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Innovative Region H. Winkler Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung (WZ 1) der Universität Kassel Wechselwirkungen.

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Präsentation zum Thema: "Innovative Region H. Winkler Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung (WZ 1) der Universität Kassel Wechselwirkungen."—  Präsentation transkript:

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2 Innovative Region H. Winkler Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung (WZ 1) der Universität Kassel Wechselwirkungen zwischen Hochschule und Region Hannover, 10. Nov. 2004, Forum NordLB

3 „Menu“ Historisches zum Thema Definitionen Leitdisziplinen Methodisches Internationaler Vergleich Erträge Folgerungen für die Forschung

4 Historische Entwicklung Erste Universitätsgründungen in Residenzstädten Aufklärung, Humboldt, Preußen Restauration nach den Weltkriegen Expansionsphase Mitte der 60`er Regionalisierung

5 Geschichte der Universitätsgründungen Universitäten in Europa: ·12th Jh.: Paris (Frankreich), Bologna (Italien) ·1348 Prag (Tchechoslowakei) ·1365 Wien (Österreich) seit 14. Jh. in Deutschland: „Klassische Universitäten“ ·1385 Heidelberg ·1388 Köln ·1392 Erfurt ·1402 Würzburg ·1409 Leipzig ·1419 Rostock ·1454 Trier ·1456 Greifswald ·1457 Freiburg ·1472 Ingolstadt ·1476 Mainz ·1477 Tübingen ·1502 Wittenberg ·1506 Frankfurt/Oder Seit 17. Jh. „Moderne Universitäten“ ·(1608 bis 1618 Collegium Carolinum Kassel) ·1694 Halle ·1737 Göttingen ·1783 Erlangen ·vom 19. Jh. : „Neuhumanistische Universität“ (Humboldt) ·1809 Berlin · ständiges Wachstum in Preußen und Deutschland ·zum Ende des 19. Jh.: „Technische Universitäten“ ·1865 Karlsruhe ·1868 München ·1870 Aachen ·1872 Braunschweig ·1876 Stuttgart ·1877 Darmstadt ·1879 Berlin-Charlottenburg ·1880 Hannover ·1890 Dresden ·1904 Danzig ·1910 Breslau

6 Noch Geschichte : 2. Weltkrieg, danach Rekonstruktionsphase von bestehenden Hochschuleinrichtungen Erste Expansionsphase mit Neugründungswelle: U Konstanz, U Bielefeld, U Dortmund, U Regensburg etc. (Regionalisierung) Zweite Expansionsphase, Reformen, Fachhochschulen und Gesamthochschulen (u.a. Kassel) 3. October 1990: Wiedervereinigung Deutschlands mit Umwandlung von Hochschuleinrichtungen in Ostdeutschland nach probaten Strukturen der westdeutschen „Hochschullandschaft“

7 Ein historisches Beispiel: Gründung der Universität Tübingen 1477 (W. Jens) „An einer Metropole wie Nürnberg gemessen, war Tübingen kaum mehr als ein bäurischer Ort: nicht gerade klein, aber fernab aller Kultur. Es gehörten also Mut und Gottvertrauen dazu, wenn ein Mann, der, wie Eberhard im Barte, überhaupt nur über zwei wichtigere Städte gebot (Urach und Tübingen; Reutlingen war freie Reichsstadt), den Versuch unternahm, auf seinem Territorium eine Universität zu errichten - sehr viel Mut und sehr viel Gottvertrauen, wenn man bedenkt, dass die Grafschaft Württemberg-Urach von Universitäten ringsherum umgeben war: Heidelberg im Nordwesten, schon seit hundert Jahren florierend, Ingolstadt im Nordosten (erst fünf Jahre alt), Freiburg im Südwesten (1456 gegründet, unter Beteiligung von Eberhards Mutter, der Pfalzgräfin Mechthild), schließlich Basel im Süden. Dort hatte anno 146o der städtische Rat die Hohe Schule ins Leben gerufen.“

8 Noch: Tübingen „Wie groß war bei einer so massiven Konkurrenz und der Bescheidenheit eigener Ressourcen die Gefahr, dass Eberhards Plan sich als vermessen erwies: zu hoch gepokert, kleiner Landesherr! Wie groß ist, von Rinteln bis Trier, von Lüneburg bis Mainz, die Zahl jener Universitäten, die, binnen kurzem oder langem, Bankrott gemacht haben. Wie leicht hätte Eberhard scheitern können - ein Bruder Gernegroß, der sich herausnahm, mit Mammut-Universitäten vom Schlage Erfurts und Kölns konkurrieren zu wollen. Der Mann mit dem Wahlspruch ATTEMPTO (das heißt: Ich wage und versuche es. Ich will's riskieren.) brauchte in der Tat viel Glück, wenn er Erfolg haben wollte.“ (Jens, Walter: Eine deutsche Universität, München: Kindler 1977, S. 15/16)

9 Definitionen Region ist die die Hochschule umgebende sozialräumliche Struktur, häufig in den Grenzen von Regierungsbezirken gesehen. Hochschulen sind alle Tertiärbildungs- einrichtungen (incl. Volkshochschulen). Wechselwirkung sind Transferprozesse und Austauschbeziehungen zwischen Hochschule/n und der sie umgebenden Region.

10 Beispiel für eine Regionsdefinition „Die derzeitige Hochschulregion Saarland-Trier-Westpfalz Die Hochschulregion Saarland-Trier-Westpfalz verfügt über ein breitgefächertes, in weiten Bereichen leistungsfähiges Forschungs- und Ausbildungspotential, das in besonderer Weise mit den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg verbunden ist. Sie besteht aus den Universitäten Kaiserslautern, Trier, Saarbrücken (mit der Medizinischen Fakultät in Homburg), der Abteilung Landau der Universität Koblenz-Landau, den Fachhochschulen Kaiserslautern (mit Standorten in Pirmasens und Zweibrücken), Trier (mit Standorten in Birkenfeld und Idar- Oberstein), der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, der Hochschule für Bildende Künste Saar sowie der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken und einigen kleineren privaten Hochschulen. Insgesamt umfaßt sie rund Professoren und rund Studierenden. Dieses Spektrum wird durch zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ergänzt, die - zum beiderseitigen Nutzen - mit den Hochschulen unterschiedlich intensive fachwissenschaftliche und personelle Austauschbeziehungen unterhalten. Bemühungen um eine vertiefte Kooperation in Forschung und Lehre oder eine darüber hinausgehende Abstimmung der Kapazitäten wurden bislang, abgesehen von wenigen Ausnahmen, lediglich innerhalb der jeweiligen geographischen Grenzen der Länder Rheinland-Pfalz und Saarland unternommen.„ (Quelle: Sachverständigenkommission Rheinland Pfalz 1993 )

11 Leitdisziplinen In den Regionalwissenschaften verwendete Theorien und Hypothesen kommen aus mehreren Fächern: Ökonomie, Stadt- und Gemeindesoziologie, Sozial- und Wirtschaftsgeographie, Ökologie sowie verschiedenen Ingenieurwissenschaften, wie bspw. der Raumplanung und der Orts-, Regional- und Landesplanung Aufbauend auf Ansätzen und Erklärungsmustern dieser Fachdisziplinen wurde im Rahmen der "Regionalwissenschaft" der relevante Wissensstoff insbesondere unter Beachtung der Raumdimension für die Anwendung in der Raumplanung neu strukturiert und weiterentwickelt. Entsprechende neue Ansätze und Hypothesen sind formuliert und getestet worden. Besonderes Interesse kam und kommt hierbei den Kategorien Standort und standörtliche Nutzungsmöglichkeiten zu. Hinzu traten später quantitative Analysen von sozio-ökonomischen Austauschbeziehungen und qualitative Analysen von kulturellen Wechselbeziehungen.

12 Ziele und Aufgaben von Forschung über regionale Wechselwirkungen zwischen Hochschule und Region Die bestehenden theoretischen und methodischen Grundlagen der Regionalwissenschaften systematisch aufarbeiten. Innerstädtische bzw. regionale Strukturen, Prozesse und Wechselwirkungen mit dem Ziel zu analysieren, die Befunde solcher Forschung für die Stadt- und Landesplanung (örtliche und überörtliche Raumplanung) operabel machen. Der Kommunal- und Regionalpolitik Entscheidungshilfen geben (Politikberatung).

13 Methodisches Modellbildung für „Regionale Wechselwirkungen“, insbesondere ihrer Wirkmechanismen Quantitative Indikatoren Problem der „weichen“ bzw. qualitativen Indikatoren Neue Grenzziehung für „Hochschulregionen“

14 IMHE-Modell (nach: John Goddard 2000)

15 Ökonometrisches Modell

16 Qualitative Wirkungen (Beispiel TU Chemnitz) Soziokulturelle Effekte „Zu den weiteren Wirkungen der TU Chemnitz gehören die soziokulturellen Effekte der rd Mitarbeiter und der mehr als 5000 Studierenden. Die Analyse des studentischen Einzugsbereiches der TU Chemnitz hat ergeben, dass sich deren Studierende überwiegend aus der Hochschulregion rekrutieren (72% aller Studierenden der TU haben in Südwestsachsen ihr Abitur abgelegt). Deren hohe Attraktivität für Studierende aus dem Regierungsbezirk Chemnitz ist sicher auch durch die räumliche Nähe zu den Heimatgemeinden dieser Hochschüler bedingt. Wie die Befragung ergeben hat, spielen das Fächerangebot und die Studienbedingungen bei der studentischen Auswahl der Hochschule ebenfalls eine große Rolle. Für die TU ist vor allem positiv zu bewerten, dass sie seitens der Studenten eine gute Reputation hat. Aber auch seitens der Unternehmen wird das Ausbildungsniveau der Absolventen positiv rezipiert. So wird beispielsweise die Ingenieurausbildung von den Betrieben anerkannt, was sich in den verhältnismäßig günstigen Berufsaussichten dieser Absolventen und in der Tatsache zeigt, dass „knapp ein Viertel der jungen an sächsischen Hoch-schulen ausgebildeten Ingenieure in den alten Ländern eine Beschäftigung gefunden hat“.

17 Noch: qualitative Wirkungen „Die TU Chemnitz hat als einer der größten Arbeitgeber in Südwestsachsen neben den von ihr bewirkten positiven wirtschaftlichen und soziokulturellen Effekten auch einen beachtlichen Stellenwert als Innovationsfaktor in der Region. Das an ihr vorhandene Fachwissen und die Vielfalt der Studienangebote ermöglichen eine umfassende regionale Bildungsversorgung und vor allem eine breite Ausbildung für Studierwillige im Regierungsbezirk Chemnitz. Die TU stellt in ihrer Funktion als tertiäre Bildungseinrichtung der regionalen Wirtschaft qualifizierte und für die Anforderungen der späteren beruflichen Praxis ausgebildete Absolventen zur Verfügung. Gerade aufgrund des Strukturwandels in der Region benötigt diese Fachleute, die neuestes universitäres und technologisches Know-how in die regionalen Unternehmen einbringen können. Erreicht wird diese Transferleistung der TU u.a. durch Praktika, aber auch durch Diplomarbeiten, die häufig konkrete Probleme der Betriebe aufgreifen. Des weiteren gibt es zahlreiche universitäre Einrichtungen, wie z.B. das Patentinformationszentrum oder die Transferstelle, die den Wissens- und Technologietransfer zwischen der Technischen Universität und den regionalen Unternehmen fördern sollen. So unterstreichen beispielsweise die jährlich meist regionalen Nutzer, die zu 56% aus der Wirtschaft kommen, die Bedeutung des Patentinformationszentrums. Weiterhin sind 1996 von den Wissenschaftlern der TU über 320 (1997: 260) Veranstaltungen organisiert und mehr als 1500 Publikationen veröffentlicht worden. Derartige Aktivitäten leisten einen beachtlichen Beitrag zum universitären Wissens- und Technologietransfer, in hohem Maße auch im sozial- und geisteswissenschaftlichen Bereich. Nicht zuletzt wurden bislang zahlreiche neue Unternehmen im Umfeld der TU von ehemaligen Universitätsangehörigen gegründet und so mehr als 500 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen.“ Quelle: Beninghaus/Jurczek/Merkel: Regionalwirksamkeit der TU Chemnitz. Chemnitz (Beiträge zur Kommunal- und Regionalentwicklung, Heft 32).

18 Neue Grenzziehungen für „Hochschulregionen“ Kuklinski´s „Traum“ für den Osten Europas (Qelle: KBN/ EUROREG: Science, Technology, Economy; Warsaw 1994) xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

19 Grenzüberschreitungen, z.B. HS-Region der RWTH Aachen

20 Internationale HS-Region Öresund

21 Internationaler Vergleich: USA

22 1862: Land Grant Universities in USA

23 Land Grant Act USA Congress passed the Morrill Land-Grant Act (1862). The act encouraged institutions of higher education nationwide to introduce new curricula in engineering, mining, agriculture, and other applied sciences to existing courses of studies that were grounded in arts and letters. These subjects would be useful to a nation that was just beginning to enter a period of unprecedented economic and technological growth. Congress gave each state an allotment of federal land — 30,000 acres for each senator and representative the state had in Congress. The states were to sell the land and use the proceeds to create endowments, which in turn would provide dependable support for colleges that agreed to. These colleges also had to pledge that the cost of this new higher education would remain within reach of Americans of average financial means. Land-grant institutions thus have often been termed "democracy’s” colleges.

24 Todays Land Grant Universities USA

25 Land Grant Universities USA: Penn State Penn State University: University Avenue about 1900

26 Pennsylvania State University Penn State was founded in 1855 as a publicly supported agricultural college. It brought science to bear on age-old problems of food and fiber production. In 1863, the Pennsylvania legislature designated Penn State the Commonwealth’s sole land-grant institution -- a distinction it still holds. Pennsylvania received 780,000 acres of land, which were sold for a total of $439,000. The state legislature then converted this amount to a $500,000 bond yielding 6 percent ($30,000) annually to Penn State. The bond functioned in effect as Penn State's "endowment" during those early years. In return for this support, Penn State began a steady expansion of its academic program. It also pledged to disseminate the benefits gained through research and instruction, which today takes the form of hundreds of outreach programs that touch the lives of millions of people each year throughout Pennsylvania and across America. Thus the Morrill Land-Grant Act in effect conferred on Penn State a three- part mission: teaching, research, and public service. This mission continues to guide the University in all that it does for Pennsylvania, the nation, and humankind.

27 Mission Statement of a Land Grant University: Citation from Mission Statement of Michigan State University: “As a land grant institution, this university meets these objectives in all its formal and informal educational programs, in basic and applied research, and in public service. As an AAU institution, this university meets these commitments through its instructional and research programs. Through the excellence of its academic programs, the strength of its support services, and the range of its student activities, the university provides opportunities for the fullest possible development of the potential of each student and each citizen served, and enhances the quality of life and the economic viability of Michigan. Education of its citizens is the state's best investment in its future. Michigan State University has honored, and will continue to honor, this public trust.”

28 Erträge Rechtfertigung von (gefallenen) Standortentscheidungen Nachweis positiver (ökonomischer, sozialer und kultureller) Wechselwirkungen mit der HS-Region Ein Problem für die regionalwissenschaftliche Politikberatung ist der Widerspruch von Regional- und Forschungspolitik

29 Lokale oder globale Orientierung? „Der beste Dienst, den eine Universität ihrer Region leisten kann, ist, gerade keine `Heimat-Universität` zu werden.“ ( Mittelstraß, J.: „Wissenschaft, Bildung und Region.“ In: Konstanzer Blätter für Hochschulfragen. 17. Jg., 1979, H. 1, S. 34. (Sonderheft Hochschulen in ihrer Region.)

30 Sonderfall?: Traditionelle Hochschule in der Stadt

31 Auch: Fehlleistungen Raumplanerische Analysen bei Standortwahlen können fehlerhaft sein. Beispiel: Mercator-Universität Duisburg: Aussage 1970: „Durch Zahlen belegt: Die Universität Duisburg ist notwendig“. (Quelle: Universitätsstandort Duisburg, Oberstadtdirektor 1970)

32 Späte Reparatur von Fehlentscheidungen? Aussage 2001: „Der Expertenrat geht davon aus, dass sich die beschriebenen Probleme und Schwächen der Standorte Essen und Duisburg durch eine Synergieeffekte nützende Bündelung von Potential und Ressourcen relativieren und bewältigen lassen....und unterstützt die an beiden Hochschulen erwogene Fusion der beiden Standorte...“ (Quelle: Expertenrat im Rahmen des Qualitätspakts, Münster 20. Februar 2001; S. 330, Ziff. 9)

33 Warnendes Beispiel: Entwicklungsgeschichte eines einschlägigen (lokalen) Instituts 1965 Aufbau der „Arbeitsgruppe Standortforschung“ an der TU Hannover (Prof. Wortmann) 1972 Gründung des „Instituts für regionale Bildungs- planung“ als gemeinnützige GmbH (Prof. Geißler) 1975 Institut an der TU Hannover 1981 Namensänderung in „IES – Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung“ (GmbH) 1999 Beendigung der Grundfinanzierung durch das Land (Notlösung: Management buy-out) 2001 Übernahme der Geschäftsanteile durch einen von den Mitarbeitern gegründeten Verein, kommissarische Leitung.

34 Folgerungen für Forschung Beibehaltung des Konzepts interdisziplinärer Forschungskooperation (im Mode 2) zur Wahrung der Komplexität des Forschungsgegenstandes (Gefahr disziplinärer „Engführung“) Wenn Wahl einer Leitdisziplin, dann Regional- Soziologie oder Sozial-Geografie Ansiedlung eher in einem Bereich des „Institutional Research“ nahe bei einer Hochschulleitung (HS-Marketing, Evaluierung usw.)


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