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1 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Universität zu Köln Seminar für Sozialpolitik Erfahrungen in der Integrationsversorgung Beispiele und Perspektiven aus.

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Präsentation zum Thema: "1 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Universität zu Köln Seminar für Sozialpolitik Erfahrungen in der Integrationsversorgung Beispiele und Perspektiven aus."—  Präsentation transkript:

1 1 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Universität zu Köln Seminar für Sozialpolitik Erfahrungen in der Integrationsversorgung Beispiele und Perspektiven aus der Schweiz, der Türkei und Deutschland Die Entwicklung der Integrationsversorgung: Wandel der Medizinkultur

2 2 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Eine transsektoral unbrüchig integrierte Versorgung ist notwendig im Lichte der epidemiologischen Transition, die als Korrelat des sozio-demographischen Wandels auf die moderne Gesellschaft zu kommt. 1.Der gesellschaftliche Ausgangsbefund

3 3 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Umgang mit Megatrends © F. Schulz-Nieswandt, technische Umsetzung: C. Kurscheid Gehäuse für Akteure Rückkoppelung langfristige Effekte Begründungs- zusammenhang Megatrends Demografie Finanzierung win-win politische Gestaltung kulturelles Change Management Epidemiologie Volkswirtschaft

4 4 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Die Entwicklung dieser auf ausdifferenzierten, zugleich vernetzten innovativen Betriebsformen beruhenden neuen Versorgungslandschaften, die Medizin, Rehabilitation, Pflege, komplementäre soziale Dienstleistungen unter Einbezug der Netzwerke umfassen müssen, bedarf entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen und ökonomische Anreizstrukturen. Doch Recht und Ökonomik sind nur notwendige Voraussetzungen, keine hinreichenden Bedingungen gelingender Integrationsversorgung. Vielmehr muß der Wandel zur Integrationsversorgung als ein Wandel der Medizinkultur begriffen werden. 2. Ausreichende und hinreichende Voraussetzungen einer Evolution der Integrationsversorgung

5 5 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt © F. Schulz-Nieswandt, C. Kurscheid Sozialstruktur Soziodemografischer Wandel Epidemiologie Gender Schicht Migration Familien- formen Haushalts- formen Netzwerk- potenziale (Krankheitspanorama) Betriebs- formen Kommunikations- prozesse Versorgungslandschaften Passung? Angebotsstruktur Qualität Ökonomisierung Zugänglichkeit technischer Fortschritt betriebliche Wirtschaft- lichkeit fiskalische Nachhaltigkeit Derzeitige Herausforderungen für ein zukunfts- fähiges Gesundheitswesen

6 6 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Multi-Disziplinarität und Team-Orientierung, Hierachieabflachungen und horizontale Vernetzungen, Überwindung der Maschinenbaumethaphorik und des Medizinzynismus der Todeskampfmythen einerseits sowie des Reduktionismus der Pflege als verlängerte Mütterlichkeitandererseits zugunsten einer Synthese stellen kulturelle Wandlungen im Skript der kulturell codierten und sozial normierten medizinisch-pflegerisch- psychosozialen Professionen dar. Was bedeutet Wandel der Medizinkultur? Integrationsversorgung erfordert eine andere Medizin- und Pflege- anthropologie, die praktisch gelebt werden muß.

7 7 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Erforderlich erscheint ein Wandel der Haltungen und Einstellungen, der beruflichen Selbstkonzeptionen der Professionen. Überwunden werden muß nicht nur das Denken in den eigenen ständischen ökonomischen Domänen, sondern die selbst-referentiellen Perspektiven (professioneller Autismus) der nur begrenzt dialogfähigen Professionen

8 8 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Sphären der Fragmentierung © Frank Schulz-Nieswandt, techn. Umsetzung: C: Kurscheid System- morphologie funktionale Differenzierung professionelle Handlungslogiken intra- institutionelle Prozesse intra- sektorale Prozesse inter- sektorale Prozesse Patientenkarrieren

9 9 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Wege der Passungsoptimierung für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung © F. Schulz-Nieswandt, technische Umsetzung: C. Kurscheid Passungsoptimierung Recht Finanzierung Arena Akteure (Professionen) kulturelles Change Management Domänen Politische Ökonomie berufliche Selbstkonzepte

10 10 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Im Kern erweist sich das Thema als tiefsitzendes Problem der Umgangsweise mit der Endlichkeit und der kreatürlichen Vulnerabilität der menschlichen Existenz. Der Vortrag behandelte im Lichte der gerontologisch definierten Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels dieses zentrale Problem der Arbeit der Professionen an ihrem eigenen beruflichen Selbstkonzept als Teil einer nicht-trivialen systemischen Organisationsentwicklung des Gesundheitswesens auf dem Weg zur Integrationsversorgung. 4. Fazit

11 11 Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt Kernaussage: Die aktuelle Praxis der medizinisch-pflegerisch-sozialen Dienstleistungen erweist sich, eingebunden in ökonomische und (europa)rechtliche Regime, als Performativität eines gouvernementalen Dispositivs, dessen Tiefengrammatik überhaupt erst zu verstehen ist, bevor der kulturelle Wandel des Medizinsystems als Change Management machbar erscheint.


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