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Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, 25.01.2007 : Elektro-

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Präsentation zum Thema: "Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, 25.01.2007 : Elektro-"—  Präsentation transkript:

1 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 1 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Elektro- und Elektronik-Altgeräte - Müll oder mehr? Prof. Dr. L. Schebek Fachgebiet Industrielle Stoffkreisläufe Institut WAR Technische Universität Darmstadt Institut für Technische Chemie Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Forschungszentrum Karlsruhe

2 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 2 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Übersicht I.Elektronikschrott - ein Problem? II.Die Politik reagiert III.Umsetzung in Deutschland IV.Techniken der EAG-Entsorgung V.Was wurde erreicht?

3 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 3 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Teil I: Elektronikschrott - ein Problem?

4 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 4 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was so alles zusammenkommt... ein durchschnittlicher deutscher Privathaushalt hatte ,5 Fernsehapparate 2,4 Telefone (mobil und Festnetz) 2,0 Kühl- oder Gefriergeräte 0,8 stationäre PCs umgerechnet auf Deutschland bedeutet dies einen Bestand von rund 58 Mio. Fernsehgeräten (entspr. 1,6 Mio Mg) 45 Mio. Festnetztelefone und 50 Mio. Mobiltelefone 45 Mio. Kühlschränke und 33 Mio. Gefriergeräte (30 Mio. Mg) 31 Mio. stationäre PCs

5 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 5 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Verbraucherverhalten Ausstattungsbestand der Haushalte wächst stetig, z.B. Fernsehgeräte in Baden-Württemberg: ,14 Geräte pro Haushalt ,20 Geräte pro Haushalt ,37 Geräte pro Haushalt (Einkommens- und Verbrauchsstiproben StaLa BW) moralischer Verschleiß: 17% der entsorgten Altgeräte sind nicht defekt (P. Lechner: Elektroaltgeräte - Stand der Technik. Waste Reports Nr )

6 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 6 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Konsequenzen Bei uns......und bei den anderen

7 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 7 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was ist Elektronikschrott? Begriffe: Elektronikschrott: umgangssprachlich für Elektro- und Elektronikaltgeräte Elektro- und Elektronikaltgeräte (EAG): Elektro- und Elektronikgeräte, die zu Abfall geworden sind, indem sie nicht mehr zweckmäßig eingesetz werden oder eingesetzt werden können (z.B. defekt) Elektro- und Elektronikgeräte: sind Geräte, die entweder zum Betrieb elektrische Ströme oder elektromagnetische Felder benötigen oder Geräte zur Erzeugung, Übertragung und Messung solcher Ströme und Felder

8 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 8 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Bedeutung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten (EAG) mengenmäßig geringer Anteil (ca. 1% der Siedlungsabfälle) aber vermutlich eine der Fraktionen mit der höchsten Wachstumsrate (ca. +3% bis +5% p.a.) Abfallfraktion mit besonder hoher Umweltrelevanz EAG = Elektro- und Elektronikaltgeräte

9 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 9 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Die Probleme im Elektroschrott zum Beispiel GerätBauteil problematischer Inhaltsstoff Wirkung BügeleisenNeigungsschalterQuecksilber neurologische Schäden, Leber- und Nierenschäden ToasterGehäuse bromierte Flammschutzmittel z.T. endokrine Wirkung; Bildung von Dioxinen und Furanen bei Verbrennung WaschmaschineSchalter / Reed-RelaisQuecksilbers.o. KondensatorenPCB (ältere Modelle) endokrine Wirkung, Kanzerogenität

10 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 10 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR...und die Chancen im Elektroschrott Ein Handy vom Typ S 55 besteht u.a. aus 10,68g Kupfer (Wert 5,4ct) 1,13g Zinn (Wert 0,4 ct) 0,03g Gold (Wert 44,1ct) Rohstoffpreise Dez gem. LME und Umicore

11 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 11 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Werte im Schrott Quelle: London Metal Exchange

12 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 12 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Teil II: Die Politik reagiert

13 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 13 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Anfänge: Das Bundes-Abfallbeseitigungsgesetz bis 1972 individuelle lokale Lösungen und Regelungen Bundes-Abfallbeseitigungsgesetz (1972): erstmals bundesweit einheitliche Vorgaben zur Abfallbeseitigung und Entsorgungsanalgen Hauptziel: Gefahrenabwehr betreffend Mensch und Umwelt Kommunen und Landkreise zuständig für Siedlungsabfälle gewerbliche/industrielle Abfälle in Verantwortung der Abfallbesitzer Die Anzahl von Mülllkippen Ende der 60er Jahre wurde auf rund geschätzt. Heutzutage gibt es weniger als 300 geordnete Deponien. Quelle: Siedlungsabfallentsorgung - Statistiken und Grafiken, BMU (2005); Foto: T. Mayer, DSD AG

14 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 14 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (Abfallgesetz) Das Abfallgesetz von 1986 bringt einige Neuerungen mit sich: Abfallvermeidung bekommt eine rechtliche Grundlage. Energiegewinnung aus Abfällen wird zusätzliches Ziel neben der Gefahrenabwehr. Untergeordnete spezifische Regelungen für besondere Abfallarten werden eingeführt: z.B. die erste Verpackungsverordnung z.B. die erste Altölverordnung Getrennte Sammlung von Altglas: der erste Schritt zur Verwertung. Foto: T. Mayer, DSD AG

15 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 15 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Der Kreis schließt sich: Das Kreislaufwirtschaftsgesetz Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, verabschiedet 1994, voll wirksam ab 1996 neben Gefahrenabwehr neues Ziel: Ressourcenschonung durch Schluss von Materialkreisläufen Einführung des Konzepts der Herstellerverantwortung inzwischen weitgehend harmonisiert mit der europäischen Abfallrahmenrichtlinie der Grüne Punkt: Symbol der Herstellerverantwortung der Verpackungsindustrie

16 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 16 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Prinzipien Europäischer Abfallpolitik Zentrales Dokument: Abfallrahmenrichtlinie 75/442/EC (1975) mit fortlaufenden Änderungen. Vermeidung - Verwertung - Beseitigung keine Verlagerung von Umweltlasten in andere Regionen: Kontrolle der Abfallverbringung Herstellerverantwortung angepasste spezifische Regelungen für verschiedene Abfallarten

17 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 17 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Flankierende Strategien europäischer Umweltpolitik Integrierte Produktpolitik Analyse der Umweltbelastungen im Lebenszyklus von Produkten Ökologische Produktgestaltung Kritische Verbraucherwahl Ressourcenstrategie Ressourcenverbrauch der EU verringern Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltauswirkungen des Ressourcenverbrauchs Strategie für Abfallvermeidung und Recycling Entwicklung der EU zu einer Gesellschaft mit Kreislaufwirtschaft, welche die Vermeidung von Abfällen zum Ziel hat und Abfälle als Ressourcen nutzt.

18 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 18 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Produktlebensweg Politische Eingriffspunkte für grüne Elektronik Herstellung Entsorgung Erfassung Nutzung direkt: Verbote gefährlicher Substanzen (RoHS) indirekt: Herstellerverantwortung (WEEE) Gebote zu Nutzungseigenschaften, besonders Energiebedarf (EuP) Vorgaben zu Erfassungmodalitäten (WEEE) Zielsetzung für Sammelmengen (WEEE) qualitativ: entsorgungstechnische Anforderungen (WEEE) quantiativ: Recyclingquoten (WEEE)

19 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 19 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Europarechtliche Instrumente Richtlinie 2002/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten RoHS = Reduction of Hazardous Substances Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2005 zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte 25. Juli 2005 EuP = Energy using Products Richtlinie 2002/96/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Elektro- und Elektronik-Altgeräte vom WEEE = Waste Electrical and Electronic Equipment

20 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 20 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR RoHS Richtlinie – Reduction of Hazardous Substances Verbot der Verwendung von Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertigem Chrom und bromhaltigen Flammschutzmitteln (polybromierte Biphenyle oder polybromierte Diphenylether) in elektrischen und elektronischen Geräten ab 1. Juli Ausnahme für Quecksilber in Lampen sowie Blei für spezielle Verwendungen in Glas, Lötmitteln und keramischen Elektronikbauteilen. Gilt für alle in der WEEE-Richtlinie geregelten Geräte.

21 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 21 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR EuP-Richtlinie – Energy using Products Directive (EuP) Rahmenrichtlinie zur Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte erfaßt alle Umweltaspekte eines Produkts (z.B. Energieverbrauch), die korreliert werden können mit Umweltauswirkungen (z.B. Treibhauseffekt), und die durch das Produktdesign deutlich beeinflusst werden können. verpflichtet Hersteller zur Übermittlung von Informationen über Materialzusammensetzung, Energie- und Ressourcenverbräuchen von Produkten, Bauteilen oder Bauteilgruppen

22 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 22 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR WEEE-Richtlinie - Waste Electrical and Electronic Equipment getrennte Sammlung, Behandlung und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten Festlegung von Sammelzielen und Verwertungsquoten kostenlose Rückgabemöglichkeit für private Haushalte und Vertreiber Übernahme der Produktverantwortung für die Behandlung, Verwertung und umweltgerechte Beseitigung der Geräte durch die Hersteller, Recyclinggerechte Produktkonzeption

23 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 23 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Wirkung europarechtliche Richtlinien in Deutschland europäische Richtlinien sind i.d.R. nicht unmittelbar wirksam, sie müssen durch nationale Gesetze in jedem Land einzeln umgesetzt werden In Deutschland setzt das Elektro- und Elektronikaltgerätegesetz, kurz ElektroG ( ) zugleich die europäischen Richtlinien WEEE und RoHS um.

24 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 24 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Teil III: Umsetzung in Deutschland

25 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 25 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Vorgaben der WEEE-Richtlinie unter der Lupe Die WEEE-RL macht folgende Vorgaben: Verantwortung der Hersteller für eine unentgeltliche Rücknahme von EAG aus Haushalten und deren Entsorgung politisches Ziel: Sammelquote von 4kg pro Einwohner und Jahr. getrennten Behandlung verschiedener Gerätearten und Bauteile. Quoten, welche Gewichtsanteile der EAG verwertet werden müssen. Die WEEE-RL regelt nicht: wie die Rücknahme zu organisieren ist. wie die Kosten umgelegt werden. mit welchen Technologien die Entsorgung erfolgen soll. nach welcher Methode die Verwertungsquoten ermittelt werden was passiert, wenn die Sammelquote nicht erreicht wird.

26 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 26 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Der deutsche Weg in Kürze: Die Pflicht zum Einsammeln bleibt bei den öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgern (örE). Ab einer Übergabestelle sind die Hersteller für die weitere Entsorgung zuständig. Koordinierung der Abholung wird vom neu gegründeten Elektro-Altgeräte-Register (EAR) ausgeführt. EAR ist keine Behörde, sondern gemeinschaftliche Stiftung aller Hersteller.

27 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 27 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Aufgaben des Elektro-Altgeräte Registers (EAR) Registrierung der Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten und Erfassung der dazu notwendigen Daten (§ 16 Abs. 2 ElektroG), Entgegennahme der Anmeldung der Übergabestellen durch örE (§ 9 Abs. 5 Satz 5 ElektroG), Entgegennahme von Mengenmeldungen (§ 13 Abs. 1 und 4 ElektroG), Berechnung der Menge der von jedem registrierten Hersteller bei den örE abzuholenden Altgeräte (§ 14 Abs. 5 ElektroG), Anordnung, örE die erforderliche Menge an Behältnissen zur Verfügung zu stellen unter Berücksichtigung der Berechnungen nach Nr. 4 (§ 9 Abs. 5 Satz 4 ElektroG), Anordnung zur Abholung der bereitgestellten Behältnisse unter Berücksichtigung der Berechnungen nach Nr. 4 (§ 16 Abs. 5 ElektroG), Veröffentlichung der registrierten Hersteller sowie derenGeräteart und Registriernummer im Internet (§ 14 Abs. 2 ElektroG), Berichterstattung an das Umweltbundesamt (§ 14 Abs. 7 u. 8 ElektroG)

28 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 28 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Organisatorische Umsetzung in Deutschland (B2C) Hersteller Bürger EAR HerstellerRecycling- unternehmen örE Kunde kauft Gerät unentgeltliche Abgabe von Altgeräten Meldung: voller Container Auftrag Abholung Container Zuweisung Entsogungspflilcht Hersteller registriert sich t !

29 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 29 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Organisatorische Alternativen Die öffentlich-rechtlichen Entsorger entsorgen einzelne Fraktionen selbst, statt diese an EAR zu melden Die Hersteller übernehmen selbst die Entsorgung, statt Recyclingunternehmen zu beauftragen Hersteller nehmen eigene Geräte redundant zum EAR-System z.B. über Händlernetz zurück Hersteller nehmen eigene Geräte flächendecken statt EAR- System z.B. über Händlernetz zurück

30 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 30 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Lokale Lösungen Odenwaldkreis –Entsorgung nicht über EAR, sondern gemeinnützige Gesellschaft BAW –kostenloses Bring- und Holsystem durch BAW Kreis Darmstadt Dieburg: –Kleingeräte können an Bauhöfen abgegeben werden, alternativ auch Abholung –Großgeräte werden abgeholt, Anlieferung zur AZUR GmbH auch möglich –Besonderheit: Entsorgung erfolgt nicht über EAR, sondern im Sozialbetrieb AZUR GmbH Kreis Bergstraße –2 Annahmestellen für Bildschirm- und Kühlgeräte, 4 Annahmestellen für sonstige Altgeräte –Abholung gegen Gebühr möglich Stadt Darmstadt –Bring und Holsystem, kostenlos. –Kühlgeräte und Leuchtstoffröhren über EAR bzw. LightCycle –andere Fraktionen: Eigenvermarktung (IB-Werkstatt)

31 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 31 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Gewerbliche EAG in Deutschland (B2B) Bei den Elektrogeräten, die Investitionsgüter sind (B2B-Geräte) gelten hinsichtlich der Rücknahmemodalitäten eigene Regeln: Unterscheidung: neue Altgeräte: nach den in Verkehr gebracht historische Altgeräte bis zum in Verkehr gebracht die Entsorgungspflicht für historische Altgeräte trägt der Besitzer die Entsorgungspflicht für neue Altgeräte trägt der Hersteller die Rücknahme neuer B2B Altgeräte erfolgt jedoch nicht über die kommunale Sammlung Die Hersteller müssen Rücknahmesysteme einrichten, z.B. über den Handel oder Paketdienste Hinsichtlich Recycling- und Verwertungsquoten und getrennter Behandlung gelten die gleichen Vorgaben wie bei B2C-Geräten

32 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 32 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Teil IV: Techniken der EAG-Entsorgung

33 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 33 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Stufen der EAG-Entsorgung Sammlung Demontage Mechanische Aufbereitung Verwertung

34 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 34 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Sammlung nach Gerätekategorien Gerätekategorien 1 Haushaltsgroßgeräte 10 automat. Ausgabegeräte Weiße Ware – Haushalts(groß)geräte aller Art 2 Haushaltskleingeräte 5 Beleuchtungskörper 6 Elektrowerkzeuge 7 el. Sport- und Spielgerät 9 Kontrollinstrumente Elektrokleingeräte 3 IT und Telekommunikation 4 Unterhaltungselektronik braune Ware Gasentladungslampen 8 el. Medizinprodukte

35 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 35 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Demontage Demontage dient der Schadstoffentnahme, (Anhang II) z.B. Kondensatoren Störstoffentnahme, z.B. Videokasetten Separierung werthaltiger Bauteile, z.B. Alu-Abschirmbleche mitunter: Bauteildemontage zur Wiederverwendung

36 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 36 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Demontagefraktionen Bildschirmgeräte 14 Fraktionen aus Demontage und Röhrenzerlegung gewichtig: Bildröhre und Gehäuseteile lukrativ: Spulen, Platinen und Kabel problematisch: Kondensatoren und Beschichtung

37 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 37 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Mechanische Aufbereitung Aufbereitung dient dem Aufschluss von Materialverbunden durch Zerkleinerung der Anreicherung von Fraktionen, die besonders kupferhaltig, eisenmetallhaltig bzw. aluminiumhaltig sind

38 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 38 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Verwertung - Geforderte Quoten nach WEEE-RL GerätekategorienRecyclingquote (Anteil stoffliche Verwertung) Verwertungsquote (energetisch oder stofflich) 1 Haushaltsgroßgeräte 10 automat. Ausgabegeräte 75%80% 2 Haushaltskleingeräte 5 Beleuchtungskörper 6 Elektrowerkzeuge 7 el. Sport- und Spielgerät 9 Kontrollinstrumente 70%50% 3 IT und Telekommunikation 4 Unterhaltungselektronik 75%65% Gasentladungslampen 80%- 8 el. Medizinprodukte (noch) keine Vorgaben

39 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 39 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Verwertung (I): Metallverwertung durch Verhüttung, z.B. Kupferschmelzer Sekundärkupfer hat die gleiche Qualität wie Primärkupfer, oft in derselben Anlage raffiniert. Rückgewinnung von Blei, Zinn und Zinkt ist gekoppelt, da auch im natürlichen Erz häufig vergesellschaftet Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin finden sich im Anodenschlamm in der Cu-Hütte werden Eisen- und Aluminiumbestandteile nicht rückgewonnen Kunststoffbestandteile können mit eingesetzt werden, jedoch nur in begrenztem Maß

40 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 40 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Quoten und Zusammensetzung: Haushaltsgroßgeräte Recyclingquote Verwertungsquote Metallfraktionen

41 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 41 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Quoten und Zusammensetzung: Haushaltskleingeräte MetallfraktionenKst.-fraktionen Recyclingquote Verwertungsquote

42 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 42 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Quoten und Zusammensetzung: Unterhaltungselektronik MetallfraktionenKst.-fraktionen Recyclingquote Verwertungsquote

43 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 43 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Verwertung (II) - Kunststoffverwertung Verwertung ist abhängig von der Art der Kunststoffe: Flammgeschütze (=hochbromierte) Kunststoffe Mischfraktionen Nicht flammgeschütze Kunststoffe

44 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 44 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Nicht flammgeschützte Kunststoffe (I) Im Prinzip bestehen vergleichbare stoffliche Verwertungs-möglichkeiten zu Kunststoffen z.B. aus DSD-Sammlung über den Sekundärrohstoffmarkt. Hochwertiges (gleichwertiges) Recycling nur unter speziellen Randbedingungen möglich: eine definierte Kunststoffsorte, kaum Eingußteile, saubere Ware, einheitliche Kunststofffarben etc. Ansonsten down-cycling d.h. Recyclingkunststoff ist geringer mechanisch beanspruchbar als Ausgangsmaterial.

45 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 45 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Nicht flammgeschützte Kunststoffe (II) Ansonsten (für minderwertige Fraktionen): rohstoffliche Verwertung: Zugabe zu Hüttenprozessen (Hochofen). Nutzung des Energiegehalts sowie chemische Funktion als Reduktionsmittel - formale Anerkennung als stoffliche Verwertung noch offen. Energetische Verwertung

46 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 46 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Mischfraktionen Entstehen durch unvollständige/unsaubere Demontage. Werden z.Z. energetisch verwertet (MVA). Weniger Mischfraktionen zukünftig ggf. durch automatische Sortierung sowie Vorgaben zur Demontage nach Stand der Technik (VDI- Richtlinien).

47 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 47 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Abtrennung hochbromierter Kunststoffe Abtrennung derzeit durch aufwändige händische Demontage. Handscanner haben Probleme z.B. mit schwarzen Kunststoffen. Autosort-Maschinen (Abb. oben) kommen heute in der DSD Sortierung zum Einsatz, erkennen flammgeschützten Kunststoffe aus EAG aber nicht sicher. Neuentwicklung: Multisensorenscanner (Abb. unten; verschiedene Wellenlängen + Magnetisierbarkeit + 3d-Oberflächenscan) mit gemeinsamer Auswertung

48 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 48 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Hochbromierte Kunststoffe Werden z.Z. energetisch verwertet durch Mit- Verbrennung in begrenzten Anteilen (< 5%) in Müllverbrennungsanlagen In der Entwicklung befindliche Verfahren der stofflichen Verwertung: –Solvoyse –Pyrolyse

49 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 49 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Solvolyse Kunststoffe werden in Lösemittelgemisch aufgelöst und gezielt gefällt. Zurück bleibt ein Schlamm und das/die aufzubereitenden Lösemittelgemische. Nach derzeitigem Kenntnisstand haben die resultierenden Kunststoffprodukte gute Qualität bezüglich mechanischer Eigenschaften und Schadstoffgehalten (Halogengehalten). Problem: Entsorgung des (halogenhaltigen) Rückstands (Kosten!). Verfahren bislang nicht industriell umgesetzt.

50 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 50 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Pyrolyse Pyrolyse: Thermische Spaltung chemischer Verbindungen unter Luftabschluss; anschließend Trennung der Fraktionen. Haloclean-Verfahren (Forschungszentrum Karlsruhe): Gewinnung einer halogenfreien Fraktion zur stofflichen Verwertung und Wiedergewinnung von Brom. Industrielle Anlage in Nachbarschaft von Metallhütte in Planung.

51 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 51 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Teil V: Was wurde erreicht?

52 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 52 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Direkte und indirekte Ziele des ElektroG Direkte Ziele: Organisatorische Umsetzung der Verantwortung der Hersteller für eine unentgeltliche Rücknahme von EAG aus Haushalten und deren Entsorgung Sammelquote von 4kg pro Einwohner und Jahr Quoten, welche Gewichtsanteile der EAG verwertet werden müssen. Stoffverbote Indirekte Ziele Innovationen im Produktdesign – Lebenszyklusbetrachtung von Produkten Beeinflussung des Ressourcenverbrauchs

53 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 53 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Direkte Ziele: Organisatorische Umsetzung der Verantwortung der Hersteller für eine unentgeltliche Rücknahme von EAG aus Haushalten und deren Entsorgung Funktionierendes System Verbände befürchten hohe Kosten für Hersteller Anreize durch Wirtschaftlichkeit mindestens für einzelne Fraktionen gegeben

54 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 54 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Kosten und Erlöse aus Sicht eines Recyclers Kosten und Erlöse einer Tonne Alt-Handies aus Sicht eines Recyclers (Bezugsjahr 2004) gate feeca. 50/Mg Kosten der Demontage und Aufbereitung ca. -120/Mg Erlöse Kupferhütteca. 270/Mg Erlöse Eisenhütteca. 30/Mg Beseitigungskosten Aufbereitungsreste ca. -63/Mg 167/Mg

55 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 55 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Direkte Ziele: Sammelquote von 4kg pro Einwohner und Jahr Das Sammelziel von 4kg pro Einwohner und Jahr ist für Deutschland erst für das Jahr 2007 nachzuweisen.

56 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 56 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Quelle: Müllabfuhr-Zweckverband 05/05/2006

57 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 57 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Sammelquoten in Baden- Württemberg Sammelquote von 4 kg/a im Jahr 2004 im Durchschnitt überschritten Lokale Unterschiede von weniger als 2,5 kg/a bis über 10 kg/a

58 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 58 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Direkte Ziele: Quoten, welche Gewichtsanteile der EAG verwertet werden müssen. Die Verwertungsquoten sind erst für das Jahr 2007 nachzuweisen. Kritischer Punkt: Verwertung von Kunststoffen Monitoring-System noch offen (UBA). Anerkennung des Einsatzes von Kunststoffen in Hüttenprozessen als stoffliche Verwertung noch offen (UBA). Ansonsten noch Entwicklungbedarf und Implementierungsbedarf bezüglich der technischen Realisierung der stofflichen Verwertung für Kunststoffe

59 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 59 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Direkte Ziele: Stoffverbote. Umgesetzt für Neugeräte sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Aber: mit schädlichen Stoffen in EAG ist weiterhin über einen längeren Zeitraum zu rechnen.

60 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 60 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Beispiel: Mengenprognose Monitore in BW Geräte gesamt nur Röhrengeräte Trotz Technikwandel ist bis 2013 mit wachsendem Aufkommen an bromierten Gehäusekunststoffen aus Röhrengeräten zu rechnen

61 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 61 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Indirekte Ziele Innovationen im Produktdesign – Lebenszyklusbetrachtung von Produkten Stoffverbote haben weltweit Auswirkung auf den Entwurf von Elektro(nik)geräten (globalisierter Markt)

62 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 62 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Was wurde erreicht? Indirekte Ziele Beeinflussung des Ressourcenverbrauchs Steigende Rohstoffpreise treiben Recycling an, Politik hat durch kostenlose Rückgabe dafür gesorgt, dass Erfassung nicht zum Engpass wird. Über höhere Quoten der Erfassung von EAG –Höherer Anteil der stofflichen Verwertung von halogenfreien Kunststoffen (früher: energetische Verwertung in MVA) –Höher Anteil der Verwertung des Metallanteils von Kleingeräten (früher: Beseitigung in MVA-Schlacke)

63 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 63 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Zurück zur Ausgangsfrage Elektro- und Elektronik-Altgeräte - Müll oder mehr? Elektro- und Elektronik-Altgeräte sind mehr als Müll, weil nicht nur Entsorgungsproblem, sondern auch Rohstoffchance. mehr als ein Müll, weil nicht eine Abfallfraktion, sonder Sammelbegriff vieler verschiedener Abfallarten herausragend, weil Paradigma lebenszyklusübergreifender rechtlicher Regelungen. besonders, weil sich Produktentwicklung besonders deutlich in den Abfallfraktionen und deren Entsorgung widerspiegelt.

64 Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft ITC Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Odenwaldakademie Michelstadt, : Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Müll oder mehr? 64 Bauingenieurwesen und Geodäsie Institut WAR Danke für die Aufmerksamkeit! Prof. Liselotte Schebek ITC - Zentralabteilung Technikbedingte Stoffströme Forschungszentrum Karlsruhe GmbH Postfach 3640 D Karlsruhe


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