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Institut für Gerontologie an der TU Dortmund „ Grundlagen und Perspektiven interkultureller Seniorenarbeit“ Dr. Elke Olbermann Vortrag im Rahmen der öffentlichen.

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Präsentation zum Thema: "Institut für Gerontologie an der TU Dortmund „ Grundlagen und Perspektiven interkultureller Seniorenarbeit“ Dr. Elke Olbermann Vortrag im Rahmen der öffentlichen."—  Präsentation transkript:

1 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund „ Grundlagen und Perspektiven interkultureller Seniorenarbeit“ Dr. Elke Olbermann Vortrag im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Integrationsrates der Stadt Schwerte,

2 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 2  Lebenslagen und Lebensqualität älterer Migrantinnen und Migranten  Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die interkultureller Seniorenarbeit  Schlussfolgerungen und Ansatzpunkte für die interkulturelle Seniorenarbeit Gliederung

3 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 3 1. Lebenslagen und Lebensqualität älterer MigrantInnen

4 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 4 Ältere Zugewanderte Bevölkerungsgruppe mit besonderen Ressourcen und Potenzialen  Mut, sich auf neues Land und neue Lebensbedingungen einzustellen („Pioniergeist“)  vielfältige physische und psychische Anpassungsleistungen  Unterstützung der Familien in den Herkunftsländern  ausgeprägte familiale und informelle Unterstützungsleistungen („Vorbild für intergenerative Solidarität“)  Vielfältige Formen des Engagements und der Selbstorganisation  Vermittlung zwischen den Kulturen (u.a. durch Vereinsgründungen)  Anregung, über eigene Rollen- und Sozialmuster in der Familie und im Freundeskreis nachzudenken  Beitrag zur Entwicklung kultureller Vielfalt in Deutschland (Kunst, Musik und Alltagskultur)

5 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 5  Ältere Zugewanderte Bevölkerungsgruppe, deren Situation in besonderer Weise durch Merkmale sozialer Ungleichheit geprägt ist 2 - physisch und psychisch belastende Arbeits- und Lebensbedingungen (häufig un- und angelernte Tätigkeiten, hohes Arbeitslosigkeitsrisiko, Diskriminierungs- und Traumatisierungserfahrungen, eingeschränkte Teilhabemöglichkeiten etc.) - niedriger sozio-ökonomischer Status (hohes Armutsrisiko, eher niedriges formales Bildungsniveau, wenig altersgerechte Wohnverhältnisse etc.) - Zugangsbarrieren zu Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens (Fehl- und Unterversorgung, geringe Inanspruchnahme von präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen)  Ältere Zugewanderte Bevölkerungsgruppe mit besonderen Belastungen und Risiken Olbermann, Elke (2013). Aktiv Altern unter Migrationsbedingungen: Restriktionen und Chancen, In B. Bäcker, R.G. Heinze (Hrsg.), Soziale Gerontologie in gesellschaftlicher Verantwortung (S ), Wiesbaden.

6 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 6 Konzept der komplexen Unsicherheit  Das von dem Wiener Soziologen Christof Reinprecht 3 entwickelte Konzept der komplexen Unsicherheit betont die Bedeutung der Erfahrung von Instabilität und Unsicherheit, Ungewissheit und Schutzlosigkeit im Altersübergang.  Der Ausdruck komplexe Unsicherheit bezieht sich dabei auf das Zusammentreffen verschiedener Dimensionen von Unsicherheit Reinprecht, C. (2006). Nach der Gastarbeit. Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. Wien: Braunmüller.

7 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 7 Ungesichert- heit Ungeschützt- heit Ungewissheit Meint die Ebene der rechtlichen, sozialen und materiellen Sicherheit Bezieht sich auf die Antizipierbarkeit von Verhalten und Erwartungen Berührt die Ausgesetztheit gegenüber sozialökologischen Gefährdungen wie Rassismus Konzept der komplexen Unsicherheit vgl. Reinprecht (2006)

8 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 8 Konzept der komplexen Unsicherheit  Die Gleichzeitigkeit von Ungesichertheit, Ungewissheit und Ungeschütztheit umreißt den Erfahrungs- und Handlungsspielraum von ArbeitsmigrantInnen im Alter in besonderer Weise.  Das Gemenge aus Unsicherheit und Uneindeutigkeit erhöht das Risiko von Gestaltungsverlusten: Neuorientierung im Alter erfolgt unter restriktiven Bedingungen.

9 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 9 Das Konzept der Lebensqualität  Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass der Mensch ein aktives Wesen ist, das in einer Reihe von verschiedenen Lebensbereichen gut leben und Handeln möchte.  Das Konzept der Lebensqualität bezieht dabei verstärkt die Interessen, Bedürfnisse und Bewertungen der Betroffenen mit ein.  Damit eröffnet sich eine erweiterte Perspektive auch im Hinblick auf die Lebensqualität älterer MigrantInnen  Indem nicht nur die materiellen Lebensbedingungen berücksichtigt werden, wird der Blick erweitert auch auf das, was Menschen sind und tun, also auf personale und sozial-kommunikative Dimensionen von Lebensqualität.  Lebensqualität ist demnach etwas, das sowohl durch eine ungleiche Verteilung von materiellen und immateriellen Ressourcen als auch durch tätiges Handeln im Alltag hergestellt und abgesichert wird.

10 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 10 Der Ansatz von Erik Allardt ( finnischer Soziologe) 4  bedürfnisorientierter Ansatz, nach dem Lebensqualität von der Befriedigung drei fundamentaler menschlicher Bedürfnisse abhängig ist  Zu jenen menschlichen Grundbedürfnissen zählen: das „having“, „loving“ und das „being“. Die drei Grundbedürfnisse werden in unterschiedlichen Lebensbereichen wirksam.  Hohe Lebensqualität setzt voraus, dass alle drei Grundbedürfnisse erfüllt werden können Allardt, E. (1993). “Having, Loving, Being: An Alternative to the Swedish Model of Welfare Research.” In Nussbaum, M. and A. Sen (ed), The Quality of Life, Oxford: Clarendon Press.

11 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 11 Lebensqualität Having (Existenzressourcen) Being (Tätigsein) Loving (Einbindung) Aspekte, die sich auf den Wohlstand bzw. die materielle Lebensdimension beziehen (z.B. Sicherung des Lebensstandards, ausreichendes Einkommen, Besitz/Vermögen, Bildung, Umwelt, gute Arbeitsbedingungen, Gesundheit) Bedürfnisse, die nur im Kontakt zu anderen Menschen erfüllt werden können (z.B. Wunsch nach Zugehörigkeit und sozialen Austausch, Solidarität, innerhalb informeller und formeller sozialer Netzwerke wie Familie, Freunde, Nachbarn) Optionen der Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen und individuelle Selbstverwirklichung (z.B. politische Beteiligung, Religionsfreiheit, Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Arbeits- und Wohnumwelt) vgl. Allardt (1993)

12 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 12 Empirische Befunde  Es bestehen z.T. erhebliche Unterschiede in der Lebensqualität von zugewanderten und einheimischen Älteren.  Ältere Zugewanderte zeigen eine geringere Zufriedenheit in verschiedenen Dimensionen der Lebensqualität.  Die Lebensqualität älterer Migrantinnen und Migranten steigt bei sozialer Einbettung in die Familie und sofern es möglich ist, Ressourcen für Selbstorganisation und Aktivitäten außerhalb der Familie zu mobilisieren (Reinprecht 2006).

13 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die interkulturelle Seniorenarbeit

14 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 14 Hoher Bedarf schlägt sich nicht in tatsächlicher Inanspruchnahme von Dienstleistungen nieder!  Zahlreiche Untersuchungen (vor allem auf kommunaler Ebene) zeigen übereinstimmend, dass ältere MigrantInnen unter den Nutzern sozialer Dienstleistungen der Altenhilfe und Angeboten der Seniorenarbeit deutlich unterrepräsentiert sind.  Dies gilt für alle Bereiche sozialer Dienstleistungen und Beratung, u.a.: - Hilfen im Haushalt - Besuchs- und Begleitdienste - Pflegeunterstützende und entlastende Angebote - Ambulante Pflegedienste und Einrichtungen - Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligendienste - Begegnungsmöglichkeiten und Kommunikation

15 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 15 Zugangsbarrieren älterer MigrantInnen zu Angeboten  Fehlender Zugang zu Information über die komplexen Angebotsstrukturen, deren Nutzen und die Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme  Fehlen muttersprachlicher MitarbeiterInnen, geringe sprachliche und kulturelle Verständigungsmöglichkeit, geringe Identifikationsmöglichkeit  Fehlendes Vertrauen in die Empathiefähigkeit der deutschen MitarbeiterInnen (bezüglich Biographie, besondere Probleme und Lebenslagen von Migranten)  Vermutung von Vorurteilen gegenüber MigrantInnen und Mangel an kultureller Akzeptanz  Kulturelle Hemmungen gegenüber psychosozialen Beratungs- und Hilfsangeboten (Scham, Tabuisierung von Familieninterna etc.)  Mittelschichtenorientierte Beratungsansätze Quelle: Gaitanides 2004, 2006; Olbermann 2008

16 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 16 Zugangsbarrieren älterer MigrantInnen zu Angeboten  Spezialisierte Problemlösungsbearbeitung bzw. Delegation von Teilproblemen an andere Einrichtungen wird als Zurückweisung erlebt, Erwartung eines persönlichen ganzheitlichen Kommunikationsstils  Juristische Inanspruchnahmebarriere, Misstrauen wegen evtl. Weitergabe aufenthaltsrelevanter Informationen und Befürchtung eingreifend, kontrollierender Verhaltensweisen seitens der Beratungs- /Hilfseinrichtungen  Nichtberücksichtigung der Lebensrealität – Wohnortferne/ unflexible Sprechstunden/ Öffnungszeiten/ Komm-Struktur / Kosten Quelle: Gaitanides 2004, 2006 Olbermann 2008

17 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 17 Zugangsbarrieren auf der Angebotsseite  Negativ wertende Ressentiments und Vorurteile / abweisendes Verhalten  (Vordergründig nicht wertende) Überbetonung und klischeehafte Verallgemeinerung der kulturellen Unterschiede (Typisierung statt Individualisierung)  Leugnung kultureller Differenz und besonderer struktureller Benachteiligung der Migrantenklientel (formaler Gleichbehandlungsgrundsatz, diskriminierende Nivellierung der Unterschiede)  Angst vor dem Fremden  Furcht vor Mehrbelastung ohne Ressourcenvermehrung Quelle: Gaitanides 2004, 2006, Olbermann 2008

18 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Schlussfolgerungen und Ansatzpunkte für die interkulturelle Seniorenarbeit

19 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Überwindung der Defizitorientierung Differenzierte Sichtweise entwickeln: Risiken und Schwierigkeiten, aber auch Ressourcen und Potenziale wahrnehmen Orientierung an realistischen Altersbildern Strategien: Verbesserung der Kenntnisse zu Lebenslagen und Lebenswelten älterer MigrantInnen, z.B. durch Veranstaltungen, Informationsmaterialen, Presseberichte, Ausstellungen und Kampagnen

20 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Berücksichtigung der Heterogenität der Migrantenbevölkerung Unterschiedliche Orientierungen, Interessen und Bedürfnisse der älterer MigrantInnen (an-)erkennen Orientierung an Lebensstilen und -milieus Strategien: Vielfalt von Angeboten entwickeln (unterschiedliche Zielgruppen, Veranstaltungsorte, Inhalte, Formen etc.) abgestimmte, koordinierte Angebotsplanung

21 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Miteinander von einheimischen und zugewanderten Senioren fördern Gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Austausch fördern Strategien: Begegnungen auf Augenhöhe initiieren; Interkulturelle Lernprozesse im Alter unterstützen; Bildungsangebote, die interkulturelle Kompetenz vermitteln

22 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation stärken Mitwirkungsmöglichkeiten ausbauen Strategien: ältere MigrantInnen/ MultiplikatorInnen in kommunale Gremien einbeziehen, durch gezielte Ansprache; Empowerment durch zielgruppengerechte Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen, kleinräumige Partizipationsformen entwickeln, z.B. Stadtteilgespräche, runde Tische

23 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Selbstorganisation und Selbsthilfe stärken Soziale Netzwerke fördern und ein selbstbestimmtes Altern unterstützen Strategien: Gruppenbildungen älterer MigrantInnen initiieren (innerhalb und außerhalb von Migrantenorganisationen) Schulungsangebote für ältere Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund entwickeln und durchführen, Räumlichkeiten und professionelle Begleitung bereitstellen

24 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Sicherstellung einer bedürfnisgerechten Versorgung bei Hilfe- und Pflegebedarf Kultursensibilität als Qualitätsmerkmal einer modernen Altenhilfe realisieren Strategien: Interkulturelle Öffnung von Einrichtungen und Diensten der Altenhilfe; spezifische Angebote für ältere MigrantInnen

25 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund Handlungsfeld als Querschnittsaufgabe wahrnehmen Integrierte Konzepte realisieren Strategien: verschiedene Politikfelder zusammenführen, z.B. in Arbeitskreisen; Vernetzung von Altenhilfe, Integrationsarbeit und Migrantenorganisationen, z.B. durch gemeinsame Fortbildungen und Angebotsentwicklung

26 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 26 Grundlagen gemeinwesenorientierter Seniorenarbeit berücksichtigen! Quelle: Köster, Schramek & Dorn Qualitätsziele moderner SeniorenInnenarbeit und Altersbildung

27 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 27 Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die interkulturelle SeniorInnenarbeit (1) Gewinnung und Ansprache  Unterstützung von Schlüssel- und Führungspersonen der betreffenden Gemeinde(n)/Gemeinschaft(en) sichern  Eng mit den Gemeinde- und Begegnungszentren / religiösen Einrichtungen / Tageszentren von Menschen mit Zuwanderungs- geschichte zusammen arbeiten  Mundpropaganda nutzen  bestehende Netzwerke und individuelle Kontakte nutzen  ethnische Infrastruktur wie örtliche ethnische Lebensmittelläden, Märkte oder Cafés einbeziehen  Zusammenarbeit mit der ethnischen Presse  neue Wege der Ansprache erproben, z.B. Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen Quellen: Gerling 2012, Olbermann 2003, 2008

28 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 28 Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die interkulturelle SeniorInnenarbeit (1) Gewinnung und Ansprache  Zeit investieren beim Aufbau von Kontakten  intergenerativ und familienorientiert arbeiten, in Schulen und Kindergärten werben  informelle Vereinigungsstrukturen (Familien, Freundeskreise) suchen und ansprechen  Menschen direkt ansprechen  Anerkennung der Leistungen Ehrenamtlicher in ihren eigenen Organisationen / ggf. für aktive Rolle in der Aufnahmegesellschaft gewinnen  Wege finden, ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ihren kulturellen, religiösen und ethnischen Kreisen über ihr Engagement berichten zu lassen  immaterielle Vorteile garantieren  wohnortnahe Möglichkeiten eines bürgerschaftlichen Engagements sichern oder Transportmöglichkeiten zur Verfügung stellen

29 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 29 Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die interkulturelle SeniorInnenarbeit (2) Bereiche / Aktivitäten / Rahmenbedingungen  ermutigen in solchen Bereichen aktiv zu werden, in denen sie sich gut auskennen / direkter Bezug zur Lebenssituation besteht  unterschiedliche Biographien und Lebensläufe respektieren  kulturelle Zugeständnisse machen (z.B. durch die Berücksichtigung religiöser Praktiken und Befindlichkeiten)  ermutigen das zu leisten, was ihren Kompetenzen und Ressourcen entspricht (z.B. Mehrsprachigkeit)  unterschiedliche Bedürfnisse, Ressourcen und Potentiale berücksichtigen (z.B. Geschlecht, Kultur, Religion, Ernährung, Sprache, familiäre Situation, Lebenserfahrung, lebenslanges Lernen)  Pendelsituation berücksichtigen  intergenerativ und familienorientiert arbeiten  andere Zeit- und Planungsvorstellungen akzeptieren

30 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 30 Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die interkulturelle SeniorInnenarbeit (2) Bereiche / Aktivitäten / Rahmenbedingungen  darauf achten, dass Themen wie interkulturelle Öffnung, heterogene Gruppen etc. eine neue Erfahrung darstellen können  wichtige Themenfelder: Bildung, Gesundheit, Wohnen, Familienhilfe, Kultur, Begegnung und Austausch  professionelle Unterstützung sicherstellen / kontinuierliche Ansprechpartner anbieten  muttersprachliche Ansprechpartner zur Verfügung stellen  Spaß und Selbstverwirklichung ermöglichen (Stichwort „neues Ehrenamt“)

31 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 31 Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die interkulturelle SeniorInnenarbeit (3) Bildung / Lernen / Qualifizierung  bedarfsorientierte und niedrigschwellige Qualifizierungs- und (Weiter-) Bildungsangebote für ältere MigrantInnen anbieten  informelles Lernen ermöglichen  Selbstbewusstsein / Selbstvertrauen stärken  ehrenamtliche deutsche Mitarbeiter entsprechender Projekte inhaltlich/fachlich für ihre Arbeit mit älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vorbereiten  Möglichkeit zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch untereinander bereithalten und zu bestimmten Themen ggf. Fachleute hinzuziehen  Möglichkeit der regelmäßigen Reflexion und Evaluation der Ziele ihres Engagements, ihrer gemachten Erfahrungen und der evtl. nötigen Korrekturen/Veränderungen im Engagement bieten

32 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 32 Literatur Allardt, E. (1993). “Having, Loving, Being: An Alternative to the Swedish Model of Welfare Research.” In Nussbaum, M. and A. Sen (ed), The Quality of Life, Oxford: Clarendon Press. Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) (Hrsg.) (2014). MIgrantenorganisationen im Spiegel der Generationen. Dokumentation der Fachtagung am 9. und 10 November 2013 in Dortmund. Gaitanides, S. (2004). Interkulturelle Kompetenzen in der Beratung. In: Nestmann, F. / Engel, F. & Sickendiek, U. (Hrsg.), Das Handbuch der Beratung, Bd. 1, Disziplinen und Zugänge (S ). Tübingen. Gaitanides, S. (2006). Interkulturelle Öffnung der Sozialen Dienste. In: Otto, H.-U./ Schrödter, M. (Hrsg.) (2006), Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft (S ). Sonderheft 8 der Zeitschrift „neue praxis“. Lahnstein. Gerling, V. (2001). Soziale Dienste für zugewanderte Senioren/innen. Erfahrungen aus Deutschland und Großbritannien und ein Vergleich kommunaler Praxis der Partnerstädte Dortmund und Leeds. Dissertation. Dortmund: Books on Demand. Gerling, V. (2012). Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte: Potentiale und Perspektiven gesellschaftlicher Teilhabe, In Otto Benecke Stiftung (Hrsg.), Bürgerschaftliches Engagement von älteren Menschen mit Migrationsgeschichte in NRW, Bonn. Köster, D, Schrarmek, R. & Dorn, S. (2008). Qualitätsziele moderner SeniorInnenarbeit und Altersbildung. Oberhausen. Olbermann, E. (2003). Soziale Netzwerke, Alter und Migration: Theoretische und empirische Explorationen zur sozialen Unterstützung älterer Migranten. Dissertation. Online unter: Olbermann, Elke (2003): Innovative Konzepte zur Sozialen Integration älterer Migrantinnen und Migranten. Stuttgart: Verlag Peter Wiehl Olbermann, E. (2008). Kultursensible Altenhilfe. In K. Aner & F. Karl. (Hrsg.), Lebensalter und Soziale Arbeit: Ältere und alte Menschen (S. 138 – 150), Band 5 der Reihe Basiswissen Soziale Arbeit, hrsg. von H.-G. Homfeldt und J. Schulze-Krüdener, Hohengehren: Schneider-Verlag.

33 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 33 Literatur Olbermann, E. (2013). Das Alter wird bunter. Lebenslagen älterer Menschen mit Migrationshintergrund und Handlungsbedarfe für Politik und Gesellschaft, WISO direkt (Herausgeber: Friedrich Ebert Stiftung).Online unter: Olbermann, E. (2013). Aktiv Altern unter Migrationsbedingungen: Restriktionen und Chancen, In B. Bäcker, R.G. Heinze (Hrsg.), Soziale Gerontologie in gesellschaftlicher Verantwortung (S ), Wiesbaden. Reinprecht, C. (2006). Nach der Gastarbeit. Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft. Wien: Braunmüller.

34 Institut für Gerontologie an der TU Dortmund 34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Dr. Elke Olbermann Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. / Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund Evinger Platz Dortmund Tel: Fax: URL:


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