Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

© Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "© Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia"—  Präsentation transkript:

1 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
INTERKULTURELLES CLIL – MODUL GESCHICHTE VERLORENE HEIMATEN IM XX. JAHRHUNDERT Niveau B1 – B2 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

2 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Baustein 2 Flucht und Vertreibung der Volksdeutschen [LINK ZU DEN ARBEITSBLÄTTERN] BAUSTEIN 1 Das Jahrhundert der Flüchtlinge BAUSTEIN 3 Italiener fliehen aus Istrien u. Dalmatien BAUSTEIN 4 Der griechisch-türkische Bevölkerungsaustausch BAUSTEIN 5 Menschenrechte und Charta der Vertriebenen   © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

3 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
EINSTIEG : VIDEOSEQUENZ oder BILDERSEQUENZ ZUM THEMA 0. 1 HAUPTINFORMATIONEN AUS EINER VIDEOSEQUENZ FESTHALTEN ( ODER BILDER BESCHREIBEN ) & HYPOTHESEN AUFSTELLEN © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

4 Die letzte Fahrt der „Gustloff“ : Flucht in den Tod
Januar Die letzte Fahrt der „Gustloff“ : Flucht in den Tod 15 Minuten aus dem VIDEO „ Die Gustloff" - die Doku (Teil 1) [ siehe TRANSCRIPT bei den Arbeitsblättern] ALS ALTERNATIVE BILDERSEQUENZ ( die ersten 10 Bilder) Aus : 0. 1 AUFGABE Besprecht die Szenen Warum fliehen Massen von Menschen in Richtung Ostsee? Was haben sie hinter sich als sie in Gotenhafen ankommen? Wie heiβt das Passagierschiff , das sie aufnimmt? Wie viele Menschen konnte das Schiff transportieren und wie viele Flüchtlinge werden an Bord genommen? Was war ihre Hoffnung? Was geschieht mit dem Schiff? Weitere LINKS INTERAKTIVE VIDEOSEQUENZ MIT MAUSBETÄTIGUNG * empfohlen > Einführung, dann nur folgende Filmsezenen> Rettungsboot 2 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

5 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Aufgabenstellung 1 EINFÜHRUNGSPHASE Aktivierung des nötigen Vorwissens zum Wortschatz zu den sachbezogenen Inhalten A 1 VERSTEHEN. BILD UND TEXT ZUORDNEN [BILDER M1 M2 M3 M4] A 2 WORTSCHATZ AKTIVIEREN: a) ASSOZIATIONEN ZU EINEM WORT SAMMELN b) IM WÖRTERBUCH NACHSCHLAGEN UND BEDEUTUNGEN ZUORDNEN A 3 LANDKARTEN ANALYSIEREN. INFORMATIONEN AUS DEM HISTORISCHEN ATLAS BESPRECHEN ( IN DEUTSCH UND IN DER MUTTERSPRACHE) HYPOTHESEN ZU DEN EREIGNISSEN AUFSTELLEN A 4 VERSTEHEN. a) RICHTIG/FALSCH ÜBUNG b) NACH DEN TEXTANGABEN EINE GRAPHIK ERSTELLEN © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

6 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
0.2 DER GROβE TRECK UND DAS SCHIFF DER HOFFNUNG. A 1 Welcher Text passt zu welchem Bild? BILD M 1 aus BILD M 2 BILD M 3 BILD M 4 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia Aufgabe 1

7 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 1 Welcher Text passt zu welchem Bild? BILD  TEXT 0.1 Die Flüchtlinge mussten nach einer ersten Etappe weiterziehen. Erst 7 Monate später erreichten sie nach einer km langen Fluchtstrecke die neue Heimat. BILD  TEXT 0.2.Die "Frische Nehrung„ ist eine ca. 70 km lange und etwa 1km breite Landzunge vor der baltischen Küste südwestlich von Königsberg. Als die Rote Armee das Land im Januar einschloss, zog der deutsche Flüchtlingstreck im eiskalten Winter auf diesem schmalen Streifen in Richtung Westen. Dabei kamen Tausende um. BILD  TEXT 0.3.Der große Treck. Im November 1944 und Januar 1945 flüchteten fast 2 Millionen Ostpreußen die vereiste Ostseeküste entlang. Ende März 1945 erreichten sie Schleswig-Holstein. BILD  TEXT 0.4 Der Untergang der "Gustloff“. An Bord der "Wilhelm Gustloff“ versuchten Flüchtlinge von Danzig aus der Roten Armee zu entkommen, aber ein sowjetisches U-Boot versenkte das Passagierschiff Menschen kamen bei der größten Schiffskatastrophe der Geschichte ums Leben. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

8 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
emigrieren wohnen emigrieren wohnen A 2 a. Was fällt euch zu WOHNEN und EMIGRIEREN ein? Sammelt zu jedem Wort eure Assoziationen. Findet die Bedeutungen von abziehen, auswandern, ausziehen, besiedeln, einziehen, sich niederlassen, siedeln, umsiedeln, abwandern, zuwandern. Ordnet sie dann dem Wortfeld “wohnen” oder “auswandern” zu. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia Aufgabe 1

9 0.3 Die Umsiedlung der „Volksdeutschen″ 1939–1944
Quelle: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, Umsiedlung, Flucht und Vertreibung der Deutschen als internationales Problem, Stuttgart 2005, S.55 M 6 A 3 Besprechen . Vergleicht die Landkarten: Woher kommen die Bevölkerungsgruppen, die nach Deutschland flüchten? Wie viele Menschen kommen aus jedem Gebiet, und woher sind die meisten? Warum lebten deutsche Bevölkerungsgruppen auβerhalb Deutschland und aus welchem Grund zogen sie nach Deutschland? Stellt Hypothesen auf. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

10 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
AUFGABE 4 . TEXT Über 15 Millionen deutsche Flüchtlinge und Vertriebene 1. Im Osten und Südosten Europas lebten 1938 über 18 Millionen Volksdeutsche: In Ostpreußen ; in Ostpommern ; in Ostbrandenburg (östlich der Oder) ; in Schlesien ; in der Tschechoslowakei ; in den baltischen Staaten und im Memelgebiet ; in Danzig ; in Polen ; in Ungarn ; in Jugoslawien ; in Rumänien ; in der Sowjetunion 2. Die Geschichte ihrer „Verlorenen Heimaten“ fing mit der Deportation der Russlanddeutschen 1941 an, darauf erfolgte die Flucht der Schwarzmeerdeutschen im Winter Im Sommer 1944 begann die Flucht der Südostdeutschen vor der Roten Armee fand der gezwungene Abzug aus den Ostprovinzen des Deutschen Reiches statt. Insgesamt zogen in der Endphase des Krieges 4 Millionen in Richtung Westen. Die meisten Flüchtlinge und Vertriebene durften oder konnten nur einen kleinen Handwagen, einen Rucksack, einen Holzkoffer mit wenigen Sachen mitnehmen und hatten keine Ahnung, was geschehen sollte. Viele hofften auf eine spätere Rückkehr 3. Ab Kriegsende kam es nach einer "wilden“ Vertreibung (1945) zu einer „organisierten„ Deportation (1946) aus dem Osten. Die systematischen Massenaussiedlungen dauerten bis Ende Bei der „wilden“ Vertreibung wurden die Volksdeutschen zum Opfer von Plünderungen1, und Gewalt der Roten Armee. Bei der organisierten Abwanderung wurden sie auf Marktplätzen versammelt, und dann zu Fuß oder in bewachten Menschenzügen nach Deutschland deportiert. Dort angekommen wurden sie sich selbst überlassen2. zählte man in der Bundesrepublik Deutschland etwa 8,1 Millionen Flüchtlinge; in der DDR 4 Millionen, in Österreich ; in anderen Ländern Westeuropas und Übersee Die meisten Überlebenden vermissten3 ihre Angehörigen: Viele Familien wurden auf der Flucht auseinandergerissen, mindesten Millionen Menschen, davon vorwiegend Kinder, verhungerten, erfroren, oder mussten an Gewaltaktionen oder Erschöpfung und Krankheit sterben. 1 e Plünderung = e Dieberei 2 sich selbst überlassen = ohne Hilfe 3 vermisst = fehlend, nicht anwesend Aufgabe 4 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

11 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
AUFGABE 4 A 4a Beantworte mit R (= RICHTIG) und F (= FALSCH) R F 1938 lebten zirka 18 Millionen Volksdeutsche in den deutschen Siedlungen Europas Die meisten waren Schlesier. Die Geschichte ihrer „Verlorenen Heimat“ fing noch vor Kriegsende mit der Deportation der Schwarzmeerdeutschen an. 1945 mussten die Deutschen aus den Ostprovinzen des Deutschen Reiches auswandern. Insgesamt zogen in der Endphase des Krieges 4 Millionen in Richtung Westen. Sie wussten über ihr Schicksal Bescheid. Nach Kriegsende erfolgte zuerst eine „organisierte Deportation (1945) aus dem Osten danach wurden die Deutschen "wild“ deportiert. 1950 gab es in der BRD etwa 8,1 Millionen , in Österreich 4 Millionen, und in der DDR Flüchtlinge . Mindesten kamen auf der Flucht ums Leben. A 4b Ergänze die Graphik 1 mit denHerkunftsländern nach § 1, und Graphik 2 mit den Aufnahmeländern nach § 4 © Maria Cristina Berger © Maria Cristina Berger © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

12 FRAGEN ZUR VORGESCHICHTE
Wer waren die Ostdeutschen? Wo lebten sie vor ihrer Flucht und Vertreibung im XX. Jahrhundert? Welche Gebiete bewohnten sie vor der Flucht und Vertreibung vom XX. Jahrhundert? 12 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

13 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Aufgabenstellung 2 Arbeitsanweisungen 5 A 5a LANDKARTEN AUS DEM GESCHICHTEATLAS BESCHREIBEN A 5 b HISTORISCHE LANDKARTEN MIT DER HEUTIGEN GEOPOLITISCHEN SITUATION VERGLEICHEN A 6 FACHINHALT VERSTEHEN: a) RICHTIG/FALSCH-FRAGEN b) FRAGEN MIT GELENKTER ANTWORT ZUM INHALT c) LÜCKENTEXTE d) ZUORDNUNG VON KURZTEXTEN UND ENTSPRECHENDEN LANDKARTEN A 7 FAKTEN CHRONOLOGISCH ORDNEN A IM INTERNET RECHERCHIEREN UND NACH STICHPUNKTEN ERGEBNISSE PRÄSENTIEREN 13 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

14 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 5 a Was zeigt die Landkarte? Die Siedlungskarte zeigt die osteuropäischen Gebiete, aus denen deutsche Bevölkerung vertrieben oder ausgesiedelt wurde und Zonen’ wo immer noch deutschsprachige Bevölkerung lebt . © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

15 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
1.1 „Siedlungsgebiete der sogenannten Volksdeutschen in Mitteleuropa außerhalb der Reichsgrenzen von 1937“Interaktive Karte: A 5b BETRACHTET DIE HISTORISCHE LANDKARTE, VERGLEICHT SIE MIT DER HEUTIGEN GEOPOLITISCHEN SITUATION UND ERGÄNZT DIE TABELLE. LINK zur Nutzung M 9 Siedlungsgebiete von Deutschen außerhalb der Reichsgrenzen von 1937.© Stefan Walter, Berlin A 5b Länder / Gebiete/Städte Damals Heute nur teilweise von Volksdeutschen besiedelt überwiegend von Volksdeutschen besiedelt © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

16 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
TEXT 1.2 Ursprünge der deutschen Ostsiedlung. Die deutsche Ostsiedlung1, geht auf Karl dem Großen zurück, der sein Reich mit „Kreuz und Schwert „ zusammenhielt und es durch Verteidigungszonen2 , die sogenannten »Marken« sicherte. Dort brauchte er zuverlässige3 Untertanen, so schickte er z.B. Bauern aus Bayern in die Ostmark , das heutige Österreich. In den östlichen Grenzgebieten des Heiligen Römischen Reichs und an der Elbe lebten damals schon seit der Völkerwanderungszeit 4 slawische Stämme 5. Sie hatten sich hier niedergelassen 6 h, nachdem die Germanen weitergezogen waren. Dem neugegründeten karolingischen Reich mussten sie Tributen zahlen, standen deswegen und durch den regen 7 Handel 8 unter deutschen (damals fränkischen) Kultureinfluss. Als sie von deutschen Herrschern erobert wurden, vermischten sie sich mit der germanischen Bevölkerung. Zur Christianisierung unterstützte auch die Kirche die Ausdehnung 9 des germanischen Reichs vom Westen nach Osten, der Impuls zur deutschen Besiedlung 10 kam aber auch vom Osten. Um die religiöse und politisch-gesellschaftliche Lage zu stabilisieren, lockten 11 die ersten christianisierten slawischen Fürsten deutsche Bauern, Handwerker und Kaufleute in ihre Länder, und gewährten 12 ihnen Sonderrechte. So schrieb1176 Herzogs Sobieslaus I. von Böhmen in seinem Freiheitsbrief 13 für die Prager Deutschen: »Ich, Sobieslaus, Herzog der Böhmen, tue14allen Gegenwärtigen und Zukünftigen15 kund, daß ich in meine Gnade und meinen Schutz nehme die Deutschen, die in der Prager Vorburg wohnen, ….Ich räume 166also diesen Deutschen ein, nach dem Gesetz und Rechte der Deutschen zu leben, …« Die Deutschen waren in Hinblick auf die Entwicklung der Länder im Osten willkommen . Im Nordosten Europas begegneten sie den finnougrischen Esten, den baltischen Letten und Litauern, die mit den Ahnen17 der Preußen, den Pruzzen verwandt waren. In Ostmitteleuropa lebten sie mit slawischen Völkern zusammen. In Mittel-, Ost- und Südosteuropa gab es also damals keine klaren Volks- oder Sprachgrenzen. Überall entstanden multiethnische Dörfer und Städte. 1 e Ostsiedlung < Siedlung im Osten 11 locken = durch einen interessanten Angebot herbeirufen 2 e Verteidigungszone = e Schutzzone 12 gewähren = genehmigen, zugestehen, zulassen 3 zuverlässig = ehrlich und treu 13 der Freiheitsbrief = eine Schrift zu einem Privilegium 4 e Völkerwanderungszeit= Migrationszeit 14tue….kund, = teile ..mit 5 r Stamm = Volksgruppe 15 die Gegenwärtigen und Zukünftigen = den Lebenden und ihren Nachkommen, den Kinder der Kinder 6 sich niederlassen = Quartier nehmen 7 rege = aktiv, lebhaft 16 einräumen = ja sagen zu … 8 r Handel = Kauf u.Verkauf von Waren 17 die Ahnen = die Stammväter, die Großväter der Großväter 9 Ausdehnung = die Expansion 10 e Besiedlung = e Kolonisierung Aufgabe 6a © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

17 zu TEXT 1.1 Ursprünge der deutschen Ostsiedlung
A 6a Was ist richtig? Kreuzt an R F Die deutsche Ostsiedlung begann nach der Zeit der Karolinger Man brauchte treue Leute in den Verteidigungszonen des Deutschen Reiches waren Die deutschen Zuwanderer kamen unter slawischen Einfluss Die Kirche war gegen die Erweiterung des deutschen Reiches nach Osten Man brauchte deutsche Bauern, Handwerker und Kaufleute aus dem Reichsgebiet, um die Ostgebiete zu stabilisieren. in den Siedlungen in Ostmitteleuropa erhielten die Deutschen keine Rechte Die Deutschen lebten mit slawischen Völkern in Dörfern und Städten zusammen und vermischten sich mit ihnen . © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

18 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 6 b TEXT Die Baltendeutschen und die Deutschen in Preuβen und Pommern Die Ostdeutschen Preuβens und Pommerns stammten von der Bevölkerung ab, die ab dem XII. Jahrhundert in die Gebiete jenseits der Elbe zogen. Die Eroberungen des Deutschen Ritterordens wurden nämlich von deutschen Kolonisten begleitet, die die Länder der baltischen Volksstämmen besiedelten. In Pommern, Polen, Schlesien, Böhmen, Mähren und Meklenburg gründeten die deutschen und slawischen Fürsten für die Zuwanderere Dörfer und Städte nach dem deutschen Stadtrecht (ius teutonicum oder Magdeburger Recht). Fast alle schlossen sich später zur Hanse1 zusammen. Die Deutschen lieβen sich aber auch in slawischen Bauerndörfer nieder. Hier trat neben dem Slawischen auch das Deutsche Recht in Kraft2 .Kaiser Lothar von Supplinburg ( ) unterstützte die Kolonisierung mit Missionen , Lehnsherren3 und Bauern. Die deutsche Kultur wurde auch von den Mönchsorden der Augustiner , Benediktiner, Zisterzienser und Prämonstratenser verbreitet, allerdings spielte bei der Ostsiedlung der Deutsche Ritterorden die wichtigste Rolle. 1 e Hanse = Vereinigung von Kaufleuten 2 in Kraft treten = gelten 3 der Lehnsherr = ein Fürst mit Aufsicht über einen oder mehrere Vasallen A 6 b TEXT 2 BEANTWORTE DIE FRAGEN. Ab wann gibt es deutsche Bevölkerung in den Gebieten an der Ostsee? Warum zogen sie dorthin? Wer gründete Dörfer und Städte für sie? Welches Recht trat dort in Kraft? Wer verbreitete die deutsche Kultur in Osteuropa? M 10 M 11 Beide Landkarten aus © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

19 TEXT 1.4 Der Deutsche Ritterorden in Preuβen und Pommern
A 6c ERGÄNZT DEN TEXT MIT DEN VOKABELN AUS DER LISTE Deutschen Ordens – Eroberung – Hauptstadt –Heimatrecht - ihre Hilfe -neuen Sitz – unabhängigen –unter –unterwerfen 1191 verlieβen die Deutschen Ritter ihre letzte Hochburg im Heiligen Land und suchten nach einem neuen Sitz in Europa. Als Lohn für ihre Hilfe im Feldzug1 gegen die Cumanen erhielten sie von Andreas II. dem König von Ungarn 1211 das Heimatrecht in Siebenbürgen. Als sie etwa zehn Jahre später den Versuch machten, hier einen unabhängigen Ordensstaat aufzubauen, wurden sie vom ungarischen Herrscher vertrieben (1225). 1226 half Hermann von Salza, der Hochmeister 2 des Deutschen Ordens, dem polnischen König Konrad I. von Masowien die heidnischen Pruzzen zu unterwerfen. Darauf verlangte er diesmal sowohl vom deutschen Kaiser Friedrich II., - durch die Goldenen Bulle von Rimini ,- als auch vom Papst Gregor IX., -durch die Goldenen Bulle von Rieti ,- die Herrschaft über die eroberten baltischen Gebiete. M 12 Der Ordensstaat. (Blaugrau) 1230 musste der polnische König das Recht des Deutschen Ordens auf die Stadt Culm ( heutige Chełmno in Polen) und das Culmer Land anerkennen 3.Nachdem Königsberg (polnisch Królewiec, und litauisch Karaliaučius ) eingenommen und zur Hauptstadt des Ordenstaates Preuβen, des Herzogtums Preuβen und schlieβlich der Provinz Preuβen ernannt worden war, erfolgte die Unterwerfung Ostpommerns und die Eroberung von Gebieten in Livland und Litauen. Erst nach der Niederlage gegen die polnischen und litauischen Fürsten (1410) ging die Macht der Deutschen Ritter langsam unter. Nachdem sie Pommerellen verloren hatten, musste sie 1466 das Culmer Land und Pomerellen mit den Städten Danzig, Thorn, Elbing, Marienburg (Westpr.) an Polen abtreten. 1 r Feldzug = e Militäraktion 2 r Hochmeister = der Generalsuperior 3 anerkennen = akzeptieren © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

20 A 6d Welcher Text gehört zu welcher Landkarte?
[Baustein 2, TEXTE , Landkarten M ] TEXT begann die deutsche Kolonisierung Schlesiens. Nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) wurde der Friedensschluss in Aachen (1748) das Land Friedrich II. von Preußen zugesprochen. Die Eroberung Schlesiens bedeutete groβe Vorteile für Preuβen. Bei derselben Einwohnerzahl ( ) hatte es eine halb so groβe Fläche und bei weitem besseres Ackerland als das sandige Preuβen. Das Bild zeigt die Grenzen nach 1994 (rot); die Grenzen des preuβischen Schlesiens 1871 (gelb); Schlesiens Grenzen vor der Abtretung an Preuβen 1740 ( hellblau) TEXT 1.6 Als Sudetendeutschen (auch Deutschböhmen, oder deutsche Sudeten- Altösterreicher) wurden die Deutschen Zuwanderer bezeichnet, die ab dem XIII. Jahrhundert in Böhmen, Mähren und Schlesien ins “Böhmische Viereck“ einwanderten. In diesen slawischen Gebieten, die bis Teil des Heiligen Römischen Reichs, und ab 1804 auch Teil des öster- reichischen Kaisertums waren , lebten sie mit slawischer Bevölkerung relativ friedlich zusammen. Mit dem Aufkommen des Nationalgefühls und des Anspruchs auf die auf die Bildung von Nationalstaaten brachen ethnische Konflikte aus. Ohne Rücksicht auf die hier ansässige slawische Bevölkerung trat 1938 die Tschechoslowakei das km2 groβe Sudetenland, mit Sudetendeutschen an das Deutsche Reich ab. TEXT 1.7 Bis 1945 war Böhmen mit Hauptstadt Prag das Land der Tschechen und der Sudetendeutschen waren 39,65% der Bevölkerung deutsch. Mähren war als ehemaliges Land der Böhmischen Krone bis 1918 Teil des österreichischen Reichs. Nach der Volkszählung lebten hier Deutsche und Tschechen. Aufgabe 6d © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

21 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 6d Welcher Text gehört zu welcher Landkarte? [Baustein 2, TEXTE 4-8, Landkarten M ] TEXT 1.8 Die Masuren sind ein ausgedehntes Hügelland mit vielen Seen im südlichen Ostpreußen, das nach 1945 unter polnische Verwaltung kam. Vor diesem Zeitpunkt lebten hier 1,332 Millionen zweisprachige Menschen. Sie wurden nach dem 2. Weltkrieg als »Autochthonen« (Alteingesessenen) erklärt, obwohl 97,9% davon sich bei der Volksabstimmung am 11. Juli 1920 für Deutschland entschieden hatten. TEXT 1.9 Nach dem 1. Weltkrieg lebten im neu gegründeten Polen 4 Millionen Ukrainer, 1.1 Millionen Deutsche , 1.1 Millionen Weißruthenen und 2.1 Millionen Juden. Diese nationalen Minderheiten bildeten etwa 31% der Bevölkerung. Um die polnische politische und wirtschaftliche Macht zu den Nachbarländern Deutschland und Russland zu verstärken , sprachen die Alliierten im Versailler Vertrag (1919/20) den größten Teil Westpreußens - Pomerellen ( bis auf die Freie Stadt Danzig) , das Culmer Land und einen Zugang zur Ostsee Polen zu. Die neue deutsch -polnische Grenze sowie den „polnischen Korridor“, der Ostpreußen vom deutschen Reichsgebiet trennte, wurden jedoch vom nationalsozialistischen Regime nie anerkannt. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

22 Welcher Text [Baustein 2, Texte 1.5-1.9 ] gehört zu welcher Landkarte?
A 6d TEXTE 4-8 . Welcher Text [Baustein 2, Texte ] gehört zu welcher Landkarte? M 13 Bild A M 16 Bild D erarbeitet aus M 14 Bild B Erarbeitet au s WIKIPEDIA M 17 Bild E Frei erarbeitet aus M 15 Bild C © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

23 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
TEXT 1.9 Das deutsch-polnische Danzig Pommerellens Hauptstadt Danzig ( poln. Gdańsk) war im 13. Jahrhundert eine multiethnisch bewohnte Hafenstadt mit deutschem Recht am Weichseldelta und Mitglied der Hanse. Hier lieβen sich deutsche Handels- und Kaufleute nieder kam es in den Besitz des Deutschen Ritterordens machte sich die Stadt an der Seite des Preußischen Bundes vom Orden frei, um sich dem polnischen König zu unterstellen. Als 1795 sich das polnische Königreich endgültig auflöste, kam Danzig zum Königreich Preußen. Nachdem es unter Napoleon erneut als Freie Stadt anerkannt worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress Preußen zurückgegeben. M 18 Gegen den Willen der überwiegend deutschen Bevölkerung (97,82 % , nach der Volkszählung von 1910) wurde es mit dem Versailler Vertrag vom Deutschen Reich getrennt und zur unabhängigen Freien Stadt unter dem »Schutz des Völkerbundes» erklärt. Polen sollte es jedoch auβenpolitisch vertreten. Polen versuchte sie in den folgenden Jahren mit allen Mitteln unter vollständige Kontrolle zu bringen genehmigte der Völkerbund die Errichtung eines polnischen Stützpunktes auf der strategisch wichtigen Danziger Westerplatte. Die deutsch-polnische Hafenstadt wurde somit zum Zankapfel. A 7 AUS DER CHRONIK VON DANZIG. Finde die richtige chronologische Folge Freie Stadt unter dem Schutz des Völkerbundes Gebiet des Deutschen Ritterordens Mitglied der Hanse Teil des polnischen Königreichs Im Ausland von Polen vertreten Freie Stadt Anschluss an das Deutsche Reich Teil des preuβischen Königreichs Stadt mit deutscher ethnischer Mehrheit © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

24 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 8 Internet Recherche Recherchiert in vier Gruppen über folgende Deutsche Ost- und Siedlungsgebiete LINK ( ) und berichtet mit einer PowerPoint Präsentation oder mit OverHead Folien nach folgenden Fragen: Wo liegt das Gebiet und wo lebte hier deutsche Bevölkerung? Wie wurden die deutschen Besiedler hier benannt? Wann kamen sie hierher? Leben sie noch heute hier? Zu welchem Land gehörte das Gebiet und wo liegt es heute ? Baltikum Banat Batschka Bessarabien Böhmen Bosnien Bukowina Danzig Dobrudscha Estland Galizien Gottschee Kaukasien Kirgisien Lettland Litauen Mähren Masuren Schlesien Oberschlesien Kaukasus Memelland Ofener Bergland Ostbrandenburg Sudetenschlesien Ostpreußen Pommern Schwäbische Türkei Schwarzmeergebiet Siebenbürgen Slawonien Sudetenland Syrmien Usbekistan Westpreußen Westungarn Wolgagebiet Wolhynien Zentralpolen Zips © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

25 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
2. Wie und wann erfolgte die Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

26 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Aufgabenstellung 3 Arbeitsanweisungen 5 FACHSPRACHLICHE KOMPTENZ A 9 INFORMATIONEN AUS LANDKARTEN VOM GESCHICHTEATLAS INTERPRETIEREN,UND CHRONOLOGISCH WIEDERGEBEN A 10 URSACHEN UND FOLGEN ERKENNEN/NENNEN A 11 ANGABEN NACH DEN “LEGENDA” DER LANDKARTE MÜNDLICH WIEDERGEBEN 26 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

27 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 9 Betrachte die Landkarte, beantworte die Fragen und ordne dann chronologisch. Welche Volksgruppen werden zur Zwangsarbeit nach Deutschland geholt? Wann? Aus welchem Land gibt es Zwangsumsiedlungen? Wann und wohin? Aus welchem Land werden Menschen deportiert? Wann und wohin? Wer flüchtet vor wem? Wann und wohin? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

28 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
TEXT 2.1 Das Aufeinanderprallen der Nationalismen M 20 Die tragische Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa hängt grundsätzlich1 mit dem Zusammenbruch des Nationalismus zusammen . Aus dem mittelalterlichen Impuls zur Kolonisierung Osteuropas hatte sich nämlich die Idee zum deutschen Recht auf Lebensraum in Osteuropa und zugleich auf die Vertreibung oder Versklavung der dort angesiedelten1 Slawen herausgebildet. Dies stand im Gegensatz zum wachsenden Nationalgefühl aller Nachbarvölker und besonders zum Anspruch der Polen und der Tschechen auf die Gründung ihrer Nationalstaaten . Die deutsche Niederlage 1918 und die darauffolgende Neuentstehung Polens, das Ende 1700 aufgelöst und im XIX. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland aufgeteilt worden war, hatte den Drang des Nationalsozialismus nach dem Expansionismus in Osteuropa verschärft. Obwohl die internationalen Abkommen Volksabstimmungen beschlossen, um zu möglichst gerechten Grenzen zu kommen, ergaben sich nach dem 1. Weltkrieg neue Konflikte, zumal verschiedene ethnische Gruppen nebeneinander wohnten, und in den neuen Nationalstaaten weiterhin beträchtliche2 deutsche Minderheiten lebten. Bei der Verwirklichung seiner Utopie zum Groβgermanischen Reich deutscher Nation begann Hitler gerade mit der brutalen Bevölkerungsverschiebung3 der Polen, die den "Volksdeutschen„ aus Osteuropa Platz räumen sollten. 1 angesiedelt = wohnhaft 2 beträchtlich = bedeutend 3 Bevölkerungsverschiebung3 = Bevölkerungsverlegung 1 grundsätzlich = generell 2 r Anspruch auf etwas haben = etwas verlangen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

29 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 10 zu Text 2.1 ORDNE DIE URSACHEN DEN ENTSPRECHENDEN FOLGEN ZU ( Es kann auch mehr als eine Ursache geben). ÜBE DANN IN PARTNERARBEIT DIE MÜNDLICHE KOMMUNIKATION MIT DEN UNTENSTEHENDEN REDEMITTELN. Ursache Folge Misserfolg des modernen deutschen Nationalismus a. Brutale Verschiebung der Polen 2. Niederlage Deutschlands1918 und darauffolgende Neugründung Polens b.Idee zum Recht auf Lebensraum in Osteuropa, 3. Mittelalterliche Impuls zur deutschen Kolonisierung c. tragische Vertreibung der Volksdeutschen aus Osteuropa 4. verschiedene ethnische Gruppen wohnten nebeneinander d. Verschärfung des nationaldeutschen Expansionismus nach Osteuropa 5. Hitlers Utopie zum Groβgermanischen Reich deutscher Nation und zur Neuordnung Europas e. nach dem 1. Weltkrieg neue Konflikte f.Vertreibung oder Versklavung der dort angesiedelten Slawen Redemittel Konjunktionen ( kausal) Weil/da/zumal/ + Nebensatz (Endstellung) , denn + Grundstellung Daher/darum/deshalb/deswegen/ Präpositionen Wegen/aufgrund + GEN Wendungen (kausal) Aus diesem Grunde Das ist die Ursache dafür, dass…… © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

30 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A 11 Was zeigt die Landkarte? Redemittel Die Landkarte zeigt …. Die Landkarte schildert, wo / den / die / das ….. ……ist/sind in Blau/in Grau/in Pfirsich/ in Hellbraun, in Khaki Die blau/roten Streifen entsprechen dem/der/den Die roten Punkte bezeichnen …. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

31 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Aufgabenstellung 4 Arbeitsanweisungen 5 LERNEN LERNEN A 12 HAUPTINFORMATIONEN TABELLARISCH ZUSAMMENFASSEN A 15 FACHLEXIKON ZU EINEM GEWISSEN BEREICH ALS LERNKARTEI ERSTELLEN INTERKULTURELL E GESCHICHTSERZIEHUNG A 13a DIACHRONISCHE VERGLEICHE VON LANDKARTEN AUS DEM GESCHICHTSATLAS A 13b SCHULBÜCHER ZU EINEM GEWISSEN THEMA INTERNATIONAL VERGLEICHEN A 14 UNTERSCHIEDE UND GEMEINSAMKEITEN IM INTERNATIONALEN VERGLEICH ERKENNEN UND BESCHREIBEN 31 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

32 A 12 TEXT 2.2 Der Generalplan Ost
Mit dem Generalplan Ost (GPO) aus den Jahren wollte Hitler die besetzten Gebiete Osteuropas endgültig germanisieren und durch die “ethnische Säuberung” über 50 Millionen Slawen vernichten oder jenseits des Urals verschieben. Die 3 bis 4 Millionen überlebenden Polen sollten als Sklaven für die Deutschen Kolonisten ohne ärztliche Versorgung arbeiten und durch den Verbot der Heirat im Laufe einer Generation aussterben . Der GPO erfolgte in drei Schritten: 1) die Abtretung des Sudetengebiets von der Tschechoslowakei an das Deutsche Reich in Kraft des Münchners Abkommens zwischen dem Deutschen Reich und der Tschechoslowakei ( 30. September 1938 ) Die deutsche Besetzung des Sudetengebiets erfolgte aber als die Grenzen noch nicht genau festgelegt waren. 2) Der Einmarsch in Polen im September 1939, der den Beginn des 2.Weltkriegs verursachte. Polen deutscher Abstammung mussten sich zur Zeit entweder als Deutsche oder als Polen erklären 3) Der Einmarsch in die Sowjetunion im Juni In das südöstliche Polen, wurden eine halbe Million Polen aus dem ehemaligen Korridor Westpreußen und Posen deportiert, 2 Millionen polnische Zwangsarbeiter in das deutsche Reich verschleppt. Am 22. Juni 1941 überfielen deutsche Wehrmachtsverbände ohne Kriegserklärung die Sowjetunion mit Panzern sowie Soldaten aus verbündeten Ländern . Ihr Ziel war „ die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis„ Acht Millionen Polen, Ukrainer, Weißrussen und Balten mussten fliehen oder wurden von der Wehrmacht vertrieben. Insgesamt 5,5 Millionen Osteuropäer versklavten die Nazis als Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich. AUFGABE 12 LERNEN LERNEN: Fasse die Hauptinformationen tabellarisch zusammen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

33 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
Aufgabe 13 a ) Aus dem Deutschen Schulatlas 1942. M22 M 23 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

34 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
AUFGABE 13 b) AUS DEM GESCHICHTSBUCH „Landvolk im Werden“1941 Die idyllische bunte Karte aus Konrad Meyer , „Landvolk im Werden“,1941 , stammt, propagiert mit dem Titel „DER NEUE OSTEN“ eine neue heitere Heimat im Kontrast zur tragischen Realität von Vertreibung und Massenmord M 24 AUFGABE 13 a Vergleiche mit den Landkarten in deinem Geschichtsatlas: Was merkst du im Titel der Landkarten ? Welche politische Anschaung erkennst du hier ? AUFGABE 13 b Suche nach italienischen Landkarten aus den Jahren und vergleiche die Angaben, die Titel und die Inschriften . Was fällt dir auf? Zeige deinen Eltern und Groβeltern die beiden Landkarten und frage nach ihrem Schulatlas: Wurde dort der Lebensraum erwähnt? Wenn ja, wie? Gab es dort ähnliche Landkarten wie M 22 M 23 M 24? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

35 TEXT 2.3 „Heim ins Reich“ oder die Politik der Zwangsumsiedlungen
Die nationalsozialistische Aktion Heim ins Reich hatte zum Ziel , die Deutsch-Ethnischen Volksgruppen, ( die sogenannten Volksdeutschen) aus den Ländern, wo sie als Minderheit lebten, in Deutsche Reichsgebiete umzusiedeln, sowohl um den deutschen Bevölkerungsanteil der annektierten Gebieten zu erhöhen, als auch männliche Bevölkerung zum Kriegsdienst herbeizurufen. Infolge von Verträgen mit vielen ost- und südosteuropäischen Staaten - darunter auch Italien- mussten Deutsch-Ethnische Minderheiten gegen ihren Willen aus ihrer Heimat abwandern.Dieses Schicksal betraf die Wolgadeutschen ( ), die Deutschen aus Wolhynien ( ), Galizien ( ), Bessarabien (92.000), aus der Bukowina (97.000), aus Estland (16.000), Lettland ( ), Litauen ( ), aus der Dobrudscha ( ), aus Bulgarien (2.000), Kroatien und Serbien ( ), aus der Krain sowie aus Südtirol (80.000). Neben den Balten- und Wolhyniendeutsche wurden auch Deutsche aus Rumänien vertrieben , weil die UdSSR und Bulgarien beziehungsweise die Gebiete der Bukowina und der Nord-Dobrudscha annektierten ( 1940) Während die Flucht der Juden die Donau stromabwärts ging, zogen die Ostdeutschen stromaufwärts. Die NS-Propaganda dokumentierte die Aktionen durch Fotos und Plakate, die angeblich gutorganisierte Planung und Durchführung der Transporte illustrierten. Nach der Parole „HEIM INS REICH“ hatten die Menschen die Hoffnung , in den Gebieten des alten Deutschen Reichs eine neue Heimat zu erreichen: Die meisten mussten jedoch nach der tragischen Zwangsemigration noch monatelang in Lagern verbringen, und wurden dann in den von Deutschland annektierten Gebieten angesiedelt (z.B. im polnischen Warthegau oder in Böhmen und Mähren ). Im Sommer 1945 beschlossen die Alliierten auf der Potsdamer Konferenz die „Überführung der deutschen Bevölkerung [...] nach Deutschland, “ für die Flüchtlinge und Vertriebenen bedeutete dies eine erneute Tragödie. A 14 Interkulturelle Vergleiche: Findest du Informationen zur Aktion HEIM INS REICH und zum GPO in deinem Geschichtsbuch? Wenn ja , berichte zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten mit Hilfe der Redemittel von A 15 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

36 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
A UFGABE 15 a LERNEN LERNEN Fasse den Text 2.3 nach Stichpunkten zusammen Gegensätze Während ………………,……………….. ……………….., dagegen………………. Gemeinsamkeiten/Entsprechungen Sowohl……… als auch ……………… Gründe …………………………….., weil ………………. Da……………….,………………………………. ………………….., deshalb……………………. Ziele ……………………………..., um ……………….zu Zum Zweck ……………….., ………………….. Folgen Da……………………………, Infolge von …………………. Angaben zu Orten und Menschen Angaben zur Zeit der Ereignisse Angaben zu r Zahl der betroffennen Volksgruppen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

37 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
TEXT 2. 4 Die Potsdamer Konferenz und die Vertriebenen aus Ostdeutschland. Nach der Kapitulation Deutschlands fand die Potsdamer Konferenz (Juli 1945) statt , an der der amerikanische Präsident Harry S. Truman der sowjetische Josef Stalin der Premierminister Winston Churchill, und später sein Nachfolger Clement Attlee teilnahmen . Die Hauptalliierten beschlossen im Potsdamer Abkommen die Aufteilung Deutschlands , das ein Viertel seines Staatsgebietes verlieren musste, in vier von den Alliierten kontrollierten Besatzungszonen und den „geordneten und humanen Transfers“ deutscher „Bevölkerungsteile“ aus Polen, aus der Tschechoslowakei und aus Ungarn, um zukünftige deutsche Revanchismen vorzubeugen. Alle Nachfolger der Ostdeutschen, die sich seit dem im Mittelalter in den osteuropäischen Gebieten jenseits der Oder –Neiße Linie niedergelassen hatten, schickte man nach Deutschland , was aber erneut zu einer grausamen „ethnischen Säuberung” führte. Nicht nur die Volksdeutschen sondern auch diejenigen, die sich nach der politischen Neuordnung Europas nicht mehr auf „deutschem“ Boden befanden, wanderten aus Furcht vor Misshandlungen ab oder wurden durch Dekrete enteignet und mit Gewalt vertrieben. Die tragische Bilanz der Nationalsozialistischen Politik war die gröβte Völkerwanderung des 20. Jahrhunderts. AUFGABE 16 FACHSPRACHE LERNEN Sammle aus den Texten 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 alle spezifischen Vokabeln der Fachsprache Geschichte zu diesem Bereich und Thema, erstelle damit eine Lernkartei zum Wortschatz Geschichte der Flucht und Vertreibung. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

38 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
AUFGABE 17. VERKNÜPFUNGEN ZU SCHON BEKANNTEM AUFSTELLEN. Zu welchen Informationen aus diesem Baustein passen diese Materialien? M 25 Achtung! Schlesier! Handgeschriebenes Schild ,mit der Bitte um Hinweise über den Aufenthaltsort einer Familie aus Schlesien Karton49,6 x 32,1 cm Leipzig, um 1945 DHM, Berlin "Unsere Stärke ist unsere Schnelligkeit und unsere Brutalität. …Ich habe den Befehl gegeben – und ich lasse jeden füsilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert – daß das Kriegsziel … in der physischen Vernichtung des Gegners besteht.  So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?„ M 26 Hitlers Ansprache 22. August 1939 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

39 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
"Die Stadt Schweidnitz soll sofort geräumt werden. An den zu bildenden Fußtrecks dürfen nur Frauen mit Kindern und Männer über 60 Jahre, soweit sie nicht in Betrieben tätig sind, teilnehmen. Abmarsch über Oberweistritz nach Neurode morgens früh 6 Uhr. Sammelplatz Sedanstraße und Sedanplatz. Lebensmittel für einige Tage mitnehmen - Gepäck nur für das Notwendigste. Frauen mit nicht marschfähigen Kindern sollen auf Wagen befördert werden. Wegen Übernachtung unterwegs wird gesorgt werden". (zit. nach J. Mann: Geschichte der Stadt Schweidnitz. Reutlingen 1985) M28 Nach dem Überfall der deutschen Armee am 1. September 1939 wurde Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Auf den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam willigten die Westmächte in die von der Sowjetunion vorgeschlagene Westverschiebung Polens ein und beschlossen die Vertreibung der deutschenBevölkerung aus Polen Eingescannt : Karte und Text: Benz/Graml/Weiß, Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin 1997, S.641–642 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

40 für die deutsche Bevölkerung der Stadt Bad Salzbrunn…
M 29 SONDERBEFEHL für die deutsche Bevölkerung der Stadt Bad Salzbrunn… Laut Befehl der Polnischen Regierung wird befohlen: 1. Am 14.Juli 1945 ab 6 bis 9 Uhr wird eine Umsiedlung der deutschen Bevölkerung stattfinden 2. die deutsche Bevölkerung wird in das Gebiet westlich des Flusses Nei βe umgesiedelt 3. Jeder Deutsche darf höchstens 20 kg Reisegepäck mitnehmen 4. Kein Transport ( Wagen,Ochsen, Pferde , Kühe usw) wird erlaubt 5. Das ganze lebendige und tote Inventar in unbeschädgtem Zustande bleibt als Eigentum der polnischen Regierung 6.Nichtausführung des Befehls wird mit schärfsten Strafen verfolgt, einschlieβlich Waffengebrauch……………………………………………………………. 11. Alle Wohnungen in der Stadt müssen offenbleiben…. M 30 M 30 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

41 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
M 31 Bericht eines Zeitzeugens "Erst in letzter Minute bekamen wir Nachricht, dass wir fliehen mussten. Vater bekam eine Panzerfaust in die  Hand gedrückt, dann sahen wir ihn nie wieder. Mutter und ich waren mit den kleinen Kindern allein. Tag und Nacht ging die Fahrt. Sie hatten uns gesagt, über das Eis ginge es schneller. Am dritten Tage lag die ungeheuere Fläche des Frischen Haffs vor uns. Wir hörten die feindlichen Jäger von weitem und waren ihnen hilflos ausgeliefert. Der dunkle Treck auf dem hellen Eis war für sie ein Scheibenschießen. Die Szenen, die sich dabei abspielten, sind nicht zu schildern. Ein ungeheueres Durcheinander, Todesschreie von Menschen und Vieh, in Brand geschossene Wagen, von Splitterbomben geborstenes Eis, eingebrochene und verwundete Pferde. Ich hieb auf meine Pferde ein, bis ihre Rücken blutig waren, und es half. Doch als wir uns von dem Überstandenen erholt hatten, kam das größere Unheil. Denen, die es sahen, versagte die Stimme. Wir fuhren in vier bis sechs Reihen nebeneinander, und dann versanken plötzlich hinter uns und neben uns die Wagen; ohne Schrei, völlig ohne Krachen und Bersten, als nähme eine unsichtbare Hand sie weg. Diejenigen, die durchkamen, hatten verzerrte Gesichter, die niemand mehr kannte.„ © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

42 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia
3. Abschlusstest.Fragebogen. 1. Was versteht man unter deutscher Besiedlung Osteuropas? 2. Mit welchem Kaiser beginnt die deutsche Kolosinierung Osteuropas? 3. Welche Gebiete Osteuropas kolonisieren die Deutschen? 4. Welche christliche Orden haben eine Rolle in der Koloniserung? 5. Welche Aufgabe gibt sich der Deutsche Ritterorden und wann/wie/wo wechselt sein Einflusses und sein Sitz? 6. Welche Rechte erlangte Hermann von Salza? 7. Wann und wie erreicht die territorialen Expansion der Deutschen Ritter ihrenHöhepunkt? 8. Was verursacht den Rückgang der Macht der Deutschen Ritter? Wen müssen sie anerkennen? 9. Wann beginnt die Siedlung von Ostdeutschen in Schlesien? 10. Wann und durch wen kam Schlesien zu Preuβen? 11. Warum war Schlesien wirtschaftlich bedeutend? 12. Wann findet die Kolonisierung der Sudeten statt? 13. Wann beginnen die politischen Probleme für die Sudetendeutschen? 14. Wann werden sie zu einer Minderheit’ Was versteht der deutsche Nationalismus unter “Lebensraum”? 16. Welche Folgen des 1.Weltkrieges verstärken den deutschen Nationalismus in Hinblick auf Osteuropa? 17. Was ist der Generalplan Ost (GPO)? 18. Was unternimmt Hitler um den GPO zu konkretisieren? 19. Wann findet die Potsdamer Konferenz statt und welche Entscheidungen trifft man zur ethnischen Regelung in Osteuropa? 20. Welches tragische Schicksal verbindet die Polen mit den Volksdeutschen? 21.Wohin kamen die Ostdeutschen? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia


Herunterladen ppt "© Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen