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Alexander Lang, März 2011 LSL L ehrereinschätzliste für S ozial- und L ernverhalten von Ulrike Petermann u. Franz Petermann  Vorstellung  Praktische.

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1 Alexander Lang, März 2011 LSL L ehrereinschätzliste für S ozial- und L ernverhalten von Ulrike Petermann u. Franz Petermann  Vorstellung  Praktische Durchführung  Auswertung & Interpretation

2 Alexander Lang, März 2011  Vorstellung des geplanten Ablaufs  Erinnerung : Wahrnehmung/ Testethik/ Interpretation  Die LSL - Einsatzbereich - Zur Theorie - Zahlen/ Fakten - Aufbau des Testbogens - Durchführung - Auswertung - Interpretation  Praktische Durchführung, Auswertung und Interpretation anhand eines Beispielfalls  Offene Fragen/ Diskussion Inhalt des Fachinputs zur LSL

3 Alexander Lang, März 2011 Erinnerung: Wahrnehmung Quelle, auch der folgenden Texte Was ist auf dem Bild zu sehen?

4 Alexander Lang, März 2011 Erinnerung: Wahrnehmung  Vorangegangenes Beispielbild ist eine nach innen gewölbte Gesichtsmaske von Björn Borg. Als Phänomen der Tiefenumkehr (engl. Hollow-Face-Illusion) wird eine optische Täuschung bezeichnet, die uns dreidimensional hervorstehende Gesichter wahrnehmen lässt, wo in Wirklichkeit eine nach innen gewölbte Struktur vorherrscht.  Biologisch-psychologische Erklärung von Wahrnehmung steckt hinter diesem Effekt: Das Bild der Gesichtsmaske, das auf der Retina abgebildet wird, kann zweideutig (entweder als Vorder- oder als Hintergrund) interpretiert werden. Das menschliche Gehirn wählt automatisch die wahrscheinlichere Interpretation aus. Da wir im Alltag gewöhnt sind, Gesichter anzutreffen, wird auch der Maskenhintergrund als Gesicht interpretiert. Wahrnehmung beruht also unter anderem auch immer auf individueller Erfahrung, sie ist ein individueller Konstruktionsprozess jedes Menschen.  Pädagogisches Wissen um konstruktivistisches Gedankengut Konstruktivistische Theorien postulieren, dass menschliches Erleben, Lernen und Wahrnehmen eine individuelle Konstruktionsleistung darstellen, es die eine Objektivität nicht geben kann. Literatur: z. B. von Förster, Gläserfeld, Maturana/ Varela.

5 Alexander Lang, März 2011 Erinnerung: Beobachtung/ Interpretation/ Testethik  LSL = Fremdauskunfts-, bzw. einschätzungfragebogen für SchülerInnen Es geht um eine Beurteilung/Einschätzung von beobachtbarem Verhalten durch einen Beobachter. Und die gemachten Beobachtungen sollten professionell reflektiert bedacht werden, denn ihren Ursprung haben sie in der individuellen Wahrnehmung des Beobachters; und wie verschieden schätzen alleine zwei LehrerInnen ein und denselben Schüler/ dieselbe Schülerin ein?  Interpretationen von Testergebnissen Mit der Interpretation von Testergebnissen sollte aus pädagogischer Sicht sorgfältig umgegangen werden. Es sei an die Aussage von Ulrich Bleidick erinnert, dass die Diagnostik von „Lernbehinderten“ sehr einfach sei, denn es gilt als lernbehindert, wer die Schule für Lernbehinderte besucht. Kein Testergebnis kann die Vielschichtigkeit menschlicher Existens auch nur ansatzweise wiedergeben und insbesondere die Sonderpädagogik sollte mit Attribuierungen vorsichtiger umgehen, als sie es jahrzehntelang tat.  Testethik Gerade Mitglieder von Berufsgruppen, deren Testerfahrung oder Ausbildung bzgl. Testdiagnostik eher gering ist, sollten den Einsatz von Tests professionell reflektieren. Hierbei kann folgende Empfehlung behilflich sein: Die International Test Commission (http://www.intestcom.org) hat Richtlinien formuliert, welche für Deutschland vom psychologischen Berufsverband ratifiziert wurden. Die Richtlinien kommunizieren alle relevanten Informationen bzgl. des Einsatzes, der Durchführung, Auswertung und des korrekten Umgangs mit Ergebnissen (im Testordner im Büro).

6 Alexander Lang, März 2011 Einsatzbereich  Der LSL stellt ein Screening (= Systematisches Testverfahren um bestimmte Eigenschaften der „Prüfobjekte“ zu identifizieren, diagnostizieren) für Lehrkräfte dar, das für einzelne Schülerinnen und Schüler oder auf Klassenebene eingesetzt werden kann.  Das Verfahren kann auch zur Entwicklungsbeurteilung (objektivierbares Sichtbarmachen von Veränderungen auf der Verhaltensebene) von SchülerInnen auch mehrmals im Schuljahr (alle 3 Monate) angewandt werden.  Die gewonnenen Informationen können eine wichtige Basis für Elterngespräche, Klassenkonferenzen, der Arbeit mit dem Schüler/ der Schülerin oder als Grundlage für die Förderplangestaltung im Lehrerkollegium bilden.  Teamkolleginnen und Teamkollegen können den LSL für eine Schülerin / einen Schüler parallel ausfüllen und die Ergebnisse ver- bzw. abgleichen. Dieses Vorgehen kann den professionellen Austausch über die Schülerschaft Bereichern, hilft aber in der Auseinandersetzung auch dabei, Schülerinnen und Schüler weniger subjektiv wahrzunehmen. LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

7 Alexander Lang, März 2011 Zur Theorie der LSL  Die Einschätzliste LSL orientiert sich ausschließlich an Ressourcen im Sozial- und Lernverhalten.  Sie umfasst 50 Aussagen, die auf zehn Bereiche aufgeteilt sind. Jeder Bereich setzt sich aus jeweils fünf Aussagen zusammen.  Sechs Bereiche beziehen sich auf das Sozialverhalten von Schülern (Kooperation, Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle, Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft, angemessene Selbstbehauptung, Sozialkontakt).  Vier Bereiche beziehen sich auf das Lernverhalten (Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer, Konzentration, Selbstständigkeit beim Lernen, Sorgfalt beim Lernen).  Jede Aussage umschreibt eine konkrete, beobachtbare Verhaltensweise, die die Lehrkraft pro Schüler einschätzt (z. B. "Geht mit Kritik angemessen um.").  Die Ergebnisse des LSL wurden mit der Deutsch-, Mathematik-Note und dem Notendurchschnitt im letzten Zeugnis korreliert. Die Schulleistungen stehen dabei in einer eindeutigen Beziehung zu den mit dem LSL erfassten Aspekten des Sozial- und Lernverhaltens. LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

8 Alexander Lang, März 2011 LSL in Zahlen I  erschienen 2006 (Entwicklung von 2003 an)  Grundlage/ Normierung: Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulform aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Jungen und 704 Mädchen Gesamtschule:212/ 14,3% Sonderschule: 125/ 8,4% Grundschule: 248/ 16,8% Hauptschule: 364/ 24,6 Realschule:531/ 35,9% Gymnasium nicht berücksichtigt (es wird laut Handbuch davon ausgegangen, dass Schülerinnen und Schüler der Schulform Gymnasium keine nennenswerten Verhaltensauffälligkeiten im Sozial- und Lernverhalten ausweisen).  Entwickelt für Schülerinnen und Schüler von 6 bis 19 Jahren LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

9 Alexander Lang, März 2011 LSL in Zahlen II  Reliabilität (= Zuverlässigkeit) der Aussagebereiche nach Cronbachs Alpha zwischen 0.82 und 0,95 (> 0,7 bedeutet zuverlässig)  Durchführung: 5 Minuten pro Einschätzung  Auswertung: 2 Minuten pro Einschätzung  ca. alle 3 Monate pro Schüler/in einsetzbar, somit wiederholbar  2 übergeordnete Aussagebereiche (Sozialverhalten und Lernverhalten)  10 Aussagebereiche  50 Aussagen zu Ressourcen des Sozial- und Lernverhaltens LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

10 Alexander Lang, März 2011 Durchführung Der Fragebogen ist als Liste mit zehn Bereichen gestaltet, wobei die ersten sechs das Sozialverhalten erfassen und die weiteren vier das Lernverhalten. Die Antworten, die sich auf das beobachtbare Schülerverhalten der letzten vier Wochen beziehen sollen, können differenziert abgegeben werden: Hierzu kann zwischen 0 = Verhalten tritt nie auf, 1 = Verhalten tritt selten auf, 2 = Verhalten tritt manchmal auf und 3 = Verhalten tritt häufig auf unterschieden werden. Die jeweilige Einschätzung wird auf der Liste durch Ankreuzen vorgenommen. X X X X X LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

11 Alexander Lang, März 2011 Auswertung  Für die Bereiche A bis J werden die Summen der jeweils fünf Einzeleinschätzungen gebildet (z. B. Bereich A, Item „Schließt Kompromisse“, Einschätzung lautet 3 (Verhalten tritt häufig auf), und für das Item „Akzeptiert gemeinsame Ziele“ lautet die Einschätzung 0 (Verhalten tritt nie auf) usw.).  Die Summe für jeden Bereich von A bis J kann jeweils maximal 15 ergeben (5 Items pro Bereich mit dem maximalen Einschätzungswert 3).  Die sich ergebenden Summenwerte für die Bereiche A bis J werden in die tabellarische Übersicht in die entsprechende Spalte „Rohwert (RW)“ eingetragen.  Anhand der Normtabelle werden die den Rohwerten (RW) entsprechenden Prozentränge (PR) und die T-Werte mithilfe des Handbuchs und unter Berücksichtigung des jeweiligen Lebensalters des/der einzuschätzenden Schülers/ Schülerin auf der Rückseite des Fragebogens in die tabellarische Übersicht ermittelt und eingetragen.  Ein PR gibt für ein Kind an, wie viel Prozent der Schüler der Normierungsstichprobe genauso viele oder weniger Punkte in dem betreffenden Aussagebereich erzielt haben.  Der T-Wert gibt an, wo sich ein Kind, bezogen auf die Vergleichsgruppe, befindet. Ein T-Wert von 50 (plus/minus 10) bedeutet durchschnittliches Verhalten bezogen auf die Vergleichsgruppe. LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

12 Alexander Lang, März 2011 Auswertung… LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten Auf dem ausgefüllten Auswertungsblatt ist auf einen Blick ersichtlich, welche Ergebnisse die Einschätzung erbringt. Zusätzlich zur reinen Interpretation der Zahlen ist Raum für Anmerkungen. Hier kann z. B. auf extreme Werte oder aber große Diskrepanzen in den Ergebnissen hingewiesen werden, welche eine Interpretation erleichtern oder ergänzen können. & Interpretation

13 Alexander Lang, März 2011 Interpretation  Die Prozentränge (PR) geben die Position des jeweiligen Schülers in seiner Altersgruppe an. Mit anderen Worten: Ein Prozentrang gibt für ein Kind an, wie viel Prozent der Schüler der Normierungsstichprobe genauso viele oder weniger Punkte in dem betreffenden Aussagenbereich erzielt haben.  Je höher der Prozentrang ist, desto positiver wird die Fertigkeit des Schülers bewertet.  Ein Prozentrang zwischen 10 und 20 zeigt ein risikobehaftetes Verhalten an.  Ein Prozentrang von 10 oder kleiner pro Aussagenbereich weist auf eine starke Verhaltensabweichung hin.  Prozentränge > 20 können Auskunft über Hinweise auf Verhaltensschwierigkeiten sein, bedürfen aber der fachlichen Einordnung in einen größeren Kontext (im Sinne einer Kind-Umfeld-Analyse).  Wird die Einschätzung eines Anderen ausgewertet und interpretiert, sollte auf jeden Fall Rücksprache über die Einschätzungen gehalten werden, um eine schlüssige Interpretation der Ergebnisse vornehmen zu können. LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

14 Alexander Lang, März 2011 Exemplarische Durchführung  Arbeit in 2er-Teams (beide sollen einen Schüler/ eine Schülerin kennen und „gut“ einschätzen können)  Jedes Team bekommt eine „unauthorisierte Kopie“ des LSL-Fragebogens zum Einschätzen anhand eines konkreten Schülers/ einer konkreten Schülerin.  Bei der Einschätzung durch den LSL sollte sich die Einschätzerin/ der Einschätzer (die Lehrkraft) an konkret beobachtbaren Verhaltensweisen des Schülers orientieren, die sich in den letzten vier Wochen ereignet haben.  VOR dem Ankreuzen der Einschätzungen kurzes Innehalten und Erinnerung bzgl. des/ der einzuschätzenden Schülers/Schülerin an die vergangenen vier Schulwochen aktivieren LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten

15 Alexander Lang, März 2011 Offene Fragen/ Diskussion  Zeit zum Austausch  Danke für die Aufmerksamkeit! LSL - Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten


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