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Instrumententyp: Verbessertes Krankheitsmanagement unterstützt durch Mitarbeiter im Pflegedienst Kurzintervention bei Schizophreniepatienten Dr. rer. medic.

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1 Instrumententyp: Verbessertes Krankheitsmanagement unterstützt durch Mitarbeiter im Pflegedienst Kurzintervention bei Schizophreniepatienten Dr. rer. medic. Michael Schulz Bielefeld Bethel

2 Bethel Bielefeld Pastor Friedrich von Bodelschwingh ( )

3 Ever since Eve ate the forbidden fruit it has been metaphorically clear that people sometimes prefer not to follow instructions. Ever since Eve ate the forbidden fruit it has been metaphorically clear that people sometimes prefer not to follow instructions. (Barry Blackwell, 1992) (Barry Blackwell, 1992)

4 Einige Grundannahmen Adherence bezieht sich nicht nur auf Medikamente Adherence bezieht sich nicht nur auf Medikamente Das Verhalten im Hinblick auf Adherence ist veränderbar unterliegt zeitlichen Schwankungen sollte als Teil der Krankheit begriffen werden Das Verhalten im Hinblick auf Adherence ist veränderbar unterliegt zeitlichen Schwankungen sollte als Teil der Krankheit begriffen werden Adherence als Ergebnis gemeinsamer Anstrengung und nicht als Unterwerfungsritual Adherence als Ergebnis gemeinsamer Anstrengung und nicht als Unterwerfungsritual

5 Was beeinflusst Adherence? Die fünf Dimensionen der WHO Adherence Sozioökonomische Faktoren Behandlungsteam und Gesundheitssystem Patientenbezogene Faktoren Therapiebezogene Faktoren Krankheitsbedingte Verfassung des Patienten

6 Die Intervention Die Intervention

7 Adherence Therapie Individuelle Maßnahmen z.B. Arbeitsbündnis, individuelle Hilfen Versorgungsstrukturelle Aspekte z.B. aufsuchende Behandlung Spezifische therapeutische Interventionen

8 Adherence Therapie Adherence Therapie

9 Adherence Therapie Nach Kemp et al., 1998 und Gray et al., 2002 Nach Kemp et al., 1998 und Gray et al., 2002 Community Psychiatric Nursing Community Psychiatric Nursing Manualisiert Manualisiert 8 Einheiten à Minuten 8 Einheiten à Minuten Einzelkontakte Einzelkontakte Grundlagen aus der Verhaltenstherapie und des Motivational Interviewing (nach Miller und Rollnick) Grundlagen aus der Verhaltenstherapie und des Motivational Interviewing (nach Miller und Rollnick)

10 Das Motivationsmodell von Prochaska und Di Clemente: Motivationsphasen und darauf aufbauende Interventionen. (Nach Prochaska und Di Clemente, 1992) Motivationsphasen Pr ä kontemplation Kontemplation Handlung Aufrechterhaltung der Ver ä nderung Darauf aufbauende Interventionen Vorsichtige Ma ß nahmen, um Einsicht zu schaffen Selbstbeobach- tung und Selbst- beurteilung f ö rdern Handelungs- Kompetenz steigern R ü ckfall- pr ä vention

11 Wesentliche Ziele 1. Förderung der Veränderungsmotivation 2. Festigung von Zielen, Weg und konkretem Veränderungsplan Wesentliche Ziele 1. Förderung der Veränderungsmotivation 2. Festigung von Zielen, Weg und konkretem Veränderungsplan Prinzipien der Intervention EmpathieEntwicklung von Diskrepanzen Geschmeidiger Umgang mit Widerstand Stärkung der Änderungs- zuversicht Methoden Offene Fragen Aktives Zuhören Würdi- gung Förderung change talk Umgang mit Widerstand Förderung confidence talk Zusammen- fassungen MI-SPIRITMI-SPIRIT MI-SPIRITMI-SPIRIT Quelle: Körkel & Veltrup 2003 M otivational I nterviewing Motivierende Gesprächsführung

12 Prozess Fähigkeiten Evidence based - wissenschaftliches Fundament Interpersonelle Fähigkeiten Einbeziehung der Patienten & Widerstand gering halten Austausch von Informationen & Diskrepanzen herausarbeiten Assessment Problem- lösung Rückblick Ambivalenz Heraus- und bearbeiten Annahmen + Einstellungen besprechen Nach vorne blicken

13 Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten Wichtigkeit der Medikamenten- einnahme Zufriedenheit mit den Medikamenten

14 Phasen der Adherence Therapie Kennenlernphase Kennenlernphase Assessmentphase Assessmentphase Therapeutische Phase Therapeutische Phase Evaluationsphase Evaluationsphase

15 Praktische Probleme Praktische Probleme Alkohol und Konsum anderer Drogen Alkohol und Konsum anderer Drogen Nebenwirkungen Nebenwirkungen Bedeutung, Vertrauen, Zufriedenheit Bedeutung, Vertrauen, Zufriedenheit Überzeugungen und Bedenken bezüglich Medikation Überzeugungen und Bedenken bezüglich Medikation Assessment

16 Bearbeitung praktischer Probleme Wo kommen die Rezepte und Medikamente her? Wo kommen die Rezepte und Medikamente her? Welche Strategien helfen zur regelmäßigen Einnahme? Welche Strategien helfen zur regelmäßigen Einnahme? Wie gehe ich mit Nebenwirkungen um? Wie gehe ich mit Nebenwirkungen um?

17 Rückblick Was hat rückblickend gut geholfen? Was hat rückblickend gut geholfen? Interesse für die individuelle Geschichte des Patienten Interesse für die individuelle Geschichte des Patienten Die Geschichte wird mit den Worten des und aus Sicht des Patienten dargestellt Die Geschichte wird mit den Worten des und aus Sicht des Patienten dargestellt

18 Rückblick Eintritt in die Universität, fühlt sich anders im Gegensatz zu den anderen Studenten Im ersten Jahr beim Abitur durchgefallen Die Menschen fingen an, über mich zu sprechen und verhielten sich schrecklich Begonenn viel Cannabis zu rauchen, um sich zu entspannen Habe aufgehört zu essen, da andere Menschen Dinge in mein Essen getan haben Erste Krankenhausaufnahme, sehr ängstlich, Spritzen erhalten, drei Monate Aufenthalt. Meine Mutter hat mich zum Arzt gebracht Einnahme von Med. zur Beruhigung für einige Monate, was ich im Anschluss an die Entlassung abgestezt, habe, weil es mich zu müde gemacht hat Zweite Aufnahme, Einstellung auf Risperdal Praktikum für vier Montae Probleme mit den Nachbarn, Polizei wurde gerufen Immer noch die Einnahme von Risperdal. Weiterhin Müdigkeit, möchte gerne etwas anderes nehmen

19 Überzeugungen und Befürchtungen bezüglich psychiatrischer Medikation Ich brauche keine Medikamente mehr nehmen, wenn es mir besser geht. Ich brauche keine Medikamente mehr nehmen, wenn es mir besser geht. Ich bin nicht anders mit oder ohne Medikation Ich bin nicht anders mit oder ohne Medikation Ich fühle mich freier und leistungsfähiger ohne Medikation Ich nehme nur auf Druck Anderer Medikamente ein. Ich nehme nur auf Druck Anderer Medikamente ein. Medikamente vergiften einen ganz langsam Medikamente vergiften einen ganz langsam Die unerwünschten Effekte der Medikation sind immer vorhanden Die unerwünschten Effekte der Medikation sind immer vorhanden Ich kann besser mit Menschen umgehen, wenn ich Medikamente einnehme Ich kann besser mit Menschen umgehen, wenn ich Medikamente einnehme Es ist unnatürlich, dass mein Gehirn und mein Körper von Medikamenten kontrolliert werden Es ist unnatürlich, dass mein Gehirn und mein Körper von Medikamenten kontrolliert werden Wenn ich Medikamente nehme, kann ich einem Zusammenbruch vorbeugen Wenn ich Medikamente nehme, kann ich einem Zusammenbruch vorbeugen es kann einer Psychose vorbeugen, aber ich werde nur psychotisch, wenn ich Cannabis oder LSD nehme es kann einer Psychose vorbeugen, aber ich werde nur psychotisch, wenn ich Cannabis oder LSD nehme

20 Ambivalenzen herausarbeiten Medikamente absetzen Gut Nicht so gut Ich würde abnehmen Ich würde abnehmen Ich wäre vielleicht fröhlicher Ich wäre vielleicht fröhlicher Ich wäre nicht so faul und schwerfällig Ich wäre nicht so faul und schwerfällig Ich würde ständig Stimmen hören Ich würde ständig Stimmen hören Menschen würden auf mich gehässiger und kritischer wirken Menschen würden auf mich gehässiger und kritischer wirken Missverständnisse würden zunehmen Missverständnisse würden zunehmen Ich würde ängstlicher sein und wäre leichter zu irritieren Ich würde ängstlicher sein und wäre leichter zu irritieren Ich würde weniger schlafen Ich würde weniger schlafen Medikamente einnehmen Nicht so gut gut Ich höre immer noch Stimmen Ich höre immer noch Stimmen Ich schlafe zu viel Ich schlafe zu viel ich habe ein starkes Verlangen ich habe ein starkes Verlangen nach Süssigkeiten nach Süssigkeiten Ich habe 3 Kilo zugenommen Ich habe 3 Kilo zugenommen Ich bin weniger gehemmt Ich bin weniger gehemmt Ich trinke nicht zu viel Alkohol Ich trinke nicht zu viel Alkohol Ich habe heute längere Ich habe heute längere Phasen, in denen es mir gut Phasen, in denen es mir gut geht geht

21 Die Schulung Konzipiert in Zusammenarbeit mit dem Institut in London Konzipiert in Zusammenarbeit mit dem Institut in London Fünf Tage Fünf Tage Supervidierende Begleitung Supervidierende Begleitung

22 Adherencestress

23 Zitat einer jungen Patientin Medikamente erinnern mich immer wieder an meine Erkrankung. Es ist ein massives Problem für mich krank zu sein. Wenn ich mit Freunden abends rausgehe, bin ich immer die erste, die heimgeht. Ich merke, dass ich aufgrund der Nebenwirkungen da nicht mithalten kann. Medikamente erinnern mich immer wieder an meine Erkrankung. Es ist ein massives Problem für mich krank zu sein. Wenn ich mit Freunden abends rausgehe, bin ich immer die erste, die heimgeht. Ich merke, dass ich aufgrund der Nebenwirkungen da nicht mithalten kann.

24 Krankheitsbezogene Arbeit Alltagsarbeit Biografiearbeit Kranker Familie Strauss/Corbin Arbeitsprozesse der Krankheitsbewältigung

25 Vertrauen

26 Mir geben die Gespräche Sicherheit. Ich finde die Besuche von der Klinik wertschätzend Mir geben die Gespräche Sicherheit. Ich finde die Besuche von der Klinik wertschätzend

27 Kontextualiserung

28 Gesundheit- und Krankenschwester Gesundheit- und Krankenschwester Ja, oder ich sag einfach immer so, wenn der Patient am Pförtner vorbei ist, dann sind die ganz anders, dann reden die ganz anders. Auf Station so ein Assessment zieht sich manchmal über Monate hin, ehe man Informationen kriegt. Aber wenn man den Patienten zu Hause besucht, bekommt man sofort relevante Informationen.

29 Ein Pfleger berichtet von einer jungen Patientin mit Schizophrenie Und dazu kommt, dass der Vater nicht akzeptiert, dass sie krank ist. Wenn sie früher nach Hause geht, steht er da und sagt: stell dich nicht so an, du kannst doch rausgehen. Und dazu kommt, dass der Vater nicht akzeptiert, dass sie krank ist. Wenn sie früher nach Hause geht, steht er da und sagt: stell dich nicht so an, du kannst doch rausgehen. Oder wenn es darum geht Medikamente zu besorgen, dann sagt er: das ist viel zu teuer, das brauchst du nicht. Oder wenn es darum geht Medikamente zu besorgen, dann sagt er: das ist viel zu teuer, das brauchst du nicht. Sie sagt, ich bin krank, ich brauch die Medikamente, aber ich hab da Schwierigkeiten meinem Vater gegenüber diesen Standpunkt zu beziehen. Sie sagt, ich bin krank, ich brauch die Medikamente, aber ich hab da Schwierigkeiten meinem Vater gegenüber diesen Standpunkt zu beziehen.

30 Der vorherrschende Kommcharakter vieler Selbstmanagement- programme sollte mit einer Zugeh-Struktur kombiniert werden Der vorherrschende Kommcharakter vieler Selbstmanagement- programme sollte mit einer Zugeh-Struktur kombiniert werden

31 WHO, Genf, 2002 Bio-psycho-soziales Modell der ICF (International Classification of Funktioning) Körperfunktionen und -strukturen AktivitätenPartizipation Gesundheitsproblem (Gesundheitsstörung oder Krankheit, ICD) Umwelt- faktoren Personbezogene Faktoren (Impairment) (Disability) (Handicap)

32 Intentionaler vs. nichtintentionaler Nonadherence Intentionaler vs. nichtintentionaler Nonadherence Adherence hat auch mit Medikamenten zu tun Adherence hat auch mit Medikamenten zu tun

33 Bewertung

34 Ein Patient erzählt Die Intervention war sehr hilfreich, insbesondere die Gespräche im stationären Setting haben zur Bewältigung und Stabilisierung beitragen können. Informationsgabe war besonders wichtig (Erkrankung / Medikation). Die Intervention sollte ins Therapieprogramm aufgenommen werden. Die Einstellung zu und der Umgang mit Medikamenten haben sich positiv verändert. Die Intervention war sehr hilfreich, insbesondere die Gespräche im stationären Setting haben zur Bewältigung und Stabilisierung beitragen können. Informationsgabe war besonders wichtig (Erkrankung / Medikation). Die Intervention sollte ins Therapieprogramm aufgenommen werden. Die Einstellung zu und der Umgang mit Medikamenten haben sich positiv verändert.

35 Aus dem neuen Operationen- und Prozedurenschlüssel 2010 Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren (u.a.): Als angewandte Verfahren der ärztlichen und psychologischen gelten folgende Verfahren oder im Aufwand vergleichbare Verfahren (u.a.): Aufklärung, Complianceförderung und Monitoring im Rahmen der ärztlich indizierten Psychopharmakotherapie Aufklärung, Complianceförderung und Monitoring im Rahmen der ärztlich indizierten Psychopharmakotherapie

36 Wirksamkeit

37

38 Zusammenfassung Adherence ist Haltung und strukturierte Intervention Adherence ist Haltung und strukturierte Intervention Adherence muss den Verantwortungsbereich des Patienten stärken Adherence muss den Verantwortungsbereich des Patienten stärken Adherence ist ein interdisziplinäres Aufgabenfeld Adherence ist ein interdisziplinäres Aufgabenfeld

39 Vielen Dank!


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