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1 Übernahmerecht. 2 Allgemeine Grundsätze § 3 WpÜG 1.Gleichbehandlung der Angebotsadressaten. 2. Genügende Zeit und Information für die Wertpapierinhaber.

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1 1 Übernahmerecht

2 2 Allgemeine Grundsätze § 3 WpÜG 1.Gleichbehandlung der Angebotsadressaten. 2. Genügende Zeit und Information für die Wertpapierinhaber. 3. Verpflichtung von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft, in deren Interesse zu handeln. 4. Zügige Durchführung von Angebotsverfahren. 5.Keine Marktverzerrung beim Handel mit betroffenen Wertpapieren. 6. Verpflichtung des Bieters zur Sicherstellung der Finanzierung des Angebots.

3 3 Geschichtlicher Überblick 1968 City Code (Großbritannien) 1974 Paddington-Entwurf (EU) Beginn der Diskussion um EU-Regelung 1979 Leitlinien der Börsensachverständigenkommission (BSK) 1995 Übernahmekodex der BSK - freiwilliger Kodex 1996 Thyssen / Krupp 1999/2000 Vodafone / Mannesmann 2001 Allianz / Dresdner, Ablehnung EU-Entwurf 2002 Übernahmegesetz 2003 Neue EU-Richtlinie als Minimalkonsens

4 4 Systematik Abschnitt 1Allgemeine Vorschriften Abschnitt 2Zuständigkeit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) Abschnitt 3Angebote zum Erwerb von Wertpapieren Abschnitt 4Übernahmeangebote Abschnitt 5Pflichtangebote Abschnitt 6Verfahren Abschnitt 7Rechtsmittel Abschnitt 8Sanktionen Abschnitt 9Gerichtliche Zuständigkeit; Übergangsregelungen

5 5 Definitionen Zielgesellschaften: Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien mit Sitz in Deutschland, die Wertpapiere ausgegeben haben, welche zum Handel an einem organisierten Markt zugelassen sind.

6 6 Definitionen Öffentliche Angebote: (invitatio ad offerendum verboten) - Angebote zum Erwerb von Wertpapieren der ZG (auch eigener Aktien) - Übernahmeangebote (Bedingungen erlaubt kein Teilangebot) - Pflichtangebote (auch wenn Stammaktien nicht notiert sind, Vorzugsaktien aber zugelassen sind, bedingungsfeindlich)

7 7 Definitionen Kontrolle: Halten von mindestens 30% der Stimmrechte der Zielgesellschaft. Übernahmeangebot: Freiwilliges Angebot als Mittel zum Kontrollerwerb. Pflichtangebot: Angebotspflicht als Folge der Kontrollerlangung.

8 8 Mindestpreisleistung bei Übernahme/Pflichtangebot § 31 WpÜG i.V.m. §§ 3 ff. WpÜG AngVO Grundsatz der angemessenen Gegenleistung; hat in einer Geldleistung in Euro oder in liquiden, zum Handel an einem organisierten EWR-Markt zugelassenen Aktien zu bestehen. Berücksichtigung von Vorerwerben des Bieters im Vorfeld von Angebotsverfahren muss mindestens dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Zielgesellschaft in den letzten drei Monaten entsprechen.

9 9 Angebotsunterlage § 11 WpÜG Ermöglicht Aktionären eine informierte Entscheidung über das Angebot Muss richtig, vollständig, klar und in deutscher Sprache abgefasst sein

10 10 Angebotsunterlage Angaben § 11 WpÜG i.V.m. § 2 WpÜG AngVO Muss Angaben enthalten u.a. über: Wesentliche Geschäftsdaten (Erwerber, Gegenleistung, Preis der Gegenleistung) Die Wertpapiere, sofern solche zum Tausch angeboten werden Die Finanzierung des Angebotes

11 11 Angebotsunterlage Angaben den Bieter und seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Angebot seine Beteiligungen an der Zielgesellschaft die Absichten mit Blick auf die künftige Geschäftstätigkeit der Zielgesellschaft und Arbeitnehmer

12 12 Bedingungen im Angebot Nur bei Übernahme / Erwerbsangeboten. AUSNAHME: Vollzugsverbot aus Kartellrecht, ggf. andere behördliche Verfahren. Keine auschließlichen selbstbestimmten Bedingungen, § 18 WpÜG, etwa Mindestschwelle (aber nicht Zielkorridor).

13 13 Bedingungen im Angebot –Bedingung des behördlichen Verfahrens (Fusionskontrolle), § 2 Nr. 8 WpÜGAngVO. –Disclaimer, § 24 WpÜG.. –Bedingung muss bei Fristende nicht eingetreten sein (etwa Kartell), aber aus Bestimmtheitsgrundsatz folgt, dass Bedingungseintritt absehbar sein muss. Zudem ggf. Reaktionsmöglichkeiten (Rücktritt, Auflösung).

14 14 Zurechnung von Stimmrechten Wichtig, da Folge Angebotspflicht: § 29 ff. insb. § 30 WpÜG Grundsatz: sachenrechtlicher Erwerbstatbestand Ergänzung: Einbeziehung schuldrechtlicher Kriterien Problem: bis vor Inkrafttreten des Gesetzes? (+) Altfälle (= vor mehr als 30%) fallen auch bei Aufstockung nicht unter die Angebotspflicht

15 15 Zurechnung allgemeine Prinzipien Zurechnung erfolgt von Dritten auf Bieter Prinzip der Doppelzurechnung - Jeder in der Zurechnungskette (Dritte) bekommt die gesamten Stimmrechte zugerechnet.

16 16 Zurechnung allgemein Prinzipien Kettenzurechnung nach § 30 Abs. 1 S. 2 WpÜG - Auch Stimmrechte, die Tochterunternehmen des Bieters zugerechnet werden, werden berücksichtigt. - Str. im alten WpHG, jetzt durch Gesetzgeber entschieden.

17 17 Zurechnung von Stimmrechten Einzeltatbestände Tochterunternehmen § 2 Abs. 6 WpÜG (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpÜG). Dritte, die Anteile für Rechnung des Bieters halten (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 2). Sicherungsübertragung des Bieters an Dritte (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 3). Nießbrauchrecht zugunsten des Bieters (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 4).

18 18 Zurechnung von Stimmrechten Einzeltatbestände Eingeräumter zukünftiger Eigentumserwerb (Option) (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 5). Anvertraute Anteile (§ 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 6). Nr. 2–6 gelten auch für Tochterunternehmen (§ 30 Abs. 1 S. 2, 3). Nur wenn Stimmrechtsausübung nach Bieterermessen.

19 19 Zurechnung von Stimmrechten Tochterunternehmen Beispiele: § 30 Abs. 1 Nr.1 WpÜG Legaldefinition in § 2 Abs. 6 WpÜG Konzern-Konzept wie im AktG, d. h. Vermutungsregelung § 17 Abs. 2 AktG gilt Beherrschender Einfluss maßgebend

20 20 Zurechnung von Stimmrechten Treuhänderfälle Beispiele: § 30 Abs. 1 Nr. 2 WpÜG Bei Auseinanderfallen rechtlicher und wirtschaftlicher Zuordnung ausschlaggebend: Weisungsrecht Bieter

21 21 Zurechnung von Stimmrechten Option Beispiele: § 30 Abs. 1 Nr. 5 WpÜG - Erwerb durch einseitige Willenserklärung Wird von Bundesanstalt eng ausgelegt. Schuldrechtliche Option oder Lieferanspruch aus Vertrag reichen nicht. Nötig ist dingliche Rechtsposition (ähnlich einem Anwartschaftsrecht). Bei Options- und Wandelanleihen kommt es auf die genaue Ausgestaltung an.

22 22 Zurechnung von Stimmrechten Acting in Concert Definition Dritte, die Verhalten bezüglich Zielgesellschaft mit Bieter bzw. Tochter abstimmen (§ 30 Abs. 2 WpÜG ). Beispiele: Absprachen, Poolverträge, Standstill-Agreements Definition für Dritte: Natürliche oder juristische Personen, die sich i.R. einer formellen oder informellen Übereinkunft während gesetzlicher Überwachungsfrist in einer Weise verhalten, die sich aktiv auf Erlangung oder Konsolidierung der Bieterkontrolle über ZG auswirkt.

23 23 Acting in Concert Probleme Unbestimmtheit des Tatbestandes (verfassungskonforme Auslegung), nicht bei einmaliger Abstimmung (§ 30 Abs. 2 S. 1 L.HS WpÜG). Unbestimmtheit der Ausnahme, wohl bei einmaligem Tagesordnungspunkt, -z.B. aber nicht bei Gesamtziel Squeeze-Out. -z.B. bereits bei erster Abstimmung über Aufsichtsratsbesetzung (BAFin) durch Aktionäre Information möglich, nicht aber Abstimmung (Dokumentation)

24 24 Acting in Concert Hintergrund Erweiterung des alten § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG, so dass nun schon einvernehmliches Handeln i.S.e. Koordination (Acting in Concert) für Zurechnung ausreicht. Ausdrückliche Stimmrechtsvereinbarungen / Poolverträge. Problem: Änderungen in solchen Vereinbarungen oder Ersetzung von Mitgliedern

25 25 Zurechnung von Stimmrechten Allgemeine Probleme Außerhalb der Befreiungstatbestände in §§ 36, 37 WpÜG keine Befreiungsmöglichkeiten. Verhältnis zum KartR: Wird der Zeitpunkt des Kontrollerwerbs durch Vollzugsverbot beeinflusst (Gesetzgeber schlägt Bedingung in eigentlich bedingungsfeindlichem Pflichtangebot vor)? Holzborn/Israel, BKR 2002, 9082 ff.

26 26 Zurechnung von Stimmrechten Allgemeine Probleme Beitritt zu einem kontrollierenden Pool führt zu § 35 WpÜG! - In jedem Fall? - Oder nur, wenn Beitretender Verhalten des - Pools beherrscht (und damit mittelbar auch - die Zielgesellschaft), evtl. Bagatellgrenzen?

27 27 Nichtzurechnung Handelsbestand Holzborn/Friedhoff WM 2002, 948 ff. Voraussetzungen gem. § 20 WpÜG Wertpapiere werden in Handelsbestand gehalten, - d. h. kurzfristige Spekulation (höchstens über drei Monate); - einfach bei Banken, schwieriger bei anderen Antragstellern, die keinen klassischen Handelsbestand haben.

28 28 Entfall der Zurechnung Gebundene Ausnahme Nichtberücksichtigung § 36 - familiäre Nachfolge (Nr.1), - Rechtsformwechsel (Nr. 2), nicht § 190 UmwG, - Umstrukturierung im Konzern (Nr. 3).

29 29 Befreiung vom Angebot Holzborn/Blank NZG 2002, 948 ff. Nach § 37 WpÜG i.V.m. § 9 WpÜG AngVO Ermessensentscheidung. Aufzählung in § 9 WpÜG AngVO nicht abschließend, daneben § 37 Abs. 1 WpÜG möglich. Zeitpunkt Antragstellung § 8 WpÜG AngVO, schon vor Kontrollerlangung möglich, diese muss aber absehbar und wahrscheinlich sein.

30 30 Entfall der Zurechnung Befreiung von Pflichtangebot Ermessensentscheidung gem. § 37 (nicht enumerativ) familienähnliche Nachfolge (§ 9 S.1 Nr. 1 und 2 WpÜG AngVO) Sanierung (S.1 Nr. 3) Sicherungsübereignung ohne Stimminteresse - (S. 1 Nr. 4) Verringerung der Gesamtstimmrechte (S. 1 Nr. 5)

31 31 Entfall der Zurechnung Befreiung von Pflichtangebot unverzügliches Wiederunterschreiten (S. 1 Nr. 6) Dritter hat höhere Beteiligung (S. 2 Nr. 1) HV-Präsenz > 60% (S. 2 Nr. 2) mittelbarer Erwerb (S. 2 Nr. 3)

32 32 Befreiung vom Angebot Einzeltatbestände Holzborn/Israel WM 2004, Februar Sanierung (§ 9 S. 1 Nr. 3 WpÜG AngVO) Beispiel SAT 1 - Pro 7 Voraussetzungen: Sanierungsbedürftigkeit der Zielgesellschaft (nicht der Gesellschaft, die Aktien der Zielgesellschaft hält). Bereits vor Insolvenz möglich. Prognose der Überlebensfähigkeit (Horizont ca. ein Jahr). Sanierungsabsicht und -fähigkeit des Antragstellers.

33 33 Befreiung vom Angebot Einzeltatbestände Sanierung (§ 9 S. 1 Nr. 3 WpÜG AngVO) Notwendige Unterlagen: Wirtschaftsprüfererklärung o.ä. zu Sanierungsbedarf. Sanierungskonzept, dessen Eignung z.B. von Beratern oder Bank getätigt wird.

34 34 Befreiung vom Angebot Einzeltatbestände Verringerung Aktienanzahl (§ 9 S. 1 Nr. 5 WpÜG) z.B. nach Rückkauf eigener Aktien und Einziehung durch Gesellschaft. Generalklausel für unbeabsichtigte Kontrollerlangung (§ 9 S. 1 Nr. 6) BAFin kann in Nebenbestimmung Antragsteller auffordern, Aktien zu veräußern, um so wieder unter die 30%-Schwelle zu gelangen.

35 35 Befreiung vom Angebot Einzeltatbestände – Dritter hat höheren Einfluss (§ 9 S. 2 Nr. 1 WpÜG AngVO) Nachweis, dass Dritter über mehr Aktien verfügt. – Höhere HV-Präsenz als 60% des Stimmkapitals (§ 9 S. 2 Nr. 2 WpÜG AngVO) Nachweis über HV-Präsenzen –Mittelbarer Erwerb (§ 9 S. 2 Nr. 3 WpÜG AngVO) Bieter erlangt Kontrolle über Gesellschaft, die ihrerseits börsennotierte Gesellschaft kontrolliert, dies ist nach § 30 Abs. 1 WpÜG zurechenbar (Beispiel:Siemens / Infineon).

36 36 Befreiung vom Angebot Einzeltatbestände Dies gilt auch, wenn Bieter natürliche Person ist, da auch eine solche i.S.d. WpÜG Tochterunternehmen haben kann. Dies kann auch im Enkelverhältnis gelten (mehrfach mittelbarer Erwerb).

37 37 Verfahren nach dem WpÜG Aufgaben der BAFin Überwachung der Verfahren nach dem WpÜG. Prüfung der Angebotsunterlagen auf Voll- ständigkeit und im Hinblick auf offensichtliche Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften. Missstandsaufsicht (auch im Zusammenhang mit Werbung). Erlass von Rechtsverordnungen.

38 38 Verfahren nach dem WpÜG Aufgaben der BAFin Bei BAFin wird ein Beirat gebildet, der das Amt bei der Aufsicht berät, insbesondere beim Erlass von Rechtsverordnungen. Bei BAFin besteht ein Widerspruchsausschuss als besonderes Entscheidungsgremium, insbesondere über Widersprüche gegen Verfügungen des Amtes.

39 39 Sanktionen Zwangsmittel Sanktionen / Zwangsmittel Geldbußen von bis zu 1 Million Zwangsgeld bis zu Ruhen der Stimmrechte des Bieters Verzinsung Untersagung des Angebotes Zivilrechtliche Haftung

40 40 Rechtsmittel Beschwerde gegen Verfügungen des BAFin Entscheidung ausschließlich durch Oberlandesgericht

41 41 Verhalten des Vorstandes und Aufsichtsrates der ZG im Übernahmefall Zulässig: § 33 WpÜG (Drygala ZIP 2001, 1861 ff.) Handlungen eines ordentlichen, gewissenhaften Geschäftsleiters. Suche nach konkurrierendem Angebot. Handlungen, denen der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft zugestimmt hat. Abwehrmaßnahmen mit Ermächtigung durch Hauptversammlung. Vorratsbeschlüsse.

42 42 Verhalten des Vorstandes und Aufsichtsrates der ZG Untersagt: Vorteilszusagen an Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft. Übertriebene Werbung § 28 WpÜG Streitig: Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital ohne Vorratsbeschluss Bürgers/Holzborn, ZIP 2003, 2273 ff.

43 43 Verhalten des Vorstandes und Aufsichtsrates der ZG Verpflichtung: § 27 WpÜG Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Stellungnahme zum Angebot abzugeben. Inhalt: Folgen eines erfolgreichen Angebots für Zielgesellschaft, Arbeitnehmer, Beschäftigungsbedingungen und Unternehmensstandorte.

44 44 Verhalten des Vorstandes und Aufsichtsrates der ZG Vom Bieter mit dem Angebot verfolgte Ziele. Absicht der Vorstandsmitglieder, das Angebot selbst anzunehmen. Ggf. Stellungnahme des Betriebsrates bzw. der Arbeitnehmer zum Angebot.

45 45 Konkurrierende Angebote Angebote, die während der Annahmefrist von einem Dritten angegeben werden: § 22 WpÜG 1. Verlängerung der Annahmefrist für das Angebot, wenn die Annahmefrist für das konkurrierende Angebot später abläuft. 2. Rücktrittsrecht bis zum Ablauf der Annahmefrist für die Inhaber von Wertpapieren der Zielgesellschaft, die das Angebot vor dem konkurrierenden Angebot bereits angenommen hatten.

46 46 Squeeze-Out-Regelung nach dem Aktiengesetz Möglichkeit: §327 a) ff. Akt G für den Aktionär, dem 95% der Aktien an einer Gesellschaft gehören (Hauptaktionär); die übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) in gesetzlich zulässiger Weise aus der Gesellschaft; gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung auszuschließen.

47 47 Squeeze-Out-Regelung nach dem Aktiengesetz Angemessene Barabfindung Bewertungsmethoden, Börsenkurs, Wirtschaftsprüferbericht. Entscheidung durch ordentliches Gericht, nicht in Zuständigkeit der BAFin. Fast immer: jahrelanges Spruchverfahren um Preishöhe

48 48 Börsen (BG + ZG) § 10 II Nr. 1+2 und BAF §10 II Nr. 3 Pflichtblatt § 10 III Nr. 1 oder elektr. Syst. § 10 III Nr. 2 (diese an Börsen/BAF § 10 IV) schriftl. VS der ZG §10 V (dieser weiter an AN-Vertr.) Erwerbsangebot bis zu 30% (§§ 1, 2 I) Pflichtangebot nach Kontrollerwerb § 35 Übernahme- angebot §§ 29, 30 Zurechnung gem. § 30 Veröffentlichung an (deutsch): Übernahmeangebot 3. u. 4. Abschn. WpÜG Pflichtangebot 3., 4. u. 5. Abschn. Erwerbsangebot 3. Abschn. WpÜG 4 Wochen § 14 I > oder = 30% 10 Werktage §14 II Verlän- gerung (5 Tage) Entscheidung (spätestens bei AR- Zustimmung BG) Invitatio ad Offerendum ist unzulässig § 17 Veröffentlichung Untersagung Einreichung der Angebotsunter- lage (deutsch) bei der Aufsichts- behörde Haftung §12 Verlänge- rung um 4 Wochen bei Grenz- überschrei- ten möglich Veröffentlichung des Angebots Übersicht

49 49 Konkurrierendes Ang. Veröffent- lichung §14 Untersagung §15 Sperrfrist 1 Jahr, § 26 I 1, Befreiungs- möglichkeit Internet Pflichtblatt (Hinweis?) Beleg an BAF VS der ZG AN-Vertr., §14 II Ergeb.veröf. § 23 I Nr. 1, wöch., letzte Woche tägl. Stellungnahme VS d. ZG Veröffentlichung - Auswirkungen § 27 I Nr. 1 - Ziele der BG § 27 I Nr. 2 - Annahmeabsicht des VS als Aktionär § 27 I Nr. 3 - eigene Position AN / BR § 27 II Ergebnisveröffent- lichung § 23 I Nr. 2 Zaunkönig, weitere Annahmefr., 2 Wo. außer bei Nichterr. der Mindestanz. § 16 II = > Sperrfrist § 26 I 2 Bei HV (ZG) 10 § 16 III, an BG und BAF mitteilen §16 III 2, IV Änderung mit Hinweis auf Rücktrittsrecht §21IV Fristverl. um 2 Wo., wenn in letzten 2 Wo. bekannt gem., keine weitere Änd. möglich § 21 IV Veröffentlichung der Änderung Annahmefrist 4-10 Wo. § 16 I Veröffentlichung § 10 s.o. Rücktrittsrecht für vorher annehmende Aktionäre § 22 III Verlängerung der Frist des 1. Ang. bis Ablauf d. konkurrierenden Ang. Weitere Ergebnisveröff. § 23 I Nr. 3 Bei Erwerb von über 95% Squeeze out § 327a möglich Bei weiterem Erwerb in 1 Jahr, Veröffentlichung § 23 II mit Nachbessern Angebotsverlauf Übersicht

50 50 Case Study

51 51 Situation / Fragen Interessent I bietet werthaltige Sacheinlage mit Aufträgen a)im Wert von gegen Aktien b) im Wert von gegen Aktien A ist Aufsichtsratsvorsitzender –Welche Pflichten bestehen nach WpÜG? –Was raten Sie Vorstand und Aufsichtsrat?

52 52 Abwandlung B-AG, Israel bietet in einem öffentlichen Angebot 9. Was raten Sie der B-AG? –Pflichten –Umsetzung –Gefahren

53 53 Transaktionsstruktur Fall 1 Vorgeschichte 1998 Börsengang Medien AG (M-AG) Kurs Aktien 1999 Investment in Neue Medienbeteiligungen Kurs /02 Verluste Kurs 20 Anteilseigner A: 25,5 % D-GmbH: 25 % C-AG: 16,5 % B AG Israel Freefloat 33 % B-AG kauft von D-GmbH 25 % zu Kurs fällt auf Verlustreiche Beteiligungen saniert/verkauft Kurs B-AG, kauft von C-AG 16,5 % zu 7,2 Eigenkapitalbuchwert bei 11,8 Genehmigtes Kapital mit Bezugsrechtsausschluss, § 202 AktG, für Aktien für Akquisition

54 54 Transaktionsstruktur Modell Pro 10 Dresdner-Bank-Aktien === 1 Allianz-Aktie plus 200 cash Allianz-Aktien* stammen aus genehmigtem Kapital bis zu 8,0% Terminverkäufen (in 2002) - SPV-Allianz/Dresdner Bank bis zu 6,2% - SPV-Münchner Rück bis zu 4,0% - SPV-Sonstige bis zu 0,4% Rückführung der Kapitalerhöhung bei Allianz in 2002 durch Einziehung: - Allianz-Aktien aus Dresdner-Bestand und - Aktienrückkauf *) Ohne Verwässerung Allianz Termin- verkäufer Kapitalerhö- hung Bid Co Dresdner Aktionäre Verleiher SPV Allianz- Aktien Barangebot Dresdner Bank-Aktien Allianz-Aktien Teil-Abtretung Barzahlungs- anspruch

55 55 Transaktionsstruktur Fall 2 Ausgangsüberlegung Relevante Rahmenbedingungen Dresdner hält 10% Allianz Absichtserklärung Allianz - Münchner Rück (5/2000) zur Reduzierung der gegenseitigen Beteiligungen Strukturvorgaben Klare Zuordnung der Banken zu Allianz bzw. Münchner Rück Abbau der gegenseitigen Beteiligungen Nutzung Share Capital für Transaktion Keine nachhaltige Kapitalerhöhung Steuerliche Optimierung

56 56 Unsere Adressen Berlin Charlottenstraße Berlin Tel. +49-(0) Fax. +49 (0) Dresden Louis-Braille-Straße Dresden Tel. +49-(0) Fax +49-(0) Düsseldorf Victoriaplatz Düsseldorf Tel. +49-(0) Fax: +49-(0) Frankfurt am Main Friedrichstraße Frankfurt am Main Tel. +49-(0) Fax: +49-(0) München Brienner Straße München Tel. +49-(0) Fax +49-(0) Budapest Batthyány u. 49 IX/I. H-1015 Budapest Tel. +36-(0) Fax +36-(0) Bukarest Str. General Constantin Budişteanu nr, 28C, sector I RO Bucureşti Tel. +40-(0) Fax +40-(0) Moskau Zwetnoj Boulevard, Geb. 3 Business Zentrum Mosenka Moskau Russische Föderation Tel Fax Prag Na Přikopě 15 CZ Praha 1 Tel Fax Warschau ul. Emilii Plater 28 PL Warszawa Tel. +48-(0) Fax +48-(0)


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