkundungsfeld Schule inhaltliche Ausgestaltung Personen
Schulprofil Schulprogramm pädagogische Konzepte Freizeitangebote Förderprogramme Schulklima Personen Lehrerschaft - Zusammensetzung - Kompetenzen - Interaktion - Motivation Schülerschaft - Zusammensetzung (Alter, Geschlecht, Nationalität) - Lern,- Arbeits- und Sozial verhalten Schulpersonal - Sozialpädagogen, Schulpsycho logen, Sekretärin, Hausmeister u.a. Eltern Schulleitung / Selbstverwaltung Schulleitung, Schulkonferenz Lehrervertretung, Klassen-, Fachkonferenz Schülervertretung, Schülerrat, Schüler- sprecher, Schülervollversammlung Elternvertretung, Klassen- und Schuleltern- rat Organisation Klassenzusammensetzung Parallelklassen, Schülerzahl Spezialisierung Stundenplan Tagesablauf (Rhythmisierung) Pausengestaltung Raumaufteilung Gesetzliche Bestimmungen Schulgesetz Rahmenpläne Gesetze und Richtlinien des Ministeriums KMK Beschlüsse Schule Schulgebäude bauliche Beschaffenheit Ausstattung Innengestaltung Außenanlagen Umfeld sozio-kulturelles Umfeld Außenwirkung (Öffnung von Schule) Außenkontakte (Kooperation): - andere Schulen - Betriebe - Institutionen und - Einrichtungen

19 Erkundungsfeld Schule - Beobachtungsschwerpunkte
Handlungsfeld Schule ist sehr komplex Vielzahl von Eindrücken und Informationen können nicht alle zur gleichen Zeit aufgenommen werden Auswahl muss getroffen werden Entscheidung liegt bei Ihnen, welche Schwerpunkte Sie setzen wollen! entscheidend ist nicht Quantität, sondern Qualität nicht nur beschreiben, sondern pädagogisch bewerten, verallgemeinern, Zusammenhänge herstellen, vergleichen, reflektieren

20 Schüler Erkundungsfeld Schüler Person Umwelt Lern- und
Allgemein: Alter, Geschlecht, Nationalität Heterogenität Entwicklungsstand: - kognitive Fähigkeiten: schöpferische Fähigkeiten, kritisches Denken, Gedächtnisleistungen, Erkennen von Zusammen- hängen, Anwenden und Übertragen von Gelerntem, Suche nach selbstständigen Lösungswegen - kommunikative Fähigkeiten - körperliche Entwicklung (Gesundheit) - Selbstverständnis, Interessen Umwelt Familie Freizeit Freunde Schüler Lern- und Arbeitstechniken Aufgabenbewältigung - Selbstständigkeit; Zielgerichtetheit, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer Erfolgsorientierung, Arbeitstempo Methodenkompetenz - Lerntechniken, Arbeitsorganisation Freude am Lernen / Motivation - intrinsische und extrinsische Motivation Reaktion auf Verstärker (Lob, Tadel, Zensuren), Mitarbeit Lerntyp - bevorzugte Sinneskanäle: auditiver, visueller und haptischer Lerntyp, Rezeptive, handlungsorientierte Aufnahme von Wissen Sozialverhalten Stellung in der Klasse - Integration, eigene Meinung, Einsatz für die Klasse, Übernahme von Ver antwortung, Interaktion mit Mitschüler Beziehungsfähigkeit zu Mitschülern Kontaktaufnahme, Annehmen und Leisten von Hilfe, Kooperation, Akzeptanz von Regeln, Achtung, Zurücknahme, Umgangsformen Beziehungsfähigkeit zu Lehrern - Umgangsformen, Kommunikationsverhalten, Annahme von Hilfe, Akzeptanz von Regeln (Disziplin) Umgang mit Konflikten Konfliktlösebereitschaft, -kompetenzen, Akzeptanz von Regeln, Toleranz, Wertevor- stellungen (Gerechtigkeit, Ehrlichkeit) 20

21 Lehrer Erkundungsfeld Lehrer Aufgaben Lehrerpersönlichkeit
Unterrichten Erziehen Beraten Bewerten Innovieren Lehrerpersönlichkeit Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Sozial,- Persönlichkeitskompetenz) Alter, Geschlecht, Motivation, Weiterbildung Sprache, Körpersprache Kommunikationsverhalten Umgang mit Konflikten Einhaltung von Regeln, Umgang mit Lob und Tadel Lehrer Einbindung in die Schule Funktionen und Aufgaben in der Schule Aktivitäten im außerunter- richtlichen Bereich Klassen- und Stundenverteilung Interaktionsverhalten Schüler Kollegen Schulleitung Eltern

22 Unterricht Erkundungsfeld Unterricht Unterrichtsmethoden
geschlossene und offene Unterrichtsform Frontalunterricht, Freiarbeit Wochenplanarbeit, Projektunterricht Werkstatt- und Stationenlernen Wechsel der Sozialformen - Einzel-, Partner,- Gruppenarbeit Klassenunterricht Aktionsformen (darbietend, erarbeitend, entdeckend, Spiel) Inszenierungstechniken (zuhören, Fragen Zeigen, Beobachten usw.) Schülerorientierung Eingehen auf individuelle Lernpotenziale, Bedürfnisse und Interessen -> Differenzierung Einbeziehung der Schüler in Unterrichtsgestaltung Vielfältige Schüleraktivitäten Anschaulichkeit und Lebenswelt- orientierung Handlungsorientierung Unterrichtsvorbereitung Unterrichtentwurf Zieldefinition Begründung des Vorgehens Vorbereitung von Materialien Unterricht Medieneinsatz Tafel, Buch, Arbeitsblatt Projektor, Powerpoint Bilder, Karten, Modelle, Film Unterrichtsverlauf Phasengliederung, Motivation, Differenzierung Schüleraktivitäten, Lehreraktivitäten Sicherung von Teilergebnissen, Lernzielkontrolle Merkmale guten Unterrichts vgl. H. Meyer Bewertung und Zensierung Was, wird wann wie bewertet und zensiert? Grundsätze, Bewertungskriterien, Zuverlässigkeit, Einheitlichkeit

23 Erziehung Erkundungsfeld Erziehungshandeln Umgang mit Konflikten
Erziehungsschwierigkeiten, Unterrichtsstörungen, Disziplinprobleme, Gewalt, Mobbing, Schulaversion Begriffserklärung, Arten, Ursachen, mögliches Schüler- verhalten, mögliche Lehrerreaktionen, Prävention, Intervention Auffassungen zur Erziehung Erziehungsauftrag der Schule Erziehungskonzepte, Erziehungsstile, Erziehungsprinzipien Vermittlung von Werten und Normen Erziehung Kommunikation /Interaktion erziehungsförderliches Klima Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und Lehrern Erziehungsfelder schulischer Rahmen erziehungswirksamer Unterricht und außerunterrichtliche Aktivitäten

24 Beispiel: Beobachtungsbogen Schüler – Selbstkompetenz (Teil 1)
Klasse: Schüler: Lehrer: Stunde: Fach: Tag: Kategorie/ Verhaltensform trifft vollkom-men zu trifft eher zu trifft eher nicht zu trifft gar nicht zu Bemerkungen Stärken und Schwächen erkennen und einschätzen sieht seine Fehler ein und versucht sie abzustellen ist sich seiner Stärken bewusst und nutzt sie im Unterricht übernimmt Verantwortung für Fehlleistungen kann sein Leistungsvermögen gut einschätzen Selbstvertrauen und Selbstständigkeit entwickeln es fällt ihm leicht, Entscheidungen zu treffen ist ängstlich und traut sich wenig zu steht im Mittelpunkt der Klasse vertraut den eigenen Fähigkeiten Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln setzt sich für seine Mitschüler ein übernimmt freiwillig Aufgaben spielt in Gruppenarbeit zentrale Rolle übernimmt Funktionen innerhalb des Klassenverbandes

25 Beispiel: Beobachtungsbogen Schüler – Selbstkompetenz (Teil 2)
Kategorie/ Verhaltensform trifft vollkom-men zu trifft eher zu trifft eher nicht zu trifft gar nicht zu Bemerkungen Arbeits- und Verhaltensziele setzen hält sich an die Regeln im Unterricht versucht Aufgaben gut zu erledigen arbeitet auf ein bestimmtes Ziel hin arbeitet an Zusatzaufgaben Zielstrebig und ausdauernd arbeiten versucht Aufgaben zuerst allein zu lösen arbeitet konzentriert an einer Aufgabe gibt bei Problemen nicht gleich auf Mit Erfolg und Misserfolg umgehen kann mit Kritik von Lehrern / Schülern umgehen sucht die Anerkennung durch Lehrer / Schüler Lob wirkt sich positiv auf die Unterrichtsaktivität aus resigniert schnell bei Misserfolgen lässt sich nicht entmutigen Hilfe anderer annehmen und anderen Hilfe leisten hilft Schülern bei der Aufgabenerledigung hilft Schülern ohne Aufforderung bittet bei Problemen um Hilfe (Lehrer / Schüler) nimmt Hilfe nur zögerlich an

26 Beobachtungsfehler Beobachtungsfehler
Der Beobachter nimmt hauptsächlich diejenigen Ereignisse bevorzugt auf, die er am ehesten in sein persönliches System einordnen kann. Wahrnehmung ist immer das Ergebnis eines Kompromisses zwischen dem, was der Beobachter erwartet und dem, was objektiv vorliegt. Untersuchungs- konzept Beobachter Beobachtungsfehler Situation beobachtete Person

27 Psychologische Beobachtungsfehler
Erst- Eindruck von Personen, Sachen oder Situationen führt zu einem spontanen Urteil, welches die folgenden Beurteilungen beeinflusst Vorurteile / Voreinstellungen spontane Zu- oder Abneigung Vorinformationen von anderen beeinflussen die Beobachtung Global- Eindruck eine Eigenschaft oder ein Merkmal wird als so markant wahrgenommen, dass es die Beobachtung beeinflusst Fehlattribution eigene Persönlichkeitsmerkmale bzw. deren Gegenteil werden den beobachteten Personen zugeschrieben von aus der Situation beobachteten Verhaltensweisen wird auf die Charaktereigenschaften geschlossen (Vernachlässigung der Lebensumwelt des Schülers) Logische Fehler Verknüpfung eines beobachteten Merkmals mit weiteren Eigenschaften auf der Grundlage von Alltagstheorien

28 Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtungen und sonstigen Erkundungen
Praktikumsbericht Allgemeine Hinweise Umfang ca. 15 Seiten Abgabe 10 Wochen nach Ende des Praktikums Beschreibung der Schul- und Unterrichtssituation Pädagogische Reflexion und kritische Auseinandersetzung mit dem Erlebten Einbeziehung wissenschaftlicher Literatur(Pflichtbestandteil), Erfahrungen aus Lehrveranstaltungen Schwerpunktsetzung bestimmen Sie! Allgemeine Hinweise Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtungen und sonstigen Erkundungen Schule und Schulumfeld Eigene Aktivitäten Bearbeitung eines speziellen Problems (literaturgeleitet) Bezug zum studierten Lehramt ggf. Materialsammlung, Fotos (im Anhang)

29 Inhalt der Praktikumsmappe
Deckblatt Gliederung Einleitende Bemerkungen Vorstellung der Praktikumsschule Auswertungen der Erkundungen und Hospitationen Schlussbemerkungen / Fazit / Resümee mit Bezug zum studierten Lehramt Literaturverzeichnis Selbstständigkeitserklärung von der Schule unterschriebener Bestätigungsschein

30 Anmeldung im Praktikumsbüro nicht vergessen!
Schlussbemerkung Anmeldung im Praktikumsbüro nicht vergessen! https://www.phf.uni-rostock.de/studium/praktikumsbuero-lehramt/


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