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Allgemeine Kognitive Fähigkeit1 Proseminar: Anlage und Umwelt – Determinanten individueller Unterschiede individueller Unterschiede Referenten: Johanna.

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Präsentation zum Thema: "Allgemeine Kognitive Fähigkeit1 Proseminar: Anlage und Umwelt – Determinanten individueller Unterschiede individueller Unterschiede Referenten: Johanna."—  Präsentation transkript:

1 Allgemeine Kognitive Fähigkeit1 Proseminar: Anlage und Umwelt – Determinanten individueller Unterschiede individueller Unterschiede Referenten: Johanna Bertram, Dagmar Cora Datum:

2 Allgemeine Kognitive Fähigkeit2

3 3 Gliederung 1. Einleitung 2. Überblick 2.1. Zusammenfassung der grundlegenden Erkennt- nisse nisse 2.2. Aktuelle Forschung und Forschungsmethoden 2.3. Zukünftige Entwicklungstrends 3. Zwillingsstudie 3.1 Grundlegende Informationen 3.2. Materialien und Methoden 3.3. Ergebnisse 4. Quellenangabe

4 Allgemeine Kognitive Fähigkeit4 Allgemeine kognitive Fähigkeit Allgemeine kognitive Fähigkeit (g) SpezifischekognitiveFähigkeitenTests

5 Allgemeine Kognitive Fähigkeit5 Charles Spearman (1863 – 1945)

6 Allgemeine Kognitive Fähigkeit6 Historische Entwicklung : Veröffentlichung des ersten Buches über Erblichkeit und Intelligenz von Sir Francis Galton Genie ist allein eine Frage der Anlage (Vererbung) Genie ist allein eine Frage der Anlage (Vererbung) und nicht der Erziehung (Umwelt) und nicht der Erziehung (Umwelt) er : Durchführung der allerersten Zwillings- und Adoptionsstudien – alle zum Thema Intelligenz er : stete Zunahme der Akzeptanz eines bedeutenden genetischen Einflusses auf Intelligenz (aufgrund mehrerer übereinstimmender Forschungsergebnisse) (aufgrund mehrerer übereinstimmender Forschungsergebnisse)

7 Allgemeine Kognitive Fähigkeit7 Historische Entwicklung : Veröffentlichung einer Übersichtsarbeit über die genetische Forschung zum g – Faktor (von Bouchard & McGue) Zusammenfassung der Ergebnisse aus Dutzenden von Studien deutete darauf hin, dass Zusammenfassung der Ergebnisse aus Dutzenden von Studien deutete darauf hin, dass 1. ein starker genetischer Einfluss auf Intelligenz besteht 2. g die am stärksten erbliche Komponente in kognitiven Tests ist

8 Allgemeine Kognitive Fähigkeit8 Korrelationsstudie zum g - Faktor

9 Allgemeine Kognitive Fähigkeit9 Historische Entwicklung er : Wandel des interessierenden Untersuchungsge- genstandes reine Erblichkeitsschätzung von g reine Erblichkeitsschätzung von g Untersuchung von Umwelteinflüssen, Entwicklungsverän- derungen und multivariaten Zusammenhängen

10 Allgemeine Kognitive Fähigkeit10 Umwelteinflüsse - Bedeutsamkeit der geteilten Umwelt für die Ähnlichkeit von Familienmitgliedern bzgl. allgemeiner kognitiver Fähigkeiten IQ Korrelationen von.19 zwischen Adoptiveltern IQ Korrelationen von.19 zwischen Adoptiveltern und Adoptivkindern und von.32 zwischen und Adoptivkindern und von.32 zwischen Adoptivgeschwistern Adoptivgeschwistern

11 Allgemeine Kognitive Fähigkeit11 Korrelationsstudie zum g - Faktor

12 Allgemeine Kognitive Fähigkeit12 Umwelteinflüsse - Bedeutsamkeit der geteilten Umwelt für die Ähnlichkeit von Familienmitgliedern bzgl. allgemeiner kognitiver Fähigkeiten IQ Korrelationen von.19 zwischen Adoptiveltern IQ Korrelationen von.19 zwischen Adoptiveltern und Adoptivkindern und von.32 zwischen und Adoptivkindern und von.32 zwischen Adoptivgeschwistern Adoptivgeschwistern Bedeutung der geteilten Umwelt für g Bedeutung der geteilten Umwelt für g für Eltern und Kinder für Geschwister für Zwillinge 20 % 25 % 40 % 20 % 25 % 40 %

13 Allgemeine Kognitive Fähigkeit13 Umwelteinflüsse Passiver Einfluss der Umwelt auf die Intelligenz der Individuen Aktive Rolle der Individuen in Bezug auf Selektion, Modifikation und Kreation der eigenen Umwelt aktive Genotyp – Umwelt – Korrelation aktive Genotyp – Umwelt – Korrelation

14 Allgemeine Kognitive Fähigkeit14 Entwicklungsverlauf Zunahme der Erblichkeit von g im Laufe des Lebens: = Anteil der phänotypischen Unterschiede zwischen Individuen, der = Anteil der phänotypischen Unterschiede zwischen Individuen, der in einer bestimmten Population auf genetische Unterschiede in einer bestimmten Population auf genetische Unterschiede zurückgeführt werden kann zurückgeführt werden kann - Erblichkeit in der Kindheit: ~ 50 % - Erblichkeit im Erwachsenenalter: ~ 80 % (!)

15 Allgemeine Kognitive Fähigkeit15 Entwicklungsverlauf der IQ - Korrelationen

16 Allgemeine Kognitive Fähigkeit16 Entwicklungsverlauf Mögliche Gründe für die Zunahme der Erblichkeit von g im Verlauf des Lebens: - einhergehend mit immer komplexeren kognitiven Prozessen kommen im Laufe der Entwicklung vollständig neue Gene zum Tragen - genetische Effekte - die zu Beginn unseres Lebens noch einen relativ kleinen Einfluss haben - können im Laufe unserer Entwicklung an Einfluss gewinnen und immer größere phänotypische Auswirkungen bewirken das Individuum kreiert seine Umwelt gemäß seiner genetischen Anlagen das Individuum kreiert seine Umwelt gemäß seiner genetischen Anlagen aktive Genotyp – Umwelt – Korrelation aktive Genotyp – Umwelt – Korrelation

17 Allgemeine Kognitive Fähigkeit17 Entwicklungsverlauf Entwicklungsverlauf der Bedeutsamkeit von geteilten Umwelteinflüssen: - im Kindesalter: IQ – Korrelation zwischen Adoptivgeschwistern von.30 - im Erwachsenenalter: IQ – Korrelation zwischen Adoptivgeschwistern von -.03 Abnahme der Effekte geteilter Umwelt von der Abnahme der Effekte geteilter Umwelt von der Kindheit zum Erwachsenenalter Kindheit zum Erwachsenenalter

18 Allgemeine Kognitive Fähigkeit18 Multivariate genetische Analyse - verwendet man dazu, um die Anteile von genetischen Einflüssen und Umwelteinflüssen auf die phänotypische Kovarianz zwischen spezifischen kognitiven Fähigkeiten herauszufinden genetische Korrelation: gibt an, in welchem Ausmaß die genetischen Einflüsse auf ein Merkmal mit den genetischen Einflüssen auf ein anderes Merkmal zusammenhängen (unabhängig von der jeweiligen Erblichkeit der zwei Merkmale) genetische Korrelation: gibt an, in welchem Ausmaß die genetischen Einflüsse auf ein Merkmal mit den genetischen Einflüssen auf ein anderes Merkmal zusammenhängen (unabhängig von der jeweiligen Erblichkeit der zwei Merkmale) - Beispiel: genetische Korrelation von 1.0 dieselben genetischen Effekte haben Einfluss auf die dieselben genetischen Effekte haben Einfluss auf die beiden Eigenschaften beiden Eigenschaften

19 Allgemeine Kognitive Fähigkeit19 Multivariate genetische Analyse gewonnene Erkenntnisse: 1. spezifische kognitive Fähigkeiten haben eine nur mäßig hohe Erblichkeit, dafür aber eine sehr hohe genetische Korrelation (von nahezu 1.0) 2. g kann auch auf der Ebene der elementaren kognitiven Prozesse vorgefunden werden die kognitiven Prozesse sind nicht unabhängig voneinander, sondern werden durch generelle genetische Effekte beeinflusst die kognitiven Prozesse sind nicht unabhängig voneinander, sondern werden durch generelle genetische Effekte beeinflusst

20 Allgemeine Kognitive Fähigkeit20 Identifikation von Genen - Human Genome Project: Entschlüsselung der Basensequenzen aller im menschlichen Genom enthaltenen Gene (ca ) Kartierung des menschlichen Genoms Kartierung des menschlichen Genoms Ermöglichung einer Identifikation von DNA Sequen- Ermöglichung einer Identifikation von DNA Sequen- zen, die uns voneinander unterscheiden zen, die uns voneinander unterscheiden - von besonderem Nutzen für die Forschung an komple- xen Merkmalen - wie z.B. Intelligenz – da diese sowohl von einer Vielzahl von Genen, als auch von einer Viel- zahl von Umwelteinflüssen beeinflusst werden

21 Allgemeine Kognitive Fähigkeit21 Komplexe, quantitative Merkmale - werden durch eine Vielzahl von Genen beeinflusst, die jeweils eine nur geringe Effektstärke aufweisen = der Anteil individueller Differenzen in einem Merkmal, der = der Anteil individueller Differenzen in einem Merkmal, der durch einen bestimmten Faktor erklärt wird durch einen bestimmten Faktor erklärt wird - Gene in einem multiplen Gensystem = QTL (quantitative trait loci ) Ziel der verhaltensgenetischen Intelligenzforschung: Ziel der verhaltensgenetischen Intelligenzforschung: Identifikation möglichst vieler QTL s, die für die Identifikation möglichst vieler QTL s, die für die genetische Beeinflussung allgemeiner kognitiver genetische Beeinflussung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten verantwortlich sind Fähigkeiten verantwortlich sind

22 Allgemeine Kognitive Fähigkeit22 Quantitative Trait Loci - Problem: die multiplen Gene für Intelligenz haben verschwindend geringe Effektgrößen ( 1 %) Suche nach der bestmöglichen Methode, mit der möglichst viele QTLs - die zur Erblichkeit von Intelligenz beitragen - identifiziert werden können Suche nach der bestmöglichen Methode, mit der möglichst viele QTLs - die zur Erblichkeit von Intelligenz beitragen - identifiziert werden können Untersuchungsmethoden Untersuchungsmethoden Linkage – Analysen Allelverknüpfung Linkage – Analysen Allelverknüpfung

23 Allgemeine Kognitive Fähigkeit23 Linkage – Analysen - Linkage: liegen zwei Gene – ein DNA Marker und z.B. ein Gen, das eine Verhaltensstörung verursacht – auf einem Chromosom nahe beieinander, dann treten sie nicht unabhängig voneinander auf liegen zwei Gene – ein DNA Marker und z.B. ein Gen, das eine Verhaltensstörung verursacht – auf einem Chromosom nahe beieinander, dann treten sie nicht unabhängig voneinander auf Linkage – Analyse = ein Test, der versucht festzustellen, ob zwei Genloci nahe beieinander auf demselben Chromosom liegen Linkage – Analyse = ein Test, der versucht festzustellen, ob zwei Genloci nahe beieinander auf demselben Chromosom liegen - klassische Linkage – Studien haben monogenetische Störungen (wie z.B. die Huntington – Krankheit) anhand von Familien – Stammbäumen untersucht große Erfolge bei der Identifikation von für monogenetische Erkrankungen verantwortliche Gene und deren Lage auf dem Chromosom große Erfolge bei der Identifikation von für monogenetische Erkrankungen verantwortliche Gene und deren Lage auf dem Chromosom

24 Allgemeine Kognitive Fähigkeit24 Linkage – Analysen Vorteil: - das gesamte Genom kann mithilfe von nur wenigen hundert Markern durchsucht werden Nachteil: - kann nur solche Gene aufspüren, die einen großen Effekt auf das Merkmal (oder die Störung) haben schlecht anwendbar bei quantitativen, komplexen Merkmalen, die durch viele Gene mit jeweils geringer Effektgröße beeinflusst werden schlecht anwendbar bei quantitativen, komplexen Merkmalen, die durch viele Gene mit jeweils geringer Effektgröße beeinflusst werden keine besonders gut geeignete Methode für die Intelligenzforschung keine besonders gut geeignete Methode für die Intelligenzforschung

25 Allgemeine Kognitive Fähigkeit25 Allelverknüpfung ~ allelische Assoziation = Assoziation zwischen Allelfrequenzen und einem Phänotyp und einem Phänotyp ein bestimmtes Allel korreliert mit einem Merkmal in einer ein bestimmtes Allel korreliert mit einem Merkmal in einer Population PopulationVorteil: - es können QTLs mit viel geringerer Effektgröße (ca. 1%) aufge- spürt werden als bei der Linkage – Methode Nachteil: - das Vorliegen einer bestimmten Allelfrequenz ist noch lange keine notwendige oder hinreichende Bedingung für die tat- sächliche Ausbildung des Merkmals (oder der Krankheit)

26 Allgemeine Kognitive Fähigkeit26 Das IQ QTL Projekt - Studie von Robert Plomin et al. (2001) die systematisch nach QTLs gesucht hat, die mit Intelligenz assoziiert sind - gilt als die erste molekulargenetische Studie, die sich eher auf die Untersuchung von Fähigkeit als von Unfähigkeit konzentriert hat wird der Tatsache gerecht, dass genetische Variation über die gesamte Verteilung eines Merkmals hinweg wirksam ist wird der Tatsache gerecht, dass genetische Variation über die gesamte Verteilung eines Merkmals hinweg wirksam ist

27 Allgemeine Kognitive Fähigkeit27 Das IQ QTL Projekt Probanden Probanden Originalstichprobe 1. Replikations- 2. Replikations- stichprobe stichprobe stichprobe stichprobe 101 Probanden 96 Probanden 196 Eltern – Kind - IQ von 136 IQ von >160 Trios IQ von 136 IQ von >160 Trios 101 Kontrollprobanden 100 Kontrollprobanden Kinder: IQ von IQ von 100 IQ von 100 >160 IQ von 100 IQ von 100 >160 Design case – controll within family analysis Transmission Disequilibrium Test Transmission Disequilibrium Test (TDT) (TDT)

28 Allgemeine Kognitive Fähigkeit28 Das IQ QTL Projekt Hypothese: eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit erfordert das Vorhandensein der meisten positiven Allele und nur weniger negativen Allele eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit erfordert das Vorhandensein der meisten positiven Allele und nur weniger negativen AllelePhasen: 1. Suche nach Kandidatengenen für Intelligenz: Genotypisierung von 100 DNA – Markern, die sich in oder nahe bei solchen Genen befinden, die nachweislich bei bestimmten Gehirnfunktionen beteiligt sind Genotypisierung von 100 DNA – Markern, die sich in oder nahe bei solchen Genen befinden, die nachweislich bei bestimmten Gehirnfunktionen beteiligt sind es konnte kein signifikanter Nachweis für eine Verknüpfung gefunden werden es konnte kein signifikanter Nachweis für eine Verknüpfung gefunden werden

29 Allgemeine Kognitive Fähigkeit29 Das IQ QTL Projekt 2. Gebrauch einer dichteren Karte von Markern: Genotypisierung von 47 DNA – Markern, die sich auf dem langen Arm von Chromosom 6 befinden Genotypisierung von 47 DNA – Markern, die sich auf dem langen Arm von Chromosom 6 befinden die Allelverknüpfung konnte in Replikationsstudien nicht nachgewiesen werden die Allelverknüpfung konnte in Replikationsstudien nicht nachgewiesen werden allgemeines Problem dieses Ansatzes: allgemeines Problem dieses Ansatzes: > Marker müssten bei einer sehr großen Anzahl von Probanden genotypisiert werden, um QTLs (mit sehr kleinen Effektgrößen) für Intelligenz zu finden > Marker müssten bei einer sehr großen Anzahl von Probanden genotypisiert werden, um QTLs (mit sehr kleinen Effektgrößen) für Intelligenz zu finden

30 Allgemeine Kognitive Fähigkeit30 Das IQ QTL Projekt 3. DNA pooling: Genotypisierung der DNA der gepoolten Gruppe, in der die DNA aller Individuen vereinigt wurde Genotypisierung der DNA der gepoolten Gruppe, in der die DNA aller Individuen vereinigt wurde großer Ersparniseffekt: Genotypisierung eines einzelnen Markers erfordert nur noch 2 - anstelle von 202 – Geno- typisierungen großer Ersparniseffekt: Genotypisierung eines einzelnen Markers erfordert nur noch 2 - anstelle von 202 – Geno- typisierungenVorgehen: - Entdeckung von signifikanten Unterschieden in den Allelfre- quenzen zwischen den Stichproben - Überprüfung und Versuch einer Bestätigung der Verknüpfung durch das individual genotyping

31 Allgemeine Kognitive Fähigkeit31 DNA pooling Ergebnisse des IQ QTL Projekts

32 Allgemeine Kognitive Fähigkeit32 Das IQ QTL Projekt Ergebnisse: (von untersuchten Markern) Originalstichprobe: 108 signifikante Marker 1.Replikations- 6 signifikante Marker stichprobe: stichprobe: individual geno- 4 signifikante Marker typing (OS): typing (OS): individual geno- 2 signifikante Marker typing (RS): typing (RS): D4S2460 D14S65 D4S2460 D14S65 (Chromosom 4) (Chromosom 14) (Chromosom 4) (Chromosom 14)

33 Allgemeine Kognitive Fähigkeit33 Das IQ QTL Projekt jedoch: Befürchtung, dass die Ergebnisse der Untersuchun- gen der zwei Stichproben aufgrund von ethnischer gen der zwei Stichproben aufgrund von ethnischer Schichtung zustande gekommen sind Schichtung zustande gekommen sind Untersuchung der zwei Marker in einer 3. Stichprobe bestehend aus Eltern – Kind – Trios (TDT) Untersuchung der zwei Marker in einer 3. Stichprobe bestehend aus Eltern – Kind – Trios (TDT) Signifikanz der zwei Marker konnte nicht bestätigt werden Der Genom - Scan konnte keinerlei klare QTL – Der Genom - Scan konnte keinerlei klare QTL – Verknüpfung identifizieren Verknüpfung identifizieren

34 Allgemeine Kognitive Fähigkeit34 Genomik Aufspüren von relevanten Genen Aufspüren von relevanten Genen Durchschauen von Funktion und Arbeitsweise der Gene Durchschauen von Funktion und Arbeitsweise der Gene funktionale Genomik funktionale Genomik gene manipulation gene expression profiling proteomics

35 Allgemeine Kognitive Fähigkeit35 Funktionale Genomik gene manipulation: (auf der Ebene der Gene) - targeted mutations: gezieltes Ausschalten von bestimmten Genen, um deren Funktionsweise zu bestimmen deren Funktionsweise zu bestimmen - mutagenesis scree- Auslösen von zufälligen Mutationen der Gene durch ning: chemische Mutagene und anschließendes Screening ning: chemische Mutagene und anschließendes Screening der mutierten Tiere nach einer großen Vielfalt von der mutierten Tiere nach einer großen Vielfalt von Phänotypen Phänotypen - antisense DNA: Verhindern der Translation eines Teils der RNA durch Anbindung an eine bestimmte RNA – Sequenz Anbindung an eine bestimmte RNA – Sequenz gene expression profiling: ( auf der Ebene der Genexpression) - Vergleich von Gehirngewebe vor und nach einem Ereignis (z.B. Lernen oder Stress) Finden von Genen, die aufgrund des Ereignisses expressiert werden Finden von Genen, die aufgrund des Ereignisses expressiert werden

36 Allgemeine Kognitive Fähigkeit36 Genomik proteomics: (auf der Ebene der Proteine) - Untersuchung der Proteine - die aus der Translation der RNA hervor- gehen - und deren Wechselwirkungen untereinander Verhaltensgenomik = ein Top – Down Ansatz, der das Verhalten des ganzen Orga- nismus - bei der Aufklärung der Arbeitsweise von Genen - in Betracht zieht die Verhaltensgenomik leistet – genauso wie die funktio- nale Genomik - einen wichtigen Beitrag zum genaueren Verständnis des Weges vom Gen zum Verhalten die Verhaltensgenomik leistet – genauso wie die funktio- nale Genomik - einen wichtigen Beitrag zum genaueren Verständnis des Weges vom Gen zum Verhalten

37 Allgemeine Kognitive Fähigkeit37 Zwillingsstudie Genetic and Environmental Contributions to the Covariance between Occupational Status, Genetic and Environmental Contributions to the Covariance between Occupational Status, Educational Attainment and IQ: A Study of Twins K. Tambs, J. M. Sundet, P. Magnus & K. Berg (1989)

38 Allgemeine Kognitive Fähigkeit38 Grundlegende Informationen Heath et al. konnten 1985 zeigen, dass die genetischen und Umwelteinflüsse auf Schulbildung über verschiedene Kohorten variieren Heath et al. konnten 1985 zeigen, dass die genetischen und Umwelteinflüsse auf Schulbildung über verschiedene Kohorten variieren Sundet et al. zeigten 1988 den selben Trend für IQ Sundet et al. zeigten 1988 den selben Trend für IQ Tambs, Sundet, Magnus und Berg erforschten diese Trends weiter und beziehen in dieser Studie auch Berufserfolg mit ein Tambs, Sundet, Magnus und Berg erforschten diese Trends weiter und beziehen in dieser Studie auch Berufserfolg mit ein

39 Allgemeine Kognitive Fähigkeit39 Materialien und Methoden 1. Stichprobe 2. Erhebungsmethoden 3. Modell

40 Allgemeine Kognitive Fähigkeit40 Stichprobe 507 männliche monozygote Zwillingspaare 507 männliche monozygote Zwillingspaare 575 männliche dizygote Zwillingspaare 575 männliche dizygote Zwillingspaare Nutzung der Armeedaten Norwegens (90 % der 18 – 19 Jährigen werden psychisch und physisch untersucht, bevor sie ihren Wehrdienst antreten) Nutzung der Armeedaten Norwegens (90 % der 18 – 19 Jährigen werden psychisch und physisch untersucht, bevor sie ihren Wehrdienst antreten) Es waren Daten für die Kohorten 1931 – 35 und 1944 – 60 verfügbar Es waren Daten für die Kohorten 1931 – 35 und 1944 – 60 verfügbar

41 Allgemeine Kognitive Fähigkeit41 Stichprobe Vergleich dieser Daten mit dem Norwegian Twin Panel (norwegische Zwillingsstudie mit Daten über alle gleichgeschlechtlichen Zwillingspaare, die zwischen 1915 und 1960 in Norwegen geboren wurden und im Alter von 20 Jahren noch beide Zwillinge lebten) Vergleich dieser Daten mit dem Norwegian Twin Panel (norwegische Zwillingsstudie mit Daten über alle gleichgeschlechtlichen Zwillingspaare, die zwischen 1915 und 1960 in Norwegen geboren wurden und im Alter von 20 Jahren noch beide Zwillinge lebten) Die Eiigkeit konnte für 80% der Zwillingspaare bestimmt werden Die Eiigkeit konnte für 80% der Zwillingspaare bestimmt werden In 60% der Fälle mit bekannter Eiigkeit haben beide Zwillinge einen zweiten Fragebogen beantwortet, welcher auch Fragen zu Beruf und Bildung enthielt In 60% der Fälle mit bekannter Eiigkeit haben beide Zwillinge einen zweiten Fragebogen beantwortet, welcher auch Fragen zu Beruf und Bildung enthielt

42 Allgemeine Kognitive Fähigkeit42 Stichprobe Für 1850 Paare sind Eiigkeit und IQ beider Zwillinge bekannt Für 1850 Paare sind Eiigkeit und IQ beider Zwillinge bekannt Von 1082 Paaren liegt komplettes Material des zweiten Fragebogens vor Von 1082 Paaren liegt komplettes Material des zweiten Fragebogens vor

43 Allgemeine Kognitive Fähigkeit43 Erhebungsmethoden Bei den Untersuchungen der Wehrdienstleistenden wurden Fähigkeitstests (3 Unterskalen) durchgeführt Bei den Untersuchungen der Wehrdienstleistenden wurden Fähigkeitstests (3 Unterskalen) durchgeführt Für diese Studie stand nur einer der drei Testdatensätze zur Verfügung: general ability level Für diese Studie stand nur einer der drei Testdatensätze zur Verfügung: general ability level general ability level: general ability level: - arithmetic problems - word similarities - figure rules

44 Allgemeine Kognitive Fähigkeit44 Erhebungsmethoden Schulerfolg wurde auf zwei Arten bewertet Schulerfolg wurde auf zwei Arten bewertet –Bildungsniveau –Jahre der Schulbildung Berufserfolg wurde in fünf Kategorien unterteilt Berufserfolg wurde in fünf Kategorien unterteilt –white-collar supervisory (Management) –white-collar intermediate (Leitender Angestellter) –white-collar lower level (Angestellter) –workers, students –no paid work

45 Allgemeine Kognitive Fähigkeit45 Modell

46 Allgemeine Kognitive Fähigkeit46 Ergebnisse

47 Allgemeine Kognitive Fähigkeit47 Ergebnisse Berufserfolg Berufserfolg –Steigt bis zum Alter von 35 Jahren –Sinkt ab einem Alter von 50 Jahren Schulerfolg Schulerfolg –Steigt kontinuierlich über die drei beobachteten Jahrzehnte IQ IQ –Die Mittelwerte steigen –Die Standardabweichungen fallen

48 Allgemeine Kognitive Fähigkeit48 Ergebnisse

49 Allgemeine Kognitive Fähigkeit49 Ergebnisse Tambs et al. haben in dieser Studie versucht, diesen Selektionseffekt als Korrelation von Bereitschaft den Fragebogen zu beantworten und Unterschiede in den Paaren auszudrücken Tambs et al. haben in dieser Studie versucht, diesen Selektionseffekt als Korrelation von Bereitschaft den Fragebogen zu beantworten und Unterschiede in den Paaren auszudrücken Sie erstellten eine responsiveness Skala mit den Werten:0 = Nichtbeantworter Sie erstellten eine responsiveness Skala mit den Werten:0 = Nichtbeantworter 1 = Beantwortung des Eiigkeitsfragebogens 2 = Beantwortung des 2. oder beider Fragebögen

50 Allgemeine Kognitive Fähigkeit50 Ergebnisse Korrelation von responsiveness und IQ =.19 Korrelation von responsiveness und IQ =.19 Cotwin Korrelation für responsiveness Cotwin Korrelation für responsiveness MZ =.37 DZ =.17

51 Allgemeine Kognitive Fähigkeit51 Ergebnisse

52 Allgemeine Kognitive Fähigkeit52 Ergebnisse – genetische Analyse Heath et al. (1985) und Sundet et al. (1988) zeigten Kohorteneinflüsse auf Schulerfolg, IQ und auf die relativen Beiträge von Genen und Umwelt Heath et al. (1985) und Sundet et al. (1988) zeigten Kohorteneinflüsse auf Schulerfolg, IQ und auf die relativen Beiträge von Genen und Umwelt Auch in der Studie von Tambs et al. zeigen sich Unterschiede in der genetischen und umweltbedingten Varianz über die verschiedenen Kohorten Auch in der Studie von Tambs et al. zeigen sich Unterschiede in der genetischen und umweltbedingten Varianz über die verschiedenen Kohorten

53 Allgemeine Kognitive Fähigkeit53 Ergebnisse – genetische Analyse OS = occupational status EA = educational attainment Vg = genetische Varianz Vb = umweltbedingte zwischenfamiliäre Varianz

54 Allgemeine Kognitive Fähigkeit54 Ergebnisse – genetische Analyse Kohorte 1931 – 35: Kohorte 1931 – 35: Werte für Vg: Berufsstatus = 16% Schulerfolg =10% IQ = 37%* Werte für Vb: Berufsstatus = 6% Schulerfolg = 62%* IQ = 45%*

55 Allgemeine Kognitive Fähigkeit55 Ergebnisse – genetische Analyse Kohorte 1944 – 50: Kohorte 1944 – 50: Werte für Vg: Berufsstatus = 51%* Schulerfolg = 70%* IQ = 71%* Werte für Vb: Berufsstatus = 2% Schulerfolg = 7% IQ = 12%*

56 Allgemeine Kognitive Fähigkeit56 Ergebnisse – genetische Analyse Kohorte 1951 – 57: Kohorte 1951 – 57: Werte für Vg: Berufsstatus = 40%* Schulerfolg = 37%* IQ = 59%* Werte für Vb: Berufsstatus = 12%* Schulerfolg = 35%* IQ = 22%*

57 Allgemeine Kognitive Fähigkeit57 Ergebnisse – genetische Analyse Kohorte 1958 – 60: Kohorte 1958 – 60: Werte für Vg: Berufsstatus = 36%* Schulerfolg = 45%* IQ = 71%* Werte für Vb: Berufsstatus = 7% Schulerfolg = 22%* IQ = 14%*

58 Allgemeine Kognitive Fähigkeit58 Quellenangaben - Plomin, R. & Spinath, F.M. (2004). Intelligence: Genetics, Genes, and Genomics. Journal of Personality and Social Psycholgy, Vol.86, No.1, Plomin, R., DeFries, J.C., McClearn, G.E., & Rutter, M. (1999). Gene, Umwelt und Verhalten. Bern: Huber. Kapitel 8 -Tambs, K., Sundet, J.M., Magnus, P. & Berg, K. (1989). Genetic and Environmental Contributions to the Covariance between Occupational Status, Educational Attainment and IQ: A Study of Twins. Behavior Genetics, Vol. 19,


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