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Vorlesung Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle 20.06.2005.

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Präsentation zum Thema: "Vorlesung Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle 20.06.2005."—  Präsentation transkript:

1 Vorlesung Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle

2 Seite 2 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Informatik & Gesellschaft – Kapitel der Vorlesung 4. Lernen, Qualifizierung und Wissensmanagement 4.1 Grundlagen Lernen und Qualifizierung (06.06.) 4.2 Technische Systeme CSCL und Wissensmanagement (13.06.) 5. Arbeitspsychologie und Softwareergonomie Arbeitspsychologie (20.6.) Softwareergonomische Grundlagen, DIN-Normen, etc. (20.06.) Gestaltung am Beispiel Webdesign (27.06.) 6. Rechtliche Grundlagen Datenschutz/Datensicherheit und Privatheit (04.07.) Urheberrecht (11.07.) 7. Klausur (18.07.)

3 Seite 3 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Gliederung für die heutige Sitzung CSCL-Umgebungen Integration von kollaborativem Lernen und Wissensmanagement Die CSCL-Umgebung KOLUMBUS Empirische Befunde Weiterentwicklungen Arbeitspsychologie wirksame Faktoren Belastung und Beanspruchung

4 Seite 4 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Wissensmanagement und (kollaboratives) Lernen Lernen findet sowohl in Lerninstitutionen als auch in Unternehmen statt Kollaboratives Lernen als aktuelles Paradigma: konstruktivistischer Lernansatz (Internalisierung) Lernende interagieren miteinander Ziel: gemeinsames Verständnis Forschungsrichtung CSCL Computervermitteltes kollaboratives Lernen Interdisziplinär aus Informatik, Pädagogik, Psychologie Interaktion bei CSCL als Kommunikation, da Lernen durch Beobachtung entfällt auf Grund räumlich bzw. zeitlicher Trennung besondere Bedeutung der Kommunikation für CSCL

5 Seite 5 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Eingesetzte technische Systeme In Lerninstitutionen Kollaborative Lernumgebungen (CSILE; Gentle; Vital; WebGuide) + Anregung zu und Unterstützung von Kommunikation - kaum Konvergenz- bildung - schlechte Unterstützung der Ablage und Darstellung von Materialien für alle - fiktive Probleme In Unternehmen Wissensmanagementsysteme (BSCW; LiLi; Hyperwave;TK) - kaum Anregung zur Kommunikation - Konvergenz durch wenig Kommunikation + gute Unterstützung der Ablage und Darstellung von Materialien für alle + reale Probleme In Lerninstitutionen Kollaborative Lernumgebungen (CSILE; Gentle; Vital; WebGuide) + Anregung /Unterstützung der Kommunikation - kaum Konvergenz- bildung - schlechte Unterstützung der Ablage und Darstellung von Materialien für alle - fiktive Probleme In Unternehmen Wissensmanagementsysteme (BSCW; LiLi; Hyperwave;TK) - kaum Anregung zur Kommunikation - Konvergenz durch wenig Kommunikation + gute Unterstützung der Ablage und Darstellung von Materialien für alle + reale Probleme

6 Seite 6 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Auf dem Weg zu einer Integration… Zu erarbeiten: Systematische Erhebung, Strukturierung und Umsetzung der Anforderungen zur Ausgestaltung einer Kombination von KL-Umgebungen und WM-Systemen gesucht: Gesamtkonzeption eines sozio-technischen Systemtyps zum gemeinsamen, computervermittelten, problemorientierten Lernen Zentrale Idee: Formen der Kommunikationsunterstützung anbieten, die KL und WM und deren Kombination unterstützen: Annotationen Konkreter: Integration von Material und adressierter Kommunikation in einem System auf Basis spezieller Annotationen aus (Kienle2003)

7 Seite 7 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Kontext-orientiertes Kommunikationsmodell: Anforderungen an Annotationen Mitteilungskonzeption Vorwissen des Rezipienten einschätzen Bekanntes und Unwesentliches auslassen Kontext erschließbar machen Kontext explizieren Verschiedene Darstellungen anbieten Aufmerksamkeit steuern Ggf. Verständigungserfolg prüfen Eindruckserzeugung Vermittelten Kontext identifizieren Kontext rekonstruieren Eigenen Kontext einbeziehen Partnerbild beachten Ggf. weitere Informationen anfordern (statt Imagination!!) Lernmaterialien als Kontext Annotationen als Kommunikationsausdrücke aus (Herrmann & Kienle 1999)

8 Seite 8 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Kontext-orientiertes Kommunikationsmodell: Anforderungen an Annotationen Mitteilungskonzeption Vorwissen des Rezipienten einschätzen Bekanntes und Unwesentliches auslassen Kontext erschließbar machen Kontext explizieren Verschiedene Darstellungen anbieten Aufmerksamkeit steuern Ggf. Verständigungserfolg prüfen Eindruckserzeugung Vermittelten Kontext identifizieren Kontext rekonstruieren Eigenen Kontext einbeziehen Partnerbild beachten Ggf. weitere Informationen anfordern (statt Imagination!!) Lernmaterialien als Kontext Annotationen als Kommunikationsausdrücke Anforderungen an Annotationen: Segmentierbarkeit der Materialien Freie Formulierungsmöglichkeiten (Multimediale) Materialien einstellen für alle Hide&Show-Mechanismen Informationen über andere Browsen in Materialien (anderer) Synchrone Kommunikations- möglichkeit aus (Herrmann & Kienle 1999)

9 Seite 9 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Beispiel: Annotationen in KOLUMBUS

10 Seite 10 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Kollaborative Lernumgebung mit Material anderer lernen Weitere Informationsquellen Lehrender Lerngruppe kollaborieren vorbereiten Aufgaben erstellen Gruppen einteilen Material erstellen am eigenen Material lernen nachforschen Material einstellen weitere Empfänger zulassen Material editieren Anmerkungen anfügen auf Beiträge anderer achten kopierenverknüpfen Anmerkungen anfügen suchenfiltern bewerten aushandeln Fehlende Zustimmung auf Beiträge anderer achten Untergruppen bilden fragen diskutieren antworten Anmerkungen anfügen votieren vorschlagen Lerner

11 Seite 11 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Kollaborative Lernumgebung mit Material anderer lernen Weitere Informationsquellen Lehrender Lerngruppe kollaborieren vorbereiten Aufgaben erstellen Gruppen einteilen Material erstellen am eigenen Material lernen nachforschen Material einstellen weitere Empfänger zulassen Material editieren Anmerkungen anfügen auf Beiträge anderer achten kopierenverknüpfen Anmerkungen anfügen suchenfiltern bewerten aushandeln Fehlende Zustimmung auf Beiträge anderer achten Untergruppen bilden fragen diskutieren antworten Anmerkungen anfügen votieren vorschlagen Lerner Anmerkungen anfügen Annotationen als Basiskonzept! Weitere Anforderung: Differenziertes Rechtekonzept: Empfänger = Individuum vs. Empfänger = Gruppe vs. Urheber = Gruppe Anschlußfähigkeit von Annotationen weitere Empfänger zulassen Anmerkungen anfügen Annotationen als Basiskonzept! Weitere Anforderung: Differenziertes Rechtekonzept: Empfänger = Individuum vs. Empfänger = Gruppe vs. Urheber = Gruppe Anschlußfähigkeit von Annotationen fragen diskutieren antworten Annotationen als Basiskonzept! Weitere Anforderung: Differenziertes Rechtekonzept: Empfänger = Individuum vs. Empfänger = Gruppe vs. Urheber = Gruppe Anschlußfähigkeit aushandeln votieren vorschlagen Annotationen als Basiskonzept! Weitere Anforderung: Differenziertes Rechtekonzept: Empfänger = Individuum vs. Empfänger = Gruppe vs. Urheber = Gruppe Anschlußfähigkeit von Annotationen

12 Seite 12 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO KOLUMBUS: Anwendungsbeispiele (1)

13 Seite 13 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO KOLUMBUS: Anwendungsbeispiele (2)

14 Seite 14 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO KOLUMBUS: Anwendungsbeispiele (3)

15 Seite 15 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO KOLUMBUS: Anwendungsbeispiele (4)

16 Seite 16 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO KOLUMBUS: Anwendungsbeispiele (5)

17 Seite 17 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Evaluation: Annotationen zur Kommentierung von Materialien zur Unterstützung von Diskussionen Nachteile / Verbesserungspotenziale Wahrnehmung (neuer) Kommunikationsbeiträge Fehlende Zusammenführung von Diskussionssträngen Nachvollzug von Diskussionssträngen erschwert Unterscheidbarkeit organisatorischer und inhaltlicher Beiträge fehlt Vorteile weniger Erklärungen durch Auswahl einer Position Diskursiver Austausch

18 Seite 18 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Differenziertes Rechtekonzept und Aushandlung Festlegung einer Empfängergruppe Flexible Gruppenbildung Erweiterung der Urheber- oder Empfängergruppe durch Aushandlung _ Nachteile/Verbesserungspotenziale Keine Möglichkeit zur Kommentierung von Voten keine Transparenz über Stimmen anderer keine Übersicht über laufende Aushandlungen Vorteile Finden gemeinsamer Ergebnisse Aushandlung als formaler Abschluss eines Diskussions- prozesses

19 Seite 19 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Evaluation: Einstellen und Awarenessfeatures Einstellen/Darstellung von Inhalten Einfacher Upload: Formular, Wordvorlage, XML Baum- und Zeitungsansicht Awarenessfeatures Anzeige von neu + Datum Anzeige von Urheber + Empfänger _ Zeitungsansicht Navigation Annotieren (Experiment) Baumansicht Lesen von Inhalten Annotieren (Seminar) Verbesserungspotenziale Keine Bestätigung von Neu Anzeige von Urhebern und Datum bei Kommunikationsbeiträgen direkt im Baum _ _ Zusammenfassend: Integration von Material und Kommunikation fremd Je mehr sie damit vertraut sind, desto mehr unterschiedliche Funktionalitäten wünschen sie sich

20 Seite 20 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Notwendige Erweiterungen Interaktion bzgl. des Umgangs mit kommunikativen Beiträgen (= Annotationen) verbessern! Integration einer synchronen Kommunikationsunterstützung Verbesserung der Prozessbegleitung Moderation zur Unterstützung der Kommunikationsprozesse Transparenz bzgl. der Lernprozesse (Kienle & Herrmann, 2003)

21 Seite 21 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Klassifizierung von Annotationen Unterschiedliche Darstellung inhaltlicher und organisatorischer Beiträge Übersichtsfenster über Annotationen Zusammenhängende Annotationen werden durch neue Items nicht getrennt Interaktionen bzgl. Annotationen verbessern

22 Seite 22 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Konzeption einer synchronen Kommunikationsunterstützung für KOLUMBUS 2 Basiert auf der Media Synchronicity Theory Für Kooperationsprozesse in Organisationen benötigt KOLUMBUS unterschiedliche Kommunikationsformen Asynchrone Kommunikation (Annotationen): Geringe Synchronität (Geschwindigkeit des Feedbacks gering, Parallelität gering) Unmoderierte Chats: Mittlere Synchronität (Geschwindigkeit hoch, Parallelität hoch) Moderierte Chats: Hohe Synchronität (Geschwindigkeit hoch, Parallelität gering) Wiederverwendbarkeit der Chatinhalte!!!

23 Seite 23 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Der KOLUMBUS-Chat… Tagesordnungs- punkte Teilnehmer (schreibend, aufzeigend, sprechend) Moderator- kennzeichnung Referenz (sichtbar mit Tooltipp)

24 Seite 24 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Integration in den KOLUMBUS 2-Baum Nach Beendigung des Chats werden die Beiträge persistent im KOLUMBUS-Baum gespeichert. Referenzen werden beachtet!

25 Seite 25 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Integration synchroner und asynchroner Kommunikation Die Diskussionen aus dem Chat können asynchron per Annotationen weiterdiskutiert werden.

26 Seite 26 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erprobungsfeld Seminar am FB Erziehungswissenschaften der UniDO Laufzeit: WiSe 2004/2005 TeilnehmerInnen: 12 Studierende in vier Gruppen Blended Learning: Kombination aus asynchroner Arbeit an Materialien, Seminarchats und Präsenzveranstaltungen Aufgabe/Prozess Individuell: Arbeiten am Material (divergent) Kleingruppen: Vorbereitung eines Seminarchats und einer Präsentation (divergente und konvergente Anteile) Gesamte Gruppe: vertiefende Diskussionen (konvergent) Aufgabe/Prozess Individuell: Arbeiten am Material (divergent) Materialablage und Annotation Kleingruppen: Vorbereitung eines Seminarchats und einer Präsentation (divergente und konvergente Anteile) Materialablage, Annotationen, (unmoderierte) Chats Gesamte Gruppe: vertiefende Diskussionen (konvergent) moderierte Chats und Präsenzsitzungen

27 Seite 27 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO (vorläufige) Ergebnisse Die Unterstützung der verschiedenen Phasen mit unterschiedlichen Hilfsmitteln wurde positiv bewertet Keine Verbindung zwischen Artefakten aus synchronen und asynchronen Phasen Gewünscht wurde eine stärkere Integration der technischen Plattform KOLUMBUS in bereits genutzte Kommunikationswege ( , ICQ) Den Funktionsumfang des Chats fand ich für eine Diskussion in der Gruppe sehr angemessen. Mal eben schnell antexten in ICQ oder so, so wie ich es sonst auch mache. es erschien mir unnatürlich, an dem Gequassel zu annotieren. […] Um zu annotieren, müsste man das schon zusammenfassen. Unterschiedliche Sprache Wahl des Anknüpfungspunktes Benötigt: Moderator/Prozessverantwortlicher

28 Seite 28 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Hintergrund zur Moderationsunterstützung Klassische Moderationsschule mit Techniken Hauptaufgabe eines Moderators: Strukturierung des Diskussionsprozesses Eröffnung von Diskussionssträngen Lenken von Diskussionen Zusammenfassung von (Teil-)Ergebnissen Zusammenstellen von Aufgabenlisten Für computervermittelte asynchrone Situationen Die Aufgabe bleibt, zusätzlich von besonderer Relevanz: Verbindungen zwischen Beiträgen/Diskussionssträngen Aufmerksamkeitssteuerung Strategien müssen wechseln, aber wie? (Klebert et al., 1987), (Salmon 2000, 2002), (Collison et al., 2000)

29 Seite 29 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Moderationsunterstützung in KOLUMBUS Farbliche Markierung ähnlicher Beiträge (zum Clustern durch den Moderator) Fettdruck von Moderatorenbeiträgen zur verbesserten Aufmerksamkeit (Kienle & Ritterskamp 2005)

30 Seite 30 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Studie zu asynchroner Moderationsunterstützung Erprobungsfeld 12 Studierende reale Aufgabe: Erarbeitung eines Abschlussberichtes des einjährigen Projektes Diskussion über den Aufbau, die Inhalte und Erstellung des Berichtes in KOLUMBUS Laufzeit: Mitte Januar bis Mitte März 2005 Einsatz einer ausgebildeten Moderatorin Intervention zwei Mal in der Woche Beobachtung und Interview der Moderatorin Audioaufnahme und Aufnahme ihres Bildschirms Gruppeninterviews der Probanden alle zwei Wochen Ziel der Studie Hypothesen bzgl. der Interventionsstrategien eines Moderators Anforderungen an das technische System Hypothesen bzgl. der technischen Erweiterungen

31 Seite 31 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erste Eindrücke - Probleme In Face-to-Face Situationen ist vieles implizit oder nonverbal, z. B. Zuweisungen des ersten Redners Feedback zu Beiträgen Aufgabenzuweisung und –übernahmen Probleme während der Studie Erstmal warten, was die anderen meinen Wenn jemand einen Vorschlag gemacht hat, dann sind viele einer ähnlichen Meinung bei jedem zustimmen ist mühselig Ein definiertes Ende von Diskussionssträngen ist nicht sichtbar

32 Seite 32 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erste Eindrücke - Moderatorenfähigkeiten Beiträge anleitender/instruierender formulieren vom Format vergleichbare Beiträge und weniger Rückfragen Nach einer Zusammenfassung nicht noch einmal nachfragen Offizielle Beendigung eines Diskussionsstranges Beispiel dafür, dass bewährte Moderationstechniken nicht immer übertragbar sind (unterschiedliche Annahmen)

33 Seite 33 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erste Eindrücke - Moderatorenfähigkeiten Auch (inhaltlich) entscheiden! Damit erhält der Moderator in asynchronen computervermittelten Situationen mehr Aufgaben und mehr Verantwortung Termine setzen bei jeder Intervention mehr Stellungnahmen von Teilnehmern Rhythmusbildung in der Gruppe (bei Zusammenhang Termin - nächste Intervention) Bzgl. Technikgestaltung Moderatoren ggf. durch Tooltipps oder die Gestaltung der Eingabemaske unterstützen

34 Seite 34 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erste Eindrücke - Moderatorenfähigkeiten Auch (inhaltlich) entscheiden! Damit erhält der Moderator in asynchronen computervermittelten Situationen mehr Aufgaben und mehr Verantwortung Termine setzen bei jeder Intervention mehr Stellungnahmen von Teilnehmern Rhythmusbildung in der Gruppe (bei Zusammenhang Termin - nächste Intervention) Bzgl. Technikgestaltung Moderatoren ggf. durch Tooltipps oder die Gestaltung der Eingabemaske unterstützen

35 Seite 35 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Erste Eindrücke – Gewünschte Funktionalitäten Aus Sicht der Diskussionsteilnehmer einfach zustimmen Aushandlungsfunktionalität Aus Sicht der Moderatorin ToDo-Listen/Moderatorenansicht Fragen/Aufträge direkter zuweisen Mehr Aufmerksamkeitssteuerung (differenzierte Awareness) Markierungen einzelner Wörter auch anderer Items Synchrone Unterstützung im Baum

36 Seite 36 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Anleitung durch Prozesse Anlass Transparenz des (Lern-)Prozesses verbessern Lernprozess sollen (selbstgesteuert) erarbeitet werden Verwandte Arbeiten Scripts: vorgegebene, technikbasierte Instruktionen; Fremdsteuerung Maps: Orientierungshilfen Prozessmodelle zur Unterstützung der Koordination Positive Wirkung der Modelle, nachgewiesen in koordinierenden ftf- Sitzungen von Studierendengruppen: Mehr Austausch von Informationen, die auch explizit dargestellt werden Mehr verbindliche Absprachen bzgl. der Techniknutzung und sozio- technischer Aspekte Mehr Nutzung des technischen Systems (Carell et al. 2005)

37 Seite 37 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Integration der Prozessmodelle in KOLUMBUS Ziel: Diagramm als Navigationshilfe Lernen des Prozesses durch Transparenz und ständige Präsenz der Diagramme Anwendung des Diagramme Diplomarbeit: Michael Prilla (2004): Nutzung von Prozessdiagrammen zur Unterstützung von Aufbau und Nutzung von CSCL-Anwendungen

38 Seite 38 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Arbeitspsychologie

39 Seite 39 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Belastungsfaktoren (Fehl-)Beanspruchung Schädigungen und Beeinträchtigungen einwirkende Belastung aufgabenbedingt Lesen vom Schirm und von Vorlage gleichförmige Tätig- keit Komplexität Verantwortung Zeitdruck... Arbeitsmittel Blendeffekte kleine Zeichen Antwortzeiten Datenverlust... Arbeitsumgebung Lärm Konflikte Aufstiegschancen Kontrolle... der Augen der Musku- latur... Ermüdung Monotonie Streß Arbeitsmittel hohe Bildwieder- holfrequenz UNDO innere R. Qualifikation Freiwilligkeit äußere R. soziale Unter- stützung Ressourcen Einschränkung der Belastung Sehschärfen- verlust Kreislauf- störung Konzentra- tionsstörung Nervosität Unlust... fehlende Persönlichkeits- förderung Unzufrie- denheit gestörtes Sozial- verhalten... Belastung und Humanisierungspotenziale

40 Seite 40 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme Aufgabe bearbeiten Nutzer anpassen belasten nutzen entlasten Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

41 Seite 41 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Hilfestellung; Vorbild Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

42 Seite 42 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Suchhilfe; Fehlerbehebung; Orientierungshilfe;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

43 Seite 43 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Hohe Antwortzei- ten; Informations- überflutung; Info- mangel;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

44 Seite 44 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Lärm; Störungen;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

45 Seite 45 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Hohe Komplexität; Hohe Anforderungen an Info-Vollständig- keit oder Korrektheit;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

46 Seite 46 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Erwartungsdruck; Konflikte;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

47 Seite 47 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Fehlbeanspruchung: Ermüdung, Mono- tonie; Streß Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

48 Seite 48 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Medienkompetenz Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

49 Seite 49 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Umwelt Soziale Umgebung Arbeitsmittel: interaktive Systeme entlastenbelasten Aufgabe bearbeiten nutzen anpassen Nutzer Medienkompetenz Hilfestellung; Vorbild Suchhilfe; Fehlerbehebung; Orientierungshilfe;... Hohe Antwortzei- ten; Informations- überflutung; Info- mangel;... Lärm; Störungen;... Hohe Komplexität; Hohe Anforderungen an Info-Vollständigkeit oder Korrektheit;... Fehlbeanspruchung: Ermüdung, Monotonie; Streß Erwartungsdruck; Konflikte;... Be- und Entlastung durch interaktive Systeme in der Arbeitswelt

50 Seite 50 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Körperliche Fehlbeanspruchung - Systematik Augenbelastung durch Akkomodations- und Adaptionsanforderungen Körperliche Zwangshaltung in Folge unzureichender Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze oder zu langer Bildschirmarbeitszeiten RSI-Syndrom (repititive strain injury) Belastung durch elektrostatische Aufladung

51 Seite 51 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Beeinträchtigung des Wohlbefindens - psychische Fehlbeanspruchungen (1/2) Ermüdung: Als Folge von Tätigkeit auftretende, reversible Minderung der Leistungsfähigkeit eines Organs oder des Gesamtorganismus. Zustände der Ermüdung sind immer mit Zuständen der Erholungsbedürftigkeit verbunden. Folge: Abnahme der Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit, Denkstörungen. Monotonie: Zustand herabgesetzter psychophysischer Aktiviertheit bei länger dauernder Ausführung sich häufig wiederholender gleichartiger und einförmiger Tätigkeiten. Der Monotoniezustand verfliegt - im Gegensatz zur Ermüdung - mit einem Tätigkeits- oder Anforderungswechsel.

52 Seite 52 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Streß: Zustand nervöser Anspannung der sich durch die subjektive Wahrnehmung folgender Faktoren ergibt: es drohen negative Konsequenzen es besteht eine Diskrepanz zwischen Anforderung und Leistungsvermögen es besteht Kontrollverlust Beeinträchtigung des Wohlbefindens - psychische Fehlbeanspruchungen (2/2)

53 Seite 53 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Reduktion von Fehlbeanspruchung durch Software Ergonomie (1/2) Anpassung der Nutzungsbedingungen eines Computersystems an Eigenschaften der Benutzer/innen (bzgl. ihrer Wahrnehmungs- und Denkgewohnheiten) und ihrer Eigenarten bei der Aufgabenausführung Achtung: unterschiedliche Nutzer/innen haben unterschiedliche Eigenschaften (Kenntnisse, Übungsgrad, Nutzungshäufigkeit) und brauchen unterschiedliche Nutzungsbedingungen.

54 Seite 54 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Reduktion von Fehlbeanspruchung durch Software Ergonomie (2/2) Ziele der Software-Ergonomie: 1. Schnelle Erlernbarkeit 2. schnelle Ausführbarkeit der Aufgaben 3. Fehlerfreie Ausführung 4. Geringer Aufwand bei Fehlerbehebung 1. keine Beeinträchtigung der Gesundheit und des Wohlbefindens 2. Förderung der Interessen und Fähigkeiten der Benutzer/innen

55 Seite 55 / 55 Informatik & Gesellschaft Dr. Andrea Kienle: Vorlesung Informatik & Gesellschaft 2005, UniDO Literatur Carell, Angela; Herrmann, Thomas; Kienle, Andrea; Menold, Natalja (2005): Improving the Coordination of Collaborative Learning with Process Models. Proceedings of the Conference on Computer Support for Collaborative Learning, Taipeh, June Kienle, Andrea; Herrmann, Thomas (2003): Integration of communication, coordination and learning material – a guide for the functionality of collaborative learning environments. In: Proceedings of the Thirty- Sixth Annual Hawaii International Conference on System Sciences. S. 33. Dennis, Alan R.; Valacich, Joseph S. (1999): Rethinking Media Richness: Towards a Theory of Media Synchronicity. In: Proceedings of the 32nd Hawaii International Conference on System Sciences, Dillenbourg, P: (2002). Over-scripting CSCL. The risk of blending collaborative Learning with instructional design. In P.A. Kirschner (Ed.), Three worlds of CSCL. Can we support CSCL (pp ). Heerlen. Open University Nederland. Kienle, Andrea; Ritterskamp, Carsten (2005): Die Moderation asynchroner CSCL-Prozesse. Akzeptiert für die DeLFI 2005: Die 3.e-Learning Fachtagung Informatik, September, Rostock. Klebert, Karin; Schrader, Einhard; Straub, Walter G. (1987*2): Kurz-Moderation. Salmon, Gilly (2000): E-Moderating. The key to teaching and learning online. Kogan Page. Salmon, Gilly (2002): E-tivities. The key to active online learning. Kogan Page. Schmidt, Kjeld; Bannon, Liam (1992). Taking CSCW Seriously. Supporting Articulation Work. In Computer Supported Coopera-tive Work (pp 7-40). Dordrecht: Kluwer Academic Publishers. S


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