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Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Psychisches Trauma und Traumafolgestörungen Wintersemester 2012/2013 Dr. med. Elke Weinel.

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1 Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Psychisches Trauma und Traumafolgestörungen Wintersemester 2012/2013 Dr. med. Elke Weinel

2 Psychisches Trauma (Definiton) Folge eines katastrophischen Ereignisses bzw. einer kurzzeitigen oder dauernden Extrembelastung, die außerhalb der üblichen menschlichen Erfahrung liegenFolge eines katastrophischen Ereignisses bzw. einer kurzzeitigen oder dauernden Extrembelastung, die außerhalb der üblichen menschlichen Erfahrung liegen Intensität und Plötzlichkeit der traumatischen Erfahrung überfordern die psychischen Abwehr- und Bewältigungsmechanismen (Zusammenbruch der Abwehr in der traumatischen Situation)Intensität und Plötzlichkeit der traumatischen Erfahrung überfordern die psychischen Abwehr- und Bewältigungsmechanismen (Zusammenbruch der Abwehr in der traumatischen Situation) Intensive Angst, Schrecken, vor allem Gefühle extremer Hilflosigkeit erschüttern das Selbst-Intensive Angst, Schrecken, vor allem Gefühle extremer Hilflosigkeit erschüttern das Selbst- und Weltverständnis (seelische Verletzung) und Weltverständnis (seelische Verletzung)

3 Psychisches Trauma (Definition) Wesentlich ist die Erfahrung der Hilflosigkeit des Ichs angesichts einer unerträglichen Erregungshäufung äußeren oder inneren Ursprungs (Freud 1926) Wesentlich ist die Erfahrung der Hilflosigkeit des Ichs angesichts einer unerträglichen Erregungshäufung äußeren oder inneren Ursprungs (Freud 1926) Traumatisierung durch eine eigene katastrophische Erfahrungoder durch Beobachtung des traumatischen Erlebnisses einer anderen Person, z.B. als Zeuge eines GewaltverbrechensTraumatisierung durch eine eigene katastrophische Erfahrungoder durch Beobachtung des traumatischen Erlebnisses einer anderen Person, z.B. als Zeuge eines Gewaltverbrechens Höhere Belastung bei Traumatisierungen, die durch andere Menschen verursacht werden (Man made desaster)Höhere Belastung bei Traumatisierungen, die durch andere Menschen verursacht werden (Man made desaster)

4 Einteilung Einteilung (nach Terr 1991) Typ I-Trauma: einmaliges kurz dauerndes, unerwartetes Ereignis (Schocktrauma)Typ I-Trauma: einmaliges kurz dauerndes, unerwartetes Ereignis (Schocktrauma) –Apersonal: Naturkatastrophen, Unfälle, technische Katastrophen, etc. –Personal: Kriminelle Gewalttaten wie Vergewaltigung und Überfälle. Plötzlicher Verlust einer Bezugsperson etc.

5 Einteilung Einteilung (nach Terr 1991) Typ II-Trauma: anhaltende oder wiederholte (kumulative) Traumati- sierung (Straintrauma)Typ II-Trauma: anhaltende oder wiederholte (kumulative) Traumati- sierung (Straintrauma) –Kollektive und individuelle Gewalterfahrung: Krieg, Folter, Konzentrationslagerhaft, Geiselnahme etc. –Personeller Nahbereich: wiederholte körperliche/sexuelle Gewalt: Kindesmisshandlung und –vernachlässigung, wiederholte Vergewaltigung.

6 Traumamechanismen Überforderung aller Ich-FunktionenÜberforderung aller Ich-Funktionen in der traumatischen Situation in der traumatischen Situation –Überflutende Angst –Hilflosigkeit (keine Flucht möglich) –Ohnmacht (nichts tun können) Intrapsychische Verarbeitung gelingt nicht, traumatische Erfahrungen können nicht bewältigt (symbolisiert) werden und bleiben im Kern isolierte (abgekapselte) Erfahrungen.

7 Traumamechanismen Überforderung der Informationsverar- beitung, da die Inhalte der traumatischen Erfahrung nicht in bestehende innere Ordnungsschemata integrierbar sind.Überforderung der Informationsverar- beitung, da die Inhalte der traumatischen Erfahrung nicht in bestehende innere Ordnungsschemata integrierbar sind. Neurobiologische Veränderungen,u.a.Neurobiologische Veränderungen,u.a. –Hyperreagibilität der Amygdala (re) –Hippocampusvolumen (li) –Brocazentrum (li) –Veränderung von Gedächtnisfunktionen

8 Trauma Trauma Typ I Typ II Akute Störungen: chronische Folgen: Akute BelastungsreaktionKomplexe PTBS AnpassungsstörungenPersönlichkeitsveränderungen PTBSPersönlichkeitsstörungen: Borderline-Persönlichkeitsstörung

9 Trauma: Subtypen und Manifestationszeiträume Monate20 Jahre Akute Belastungsstörung Akute PBS chronische PBS chronische PBS mit verzögertem Beginn

10 Subtypen und Manifestationszeiträume Akute BelastungsreaktionAkute Belastungsreaktion AnpassungsstörungAnpassungsstörung Posttraumatische Belastungsstörung (PBS) oder Posttraumatic Stress Disorder (PTSD)Posttraumatische Belastungsstörung (PBS) oder Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) Spätfolgen einer PBS, z.B. anhaltende PersönlichkeitsveränderungenSpätfolgen einer PBS, z.B. anhaltende Persönlichkeitsveränderungen

11 : Gemeinsame Charakteristika: Entstehung in einem zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit psycho- sozialer Belastung oder katastrophischen Erlebnissen (Stress).Entstehung in einem zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit psycho- sozialer Belastung oder katastrophischen Erlebnissen (Stress). Belastendes Ereignis als ausschlaggebender FaktorBelastendes Ereignis als ausschlaggebender Faktor Ohne das Ereignis wäre die Störung nicht entstandenOhne das Ereignis wäre die Störung nicht entstanden Erhebliche Beeinträchtigung der sozialen LeistungsfähigkeitErhebliche Beeinträchtigung der sozialen Leistungsfähigkeit

12 Akute Belastungsreaktion Vorübergehende Reaktion auf außergewöhnliche körperliche oder seelische Belastung bei einem psychisch nicht manifest gestörtem MenschenVorübergehende Reaktion auf außergewöhnliche körperliche oder seelische Belastung bei einem psychisch nicht manifest gestörtem Menschen –Schreckreaktion –Betäubung, Bewußtseinseinengung –Desorientiertheit –Vegetative Zeichen –Unruhe, Überaktivität –rascher Symptomwechsel, spontanes Abklingen

13 Anpassungsstörungen Symptomatik: Einteilung nach ICD-10:Symptomatik: Einteilung nach ICD-10: –kurze oder längere depressive Reaktion –als Angst und depressive Reaktion gemischt –mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle wie z.B. Sorgen, Anspannung, Ärger –als vorwiegende Störung des Sozialverhaltens Beginn: innerhalb der ersten 4 WochenBeginn: innerhalb der ersten 4 Wochen Dauer: ca. 6 MonateDauer: ca. 6 Monate Bis zu 2 Jahren bei längerer depressiver ReaktionBis zu 2 Jahren bei längerer depressiver Reaktion

14 Anpassungsstörungen Auftreten bei oder nach schwerer Belastung oder einschneidenden Lebensveränderungen, z.B.Auftreten bei oder nach schwerer Belastung oder einschneidenden Lebensveränderungen, z.B. –Verlust durch Tod oder Trennung –Migration oder Flucht –Verlust der sozialen Kontinuität (soziales Netz) –Diskriminierung, Stigmatisierung –schwere und/oder lebensbedrohliche Erkrankungen

15 Therapieansätze Akute Belastungsreaktion und Anpassungstörungen KriseninterventionKrisenintervention –entlastende, stützende Gespräche –eventuell Einleitung einer medikamentösen Therapie –Stützung durch Einbeziehung des sozialen Netzes Kurzzeitpsychotherapie bei kompliziertem VerlaufKurzzeitpsychotherapie bei kompliziertem Verlauf

16 Posttraumatische Belastungsstörung (PBS) Eine PBS ist eine komplexe psychobiolo- gische Anpassungsreaktion auf ein äußeres Traumaereignis, das zumindest für den Zeitpunkt der aktuellen Einwirkung die individuellen Verarbeitungsmöglichkeiten einer Person überfordert.

17 Symptomatik IntrusionenIntrusionen VermeidungenVermeidungen Vegetatives ArousalVegetatives Arousal NumbingNumbing

18 Intrusionen: Sich aufdrängende Erinnerungen von Traumaanteilen in verschiedenster Form: –Flashbacks –Alpträume –Wiederkehrende Bilder

19 Vermeidungen als Versuch, Personen, Situationen oder Orte, die an das Trauma erinnern könnten, konsequent zu umgehen, was oft zu einer erheblichen Einschränkung des Lebens oder zu sozialem Rückzug führt

20 Vegetatives Arousal Anhebung des vegetativen Erregungs- niveaus mit: –Schlafstörungen –Schreckhaftigkeit, Hypervigilanz –Konzentrationsstörungen –Unruhe, Zittern –intermittierende Aggressionsanfälle, Reizbarkeit –Ängste, vegetative Übererregbarkeit

21 Numbing Emotionale Taubheit, gekennzeichnet durch: –allgemeiner Rückzug –Interessenverlust –innere Teilnahmslosigkeit

22 Epidemiologie (Flatten 2005) Die Prävalenz subsyndromaler Störungsbilder ist wesentlich höher.Die Prävalenz subsyndromaler Störungsbilder ist wesentlich höher. Lebenszeitprävalenz PBS in der Allgemeinbevölkerung bei 7,8%:Lebenszeitprävalenz PBS in der Allgemeinbevölkerung bei 7,8%: – Frauen ca. 10%. – Männer ca. 5% Die Häufigkeit von PBS ist abhängig von der Art des Traumas:Die Häufigkeit von PBS ist abhängig von der Art des Traumas:

23 ca. 50% nach Vergewaltigungca. 50% nach Vergewaltigung ca. 25% nach anderen Gewalt- verbrechenca. 25% nach anderen Gewalt- verbrechen ca. 20% bei Kriegsopfernca. 20% bei Kriegsopfern ca. 15% bei Verkehrsunfallopfernca. 15% bei Verkehrsunfallopfern ca. 15 % bei schweren Organ- erkrankungen (Herzinfarkt, Malignome)ca. 15 % bei schweren Organ- erkrankungen (Herzinfarkt, Malignome)

24 Verlauf Durchschnittliche Beschwerdedauer 36 Monate mit und 64 Monate ohne BehandlungDurchschnittliche Beschwerdedauer 36 Monate mit und 64 Monate ohne Behandlung Wahrscheinlichkeit der Chronifizierung ca. 30%Wahrscheinlichkeit der Chronifizierung ca. 30% Wahrscheinlichkeit von Spontanre- missionen ca. 50%Wahrscheinlichkeit von Spontanre- missionen ca. 50%

25 Traumatische Affekte Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein Gefühle des Verlassenseins Gefühle des Verlassenseins Schamgefühle Schamgefühle Schuldgefühle Schuldgefühle Ekel, Selbsthass Ekel, Selbsthass Gefühle von Leere Gefühle von Leere Gefühle der Wut und des Hasses Gefühle der Wut und des Hasses

26 Chronische Folgen Wichtige Langzeiteffekte einer extremen, prolongierten oder repetitiven Traumatisierung äußern sich in einer Dysregulation des Affekt- und Impulssystems (komplexe PTSD)äußern sich in einer Dysregulation des Affekt- und Impulssystems (komplexe PTSD) und haben eine hohe Komorbidität mit anderen psychischen Störungen wie Depression, Angststörungen, Suchterkrankungen, Somatoformen und Dissoziativen Störungen)und haben eine hohe Komorbidität mit anderen psychischen Störungen wie Depression, Angststörungen, Suchterkrankungen, Somatoformen und Dissoziativen Störungen)

27 Komplexe PTBS, Typ II Trauma Störungen der AffektregulationStörungen der Affektregulation Störungen von Aufmerksamkeit und BewusstseinStörungen von Aufmerksamkeit und Bewusstsein SomatisierungsstörungenSomatisierungsstörungen Chronische PersönlichkeitsveränderungenChronische Persönlichkeitsveränderungen Charakteristische BeziehungsstörungenCharakteristische Beziehungsstörungen Störungen des persönlichen WertesystemsStörungen des persönlichen Wertesystems

28 Störungen der Regulierung des affektiven Erregungsniveaus : Chronische AffektdysregulationChronische Affektdysregulation Schwierigkeit, Ärger zu modulierenSchwierigkeit, Ärger zu modulieren Selbstdestruktives und suizidales VerhaltenSelbstdestruktives und suizidales Verhalten Schwierigkeiten, sexuelles Kontaktverhalten zu regulierenSchwierigkeiten, sexuelles Kontaktverhalten zu regulieren Impulsive und risikoreiche Verhaltens- weisenImpulsive und risikoreiche Verhaltens- weisen

29 Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins AmnesieAmnesie Dissoziation:Dissoziation: –komplexer psychophysiologischer Prozess, der zu Veränderungen im Bewusstsein führt und bewirkt, dass Gedanken und Gefühle dem Bewusstsein zumindest teilweise entzogen werden. –kann zu einem Nebeneinander verschiedener Bewusstseinszustände und Formen der Wahrnehmung führen

30 Dissoziation Der Dissoziation in der ursprünglichen traumatischen Situation (peritraumatische Dissoziation) kommt eine protektive Funktion zu, um begleitende heftige Affekte zu bewältigen.Der Dissoziation in der ursprünglichen traumatischen Situation (peritraumatische Dissoziation) kommt eine protektive Funktion zu, um begleitende heftige Affekte zu bewältigen. Bei der einfachen PTB wird in der primären Dissoziation das traumatische Ereignis abgespalten.Bei der einfachen PTB wird in der primären Dissoziation das traumatische Ereignis abgespalten. Bei komplexer PTBS werden umfangreiche Systeme aus dem alltäglichen Selbsterleben abgetrennt (sekundäre Dissoziation)Bei komplexer PTBS werden umfangreiche Systeme aus dem alltäglichen Selbsterleben abgetrennt (sekundäre Dissoziation)

31 Dissoziation Pathologische DissoziationPathologische Dissoziation –Ausschluss aus dem Bewusstsein –Verlust der integrativen Funktionen des Bewusstseins und der Persönlichkeit –Depersonalisation, Derealisation –Identitätsveränderung –Identitätskonfusion

32 Somatisierung Funktionelle Abdominalbeschwerden bei sexueller Traumatisierung und körperlicher Misshandlung in der Vorgeschichte (Drossmann 1995).Funktionelle Abdominalbeschwerden bei sexueller Traumatisierung und körperlicher Misshandlung in der Vorgeschichte (Drossmann 1995). Bei Pat. mit Rückenschmerzen ohne somatisches Korrelat gehäuft Vorgeschichte von sexueller Traumatisierung und körperlicher Misshandlung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit somatischem Befund (Schoffermann et al 1993)Bei Pat. mit Rückenschmerzen ohne somatisches Korrelat gehäuft Vorgeschichte von sexueller Traumatisierung und körperlicher Misshandlung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit somatischem Befund (Schoffermann et al 1993)

33 Somatisierung Psychosomatische Symptombildung bei Holocaust-ÜberlebendenPsychosomatische Symptombildung bei Holocaust-Überlebenden –Trias der Überlebenden: Schlaflosigkeit, Albträume, psychosomatische Beschwerden (Niederland 1981) Somatisierungsstörungen, somatoforme Schmerzstörungen z.B. bei sexualisierter Gewalt in der Vorgeschichte (Egle 1992)Somatisierungsstörungen, somatoforme Schmerzstörungen z.B. bei sexualisierter Gewalt in der Vorgeschichte (Egle 1992)

34 Chronische Persönlichkeitsveränderungen Änderung in der Selbstwahrnehmung :Änderung in der Selbstwahrnehmung : –Chronische Schuldgefühle –Selbstvorwürfe –Gefühle, nichts bewirken zu können –Gefühle, fortgesetzt geschädigt zu werden

35 Chronische Persönlichkeitsveränderungen Änderungen in der Wahrnehmung des Schädigers, traumatische Opferbindung:Änderungen in der Wahrnehmung des Schädigers, traumatische Opferbindung: –Bindung an die misshandelnde Bezugsperson als Notfallreaktion –Innere Bindung an den Vergewaltiger –Liebesbindungen an Folterer und Geiselnehmer (Stockholm-Syndrom) –Bindungsverstärkung durch intermittierendes liebevolles Verhalten –Traumatische Bindung als Wut und Hass maskiert

36 Chronische Persönlichkeitsveränderungen Veränderungen der Beziehung zu anderen MenschenVeränderungen der Beziehung zu anderen Menschen Störung der sozialen Interaktion:Störung der sozialen Interaktion: –Unfähigkeit, zu vertrauen und Beziehungen aufrechtzuerhalten –Tendenz, erneut Opfer zu werden –Tendenz, andere zum Opfer zu machen

37 Veränderungen in Bedeutungssystemen Verzweiflung und HoffnungslosigkeitVerzweiflung und Hoffnungslosigkeit Verlust der bisherigen Lebensüber- zeugungenVerlust der bisherigen Lebensüber- zeugungen –Traumatisches Erleben kann die Grundüberzeugung von Sicherheit und Geborgenheit zerstören, ebenso wie die Überzeugung, dass das Leben einer sinnvollen Ordnung folgt (Janoff- Bulmann 1992)

38 Risikofaktoren (Flatten et al 2004) Objektive RisikofaktorenObjektive Risikofaktoren Subjektive RisikofaktorenSubjektive Risikofaktoren Individuelle RisikofaktorenIndividuelle Risikofaktoren

39 Objektive Risikofaktoren Art, Intensität und Dauer des traumatischen EreignissesArt, Intensität und Dauer des traumatischen Ereignisses Wiederholtes AusgesetztseinWiederholtes Ausgesetztsein Ausmaß der physischen VerletzungAusmaß der physischen Verletzung Durch Menschen verursachte TraumatisierungDurch Menschen verursachte Traumatisierung IntentionalitätIntentionalität Irreversibilität der erlittenen VerlusteIrreversibilität der erlittenen Verluste Höhe der materiellen SchädigungHöhe der materiellen Schädigung Ständiges Erinnertwerden an das Geschehen (Triggerung)Ständiges Erinnertwerden an das Geschehen (Triggerung)

40 Subjektive Risikofaktoren Unerwartetes Eintreten der traumatischen EreignissesUnerwartetes Eintreten der traumatischen Ereignisses Geringer Grad der eigenen Kontrolle über das GeschehenGeringer Grad der eigenen Kontrolle über das Geschehen SchulderlebenSchulderleben Ausbleiben fremder HilfeAusbleiben fremder Hilfe

41 Individuelle Risikofaktoren Jugendliches oder hohes LebensalterJugendliches oder hohes Lebensalter Zugehörigkeit zu einer sozialen RandgruppeZugehörigkeit zu einer sozialen Randgruppe Niedriger sozioökonomischer StatusNiedriger sozioökonomischer Status Mangelnde soziale UnterstützungMangelnde soziale Unterstützung Psychische oder körperliche VorerkrankungenPsychische oder körperliche Vorerkrankungen Familiäre Vorbelastung mit traumatischen ErfahrungenFamiliäre Vorbelastung mit traumatischen Erfahrungen

42 Protektive Faktoren Gute Beziehung zu einer BetreuungspersonGute Beziehung zu einer Betreuungsperson Möglichkeiten kompensatorischer BeziehungenMöglichkeiten kompensatorischer Beziehungen Möglichkeiten zur ErholungMöglichkeiten zur Erholung –Sichere, taktvolle Umgebung –Therapienagebote Soziale UnterstützungSoziale Unterstützung Sicheres BindungsverhaltenSicheres Bindungsverhalten IntelligenzIntelligenz Verlässliche Bezugspersonen im ErwachsenenalterVerlässliche Bezugspersonen im Erwachsenenalter

43 Therapie Erste Maßnahmen: Herstellen einer sicheren Umgebung, psychoedeukative und psychosoziale Interventionen etc.Erste Maßnahmen: Herstellen einer sicheren Umgebung, psychoedeukative und psychosoziale Interventionen etc. Traumaspezifische Stabilisierung: engmaschige therapeutische Behandlung, Krisenintervention, ressourcenorientierte Intervention (z.B. Distanzierungstechniken), adjuvante und symptomorientierte Pharmakotherapie Traumaspezifische Stabilisierung: engmaschige therapeutische Behandlung, Krisenintervention, ressourcenorientierte Intervention (z.B. Distanzierungstechniken), adjuvante und symptomorientierte Pharmakotherapie

44 Traumabearbeitung:Traumabearbeitung: –Nur durch entsprechend qualifizierten Psychotherapeuten –Voraussetzung: ausreichende Stabilität, keine weitere Traumaeinwirkung, kein Täterkontakt –Traumaadaptierte Psychotherapieverfahren im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans –Dosierte Rekonfrontation mit dem Ziel der Durcharbeitung und Integration unter geschützten Bedingungen


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